Kalten und atmosphärischen Black Metal bekommt man auf Abyss, der ersten Veröffentlichung von Apocalyptic Fire, geboten. Sofort mit dem Anfang des Auftaktliedes My vision
fällt die in den Vordergrund gestellte Gitarre auf, die mittels leicht
grellem Klang und ruhig gespielten Riffs für Stimmung sorgt. Dies
bleibt auch auf dem gesamten Werk so. Das Gitarrenspiel von Apocalyptic Fire ist sehr vielfältig und eben melodiebetont, weshalb Abyss auch so atmosphärisch wirkt. Apocalyptic Fire
übertreibt es dabei jedoch nicht mit den Melodien. Das Gitarrenspiel
ist zu keinem Zeitpunkt zu lebhaft, aufdringlich oder verspielt.
Stattdessen setzt man auf gute, atmosphärische Riffs und
Melodieführungen, die gerne auch etwas unauffälliger sind und deshalb
eher unterschwellig wirken. Hier und da ist auch ein sehr ruhiger Part
mit unverzerrter Gitarre zu hören, was dann schon einen leicht
verträumten Eindruck macht, da das sanfte Gitarrenspiel hier als
lieblich zu bezeichnen ist.
Das Spiel am Schlagzeug ist dem natürlich angepasst und so sind
verschiedene langsame und mittelschnelle Rhythmen zu hören, die
vereinzelt druckvoll und treibend sind. Die Arbeit am Schlagzeug ist
gut, denn trotz der ruhigen und atmosphärischen Spielweise bedient sich
Apocalyptic Fire an den Möglichkeiten des Instruments
und trommelt nicht dumpf und monoton drauf los. Neben dem Gitarrenspiel
ist aber der Gesang ein wesentliches und prägendes Merkmal. Es ist
grell verzerrter Kreischgesang zu hören, der jedoch stets ruhig
vorgetragen wird und sogar recht verständlich ist. Emotionale
Gesangseinlagen gibt es nicht, weshalb Abyss auch eine kalte Stimmung besitzt.
Abyss kann man als gelungene Debütveröffentlichung
bezeichnen. Zugute kommt der Veröffentlichung dabei, dass es sich um
eine MCD handelt. Wären die Lieder länger oder wäre es ein Album mit
einigen Titeln mehr, könnte es etwas langweilig werden. Da würde dann
eine Art Kontrast fehlen, der dem Werk einen markanten Feinschliff
verpassen würde. Für Abyss ist es aber gut so. Gut gespielter und kalter, mit schönen Melodien gespickter Black Metal.
7/10
Aceust
01. My vision
02. The big olds
03. See the reality
04. The end
05. The seals are broken
06. Black horizon
http://www.apocalyptic-art.de/Afire/
29.11.2008
Faal - Abhorrence-Salvation | 2008 | Ván Records | CD | Doom Metal
Die niederländische Doom-Metal-Gruppe Faal debütiert mit dem Album Abhorrence-Salvation und bietet dem geneigten Hörer sehr ruhigen und dunkelatmosphärischen Doom Metal. Dabei ist der Einstieg mit 0000
noch recht kraftvoll, da neben den langsamen und harmonischen Parts
auch mittelschnelle und treibend gespielte Rhythmen zu hören sind. Im
folgenden Stück In my final hour of grief ist davon dann
allerdings nichts mehr zu spüren. Stattdessen beginnt das Lied überaus
ruhig und atmosphärisch, beinahe schon ein wenig romantisch, da mich
die anfängliche, klare Gitarre ein wenig an Therion zu Zeiten von „The
beauty in black“ erinnert. Nachfolgend entwickelt sich In my final hour of grief
zu einem langen und abwechslungsreichen Lied, mit kraftvollen aber
auch sehr atmosphärischen Passagen, in dem immer wieder sehr
melancholische Melodieführungen durchbrechen.
Viel schwerer und düsterer geht es mit The scent of withered flowers weiter. Es ist ein überaus langsames Lied, geprägt von sehr dunklen und tiefen Riffs, die kraftvoll und zutiefst melancholisch durch den Raum wabern. Stilistisch und auch atmosphärisch erinnert mich Faal in diesem Stück an das großartige Album „Quietus“ von Evoken. Düsterer und hoffnungsloser geht es kaum noch.
Im abschließenden Perpetual solitude sind die Strukturen dann wieder etwas vielschichtiger. Es gibt sehr langsame Parts, ähnlich wie in The scent of withered flowers, die vor Dunkelheit nur so strotzen. Daneben sind aber auch einige atmosphärische Einsprengsel und das eine und andere kraftvolle Arrangement zu hören.
Faal hat mit Abhorrence-Salvation ein sehr ordentliches Debüt abgeliefert. Die Lieder sind alle recht lang, weshalb man sich für die einzelnen Parts auch jeweils viel Zeit nimmt und man als Hörer schön in ihnen versinken kann. Abhorrence-Salvation eignet sich herovrragend für ruhige Momente der inneren Einkehr. Vor allem gefällt mir der atmosphärische Aspekt, der zwar stets präsent ist, aber niemals übertrieben und zu dick aufgetragen wirkt.
7,5/10
Aceust
01. 0000
02. In my final hour of grief
03. The scent of withered flowers
04. Perpetual solitude
http://www.van-gbr.de/
Viel schwerer und düsterer geht es mit The scent of withered flowers weiter. Es ist ein überaus langsames Lied, geprägt von sehr dunklen und tiefen Riffs, die kraftvoll und zutiefst melancholisch durch den Raum wabern. Stilistisch und auch atmosphärisch erinnert mich Faal in diesem Stück an das großartige Album „Quietus“ von Evoken. Düsterer und hoffnungsloser geht es kaum noch.
Im abschließenden Perpetual solitude sind die Strukturen dann wieder etwas vielschichtiger. Es gibt sehr langsame Parts, ähnlich wie in The scent of withered flowers, die vor Dunkelheit nur so strotzen. Daneben sind aber auch einige atmosphärische Einsprengsel und das eine und andere kraftvolle Arrangement zu hören.
Faal hat mit Abhorrence-Salvation ein sehr ordentliches Debüt abgeliefert. Die Lieder sind alle recht lang, weshalb man sich für die einzelnen Parts auch jeweils viel Zeit nimmt und man als Hörer schön in ihnen versinken kann. Abhorrence-Salvation eignet sich herovrragend für ruhige Momente der inneren Einkehr. Vor allem gefällt mir der atmosphärische Aspekt, der zwar stets präsent ist, aber niemals übertrieben und zu dick aufgetragen wirkt.
7,5/10
Aceust
01. 0000
02. In my final hour of grief
03. The scent of withered flowers
04. Perpetual solitude
http://www.van-gbr.de/
27.11.2008
Austere / Isolation - Bleak... | 2008 | Those Opposed Records | CD | Black Metal
Die letzte Split von Austere liegt nur wenige Monate zurück, da gibt es mit Bleak... bereits eine weitere. In Australien hat sich seither nicht viel getan wenn man den beiden, über 13 Minuten langen Stücken Austeres
lauscht. Die Spielart ist nach wie vor sehr langsam, ruhig und
atmosphärisch. Die verzerrten und grell klingenden Gitarren sorgen
dabei für einen melancholischen Sog, da deren Part zuweilen recht lang
und dabei monoton ausgefallen ist. Die dabei entstehenden Harmonien
entwickeln zuweilen sehr gute Atmosphären. Auffälligstes Merkmal von Austere
ist jedoch nach wie vor der extreme, gerne mit Hall unterlegte,
Kreischgesang. Mir persönlich ist er etwas zu laut, da er öfters mal
den wohligen Klang der Gitarren überdeckt. Im Vergleich zur Split mit
Lyrinx ist zu sagen, dass es keine Veränderungen gibt und Austere nahtlos an das Material der vorangegangenen Split anknüpft.
Was Isolation betrifft, gibt es sehr wohl Neuerung zu vermelden. Nach drei großartigen Veröffentlichungen, die allesamt auf ihre Weise intensiv, düster und kraftvoll sind, folgt mit Bleak... ein etwas anderes Stück Musik. Mit From nowhere…, einem Instrumentalstück, beginnt Isolations Part sehr ruhig. Es ist ein schönes wie ruhiges Stück, in dem klare, unverzerrte Gitarren, dunkle Basslinien und ein ruhiges Schlagzeug zu hören sind. Darauf folgt dann Mosaic, ein mit über 16 Minuten Spielzeit nicht gerade kurzes Lied. Es beginnt ähnlich ruhig und klar, wie das zuvor gehörte Instrumental. Diese klare, melodische Linie hat etwas schönes und verträumtes zugleich. Dies bleibt auch so, wenn die verzerrten Gitarren und das Schlagzeug mächtig und druckvoll einsetzen. So weit, so gut. Es sind gute und atmosphärische Melodieführungen zu hören, fehlt nur noch der Gesang. Der kommt dann auch irgendwann, doch statt den eindringlich verzerrten Gesang, ist eine klare, ruhige Stimme zu hören. Ein Novum für Isolation. Erst ab der zwölften Minute ist dann, partiell, der bekannte Kreischgesang zu hören.
Ich finde es von Isolation schon ziemlich mutig, den eingeschlagenen und erfolgreichen Pfad zu verlassen und plötzlich, einfach weitgehend klar zu singen. So richtig gut gefällt mir das nicht, wie es mir ja nie richtig gut gefällt, wenn jemand klar singt. Im Falle von Isolation hat der Gesang aber durchaus einen Reiz, da die musikalische Begleitung sehr gut ist, und die Harmonien gemeinsam mit der ruhigen Stimme von Johannes eine schlichte, ruhige und tief in sich gehende Atmosphäre vermitteln. Daran ändert sich mit dem abschließenden Stück …to nowhere nichts.
Austeres Part ist nicht schlecht. Es wird ruhig, düster und atmosphärisch gespielt. Dabei sind einige wirklich gelungene Harmonien zu verzeichnen. Doch in anbetracht der Länge der Lieder ist es mir auf Dauer, wie schon auf der Split mit Lyrinx, einfach etwas zu harmlos. Ich vermisse in der Musik von Austere bizarre oder harte Elemente, die dem Ganzen etwas Würze verleihen würden.
Was Isolation angeht, ist es nicht ganz so einfach ein Fazit zu ziehen. Ich fand bisher jede Veröffentlichung extrem gut und deshalb schmerzt es mich auch ein wenig, nun mit etwas neuem konfrontiert zu werden. Gefallen tut mir auch das neue Material, zumal es Isolation erneut gelang, einfache aber richtig gute und einprägsame Riffs und Melodien zu kreieren, die sich direkt ins Hirn einbrennen. Der Gesang ist aber in jedem Fall gewöhnungsbedürftig.
7,5/10
Aceust
AUSTERE
01. When even tomorrow looks away
02. Instrumental
03. There's nothing left...
ISOLATION
04. From nowhere...
05. Mosaic
06. ...to nowhere
Was Isolation betrifft, gibt es sehr wohl Neuerung zu vermelden. Nach drei großartigen Veröffentlichungen, die allesamt auf ihre Weise intensiv, düster und kraftvoll sind, folgt mit Bleak... ein etwas anderes Stück Musik. Mit From nowhere…, einem Instrumentalstück, beginnt Isolations Part sehr ruhig. Es ist ein schönes wie ruhiges Stück, in dem klare, unverzerrte Gitarren, dunkle Basslinien und ein ruhiges Schlagzeug zu hören sind. Darauf folgt dann Mosaic, ein mit über 16 Minuten Spielzeit nicht gerade kurzes Lied. Es beginnt ähnlich ruhig und klar, wie das zuvor gehörte Instrumental. Diese klare, melodische Linie hat etwas schönes und verträumtes zugleich. Dies bleibt auch so, wenn die verzerrten Gitarren und das Schlagzeug mächtig und druckvoll einsetzen. So weit, so gut. Es sind gute und atmosphärische Melodieführungen zu hören, fehlt nur noch der Gesang. Der kommt dann auch irgendwann, doch statt den eindringlich verzerrten Gesang, ist eine klare, ruhige Stimme zu hören. Ein Novum für Isolation. Erst ab der zwölften Minute ist dann, partiell, der bekannte Kreischgesang zu hören.
Ich finde es von Isolation schon ziemlich mutig, den eingeschlagenen und erfolgreichen Pfad zu verlassen und plötzlich, einfach weitgehend klar zu singen. So richtig gut gefällt mir das nicht, wie es mir ja nie richtig gut gefällt, wenn jemand klar singt. Im Falle von Isolation hat der Gesang aber durchaus einen Reiz, da die musikalische Begleitung sehr gut ist, und die Harmonien gemeinsam mit der ruhigen Stimme von Johannes eine schlichte, ruhige und tief in sich gehende Atmosphäre vermitteln. Daran ändert sich mit dem abschließenden Stück …to nowhere nichts.
Austeres Part ist nicht schlecht. Es wird ruhig, düster und atmosphärisch gespielt. Dabei sind einige wirklich gelungene Harmonien zu verzeichnen. Doch in anbetracht der Länge der Lieder ist es mir auf Dauer, wie schon auf der Split mit Lyrinx, einfach etwas zu harmlos. Ich vermisse in der Musik von Austere bizarre oder harte Elemente, die dem Ganzen etwas Würze verleihen würden.
Was Isolation angeht, ist es nicht ganz so einfach ein Fazit zu ziehen. Ich fand bisher jede Veröffentlichung extrem gut und deshalb schmerzt es mich auch ein wenig, nun mit etwas neuem konfrontiert zu werden. Gefallen tut mir auch das neue Material, zumal es Isolation erneut gelang, einfache aber richtig gute und einprägsame Riffs und Melodien zu kreieren, die sich direkt ins Hirn einbrennen. Der Gesang ist aber in jedem Fall gewöhnungsbedürftig.
7,5/10
Aceust
AUSTERE
01. When even tomorrow looks away
02. Instrumental
03. There's nothing left...
ISOLATION
04. From nowhere...
05. Mosaic
06. ...to nowhere
Sol - I Am Infinity | 2008 | Ván Records | CD | Doom Metal
Vor einem Jahr erschien Sols Debütalbum Let there be a massacre, welches schon sehr respektabel war. Doch der brandneue Nachfolger I am infinity
übertrifft das Debüt bei weitem. Auf dem neuen Werk sind einige
Veränderungen zu verzeichnen, die der Musik eine ergreifendere
Atmosphäre verpassen. Bevor es soweit ist, wird man jedoch erst einmal
mit dem Ambient-Stück Cosmos reshaping überrascht, in dem vereinzelt sogar leichte Noise-Einflüsse zu hören sind. Ist dieses zu ende, beginnt dann mit And I rose eine lange, düstere und schroff-rohe Doom-Metal-Reise.
Sol spielt zwar nach wie vor langsam und schleppend, doch weniger atmosphärisch und melodisch als auf dem Debüt. Die neuen Lieder sind ärmer an Melodik, dafür klingen die Saiteninstrumente rauer und auch das Schlagzeug hat einen dumpfen Klang. Zeitweise klingt die Musik richtig böse, wenn der tiefe und kehlige Gesang, die dunkel brummende Basslinie und die Gitarren zusammenkommen. Ein wenig entwickelt Sol dabei eine richtige Oldschool-Atmosphäre. Schrummige Gitarren, dumpf stampfendes Schlagzeug und kehlig gurgelnder Gesang. Es ist einfach herrlich, zuzuhören, mit welcher düsteren Inbrunst Sol – immerhin ein Einmann-Projekt – hier aufspielt. Dabei wird größtenteils auf atmosphärische und ruhige Parts verzichtet. Einige gibt es zwar, doch sind diese dann kurz und minimal ausgefallen. Stattdessen dominieren druckvolle und stets etwas roh klingende Death/Doom-Metal-Parts das Geschehen.
I am infinity ist ein großartiges Album. Alle vier Doom-Metal-Stücke treffen voll und ganz ins Schwarze. Ein wenig trifft sogar der von Rigor Sardonicous geprägte Begriff „Raw Apocalyptic Doom“ auf I am infinity zu. Absolut empfehlenswert für alle, die es schleppend, roh aber dennoch kraftvoll und treibend mögen! Lediglich die als Ein- und Ausklang fungierenden Ambient-Stücke hätten nicht sein müssen, stören tun sie allerdings auch nicht.
8,5/10
Aceust
01. Cosmos reshaping
02. And I rose
03. Abyss of light
04. From ashes to infinity
05. The new void
06. Cosmos reborn
Sol spielt zwar nach wie vor langsam und schleppend, doch weniger atmosphärisch und melodisch als auf dem Debüt. Die neuen Lieder sind ärmer an Melodik, dafür klingen die Saiteninstrumente rauer und auch das Schlagzeug hat einen dumpfen Klang. Zeitweise klingt die Musik richtig böse, wenn der tiefe und kehlige Gesang, die dunkel brummende Basslinie und die Gitarren zusammenkommen. Ein wenig entwickelt Sol dabei eine richtige Oldschool-Atmosphäre. Schrummige Gitarren, dumpf stampfendes Schlagzeug und kehlig gurgelnder Gesang. Es ist einfach herrlich, zuzuhören, mit welcher düsteren Inbrunst Sol – immerhin ein Einmann-Projekt – hier aufspielt. Dabei wird größtenteils auf atmosphärische und ruhige Parts verzichtet. Einige gibt es zwar, doch sind diese dann kurz und minimal ausgefallen. Stattdessen dominieren druckvolle und stets etwas roh klingende Death/Doom-Metal-Parts das Geschehen.
I am infinity ist ein großartiges Album. Alle vier Doom-Metal-Stücke treffen voll und ganz ins Schwarze. Ein wenig trifft sogar der von Rigor Sardonicous geprägte Begriff „Raw Apocalyptic Doom“ auf I am infinity zu. Absolut empfehlenswert für alle, die es schleppend, roh aber dennoch kraftvoll und treibend mögen! Lediglich die als Ein- und Ausklang fungierenden Ambient-Stücke hätten nicht sein müssen, stören tun sie allerdings auch nicht.
8,5/10
Aceust
01. Cosmos reshaping
02. And I rose
03. Abyss of light
04. From ashes to infinity
05. The new void
06. Cosmos reborn
23.11.2008
Janvs - Vega | 2008 | ATMF | CD | Black Metal
Gut ein Jahr nach dem Debütalbum Fvlgvres folgt nun das zweite Album von Janvs. Fvlgvres ist mir nicht bekannt, weshalb ich nichts über eine mögliche Entwicklung sagen kann. Vega
ist in jedem Fall ein sehr atmosphärisches Werk, in dem schöne,
beinahe schon verträumte Melodien, mit sehr kraftvollen und packenden
Elementen kombiniert werden. Vereinzelt erinnern mich die leicht
melancholischen Kompositionen ein wenig an Katatonia. Nicht nur, weil
es neben dem minimal verzerrtem Gesang auch klare Gesangseinlagen gibt.
Im Titellied Vega gleicht diese klare, italienisch singende Stimme schon ein wenig dem einer Oper. In Vega
hat dieser Gesang durchaus etwas charismatisches, dass mir gefällt.
Doch in anderen Liedern in denen ebenfalls klar und unverzerrt gesungen
wird, spricht mich der Gesang dann nicht mehr an.
Es ist aber nicht nur der Gesang der markant ist. Die Gitarren sind es ebenfalls, da sie sehr vielfältig und lebendig gespielt werden. Die Gitarren werden eben sehr melodisch gespielt, was vereinzelt zu sehr lebhaften, spielerischen Momenten führt, die mir etwas zu viel sind. Allerdings gibt es andererseits auch sehr großartig arrangierte harmonische Passagen, in denen die Gitarren ruhig und sphärisch daher kommen und in denen Janvs dann eine tolle, träumerische Atmosphäre entwickelt, wie man sie ähnlich von instrumentalen Post-Rock und Doom-Metal-Gruppen her kennt. Tarab ist so ein Lied, das langsam aber dennoch kraftvoll ist und in dem sphärische Klänge, kräftige und dunkle Riffwände aber auch sanft gespielte Melodien zu hören sind.
Der Anteil an den kraftvollen und energischen Elementen ist leider recht gering wenn man ihn mit dem hohen Anteil des klaren Gesangs misst. Mediterraneo ist jedenfalls ein durchgängig kraftvoll strukturiertes Lied, in dem richtig gute Riffs, packende Melodieführungen und antreibende Rhythmen zu hören sind. Mediterraneo ist allerdings auch das einzige Lied dieser Art. Der Rest von Vega ist vornehmlich langsam und atmosphärisch.
Wer atmosphärischen und melodischen Metal mag, der durchaus mit guten Strukturen aufwarten kann, sollte Vega mal probieren. Für mich enthält Vega drei richtig gute Lieder: Tarab, Vega und Mediterraneo. Die restlichen Vier sind mir entweder zu lasch, zu melodisch oder aber eben mit klarem Gesang.
6,5/10
Aceust
01. Torri di vetro
02. Saphire
03. Tarab
04. Dazed
05. Mediterraneo
06. Vega
07. Vesper II
Es ist aber nicht nur der Gesang der markant ist. Die Gitarren sind es ebenfalls, da sie sehr vielfältig und lebendig gespielt werden. Die Gitarren werden eben sehr melodisch gespielt, was vereinzelt zu sehr lebhaften, spielerischen Momenten führt, die mir etwas zu viel sind. Allerdings gibt es andererseits auch sehr großartig arrangierte harmonische Passagen, in denen die Gitarren ruhig und sphärisch daher kommen und in denen Janvs dann eine tolle, träumerische Atmosphäre entwickelt, wie man sie ähnlich von instrumentalen Post-Rock und Doom-Metal-Gruppen her kennt. Tarab ist so ein Lied, das langsam aber dennoch kraftvoll ist und in dem sphärische Klänge, kräftige und dunkle Riffwände aber auch sanft gespielte Melodien zu hören sind.
Der Anteil an den kraftvollen und energischen Elementen ist leider recht gering wenn man ihn mit dem hohen Anteil des klaren Gesangs misst. Mediterraneo ist jedenfalls ein durchgängig kraftvoll strukturiertes Lied, in dem richtig gute Riffs, packende Melodieführungen und antreibende Rhythmen zu hören sind. Mediterraneo ist allerdings auch das einzige Lied dieser Art. Der Rest von Vega ist vornehmlich langsam und atmosphärisch.
Wer atmosphärischen und melodischen Metal mag, der durchaus mit guten Strukturen aufwarten kann, sollte Vega mal probieren. Für mich enthält Vega drei richtig gute Lieder: Tarab, Vega und Mediterraneo. Die restlichen Vier sind mir entweder zu lasch, zu melodisch oder aber eben mit klarem Gesang.
6,5/10
Aceust
01. Torri di vetro
02. Saphire
03. Tarab
04. Dazed
05. Mediterraneo
06. Vega
07. Vesper II
16.11.2008
Grave Desecrator - Sign Of Doom | 2008 | Ketzer Records | CD | Black Death Metal
Vier Jahre nach der großartigen EP Cult of warfare and darkness schlägt das brasilianische Todeskommando nun mit Sign of doom,
dem Debütalbum, zurück. Es ist ein, von der ersten bis zur letzten
Sekunde andauerndes, großartiges Werk extremen Oldschools Metals. Grave Desecrator zelebriert eine todsichere sowie explosive Mischung aus Death, Black und Thrash Metal. Sicher, Grave Desecrator
macht hier nichts Neues. Doch mit welcher Inbrunst, Überzeugung und
niederstreckenden Energie das Quartett hier aufspielt, ist phänomenal.
Der Gesang ist fies, dunkel, verraucht und kehlig. Das Gitarrenspiel
abwechslungsreich, riffbetont und oftmals sehr mächtig, kraftvoll und
Wände einreißend. Hinzu kommen erstklassig gespielte und eingestreute
Soli. Und auch rhythmisch gibt es das volle Brett. Schlagzeuger
Adrameleck (treibte unter anderem in Nocturnal Worshipper und
Apokalyptic Raids sein Unwesen) prügelt, hämmert und stampft sich
bravourös durch das Album. Obwohl Sign of doom ein schnelles
und geradliniges Werk ist, gibt es eine Vielzahl an Breaks und auch
mittelschnelle Parts, die mindestens ebenso gewaltig sind, wie die
schnellen und vernichtend gespielten Abschnitte.
Glücklicherweise ist auch Holocaust auf Sign of doom vertreten. Holocaust war ja bereits auf der EP ein absoluter Killer, und auch die neu eingespielte Version hat es voll und ganz in sich. Überhaupt ist jedes Lied auf Sign of doom ein absoluter Volltreffer. Spielerisch als auch klangtechnisch. Der Klang ist sauber und wunderbar differenziert, die Saiteninstrumente klingen kräftig, dunkel und unheilvoll und auch das Schlagzeug ertönt schön druckvoll. Sign of doom ist somit ein überragendes und nahezu perfektes Album. Es ist für jeden ein absolutes Muss, der den extremen Oldschool Metal noch zu würdigen weiß!
9,5/10
Aceust
01. Sign of doom
02. Revelations (Of the beast)
03. Faces of apocalyptic battle
04. Christ's blood
05. Carnal obsessioin
06. Midnight sinner
07. Rise to destruction
08. Cursed mass
09. Holocaust
10. Devil's revenge
Glücklicherweise ist auch Holocaust auf Sign of doom vertreten. Holocaust war ja bereits auf der EP ein absoluter Killer, und auch die neu eingespielte Version hat es voll und ganz in sich. Überhaupt ist jedes Lied auf Sign of doom ein absoluter Volltreffer. Spielerisch als auch klangtechnisch. Der Klang ist sauber und wunderbar differenziert, die Saiteninstrumente klingen kräftig, dunkel und unheilvoll und auch das Schlagzeug ertönt schön druckvoll. Sign of doom ist somit ein überragendes und nahezu perfektes Album. Es ist für jeden ein absolutes Muss, der den extremen Oldschool Metal noch zu würdigen weiß!
9,5/10
Aceust
01. Sign of doom
02. Revelations (Of the beast)
03. Faces of apocalyptic battle
04. Christ's blood
05. Carnal obsessioin
06. Midnight sinner
07. Rise to destruction
08. Cursed mass
09. Holocaust
10. Devil's revenge
Impavida - Eerie Sceneries | 2008 | Ván Records | CD | Black Metal
Es ist noch gar nicht so lange her, dass Impavida mit dem ersten Demo Into empty spheres zu gefallen wusste. Nun folgt bereits mit Eerie sceneries das Debütalbum. Stilistisch und atmosphärisch hat sich nichts verändert. Es wird von Impavida
nach wie vor düsterer und dunkelatmosphärischer Black Metal gespielt.
Die beiden Lieder vom Demo haben auch ihren Weg aufs Album gefunden,
wobei Skies darke than thine nun einfach nur noch Dark skies heißt. Ob die beiden Stücke für Eerie sceneries
neu aufgenommen wurden, kann ich nicht feststellen. Fest steht aber,
dass der Klang leicht verbessert wurde. Er ist nun differenzierter und
auch einen Tick druckvoller.
Wie gesagt, spielerisch hat sich bei Impavida nichts verändert. So ist Eerie sceneries dann auch ein ruhiges und dunkles Werk, das völlig ohne harte Ausbrüche auskommt. Vereinzelt sind zwar schnelle Schübe zu hören, doch haben diese vielmehr einen atmosphärischen Charakter, als einen brachialen. Von Anfang bis Ende dominiert eine atmosphärische Langsamkeit, die oft von ruhigen, sphärischen Begleitklängen und klar und sanft gesprochenen Stimmen mitbestimmt wird. Es ist Impavida erneut gelungen, eine wunderbare, obskure und bizarre Atmosphäre zu erzeugen. Der Anteil an atmosphärischen Ambientelementen ist sehr hoch. Es sind fast immer stimmungsvolle Begleitklänge zu hören, die sehr gut mit den dunkel gehaltenen Gitarrenlinien und dem eindringlichen, aber stets ruhigen, Kreischgesang harmonieren.
Wem bereits Into empty spheres gefiel, dem wird auch Eerie sceneries mit Sicherheit gefallen. Ansonsten ist Impavida für jeden empfehlenswert, der düsteren Ambient Black Metal mag. Von solchen Gruppen gibt es zwar einige, doch Impavida spielt sehr eigenständig, was mir gut gefällt. Düster, atmosphärisch und bizarr.
7,5/10
Aceust
01. Into empty spheres
02. Dysmorphic
03. Dark skies
04. Watching the world through pale eyes on an unborn child
05. Ashes of me
06. Traumata
Wie gesagt, spielerisch hat sich bei Impavida nichts verändert. So ist Eerie sceneries dann auch ein ruhiges und dunkles Werk, das völlig ohne harte Ausbrüche auskommt. Vereinzelt sind zwar schnelle Schübe zu hören, doch haben diese vielmehr einen atmosphärischen Charakter, als einen brachialen. Von Anfang bis Ende dominiert eine atmosphärische Langsamkeit, die oft von ruhigen, sphärischen Begleitklängen und klar und sanft gesprochenen Stimmen mitbestimmt wird. Es ist Impavida erneut gelungen, eine wunderbare, obskure und bizarre Atmosphäre zu erzeugen. Der Anteil an atmosphärischen Ambientelementen ist sehr hoch. Es sind fast immer stimmungsvolle Begleitklänge zu hören, die sehr gut mit den dunkel gehaltenen Gitarrenlinien und dem eindringlichen, aber stets ruhigen, Kreischgesang harmonieren.
Wem bereits Into empty spheres gefiel, dem wird auch Eerie sceneries mit Sicherheit gefallen. Ansonsten ist Impavida für jeden empfehlenswert, der düsteren Ambient Black Metal mag. Von solchen Gruppen gibt es zwar einige, doch Impavida spielt sehr eigenständig, was mir gut gefällt. Düster, atmosphärisch und bizarr.
7,5/10
Aceust
01. Into empty spheres
02. Dysmorphic
03. Dark skies
04. Watching the world through pale eyes on an unborn child
05. Ashes of me
06. Traumata
13.11.2008
Elite - We Own The Mountains | 2008 | Folter Records | CD | Black Metal
Mit ihrem neuen Werk We own the mountains von Elite wurde zwar kein
neues Kapitel im Black Metal geschrieben, jedoch wirken die
dargebotenen Stücke recht druckvoll und technisch auf einem ziemlich
hohen Niveau. Größtenteils geht es recht schnell zur Sache, mit einigen
Midtempo Parts, die das Album nicht all zu eintönig wirken lassen. Ein
gewisser treibender Charakter zieht sich wie ein roter Faden durch das
gesamte Album, wodurch die knappen 50min. beinahe wie im Fluge
vergehen. Auch atmosphärisch macht die Scheibe ordentlich was her, was
man größtenteils den Vocals zu verdanken hat, die mal keifend, mal
rotzig und selten sogar fast schon clean wirken.
Alles in allem ein Album, was nicht langweilig wird und schon beim ersten durchhören Freude bereitet. Stellenweise erinnerte es mich an eine Mischung aus Immortals „Damned in black“ mit einem Spritzer Taake. Leute, die mit den beiden Bands etwas anfangen können sollten hier unbedingt zuschlagen und auch "die anderen" sollte es durchaus mal riskieren reinzuhören.
7,5/10
F.
01. Volvens vinterseid
02. Amanita muscaria
03. Winter moon king
04. Likmyren
05. Rovnatt
06. Fra askens kilde
07. Legend
08. Født til Vanvidd
09. Vi skyr ingen strid
10. Odal
Alles in allem ein Album, was nicht langweilig wird und schon beim ersten durchhören Freude bereitet. Stellenweise erinnerte es mich an eine Mischung aus Immortals „Damned in black“ mit einem Spritzer Taake. Leute, die mit den beiden Bands etwas anfangen können sollten hier unbedingt zuschlagen und auch "die anderen" sollte es durchaus mal riskieren reinzuhören.
7,5/10
F.
01. Volvens vinterseid
02. Amanita muscaria
03. Winter moon king
04. Likmyren
05. Rovnatt
06. Fra askens kilde
07. Legend
08. Født til Vanvidd
09. Vi skyr ingen strid
10. Odal
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