Roher War Black Metal wird hier dem geneigten Hörer geboten.
Allerdings, anders als bei vielen anderen Vertretern dieser Gattung,
handelt es sich bei Terdor keineswegs um eine Hochgeschwindigkeitstruppe die vor allem durch Brachialgewalt auffällt. Das Gegenteil ist der Fall. Terdor
spielt zumeist mittelschnell, gerne auch schleppend. Schnelle und
antreibende Parts sind zwar auch zu hören, doch allerdings lediglich
als ein strukturelles Element der Musik und nicht als dominierendes
Stilmittel. Rein musikalisch handelt es sich hierbei also um rohen und
bisweilen auch harschen Black Metal. Harsch vor allem des Gesangs
wegen, der stark verzerrt und eindringlich ist und dem Ganzen einen
extremen Anstrich verleiht.
Nach dem kurzen Einklang Into the trench, in dem natürlich das obligatorische Mündungsfeuer nicht fehlt, eröffnet sich mit In het land van Kyandyrollen
ein recht abwechslungsbehaftetes Stück. Es sind sowohl langsame
Passagen, wie auch recht melodische Arrangements und schnelle sowie
harte Ausbrüche zu hören. Dabei verweilt ein Part nie sehr lange,
weshalb das Lied abwechslungsreich und lebhaft wirkt. Lebhaft aber auch
deshalb, da Terdors Gitarrenspiel alles andere als
eingängig ist. Anstatt einfache, sich wiederholende Riffs zum Besten zu
geben, wurde die 7-saitige Gitarre stets ein wenig melodisch und
vielschichtig eingespielt. Anders ist es da dann schon im folgenden Amgedpha no more,
wo harte und raue Riffs das Sagen haben – es sind auch Soli zu hören –
und gemeinsam mit dem stampfenden Schlagzeug eine treibende und
energische Stimmung erzeugen.
Nach dem durchgehend schleppenden World War propaganda mit dunklen und teils leicht schwermütigen Melodien, folgt Weemoed in het antieke woud,
das von Anfang an ruppig rüberkommt. Diese Ruppigkeit ist dem lauten
Gesang zu verdanken, aber auch einstweiliges Riffing wirkt extrem
schroff und pöbelnd. Angenehmer und strukturierter ist es dann aber
wieder in Trench love.
Burning corpses ist dann quasi ein Ausklang bevor die
beiden letzten Titel folgen, die eindeutig aus einer anderen (vermutlich
früheren) Aufnahme stammen. Pantsertrein ist ein extrem rohes
und grelles Stück mit unsauberem Klang. Es ist auch recht schnell und
aufgrund des Kreischgesangs auch aggressiv ausgefallen. War revised version steht dem in nichts nach und wirkt in seiner rohen und barbarischen Anordnung zuweilen recht chaotisch und irgendwie klingt Terdor hier auch ein bisschen nach Garagenpunk.
Axis Panzerzug anno November 1942 ist absolut nichts für Schöngeister oder Anhänger des modernen Black Metals. Vielmehr steht Terdor
für traditionelle und rohe Klänge, verpackt mit militärischem Inhalt.
Obwohl durchaus roh, erweist sich das Gitarrenspiel so manches Mal als
überdurchschnittlich und interessant. Traditionalisten und Puristen
dürfen hier also durchaus zugreifen.
5/10
Aceust
01. Into the trench
02. In het land van Kyandyrollen
03. Amgedpha no more
04. World War propaganda
05. Weemoed in het antieke woud
06. Trench love
07. Burning corpses
08. Pantsertrein
09. War revised version
02.02.2008
IC Rex - Valonkantajan Alkemia | 2008 | Hammer Of Hate | CD | Black Metal
Zeitgleich mit dem neuen Behexen-Album veröffentlicht Hammer of Hate das zweite Album von Behexens Landsmännern IC Rex. Außer der Herkunft und der okkulten sowie satanischen Thematik haben IC Rex und Behexen allerdings wenig gemeinsam.
Valonkantajan alkemia ist ein wesentlich harmonischeres Album in dem gerne Keyboardklänge zum Einsatz kommen. Dennoch wäre es zuviel, zu sagen, es würde sich um puren melodischen Keyboard Black Metal handeln, denn dafür ist der rohe Anteil viel zu hoch. Kaikkivaltiaan kammioissa ist zum Beispiel so ein Lied, in dem die symphonischen Anleihen auf rauen ungestümen Black Metal prallen. Am Anfang ist Kaikkivaltiaan kammioissa hochgradiger Keyboard Black Metal, dem man nur bedingt Kompromisslosigkeit und Härte zutrauen würde. Doch dann vollzieht sich ein radikaler Wandel und IC Rex spielt harsch, peitschend und rau auf.
Diesem Wandel ist das komplette Album unterworfen. Es sind einerseits sehr harmonisch melodisch kreierte Keyboardparts zu hören, die mal sehr vordergründig sind aber auch andererseits sehr dezent inszeniert wurden. Unabhängig vom Keyboard ist Valonkantajan alkemia gleichfalls ein enorm wechselhaftes Werk, in dem es sehr harsche und ruppige Passagen gibt, wie auch eine Vielzahl an schleppenden und mittelschnellen Momenten. Damit geht auch die atmosphärische Vielfalt einher.
In manchen Passagen und Liedern, wie etwa in Alisen maailman virroissa, ist das Spiel von IC Rex sehr kraftvoll und dunkelharmonisch. Der Rhythmus ist schleppend und wird von düsteren Gitarrenharmonien und einem dezent arrangierten Keyboard begleitet. Durch diese Spielweise entwickelt Alisen maailman virroissa eine sehr dichte und gute Atmosphäre, da die Strukturen klar gegliedert sind und die harmonischen Anteile wesentlich sind aber nicht zu dick aufgetragen. Dann gibt es aber auch Stücke wie das im direkten Anschluss folgende Väkivaltaisten tulien hehkussa, welche harsche und schnelle Anteile haben. Hinzu kommen dann wildes Keyboardspiel und einige helle Riffs und Melodieführungen, die sehr lebendig sind und hektisch auf mich wirken. Solche hektischen Momente treten immer wieder in Erscheinung, was mir nicht ganz zu sagt. Im selben Lied gibt es dann aber auch eine sehr dunkele, kraftvolle und schleppende Passage mit einem extremen Kreischgesang, was mir wiederum sehr gut gefällt. Aber auch in schnellen und aggressiven Stücken kann IC Rex sehr wohl gänzlich überzeugen. In Kielletty lääkee - Fosforoksen valmistus spielt IC Rex zum Beispiel so gnadenlos kalt, extrem und hasserfüllt auf, wie Horna einst auf dem grandiosem Album „Haudankylmyyden mailla“.
Genau hierin liegt für mich die Schwäche von Valonkantajan alkemia. Es gibt sehr gute Strecken, die packend und mitreißend, harsch und aggressiv sind, die dann aber von Parts abgelöst werden, in denen entweder das sehr lebhafte und grelle Gefrickel an den Gitarren nervt oder wo das Keyboard einen zu hohen Stellenwert eingeräumt bekommen hat. Dieser Umstand macht Valonkantajan alkemia für mich zu einem schwierigen Werk, da das Ganze ein wenig wie ein ständiges Auf und Ab ist.
Ich weiß noch nicht so recht, was ich insgesamt von Valonkantajan alkemia halten soll. Das Album enthält extrem gute Momente und Stücke, die genau meinen Geschmack treffen. Leider gibt es aber auch einige Sachen, die mir gar nicht gefallen. Insgesamt ist es mir zu wechselhaft und launisch. Vor allem manche Riffs empfinde ich als sehr ärgerlich und störend in ihrer hektischen Lebhaftigkeit.
01. Saturnaalisen alkukaaoksen partaalla
02. Alisen maailman virroissa
03. Väkivaltaisten tulien hehkussa
04. Kielletty lääkee - Fosforoksen valmistus
05. Valonkantajan ylösnousemus
06. Kaikkivaltiaan kammioissa
07. Välttämättömyyden pyöräin lävitse
08. Sielun alkemistin uni
Valonkantajan alkemia ist ein wesentlich harmonischeres Album in dem gerne Keyboardklänge zum Einsatz kommen. Dennoch wäre es zuviel, zu sagen, es würde sich um puren melodischen Keyboard Black Metal handeln, denn dafür ist der rohe Anteil viel zu hoch. Kaikkivaltiaan kammioissa ist zum Beispiel so ein Lied, in dem die symphonischen Anleihen auf rauen ungestümen Black Metal prallen. Am Anfang ist Kaikkivaltiaan kammioissa hochgradiger Keyboard Black Metal, dem man nur bedingt Kompromisslosigkeit und Härte zutrauen würde. Doch dann vollzieht sich ein radikaler Wandel und IC Rex spielt harsch, peitschend und rau auf.
Diesem Wandel ist das komplette Album unterworfen. Es sind einerseits sehr harmonisch melodisch kreierte Keyboardparts zu hören, die mal sehr vordergründig sind aber auch andererseits sehr dezent inszeniert wurden. Unabhängig vom Keyboard ist Valonkantajan alkemia gleichfalls ein enorm wechselhaftes Werk, in dem es sehr harsche und ruppige Passagen gibt, wie auch eine Vielzahl an schleppenden und mittelschnellen Momenten. Damit geht auch die atmosphärische Vielfalt einher.
In manchen Passagen und Liedern, wie etwa in Alisen maailman virroissa, ist das Spiel von IC Rex sehr kraftvoll und dunkelharmonisch. Der Rhythmus ist schleppend und wird von düsteren Gitarrenharmonien und einem dezent arrangierten Keyboard begleitet. Durch diese Spielweise entwickelt Alisen maailman virroissa eine sehr dichte und gute Atmosphäre, da die Strukturen klar gegliedert sind und die harmonischen Anteile wesentlich sind aber nicht zu dick aufgetragen. Dann gibt es aber auch Stücke wie das im direkten Anschluss folgende Väkivaltaisten tulien hehkussa, welche harsche und schnelle Anteile haben. Hinzu kommen dann wildes Keyboardspiel und einige helle Riffs und Melodieführungen, die sehr lebendig sind und hektisch auf mich wirken. Solche hektischen Momente treten immer wieder in Erscheinung, was mir nicht ganz zu sagt. Im selben Lied gibt es dann aber auch eine sehr dunkele, kraftvolle und schleppende Passage mit einem extremen Kreischgesang, was mir wiederum sehr gut gefällt. Aber auch in schnellen und aggressiven Stücken kann IC Rex sehr wohl gänzlich überzeugen. In Kielletty lääkee - Fosforoksen valmistus spielt IC Rex zum Beispiel so gnadenlos kalt, extrem und hasserfüllt auf, wie Horna einst auf dem grandiosem Album „Haudankylmyyden mailla“.
Genau hierin liegt für mich die Schwäche von Valonkantajan alkemia. Es gibt sehr gute Strecken, die packend und mitreißend, harsch und aggressiv sind, die dann aber von Parts abgelöst werden, in denen entweder das sehr lebhafte und grelle Gefrickel an den Gitarren nervt oder wo das Keyboard einen zu hohen Stellenwert eingeräumt bekommen hat. Dieser Umstand macht Valonkantajan alkemia für mich zu einem schwierigen Werk, da das Ganze ein wenig wie ein ständiges Auf und Ab ist.
Ich weiß noch nicht so recht, was ich insgesamt von Valonkantajan alkemia halten soll. Das Album enthält extrem gute Momente und Stücke, die genau meinen Geschmack treffen. Leider gibt es aber auch einige Sachen, die mir gar nicht gefallen. Insgesamt ist es mir zu wechselhaft und launisch. Vor allem manche Riffs empfinde ich als sehr ärgerlich und störend in ihrer hektischen Lebhaftigkeit.
01. Saturnaalisen alkukaaoksen partaalla
02. Alisen maailman virroissa
03. Väkivaltaisten tulien hehkussa
04. Kielletty lääkee - Fosforoksen valmistus
05. Valonkantajan ylösnousemus
06. Kaikkivaltiaan kammioissa
07. Välttämättömyyden pyöräin lävitse
08. Sielun alkemistin uni
Bosse - 3 | 2007 | Choirs Of Delusion | Kassette | Post-Rock / Ambient
Diese schlicht aber edel aufgemachte Kassettenveröffentlichung von 3, dem bezeichnenderweise dritte Demo von Bosse, enthält drei unbetitelte Stücke, die gleichfalls von einer schlichten Schönheit zeugen.
Die Musik die hier von Bosse vorgetragen wird, ist nicht leicht zu bestimmen. Vor allem ist es sehr ruhige instrumentale Musik mit Akustikgitarren und Einflüssen aus dem Dark Ambient. Es ist sehr schwierig, 3 irgendwie zuzuordnen und zu kategorisieren. Dies ist aber auch nebensächlich, da die Musik und die in ihr zugrunde liegenden Stimmungen für sich sprechen. Alle drei Titel lassen sich als eine düstere Vision trostloser Existenzialität deuten. Es gibt auf 3 keinerlei Aufgeregtheit oder bedeutungsschwangere Momente, mit denen der Musiker versuchen würde, künstlich irgendwelche speziellen Bilder oder Emotionen beim Hörer zu erzeugen. Stattdessen lässt er ruhige düstere Ambientklänge erklingen oder spielt auf der Akustikgitarre schaurigschöne Melodien.
Die drei Titel unterscheiden sich dabei. Das erste Stück besteht ausschließlich aus den düsteren Dark Ambient-Klängen, gefolgt von einem Titel, in dem lediglich die Akustikgitarre mitsamt einigen Hintergrundgeräuschen und einer extrem leisen und deshalb unverständlichen Stimme zu hören ist.
Im dritten und längsten Stück werden dann Akustikgitarre und Ambient-Klänge kombiniert. Die erste Hälfte ist dabei bestimmt von der ruhig gespielten Gitarre. In der zweiten Hälfte sind dann sehr düstere und ebenfalls ruhige Klänge und Töne zu hören, was ein wenig wie eine unheilvolle Steigerung wirkt, da die Instrumente und Töne in diesem Part lauter und damit intensiver werden.
Mir persönlich gefällt 3 recht gut, da mir die Art und Weise, diese ganz spezielle Gelassenheit, mit der Bosse diese vertonte Trostlosigkeit vorträgt, sehr zusagt. 3 ist ein schlichtes Werk der Unaufgeregtheit. Einigen wird es aber vielleicht zu langweilig sein.
Neben dem musikalischen ist aber auch noch die Aufmachung von 3 selbst, ein möglicher Grund, sich diese Veröffentlichung zuzulegen. Denn die Gestaltung ist anspruchsvoll und optisch sehr gelungen und man erhält keine bespielbare Leerkassette mit Herstellerlogo aus dem Einzelhandel, sondern eine schneeweiße und geschraubte Kassette, passend zum gedruckten Cover. Kassettenliebhaber werden dies sicherlich zu schätzen wissen.
Die Musik die hier von Bosse vorgetragen wird, ist nicht leicht zu bestimmen. Vor allem ist es sehr ruhige instrumentale Musik mit Akustikgitarren und Einflüssen aus dem Dark Ambient. Es ist sehr schwierig, 3 irgendwie zuzuordnen und zu kategorisieren. Dies ist aber auch nebensächlich, da die Musik und die in ihr zugrunde liegenden Stimmungen für sich sprechen. Alle drei Titel lassen sich als eine düstere Vision trostloser Existenzialität deuten. Es gibt auf 3 keinerlei Aufgeregtheit oder bedeutungsschwangere Momente, mit denen der Musiker versuchen würde, künstlich irgendwelche speziellen Bilder oder Emotionen beim Hörer zu erzeugen. Stattdessen lässt er ruhige düstere Ambientklänge erklingen oder spielt auf der Akustikgitarre schaurigschöne Melodien.
Die drei Titel unterscheiden sich dabei. Das erste Stück besteht ausschließlich aus den düsteren Dark Ambient-Klängen, gefolgt von einem Titel, in dem lediglich die Akustikgitarre mitsamt einigen Hintergrundgeräuschen und einer extrem leisen und deshalb unverständlichen Stimme zu hören ist.
Im dritten und längsten Stück werden dann Akustikgitarre und Ambient-Klänge kombiniert. Die erste Hälfte ist dabei bestimmt von der ruhig gespielten Gitarre. In der zweiten Hälfte sind dann sehr düstere und ebenfalls ruhige Klänge und Töne zu hören, was ein wenig wie eine unheilvolle Steigerung wirkt, da die Instrumente und Töne in diesem Part lauter und damit intensiver werden.
Mir persönlich gefällt 3 recht gut, da mir die Art und Weise, diese ganz spezielle Gelassenheit, mit der Bosse diese vertonte Trostlosigkeit vorträgt, sehr zusagt. 3 ist ein schlichtes Werk der Unaufgeregtheit. Einigen wird es aber vielleicht zu langweilig sein.
Neben dem musikalischen ist aber auch noch die Aufmachung von 3 selbst, ein möglicher Grund, sich diese Veröffentlichung zuzulegen. Denn die Gestaltung ist anspruchsvoll und optisch sehr gelungen und man erhält keine bespielbare Leerkassette mit Herstellerlogo aus dem Einzelhandel, sondern eine schneeweiße und geschraubte Kassette, passend zum gedruckten Cover. Kassettenliebhaber werden dies sicherlich zu schätzen wissen.
27.01.2008
Licht- und Schattensaiten - Geisterwald | 2007 | Eigenproduktion | CDR | Metal
Zwei Jahre nach dem herrlichen Instrumentalalbum Sonnenwind gibt es mit Geisterwald nun einen delikaten Nachschlag. Auch wenn Geisterwald
mehr Text und Gesang enthält, ist es ebenfalls ein zumeist ruhiges
Werk, welches sachte, sanft und mit Tiefgang einen sich selbst vergessen
macht.
Mit dem Eingang beginnt das sechste Album denn auch ruhig, gefühlvoll und zuweilen sehr düster. Neben langsam gespielten dunklen Klängen und Tönen sind irgendwelche Tierlaute zu hören, die ich nicht wirklich dem dazugehörigen Tier zuordnen kann, es könnte sich aber dabei um eine Eule handeln. Dieser Anfang ist recht schwermütig, was von der tiefen Flüsterstimme untermauert wird. Nach einigen Minuten wird aus dem dunklen Flüstern ein bedrohliches Sprechen und kraftvolle Gitarren verdrängen kurzweilig diese naturmystische Atmosphäre. Die Stimmungen die Eingang verbreitet, spiegeln den Albumtitel Geisterwald perfekt wieder.
Mit dem zweiten Titel, einem unbetitelten Stück, geht es dann freundlicher und lebendiger weiter. Zu einem ruhigen Rhythmus sind die warmen und satt klingenden Gitarren, der Bass und das Schlagzeug zu hören. Im mittleren Teil kommt ein ruhiges Piano hinzu und zum Ende hin kommen auch noch Streichinstrumente dazu, sodass das Spiel kurzweilig einen sehr orchestralen Ausdruck bekommt. Dieser ist allerdings sehr kurz, da dass Stück wenig später schneller und energischer wird. Ebenfalls ohne Namen und atmosphärisch sehr vielfältig gestaltet ist der dritte Titel, in dem zum Teil sehr schnelle und harte Parts zu hören sind.
In Ein Gedanke prägt vor allem das Gitarrenspiel die Atmosphäre, da es stets in Bewegung ist und teilweise einige technische Riffs das sonst eher atmosphärische Spiel komplettieren. Am interessantesten ist jedoch der Part, in dem eine merkwürdige sprechende Stimme zu hören ist. Merkwürdig deshalb, weil sie ruhig, klar und unverzerrt aber dennoch unverständlich ist. Der Text der dazu abgedruckt ist, ist zwar deutsch, dennoch verstehe ich beim mitlesen kein einziges Wort. Bis hierhin war Ein Gedanke auch ruhig und atmosphärisch, doch nach diesem bizarren Stimmenpart, folgt eine schnelle, treibende und kurzweilig auch rasend aggressive Passage.
Baumhold ist zwar ein durchgängig ruhig und harmonisch vorgetragenes Lied, doch sind einzelne Passagen und Arrangements druck- und kraftvoll, was nicht nur an Stefans Spielweise liegt sondern auch am Klang seiner Instrumente, der einen sehr warmen und klaren Charakter hat. Durch diese Gegebenheit klingen auch vermeintlich ruhige und melodische Parts energisch und nachdrücklich.
Mit über zehn Minuten Spielzeit ist Nebelnächtlich das mit Abstand längste Lied des Albums. Es ist ein sehr schönes Lied, das sehr viele verschiedene atmosphärische Abstufungen besitzt. Es gibt ruhige, traumhaft schöne Melodien genau so zu hören wie harte und kraftvolle Arrangements. Zudem ist es das Lied mit dem meisten Text. In den anderen Liedern beschränkt sich der Gesang zumeist auf einen einzigen Part, wo der Gesang dann auch eigentlich kein Gesang ist sondern vielmehr ein Flüstern, mal klar oder mal verzerrt. In Nebelnächtlich ist sowohl klarer als auch verzerrter Gesang zu hören, wobei auch hier nicht von singen gesprochen werden kann, da Stefan mehr spricht als singt, was aber dennoch sehr eindringlich sein kann, da seine Stimme sehr kehlig ist und das rollende R etwas sehr bestimmendes in die Musik hineinlegt.
Ebenfalls textreich ist der abschließende Titel Der Waldrand hinter mir. Stimmentechnisch ist es ähnlich gelagert wie Nebelnächtlich. Die musikalische Intention hat allerdings neben den zarten und malerischen Harmonien auch zusätzlich laute und stürmische Anleihen.
Geisterwald ist ein schönes und atmosphärisches Album, in dem Licht- und Schattensaiten erneut durch wunderbare Stimmungen und Melodieführungen glänzen kann. Es ist abwechslungsreicher als Sonnenwind, nicht nur, weil es Gesang enthält, sondern weil auch immer wieder mal kurzweilige harte Parts zu hören sind. Licht- und Schattensaiten steht also auch 2007 für Musik mit Geist, zumal das textliche Konzept von Geisterwald Tiefe besitzt und naturmystisch und kunstfertig ist.
01. Eingang
02.
03.
04. Ein Gedanke
05. Baumhold
06. Nebelnächtlich
07. Der Waldrand hinter mir
Mit dem Eingang beginnt das sechste Album denn auch ruhig, gefühlvoll und zuweilen sehr düster. Neben langsam gespielten dunklen Klängen und Tönen sind irgendwelche Tierlaute zu hören, die ich nicht wirklich dem dazugehörigen Tier zuordnen kann, es könnte sich aber dabei um eine Eule handeln. Dieser Anfang ist recht schwermütig, was von der tiefen Flüsterstimme untermauert wird. Nach einigen Minuten wird aus dem dunklen Flüstern ein bedrohliches Sprechen und kraftvolle Gitarren verdrängen kurzweilig diese naturmystische Atmosphäre. Die Stimmungen die Eingang verbreitet, spiegeln den Albumtitel Geisterwald perfekt wieder.
Mit dem zweiten Titel, einem unbetitelten Stück, geht es dann freundlicher und lebendiger weiter. Zu einem ruhigen Rhythmus sind die warmen und satt klingenden Gitarren, der Bass und das Schlagzeug zu hören. Im mittleren Teil kommt ein ruhiges Piano hinzu und zum Ende hin kommen auch noch Streichinstrumente dazu, sodass das Spiel kurzweilig einen sehr orchestralen Ausdruck bekommt. Dieser ist allerdings sehr kurz, da dass Stück wenig später schneller und energischer wird. Ebenfalls ohne Namen und atmosphärisch sehr vielfältig gestaltet ist der dritte Titel, in dem zum Teil sehr schnelle und harte Parts zu hören sind.
In Ein Gedanke prägt vor allem das Gitarrenspiel die Atmosphäre, da es stets in Bewegung ist und teilweise einige technische Riffs das sonst eher atmosphärische Spiel komplettieren. Am interessantesten ist jedoch der Part, in dem eine merkwürdige sprechende Stimme zu hören ist. Merkwürdig deshalb, weil sie ruhig, klar und unverzerrt aber dennoch unverständlich ist. Der Text der dazu abgedruckt ist, ist zwar deutsch, dennoch verstehe ich beim mitlesen kein einziges Wort. Bis hierhin war Ein Gedanke auch ruhig und atmosphärisch, doch nach diesem bizarren Stimmenpart, folgt eine schnelle, treibende und kurzweilig auch rasend aggressive Passage.
Baumhold ist zwar ein durchgängig ruhig und harmonisch vorgetragenes Lied, doch sind einzelne Passagen und Arrangements druck- und kraftvoll, was nicht nur an Stefans Spielweise liegt sondern auch am Klang seiner Instrumente, der einen sehr warmen und klaren Charakter hat. Durch diese Gegebenheit klingen auch vermeintlich ruhige und melodische Parts energisch und nachdrücklich.
Mit über zehn Minuten Spielzeit ist Nebelnächtlich das mit Abstand längste Lied des Albums. Es ist ein sehr schönes Lied, das sehr viele verschiedene atmosphärische Abstufungen besitzt. Es gibt ruhige, traumhaft schöne Melodien genau so zu hören wie harte und kraftvolle Arrangements. Zudem ist es das Lied mit dem meisten Text. In den anderen Liedern beschränkt sich der Gesang zumeist auf einen einzigen Part, wo der Gesang dann auch eigentlich kein Gesang ist sondern vielmehr ein Flüstern, mal klar oder mal verzerrt. In Nebelnächtlich ist sowohl klarer als auch verzerrter Gesang zu hören, wobei auch hier nicht von singen gesprochen werden kann, da Stefan mehr spricht als singt, was aber dennoch sehr eindringlich sein kann, da seine Stimme sehr kehlig ist und das rollende R etwas sehr bestimmendes in die Musik hineinlegt.
Ebenfalls textreich ist der abschließende Titel Der Waldrand hinter mir. Stimmentechnisch ist es ähnlich gelagert wie Nebelnächtlich. Die musikalische Intention hat allerdings neben den zarten und malerischen Harmonien auch zusätzlich laute und stürmische Anleihen.
Geisterwald ist ein schönes und atmosphärisches Album, in dem Licht- und Schattensaiten erneut durch wunderbare Stimmungen und Melodieführungen glänzen kann. Es ist abwechslungsreicher als Sonnenwind, nicht nur, weil es Gesang enthält, sondern weil auch immer wieder mal kurzweilige harte Parts zu hören sind. Licht- und Schattensaiten steht also auch 2007 für Musik mit Geist, zumal das textliche Konzept von Geisterwald Tiefe besitzt und naturmystisch und kunstfertig ist.
01. Eingang
02.
03.
04. Ein Gedanke
05. Baumhold
06. Nebelnächtlich
07. Der Waldrand hinter mir
20.01.2008
Lycanthropy's Spell - Sagatal | 2007 | Sabbath's Fire Records / Thor's Hammer Productions | Vinyl | Black Metal
![]() |
Die Seite A beginnt mit dem ersten Teil von Sagatal und sofort wird die typische Handschrift Sarmaks mehr als deutlich. Sagatal Part I ist ein klassisches Lycanthropy's Spell Lied: Rau, düster und schwermütig. Stellenweise erinnert mich die Atmosphäre, erzeugt von der langsam gespielten und wenig verzerrten Gitarre, an die von Tale of the witch (Glorification of the night) und Full moon depression (Misanthropic visions). Diese ruhig vorgetragene harmonische Gitarre spielt eine triste Melodie, begleitet vom schleppenden Rhythmus. Phasenweise wird es auch etwas schneller und treibender, aber auch währenddessen sind melancholische Melodieführungen zu hören, wie sie für Sarmak typisch sind.
Part II ist energischer als der erste Teil. Der Rhythmus ist durchgehend schnell und flott und darüber hinaus enthält der zweite Teil viel mehr Gesang als Part I. Durch die Schnelligkeit und das rau klingende und leicht polternde Schlagzeug wirkt das Lied schroff, roh und wüst zumal Sarmaks Gesang sein übriges dazu beiträgt, da der Kreischgesang eindringlich und emotionsgeladen ist.
Sagatal ist eine typische Veröffentlichung von Lycanthropy's Spell, die zwei sehr unterschiedliche Titel bereit hält. Der erste Teil ist trist und voller Schwermut, der zweite rau und schnell. Sagatal gehört sicherlich nicht zu dem besten Material, ist aber solide und für Sarmak klassisch. Zudem ist Sagatal die erste Vinyl-Veröffentlichung, was für Liebhaber wie mich ein ganz spezieller Kaufreiz ist.
01. Sagatal Part I
02. Sagatal Part II
Hromovlad - Ohňa Hlad, Vody Chlad | 2007 | Ketzer Records | CD | Black Folk Metal
Hromovlad aus der Slowakei spielen Pagan Black Metal
der mit Trollech oder Heiden zu vergleichen ist. Es treffen sich sehr
melodische und harmonische Züge mit „harten“ metallischen Klängen und
dem entsprechend verzerrten Gesang.
Das melodische Spektrum ist breit gefächert und zeigt sich ab und zu stark vom Folk beeinflusst, wie etwa im zweiten Titel Vítazstvo noci, in dem verschiedene Flöten und eine Maultrommel zum Einsatz kommen. Vor allem sind es die melodisch gespielten Gitarren und der slowakische Gesang, die die slawischen Akzente in der Musik setzen.
Das rhythmische Spektrum hält sich überwiegend im mittelschnellen Bereich auf, welcher von Hromovlad sehr differenziert gestaltet wurde sodass es kaum eingängige Strukturen gibt. Vereinzelt wurden auch einige schnellere und härtere Parts eingestreut, die zumeist aber von einer kurzen Dauer sind und deshalb wenig Brachialität und Durchschlagskraft in die Musik legen. Dies missfällt mir, da die Musik sehr melodisch ist und die slawischen Melodien darüber hinaus auch sehr lebendig sind. Mehr Härte; ein Gegenpol zur melodischen Spielweise, würden dem Album sichtlich gut tun, da es auf Dauer zu harmlos und lieblich ist.
Die Umsetzung des Materials ist gelungen, das vielfältige und fortwährend lebendige Spiel ist stimmig und flüssig. Für mich persönlich ist es nichts, da es einfach zu harmonisch und melodisch ist und mir so geniale Melodieführungen fehlen, wie man sie von Trollech kennt. Wer slawischen Pagan Black Metal mag, wird hiermit sicherlich mehr Anfangen können als ich es kann.
01. Lesom i časom
02. Vítazstvo noci
03. Brieždenie
04. Tváre živlov zimných dní
05. Posledný z posledných
06. Ohňa hlad, vody chlad
07. Zabudnutý sen
08. Lithewa
09. V ohni zhynie ludský tvor
10. Nárek stromov
11. Bolo i nebolo
Das melodische Spektrum ist breit gefächert und zeigt sich ab und zu stark vom Folk beeinflusst, wie etwa im zweiten Titel Vítazstvo noci, in dem verschiedene Flöten und eine Maultrommel zum Einsatz kommen. Vor allem sind es die melodisch gespielten Gitarren und der slowakische Gesang, die die slawischen Akzente in der Musik setzen.
Das rhythmische Spektrum hält sich überwiegend im mittelschnellen Bereich auf, welcher von Hromovlad sehr differenziert gestaltet wurde sodass es kaum eingängige Strukturen gibt. Vereinzelt wurden auch einige schnellere und härtere Parts eingestreut, die zumeist aber von einer kurzen Dauer sind und deshalb wenig Brachialität und Durchschlagskraft in die Musik legen. Dies missfällt mir, da die Musik sehr melodisch ist und die slawischen Melodien darüber hinaus auch sehr lebendig sind. Mehr Härte; ein Gegenpol zur melodischen Spielweise, würden dem Album sichtlich gut tun, da es auf Dauer zu harmlos und lieblich ist.
Die Umsetzung des Materials ist gelungen, das vielfältige und fortwährend lebendige Spiel ist stimmig und flüssig. Für mich persönlich ist es nichts, da es einfach zu harmonisch und melodisch ist und mir so geniale Melodieführungen fehlen, wie man sie von Trollech kennt. Wer slawischen Pagan Black Metal mag, wird hiermit sicherlich mehr Anfangen können als ich es kann.
01. Lesom i časom
02. Vítazstvo noci
03. Brieždenie
04. Tváre živlov zimných dní
05. Posledný z posledných
06. Ohňa hlad, vody chlad
07. Zabudnutý sen
08. Lithewa
09. V ohni zhynie ludský tvor
10. Nárek stromov
11. Bolo i nebolo
19.01.2008
Darkest Hate Warfront - Satanik Annihilation Kommando | 2005 | Ketzer Records | CD | Black Metal
Satanik annihilation kommando ist seit Iron warfare von Blood Vengeance das brachialste und kompromissloseste Album dass ich gehört habe. Die Brasilianer Darkest Hate Warfront prügeln sich vernichtend durch Satanik annihialtion kommando,
dass man sich schon wundert wie die dies überhaupt bewerkstelligen.
Auch wenn die technische Beschaffenheit der Lieder nicht durch
raffinierte Brillanz besticht, so ist doch die Umsetzung des mörderisch
schnellen Schlagzeugs sehr beachtlich. Die Lieder sind laut, heftig und
machen aggressiv. Viel besser lassen sich Darkest Hate Warfront
auf ihrem Debütalbum nicht beschreiben. Den Liedern fehlt auf die Dauer
etwas Eigenständigkeit und Abwechslung. Im Nachhinein aus der
Erinnerung heraus lassen sich die Stücke nicht voneinander
unterscheiden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jedes Lied absolut
gleich klingt und beschaffen ist. Darkest Hate Warfront
sind durchaus bemüht, innerhalb dieses Rahmens ihrer Stilistik so etwas
wie Variationen in die Stücke einfließen zu lassen. Dies gelingt ihnen
auch im Ansatz, was die vereinzelten Breaks und kurzen langsam
gespielten Atempausen zeigen, doch ist es insgesamt noch zu wenig.
Wer War Black Metal wie Blood Vengeance oder Ares Wrath mag, wird sicherlich auch Darkest Hate Warfront zu schätzen wissen. Satanik annihilation kommando ist kein schlechtes Album – natürlich ist vorausgesetzt, dass man solcherlei Geprügel nicht von vornherein verteufelt – und da es sich um das Debüt handelt, werden sich die Brasilianer in der Zukunft vermutlich auch in einigen Bereichen steigern. Der Anfang ist gemacht und solide.
01. Infernal baptism (Intro)
02. Order of battle
03. Satanik annihilation kommando
04. Satan's kult of terror
05. Scourge of wormkind
06. Final solution
07. Duty fulfillment
08. Possessed by fire
09. Purification by hatred
10. The aftermath (Outro)
Wer War Black Metal wie Blood Vengeance oder Ares Wrath mag, wird sicherlich auch Darkest Hate Warfront zu schätzen wissen. Satanik annihilation kommando ist kein schlechtes Album – natürlich ist vorausgesetzt, dass man solcherlei Geprügel nicht von vornherein verteufelt – und da es sich um das Debüt handelt, werden sich die Brasilianer in der Zukunft vermutlich auch in einigen Bereichen steigern. Der Anfang ist gemacht und solide.
01. Infernal baptism (Intro)
02. Order of battle
03. Satanik annihilation kommando
04. Satan's kult of terror
05. Scourge of wormkind
06. Final solution
07. Duty fulfillment
08. Possessed by fire
09. Purification by hatred
10. The aftermath (Outro)
Darkest Hate Warfront - The Aftermath | 2007 | Ketzer Records | CD | Black Metal
Aufgrund der heftigen Zerstörungswut des
Debütalbums erwartete ich nun vom zweiten Streich ähnliches. Anfänglich wurde meine Erwartungshaltung auch gestützt, da es nach dem Intro mit No beliefs umgehend schnell und heftig losging. Darkest Hate Warfront spielt in dem Titel genauso schnell und aggressiv wie zwei Jahre zuvor auf Satanik annihilation kommando.
Doch sollten mich die kurz gehaltenen, eingefügten langsamen Passagen,
die angenehm riffbetont sind, stutzig werden lassen oder der polternde
Part mit seinen klassischen Thrash Riffs am Ende?
Sehr thrashig geht es jedenfalls nahtlos mit Triumph of blood weiter, welches mit seinem zeitweiligen polterndem aber flott treibendem Rhythmus und den schnellen Riffs an alte Sodom oder Kreator erinnert. Diese thrashigen Parts wechseln sich dann mit sehr schnellen und hasserfüllten Passagen ab, wie man sie von Darkest Hate Warfront bestens kennt. Aber auch wenn sich das Spiel nicht vom Thrash Metal beeinflusst zeigt, sind die Gitarren ein elementarer Bestandteil der Musik. Das Gitarrenspiel ist extrem präsent, ganz gleich ob es nun gerade schnell oder schleppend ist. The aftermath erweist sich als ein sehr gitarren- und riffbetontes Werk, in dem die Gitarren überaus lebendig und abwechslungsreich gespielt werden. Dazu gehören neben den bereits angesprochenen Thrash Riffs auch die eingängig schnellen Riffs, Soli und diverse dunkelharmonische Melodieführungen in den ruhigen und klaren Passagen.
Aber auch sonst ist The aftermath abwechslungsreicher ausgefallen als sein Vorgänger. Rhythmische Brutalitäten sind natürlich auch hier ein prägendes Merkmal. Neben den extremen Hochgeschwindigkeitsparts gibt es aber auch zahlreiche Passagen, die langsamer geartet sind und in vielen Liedern gibt es mehrere Wechsel und rhythmische Veränderungen, sodass man nicht von Eingängigkeit sprechen kann.
Somit ist The aftermath vielschichtiger und zugleich auch lebendiger geworden als Satanik annihilation kommando. Zudem ist es Darkest Hate Warfront gleichfalls gelungen, die für Abwechslung sorgenden und spielerischen Elemente besser umzusetzen. Der einzige Punkt der für etwas Wehmut sorgt, ist der Gesang. Er ist nicht mehr ganz so hasserfüllt und energisch wie auf dem ersten Album. Stattdessen ist er nun – zwar nach wie vor stark verzerrter Kreischgesang – einen Tick steriler ausgefallen, was ihm Inbrunst und Natürlichkeit nimmt.
The aftermath ist ein gelungener Nachfolger in dem Darkest Hate Warfront Brutalität und Geschwindigkeit mit flüssigen Spielweisen, einigen dunklen Harmonien und Thrash Metal Einflüssen kombiniert.
Debütalbums erwartete ich nun vom zweiten Streich ähnliches. Anfänglich wurde meine Erwartungshaltung auch gestützt, da es nach dem Intro mit No beliefs umgehend schnell und heftig losging. Darkest Hate Warfront spielt in dem Titel genauso schnell und aggressiv wie zwei Jahre zuvor auf Satanik annihilation kommando.
Doch sollten mich die kurz gehaltenen, eingefügten langsamen Passagen,
die angenehm riffbetont sind, stutzig werden lassen oder der polternde
Part mit seinen klassischen Thrash Riffs am Ende?Sehr thrashig geht es jedenfalls nahtlos mit Triumph of blood weiter, welches mit seinem zeitweiligen polterndem aber flott treibendem Rhythmus und den schnellen Riffs an alte Sodom oder Kreator erinnert. Diese thrashigen Parts wechseln sich dann mit sehr schnellen und hasserfüllten Passagen ab, wie man sie von Darkest Hate Warfront bestens kennt. Aber auch wenn sich das Spiel nicht vom Thrash Metal beeinflusst zeigt, sind die Gitarren ein elementarer Bestandteil der Musik. Das Gitarrenspiel ist extrem präsent, ganz gleich ob es nun gerade schnell oder schleppend ist. The aftermath erweist sich als ein sehr gitarren- und riffbetontes Werk, in dem die Gitarren überaus lebendig und abwechslungsreich gespielt werden. Dazu gehören neben den bereits angesprochenen Thrash Riffs auch die eingängig schnellen Riffs, Soli und diverse dunkelharmonische Melodieführungen in den ruhigen und klaren Passagen.
Aber auch sonst ist The aftermath abwechslungsreicher ausgefallen als sein Vorgänger. Rhythmische Brutalitäten sind natürlich auch hier ein prägendes Merkmal. Neben den extremen Hochgeschwindigkeitsparts gibt es aber auch zahlreiche Passagen, die langsamer geartet sind und in vielen Liedern gibt es mehrere Wechsel und rhythmische Veränderungen, sodass man nicht von Eingängigkeit sprechen kann.
Somit ist The aftermath vielschichtiger und zugleich auch lebendiger geworden als Satanik annihilation kommando. Zudem ist es Darkest Hate Warfront gleichfalls gelungen, die für Abwechslung sorgenden und spielerischen Elemente besser umzusetzen. Der einzige Punkt der für etwas Wehmut sorgt, ist der Gesang. Er ist nicht mehr ganz so hasserfüllt und energisch wie auf dem ersten Album. Stattdessen ist er nun – zwar nach wie vor stark verzerrter Kreischgesang – einen Tick steriler ausgefallen, was ihm Inbrunst und Natürlichkeit nimmt.
The aftermath ist ein gelungener Nachfolger in dem Darkest Hate Warfront Brutalität und Geschwindigkeit mit flüssigen Spielweisen, einigen dunklen Harmonien und Thrash Metal Einflüssen kombiniert.
Abonnieren
Posts (Atom)







