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01.02.2012

Interview: Seelenfrost



HATEFUL METAL: Grüß Dich, Semgoroth!
Zunächst einmal Gratulation zum großartigen neuen Album! Ich nehme an, ihr seid über „Nostalgia - Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ doch sehr zufrieden, oder?


Semgoroth: Grüß dich, Aceust, erstmal vielen Dank für das Interesse und die lobenden Worte! Ich weiß nicht genau, was überwiegt: die Freude, dass wir nach gefühlten Ewigkeiten mit dem Album fertig geworden sind oder das Resultat. Wie dem auch sei, wir sind persönlich sehr zufrieden, wenngleich es natürlich einige Makel gibt, die wir das nächste Mal besser machen wollen. Aber definitiv stellt es unseren bisherigen Höhepunkt dar.


Um welche Makel handelt es sich denn? Natürlich kann man immer etwas besser machen, aber worin seht ihr Verbesserungsbedarf? Eher produktionstechnischer Natur oder spielerischer, bzw. das Material betreffend? Ich frage, weil die klangliche Entwicklung doch enorm ist, wenn man das Album mit früheren Werken vergleicht.

Etwas Genaues zu nennen ist schwierig, aber Mixing-technisch kann man sicher noch einiges besser machen, aber wir haben erstmals ein solch umfangreiches Projekt selbst gemischt und gemastert, und dafür ist es, denke ich, ganz gut geworden. Aber wir haben viele Fehler gemacht, die wir nächstes Mal nicht mehr machen werden. Mit dem Material an sich sind wir aber sehr zufrieden, außer, dass halt einige Songs mittlerweile ein paar Jahre auf dem Buckel haben.


Die noble Kassettenbox war ja ziemlich schnell ausverkauft, was für die Qualität spricht, aber gab es eigentlich auch kritische Stimmen? Ich frage dies, da ihr euren Stil im Vergleich zu „Metamorphosis“ ein wenig verändert und weiterentwickelt habt. Und wo es Veränderungen gibt, werden immer auch kritische Stimmen laut.


 
Ich muss ehrlich sagen, dass es fast ausschließlich positive Rückmeldungen gab. Natürlich gibt es, wie bei so ziemlich jeder Band, Schwätzer, die alles schlecht reden, ohne sich jemals die Musik anzuhören oder halt jene, denen die Musik einfach nicht gefällt, aber der Großteil war positiv, um nicht zu sagen überwältigend.


In meiner Rezension zum neuen Album habe ich eine Mutmaßung über den Sinn des Albumnamens angestellt. „Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ lässt dem Hörer ja viel Interpretationsspielraum. In Anbetracht der musikalischen Entwicklung, musste ich daran denken, dass diese Namenswahl auf die Entwicklung und Veränderung von Seelenfrost anspielt. Immerhin ist es ja das professionellste Album und könnte somit eine besondere Stelle in der Historie Seelenfrost markieren. Liege ich da ungefähr richtig oder bedeutet der Name etwas gänzlich anderes?

Ich gebe eigentlich relativ ungern Interpretationsansätze, wenn es um unsere Musik oder Texte geht, zumal sie nicht von mir stammen. Ich jedenfalls interpretiere den Titel ziemlich ähnlich wie du. Auch wenn das Album eine neue Seite von uns zeigt, ist es gleichermaßen eine Rückkehr zu dem, was unsere Musik ausmacht(e). Es ist, wenn man das so sagen mag, die Quintessenz SEELENFROSTs, alte Stücke mit neuen verbindend und gleichzeitig ein großer Schritt nach vorne. Das kommende Liedgut wird diesen Weg weitergehen und noch vertiefen.


Relativ ungern, da muss ich natürlich nachhaken, zumal ihr - soweit ich das beurteilen kann - ja auch keine Texte abdruckt. Die Liednamen geben natürlich einen kleinen Einblick, worum es sich inhaltlich dreht, aber weshalb diese Verschlossenheit? Keine Lust sich von Neunmalklugen und Besserwissern analysieren oder gar „auslachen“ zu lassen?

Eigentlich haben wir in der Vergangenheit relativ oft Texte abgedruckt, wenn ich an „Metamorphosis“, „Im Schatten toter Worte“ oder auch „Ein Gedicht“ denke, ebenso die beiden „Nostalgia“-Kassetten. Insofern haben wir da keine Scham oder dergleichen, zumal ich Rutans Texte ziemlich original und überdurchschnittlich gut finde. Und sollte jemand die Texte peinlich finden juckt uns das relativ wenig. In der CD-Version von dem aktuellen Album werden auch die meisten Texte abgedruckt sein.


Wie ist es eigentlich zu dieser Entwicklung gekommen? Die früheren Sachen die ich von euch kenne, sind klanglich allesamt ziemlich roh und wüst, da erscheint einem „Nostalgia - Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ regelrecht professionell - zumal der letzte Teil der Nostalgia Trilogie sogar die früheren Lieder in überarbeiteter Form beinhaltet.




Nun, die Frage lässt sich im Prinzip einfach beantworten. Wir hatten erstmals die Möglichkeit, das Schlagzeug (mitsamt neuem Schlagzeuger) professionell in einem Studio aufzunehmen und so kam es dann halt dazu, das Ganze generell professioneller anzugehen, produktionstechnisch. Natürlich hätten wir das Album auch wieder mit unserem analogen 8-Spur Aufnahmegerät aufnehmen können, aber wir wollten selbst wissen, wie wir uns in verbessertem Klanggewand anhören. Und letztlich wären viele kleinere Details verloren gegangen, wenn wir den „alten Weg“ gegangen wären.


Trotz aller dezidierter Rohheit gab es auch auf den früheren Veröffentlichungen einiges an subtiler Melodik. Auf eurem letzten Werk tritt das Melodische jedoch viel mehr in den Vordergrund, was man natürlich auch durch den Neuzugang von Nostarion merkt, der das Violoncello spielt. Wie kam es dazu? Wolltet ihr unbedingt ein Streichinstrument haben und habt jemanden gesucht oder ergab es sich einfach zufällig?

Auf jeden Fall bringt das Violoncello von Nostarion eine viel größere Melodik mit sich, aber auch die Gitarren spielen mehr Leads als zuvor, die zum Großteil von unserem Schlagzeuger stammen, der da immer sehr kreativ ist. Das mit Nostarion hat sich gewissermaßen zufällig ergeben, wobei ich klassische Instrumente im Black Metal-Bereich schon immer als sehr bereichernd erachtete. Nachdem ich bei IDHAFELS als zweiter Gitarrist dazugeholt wurde und Nostarion dort die Keyboards übernehmen sollte, lernte man sich halt kennen und so kam eins zum anderen.


Auf „Nostalgia - Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ gibt es ja nicht nur melodisches zu hören. Rohen Black Metal, der geradlinig und schnell ist, fehlt deshalb nicht. Wie wichtig ist es für euch, das Black Metal immer auch dreckig, fies und gemein bleibt?

Nun, ich stehe eher weniger auf diese ganze suizidal-depressiven Weinereien, für mich sollte Black Metal letztlich flott, „dreckig, fies und gemein“ sein, wie du so schön sagst. Ein wenig Melancholie schwebt bei uns sicher immer mit, aber Black Metal sollte eben unschön sein. Das kommende Werk wird auch wieder aggressiver, aber auch abwechslungsreicher werden, zumindest vom jetzigen Standpunkt aus. Insofern, wir fühlen uns in diesen Gefilden wohl und das wird auch so bleiben.

Seelenfrost gibt es ja seit sechs Jahren, in dieser Zeit habt ihr bereits neun Tonträger veröffentlicht. Woher kommt der Impuls, in solch kurzen Abständen Musik zu schreiben und aufzunehmen?

Naja, es ist ja schon „besser“ geworden, haha. Klar, das schreckt im ersten Moment ab, auch wenn es da andere Vertreter in dieser Musiksparte gibt, die eine weitaus vollere Diskografie in weniger Zeit hinbekommen. Es hat sich einfach immer ergeben, im Prinzip schreibe ich seit der ersten Demo durchgehend Musik, mal mehr, mal weniger. Zwischen dem letzten Album „Metamorphosis“ und der neuen „Nostalgia“ liegen ja immerhin zwei Jahre, da wir diesmal viel mehr Arbeit in die Songs an sich gesteckt haben. Je mehr Mitglieder, desto mehr kreativer Input und mehr zeitlicher Aufwand. Daher wird es bei dem neuen Liedgut auch noch eine Weile dauern, bis es veröffentlichungsreif ist. Man darf aber gespannt sein.


Ist es da vielleicht nicht auch schwierig, Inspiration für Neues zu finden? Woher kommt die Inspiration?

Anscheinend nicht, hehe! Ich, bzw. wir, versuchen nicht, auf Teufel kommt raus neue Musik zu schreiben. Wir lassen uns von keinem unter Druck setzen, warum auch? Wenn die Musik fließt, dann schreiben wir eben neue Songs; mal schreibt und arrangiert man während einer Probe einen ganzen Song, mal schleppt man Riffs und Teilarrangements monate- oder gar jahrelang mit sich herum. Irgendwann macht es „klick“ oder eben auch nicht. Inspiration kann man denke ich aus allem ziehen, sei es das Leben an sich, die Natur oder andere Musik und Kunst. Gefühle eignen sich aber sicherlich mit Abstand am besten, ich persönlich schreibe die besten Riffs, wenn ich angekotzt oder generell mies drauf bin.


Na da musst Du in der Entstehungsphase von „Metamorphosis“ ziemlich schlecht drauf gewesen sein. Ich empfinde viele Riffs auf dem Album als ziemlich düster und schwer, obgleich sie oftmals auch zugleich grantig und beinahe schon harsch wirken. Ist Dir der lyrische Inhalt wichtiger oder stattdessen der musikalische und emotionale Ausdruck? Ich persönlich bin ja der Meinung, dass Texte viel zu überbewertet sind und ergreifende Klänge um ein vielfaches wichtiger sind als wohlformulierte Ansichten und Thesen. Ein gutes Riff kann für mich tausend mal mehr erzählen und vermitteln, als ein anspruchsvoller oder gar philosophischer Text.

In der Tat, „Metamorphosis“ ist mit Abstand das düsterste und aggressivste Werk bisher, gerade deshalb höre ich es mir auch heute noch sehr gern an. Um zum zweiten Teil der Frage zu kommen, mir persönlich ist der musikalische Aspekt wichtiger, ich wäre wohl ein richtig schlechter Texter, daher schreibt Rutan auch 90% aller Texte. Hier und da hat D.F.D.E. nun auch seine Finger im Spiel. Ich sehe es so, dass gute Texte ein gutes Musikstück noch weiter bereichern können, aber plakative und plumpe Texte würden für mich jetzt in aller Regel kein Album komplett kaputt machen. Die meisten Texte versteht man ohne Textvorlage ohnehin kaum, bei den meisten Gruppen zumindest. Ich muss aber anmerken, dass ich wirklich froh bin, dass Rutan und D.F.D.E. ziemlich viel Wert auf die Texte und deren Abläufe legen.


Ihr legt auch großen Wert auf eine ansprechende und anständige Optik was die Kassetten betrifft. Da steckt viel Aufwand und Herzblut drin. Sowohl „Metamorphosis“ als auch „Nostalgia - Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ sind sehr aufwändige Kassetten-Produktionen, die sicherlich auch viel Geld gekostet haben. Dabei handelt es sich aber immer um Eigenproduktionen, wie kommt das? Habt ihr bisher einfach noch keine Plattenfirma gefunden, die euren Ansprüchen genügt?

Da kommen einige Faktoren zusammen. Ich bin jemand, der gern alles selbst in der Hand hat und sich um alles kümmert. So weiß man eben, dass alles seine Richtigkeit hat und kann die Ideen der Band am besten umsetzen. Ich denke, es wäre in der Tat schwer gewesen, ein Label zu finden, das die letzten beiden Kassetten in dieser Form umgesetzt hätte. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir was weiß ich für hohe Ansprüche haben, aber wir machen es eben gerne schick. Ein Label würde uns aber mit Sicherheit die Arbeit ein wenig erleichtern, aber bisher war nicht das richtige dabei. Es geht mir bei unseren Eigenproduktionen auch nicht um Gewinn oder so, wenn wir am Ende wieder bei null herauskommen, sind wir zufrieden. Natürlich darf man sich gerne mal anhören, wie unverschämt teuer unsere Kassetten sind, aber die Leute sollten mal selbst eine solche Aufmachung finanzieren, dann würden diese Stimmen auch verstummen. Aber naja… Nörgler gibt es immer und diesmal waren sie erfreulicherweise selten.


Welche Bedeutung hat die Kassette als Medium für euch? Ihr habt ja bisher fast alles ausschließlich auf Kassette herausgebracht - was ich persönlich sehr gut finde - was aber eher ungewöhnlich ist, da oft auf CDR zurückgegriffen wird.

Wir haben auch den Fehler gemacht und die ein oder andere CDr veröffentlicht, was ich rückblickend nicht so gemacht hätte. Ich hasse dieses Format, dann doch lieber die gute alte Kassette, auch wenn der Aufwand und die Kosten ungleich höher sind, zumindest wenn man es vernünftig macht. Dass eben so oft auf CDrs zurückgegriffen wird ist sicher nur eine Frage der Kosten. CDs pressen lohnt sich im Demo-Bereich oft nicht und sprengt oft den Kostenrahmen und Kassetten sind vielen zu umständlich (geworden). Nicht wenige besitzen ja gar kein Kassettendeck mehr, was ich persönlich sehr schade finde.


Um beim Analogen zu bleiben. "Metamorphosis“ kommt nun auch auf Vinyl über Fog of the Apocalypse raus. Sind weitere Wiederveröffentlichungen geplant, unterscheidet sich die Vinylversion vielleicht von der Originalkassette?

Weitere Wiederveröffentlichungen sind nicht geplant, nein. Ein Traum wäre gewissermaßen eine Doppel-LP des „Nostalgia“-Albums mit den beiden alten „Nostalgia“-Kassetten als Bonus auf der zweiten LP, um die Trilogie vereint zu sehen. Zumal ich mir die beiden alten Kassetten sehr gut auf LP vorstellen kann, auch klanglich. Aber das dürfte Wunschdenken bleiben, hehe. Die Vinylversion von „Metamorphosis“ wird ein überarbeitetes, alternatives Layout (u.a. das farbige Original des Covers) haben und komplett remastert sein, der Klang unterscheidet sich durchaus deutlich von dem der Kassette, ist aber „breiter“, aggressiver und uriger.


Für das neue Album ist auch eine CD-Version geplant, kannst Du vielleicht diesbezüglich etwas konkretes verkünden?

Die CD wird voraussichtlich als schickes Digipack mit tatkräftiger Unterstützung von tollen, idealistischen Menschen, später dieses Jahr realisiert und ich hoffe, dass der Sommer als Veröffentlichungszeitraum realistisch ist. Ich nenne aber keine genauen Daten mehr, das geht eh nur nach hinten los. Genaues kann man auf unseren Seiten nachlesen, wenn es soweit ist.


Im Laufe der Jahre ist Seelenfrost zu einem Gefüge aus vier Leuten gewachsen. Habt ihr schon mal ein Konzert gespielt oder sind welche geplant oder seht ihr euch ehe als Studioband? Gerade die neuen Sachen mit Violoncello sind ja nicht gerade prädestiniert live auf der Bühne gespielt zu werden.

Naja, wir proben 1-3 Mal die Woche, zumindest D.F.D.E. und ich in aller Regel, insofern scheint unsere Musik durchaus livetauglich zu sein, sonst würde das schlecht funktionieren. Wir haben eigentlich durchaus Lust, livetechnisch mal etwas zu machen, bisher blieb da aber ein ansprechendes Angebot aus. Wie wir das dann live umsetzen würden wissen wir aber noch nicht und müsste besprochen werden. Ich nehme aber an, dass es ein sehr puristisches Konzert werden würde, sehr klassisch und roh. Aber ob es dazu kommen wird, zeigt die Zukunft.


Semgoroth, ich danke Dir für das geduldige Beantworten meiner Fragen. Alles Gute für Seelenfrost und abschließend überlasse ich Dir die letzten Worte.

Vielen Dank dir für das interessante Interview und die mittlerweile schon recht lang andauernde Unterstützung unserer Musik! Danke auch an alle für das viele positive Feedback, haltet bald die Augen nach der „Metamorphosis“-LP offen! Support the underground!


09.10.2009

Interview: Descending Darkness





Descending Darkness gehört aktuell mit großer Wahrscheinlichkeit zum Extremsten, was der österreichische Untergrund zu bieten hat. In der Alpenrepublik wird heftig, hasserfüllt und menschenverachtend Black Metal vertont, und nachdem jüngst ein rüdes Rehearsal-Tape erschien, ist es für mich nun an der Zeit, Gevatter (Gesang) und Arngrim (Gitarre, Bass) ein wenig mit Fragen zu bohren.



HATEFUL METAL: Seid gegrüßt, Ihr Zwei.
Kennengelernt habe ich Descending Darkness durch die Wiederveröffentlichung von „Gevatter Hein“, eurem zweiten Demo. Von Ashen Productions wird dieses Demo als die „vermutlich extremste und abstoßendeste Veröffentlichung“ skizziert. Dem kann ich zustimmen. Was mich hierbei nun interessiert, ist, wie es eigentlich dazu kam, solch abscheulich rohen und primitiven Black Metal aufzunehmen? Es war damals ja sicherlich nicht euer Anliegen, mit Absicht so heftige und verstörende Musik aufzunehmen?


DESCENDING DARKNESS: Grüß Dich, Aceust.
Ja, es war durchaus unsere Intention, extremen und für die trendverseuchten Massen „verstörenden“ Black Metal zu erschaffen, da sich vor allem Ende der 90er, Anfang 2000 die Veröffentlichungen immer mehr von unserem BM – Ideal entfernten. Der Sound war durchaus so gewollt, kam allerdings eher zufällig aufgrund mangelnden Wissens und Equipment zustande.



Die ersten Veröffentlichungen von Descending Darkness erschienen 2001 und 2002. Dann kam eine längere Pause, bis „Gevatter Hein“ 2008 auf CD neu verlegt wurde. 2009 folgte dann die MCD „Blutrausch“ und wenig später das Rehearsal-Tape. Was sind die Gründe für die Pause und die aktuelle Veröffentlichungswelle?


Für die Pause gab es viele verschiedene Gründe. In den Jahren 2003 und 2004 waren wegen persönlicher Gründe Proben nicht möglich. 2005 und 2006 waren „Dank“ wertloser Mitstreiter und Nebenprojekten mehr oder weniger vergeudet, 2007 war uns proben wiederum nicht möglich. Nachdem sich 2008 für uns beide die Umstände gebessert hatten und wir mit Mot einen Drummer gefunden hatten, legten wir endlich wieder mit regelmäßigen Proben los. Natürlich hatte sich dann seit 2002 einiges an Material angesammelt. Zum Teil alte Stücke, die wir schon 2003 als Demo veröffentlichen wollten, zum Teil auch einige neue Songs. Wir entschieden uns dann, das Songmaterial auf eine MCD und ein Full-length Album aufzuteilen. Diese MCD ist also "Blutrausch", auf welcher Lieder aus 2003 sowie 2008 und ein Stück vom ersten Demo landeten...

Diese Verzögerungen sind eben der Grund dafür, dass wir zurzeit viel veröffentlichen können...



Aus dem persönlichen Schriftverkehr mit Gevatter weiß ich, dass „Gevatter Hein“ bei vielen Leuten nicht gut ankam und unverstanden wurde. Für mich ist das Werk ob seiner primitiven Rohheit ein gelungenes Manifest gegen jeden Trend und die Menschheit. Dies ist aber nur meine Interpretation, was denkt Ihr, woran es liegt, dass „Gevatter Hein“ zumeist schlecht abschnitt? Immerhin gibt es genug Einmann-Gruppen, die am heimischen Computer billigen Black Metal produzieren, der erschreckend oft seine Anhänger findet.


Zu allererst mal: mit Deiner Interpretation liegst du schon ziemlich richtig! Das Interessante an dieser Sache ist, dass es sich dabei um die Reaktionen auf ein Re-Release handelt. So ist für uns der Wandel der Zeit gut zu vernehmen, vor allem da wir in der Zwischenzeit die Black Metal „Szene“ kaum verfolgten. Die Reaktionen auf die Demo-Kassette waren ursprünglich meist positiv, die Motivation und Emotion wurde meist verstanden und gewürdigt. Bei der Wiederveröffentlichung war das in der Regel ganz anders. Heutzutage sind entweder die Hörgewohnheiten so kommerzorientiert oder die meisten Rezensenten einfach musikalisch zu ahnungslos, um „die einzelnen Instrumente zu unterscheiden“. Oft liest man dann, dass „Gevatter Hein“ 30 Minuten dauert – auf die restlichen 15 Minuten wohl keinen Bock mehr gehabt??? - oder ähnlichen Scheiß. Musik wird nur mehr oberflächlich besprochen, Atmosphäre und Emotionen spielen keine Rolle mehr. Zumindest solange nicht, wie sie nicht im 08/15 „Norsecore“ - Sound verpackt werden.



Sind Euch die Besprechungen in den diversen Magazinen und Blogs eigentlich wichtig oder sind Euch die Gedanken und Kritiken der Verfasser eher gleichgültig?


Wie die Reaktionen im Großen und Ganzen ausfallen wird von uns natürlich verfolgt. Aufgrund der Belanglosigkeit der meisten Kritiken sind uns diese in der Regel aber auch meist gleichgültig. Das Problem ist einfach, dass heutzutage jedes wertlose Individuum seine belanglose und fachlich sinnlose Meinung über das Internet allzu einfach publik machen und verbreiten kann. Allerdings gilt für uns seit jeher, dass auch eine vernichtende, subjektive und ablehnende Kritik genauso erfreulich und wertvoll sein kann wie ein gutes Review, wenn es von entsprechender Stelle kommt.



Auf der Netzseite von Descending Darkness prangert in großen Lettern der Ausspruch „Scheiß auf Euch“. Sind damit die Kostverächter gemeint oder entspricht diese Aussage der generellen Haltung von Descending Darkness, misanthropisch eingestellt zu sein? Auch die bewusste Ablehnung von Myspace, einem üblen selbstdarstellerischen Moloch, suggeriert mir, dass es Euch im Grunde scheißegal ist, ob und wer Descending Darkness zu schätzen weiß, oder nicht.


Hehe. Mit „Euch“ meinen wir in erster Linie die sogenannte Black Metal Szene im Generellen (SOWOHL Undergroundszene als auch Mainstream, falls es da heute überhaupt noch einen Unterschied gibt...) sowie auch ehemalige Weggefährten und Verräter im Speziellen. Im Endeffekt ist doch die ganze Szene selbst ein „selbstdarstellerischer Moloch“ für minderwertige Individuen, die sich im und durch Black Metal profilieren wollen und Anschluss suchen. Die Protagonisten des Black Metal spiegeln doch einfach die Gesellschaft und die von uns verachteten menschlichen Wesenszüge in einem kleineren Umfeld wieder. Schau dir doch nur all die Narren an, die von Individualismus faseln weil das die ultimative satanische Tugend darstellen soll, selbst allerdings uniformiert herumlaufen und sich jedem Trend anhängen, nur um ein Beispiel zu nennen.
Das mit Myspace ist nur noch so ein Beispiel dafür. Wozu all dieser sogenannte „Social Networking“ Scheiß, wenn man sich nicht selbst profilieren will und ein Umfeld sucht, das einen schätzt und respektiert? Vor allem, wenn man all das in der realen Welt nicht erreichen kann. Und wenn man nur wegen des „Networking“ (haha) diesen Scheiß nutzt, warum sind dann so viele Bandmitglieder diverser Bands zusätzlich noch mit eigenen Seiten repräsentiert?

Descending Darkness ist eben definitiv misanthrop, daher ist „Social-“ was auch immer sowie Freunde suchen und finden etc., unvereinbar mit unserer Ideologie! Mit all dem wollen wir nichts zu tun haben. Und ja, du hast recht, uns ist scheißegal wer uns schätzt und wer nicht. Obwohl wir von den Massen minderwertiger „Individuen“ lieber Ablehnung als Anerkennung erfahren.



Dazu fällt mir eine Aussage von Zwingherr Greif von Eisenwinter ein, die ich
irgendwann mal irgendwo in einem Interview mit ihm gelesen habe. Sinngemäß erzählte er, dass Black Metal nicht dazu bestimmt sei, den Massen präsentiert zu werden, weshalb er Konzerte ablehnt. Obwohl ich Konzerte nicht grundsätzlich ablehne, finde ich diesen Gedanken im Zusammenhang mit Deiner Antwort allerdings interessant, zumal nicht selten auf Konzerten und Festivals gleichfalls fragwürdige Personen mit Profilneurose anzutreffen sind. Viele besuchen Konzerte nur, um zu sehen und gesehen zu werden, so mein Eindruck. Sind Konzerte für Dich auch ein zweifelhaftes Vergnügen und gibt/gab es Auftritte von Descending Darkness?


Der Gedanke ist ja grundsätzlich richtig, allerdings, wenn man ihn zu Ende denkt, darf man ja nicht einmal irgendetwas veröffentlichen. Es könnte ja immer in die „falschen“ Hände gelangen, die Massen haben ja immer irgendwie Zugriff darauf. Man kann einfach nur hoffen, dass zumindest der eine oder andere Käufer, Zuhörer dabei ist, den man erreichen möchte. Daher ist unserer Ansicht nach der Black Metal, der sich als nicht massentauglich/kommerziell versteht, nur in extremster Form sinnvoll!

Bisher gab es erst zwei Konzerte von uns da es nicht einfach ist eine volle Besetzung für ein Konzert als auch passende Rahmenbedingungen für solche zu finden.



Nachdem „Gevatter Hein“ ja durch und durch roher Black Metal war, schimmerten auf der MCD „Blutrausch“ einige Anleihen des Thrash Metals durch. Ist der dreckige Thrash Metal für Euch auch eine der Wiegen des Black Metals oder ist der Thrash Metal einfach nur in seiner ursprünglichen Rohheit eine Facette des musikalischen Hasses?


Thrash Metal ist unserer Ansicht nach der Ursprung allen extremen Metals! Man braucht sich ja nur die alten Klassiker zu Gemüte führen.



Wie sind eigentlich die Resonanzen zu „Blutrausch“ ausgefallen und seid Ihr mit ihnen zufrieden?


Als die Promos verschickt waren, bekamen wir selbst erst etwas Abstand von der Produktion und waren dann besorgt, dass der Sound zu harmlos und „schön“ ausgefallen ist (wovon wir immer noch überzeugt sind...). Die meisten Kritiken zeugten allerdings von schockierenden Klangerlebnissen hahaha. Es gab aber auch zum Teil gute Kritiken – im Ausland.



Ich empfinde den Klang von „Blutrausch“ ganz und gar nicht als zu harmlos und schön. Aus Eurer Antwort leite ich ab, dass Black Metal für euch klanglich unbedingt dreckig und roh sein muss? Eine druckvolle und mächtige Klangproduktion wie auf Marduks „Panzer Divison Marduk“ oder Mayhems „De Mysteriis Dom Sathanas“ würde für euch niemals in Frage kommen?


Der Klang kann ja auch dreckig, roh UND druckvoll sein. Das streben wir auf unserer nächsten Veröffentlichung genau so an. Räudiger und dreckiger Sound gehört einfach zum Black Metal. Man braucht sich ja nur die Anfänge anzuhören. Wenn das Dreckige und Räudige fehlt, dann bleibt doch meist einfach nur mehr irgendeine gewöhnliche Metal Scheibe über, MTV- und radiotauglich. Leider klingen unserer Meinung nach solche Bands meist nur auf Demos und eventuell Debuts „gut“.



Woran müsst Ihr unweigerlich denken, wenn Du an Black Metal denkst?


Intoleranz, Fatalismus, Extremismus, Menschenverachtung... Descending Darkness.



Ich war von „Bloody Rehearsals“ ein wenig überrascht, da es sich ja immerhin um Probeaufnahmen handelt und der Klang dafür relativ gut ist, wenn man „Gevatter Hein“ noch im Ohr hat.


Das liegt daran, dass wir inzwischen besser darüber Bescheid wissen wie man den gewünschten Sound erzielt.



Auf dieser Kassette ist auch ein Titel mit dem Namen „Abschied (Het bittere einde)“, vertreten. Wieso der niederländische Titel, und weshalb steht er in Klammern?


Das begründet sich mit einem persönlichen und emotionalen Erlebnis mit niederländischem Bezug...



Überrascht haben mich auch die unbetitelten Stücke der Kassette. Auf der einen Seite sind sie wunderbar roh und heftig, dennoch wohnt ihnen eine gewisse Melodik und Schwermut bei, vor allem bei dem Stück „Untitled 2“. Da die Lieder 2002 und 2003 entstanden sind, frage ich mich, wieso von dieser Atmosphäre kaum etwas auf „Gevatter Hein“ vorhanden ist, wenn man einmal vom schleppenden Titellied absieht.


Ganz einfach weil sie nach den Aufnahmen zu „Gevatter Hein“ entstanden und für das darauf folgende Demo geplant waren. Melancholische Lieder oder zumindest Songpassagen waren – mit Ausnahme von „Blutrausch“ - ja auch seit Anbeginn ein Teil von Descending Darkness und werden es auch in Zukunft immer sein, wenn auch in Maßen. Zum Beispiel neben dem angesprochenen Titeltrack etwa auch „Awakening...“. Auch „Blutrausch“ hat bei vielen fälschlicherweise den Eindruck erweckt, wir wären aus der „War Metal“ Ecke. Dass hauptsächlich schnelle und brutale Stücke darauf gelandet sind, liegt eben daran, dass melancholische Songs nicht ins Konzept gepasst hätten. Das wird auf dem kommenden Album wieder etwas anders sein, da es dann konzeptionell Platz für solche Songs geben wird.



Da wir gerade bei schleppender Musik und Melancholie sind. Wie seht Ihr den aktuellen Trend des „Depressive Black Metals“? Nimmt er überhand oder ist er eine berechtigte Stilrichtung, die neben Depression und Verzweiflung ebenfalls Menschenhass und Vernichtung äußert?


Diesen „Trend“ haben wir in neuerer Zeit kaum verfolgt. Es gab ein paar großartige Veröffentlichungen, allerdings kann ich mich kaum erinnern, dass man damals z.B. bei Burzum von „depressive Black Metal“ sprach. Das scheint heutzutage aber schon bei jedem Klon der Fall zu sein.
Verzweiflung bzw. verzweifelter Hass waren schon immer ein Bestandteil des BM. Denn wenn man Misanthropie verinnerlicht hat und nicht nur davon spricht, dann ist jeder Tag eine Gratwanderung zwischen rasendem Hass und resignierender Verzweiflung. Wenn die Raserei fehlt, bleibt allerdings nur mehr weinerliche Scheiße...



Mit „Kshatriya“ ist ein kurzes aber sehr heftiges Lied auf der Rehearsal-Kassette enthalten. Kshatriya ist eine Bezeichnung im indischen Kastensystem für Mitglieder des zweiten Standes, die aus Kriegern und Königen bestand. Welchen Bezug habt Ihr dazu, und wie passt dies zur menschenfeindlichen Haltung von Descending Darkness?


Zum Hinduismus haben wir inhaltlich absolut keinen Bezug. Ich las damals einen Artikel über die Entstehung dieser Kaste, die zu Beginn nur aus Kriegern bestand und war von dem Thema inspiriert. Das System des Kastensystems ist für mich auch absolut interessant, wenn man den eigentlichen Sinn religiöser Systeme erkennt: nämlich Kontrolle und Macht über die Massen zu erlangen. Darin ist das Kastensystem in seiner misanthropen Funktionalität seit Jahrtausenden erfolgreich, was faszinierend ist... Allerdings war dieser Song ursprünglich auch nicht für Descending Darkness sondern für ein Nebenprojekt, welches allerdings nie realisiert wurde, gedacht.



Wie sieht die Zukunft von Descending Darkness aus? Gibt es irgendwelche Pläne oder gar schon neue Aufnahmen?


Das Einzige, was sicher anzunehmen ist, ist die Veröffentlichung der „Seelenruhe“ CD Anfang 2010 via Ashen Productions. Geplant ist weiter ein Split Album Mitte/Ende des nächsten Jahres mit einer noch unbekannten und in jeder Hinsicht extremen Band aus Österreich.


Gevatter, Arngrim, ich danke Euch für das Gespräch, die abschließenden Worte gehören nun Euch.


Dank Dir fürs Gespräch, Dank den Unterstützern, Gruß den Kameraden, scheiß auf den Rest. PROST!

01.02.2009

Interview: Leraje




Leraje, ein noch relativ junger und ambitionierter Vertreter des deutschen Untergrund Black Metals, konnte mit zwei guten Demobändern für Aufsehen sorgen. Grund genug dem Sänger, Gitarristen und Liederschreiber Svartedauden mal auf den Zahn zu fühlen.



HATEFUL METAL: Hey. Danke schon mal, dass Du dich dafür bereit erklärt hast, dieses Interview mit uns zu führen. Da Leraje ja doch noch ziemlich unbekannt ist würde ich dich bitten, dass du erstmal kurz sagst, worum es für dich dabei geht.


SVARTEDAUDEN: Heil Satan! Leraje wurde gegründet 2006 mit mir als Ein-Mann-Band. 2007 kam Vargsvrede als Sessiondrummer dazu. Leider blieb er nicht lange, da wir beide Komplikationen mit den Aufnahmen hatten, aufgrund der großen Entfernung. Ende 2007 kam dann C.G. als Sessiondrummer dazu. Er spielte auch die Drums bei "Saturni Satanas" ein und wird auch weiterhin Rituale von mir einspielen.
Der Bandname "Leraje" kommt aus dem Necronomicon. Er ist ein Dämon welcher für Kriege und Schlachten verantwortlich ist. Mit Leraje präsentiere ich auch jedeglich mein eigenes Ich."



Wenn du sagst, dass Du dein "eigenes Ich" repräsentierst wirst du demzufolge eine Menge Herzblut in die Sache stecken, was man meiner Meinung nach auch gut raushören kann. Aber was ging in Dir vor und was war der Grund, dass du Leraje ins Leben gerufen hast?


In der Tat steckt in Leraje sehr viel Herzblut. Wenn ich Lieder komponiere kehre ich in mein tiefstes Inneres und falle in einen sehr tiefen Trancezustand. Der Grund warum ich Leraje ins Leben gerufen habe, ist, dass ich meinen eigenen Kosmos erschaffen wollte, was ich in der Tat auch umsetzte.



Würdest Du sagen, dass Du mit dem, was Du geschaffen hast zufrieden bist, oder würdest Du Dir vielleicht etwas wünschen, was Du (noch) nicht realisieren kannst oder irgend etwas anderes?


Ich habe alles so geschaffen wie ich es auch haben wollte! Jedes einzelne Lied kam zu mir. Es gibt keine gewissen Songstrukturen nach den ich arbeite. Ich lass mich fallen und drücke den Aufnahmeknopf. Was bei heraus kommt/kam, hört man ja.


Hast Du schon Rückmeldungen bekommen, oder interessiert es Dich nicht, was jemand über die Musik sagt? Die Tapes vertreibst Du schließlich ja auch größtenteils selbst, ist es Dir also wichtig zu wissen, wem Du deine Musik zugänglich machst?



Mir geht es ultra am Arsch vorbei was gewisse Lebewesen sich für eine Meinung über meine Musik oder meiner Person bilden. Soll doch jeder denken was er will solange ich damit nicht belästigt werde. Bedenke, dass ICH mir MEINEN eigenen Kosmos erschaffen habe und nicht für andere. Wer mit in diese Welt eintauchen möchte (falls er sie verstehen sollte), dem verwehre ich es auch nicht.



Was würdest Du Dir demzufolge als "richtige" Reaktion des Hörers auf Deine
Musik erwarten?


Entweder er schafft es, sich bis zu meiner erschaffenen Welt durchzudringen oder nicht. Aber um in diese Welt eintauchen zu können muss man über sein Ich und seiner Hülle in der man steckt hinausgehen.



Was ist der Grund für die Limitierungen? Fehlt es womöglich nur an Geld und/oder Unterstützern, möchtest Du Deine Musik nur einer bestimmten Anzahl an Hörern zugängig machen, oder hat es einen möglicherweise komplett anderen Grund? Andererseits wurde ja Deine erste Veröffentlichung bereits wiederveröffentlicht.


Der Grund meiner Limitierungen ist einerseits, die Musik nur einer bestimmten Anzahl an Hörern zugänglich zu machen aber einerseits auch, weil ich einfach zu faul bin so viele Tapes selber zu kopieren und die Cover auszuschneiden/falten, usw. usw. Self-releases sind immer mit sehr viel Arbeit verbunden, die ich mir bis zu einem gewissen Punkt auch gerne mache. Aber irgendwann verlässt mich dann mein Enthusiasmus, weil ich mir denke "Wofür? Und für wen eigentlich“?



Könntest Du Dir denn vorstellen in der Zukunft auch mit einem Label zusammen zu arbeiten, oder bleibst Du dabei, Deine Sachen selbst rauszubringen? Was müsste Dir ein Label bieten, dass ihr euch einig werdet?


Natürlich kann ich mir vorstellen mit einem VERNÜNFTIGEN Label zusammen zu arbeiten. Aber nur unter der Voraussetzung, dass deren Arbeit und die Personen die dahinter stehen, Lebewesen sind, mit denen es einstellungs- und persönlichkeitsmäßig passt. Wie z.B., um es dann dieser Stelle mal zu erwähnen, "Unholy Black Art". Der Mann der dahinter steckt ist sehr in Ordnung. "Unholy Black Art" bringen auch gerade ein Re-Release des "Saturni Satanas" heraus. Daher hier an dieser Stelle meine Grüße und meinen Dank an den guten Herren für seine ordentliche Arbeit die er leistet!



Wird man denn in naher Zukunft auch wieder etwas neues von Dir zu hören bekommen, oder gibt es für Dich momentan andere Dinge mit höherer Priorität?


Natürlich wird man in naher Zukunft wieder von mir penetriert werden. Arbeite grade an neuen Stücken. Die Aufnahmesituation ist noch nicht ganz geklärt aber es wird noch. Zumal ich gerade auch an einer Demo meines Nebenprojektes "Mescalin Massacre" arbeite. Zeit ist in dieser Welt leider sehr kostbar und leider auch viel zu wenig. Spätestens ende des Jahres wird wieder etwas Neues von mir erscheinen.



Dann hoffe ich, dass du gut vorankommst! Magst Du schon ein paar Worte darüber verlieren, was einen in musikalischer Sicht erwartet?


Geduld ist einer der größten Tugenden.



Dann belassen wir es dabei, da mir ehrlich gesagt auch momentan nichts weiter einfällt. Damit möchte Ich Dir die letzten Worte überlassen und hoffe, dass man möglichst bald wieder etwas von Dir vernehmen kann!


CONGERIES IN VIAM LEMNISKATE!

Das Gespräch führte F.