POMBAGIRA ist eine britische Okkult Doom Gruppe, welche hauptsächlich
aus dem Ehepaar Peter (Gesang, Gitarre) und Carolyn (Schlagzeug)
besteht. Der Bandname ist ein Begriff aus der afro-brasilianischen
Religion Quimbanda, die sich zumindest musikalisch nicht in der Musik
wiederfindet. Ethnoklänge gibt es auf dem fünften Album Maleficia Lamiah jedenfalls keine. Stattdessen eine gute Mischung aus Sludge, Stoner sowie einer Prise Psychedelic. Maleficia Lamiah
wird am 18. März als CD und Doppel LP erscheinen, die CD hat
allerdings nur zwei Lieder, während das Vinyl mit fünf Stücken
aufwarten kann. Trotzdem kommt die CD auf eine Spielzeit von 42
Minuten.
Wer auf Doom respektive Sludge oder Stoner steht, wird auch mit der CD voll auf seine Kosten kommen. Maleficia Lamiah
ist ein drückendes, schleppendes Album, welches mir vor allem der
Vermischung verschiedener Doom-Stile gut gefällt. Es gibt bleischwere,
langsame Riffs, die gemächlich und behäbig vorgetragen werden und
überaus bedrückend sind. Ebenso gibt es aber auch tolle melodische
Stoner-Passagen, die das Schwere und Doomige angenehm und geschickt
auflösen. Selbst Peters gelegentlicher Klargesang vermiest mir die
packende und ergreifende Instrumentierung nicht. In diesem Bereich
machen mir die Gesänge nämlich den musikalischen Genuss oft zunichte,
was im Falle Maleficia Lamiah zum Glück nicht geschieht.
Es gibt viele Bands an die man sich beim Anhören des Albums
erinnert fühlt, dennoch gelingt es POMBAGIRA, einen klanglich
eigenständigen Kosmos zu erschaffen. Das Prinzip ist nicht neu, dennoch
sind die Arrangements, die Wechsel von Laut und Leise, die Vermischung
von kraftvollem Doom und sanften Akustipassagen, die Kombination von
altem, traditionellem Doom und zeitgemäßen, abwechslungsreichen
Strukturen, eine wahre Freude. Für Freunde von Gruppen wie etwa SLEEP,
OM oder ELECTRIC WIZARD absolut empfehlenswert!
01. Maleficia Lamiah
02. Grave cardinal
https://www.facebook.com/pombagiradoom
http://www.blackaxisrec.co.uk/
28.01.2013
Veér - The Measure Of Waste | 2012 | Neverheard Distro
The Measure Of Waste ist das Debütalbum von VEÉR, welches
bereits 2009 erschien und nun auf Kassette und Vinyl
wiederveröffentlicht wurde. VEÉR ist eine ungarische Black Metal Gruppe,
die zuvor unter dem Namen RAVENSHADES drei Demos sowie eine Split
veröffentlichte.
Auf The Measure Of Waste spielen die Ungarn überwiegend mittelschnellen und langsamen, rumpligen Black Metal, der in Teilen stark riffbetont daher kommt und an einige altgediente Größen, vor allem DARKTHRONE, erinnert. Überhaupt wirken die Lieder nicht mehr ganz taufrisch und hätten so auch vor rund zehn Jahren erschienen sein können. VEÉR spielen zum Teil ziemlich unauffälligen Black Metal, der atmosphärisch zwar etwas düster und bedrückend ist, aber weitgehend ohne Spielereien oder Besonderheiten auskommt. Dann und wann wird das Tempo allerdings auch mal angezogen, und dann können VEÉR auch angenehm rotzig und dreckig aufspielen, etwas punkig und rockig gar. Auf der anderen Seite wildert man aber auch im depressiven Gefilde. Stellenweise werden die schleppenden Passagen derart leidend gestaltet, gerade der Gesang wirkt stellenweise schmerzerfüllt.
Diese langsamen und schleppenden Parts gefallen mir nicht sonderlich gut, da ich sie atmosphärisch eher langweilig finde. Da lobe ich mir doch Lieder wie The Spring Is The Last, welches streckenweise eingängig schnell ist und währenddessen in seiner reduzierten Spielweise wesentlich bösartiger und stimmungsvoller wirkt, als die zahlreichen langsamen Arrangements. The Measure Of Waste ist ein nettes, annehmbares Album, welches mich aber nicht zur Gänze überzeugt und anspricht. Über weite Strecken empfinde ich die Arrangements einfach nur langweilig und die wenigen schnellen und hässlichen Parts sind leider in der Unterzahl.
01. We've lost in light
02. Pull the trigger
03. ...all this things will end
04. Novaya zemlya
05. Obsessed in peace of mine
06. Praise be to roach
07. Flesh dominates
08. Revelation
09. The spring is the last
http://neverhearddistro.blogspot.hu/
Auf The Measure Of Waste spielen die Ungarn überwiegend mittelschnellen und langsamen, rumpligen Black Metal, der in Teilen stark riffbetont daher kommt und an einige altgediente Größen, vor allem DARKTHRONE, erinnert. Überhaupt wirken die Lieder nicht mehr ganz taufrisch und hätten so auch vor rund zehn Jahren erschienen sein können. VEÉR spielen zum Teil ziemlich unauffälligen Black Metal, der atmosphärisch zwar etwas düster und bedrückend ist, aber weitgehend ohne Spielereien oder Besonderheiten auskommt. Dann und wann wird das Tempo allerdings auch mal angezogen, und dann können VEÉR auch angenehm rotzig und dreckig aufspielen, etwas punkig und rockig gar. Auf der anderen Seite wildert man aber auch im depressiven Gefilde. Stellenweise werden die schleppenden Passagen derart leidend gestaltet, gerade der Gesang wirkt stellenweise schmerzerfüllt.
Diese langsamen und schleppenden Parts gefallen mir nicht sonderlich gut, da ich sie atmosphärisch eher langweilig finde. Da lobe ich mir doch Lieder wie The Spring Is The Last, welches streckenweise eingängig schnell ist und währenddessen in seiner reduzierten Spielweise wesentlich bösartiger und stimmungsvoller wirkt, als die zahlreichen langsamen Arrangements. The Measure Of Waste ist ein nettes, annehmbares Album, welches mich aber nicht zur Gänze überzeugt und anspricht. Über weite Strecken empfinde ich die Arrangements einfach nur langweilig und die wenigen schnellen und hässlichen Parts sind leider in der Unterzahl.
01. We've lost in light
02. Pull the trigger
03. ...all this things will end
04. Novaya zemlya
05. Obsessed in peace of mine
06. Praise be to roach
07. Flesh dominates
08. Revelation
09. The spring is the last
http://neverhearddistro.blogspot.hu/
21.01.2013
Battle Dagorath / Darchon / Lorn - Enshroudment Of Astral Destiny | 2012 | Kunsthauch
BATTLE DAGORATH aus den Vereinigten Staaten, DARCHON aus Griechenland
sowie LORN aus Italien geben sich auf dieser Split die Ehre. Von LORN
hat man lange nichts mehr gehört, die letzte Veröffentlichung erschien
2007 und auch stilistisch unterscheiden sich die Italiener von ihren
beiden Kollegen. Den Anfang machen BATTLE DAGORATH, bei denen Christoph
Ziegler (VINTERRIKET) für die synthetischen Klänge verantwortlich ist.
Die drei Lieder sind allesamt lang und lassen sich grob formuliert als
schnellen aber atmosphärischen Black Metal zusammenfassen.
Das erste Lied Echoes From The Ancient Skies wird durch eine ruhige, sphärische Ambientpassage eingeleitet, die nach rund zwei Minuten in einem tosenden Black Metal Sturm mündet. Fortan spielen BATTLE DAGORATH rasend schnell auf, wobei der Rhythmus überwiegend monoton daher kommt und sich auch das Riffing eher minimalistisch anhört. Vereinzelt gibt es zwar rhythmische und harmonische Veränderungen, doch über weite Strecken spielen BATTLE DAGORATH eingängig schnell und monoton. Daran ändert sich auch nichts im nachfolgenden Warspirits Of Annihilation. Trotz der spielerischen Monotonie ist der Black Metal atmosphärisch, was vor allem dem eindringlichen und energischen Kreischgesang geschuldet ist, der einerseits hasserfüllt aber zugleich eben auch emotional wirkt, und deshalb atmosphärische Akzente setzt. Atmosphärischen Ambient gibt es erst wieder im dritten und letzten Lied, dessen erste Hälfte sehr ruhig und atmosphärisch ist und in der zweiten Hälfte durch einen anderen, nämlich klar geschrienen Gesang auffällt.
DARCHON, eine Einmanngruppe, kombiniert ebenfalls eingängige Geschwindigkeit mit atmosphärischem Ambient, wobei das Keyboard in Oceanus durchgehend zu hören ist. In Oceanus ist das Keyboard so zentral und wesentlich, dass es über weite Strecken gar den Part der Gitarren übernimmt. So besteht Oceanus überwiegend aus monotoner Raserei, einem makabren, düsteren und giftigen Kreischgesang sowie dem Keyboard. Das Ganze wirkt sehr stimmungsvoll und ob aller Geschwindigkeit auch sehr atmosphärisch. Erst in der Mitte, wenn es langsam wird, kommt das Gitarrenspiel zur Geltung und das Keyboard gerät in den Hintergrund. Oceanus ist ein sehr gutes Lied, da es geschickt atmosphärische und epische Keyboardharmonien mit Rohheit und Hässlichkeit verbindet. Shadows From The Elder Chasm ist noch hässlicher und roher, da hier das Keyobard von Anfang an eine dezentere Rolle spielt und das monotone, schnelle Spiel direkter und harscher wirken kann. Breath Of Typhoeus ist dann so etwas wie ein Ausklang, der sich aus einer sprechenden Stimme und Ambient zusammensetzt. Nicht besonders toll, hätte man einfach weglassen können.
LORN sind nur mit einem Lied vertreten und dieses kommt auch zur Gänze ohne jedweden Ambient aus. Vain Foreseen ist ein abwechslungsreiches Lied, das in Teilen sehr düster und beklemmend ist. Der Rhythmus ist überaus variabel und in ständiger Abwechslung verhaftet, während die Riffs sehr düster und unheilvoll erklingen. Vain Foreseen ist ein verdammt gutes Lied und ich hoffe von LORN bald Nachschub zu bekommen. Vain Foreseen ist jedenfalls verstörender und düsterer Black Metal, der diese Split wunderbar ausklingen lässt.
Enshroudment Of Astral Destiny ist eine interessante und gute Split, die mich vor allem wegen DARCHON und LORN anspricht. Beide erweisen sich hier als düster und eigenständig. BATTLE DAGORATH sind nicht schlecht, doch sind mir die langen Lieder insgesamt etwas zu monoton und langatmig.
BATTLE DAGORATH
01. Echoes from the ancient skies
02. Warspirits of annihilation
03. Nocturnal elegy
DARCHON
04. Oceanus
05. Shadows from the elder chasm
06. Breath of typhoeus
LORN
07. Vain foreseen
http://www.kunsthauch.com/
Das erste Lied Echoes From The Ancient Skies wird durch eine ruhige, sphärische Ambientpassage eingeleitet, die nach rund zwei Minuten in einem tosenden Black Metal Sturm mündet. Fortan spielen BATTLE DAGORATH rasend schnell auf, wobei der Rhythmus überwiegend monoton daher kommt und sich auch das Riffing eher minimalistisch anhört. Vereinzelt gibt es zwar rhythmische und harmonische Veränderungen, doch über weite Strecken spielen BATTLE DAGORATH eingängig schnell und monoton. Daran ändert sich auch nichts im nachfolgenden Warspirits Of Annihilation. Trotz der spielerischen Monotonie ist der Black Metal atmosphärisch, was vor allem dem eindringlichen und energischen Kreischgesang geschuldet ist, der einerseits hasserfüllt aber zugleich eben auch emotional wirkt, und deshalb atmosphärische Akzente setzt. Atmosphärischen Ambient gibt es erst wieder im dritten und letzten Lied, dessen erste Hälfte sehr ruhig und atmosphärisch ist und in der zweiten Hälfte durch einen anderen, nämlich klar geschrienen Gesang auffällt.
DARCHON, eine Einmanngruppe, kombiniert ebenfalls eingängige Geschwindigkeit mit atmosphärischem Ambient, wobei das Keyboard in Oceanus durchgehend zu hören ist. In Oceanus ist das Keyboard so zentral und wesentlich, dass es über weite Strecken gar den Part der Gitarren übernimmt. So besteht Oceanus überwiegend aus monotoner Raserei, einem makabren, düsteren und giftigen Kreischgesang sowie dem Keyboard. Das Ganze wirkt sehr stimmungsvoll und ob aller Geschwindigkeit auch sehr atmosphärisch. Erst in der Mitte, wenn es langsam wird, kommt das Gitarrenspiel zur Geltung und das Keyboard gerät in den Hintergrund. Oceanus ist ein sehr gutes Lied, da es geschickt atmosphärische und epische Keyboardharmonien mit Rohheit und Hässlichkeit verbindet. Shadows From The Elder Chasm ist noch hässlicher und roher, da hier das Keyobard von Anfang an eine dezentere Rolle spielt und das monotone, schnelle Spiel direkter und harscher wirken kann. Breath Of Typhoeus ist dann so etwas wie ein Ausklang, der sich aus einer sprechenden Stimme und Ambient zusammensetzt. Nicht besonders toll, hätte man einfach weglassen können.
LORN sind nur mit einem Lied vertreten und dieses kommt auch zur Gänze ohne jedweden Ambient aus. Vain Foreseen ist ein abwechslungsreiches Lied, das in Teilen sehr düster und beklemmend ist. Der Rhythmus ist überaus variabel und in ständiger Abwechslung verhaftet, während die Riffs sehr düster und unheilvoll erklingen. Vain Foreseen ist ein verdammt gutes Lied und ich hoffe von LORN bald Nachschub zu bekommen. Vain Foreseen ist jedenfalls verstörender und düsterer Black Metal, der diese Split wunderbar ausklingen lässt.
Enshroudment Of Astral Destiny ist eine interessante und gute Split, die mich vor allem wegen DARCHON und LORN anspricht. Beide erweisen sich hier als düster und eigenständig. BATTLE DAGORATH sind nicht schlecht, doch sind mir die langen Lieder insgesamt etwas zu monoton und langatmig.
BATTLE DAGORATH
01. Echoes from the ancient skies
02. Warspirits of annihilation
03. Nocturnal elegy
DARCHON
04. Oceanus
05. Shadows from the elder chasm
06. Breath of typhoeus
LORN
07. Vain foreseen
http://www.kunsthauch.com/
Witchcraft - Hegyek Felettem | 2012 | Neverheard Distro
Die ungarische Gruppe WITCHCRAFT existiert bereits seit 1996 und hat vor kurzem mit Hegyek Felettem
das dritte Album rausgebracht. Obwohl ich WITCHCRAFT bisher noch nicht
kannte, sind mir die anderen Bands in denen die Musiker WITCHCRAFTS
gespielt haben, nicht unbekannt. Sänger Angmar ist von DIECOLD bekannt
und die anderen Drei haben unter anderem bei RAVENSHADES und ATER
TENEBRAE gespielt.
Auf Hegyek Felettem gibt es geradlinigen, direkten und schnörkellosen Black Metal. Die Vier halten sich nicht mal mit einem obligatorischen Intro auf, stattdessen geht es sofort in die Vollen: Flott antreibender Black Metal mit einem giftigen Kreischgesang ist zu hören. Das Organ von Angmar ist so heftig und eindringlich, das es manchmal ein wenig an die eine und andere französische Band wie etwa MORTIFERA erinnert. Spielerisch ist Hegyek Felettem aber wesentlich härter und aggressiver, wobei WITCHCRAFT sich aber nicht in monotoner Raserei verlieren. Das Tempo ist zwar zumeist hoch und eingängig, aber nicht brutal und da die Gitarren grelle Melodien zum Besten geben, relativiert sich die Geschwindigkeit. Hegyek Felettem ist kalter und roher Black Metal, der eingängige Harmonien und einen Mark erschütternden Kreischgesang aufweist. Zudem wirkt das Material so, als hätte es genau so auch schon vor rund zehn Jahren erschienen sein können, was ich persönlich gut finde. Damals gab es einige Gruppen, die einen ähnlichen Stil spielten, von denen man heute aber nichts mehr zu Gehör bekommt. Deshalb ist es schön, mit WITCHCRAFT nun einen Vertreter gefunden zu haben, der diesen Stil fort trägt.
Hegyek Felettem ist ehrlicher und geradliniger Black Metal, der weder besonders oder innovativ ist - und mir auch gerade deshalb gefällt. Ich mag die einfachen, oftmals repetitiven Riffs und die ehrliche, rohe Spielweise. Und auch wenn die Strukturen insgesamt eher simpel beschaffen sind, gibt es immer wieder ein gutes Riff und auch atmosphärisch spricht mich Hegyek Felettem an, da es ein Gemisch aus Hass und Kälte ist. Hegyek Felettem ist also geradliniger und authentischer und deshalb guter Untergrund Black Metal!
01. Istentelen
02. Megittam a vért
03. Arcomon gyűlölettel
04. Hegyek felettem
05. Összeesküvés
06. Fekete és hideg
07. Csak a fagy
08. Vörös köd
http://witchcraft.atw.hu/
http://neverhearddistro.blogspot.hu/
Auf Hegyek Felettem gibt es geradlinigen, direkten und schnörkellosen Black Metal. Die Vier halten sich nicht mal mit einem obligatorischen Intro auf, stattdessen geht es sofort in die Vollen: Flott antreibender Black Metal mit einem giftigen Kreischgesang ist zu hören. Das Organ von Angmar ist so heftig und eindringlich, das es manchmal ein wenig an die eine und andere französische Band wie etwa MORTIFERA erinnert. Spielerisch ist Hegyek Felettem aber wesentlich härter und aggressiver, wobei WITCHCRAFT sich aber nicht in monotoner Raserei verlieren. Das Tempo ist zwar zumeist hoch und eingängig, aber nicht brutal und da die Gitarren grelle Melodien zum Besten geben, relativiert sich die Geschwindigkeit. Hegyek Felettem ist kalter und roher Black Metal, der eingängige Harmonien und einen Mark erschütternden Kreischgesang aufweist. Zudem wirkt das Material so, als hätte es genau so auch schon vor rund zehn Jahren erschienen sein können, was ich persönlich gut finde. Damals gab es einige Gruppen, die einen ähnlichen Stil spielten, von denen man heute aber nichts mehr zu Gehör bekommt. Deshalb ist es schön, mit WITCHCRAFT nun einen Vertreter gefunden zu haben, der diesen Stil fort trägt.
Hegyek Felettem ist ehrlicher und geradliniger Black Metal, der weder besonders oder innovativ ist - und mir auch gerade deshalb gefällt. Ich mag die einfachen, oftmals repetitiven Riffs und die ehrliche, rohe Spielweise. Und auch wenn die Strukturen insgesamt eher simpel beschaffen sind, gibt es immer wieder ein gutes Riff und auch atmosphärisch spricht mich Hegyek Felettem an, da es ein Gemisch aus Hass und Kälte ist. Hegyek Felettem ist also geradliniger und authentischer und deshalb guter Untergrund Black Metal!
01. Istentelen
02. Megittam a vért
03. Arcomon gyűlölettel
04. Hegyek felettem
05. Összeesküvés
06. Fekete és hideg
07. Csak a fagy
08. Vörös köd
http://witchcraft.atw.hu/
http://neverhearddistro.blogspot.hu/
Vorum - Poisoned Void | 2013 | Woodcut Records
Der finnische Vierer VORUM veröffentlicht in wenigen Tagen das Debütalbum Poisoned Void. Doch bereits 2009 konnten mich VORUM mit der kraftvollen, düsteren EP Grim Death Awaits von sich überzeugen. Damals agierte man noch als Trio und mit dem Neuzugang John Finne hat man nun einen festen Bassisten.
Poisoned Void ist abwechslungsreicher Death Metal der sowohl rhythmisch als auch harmonisch einiges zu bieten hat. VORUM spielen sowohl schnell und dreckig als auch düster und dunkel, wenn es langsamer wird. Auffällig ist der Klang, der im direkten Vergleich zu Grim Death Awaits rauer und rumpeliger ausgefallen ist. Dies ist insofern bedauerlich, da VORUM nun nicht mehr ganz so brachial und drückend wirken, obgleich die schnellen Stücke durchaus brutal und finster sind. Death’s Stains ist etwa ein sehr interessantes Lied, welches langsam und mit einem Soli beginnt, sich aber recht schnell zu einer flotten und aggressiven Nummer mausert, die mich spontan an DISMEMBERS Skin Her Alive von deren Debütalbum erinnert. Überhaupt haben VORUM, gerade rifftechnisch, einen ordentlichen schwedischen Einschlag. Zudem wird immer wieder mal ein Soli eingestreut oder ein unerwartetes Break gespielt, was das Album interessant und vielseitig macht. Man kann sehr viele unterschiedliche Einflüsse raushören, doch unterm Strich ist Poisoned Gift schneller und dreckiger Death Metal mit einer gehörigen Portion Abwechslung.
Das Album ist gewiss nicht schlecht, doch hatte ich, ausgehend von der guten EP, etwas mehr erwartet. Gerade klanglich sagt mir Grim Death Awaits mehr zu, wobei aber Poisoned Gift auf der anderen Seite mehr Abwechslung und Überraschung bietet. VORUM spielen dreckigen, vielschichtigen aber auch derben Death Metal, der vor allem klanglich besser sein könnte.
01. Impetious fires
02. Death's stains
03. Rabid blood
04. Thriving darkness
05. Evil seed
06. In obscurity revealed
07. Dance of heresy
08. Poisoned void
http://www.vorumdeath.com/
Poisoned Void ist abwechslungsreicher Death Metal der sowohl rhythmisch als auch harmonisch einiges zu bieten hat. VORUM spielen sowohl schnell und dreckig als auch düster und dunkel, wenn es langsamer wird. Auffällig ist der Klang, der im direkten Vergleich zu Grim Death Awaits rauer und rumpeliger ausgefallen ist. Dies ist insofern bedauerlich, da VORUM nun nicht mehr ganz so brachial und drückend wirken, obgleich die schnellen Stücke durchaus brutal und finster sind. Death’s Stains ist etwa ein sehr interessantes Lied, welches langsam und mit einem Soli beginnt, sich aber recht schnell zu einer flotten und aggressiven Nummer mausert, die mich spontan an DISMEMBERS Skin Her Alive von deren Debütalbum erinnert. Überhaupt haben VORUM, gerade rifftechnisch, einen ordentlichen schwedischen Einschlag. Zudem wird immer wieder mal ein Soli eingestreut oder ein unerwartetes Break gespielt, was das Album interessant und vielseitig macht. Man kann sehr viele unterschiedliche Einflüsse raushören, doch unterm Strich ist Poisoned Gift schneller und dreckiger Death Metal mit einer gehörigen Portion Abwechslung.
Das Album ist gewiss nicht schlecht, doch hatte ich, ausgehend von der guten EP, etwas mehr erwartet. Gerade klanglich sagt mir Grim Death Awaits mehr zu, wobei aber Poisoned Gift auf der anderen Seite mehr Abwechslung und Überraschung bietet. VORUM spielen dreckigen, vielschichtigen aber auch derben Death Metal, der vor allem klanglich besser sein könnte.
01. Impetious fires
02. Death's stains
03. Rabid blood
04. Thriving darkness
05. Evil seed
06. In obscurity revealed
07. Dance of heresy
08. Poisoned void
http://www.vorumdeath.com/
07.01.2013
Bode Preto - Inverted Blood | 2012 | Ketzer Records
Geradlinig, kompromisslos und reduziert. So lässt sich Inverted Blood
von BODE PRETO vortrefflich in wenigen Worten umschreiben. BODE PRETO
ist eine brasilianische Gruppe, die sich dem alten brasilianischen
Death Metal hingibt. Gegründet wurde sie allerdings erst 2009 und
besteht aus dem Sänger und Gitarristen Josh S. sowie Schlagzeuger
Adelson Souza (ehemals GRAVE DESECRATOR). Als Gastmusiker tritt ein
gewisser Fábio Jhasko in Erscheinung, der auch schon bei SARCOFÁGO auf The Laws Of Scourge und Crush, Kill, Destroy die Gitarre spielte.
Inverted Blood ist ein kurzes, präzises und hochgradig wirksames Album (bzw. Minialbum). Bis auf die vernachlässigbare Einleitung Anunciação gibt es 25 Minuten lang satten, südamerikanischen Death Metal ohne Schnickschnack und Gedöns. Die Strukturen sind einfach, geradlinig und direkt. Das Tempo ist hoch und monoton, die Riffs tönen ziemlich tief gestimmt sowie vordergründig und der dumpfe, tiefe Gesang besorgt den Rest. Flott und antreibend ist der Death Metal den man hier vorgesetzt bekommt, zudem auch stampfend und in Teilen auch schön riffbetont. Inverted Blood ist ein düsteres, niederwalzendes Bollwerk direkter Einfachheit. Dabei fühlt man sich an viele Gruppen älteren und neueren Datums erinnert. Mal sind es SARCOFÁGO, mal VON oder auch GRAVE DESECRATOR.
BODE PRETO verkörpern diesen ganz speziellen Geist des alten südamerikanischen Death Metals perfekt. Hart, dreckig und direkt sind die 25 Minuten, mit der einen und anderen dunkelmelodischen Auflockerung in der Form eines eingestreuten Solis oder einer kurzen, schleppenden Passage. Inverted Blood beinhaltet weder Innovation noch Besonderes sondern schlicht und ergreifend schnellen, riffbetonten Death Metal, wie man ihn früher aus Brasilien von unzähligen Gruppen zu hören bekam. Wer die alten Zeiten noch kennt, dürfte sich also über Inverted Blood freuen. Man bekommt 25 Minuten lang genau das, was man von so einer Band erwartet. Die Einen werden es lieben während die Anderen es sterbenslangweilig finden. In jedem Fall aber ist es ein dunkles und böses Album, welches mit jeder Sekunde den Gehörnten preist.
01. Anunciação
02. Inverted blood
03. Black mirror
04. Children of suicide
05. Elytron (Succubus)
06. Mother of ferocity
07. Serpent inferior
08. Amorphophallus titanum
09. The erection of the cross
Inverted Blood ist ein kurzes, präzises und hochgradig wirksames Album (bzw. Minialbum). Bis auf die vernachlässigbare Einleitung Anunciação gibt es 25 Minuten lang satten, südamerikanischen Death Metal ohne Schnickschnack und Gedöns. Die Strukturen sind einfach, geradlinig und direkt. Das Tempo ist hoch und monoton, die Riffs tönen ziemlich tief gestimmt sowie vordergründig und der dumpfe, tiefe Gesang besorgt den Rest. Flott und antreibend ist der Death Metal den man hier vorgesetzt bekommt, zudem auch stampfend und in Teilen auch schön riffbetont. Inverted Blood ist ein düsteres, niederwalzendes Bollwerk direkter Einfachheit. Dabei fühlt man sich an viele Gruppen älteren und neueren Datums erinnert. Mal sind es SARCOFÁGO, mal VON oder auch GRAVE DESECRATOR.
BODE PRETO verkörpern diesen ganz speziellen Geist des alten südamerikanischen Death Metals perfekt. Hart, dreckig und direkt sind die 25 Minuten, mit der einen und anderen dunkelmelodischen Auflockerung in der Form eines eingestreuten Solis oder einer kurzen, schleppenden Passage. Inverted Blood beinhaltet weder Innovation noch Besonderes sondern schlicht und ergreifend schnellen, riffbetonten Death Metal, wie man ihn früher aus Brasilien von unzähligen Gruppen zu hören bekam. Wer die alten Zeiten noch kennt, dürfte sich also über Inverted Blood freuen. Man bekommt 25 Minuten lang genau das, was man von so einer Band erwartet. Die Einen werden es lieben während die Anderen es sterbenslangweilig finden. In jedem Fall aber ist es ein dunkles und böses Album, welches mit jeder Sekunde den Gehörnten preist.
01. Anunciação
02. Inverted blood
03. Black mirror
04. Children of suicide
05. Elytron (Succubus)
06. Mother of ferocity
07. Serpent inferior
08. Amorphophallus titanum
09. The erection of the cross
White Oak - Contouren Van Het Niets | 2012 | Eigenproduktion
Die niederländische Band WHITE OAK wurde bereits 2008 gegründet, doch erst 2012 veröffentlichte man mit der Demo Contoures Van Het Niets
die erste Demo. WHITE OAK besteht aus vier Musikern, die auch in
anderen, hier in Deutschland wohl eher unbekannten Gruppen, gleichfalls
ihr Unwesen treiben. Contoures Van Het Niets ist vier Lieder stark und kommt auf eine Länge von rund 27 Minuten, die mit atmosphärischem Black Metal ausgefüllt wird.
Unter atmosphärischem Black Metal kann man sich eigentlich fast alles vorstellen, der Begriff ist recht flexibel und WHITE OAK verstehen ihn hinsichtlich ihres eigenen Stiles wohl eher traditionell. Denn es gibt keine sphärischen Akustikeinlagen, ausgedehnte Ein- oder Überleitungen oder lange Instrumentalpassagen. Stattdessen gibt es klanglich eher rohen Black Metal, der seine atmosphärische Komponente aus dem melodischen Gitarrenspiel sowie der überwiegend langsamen Spielweise bezieht. Contoures Van Het Niets ist also zuerst gitarrenbetonter, melodischer Black Metal in einer rohen aber guten Demoproduktion.
Den Anfang macht das Lied Waters Of Old, in dem es viele schnelle Parts gibt. Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit, den hellen, schnellen und melodischen Gitarren sowie dem Kreischgesang erinnert mich hier ein wenig an das Debütalbum von WOLVES IN THE THRONE ROOM. Doch diese Vergleichbarkeit löst sich recht schnell auf, da die restlichen drei Stücke eher langsam sind und somit eine andere Atmosphäre besitzen. Es gibt sehr viele Riffs und Melodien zu hören, sowohl dezent und unauffällig als auch laut und direkt. Überdies ist die Demo auch sehr gesangsreich ausgefallen, was für eine stete Spannung sorgt, da es kaum instrumentale Passagen gibt, die den Spannungsbogen atmosphärisch auflösen. Trotz allem ist es eine atmosphärische und melancholische Demo, die vom guten Gitarrenspiel lebt. Gerade wenn man sich die Demo mehrmals und genau anhört, kann man viele gute, teils sehr unauffällige Riffs entdecken.
Contoures Van Het Niets wurde von WHITE OAK in Eigenproduktion auf Kassette in einer Auflage von 80 Kopien veröffentlicht. Da die Demo bis auf wenige Exemplare, die es noch bei wenigen niederländischen Vertrieben gibt, ausverkauft ist, wurde das Ganze zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Das ist ein feiner Zug, zumal die Demo sehr gelungen, stimmungsvoll und atmosphärisch ist. Wer sich über Black Metal mit vielen harmonischen Riffs und einer schweren Atmosphäre mit guter Demoqualität freut, sollte WHITE OAK in jedem Fall im Auge behalten, es ist eine Menge Potenzial vorhanden.
01. Waters of old
02. Hier, waar de tijd stil is blijven staan
03. Zwijgend leven
04. De mompelaars
http://whiteoak.genootschap.org/
Unter atmosphärischem Black Metal kann man sich eigentlich fast alles vorstellen, der Begriff ist recht flexibel und WHITE OAK verstehen ihn hinsichtlich ihres eigenen Stiles wohl eher traditionell. Denn es gibt keine sphärischen Akustikeinlagen, ausgedehnte Ein- oder Überleitungen oder lange Instrumentalpassagen. Stattdessen gibt es klanglich eher rohen Black Metal, der seine atmosphärische Komponente aus dem melodischen Gitarrenspiel sowie der überwiegend langsamen Spielweise bezieht. Contoures Van Het Niets ist also zuerst gitarrenbetonter, melodischer Black Metal in einer rohen aber guten Demoproduktion.
Den Anfang macht das Lied Waters Of Old, in dem es viele schnelle Parts gibt. Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit, den hellen, schnellen und melodischen Gitarren sowie dem Kreischgesang erinnert mich hier ein wenig an das Debütalbum von WOLVES IN THE THRONE ROOM. Doch diese Vergleichbarkeit löst sich recht schnell auf, da die restlichen drei Stücke eher langsam sind und somit eine andere Atmosphäre besitzen. Es gibt sehr viele Riffs und Melodien zu hören, sowohl dezent und unauffällig als auch laut und direkt. Überdies ist die Demo auch sehr gesangsreich ausgefallen, was für eine stete Spannung sorgt, da es kaum instrumentale Passagen gibt, die den Spannungsbogen atmosphärisch auflösen. Trotz allem ist es eine atmosphärische und melancholische Demo, die vom guten Gitarrenspiel lebt. Gerade wenn man sich die Demo mehrmals und genau anhört, kann man viele gute, teils sehr unauffällige Riffs entdecken.
Contoures Van Het Niets wurde von WHITE OAK in Eigenproduktion auf Kassette in einer Auflage von 80 Kopien veröffentlicht. Da die Demo bis auf wenige Exemplare, die es noch bei wenigen niederländischen Vertrieben gibt, ausverkauft ist, wurde das Ganze zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Das ist ein feiner Zug, zumal die Demo sehr gelungen, stimmungsvoll und atmosphärisch ist. Wer sich über Black Metal mit vielen harmonischen Riffs und einer schweren Atmosphäre mit guter Demoqualität freut, sollte WHITE OAK in jedem Fall im Auge behalten, es ist eine Menge Potenzial vorhanden.
01. Waters of old
02. Hier, waar de tijd stil is blijven staan
03. Zwijgend leven
04. De mompelaars
http://whiteoak.genootschap.org/
Stielas Storhett - V | 2012 | Kunsthauch
V ist kein neues Album sondern eine Zusammenstellung alter und
unveröffentlichter Lieder, die teilweise neu überarbeitet wurden und
zudem gibt es auch ein neues Lied, welches für V aufgenommen wurde. Von STIELAS STORHETT kenne ich nur das Debütalbum Vandrer..., welches damals einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Vandrer...
ist ein sehr atmosphärisches Album, das Schnelligkeit mit vielen
eisigen Harmonien und melancholischen Stimmungen verband. Die Lieder
von V unterscheiden sich in Teilen deutlich vom Debüt.
V beinhaltet in der ersten Hälfte überraschend viel Schnelligkeit und Härte, die sehr grimmig und sehr kalt sein kann. Mit dem Titel D beginnt das Ganze zwar noch recht langsam und schleppend und mit düsteren atmosphärischen Arrangements, doch schon in A gibt es rigoros vorgetragene Schnelligkeit und Härte. Phasenweise klingt STIELAS STORHETT hier wie eine tosende und grimmige Version von OLD WAINDS, welche zufällig aus derselben Stadt (Murmansk) kommen. Mit M und I folgen zwei weitere, überwiegend schnelle Stücke. Obwohl vor allem eingängige Schnelligkeit vorherrscht, gibt es Veränderung und Abwechslung in der Form gitarrenbetonter Elemente, die atmosphärische und melodische Auflockerungen bescheren. Doch gemessen am sphärischen Charakter des Debütalbums, sind diese Anteile recht gering.
Dies ändert sich in der Mitte mit dem Instrumentalstück E. Hier sind langsam gespielte und langgezogene, grell verzerrte Gitarren zu hören, die man in Teilen auch in dem Lied Dieses Eis wird niemals schmelzen vom Debütalbum hören konnte. Das nachfolgende N ist ein sehr interessantes Lied, da es langsam, atmosphärisch und sehr melancholisch beginnt, sich im Verlauf aber zu einem rohen, harschen und rasenden Lied entwickelt. Sowohl die langsame erste Hälfte als auch die zweite, schnelle Hälfte sind für sich genommen wunderbar und summieren sich so zu einem extrem eindringlichen und stimmungsvollem Lied, in dem Schwermut mit Hass und Wut konkurriert. Die folgenden Titel sind ebenfalls durch abwechslungsreiche und unterschiedliche Passagen gekennzeichnet. STIELAS STORHETT wechselt immer wieder zwischen atmosphärischen, langsamen Parts und kompromissloser Schnelligkeit. Die atmosphärischen Passagen sind teilweise sehr melodisch, teilweise aber hypnotisierend und auch winterlich kalt. Aber auch hier versteckt sich böse, grimmige Schnelligkeit, wie in G, welches mich teilweise erneut an OLD WAINDS erinnert.
V ist eine sehr interessante Übersicht des Schaffens von STIELAS STORHETT. Die Zusammenstellung enthält eben nicht nur unveröffentlichte Lieder sondern auch Demomaterial. Dadurch bekommt man eine Vorstellung von den feinen stilistischen Veränderungen. Ob die Reihenfolge der Lieder chronologisch ist, weiß ich nicht, aber einiges deutet darauf hin. Die ersten Stücke sind klanglich roher und auch das Harmonische ist bei diesen Liedern noch nicht so aussagekräftig und fortentwickelt wie auf der zweiten Hälfte. V ist aber nicht nur interessant sondern beinhaltet auch wunderbaren (russischen) Black Metal, der grimmige Härte und Schnelligkeit mit tollen atmosphärischen und schwermütigen Arrangements verbindet. Ganz gleich ob STIELAS STORHETT langsam und atmosphärisch oder stampfend und schnell spielt, eine eiskalte Grundatmosphäre, die wohl bestens zum russischen Winter passt, durchzieht die komplette Veröffentlichung. Somit dürfte V für eine breite Hörerschaft äußerst interessant sein und bei mir wurde das Interesse geweckt, mir Vandrer... noch mal genauer anzuhören und mich wohl auch mit den anderen Veröffentlichungen zu beschäftigen.
01. D
02. A
03. M
04. I
05. E
06. N
07. T
08. G
09. Hates
10. You
https://www.facebook.com/stielasstorhett
http://www.kunsthauch.com/
V beinhaltet in der ersten Hälfte überraschend viel Schnelligkeit und Härte, die sehr grimmig und sehr kalt sein kann. Mit dem Titel D beginnt das Ganze zwar noch recht langsam und schleppend und mit düsteren atmosphärischen Arrangements, doch schon in A gibt es rigoros vorgetragene Schnelligkeit und Härte. Phasenweise klingt STIELAS STORHETT hier wie eine tosende und grimmige Version von OLD WAINDS, welche zufällig aus derselben Stadt (Murmansk) kommen. Mit M und I folgen zwei weitere, überwiegend schnelle Stücke. Obwohl vor allem eingängige Schnelligkeit vorherrscht, gibt es Veränderung und Abwechslung in der Form gitarrenbetonter Elemente, die atmosphärische und melodische Auflockerungen bescheren. Doch gemessen am sphärischen Charakter des Debütalbums, sind diese Anteile recht gering.
Dies ändert sich in der Mitte mit dem Instrumentalstück E. Hier sind langsam gespielte und langgezogene, grell verzerrte Gitarren zu hören, die man in Teilen auch in dem Lied Dieses Eis wird niemals schmelzen vom Debütalbum hören konnte. Das nachfolgende N ist ein sehr interessantes Lied, da es langsam, atmosphärisch und sehr melancholisch beginnt, sich im Verlauf aber zu einem rohen, harschen und rasenden Lied entwickelt. Sowohl die langsame erste Hälfte als auch die zweite, schnelle Hälfte sind für sich genommen wunderbar und summieren sich so zu einem extrem eindringlichen und stimmungsvollem Lied, in dem Schwermut mit Hass und Wut konkurriert. Die folgenden Titel sind ebenfalls durch abwechslungsreiche und unterschiedliche Passagen gekennzeichnet. STIELAS STORHETT wechselt immer wieder zwischen atmosphärischen, langsamen Parts und kompromissloser Schnelligkeit. Die atmosphärischen Passagen sind teilweise sehr melodisch, teilweise aber hypnotisierend und auch winterlich kalt. Aber auch hier versteckt sich böse, grimmige Schnelligkeit, wie in G, welches mich teilweise erneut an OLD WAINDS erinnert.
V ist eine sehr interessante Übersicht des Schaffens von STIELAS STORHETT. Die Zusammenstellung enthält eben nicht nur unveröffentlichte Lieder sondern auch Demomaterial. Dadurch bekommt man eine Vorstellung von den feinen stilistischen Veränderungen. Ob die Reihenfolge der Lieder chronologisch ist, weiß ich nicht, aber einiges deutet darauf hin. Die ersten Stücke sind klanglich roher und auch das Harmonische ist bei diesen Liedern noch nicht so aussagekräftig und fortentwickelt wie auf der zweiten Hälfte. V ist aber nicht nur interessant sondern beinhaltet auch wunderbaren (russischen) Black Metal, der grimmige Härte und Schnelligkeit mit tollen atmosphärischen und schwermütigen Arrangements verbindet. Ganz gleich ob STIELAS STORHETT langsam und atmosphärisch oder stampfend und schnell spielt, eine eiskalte Grundatmosphäre, die wohl bestens zum russischen Winter passt, durchzieht die komplette Veröffentlichung. Somit dürfte V für eine breite Hörerschaft äußerst interessant sein und bei mir wurde das Interesse geweckt, mir Vandrer... noch mal genauer anzuhören und mich wohl auch mit den anderen Veröffentlichungen zu beschäftigen.
01. D
02. A
03. M
04. I
05. E
06. N
07. T
08. G
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