27.09.2010

Armagedda - I Am | 2010 | Nordvis / Eisenwald | CD | Black Metal


Dass es sich hierbei um keine wirkliche neue Veröffentlichung Armageddas handelt, sei nur der Ordnung halber erwähnt. Trotzdem handelt es sich bei den vier Liedern von I Am um neues, da bisher unveröffentlichtes Material, welches irgendwann in den Jahren 2001 und 2002 aufgenommen wurde. Deshalb richtet sich die MCD vor allem auch an Freunde der beiden ersten Alben The Final War Approaching und Only True Believers, wobei I Am dem zweiten Album am nächsten kommt. Es sind (aus heutiger Sicht) keine besonderen Lieder, aber eben authentische Black Metal Stücke der damaligen Zeit. I Am beinhaltet gute Riffs, rumpelige Rhythmen und eine grimmige, räudige Atmosphäre. Das schleppende Titellied I Am ist dazu auch noch melancholisch und leicht melodisch. Es verwundert auch nicht, dass Armagedda auf I Am ab und zu an Darkthrone erinnert.

I Am ist für Angänger Armageddas definitiv ein Pflichtkauf, aber auch all jene, die den skandinavischen Black Metal jener Tage lieben, werden mit I Am voll auf ihre Kosten kommen.


7/10
Aceust

01. Den skrivna eskatologin
02. De vanhelgade
03. I am
04. Cold eon

Dark Tribe - Archaic Visions | 2010 | Black Hate | CD | Black Metal

Nach nicht enden wollender Wartezeit ist es nun endlich soweit. Das neue Dark Tribe Album ist da! Sechs Jahre nach dem großartigen und wahnsinnigen Überalbum In Jeraspunta - Die Rückkehr der tollwütigen Bestie gibt es nun Archaic Visions. Da In Jeraspunta damals so sensationell einschlug wie eine Brandbombe war es wohl alles andere als einfach mit dem Folgealbum weiterzumachen, da man leicht Gefahr läuft, sehr viel anders zu klingen, zumal wenn sechs Jahre dazwischen liegen. Dark Tribe ist allerdings das Kunststück gelungen, sich nicht allzu weit von In Jeraspunta zu entfernen aber trotzdem neue  Zutaten beizumengen. Archaic Visions ist nicht mehr ganz so verstörend und wüst, da sich einiges in der klanglichen Produktion getan hat, aber auch, weil es immer wieder überraschende melodische Einsprengsel gibt, die es so noch nicht von Dark Tribe gab. Die häufigen wahnsinnigen und hysterischen Hochgeschwindigkeitsangriffe des Vorgängers gibt es zwar noch, allerdings nicht mehr so vordergründig und oft. Archaic Visions ist deshalb allerdings nicht weniger böse und unmenschlich, gerade dann, wenn man Dark Tribe bisher noch nicht kennt, dürfte dieser Black Metal wie ein unkontrolliertes Abschlachten wirken.

Auch wenn Archaic Visions in seiner Gesamtheit weniger laut, harsch und aggressiv als In Jeraspunta ist, so liefern die makabren Riffs in der Kombination mit dem Geschreie, Geknurre und Geröchel dennoch kalten Hass und puren Wahnsinn. Das Lied Denn Wir sind nicht Mensch veranschaulicht dies sehr gut. Das Tempo ist zwar gemäßigt, da mittelschnell und treibend; Doch die grandiosen Riffs, die einerseits eingängig und überschaubar, anderseits aber extrem wirksam und präzise sind, erschaffen in der Kombination mit des Sängers Stimme und dem eindringlichen Schlagwerkspiel eine überaus dichte, nahezu spirituelle oder rituelle Atmosphäre. In When Fear Turns Into Hate und Children of Forgotten Times hingegen ist phasenweise eine sehr vordergründige, melodische Gitarre zu hören, die mich beim ersten Hören überraschte und verblüffte. Denn, wie bereits erwähnt, gab es so etwas in dieser Form bei Dark Tribe bisher noch nicht. Deshalb machte mich diese melodische Gitarre, gerade der längere Part in Children of Forgotten Times, etwas ratlos. Doch je öfter ich ihn höre, umso besser gefällt er mir. Denn trotz aller Melodik und einer gewissen Sanftheit, hat dieser Part etwas sehr ernstes, fast schon endgültiges. Und das passt perfekt zum gesamten Album, das neben aller Härte auch feine, ernste melodische Akzente und Höhepunkte besitzt.

Archaic Visions ist ein morbides Manifest der menschlichen Perversion, welches Dark Tribe exzellent inszeniert und vertont hat. Es ist unglaublich böse und finster ohne auch nur im Ansatz irgendwie künstlich oder übertrieben zu sein. Wie schon In Jeraspunta kann auch Archaic Visions als grandioses Lehrstück dazu dienen, wie kalter und zorniger Black Metal zu klingen hat. Gerade auch, weil Dark Tribe absolut eigenständig klingt und mit keiner anderen Gruppe zu vergleichen ist. Es ist also an der Zeit, dass sich die jungen Gruppen mal an anderen "Vorbildern" orientieren als den altbekannten, unendlich oft nachgeiferten großen Gruppen. Darüber hinaus zeigt Dark Tribe sehr schön, wie man sich mit der Zeit weiterentwickeln kann ohne sich selbst untreu zu werden.


9,5/10
Aceust

01. Forgotten one: Part III
02. When fear turns into hate
03. Children of forgotten times
04. I see the coldness in my eyes
05. Suicide is the light
06. Endless chains
07. Desperation
08. The wrath of our tribe
09. Praying for salvation
10. Die Sauenjagd ihrer Majestät
11. Endless war
12. Denn Wir sind nicht Menschen

26.09.2010

Leraje - Congeries In Viam Lemniskate | 2009 | Unholy Black Art / Obscure Abhorrence | Vinyl | Black Metal

Nach den beiden Demokassetten Psalm 666 und Saturni Satanas, die einige Lieder des Albums enthielten, war ich sogleich vom Klang Lerajes auf dem Debütalbum überrascht. Klanglich ist Congeries In Viam Lemniskate also überhaupt nicht mit diesen Demos zu vergleichen, demnach kommen auch die bereits bekannten Lieder auf der Platte ganz anders rüber. Apropos Platte, Congeries In Viam Lemniskate ist bisher eine reine Vinylveröffentlichung, von der 300 Stück gefertigt wurden und die im schweren Cover und mit bedruckter Innenhülle kommt. Leider fehlen die Texte, die mich bei dieser Thematik sehr interessieren würden.

Lerajes Debütalbum ist in zwölf Lieder aufgeteilt, die auf eine Spielzeit von über 50 Minuten kommen und gute, schwarzmetallische Kost bieten. Wie schon erwähnt, ist der Klang sehr gut - ohne überproduziert zu sein und neben dem eindringlichen Kreischgesang sind es immer wieder erstklassige Riffs, die für gute Momente mit Wiedererkennungswert sorgen. Durch den schlechteren Klang der Demos wirkte Leraje viel roher, böser und grimmiger als auf dem Album, gerade auf Psalm 666, wo das Schlagwerk kaum wahrnehmbar war. Dieses ist nun schön deutlich und kräftig zu hören und setzt durch die treibende, flotte Spielweise die Lieder nachdrücklich ins rechte Licht. Obwohl das Tempo insgesamt hoch ist, entsteht keine Monotonie, da es viele Tempowechsel gibt und Leraje das Spiel an den Gitarren vielfältig gestaltet hat, ohne dabei jedoch ins Melodische abzudriften. Langsamere Passagen, die wie am Anfang von Rex Satanas durch druckvolle Riffs der Sorte Darkthrone auffallen oder kurze atmosphärische Parts in Congeries werten die Platte ungemein auf und sorgen zugleich auch für die nötige Abwechslung. Denn genau hierin liegt für mich auch die einzige Schwäche des Albums. Für sich genommen ist jedes einzelne der zwölf Lieder gut und überzeugend, doch in der Gesamtheit betrachtet, ähneln sich die Lieder subjektiv empfunden, phasenweise sehr. Da sind solche ausbrechenden Momente genau richtig. Sehr schön sind auch die fiesen Riffs in Hatecalling Voices, die mich an Craft erinnern und eine großartige Atmosphäre verbreiten.

Für Vinylliebhaber ist Congeries In Viam Lemniskate eine unbedingte Kaufempfehlung, da sowohl der Inhalt als auch die Verpackung vielversprechend sind. Hier gibt es puren Black Metal mit tollen, nordischen Riffs und jede Menge Tempo. Würde es noch den einen oder anderen langsameren Part mehr geben, wäre es eine durch und durch großartige Platte.


7,5/10
Aceust

01. Tranzendenz des Chaos
02. Astralterror
03. Infernalischer Sturm
04. Soul annihilator
05. Rex satanas
06. Kriegestrance
07. Congeries
08. Hatecalling voices
09. Kosmoklysmos
10. Ritual des Armageddon
11. Leraje
12. Exitus der Existenz

Rabenholz - Akt I - Auf welken Schwingen... | 2010 | Helheim Productions | CD | Black Metal


Bei Helheim Productions muss man von Rabenholz' Debütveröffentlichung schwer beeindruckt gewesen sein, da diese bereits auf CDR von der Gruppe selbst veröffentlicht wurde und nun eine professionelle Neuauflage im edlen Digipak erfährt. Akt I - Auf welken Schwingen... wird am 22. Oktober erscheinen und ob sich der Kauf lohnt, wird nun geklärt.

Am Anfang gibt es einen Einklang der zugelcheich auch Namensgeber für das Album ist. Diese Einleitung wird von einem Cello bestimmt, das ruhig, etwas düster und leicht schräg klingt und mich mit seiner Atmosphäre an die Filmmusik von Jörg Buttgereits Filmen erinnert. Danach folgt mit Schatten der Sehnsucht der das erste richtige Lied, in dem man sofort ein hohes Tempo vorgibt. Brutal, schnell und hasserfüllt - so könnte man das Lied vortrefflich und auf das Wesentliche reduziert, beschreiben. Im Gesang von Rabenholz offenbart sich auch das markanteste Merkmal, denn die Stimme von Sänger Totenfrost ist extrem verzerrt und pures, hasserfülltes Geschreie und Gekeife, welches an Heftigkeit und Eindringlichkeit kaum überboten werden kann. Stellenweise erinnert mich der Gesang von Rabenholz an Nagelfars Gesang in Nur ein See, auch wenn es bei Rabenholz keinen Halleffekt gibt.

Rabenholz hat ganz offenbar eine Vorliebe für schnellen sowie harten Black Metal, trotzdem verliert man sich nicht in blinder Raserei. Es gibt zahlreiche Tempovariationen und auch einige atmosphärische Passagen, in denen beispielsweise Klargitarre zu hören ist, oder das Cello nochmal zum Kurzeinsatz kommt, lockern die Brachialgewalt wohlig auf. Es gibt ja viele Gruppen, die sich auf schnellen und brutalen Black Metal spezialisiert haben. Rabenholz ist aber trotzdem eine Eigenständigkeit zu attestieren. Der Klang ist etwas merkwürdig und auch das Spiel am Schlagwerk sorgt für besondere Akzente. Beide Besonderheiten hängen auch irgendwie zusammen, da das Schlagwerk einen ungewöhnlichen Klang hat. Es ist sehr druckvoll, und ich liebe es, wenn es den Boden zum Beben und die Wände zum Wackeln bringt, doch ist es in diesem Falle manchmal gar einen Ticken zu mächtig und druckvoll. Hinzu kommt die manchmal etwas sehr technische, mechanische und abgehackte Spielweise, die gemeinsam mit dem Klang für eigenwillige und sonderbare Momente sorgt. Davon aber mal abgesehen ist Akt I - Auf welken Schwingen... aber eine gute und überzeugende Debütveröffentlichung.

Wer keinen überaus extremen und vordergründigen Kreischgesang scheut, kann hiermit nicht viel falsch machen. Rabenholz spielt schnellen Black Metal, der sowohl brutale als auch atmosphärische und melodische Momente besitzt. Eine Neuauflage ist also gerechtfertigt, da die 111 Kopien der Eigenveröffentlichung doch etwas knapp bemessen waren.


7/10
Aceust

01. Auf welken Schwingen...
02. Schatten der Sehnsucht
03. Todesherrschaft
04. Stille... Am Ende aller Tage
05. Als das Licht mich mit sich nahm...

23.09.2010

Wrath Attack - Wasted | 2010 | Eigenproduktion | CDR | Thrash Metal

Vor zwei Jahren erschien die erste Demo Bringing out the THRASH auf die nun Wasted folgt. Von der ursprünglichen Besetzung ist lediglich Gründer Jan übrig geblieben, der nun singt und die Saiten an Gitarre und Bass zum Schwingen bringt. Neu bei Wrath Attack ist Schlagzeuger Martin. In der Umbesetzung liegt wohl auch die zweijährige Pause begründet. Wie dem auch sei, Wasted beinheltet drei Lieder mehr als noch Bringing out the THRASH und soll Norwegian Partythrash beinhalten. Textlich mag dem so sein, da offenbar und ausgiebig der Alkohol vernichtet wird und man sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Musikalisch gibt es aber ganz normalen Thrash Metal der gemäßigten Spielart. Geschwindigkeitsausbrüche gibt es nämlich keine, stattdessen jede Menge kraftvoll ertönende Riffs, eine gut hörbare Bassgitarre und antreibendes, mittelschnelles Schlagzeug. Obwohl es kein hohes Tempo gibt, schafft es Wrath Attack dennoch, brachiale Momente einzustreuen, da der Klang überaus mächtig und druckvoll ist. Außerdem sollte man nicht vergessen, Jans aussagekräftigen sowie variablen Gesang zu erwähnen, der sehr thrashig aber auf angenehme Weise auch leicht verrückt ist. Für Partythrash sollte es aber auch genau so sein.

Wasted ist eine gut umgesetzte und authentische Demoveröffentlichung. Allerdings fehlt es noch etwas an der einen und anderen Tempoeinlage. Wem das nicht stört und überaus druckvollen Thrash Metal mit alkoholischen Spaßfaktor zugeneigt ist, wird hiermit gut beraten sein, zumal das Demo auf der Seite von Wrath Attack zum Herunterladen bereit steht.


6/10
Aceust

01. Drowning in beer
02. Diagnosed as drunk
03. Fist of apocalypse
04. Wasted
05. Skullcrusher (Kvikksølvguttene Cover)

Licht- und Schattensaiten - 2010 | 2010 | Eigenproduktion | Digital | Metal

Die Reduzierung auf das Wesentliche treibt den Stefan Johannes derzeit an, was sich unter anderem auch in der schlichten Betitelung des mittlerweile schon achten Albums sowie der Armut an Liednamen wiederspiegelt. 2010 ist ein weitgehend instrumentales Album, geht demnach also in die Richtung von Sonnenwind. 2010 ist allerdings von Anfang an ein sehr melancholisches Werk, welches sehr ruhig vorgetragen wird und auf mich manchmal einen betrübten, nachdenklichen Eindruck macht. Neben den wunderschön gespielten Klargitarren sind auf 2010 auch leichte Anwandlungen klassischer Musik zu hören, die die Ernsthaftigkeit und Schwermut zusätzlich betonen. Melancholie war bei Licht- und Schattensaiten zwar schon immer ein Thema, aber es war noch nie so bestimmend wie auf 2010.
Etwas Licht ins Dunkel bringen dann die betitelten Lieder, die teilweise sehr kraftvolle Arrangements mit druckvollen Riffs und treibender Rhythmik aufweisen. Die dadurch versprühte Energie wirkt dann nicht mehr so elegisch und man könnt es als eine Form von Aufbruchsstimmung deuten. Denn auch Lied 9 macht einen lebendigen, warmen und freundlichen Eindruck.

2010 ist ein weiteres, schönes und gutes Album von Licht- und Schattensaiten geworden. Wer die Band schon kennt und zu schätzen weiß, sollte sich also auch 2010 unbedingt zulegen. Alle anderen die Licht- und Schattensaiten bisher noch nicht kennen, können hier schöne, ernsthafte sowie experimentelle Musik mit Tiefgang erwarten.


8/10
Aceust

01. 1
02. 2
03. 3
04. 4
05. 5
06. Wehmut
07. an der Nebelschwelle
08. unter Sternen
09. 9

BlackShore - Chaos Of The Nekrotyrant | 2010 | Düsterwald Produktionen | Vinyl | Black Metal


Nach dem wunderbaren Debütalbum Railway to BlackShore verfolgt man bei BlackShore den Old-School-Weg weiter und baut ihn auf dem neuen Vinyl Chaos of the Nekrotyrant sogar noch aus. Während Railway to BlackShore noch roher und harter Black Metal mit Thrash-Einflüssen war, hat sich das Verhältnis nun umgekehrt. BlackShore spielt auf dem vier Lieder starken Vinyl bedingungslosen thrashigen Metal der alten Schule, mit einer gehörigen Portion Black.

Von dieser Entwicklung bin ich ein wenig überrascht worden, da von der kompromisslosen Härte des Albums kaum noch etwas auf der EP vorhanden ist. Dafür gibt es das alte metallische Gebräu aber mit herrlichen Riffs, flotten und variantenreichen Rhythmen sowie authentischem 80iger-Gefühl. Das beste Lied der EP hat man sich dabei für den Schluss aufgehoben. Das Titellied Chaos of the Nekrotyrant beginnt im Stile der drei vorangegangenen Lieder: Riffbetont, dreckig und thrashig. In der zweiten Hälfte kommt es zur Verlangsamung und es werden traditionelle doomige Riffs ausgepackt, wie man sie von Pentagram oder Black Sabbath her kennt.

Als Vinylliebhaber kann man mit Chaos of the Nekrotyrant überhaupt nichts falsch machen.


7,5/10
Aceust

01. Rise of the nekrotyrant
02. Black vomit
03. Bitch Grinding Metal
04. Chaos of the nekrotyrant

Thorngoth - Leere | 2010 | Folter Records | CD | Black Metal

Thorngoths drittes Album Leere macht sofort von Anfang an einen sehr professionellen und abgeklärten Eindruck. Leere I beginnt nämlich ohne Umschweife schnell, kalt, grimmig und mit einem sehr festen, druckvollen Klang. Recht schnell wird eine Steigerung zum Vorgänger Rauhnacht deutlich. Thorngoth kombiniert aber auch auf der neuen Scheibe hohe Geschwindigkeit mit einer Vielzahl an Riffs und Melodiebögen. Leere bleibt dabei aber stets vielseitig und abwechslungsreich, wie die vielen Tempowechsel und atmosphärischen Veränderungen belegen. Trotz des insgesamt hohen Tempos des Albums, gibt es auch genügend Passagen mit gedrosselter Geschwindigkeit, in denen unter anderem auch Klargesang (mit dem man allerdings überaus sparsam umgegangen ist) und wunderbare Melodien zu hören sind, wie etwa in Leere II. Allerdings ist nicht jede Melodie und nicht jedes Riff ein absoluter Volltreffer, stellenweise ist das Spiel an den Gitarren etwas zu technisch und trocken, was aber wohl unausweichlich ist, wenn man wie Thorngoth die Saiteninstrumente zum stilistischen Eckpfeiler erhebt.

Leere ist also ein stimmiges und flüssiges Album, das melodisch und schnell, zu gleichen Anteilen aber auch abwechslungsreich und atmosphärisch ist. Ich finde die langsameren, atmosphärischen Passagen oder das insgesamt atmosphärisch und eher schleppend gehaltene Leere V für die wahren Stärken der Platte.


8/10
Aceust

01. Leere I
02. Leere II
03. Leere III
04. Leere IV
05. In der Leere
06. Leere V
07. Leere VI
08. Leere VII
09. Leere VIII