Anal Vomit - Peste Negra, Muerte Negra
2015 | Death / Black / Thrash Metal
CD / Vinyl | Gates Of Hell Records
Rund sechs Jahre liegt die Veröffentlichung des Vorgängers „Gathering Of The Putrid Demons“ mittlerweile zurück. Obwohl sich ANAL VOMIT bereits 1992 gründeten, ist „Peste Negra, Muerte Negra“ erst das vierte Album. Aber das ist eigentlich auch egal, denn ANAL VOMIT spielen eingeschwärzten Death Thrash Metal, der absolut zeitlos ist.
Innovativ waren sie noch nie und deshalb ist „Peste Negra, Muerte Negra“ auch eine konsequente Fortsetzung der bisherigen Alben. Erneut spielen die Peruaner dreckigen Death Thrash Metal, der den alten südamerikanischen Größen (namentlich: HOLOCAUSTO, SARCÓFAGO, SEXTRASH) huldigt. Gerade im Riffing schimmern die Einflüsse der genannten Bands immer wieder durch, weshalb ANAL VOMIT auch stets von derer Atmosphäre partizipieren und sie in ihrem eigenen Spiel nostalgisch aufleben lassen.
Wer eines der Vorgängeralben kennt, der wird auch genau wissen was ihn auf dem neuen Album erwartet. ANAL VOMIT gehen in ihrem wilden Treiben voll auf und machen einfach das, was sie schon immer taten. Nämlich fiesen Metal spielen, der thrashige Soli mit kompromisslosem Death Metal kombiniert. Aber ganz so primitiv, wie es vielleicht den Anschein haben mag, sind die Peruaner nicht. Es gibt an den einzelnen Instrumenten eine Menge Vielfalt, neben den riffbetonten Gitarren ist es auch eine überaus lebhafte und gut hörbare Bassgitarre, die Akzente setzt. Nicht zuletzt sei auch das tempo- und variantenreiche Schlagzeug erwähnt. Das Tempo ist zwar häufig hoch, jedoch durchzogen von zahllosen rhythmischen Veränderungen. ANAL VOMIT sind zwar durchaus brachial, gemein mit direkt, jedoch nicht übertrieben und mit ausreichend Variation.
ANAL VOMIT bleiben sich auch im 23. Jahr ihrer Existenz treu und liefern exakt das ab, was von ihnen erwartet wird. Es gibt keine Überraschungen und keine Experimente. Auf „Peste Negra, Muerte Negra“ gibt es ausschließlich flotten und treibenden Death Thrash Metal südamerikanischer Art.
Die Vinylversion enthält gegenüber der CD übrigens noch das SARCÓFAGO-Cover „Inri“ als Bonus.
1. Brebaje De Muerte
2. Valle Des Tinieblas
3. Obsessive Sexual Slaughter
4. La Muerte Del Papa (Interludio)
5. Dios Muerto
6. Venganza Obscura
7. A Savage Fornication
8. Estado Comatoso
9. Pact To Kill (Outro)
https://www.facebook.com/pages/ANAL-VOMIT-oficial/301683759950705
http://www.gatesofhellrecords.com/
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14.05.2015
06.05.2015
Gathering Darkness / Tyrants Blood - The Light Won’t Save You
Gathering Darkness / Tyrants Blood - The Light Won’t Save You
2014 | Death Metal
CD | Hecatombe Records
Brutal, rau und dreckig, so kann man dieses Splitalbum zusammenfassen. Sowohl GATHERING DARKNESS aus Spanien als auch TYRANTS BLOOD aus Kanada spielen ungnädigen Death Metal. Den Anfang machen die Spanier, wo auch zwei Leute von CRYSTALMOORS mitspielen, doch mit deren Pagan Black Metal haben die fünf Stücke absolut nichts zu tun.
GATHERING DARKNESS spielen stattdessen gemeinen Death Metal, der hohe Geschwindigkeiten mit Verlangsamungen und einigen melodischen Gitarrenläufen verbindet. GATHERING DARKNESS sind brutal und hasserfüllt, allen voran der Gesang, der wahrlich finster, derbe und ausdrucksstark ist. Doch die Spanier versteifen sich nicht auf komplexe, technische Spielereien und gehen es überwiegend geordnet und geradlinig an. Die eine oder andere technische Frickelei gibt es zwar, doch es überwiegen ganz klar die einfachen Strukturen, wobei es rhythmisch und harmonisch recht abwechslungsreich zugeht. Brachiale Geschwindigkeit befindet sich im Wechselspiel zu mittelschnellen und auch langsamen Parts. Zwischendurch werden immer wieder dreckige old school Riffs eingestreut, welche die raue Brachialgewalt auflockern. GATHERING DARKNESS haben hier fünf grundsolide Stücke verewigt, die Freunden des rauen, gemeinen und brutalen Death Metals durchaus gefallen sollten.
Die Kanadier TYRANTS BLOOD dürften einen größeren Bekanntheitsgrad haben. Einerseits weil zwei bekannte Gesichter mit von der Partie sind (Marco Banco von BLASPHEMY und Brian „Messiah“ Langley von INFERNÄL MÄJESTY), andererseits weil man schon drei Alben veröffentlichte. Brutal sind auch TYRANTS BLOOD, jedoch wesentlich ruppiger, chaotischer und stilübergreifender als GATHERING DARKNESS. Die Kanadier haben nämlich ein giftiges Gebräu aus Death Metal, Thrash Metal und Black Metal zusammengemischt. Das Tempo ist durch die Bank hoch aber durchzogen von vielen Breaks. Die vier Stücke sind heftig und dreckig aber dabei sehr agil und fordernd. Es gibt sehr heftige, sehr wütende und absolut zerstörerische Parts, die an Heftigkeit kaum zu überbieten sind. Durch die zahllosen Veränderungen wirken die Stücke manchmal sehr technisch, abstrakt und komplex. Doch mit dem gewöhnlichen technischen Death Metal haben TYRANTS BLOOD allerdings nicht wirklich etwas zu tun. Dafür sind sie viel zu dreckig, düster und thrashig. Überdies gibt es auch mal einen schlichten und primitiven Part, der es in sich hat.
Auf diesem Splitalbum treffen sich zwei unterschiedliche Gruppen, deren gemeinsamer Nenner die schonungslose und dreckige Brutalität ist. Mich können beide überzeugen, die Scheibe macht einfach Spaß, ist giftig und bösartig und wer auf der Suche nach kaputten Gruppen wie ABHORER oder ZYGOATSIS ist, der sollte sich die Kanadier genauer anschauen.
GATHERING DARKNESS
1. Decadence Of The Plague
2. Devoured By Earth
3. Riding The Horse Of Selfdestruction
4. Negative Metamorphosis
5. Through The Oceans Of Misery
TYRANTS BLOOD
6. Destroyer
7. Disowned And Defiled
8. Conjure The Watcher
9. Fragments Of A Dying World
https://www.facebook.com/gatheringdarknessofficial
https://www.facebook.com/TYRANTSBLOOD
http://www.tyrantsblood.com/
http://www.hecatomberecords.es/
2014 | Death Metal
CD | Hecatombe Records
Brutal, rau und dreckig, so kann man dieses Splitalbum zusammenfassen. Sowohl GATHERING DARKNESS aus Spanien als auch TYRANTS BLOOD aus Kanada spielen ungnädigen Death Metal. Den Anfang machen die Spanier, wo auch zwei Leute von CRYSTALMOORS mitspielen, doch mit deren Pagan Black Metal haben die fünf Stücke absolut nichts zu tun.
GATHERING DARKNESS spielen stattdessen gemeinen Death Metal, der hohe Geschwindigkeiten mit Verlangsamungen und einigen melodischen Gitarrenläufen verbindet. GATHERING DARKNESS sind brutal und hasserfüllt, allen voran der Gesang, der wahrlich finster, derbe und ausdrucksstark ist. Doch die Spanier versteifen sich nicht auf komplexe, technische Spielereien und gehen es überwiegend geordnet und geradlinig an. Die eine oder andere technische Frickelei gibt es zwar, doch es überwiegen ganz klar die einfachen Strukturen, wobei es rhythmisch und harmonisch recht abwechslungsreich zugeht. Brachiale Geschwindigkeit befindet sich im Wechselspiel zu mittelschnellen und auch langsamen Parts. Zwischendurch werden immer wieder dreckige old school Riffs eingestreut, welche die raue Brachialgewalt auflockern. GATHERING DARKNESS haben hier fünf grundsolide Stücke verewigt, die Freunden des rauen, gemeinen und brutalen Death Metals durchaus gefallen sollten.
Die Kanadier TYRANTS BLOOD dürften einen größeren Bekanntheitsgrad haben. Einerseits weil zwei bekannte Gesichter mit von der Partie sind (Marco Banco von BLASPHEMY und Brian „Messiah“ Langley von INFERNÄL MÄJESTY), andererseits weil man schon drei Alben veröffentlichte. Brutal sind auch TYRANTS BLOOD, jedoch wesentlich ruppiger, chaotischer und stilübergreifender als GATHERING DARKNESS. Die Kanadier haben nämlich ein giftiges Gebräu aus Death Metal, Thrash Metal und Black Metal zusammengemischt. Das Tempo ist durch die Bank hoch aber durchzogen von vielen Breaks. Die vier Stücke sind heftig und dreckig aber dabei sehr agil und fordernd. Es gibt sehr heftige, sehr wütende und absolut zerstörerische Parts, die an Heftigkeit kaum zu überbieten sind. Durch die zahllosen Veränderungen wirken die Stücke manchmal sehr technisch, abstrakt und komplex. Doch mit dem gewöhnlichen technischen Death Metal haben TYRANTS BLOOD allerdings nicht wirklich etwas zu tun. Dafür sind sie viel zu dreckig, düster und thrashig. Überdies gibt es auch mal einen schlichten und primitiven Part, der es in sich hat.
Auf diesem Splitalbum treffen sich zwei unterschiedliche Gruppen, deren gemeinsamer Nenner die schonungslose und dreckige Brutalität ist. Mich können beide überzeugen, die Scheibe macht einfach Spaß, ist giftig und bösartig und wer auf der Suche nach kaputten Gruppen wie ABHORER oder ZYGOATSIS ist, der sollte sich die Kanadier genauer anschauen.
GATHERING DARKNESS
1. Decadence Of The Plague
2. Devoured By Earth
3. Riding The Horse Of Selfdestruction
4. Negative Metamorphosis
5. Through The Oceans Of Misery
TYRANTS BLOOD
6. Destroyer
7. Disowned And Defiled
8. Conjure The Watcher
9. Fragments Of A Dying World
https://www.facebook.com/gatheringdarknessofficial
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17.03.2015
Dark Zodiak - See You In Hell | 2015 | STF-Records | CD | Death/Thrash Metal
Freunde des gepflegten Death Thrash Metals
sollten aufpassen, denn mit „See You In Hell“, dem Debütalbum der Süddeutschen
Formation DARK ZODIAK, gibt es unter Umständen neues Futter. Das Album erschien
zunächst als Eigenproduktion und wird kommende Woche über STF-Records weltweit
wiederveröffentlicht.
Obwohl DARK ZODIAK dem Deathrash fröhnen, ist
das Tempo welches die vier Musiker an den Tag legen, überraschend gedrosselt. Überwiegend
bewegt man sich schleppend bis mittelschnell fort, wobei es selbstverständlich
antreibende Ausreißer nach oben gibt. Es ist zwar schon seit langem nicht neu,
wenn eine Frau den Part am Mikrofon übernimmt, dennoch bin ich über die
stimmliche Gewalt von Sängerin Simone Schwarz positiv überrascht. Sie
beherrscht sowohl den tiefen und kehligen Death-Metal-Gesang als auch stark
verzerrtes Gekeife, welches giftig und aggressiv ist und auch einer
Black-Metal-Gruppe gut stehen würde.
DARK ZODIAK gründeten sich zwar erst 2011, doch
sind die Beteiligten gestandene Musiker mit zum Teil 20jähriger Erfahrung. Es
weht also ein Hauch von alter Schule mit, wobei DARK ZODIAK sich aber nicht darauf
versteifen und die alten Zeiten wiederbeleben wollen. Trotz des liebenswerten
angestaubten Charakters der Musik, der mich an Gruppen wie THANATOS oder
SINISTER aus Holland erinnert, gibt es auch moderne Einflüsse und Elemente. Ich
empfinde die Mischung von alt und neu als gelungen, zumal die Vier auch
spielerisch und klanglich voll überzeugen. Gleichfalls positiv empfinde ich die
dezente melodische Komponente. Selbstverständlich gibt es melodische Riffs und
Soli, doch bleiben diese unaufdringlich
und stehen in Einklang zu den schwungvollen, rollenden Brachial-Riffs.
Trotz der Kürze von rund 28 Minuten und ob der
fehlenden Geschwindigkeit ist „See You In Hell“ ein schwungvolles, treibendes
sowie kraftvolles Album. Auch wenn ich mich an der einen oder anderen Stelle an
Veteranen alter Zeiten erinnert fühle, empfinde ich den Stil von DARK ZODIAK insgesamt
als sehr eigenständig. Wenn man den Thrash und Death Metal der frühen 90iger in
einem modernen Klanggewand mag, sollte man die Süddeutschen im Auge behalten.
1. March Through Purgatory
2. See You In Hell
3. Blowout
4. Endless Pain
5. Black Soul
6. I Can’t Breathe
7. Time
8. Holidays
26.07.2010
Anal Vomit - Gathering Of The Putrid Demons | 2009 | Blackseed Productions | CD | Black/Death/Thrash Metal
Auch auf dem dritten Album Gathering of the Putrid Demons bekommt man von Perus Anal Vomit feinsten südamerikanischen Extreme Metal geboten. 2004 erschien das Debütalbum Demoniac Flagellations und seither hat sich stilistisch nicht viel getan. Anal Vomit spielt dreckig klingenden, satanischen Death Metal mit einigen Anleihen des Thrash und Black Metals. Das 2007er Album Depravation
ist mir zwar nicht bekannt, doch fällt es auf, dass der Klang auf dem
aktuellen Album im Vergleich zum Debüt etwas verwaschener und dumpfer
ausgefallen ist. Dadurch klingt die Musik nun etwas lebendiger und
organischer, was die knurrige Geradlinigkeit des Spiels aber nicht im
Geringsten schmälert. Neben schnellen, bestialischen Einlagen gibt es
auf Gathering of the Putrid Demons immer wieder tolle Riffs und Soli zu hören, die manchmal in Richtung Sarcófago gehen. Anal Vomit
überzeugt sowohl langsam als auch schnell gleichermaßen. Jedes Lied
des Albums versprüht eine wunderbare old school Atmosphäre, was auch
nicht weiter verwundert, da Anal Vomit 1992 gegründet wurde.
Wer auf satanisch-bestialischen Death-Black-Thrash-Metal der alten Schule steht, wird auch mit dem dritten Album von Anal Vomit nichts falsch machen. Mir gefällt Gathering of the Putrid Demons jedoch besser als seinerzeit das Debüt, da es atmosphärisch stimmiger ist.
8/10
Aceust
01. Intro / Gathering of the putrid demons
02. Filthy fuckers
03. Narcomatanza
04. The king cocalus
05. Into the eternal agony
06. El principe fornicador
07. Ripping corpses
08. Rotten vomit
09. Escaping
10. Outro
http://www.blackseedprod.com/
Wer auf satanisch-bestialischen Death-Black-Thrash-Metal der alten Schule steht, wird auch mit dem dritten Album von Anal Vomit nichts falsch machen. Mir gefällt Gathering of the Putrid Demons jedoch besser als seinerzeit das Debüt, da es atmosphärisch stimmiger ist.
8/10
Aceust
01. Intro / Gathering of the putrid demons
02. Filthy fuckers
03. Narcomatanza
04. The king cocalus
05. Into the eternal agony
06. El principe fornicador
07. Ripping corpses
08. Rotten vomit
09. Escaping
10. Outro
http://www.blackseedprod.com/
18.02.2004
Anal Vomit - Demoniac Flagellations | 2004 | From Beyond | CD | Black/Death Metal
Demoniac flagellations ist das Debütalbum der Peruaner Anal Vomit. Orientieren tun sie sich an einstigen brasilianischen Größen wie Sarcófago, Sextrash, Holocausto und auch frühe Sepultura. Demoniac flagellations ist also eine aggressive und schnelle Mischung aus Black-, Death- und Thrash Metal, die recht spielfreudig umgesetzt wurde. Trotz des relativ eingängigen Rahmens der Stilistik, zeigen sich Anal Vomit spielerisch von einer vielseitigen Seite. Oft sind die Passagen sehr brachial und schnell, dennoch bleibt das Riffing überwiegend in Bewegung und facettenreich. Anal Vomit ist es gut gelungen, sich nicht einzig und allein durch kompromissloses Geprügel zu inszenieren, das Wechselspiel von Soli und schnellen Riffs verleiht dem ganzen eine wohlige Atmosphäre – die alten Helden lassen grüßen. Sicherlich haben Anal Vomit mit ihrem Debüt nichts überraschendes oder neues gemacht, aber sie haben es gut geschafft bestimmte Momente und Elemente einer alten Ära einzufangen und in ihrer eigenen Musik einzufügen ohne einfach nur die Alten zu kopieren.
Wer diese alte und derbe südamerikanische Stilistik mag, sollte Anal Vomit auf jeden Fall mal probieren, alle anderen werden vermutlich keinen Zugang zu dieser Musik finden.
01. Intro
02. Sendero siniestro
03. Temptation and pleasure
04. Total sacrilegious
05. Seed of evil
06. Signo de la bestia
07. Kingdom of the cruelty II
08. Bestial masacre
09. Carmara de torturas
10. Tales of sorcery
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