29.10.2006

Erhabenheit - Vom Tempel zum Throne | 2006 | Raging Bloodlust Records | Vinyl | Black Metal

ach der begeisternden 7“ EP …verhallend mit des Todesboten Kunde liegt nun mit der LP Vom Tempel zum Throne neues Material vor. Obwohl neues Material an sich, nicht ganz richtig ist, denn es finden sich auf der A-Seite der LP Lieder wieder, die bereits auf der Mauern CD vorhanden waren. Allerdings sind diese neu eingespielt und abgemischt worden. Das Gute wie zugleich auch Interessante an Vom Tempel zum Throne ist, dass die einzelnen Lieder nahtlos ineinander übergehen. Zwischen den Titeln gibt es keine Unterbrechungen, wodurch das Gefühl entsteht, auf jeder Plattenseite ein jeweils einziges langes Stück zu hören.

Nach der kurzen Einleitung beginnt die A-Seite mit …zu Asche, welches man aufgrund seiner Melodie und Rhythmik sofort wieder erkennt. Im direkten Vergleich zur Mauern-Version, ist das neu arrangierte …zu Asche nicht mehr so laut, grell und weniger stampfend. Dies liegt natürlich auch daran, dass inzwischen mit Taaken am Schlagzeug der Drumcomputer ersetzt werden konnte. Des Weiteren ist die Gesangsstimme auf Vom Tempel zum Throne anders abgemischt worden, sie ist nicht mehr ganz so extrem verzerrt und fügt sich so, passend in den rauen und leicht verwaschenen Klang. Mit Jenseits der Wigrid und Helgeweiht folgen auf der A-Seite zwei weitere Stücke, die in selber Reihenfolge ebenfalls auf der Mauern CD enthalten sind. Auch diese erkennt man auf Anhieb, wobei ich sagen muss, dass mir die aktuellen Versionen auf dieser Platte stimmiger erscheinen und somit besser gefallen. Der Klang, der wie gesagt etwas verwaschen ist, passt besser zur Atmosphäre der Musik.

Die B-Seite ist komplett mit neuem Material bestückt, die schleppend und ruhig mit Einzig ewig beginnt. Einzig ewig ist nicht nur ruhig, sondern auch aufgrund der deutlichen Gitarrenmelodie von schwermütiger Atmosphäre. In Im Flammenden Sturme zu verbrennen wird das Tempo in eingängig schnellen Phasen zeitweise erhöht. Im weiteren Verlauf der B-Seite folgt dann eine klare und ruhige Passage, bei der es sich wohl um die Überleitung: Tempelmarsch handeln dürfte. Nach kurzer Zeit geht die Überleitung über zu Tempel der Geißelung, das schleppend und dabei zuweilen stampfend daher kommt. Zeitweise ist die Atmosphäre hierbei sehr bedrückend, da der ruhige Takt und die leisen, subtil verwobenen Melodien aus dem Hintergrund heraus, beklemmende und nachdenkliche Gefühle provozieren. Doch es gibt auch Veränderungen und Wechsel, etwa einen schnelleren Part und einige unauffällige melodische und rhythmische Variationen.

Vom Tempel zum Throne ist ein, von der ersten Sekunde an, fesselndes Werk. Dies liegt auch in der Tatsache begründet, es vom subjektiven Gefühl her, mit jeweils einem langen Lied pro Seite zu tun zu haben. Das sorgt für eine tiefe, umklammernde Stimmung und bewirkt, dass die Wahrnehmung für die Veränderungen zwischen den verschiedenen Titeln sensibilisiert wird.

Da die LP bereits eine Zeit lang im Handel ist und davon lediglich 309 Stück gepresst wurden, sollte man wohl nicht allzu lange über eine Anschaffung nachdenken.


01. Einklang: Fleisch zu Feuer
02. ...zu Asche
03. Jenseits der Wigrid
04. Helgeweiht
05. Einzig ewig
06. Im flammenden Sturme zu verbrennen
07. Überleitung: Tempelmarsch
08. Tempel der Geißelung
09. Ausklang: Tempeltrümmer

http://www.ragingbloodlust.de/

28.10.2006

Elysian Blaze - Leviating The Carnal | 2006| Asphyxiate Recordings | CD | Black Metal

Konnten mich sowohl das Demo Beneath silent faces sowie das Debütalbum Cold walls & apparitions begeistern, so muss ich die Besprechung zum neuen Werk mit einer Kritik beginnen. Gleich beim ersten richtigen Lied Macabre be thy blood fallen einige Veränderungen in der Musik von Elysian Blaze auf. Zunächst ist da der Klang, der verwaschen und undifferenziert ist. Dies hat zur Folge, dass das ohnehin zurückhaltend angewandte Schlagzeug kaum zu hören ist. Darüber hinaus ist Levitating the carnal viel sphärischer ausgefallen als die Werke zuvor. Schnelle oder aggressive Anteile gibt es gar nicht, stattdessen lange atmosphärische Strecken, mit schweren und düsteren Melodien. Ab und an wird diese Tristesse durch ein Piano aufgelockert oder unterstrichen, je nach dem. Ich finde es sehr schade, dass Elysian Blaze gänzlich auf die harten, maschinenhaften Ausbrüche verzichtet hat. Diese haben beim Vorgänger immerhin in einem nicht geringen Maße zur guten und eindringlichen, wie auch eigenständigen Stimmung und Beschaffenheit der Musik beigetragen.

Deshalb ist Levitating the carnal zwar kein Reinfall, doch sind diese nicht unwesentlichen Veränderungen im strukturellen wie auch klanglichen Bereich überraschend. Es ist ein Album, das man wohl ganz gut im Hintergrund laufen lassen kann. Dazu eignen sich die sphärischen und atmosphärischen Kompositionen gut, die selbstverständlich tieftraurig und schwermütig sind.


01. Body and blood
02. Macabre be thy blood
03. Sigh of night
04. Eclipse
05. Beyond the shape of mortality
06. Levitating the carnal
07. Spirit and night

19.10.2006

Hordagaard - Ondskap | 2006 | Stunde des Ideals / Furor Chattorum | CD | Black Metal

Hinter Hordagaard steckt ein gewisser Fauk, der unter anderem auch in Tjern und Nachtblut mitwirkt. Mit Hordagaard kann er auf eine lange Liste an Veröffentlichungen aufweisen, die als neuste Erscheinung die Ondskap CD anführt.

Waren die drei Lieder auf der Split CD Deep in the spirit of underground Black Metal recht durchwachsen, so beginnt Hordagaard nun mit Ancient tale viel versprechend. Das Stück ist langsam und schleppend strukturiert, die Atmosphäre grimmig und rau wozu ich sagen muss, dass der Klang überraschend gut und differenziert ist, was bei der besagten Split überhaupt nicht der Fall war. Nach dem durchgängig langsamen Ancient tale geht es mit Det grusome amen etwas energischer und kraftvoller weiter, wobei auch hier die Grundgeschwindigkeit von schleppender Beschaffenheit ist. Bei True Norwegian Black Metal handelt es sich gleichfalls um einen schleppenden Titel, was bei diesem Namen auch so sein muss. Allerdings ist es aufgrund des verständlichen Refrains, der sehr einprägsam ist, von mitreißender Atmosphäre. Dabei fällt auch auf, wie variabel Fauk den Gesang gestaltet, der viele nuancenreiche Intensitäten und Klangfarben aufweist.

Nach den drei schleppenden Liedern folgt nun mit Me sigrar das erste eingängig-schnelle Stück. Es bleibt aber nicht durchgehend bei dem schnellen Takt, im Mittelteil kommt es zu einer langsamen Passage die zum Ende hin in ein wütendes Finale überleitet. Nordmannen wird dann mit klarer sonorer Stimme und folklorischer Melodieführung vorgetragen. Auf diese kurze Auflockerung folgt mit Pure satanic hate ein intensives Lied. Es ist wieder ein schleppendes Stück, jedoch phasenweise überaus kraftvoll und eindringlich. Dies liegt zum Einen am Gesang, der laut, lebendig und kehlig klingt und am Zeilenende herrlich verächtlich geschrieen wird. Darüber hinaus gefällt mir hier auch die Melodieführung an der Gitarre mit am besten, die zwar nach wie vor übersichtlich ist, aber etwas mehr Abwechslung und Spielfreude aufweist. Zum Abschluss des Liedes folgt dann noch ein schneller und agressiver Schub. Ähnlich ergreifend und gut geht es mit Sail home weiter, einen für Hordagaard-Verhältnisse abwechslungsreichen Titel, in dem sowohl schleppende wie auch schnelle Strecken vorkommen. Auch hier wird die Gitarre umfangreicher angewandt und neben dem verzerrten Gesang kommt auch vereinzelt eine klare Stimme zum Einsatz. Zu guter letzt folgt mit Den kvite ulv i nattelys ein Lied, das trotz des folkbeeinflussten Anfangs, rauer ist als das vorherige Material. Der Klang ist etwas unsauberer und so wirkt der eingängig stampfende Mittelteil ziemlich roh.

Ondskap ist für mich eine durchweg positive Überraschung, da ich bei einigen älteren Sachen von Hordagaard zunächst noch recht skeptisch war. Doch diese Skepsis ist nun verflogen, denn Ondskap ist ein überzeugendes Album von purem Black Metal der schleppenden Art.

01. Ancient tale
02. Det gruesome amen
03. True Norwegian Black Metal
04. Me sigrar
05. Nordmannen (Traditional)
06. Pure satanic hate
07. Sail home
08. Den kvite ulv i nattelys

16.10.2006

Alastor - Silva Nordica | 2006 | Ashen Productions | CD | Black Metal

Bereits 1995 ins Leben gerufen, und nach zwei Demo CDs und einer EP haben die Österreicher Alastor mit Silva nordica nun ihr Debütalbum aus der Taufe gehoben.

Mit Summer's end, einem ca. 90 Sekunden langen instrumentalen Einklang, bestehend aus Gitarren, Schlagzeug, schnellen und schleppenden Parts bereitet Alastor gut auf das nachfolgende Album vor. Denn obwohl Zero death schnell, eingängig und grimmig beginnt, zeigt sich bald wie differenziert Alastor agiert. Dem aggressiven Anfang folgen langsame und durchaus melodische Arrangements, wobei sich jegliche Melodik auf das abwechslungsreiche Gitarrenspiel beschränkt. Dies kommt besonders gut im folgenden Falckenstain zur Geltung. Alastor entzündet an den Gitarren ein breit gefächertes Feuerwerk, bestehend aus Riffs, behutsamen Melodieführungen und thrashigen Soli. Dieses vielschichtige Repertoire zieht sich durch das gesamte Album. So differenziert ist aber nicht nur die Gitarrenarbeit, das komplette Songwriting von Silva nordica erweist sich als abwechslungsreich wie auch eigenständig.

Es gibt zahlreiche schnelle und harte Passagen, die mal mehr geradlinig und eingängig, oder sehr kraftvoll und niederwalzend sind. Diese harten Elemente wechseln sich in den Liedern mit stets sehr unterschiedlich arrangierten Parts ab, die entweder melodiebetont, schleppend oder harmonisch sind. Auszeichnend für Alastor ist hierbei, dass diese Wechsel und Übergänge größtenteils nicht vorhersehbar sind, was dem Ganzen eine gewisse Spannung verleiht. Im Zusammenhang mit Alastor taucht immer wieder mal der Vergleich mit Immortal auf. Dazu ist zu sagen, dass meiner Meinung nach lediglich der Gesang vergleichbar ist (allerdings habe ich mich mit Immortal nie so wirklich beschäftigt), dessen Klang nämlich rau, grimmig und stets ein wenig verächtlich ist. Silva nordica ist aber in jedem Fall ein sehr eigenständiges Album, das sehr gitarrenbetont ist und aufgrund seiner eigenständigen und abwechslungsreichen Beschaffenheit für lang anhaltenden Hörspaß sorgt.

01. Summer's end
02. Zero death
03. Falckenstain
04. Haichenbach
05. Prologue
06. Silva nordica
07. Back from the forest
08. Comfort in silence

Myrkgrav - Trollskau, Skrømt Og Kølabrenning | 2006 | Det Germanske Folket | CD | Folk / Pagan / Black Metal

Trollskau, skrømt og kølabrenning ist nach einem Demo die zweite Veröffentlichung und zugleich das Debütalbum, dieser noch recht jungen Folk / Pagan / Black Metal Gruppe aus Norwegen.

Beginnend mit Gygra og St. Olav erinnern die ersten Sekunden an Kampfar oder Tulus, was an der Beschaffenheit der Gitarrenmelodie liegt. Doch diese Ähnlichkeit verflüchtigt sich sofort, als Schlagzeug und Gesang einsetzen. Zunächst bestimmen der klare, sonore Gesang und ruhige Riffs das Geschehen, bis die Musik melodischer aber druckvoller wird und schließlich auch der Gesang verzerrt ist, und Myrkgrav einen schnellen Part einlegt. Diese Verkettung und Vermischung der melodischen, atmosphärischen und harten, metallischen Anteile ist für Trollskau, skrømt og kølabrenning kennzeichnend.

Obwohl die folklorischen Hintergründe klar zu verzeichnen sind und sich in immer wieder verschiedenen Aspekten der Musik widerspiegeln, liegt über allem eine kraftvolle, energische Ausrichtung, die zuweilen sehr mitreißend sein kann. So etwa in Fela etter'n far, das beschaulich und ruhig beginnt. Die klaren Melodien und Gesänge, die durchaus hymnenhaften Charakter haben, münden in einem kraftvollen Übergang, der durch eine tiefe Gitarrenmelodie eingeleitet wird, die sich immer mehr zu einem stampfenden und ergreifenden Part verdichtet, in dem auch wieder der verzerrte Gesang zum Einsatz kommt. In diesem Stile verhält es sich mit dem gesamten Album. Ein wenig überraschend dabei ist das hohe Maß an Abwechslung. Denn obwohl die verwendeten Elemente immer die gleichen sind, hat es Myrkgrav geschafft, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Die Strukturierung der Lieder macht einen sehr durchdachten und ausgereiften Eindruck. Ebenfalls positiv finde ich, dass trotz der folklorischen Ausrichtung die Musik niemals zu fröhlich bzw. freundlich wirkt, was mir oft ei solcher Musik missfällt. Im Gegenteil, zuweilen sind zusätzlich zu den harten und schnellen Passagen sogar schwermütige Arrangements und Melodien zu hören.

Trollskau, skrømt og kølabrenning ist ein durch und durch gelungenes Debütalbum, das sich hinter bereits etablierten Größen in keiner Weise zu verstecken brauch. Die melodischen und hymnenhaften Anteile sind natürlich sehr groß, doch kommen auch die harten Elemente nicht zu kurz.

01. Gygra og St. Olav
02. Fela etter'n far
03. Om å danse bekhette
04. Oppbrennerbønn
05. Olav Tryggvason
06. Mellomspell
07. Tre skygger tel kølabrennern kom
08. Tjernet
09. De to spellemenn
10. Finnkjerringa
11. Endetoner

Askedal - The Dark Chapter | 2006 | Ashen Productions | CD | Black Metal

´The dark chapter ist nach zwei, bereits mehrere Jahre zurückliegenden Demos, die nun dritte Veröffentlichung Askedals, welche im MCD Format vorliegt.

Bereits mit Suicide Black Metal zum Auftakt, wird sehr schnell deutlich, es hier mit sehr minimalistischen und depressiven Klängen zu tun zu haben. Die erste Hälfte des Stückes besteht aus einfachen aber wirkungsvollen Keyboardklängen sowie Kreisch- und Klagelauten. Der zweite Teil wird mittels einfachem und rauem Riffing vorgetragen, wobei neben dem verzweifelten Kreischgesang zuweilen auch Röchelgeräusche zu hören sind. Des Weiteren fehlt ein Schlagzeug, welches bei dieser Darbietung jedoch nicht als fehlend empfunden wird. My reflection beginnt sehr düster mit einer ruhigen und langsamen Gitarrenmelodie, bevor dann nach einer Weile das schnelle, raue und eingängige Riffing einsetzt. Diese rohe Eingängigkeit weicht später einer atmosphärischen, melancholischen Keyboardpassage die das Lied dann auch ausklingen lässt. Ähnlich melancholisch und atmosphärisch ist dann auch der Anfang von Nothing is real, bevor dann wieder ein minimalistisches und raues Riffing einsetzt.

Zu guter letzt folgt Leaving, das rau und schleppend seinen Lauf nimmt, und, in dem zum ersten Mal auch ein Schlagzeug zu hören ist, wobei dieses jedoch überaus dezent und selten angewandt wurde. Leaving ist das düsterste und aussagekräftigste Stück von The dark chapter. Der Anfang besteht aus ein schleppend gespielten Gitarre, gefolgt von einem wohlklingenden Keyboardpart. Dieser mündet dann in einem schnelleren und energischen Arrangement, welches sich ein wenig nach einem Streichinstrument anhört, zu dem dann auch der Kreischgesang zu hören ist. Das Ende von Leaving ist dann schleppend und stampfend, düster und erdrückend.

Askedal hat mit The dark chapter nicht nur ein minimalistisches sondern auch unkonventionelles und mutiges Werk veröffentlicht, da der nahezu komplette Verzicht des Schlagzeugs und der hohe Anteil von Keyboardpassagen hier und da sicherlich auf Ablehnung und Unverständnis stoßen wird. Mir gefällt diese Art und Weise jedoch, da die rauen und eingängigen Gitarren, der extreme Gesang und die klaren, schon ein wenig kraftvollen Keyboardklänge schön und eindringlich miteinander harmonieren und wirken.

01. Suicide Black Metal
02. My reflection
03. Nothing is real
04. Leaving

04.10.2006

Zarach Baal Tharagh | 2006 | Altsphere Production | CDR | Black Metal

Unter dem Titel des bereits 51. Demos, Acid music, kann man sich sehr viel vorstellen, nur nicht das, was das französische Einmann-Projekt Zarach Baal Tharagh da zusammengeschustert hat.

Die zwölf, zumeist kurzen, Stücke erzählen eigentlich nur eines: Da hat jemand simpelsten Klangkrach mittels E-Gitarre, Schlagzeug und bösartigem Gesang fabriziert. Von Musik kann da nicht mehr wirklich gesprochen werden, da dies ein Affront gegen jeden halbwegs talentierten Musiker wäre. Dass Zarach Baal Tharagh nicht einfach nur ein schnödes Spaßprojekt ist, erkennt man allein schon an der Flut an Veröffentlichungen, die es von der „Gruppe“ gibt.

Die Lieder sind nicht mal originell. Zuweilen klingen die Titel punkig, thrashig oder gar ein wenig nach Grindcore, doch die Umsetzung ist so schlecht und plump, das es einfach nur ein Witz ist. Vor allem die Führungsgitarre mit ihren wirren Riffs und Soli sorgt für Kopfschütteln wenn nicht gar für Kopfschmerzen. Es ist zumeist einfach nur konfuses Gefrickel fernab von jeglicher Struktur. Das einzig gelungene an Acid music und Zarach Baal Tharagh ist der Gesang, der böse verzerrt und sogar variabel ist.

Ebenfalls ansprechend ist die Gestaltung des handgemachten Digipaks, das auf 66 Kopien limitiert ist. Doch das kann nicht darüber hinweg täuschen, dass Acid music einfach nur schlecht ist.

01. White eyes
02. Vacuum
03. Bones eater
04. Demoniak
05. ZBT underground (Cut version)
06. Flying
07. Acid music
08. Skull
09. Half dead
10. In my coffin
11. Damn
12. Dementia

Zahrim - Ia Zagasthenu | 2006 | Raging Bloodlust Records | Vinyl | Black Metal

Ia Zagasthenu ist die dritte Veröffentlichung der dänischen Gruppe Zahrim. Geboten wird rauer eingängiger Black Metal mit einem sehr markanten Gesang. Es ist ein wenig überraschend wie kraftvoll und warm der Klang von Ia Zagasthenu ist. Ich hatte etwas rohes, grimmiges und kaltes erwartet doch stattdessen haben Zahrim einen durchaus guten und differenzierten Klang gewählt, der druckvoll ist und die Basslinie sehr schön zur Geltung bringt.

Stilistisch ist Ia Zagasthenu aber dennoch überwiegend eingängig und dabei im treibend schnell oder schleppend. Die Strukturen der vier Lieder sind an sich nichts Besonderes und vom bekannten und gängigen Muster. Schnelle, teils hämmernde und grimmige Abschnitte wechseln sich mit langsameren, teils schleppenden und stampfenden Passagen ab. Am Ende von Bergravet wird die Gitarre in einem Soli sogar richtig schön gequält. Das Besondere an Ia Zagasthenu aber sind die vielen Feinheiten, die Zahrim in diese Strukturen hineingewebt hat. Neben diesem kehligen und warmen Gesang ist das äußerst dezent eingesetzte Keyboard ein auffallendes und sehr atmosphärisches Merkmal. Es steht leise im Hintergrund und auch die Melodien sind eher unauffällig beschaffen, so dass es manchmal zwar zu hören ist, aber gar nicht unbedingt als solches bewusst wahrgenommen wird. Ebenso dezent und hörenswert sind die Gitarren, die ebenfalls recht unauffällig gute Riffs und Melodien zum Besten geben.

Zahrim haben mit Ia Zagasthenu ein Werk kreiert, das erst beim zweiten oder dritten Blick all seine Vorzüge und Schönheit offenbart. Hat man diese zahlreichen Feinheiten erst einmal entdeckt, hat man eine gute rohe Black Metal Veröffentlichung vor sich, die den einen und anderen atmosphärischen Akzent besitzt.

Diese EP wird im 10“ Format irgendwann im April erscheinen.

01. Blodpest
02. I dødens favn
03. Begravet
04. The endmost deviance