NAHAR wurde von Sorghal, dem Gitarristen von NEHËMAH, bereits 2000 gegründet und mit The Strange Inconvenience
gibt es nun das zweite Album. Während NEHËMAH klar dem eher rohen
Black Metal zuzuordnen sind, verhält es sich bei NAHAR anders. Bei The Strange Inconvenience handelt es sich grob skizziert um eine schwere und düstere Vermischung von Doom Metal und melancholischem Black Metal.
Dabei ist vor allem die sehr ruhige Beschaffenheit der Lieder
auffällig. Dies gilt gleichermaßen für das Gitarrenspiel, den Rhythmus
und den Gesang. NAHAR gehen es sehr ruhig, sehr gemächlich, ja geradezu
bedacht an. Durch diese bleierne Langsamkeit entwickeln NAHAR eine
schwere Atmosphäre, die durch den tiefen, kehligen und erdigen aber
ruhigen Gesang etwas belebt wird. Streckenweise wirkt die Musik schon
rituell und jenseitig. Trotz aller Langsamkeit und Ruhe werden gute
Harmonien nicht vergessen. Das Spiel an den Saiteninstrumenten kann
sich hören lassen und es gibt gute Melodien, die streckenweise angenehm
düster sind. Ab und zu gibt es aber auch sehr sphärische,
atmosphärische Passagen, die teilweise kosmisch anmuten und kurzweilig
ähnlich psychedelisch wirken wie etwa einst IN THE WOODS... - was
teilweise irgendwie einen einschläfernden Charakter haben kann. Das
scheinen NAHAR bemerkt zu haben und deswegen gibt es, selten zwar,
vereinzelt eine schnelle Einlage, die einen grimmig und hart aufweckt.
Schade, dass diese Parts rar gesät wurden. Denn der Gesang ist durchaus
böse und ausdrucksstark und er kommt in diesen aggressiven Ausbrüchen
wunderbar zur Geltung.
The Strange Inconvenience ist atmosphärisch betrachtet in
jedem Fall ein dunkles Album. NAHAR greifen dabei auf verschiedene
Stilmittel und Einflüsse zurück. Neben Doom und Black Metal sind es
psychedelische Elemente und eine Schippe Ambient die hier zur
Grundaustattung gehören. Auch wenn es einige wirklich gute Melodien
gibt, fehlt es dem Album auf die Dauer an der Würze. Mir ist diese
konzeptionelle Ruhe zu strikt. Die schnellen Ausbrüche sind so selten
und kurz, das sie schnell vergessen sind. Deshalb wirkt das Album auf
mich auch irgendwie wie ein Schlafmittel, das man gut bei Depression
nehmen kann, da diese hierdurch ganz sicher verschlimmert wird.
01. Grey concrete... comfort
02. Purifying negativity
03. D.M.T.
04. Pessimist
05. An atavistic manner
06. Eléctric eqionox
http://www.avantgardemusic.com/
30.04.2013
Asofy - Percezione | 2013 | Avantgarde Music / Bruma Music | CD | Black / Doom Metal
ASOFY, ein bizarres Duo aus Italien, lässt sich mit der
Veröffentlichung von Tonträgern viel Zeit. Im Schnitt kommt alle drei
Jahre mal etwas Neues, zuletzt war es die überaus gelungene Split mit SLEEPING VILLAGE. Nun gibt es ein neues Album, welches den Namen Percezione
trägt und welches erstmalig bei einer großen Plattenfirma verlegt
wird. Trotz des starken Partners im Rücken, machen ASOFY nach wie vor
reichlich bizarre und obskure Musik, die nicht massenkompatibel ist.
Obwohl Percezione nur vier Lieder enthält, kommt das Album auf rund 48 Minuten. Die Lieder sind also sehr lang und folgen nicht immer klassischen Liedstrukturen. Das erste Lied Luminosità ist eine vorwiegend instrumentale Nummer, in der es viele Gitarrenmelodien gibt, die sowohl atmosphärisch und melodisch als auch düster und gequält sind. In dem Lied passiert eigentlich nicht viel, es bleibt harmonisch sehr konstant, die Melodien variieren nur minimal, was die Schwere der Musik betont. Im Mittelteil gibt es eine italienisch sprechende Stimme, die ein wenig erbost wirkt aber aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse unverstanden bleibt.
Saturazione ist anfänglich ein ähnlich ruhiges Lied, in dem zunächst ein gemächlicher Rhythmus und eine schöne Gitarrenmelodie in Endlosschleife laufen. Nach und nach wird das Lied und damit auch der Spannungsbogen gesteigert, indem ASOFY etwas Neues hinzufügen, etwa ein anderes Riff oder man von der Klargitarre zur verzerrten Gitarre wechselt. Dies alles geschieht aber alles langsam und nach fünf Minuten ist das Höhepunkt erreicht und Saturazione wird laut, schnell und eine Mischung aus Gesang und Sprechen ist zu hören. Dieser Wechsel wirkt etwas bizarr, zumindest aber wie ein Bruch. Die anfängliche beschauliche und durchaus auch schöne Ruhe wird einfach beiseitegeschoben und man muss diese Stimme hören, die alles andere als beschaulich, lieb und nett ist. Im Schlusspart wird das Lied allerdings wieder versöhnlicher und leitet so zu Ombra über, das gleichfalls ruhig beginnt, wenn auch von Anfang an mit gesprochenen Stimmen, und sich dann irgendwann aber in einem wütenden und harschen Part aus Raserei und Gekeife ergeht.
Was ASOFY hier machen ist über weite Strecken sehr speziell. Sowohl der Gesang respektive die eher gesprochenen Stimmen, als auch viele Harmonien sind keine leichte Kost. Es gibt zwar auch schöne, angenehme Melodien die verträumt sind, aber eben auch einige düstere, bizarre und zum Teil unharmonisch wirkende Passagen. Dies war bei ASOFY aber schon immer so. ASOFY machen eine sehr eigensinnige und sonderbare Mischung aus Doom und Black Metal, die Leichtes mit Schwerem vermischt und dies oft mit schwierigen Strukturen transportiert. Wie man es letztlich dreht und wendet, am Ende ist Percezione eine sehr düstere Veröffentlichung, deren atmosphärische Arrangements sich mit obskuren und zum Teil auch sehr ruppigen Parts abwechseln. Ich finde zum Beispiel die oft gesprochene Stimme, die ab und zu auch verzerrt ist, sehr abgefahren und morbide, was die Musik bzw. deren Atmosphäre sehr düster macht, obwohl die Melodie, die dazu zu hören ist, eigentlich etwas anderes erzählt.
Percezione ist ein sehr interessantes und hochgradig eigenständiges Album. ASOFY waren noch nie eine Band, die Musik für eine breite Hörerschaft gemacht hat. Das neue Album unterstreicht dies ganz offensichtlich. Wer eine Neigung für düstere und sonderbare Musik hat, sollte ASOFY aber durchaus probieren. Gerade die eigenartige Kauzigkeit macht das Album für mich interessant, zudem reizt es mich immer, wenn man mit starken Kontrasten und Gegensätzen arbeitet, und genau dies tun ASOFY fast schon exzessiv.
01. Luminosità
02. Saturazione
03. Ombra
04. Oscurità
http://www.diramazioni.it/asofy/
http://brumamusic.tumblr.com/
http://www.avantgardemusic.com/
Obwohl Percezione nur vier Lieder enthält, kommt das Album auf rund 48 Minuten. Die Lieder sind also sehr lang und folgen nicht immer klassischen Liedstrukturen. Das erste Lied Luminosità ist eine vorwiegend instrumentale Nummer, in der es viele Gitarrenmelodien gibt, die sowohl atmosphärisch und melodisch als auch düster und gequält sind. In dem Lied passiert eigentlich nicht viel, es bleibt harmonisch sehr konstant, die Melodien variieren nur minimal, was die Schwere der Musik betont. Im Mittelteil gibt es eine italienisch sprechende Stimme, die ein wenig erbost wirkt aber aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse unverstanden bleibt.
Saturazione ist anfänglich ein ähnlich ruhiges Lied, in dem zunächst ein gemächlicher Rhythmus und eine schöne Gitarrenmelodie in Endlosschleife laufen. Nach und nach wird das Lied und damit auch der Spannungsbogen gesteigert, indem ASOFY etwas Neues hinzufügen, etwa ein anderes Riff oder man von der Klargitarre zur verzerrten Gitarre wechselt. Dies alles geschieht aber alles langsam und nach fünf Minuten ist das Höhepunkt erreicht und Saturazione wird laut, schnell und eine Mischung aus Gesang und Sprechen ist zu hören. Dieser Wechsel wirkt etwas bizarr, zumindest aber wie ein Bruch. Die anfängliche beschauliche und durchaus auch schöne Ruhe wird einfach beiseitegeschoben und man muss diese Stimme hören, die alles andere als beschaulich, lieb und nett ist. Im Schlusspart wird das Lied allerdings wieder versöhnlicher und leitet so zu Ombra über, das gleichfalls ruhig beginnt, wenn auch von Anfang an mit gesprochenen Stimmen, und sich dann irgendwann aber in einem wütenden und harschen Part aus Raserei und Gekeife ergeht.
Was ASOFY hier machen ist über weite Strecken sehr speziell. Sowohl der Gesang respektive die eher gesprochenen Stimmen, als auch viele Harmonien sind keine leichte Kost. Es gibt zwar auch schöne, angenehme Melodien die verträumt sind, aber eben auch einige düstere, bizarre und zum Teil unharmonisch wirkende Passagen. Dies war bei ASOFY aber schon immer so. ASOFY machen eine sehr eigensinnige und sonderbare Mischung aus Doom und Black Metal, die Leichtes mit Schwerem vermischt und dies oft mit schwierigen Strukturen transportiert. Wie man es letztlich dreht und wendet, am Ende ist Percezione eine sehr düstere Veröffentlichung, deren atmosphärische Arrangements sich mit obskuren und zum Teil auch sehr ruppigen Parts abwechseln. Ich finde zum Beispiel die oft gesprochene Stimme, die ab und zu auch verzerrt ist, sehr abgefahren und morbide, was die Musik bzw. deren Atmosphäre sehr düster macht, obwohl die Melodie, die dazu zu hören ist, eigentlich etwas anderes erzählt.
Percezione ist ein sehr interessantes und hochgradig eigenständiges Album. ASOFY waren noch nie eine Band, die Musik für eine breite Hörerschaft gemacht hat. Das neue Album unterstreicht dies ganz offensichtlich. Wer eine Neigung für düstere und sonderbare Musik hat, sollte ASOFY aber durchaus probieren. Gerade die eigenartige Kauzigkeit macht das Album für mich interessant, zudem reizt es mich immer, wenn man mit starken Kontrasten und Gegensätzen arbeitet, und genau dies tun ASOFY fast schon exzessiv.
01. Luminosità
02. Saturazione
03. Ombra
04. Oscurità
http://www.diramazioni.it/asofy/
http://brumamusic.tumblr.com/
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Enshine - Origin | 2013 | Rain Without End Records | CD | Death/Doom Metal
ENSHINE ist eine schwedisch-französische Kollaboration, die sich aus
Ehemaligen von SLUMBER und INBORN SUFFERING zusammensetzt, und die sich
dem melodischen Death/Doom verschrieben hat. Dabei ist das Debütalbum Origin herausgekommen, welches am 15. Mai erscheinen wird.
Origin ist ein sehr atmosphärisches und melodisches Album, auf dem es sehr viele sanfte und zum Teil regelrecht behutsame Gitarrenmelodien zu hören gibt. ENSHINE haben sich sehr viel Zeit genommen um den mannigfaltigen Gitarrenläufen viel Raum zu geben. Trotz des hohen Maßes an Melodik ist es ENSHINE jedoch gelungen, die Musik stets melancholisch und teilweise gar bedrückend zu halten. Und dies, obwohl die Musik immer ruhig bleibt. Schwungvolle Riffwände und treibende Rhythmen sind selten und spielen eine untergeordnete Rolle. Ebenso fehlen harte Ausbrüche, stattdessen gibt es dunkelatmosphärische und leicht rockige Arrangements, die mich hier und da an Gruppen wie SEPTIC FLESH oder ON THORNS I LAY erinnern.
Spielerisch ist Origin sicherlich ein schönes Album, das lebendige Gitarrenspiel hält ein Menge interessanter Riffs bereit und auch die durchgehende melancholische Atmosphäre gefällt. Aber mir persönlich fehlt ein wenig der Biss. Da das Album eben so melodisch und atmosphärisch ist, hätte ich mir eine Art Kontrast gewünscht, entweder etwas hartes, hässliches oder bizarres, was dann ein wenig mit den Stimmungen spielen würde. Wer aber einfach auf der Suche nach melancholischem Death/Doom ist, bei dem man sich treiben lassen und abschalten kann, wird hier vielleicht genau richtig sein.
01. Stream of light
02. Refraction
03. Cinders
04. Astrarium
05. Nightwave
06. Ambivalence
07. Immersed
08. Above us
09. Constellation
http://www.facebook.com/enshine.band
http://www.naturmacht.com/
Origin ist ein sehr atmosphärisches und melodisches Album, auf dem es sehr viele sanfte und zum Teil regelrecht behutsame Gitarrenmelodien zu hören gibt. ENSHINE haben sich sehr viel Zeit genommen um den mannigfaltigen Gitarrenläufen viel Raum zu geben. Trotz des hohen Maßes an Melodik ist es ENSHINE jedoch gelungen, die Musik stets melancholisch und teilweise gar bedrückend zu halten. Und dies, obwohl die Musik immer ruhig bleibt. Schwungvolle Riffwände und treibende Rhythmen sind selten und spielen eine untergeordnete Rolle. Ebenso fehlen harte Ausbrüche, stattdessen gibt es dunkelatmosphärische und leicht rockige Arrangements, die mich hier und da an Gruppen wie SEPTIC FLESH oder ON THORNS I LAY erinnern.
Spielerisch ist Origin sicherlich ein schönes Album, das lebendige Gitarrenspiel hält ein Menge interessanter Riffs bereit und auch die durchgehende melancholische Atmosphäre gefällt. Aber mir persönlich fehlt ein wenig der Biss. Da das Album eben so melodisch und atmosphärisch ist, hätte ich mir eine Art Kontrast gewünscht, entweder etwas hartes, hässliches oder bizarres, was dann ein wenig mit den Stimmungen spielen würde. Wer aber einfach auf der Suche nach melancholischem Death/Doom ist, bei dem man sich treiben lassen und abschalten kann, wird hier vielleicht genau richtig sein.
01. Stream of light
02. Refraction
03. Cinders
04. Astrarium
05. Nightwave
06. Ambivalence
07. Immersed
08. Above us
09. Constellation
http://www.facebook.com/enshine.band
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29.04.2013
Regarde Les Hommes Tomber - Regarde Les Hommes Tomber | 2013 | Les Acteurs De L'Ombre Productions | CD/LP | Blackened Sludge
REGARDE LES HOMMES TOMBER sind eine jener Gruppen, die auf eine moderne
Art und Weise Sludge, Black Metal und Hardcore miteinander
kombinieren, vermischen und auflösen. In diesem Sammelbecken tummeln
sich viele Bands, bei denen man nie so genau ausmachen kann, wie man
die Musik im Einzelnen einordnen soll. Einordnen muss man das auch gar
nicht unbedingt, kann aber hilfreich sein. Den Franzosen von REGARDE
LES HOMMES TOMBER gelingt es auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum
jedenfalls ganz gut, die unterschiedlichen Stile und Einflüsse flüssig
und zugleich auch lässig miteinander zu vermischen.
Regarde Les Hommes Tomber ist ein Werk, auf dem laut und leise, brachial und sanft, zusammen kommen und nebeneinander existieren. Giftige und gequält wirkende Riffs, abdriftende, rockige Gitarrenläufe werden ebenso eingestreut wie schwere und niederwalzende Doom-Riffs. Es ist ein in jeglicher Hinsicht abwechslungsreiches Album, nicht nur spielerisch, auch der Gesang erweist sich als sehr facettenreich. Genau diese Abwechslung ist für mich jedoch der Schwachpunkt des Albums. Die Umsetzung an sich ist gut, das Material ist sehr flüssig und stimmig und REGARDE LES HOMMES TOMBER besitzen auch ein Gespür für gute, zupackende Riffs und Melodien. Nur ist mir persönlich dieses Gemisch aus den verschiedenen Stilen etwas zu viel des Guten. Für meinen Geschmack hätte man den Sludge etwas mehr in den Vordergrund stellen sollen und die moderne Unterfütterung mit (Black) Metal und Post-Hardcore reduzieren sollen. Wenn REGARDE LES HOMMES TOMBER instrumentale Passagen spielen und sich auf die guten Riffs und das harte Schlagwerk konzentrieren, wirkt und klingt das viel besser und härter, als wenn man auf die Schnelligkeit und Garstigkeit des Black Metals vertraut oder atmosphärische Übergange spielt. Dabei kann man der Musik aber eine gewissen Hang zu Morbidität und Dunkelheit durchaus zusprechen.
An und für sich handelt es sich hierbei um kein schlechtes Album, mir ist es allerdings in seiner Gesamtkonzeption eine Spur zu modern. Die Umsetzung ist gut, doch atmosphärisch schaffen es die Franzosen nicht, mich komplett von sich zu überzeugen. Für mich sind solche Alben irgendwie immer auch nichts Halbes und nichts Ganzes, ich fühle mich dann so, als würde ich zwischen den Stühlen sitzen. Einzelne Elemente und Passagen gefallen mir richtig gut, während mir andere Parts dann Kopfschütteln bereiten. Zudem vermisse ich eine gewisse Eigenständigkeit. Ständig fühle ich mich an irgendwelche Gruppen erinnert, doch eine eigene spezielle Charakteristik kann ich nicht so richtig erkennen. Das Beste wird es sein, wenn man das Album einfach bei Ladlo probehört. Wer es apokalyptisch, modern und stilübergreifend mag, wird hiermit vielleicht mehr anfangen können als ich.
01. Prelude
02. Wanderer of eternity
03. Ov flames, flesh and sins
04. Sweet thoughts and visions
05. Regarde les hommes tomber
06. A thousand years of servitude
07. The fall
http://rlht.bandcamp.com/
http://www.lesacteursdelombre.net/productions/
Regarde Les Hommes Tomber ist ein Werk, auf dem laut und leise, brachial und sanft, zusammen kommen und nebeneinander existieren. Giftige und gequält wirkende Riffs, abdriftende, rockige Gitarrenläufe werden ebenso eingestreut wie schwere und niederwalzende Doom-Riffs. Es ist ein in jeglicher Hinsicht abwechslungsreiches Album, nicht nur spielerisch, auch der Gesang erweist sich als sehr facettenreich. Genau diese Abwechslung ist für mich jedoch der Schwachpunkt des Albums. Die Umsetzung an sich ist gut, das Material ist sehr flüssig und stimmig und REGARDE LES HOMMES TOMBER besitzen auch ein Gespür für gute, zupackende Riffs und Melodien. Nur ist mir persönlich dieses Gemisch aus den verschiedenen Stilen etwas zu viel des Guten. Für meinen Geschmack hätte man den Sludge etwas mehr in den Vordergrund stellen sollen und die moderne Unterfütterung mit (Black) Metal und Post-Hardcore reduzieren sollen. Wenn REGARDE LES HOMMES TOMBER instrumentale Passagen spielen und sich auf die guten Riffs und das harte Schlagwerk konzentrieren, wirkt und klingt das viel besser und härter, als wenn man auf die Schnelligkeit und Garstigkeit des Black Metals vertraut oder atmosphärische Übergange spielt. Dabei kann man der Musik aber eine gewissen Hang zu Morbidität und Dunkelheit durchaus zusprechen.
An und für sich handelt es sich hierbei um kein schlechtes Album, mir ist es allerdings in seiner Gesamtkonzeption eine Spur zu modern. Die Umsetzung ist gut, doch atmosphärisch schaffen es die Franzosen nicht, mich komplett von sich zu überzeugen. Für mich sind solche Alben irgendwie immer auch nichts Halbes und nichts Ganzes, ich fühle mich dann so, als würde ich zwischen den Stühlen sitzen. Einzelne Elemente und Passagen gefallen mir richtig gut, während mir andere Parts dann Kopfschütteln bereiten. Zudem vermisse ich eine gewisse Eigenständigkeit. Ständig fühle ich mich an irgendwelche Gruppen erinnert, doch eine eigene spezielle Charakteristik kann ich nicht so richtig erkennen. Das Beste wird es sein, wenn man das Album einfach bei Ladlo probehört. Wer es apokalyptisch, modern und stilübergreifend mag, wird hiermit vielleicht mehr anfangen können als ich.
01. Prelude
02. Wanderer of eternity
03. Ov flames, flesh and sins
04. Sweet thoughts and visions
05. Regarde les hommes tomber
06. A thousand years of servitude
07. The fall
http://rlht.bandcamp.com/
http://www.lesacteursdelombre.net/productions/
Battle Dagorath - Cursed Storm Of Ages | 2013 | De Tenebrarum Principio | CD | Black Metal
Mit BATTLE DAGORATH bin ich das erste Mal im vergangenen Jahr auf der Split
Enshroudment Of Astral Destiny in Berührung gekommen, wo sie mich nicht wirklich umhauen konnten. Nun gibt es mit Cursed Storm Of Ages das dritte Album, welches so umfangreich geworden ist, das es als Doppel-CD kommt.
Diesmal jedoch, treffen BATTLE DAGORATH genau meinen Nerv, zumindest teilweise. Wenn man mit The Tomb Lies Deep Beyond At The End Of Time erstmal die ruhige und kosmisch anmutende, für mich total langweilige, Einleitung hinter sich gelassen hat, entschädigen BATTLE DAGORATH mit fantastischem Black Metal, der so kalt wie die endlosen Weiten des Universums ist. Das leise Schlagwerk tuckert rasend, die Gitarren tönen grell und verzerrt und der Gesang wird grotesk verzerrt geschrien, so dass er sich perfekt in wahnsinnige Geräuschkulisse einreiht. BATTLE DAGORATH wirken hier wie eine absolut perfekte Mischung aus DARKSPACE, PAYSAGE D’HIVER und BLUT AUS NORD. Die Lieder sind absolut düster und grimmig, dabei immer auch in einer gewissen Weise hasserfüllt und menschenfeindlich. Sphärische und harmonische Arrangements, zum Teil erhebend und majestätisch, wechseln sich mit rauschender sowie verstörender Raserei ab.
Cursed Storm Of Ages ist auf der ersten CD ein hochinfektiöses Album, welches mich mit seiner vereinnahmenden Atmosphäre sofort und unverzichtbar in seinen Bann zieht. Die dezenten, fast schon unauffälligen Gitarrenharmonien sind perfekt, ebenso der Kreischgesang als auch das Schlagwerk, welches einem sowohl minutenlange Monotonie als auch abwechslungsreiche Breaks und Variationen um die Ohren haut. BATTLE DAGORATH haben das Verhältnis von misanthropischer Monotonie, präziser Nähmaschinenraserei und kosmischer Melodik perfekt aufeinander abgestimmt. Die erste CD ist eine großartige Verschmelzung verschiedener Stimmungen, die pure Essenz tiefster und schwärzester Emotionen.
Die zweite CD beginnt erneut mit einer langweiligen, ruhigen Ambienteinleitung. Doch auch danach bleibt es verhältnismäßig ruhig und atmosphärisch. Awakened By The Spell Of The Wind ist ein langes, ruhiges Stück, in dem neben den Windgeräuschen sehr viel Keyboard zu hören ist. Irgendwann kommt dann das sehr schleppend gespielte Schlagwerk hinzu, was dann ziemlich schwermütig wirkt. Ebenfalls recht harmonisch und atmosphärisch ist das direkt nachfolgende Interdimensional Passageway Between Worlds, wo BATTLE DAGORATH mittelschnell spielen und viele sphärische Melodien verbreiten. Das ist nicht schlecht, hat aber bei weitem nicht mehr den Gänsehautfaktor der ersten CD. Erst mit Myth Of The Cold Ghost Sea, also kurz vorm Ende der zweiten CD, kehren BATTLE DAGORATH wieder ein wenig zur Stärke und bohrenden Eindringlichkeit der ersten CD zurück, auch wenn das Lied nicht ganz so grimmig und verstörend ist.
Ein wenig scheint es so, als hätten BATTLE DAGORATH das Album in zwei Kapitel aufgeteilt. Das erste Kapitel strotzt nur so von verstörender und schwärzester Negativität, während das zweite Kapitel mehr Licht besitzt und wesentlich bekömmlicher ist. Mir gefällt die erste CD weitaus besser, da ich das dort Gebotene fantastisch und perfekt finde. Die zweite CD ist natürlich nicht schlecht, besitzt gar epische Klanglandschaften doch mag ich das Extreme und Radikale, wie auf CD 1, einfach lieber. Trotzdem ist Cursed Storm Of Ages ein Meisterwerk in Sachen Ambient Black Metal, und wer die oben genannten Bands mag, darf sich das Album auf keinen Fall entgehen lassen.
01. The tomb lies deep beyond at the end of time
02. Cloud, shadow, earth & flesh
03. Processional across dreamed landscapes
04. Macrocosmic haunting vision
05. The infinite darkness awaits
06. Awakened by the spell of the wind
07. Interdimensional passageway between worlds
08. Myth of the cold ghost sea
09. The last dying winter
https://www.facebook.com/BattleDagorath
http://www.atmf.net/category/commilitones/de-tenebrarum-principio/
Diesmal jedoch, treffen BATTLE DAGORATH genau meinen Nerv, zumindest teilweise. Wenn man mit The Tomb Lies Deep Beyond At The End Of Time erstmal die ruhige und kosmisch anmutende, für mich total langweilige, Einleitung hinter sich gelassen hat, entschädigen BATTLE DAGORATH mit fantastischem Black Metal, der so kalt wie die endlosen Weiten des Universums ist. Das leise Schlagwerk tuckert rasend, die Gitarren tönen grell und verzerrt und der Gesang wird grotesk verzerrt geschrien, so dass er sich perfekt in wahnsinnige Geräuschkulisse einreiht. BATTLE DAGORATH wirken hier wie eine absolut perfekte Mischung aus DARKSPACE, PAYSAGE D’HIVER und BLUT AUS NORD. Die Lieder sind absolut düster und grimmig, dabei immer auch in einer gewissen Weise hasserfüllt und menschenfeindlich. Sphärische und harmonische Arrangements, zum Teil erhebend und majestätisch, wechseln sich mit rauschender sowie verstörender Raserei ab.
Cursed Storm Of Ages ist auf der ersten CD ein hochinfektiöses Album, welches mich mit seiner vereinnahmenden Atmosphäre sofort und unverzichtbar in seinen Bann zieht. Die dezenten, fast schon unauffälligen Gitarrenharmonien sind perfekt, ebenso der Kreischgesang als auch das Schlagwerk, welches einem sowohl minutenlange Monotonie als auch abwechslungsreiche Breaks und Variationen um die Ohren haut. BATTLE DAGORATH haben das Verhältnis von misanthropischer Monotonie, präziser Nähmaschinenraserei und kosmischer Melodik perfekt aufeinander abgestimmt. Die erste CD ist eine großartige Verschmelzung verschiedener Stimmungen, die pure Essenz tiefster und schwärzester Emotionen.
Die zweite CD beginnt erneut mit einer langweiligen, ruhigen Ambienteinleitung. Doch auch danach bleibt es verhältnismäßig ruhig und atmosphärisch. Awakened By The Spell Of The Wind ist ein langes, ruhiges Stück, in dem neben den Windgeräuschen sehr viel Keyboard zu hören ist. Irgendwann kommt dann das sehr schleppend gespielte Schlagwerk hinzu, was dann ziemlich schwermütig wirkt. Ebenfalls recht harmonisch und atmosphärisch ist das direkt nachfolgende Interdimensional Passageway Between Worlds, wo BATTLE DAGORATH mittelschnell spielen und viele sphärische Melodien verbreiten. Das ist nicht schlecht, hat aber bei weitem nicht mehr den Gänsehautfaktor der ersten CD. Erst mit Myth Of The Cold Ghost Sea, also kurz vorm Ende der zweiten CD, kehren BATTLE DAGORATH wieder ein wenig zur Stärke und bohrenden Eindringlichkeit der ersten CD zurück, auch wenn das Lied nicht ganz so grimmig und verstörend ist.
Ein wenig scheint es so, als hätten BATTLE DAGORATH das Album in zwei Kapitel aufgeteilt. Das erste Kapitel strotzt nur so von verstörender und schwärzester Negativität, während das zweite Kapitel mehr Licht besitzt und wesentlich bekömmlicher ist. Mir gefällt die erste CD weitaus besser, da ich das dort Gebotene fantastisch und perfekt finde. Die zweite CD ist natürlich nicht schlecht, besitzt gar epische Klanglandschaften doch mag ich das Extreme und Radikale, wie auf CD 1, einfach lieber. Trotzdem ist Cursed Storm Of Ages ein Meisterwerk in Sachen Ambient Black Metal, und wer die oben genannten Bands mag, darf sich das Album auf keinen Fall entgehen lassen.
01. The tomb lies deep beyond at the end of time
02. Cloud, shadow, earth & flesh
03. Processional across dreamed landscapes
04. Macrocosmic haunting vision
05. The infinite darkness awaits
06. Awakened by the spell of the wind
07. Interdimensional passageway between worlds
08. Myth of the cold ghost sea
09. The last dying winter
https://www.facebook.com/BattleDagorath
http://www.atmf.net/category/commilitones/de-tenebrarum-principio/
Moonreich - Terribilis Est Locus Iste | 2013 | ATMF | CD | Black Metal
MOONREICH setzen mit dem zweiten Album Terribilis Est Locus Iste im Grunde dort an, wo vergangenes Jahr die EP Curse Them
endete. Die Franzosen setzen nach wie vor auf geradlinige sowie
brachiale Geschwindigkeiten, gepaart mit riffbetonten und melodischen
Gitarren. Zudem konnten sich MOONREICH offensichtlich erheblich
steigern, was sich an besseren und ausgereifter wirkenden Harmonien und
Strukturen ablesen lässt.
Terribilis Est Locus Iste ist ein komplexes, reichhaltiges Album auf dem es viel zu hören gibt. Sowohl am Schlagwerk als auch an der Gitarre geschieht einiges. Das Spiel an diesen Instrumenten ist sehr vielfältig und stimmungsvoll ausgefallen. Obwohl MOONREICH oft antreibend schnell spielen, teilweise regelrecht brutal agieren, ist das Album insgesamt ausgewogen abwechslungsreich. Man wechselt rigorose Härte mit guten und lebendigen Riffs ab, streut vereinzelt auch leicht melodische Gitarrenläufe ein, die diesmal jedoch dezenter und weniger freundlich daher kommen, als auf den vorherigen Scheiben. Durch diese Zurücknahme der melodischen Offensive wirken MOONREICH gleich viel druckvoller und grimmiger. Überhaupt ist Terribilis Est Locus Iste ein über weite Strecken kaltes und grimmiges Album, das vom lebendigen und aggressiven Schlagwerk, den Tempowechseln sowie den zahlreichen, flinken Riffs lebt.
Obwohl das Debütalbum Loi Martiale erst zwei Jahre zurück liegt, ist es erstaunlich, wie sehr sich MOONREICH seitdem in allen Belangen deutlich verbessern konnten. Spielerisch und atmosphärisch ist Terribilis Est Locus Iste um ein Vielfaches besser als das Debüt, gerade auch, weil die atmosphärischen Momente düsterer und deshalb auch besser sind. Ich bin angenehm überrascht und hatte solch ein gelungenes Album ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet. Terribilis Est Locus Iste ist die bisher mit Abstand beste Veröffentlichung aus dem Hause MOONREICH und dürfte jeden ansprechen, der kraftvollen, schnellen und grimmigen Black Metal mit abwechslungsreichen Strukturen und einer gewissen melodischen Komponente zu schätzen weiß. Wenn MOONREICH diese positive Entwicklung beibehalten, wird man in Zukunft noch einiges von den Franzosen erwarten dürfen.
01. Terribilis est locus iste
02. Bright morning star
03. Oppressive light
04. Chant for a darkened gospel
05. The serpent presaging sinister
06. Cursed the day, hailed the night
07. Nos conspuere in vobis
08. Hidden mystical world
09. ...and a star fell at the fifth sound
http://www.moonreich.com/
http://www.atmf.net/
Terribilis Est Locus Iste ist ein komplexes, reichhaltiges Album auf dem es viel zu hören gibt. Sowohl am Schlagwerk als auch an der Gitarre geschieht einiges. Das Spiel an diesen Instrumenten ist sehr vielfältig und stimmungsvoll ausgefallen. Obwohl MOONREICH oft antreibend schnell spielen, teilweise regelrecht brutal agieren, ist das Album insgesamt ausgewogen abwechslungsreich. Man wechselt rigorose Härte mit guten und lebendigen Riffs ab, streut vereinzelt auch leicht melodische Gitarrenläufe ein, die diesmal jedoch dezenter und weniger freundlich daher kommen, als auf den vorherigen Scheiben. Durch diese Zurücknahme der melodischen Offensive wirken MOONREICH gleich viel druckvoller und grimmiger. Überhaupt ist Terribilis Est Locus Iste ein über weite Strecken kaltes und grimmiges Album, das vom lebendigen und aggressiven Schlagwerk, den Tempowechseln sowie den zahlreichen, flinken Riffs lebt.
Obwohl das Debütalbum Loi Martiale erst zwei Jahre zurück liegt, ist es erstaunlich, wie sehr sich MOONREICH seitdem in allen Belangen deutlich verbessern konnten. Spielerisch und atmosphärisch ist Terribilis Est Locus Iste um ein Vielfaches besser als das Debüt, gerade auch, weil die atmosphärischen Momente düsterer und deshalb auch besser sind. Ich bin angenehm überrascht und hatte solch ein gelungenes Album ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet. Terribilis Est Locus Iste ist die bisher mit Abstand beste Veröffentlichung aus dem Hause MOONREICH und dürfte jeden ansprechen, der kraftvollen, schnellen und grimmigen Black Metal mit abwechslungsreichen Strukturen und einer gewissen melodischen Komponente zu schätzen weiß. Wenn MOONREICH diese positive Entwicklung beibehalten, wird man in Zukunft noch einiges von den Franzosen erwarten dürfen.
01. Terribilis est locus iste
02. Bright morning star
03. Oppressive light
04. Chant for a darkened gospel
05. The serpent presaging sinister
06. Cursed the day, hailed the night
07. Nos conspuere in vobis
08. Hidden mystical world
09. ...and a star fell at the fifth sound
http://www.moonreich.com/
http://www.atmf.net/
26.04.2013
Simulacro - Fall Of The Last Idol | 2013 | De Tenebrarum Principio | CD | Black / Death Metal
Fall Of The Last Idol ist das Debütalbum der italienischen
Formation SIMULACRO. Gespielt wird abwechslungsreicher Black Metal mit
okkulter Thematik. In der Musik bekommt man davon jedoch nicht viel
mit, stattdessen dominieren facettenreiche Strukturen das Geschehen.
SIMULACRO verstehen es gleichermaßen Raserei als auch riffbetont und melodisch aufzuspielen. Es gibt sehr schnelle Lieder, die Hart und Präzise gespielt sind, als auch viele mittelschnelle und atmosphärische Passagen. Dabei kommen sowohl Keyboardeinlagen als kirchenchorartige Chorgesänge zum Einsatz. Dann und wann schimmert auch gutturaler Death Metal durch. Der Stil von SIMULACRO ist von einer recht technischen Beschaffenheit. Die stilistische Vielfalt wird akkurat umgesetzt, doch es gibt eben sehr viele Wechsel und Spielweisen, was das Album insgesamt, aufgrund der sehr technisch wirkenden Umsetzung und des sterilen Klanges, so modern wirken lässt. Im Lied Burning Ruins Of Submission wirken SIMULACRO gar wie eine Mischung aus FEAR FACTORY und AKERCOCKE. Hier trifft moderne und technische Härte auf die Brutalität von Death Metal mit einem Hauch Industial.
Fall Of The Last Idol ist ein schwer zu fassendes Album, da es sich nicht so richtig festlegt. Mal ist es hart, an anderer Stelle atmosphärisch und fast schon sinfonisch und woanders dreht sich alles in Richtung Death Metal. Mir missfällt diese Vielfalt, da ich nicht so richtig weiß woran ich hier bin. Die spielerische Umsetzung ist gut und auch anspruchsvoll, der Klang ist sauber und differenziert - wenn auch etwas glatt und steril, trotzdem springt der Funke nicht so richtig rüber. Irgendwie stört es mich auch, das die erste Hälfte des Albums von Black Metal geprägt ist, der kalt und atmosphärisch ist, während die zweite Hälfte eher in Richtung Death Metal geht. Auf mich wirkt das Ganze irgendwie noch nicht so recht ausgereift.
01. Rex tremendae majestatis
02. In the temple of hypocrisy
03. Alive
04. Irreversible iconoclastic corruption
05. My skin is not my own
06. Burning ruins of submission
07. The fall
SIMULACRO verstehen es gleichermaßen Raserei als auch riffbetont und melodisch aufzuspielen. Es gibt sehr schnelle Lieder, die Hart und Präzise gespielt sind, als auch viele mittelschnelle und atmosphärische Passagen. Dabei kommen sowohl Keyboardeinlagen als kirchenchorartige Chorgesänge zum Einsatz. Dann und wann schimmert auch gutturaler Death Metal durch. Der Stil von SIMULACRO ist von einer recht technischen Beschaffenheit. Die stilistische Vielfalt wird akkurat umgesetzt, doch es gibt eben sehr viele Wechsel und Spielweisen, was das Album insgesamt, aufgrund der sehr technisch wirkenden Umsetzung und des sterilen Klanges, so modern wirken lässt. Im Lied Burning Ruins Of Submission wirken SIMULACRO gar wie eine Mischung aus FEAR FACTORY und AKERCOCKE. Hier trifft moderne und technische Härte auf die Brutalität von Death Metal mit einem Hauch Industial.
Fall Of The Last Idol ist ein schwer zu fassendes Album, da es sich nicht so richtig festlegt. Mal ist es hart, an anderer Stelle atmosphärisch und fast schon sinfonisch und woanders dreht sich alles in Richtung Death Metal. Mir missfällt diese Vielfalt, da ich nicht so richtig weiß woran ich hier bin. Die spielerische Umsetzung ist gut und auch anspruchsvoll, der Klang ist sauber und differenziert - wenn auch etwas glatt und steril, trotzdem springt der Funke nicht so richtig rüber. Irgendwie stört es mich auch, das die erste Hälfte des Albums von Black Metal geprägt ist, der kalt und atmosphärisch ist, während die zweite Hälfte eher in Richtung Death Metal geht. Auf mich wirkt das Ganze irgendwie noch nicht so recht ausgereift.
01. Rex tremendae majestatis
02. In the temple of hypocrisy
03. Alive
04. Irreversible iconoclastic corruption
05. My skin is not my own
06. Burning ruins of submission
07. The fall
The Body - Master, We Perish | 2013 | At A Loss Recordings | CD/Vinyl/Kassette | Sludge
Master, We Perish ist eine kurze aber wirkungsvolle, da
schmerzvolle und hochgradig verstörende EP, die da vom amerikanischen
Sludge-Duo THE BODY kreiert wurde. Die Zwei treiben ihr Unwesen bereits
seit 1999 und bringen regelmäßig EPs aber auch Alben raus. Die jüngste
Veröffentlichung ist die jetzt vorgestellte EP Master, We Perish.
Auf Master, We Perish spielen THE BODY roh klingenden und bitterbösen Sludge der experimentellen Sorte. Die teils grell und rau klingenden Gitarren ertönen heftig und garstig, der Gesang ist derart geschrien und verzerrt, wie ich es eigentlich nur von radikalem Noise Black Metal her kenne. Apropos Noise. Elektronische Stilmittel sind THE BODY alles andere als Fremd. Einflüsse aus Industrial und Noise finden sich auf der EP immer wieder. Das zweite Lied The Blessed Lay Down And Writhe In Agony ist in der ersten Hälfte mit einem elektronischen Beat und Sprachsamples unterlegt, was dann in der zweiten Hälfte in absolut bösem und finsterem Sludge mündet, der rau, ruppig, verstörend und zerstörerisch ist.
Master, We Perish ist eine fantastische EP, die in jeder Sekunde Spielzeit reine Negativität versprüht. Die EP ist nichts für schwache Gemüter und die Vermischung von rohem Sludge und radikalem aber durchaus dezentem Noise machen die Musik überaus heftig und morbide. Es ist aber nicht nur die Musik, die so heftig und schwarz ist, der wunderbare Klang tut sein übriges. Die Saiteninstrumente haben einen extrem kraftvollen und basslastigen Klang, der die gesamte Wohnung zum Beben bringt. Die Harmonien die dabei entstehen, sind sowohl erdrückend und böse als auch melodisch und psychedelisch. Die EP folgt nicht unbedingt einer klaren stilistischen Linie, die drei Stücke sind sehr abwechslungsreich aber stimmungstechnisch stets hochgradig negativ. Obwohl Master, We Perish gerade mal 18 Minuten kurz ist, ist sie für mich ein echter Höhepunkt im Jahr 2013. Es ist einfach exzellent, wie THE BODY derben und rohen Doom mit lärmendem Noise und einer Prise hypnotisierender Psychedelik, zu einem verstörendem und vereinnahmendem Gebräu vermischen.
01. The abb and flow of tides in a sea of ash
02. The blessed lay down and writhe in agony
03. Worship
http://www.facebook.com/pages/the-body/334047229514
http://www.atalossrecordings.com/
Auf Master, We Perish spielen THE BODY roh klingenden und bitterbösen Sludge der experimentellen Sorte. Die teils grell und rau klingenden Gitarren ertönen heftig und garstig, der Gesang ist derart geschrien und verzerrt, wie ich es eigentlich nur von radikalem Noise Black Metal her kenne. Apropos Noise. Elektronische Stilmittel sind THE BODY alles andere als Fremd. Einflüsse aus Industrial und Noise finden sich auf der EP immer wieder. Das zweite Lied The Blessed Lay Down And Writhe In Agony ist in der ersten Hälfte mit einem elektronischen Beat und Sprachsamples unterlegt, was dann in der zweiten Hälfte in absolut bösem und finsterem Sludge mündet, der rau, ruppig, verstörend und zerstörerisch ist.
Master, We Perish ist eine fantastische EP, die in jeder Sekunde Spielzeit reine Negativität versprüht. Die EP ist nichts für schwache Gemüter und die Vermischung von rohem Sludge und radikalem aber durchaus dezentem Noise machen die Musik überaus heftig und morbide. Es ist aber nicht nur die Musik, die so heftig und schwarz ist, der wunderbare Klang tut sein übriges. Die Saiteninstrumente haben einen extrem kraftvollen und basslastigen Klang, der die gesamte Wohnung zum Beben bringt. Die Harmonien die dabei entstehen, sind sowohl erdrückend und böse als auch melodisch und psychedelisch. Die EP folgt nicht unbedingt einer klaren stilistischen Linie, die drei Stücke sind sehr abwechslungsreich aber stimmungstechnisch stets hochgradig negativ. Obwohl Master, We Perish gerade mal 18 Minuten kurz ist, ist sie für mich ein echter Höhepunkt im Jahr 2013. Es ist einfach exzellent, wie THE BODY derben und rohen Doom mit lärmendem Noise und einer Prise hypnotisierender Psychedelik, zu einem verstörendem und vereinnahmendem Gebräu vermischen.
01. The abb and flow of tides in a sea of ash
02. The blessed lay down and writhe in agony
03. Worship
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