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21.10.2014

Parasitic Ejaculation / Traumatomy / Gorepot / Intestinal Alien Reflux - Four Formidable Forms | 2014 | Rebirth The Metal Throne Productions | CD | Grind / Death Metal





Diese Split CD verspricht üblen Deathgrind! Vertreten sind drei Gruppen aus den Vereinigten Staaten und GOREPOT, ein russisch-japanisches Projekt. Den Anfang machen PARASITIC EJACULATION, die (leider) nur mit zwei Liedern vertreten sind. Die beiden Stücke sind recht abwechslungsreich und verbinden schwungvolle, mittelschnelle Parts mit einigen Tempoausbrüchen und zahlreichen technischen Breaks, was mich immer wieder etwas an „Cranial Impalement“ von DISGORGE erinnert. Trotz einiger Tempoeinlagen spielen PARASITIC EJACULATION vorwiegend mittelschnell und teilweise auch schleppend auf, wo sie mir am besten gefallen. Denn die schleppenden Parts mit dem tiefen, gutturalen Geröchel sind kraft- und schwungvoll. Wie gesagt, schade dass es nur zwei Lieder gibt.

TRAUMATOMY spielen einen ganz ähnlichen Stil. Schwungvolle und krachende Riffs werden mit einem drückenden, variablen Rhythmus kombiniert, der überwiegend schleppend bis mittelschnell ist. Klanglich sind TRAUMATOMY etwas druckvoller ausgefallen, so dass das vielfältige Spiel am Schlagzeug gut zur Geltung kommt. Trotz des gutturalen Gegurgels wirken TRAUMTOMY phasenweise düster, was vor allem dem einen und anderen dunkelharmonischen Riff geschuldet ist. Auch hier gibt es leider nur zwei Lieder, doch mit jeweils über dreieinhalb Minuten Länge sind sie für Genreverhältnisse nicht gerade kurz.

Mit INTESTINAL ALIEN REFLUX verändert sich das Ganze etwas, die Lieder werden wesentlich kürzer und auch klanglich ist es fortan roher und ruppiger. Das Schlagzeug tönt oftmals blechern und die Becken peitschen rauschend, überdies wird es stellenweise zu basslastig und es kommt dann zu einem Übersteuern. INTESTINAL ALIEN REFLUX spielen lärmenden und flotten sowie variablen Goregrind, der sich aber nicht in Raserei verliert und auch mal das Tempo rausnimmt.

Abschließend sind GOREPOT zu hören, deren Hauptaugenmerk auf üblem Gesang liegt, welcher phasenweise einem sterbenden, abgestochenen Schwein gleicht. Gesang ist nahezu durchgängig zu hören, instrumentale Passagen sind kaum vorhanden. Musikalisch sind GOREPOT dabei auch nicht ganz so schwungvoll wie die anderen Gruppen, da GOREPOT häufig auf technische und trockene Riffs sowie ein programmiertes Schlagzeug setzen. Dies hört man auch öfters raus, da die Doublebass so manches Mal doch zu künstlich klingt. Manchmal wirken GOREPOT auf mich wie eine abgefahrene Mischung aus den amerikanischen DISGORGE und BRODEQUIN. Ganz klar brutaler Deathgrind für die Kaputten unter euch.


Für mich, also jemand der sich nur gelegentlich dem Deathgrind hingibt, sind auf „Four Formidable Forms“ vor allem PARASITIC EJACULATION sowie TRAUMATOMY ansprechend. Mir gefällt bei beiden Gruppen die Kombination aus gutturalem Gesang und schwungvollen Rhythmen. INTESTINAL ALIEN REFLUX sind stellenweise auch ganz nett und GOREPOT vor allem für echte Fanatiker des schlechten Geschmacks. Aber für diese ist „Four Formidable Forms“ per se von Interesse. Wer brutalen Death Metal, gutturalen Gesang sowie abgefahrenen Grind und entsprechend kurze Lieder mag, dürfte hier also genau richtig sein.



PARASITIC EJACULATION
01. Anal Incest
02. Hematogenic Masturbation

TRAUMATOMY
03. Spontaneous Internal Degradation
04. Generating Xenomorphic Mutations

INTESTINAL ALIEN REFLUX
05. Rubes
06. Aliengod
07. The Gospel According To Puke
08. The Great Sage
09. Eminent Junkie

GOREPOT
10. Balls
11. Legalize Marjuana And Bong Detergent
12. Gay Cyborg
13. Ball Sack Parasites
14. Merry Christmas And A Happy New Year

13.10.2014

Suicide Of Disaster - Evisceration Of Pregnant Abdomen | 2014 | Rebirth The Metal Productions | CD | Death Metal



SUICIDE OF DISASTER sind ein indonesisches Trio, welches seit 2010 existiert und im vergangenen Jahr mit einer EP debütierte. In diesem Jahr folgte dann mit „Evisceration Of Pregnant Abdomen“ das erste Album. Das Cover lässt es natürlich vermuten: SUICIDE OF DISASTER sind Freunde des Splatters und entsprechend ist auch der Death Metal.

„Evisceration Of Pregnant Abdomen“ ist ein gutturales, röchelndes, stampfendes, peitschendes und böses Album. Der Gesang gleicht einem tiefen und brodelndem Geröchel und Gegurgel, während das Schlagzeug poltert, zischt und peitscht. SUICIDE OF DISASTER machen absolut nichts Neues, unzählige Armadas haben sich im Gore Death Metal ausgetobt, und nun sind eben die drei Indonesier an der Reihe. Auch wenn das Album nichts Neues oder Überraschendes enthält, so ist es dennoch eine CD, die einfach Spaß macht. Mir gefällt der konsequent lärmende Charakter. Der Klang ist alles andere als perfekt und überproduziert, was dem Death Metal von SUICIDE OF DISASTER meiner Meinung nach einen besonderen Charme verleiht. Vor allem das Schlagzeug hat einen teilweise blechernen Klang, die Becken sind häufig und ausgiebig zu hören, so dass es ordentlich zischt und mich gemeinsam mit dem Gesang ein wenig an die Demos von WORMED erinnert.

Spielerisch erweist sich das Album als relativ vielfältig. Die kurzen Lieder sind sowohl rasend schnell und brutal als auch schleppend und mittelschnell. Dabei kann es geradlinig und direkt zu gehen als auch technisch, abrupt und abgehackt. Kurzweilige technische Komplexität wird stets durch dunkelharmonische Riffs oder geradlinige Geschwindigkeitsausbrüche aufgelöst. Diese kurzweiligen dunkelharmonischen Riffs erinnern mich stellenweise an LYMPHATIC PHLEGM.

„Evisceration Of Pregnant Abdomen“ ist eine interessante Scheibe für alle jene, die sich für derlei Gore Death Metal begeistern. Auch wenn mich die Scheibe spielerisch und klanglich anspricht, so empfinde ich die Lautstärke der Gitarre stellenweise als etwas zu leise. Gerade während der schnellen Parts geht die Gitarre im Klanggemisch aus Gesang und Schlagwerk unter, was ich etwas schade finde. Doch dies tut dem insgesamt positiven Eindruck, den die Indonesier bei mir hinterlassen, keinen Abbruch.

01. Chainsaw Guttural
02. Dissection Virgin Hole
03. Aroma Vagina Membusuk
04. Otopsi Ogan Babi
05. Emasculate Prostitue
06. Excision Repulsive Entrails
07. Gestational Trophoblastic
08. Gastrosophageal Reflux
09. Show Me Your Cunt (Cuntopsy Cover)
10. Prostatic Hyperplasia
11. Presevation Cerebrum