War das 2002er Demo von Grimlair – übrigens ein Projekt von Funeral Forest
- noch sehr rau, vor allem was den Klang betrifft so machen die drei
Stücke auf dieser Split-Veröffentlichung von Anfang an einen besseren
und reiferen Eindruck. Eingeläutet wird Deep in the spirit of Underground Black Metal mit Grim misanthropy,
einem rohen schleppenden Stück. Sowohl die Gitarren als auch das
Schlagzeug wurden sehr langsam bedient, lediglich der virulent verzerrte
Gesang haucht dem Lied Lebendigkeit ein, was Grim misanthropy düster und beklemmend wirken lässt. Mit Alone folgt das längste Lied dieser CD. Nach einer kurzen Akustikgitarreneinleitung beginnt Alone
in einem schnellen, eingängig-stampfenden Takt, der eine ganze Zeit
lang auch so beibehalten wird. Die wenigen begleitenden grellen Riffs
steigern diese Eingängigkeit noch, hinzu kommt dann wieder dieser
eindringliche Gesang. Erst im weiteren Verlauf von Alone kommen
vereinzelte Tempowechsel vor, die allerdings wenig an der Eingängigkeit
ändern. Erst zur Mitte des Liedes kommt es zu wirklichen Veränderungen,
eine leise Akustikgitarre ist zu hören, sowie dazu eine gequält
wirkende Stimme. Hernach geht das Lied dann über in einen schnellen,
aggressiven Schub; wobei wieder großen Wert auf jene anfängliche
Eingängigkeit gelegt wurde. Corroded by sickness ist ebenfalls sehr lang und bekannt vom gleichnamigen Demo. Auch hier ist ein hohes Maß an Eingängigkeit gesetzt obgleich Grimlair hier etwas mehr Melodien verarbeitet haben, die die düstere und beklemmende Atmosphäre jedoch verstärken.
Hordagaard beginnen nach dem Intro mit Grimnorth
zunächst recht kraftvoll und langsam. Trotz des schleppenden Taktes ist
das Schlagzeug dabei aber recht abwechslungsreich gespielt. Später wird
Grimnorth dann insgesamt facettenreicher, verschiedene
Rhythmuswechsel sind zu hören und auch der Gesang verändert sich und die
Gitarren rücken mehr in den Vordergrund. Grimnorth ist ein eigenartig strukturiertes Lied das sehr unterschiedliche Abschnitte hat. Taakedans
dagegen fängt hochgradig grimmig an, ein stampfender und dumpfer Takt,
dazu lauter Kreischgesang und langsame Gitarren die aber kaum zu hören
sind, da das dumpfe Schlagzeug und dieser extreme Gesang die Gitarren
oft übertönen. In der Mitte des Liedes wird es klarer, ein chorartiger
Gesang ist zu hören und die Art und Weise wie Gitarren und Schlagzeug
gespielt werden, erinnert ein wenig an einige Doom / Death Metal Bands
vom Anfang der 1990iger Jahre - etwa Sempiternal Deathreign.
Pagan spirit und Barbarians blood von Funeral Forest entstammen dem Demo Barbarian supremacy. Bei Barbarians blood handelt es sich um eine kurze instrumentale Einleitung. Pagan spirit
ist ein längeres Stück, in dem sich schleppende und grimmige Abschnitte
mit melodischen ruhigen Passagen abwechseln. Durch diese Stilwechsel
besitzt das Lied auch unterschiedliche Atmosphären. Einerseits eine
grimmige, die durch eingängiges Spiel und entsprechenden Gesang gepflegt
wird, andererseits auch eine melancholische und bedrückende, die durch
bestimmte Melodien in den ruhigeren Passagen erzeugt wird. Simerian hate
dagegen durch und durch grimmig, was sowohl strukturell als auch
klanglich zu begründen ist. Der warme kehlige Gesang, das polternde
Schlagzeug mit seinen Wechseln aus mittelschnellen schleppenden und
eingängig schnellen Passagen sowie recht spielfreudige Gitarren lassen
zu keiner Zeit so etwas wie Melancholie aufkommen. Simerian hate ist dazu zu lebendig und mitreißend ergreifend.
Bei Ymber Autumnus handelt es sich um eine Gruppe
aus Brasilien, die mir bereits auf der „Burzum Tribute Attakk“ gut
gefallen haben. Dieser positive Eindruck wird hier mit den zwei Liedern
bestätigt, die als düsteren Black Metal zusammenzufassen sind. Em um solitario dia funeral
beginnt ruhig und langsam, ein sehr kraftvolles Schlagzeug und eine
gemächliche grelle Gitarre sind zu hören. Der Klang ist überraschend
differenziert. Wenig später setzt der markerschütternde Gesang ein,
welcher sehr verzerrt und vereinnahmend ist. Leider ist der Gesang zu
laut abgemischt da er alle Instrumente nahezu vollständig abdeckt. Im
zweiten Teil des Liedes ist dies aber etwas anders. Von einer ruhigen
klaren Gitarre eingeleitet beginnt quasi ein ganz anderes Lied, das
dichter und instrumentenreicher ist als die erste Hälfte. Hier ist ein
auch ein Keyboard zu hören und die Instrumente und der Gesang wurden
besser abgemischt. Der zweite Beitrag von Ymber Autumnus
ist weniger düster und melancholisch, dafür grimmiger und auch hier
wurden die Spuren besser abgemischt, auch wenn der laute Gesang nach wir
vor zentral ausgerichtet ist.
Zum Abschluss von Deep in the spirit of Underground Black Metal kommen noch zwei Beiträge Rabennachts. Odin's dawn wird bestimmt von einem warmen, druckvollen Schlagzeug und einem – wie zuvor bei Ymber Autmnus – lauten und intensiven Gesang. Odin's dawn
ist übersichtlich strukturiert und der schleppende Takt des Schlagzeugs
lädt schnell zum Mitwippen des Fußes ein. Kompositorisch ist das Stück
überaus minimalistisch gehalten, es gibt nur wenige Variationen, doch
dafür ist der Gesang sehr stimmungsreich und bemerkenswert. Untergang des Glaubens
fängt mit einem schnellen hämmernden Schlagzeug an das eine Weile auch
so beibehalten wird. Erst zur Mitte des Liedes hin, verändert sich die
Rhythmik die schleppend wird, begleitet von langsamen düsteren Melodien
und einem wunderbaren eindringlichen Gesang. Schade dass das Lied nicht
von Anfang an so beschaffen ist. Denn dieses unnatürlich anmutende
Schlagzeug mit seinem hämmernden Takt raubt dem Lied die schöne
Atmosphäre die im Mittelteil aufgebaut wird.
Deep in the spirit of Underground Black Metal ist eine
sehr interessante Split-Veröffentlichung von fünf recht
unterschiedlichen Gruppen, die alle ihre Höhen und Schwächen haben.
Insbesondere Grimlair und Ymber Autumnus können sich abheben und man sollte sie tunlichst im Auge behalten. Erschienenen ist diese CDr in einer Auflage von 500 Kopien.
GRIMLAIR
01. Grim misanthropy
02. Alone
03. Corroded by sickness
HORDAGAARD
04. Noregs iskalde (Intro)
05. Grimnorth
06. Taakedans
FUNERAL FOREST
07. Barbarians blood (Intro)
08. Pagan spirit
09. Simerian hate
YMBER AUTUMNUS
10. Alvorecer (Intro)
11. Lento exilio para os vales do esquecimento
12. Em um solitario dia funeral
RABENNACHT
13. Rabennacht (Intro)
14. Odin's dawn
15. Untergang des Glaubens
28.09.2006
25.09.2006
Inferi - Shores Of Sorrow | 2006 | Northern Heritage | CD | Black Metal
Mit Shores of sorrow liegt nun das Debütalbum Inferis vor. Nach dem eher durchschnittlichen Demo Rise of deceased war ich gespannt, was mich nun erwarten würde.
Den Anfang mach To the once so sad world , einem überaus ruhigen und dabei hypnotisch eingängigen Stück. Das Lied besteht zunächst einmal nur aus einer steten Akustikgitarrenmelodie, einer ruhigen aber grell-rauen E-Gitarre, die zum Teil mit ultralangsamen Riffs daherkommt sowie dem verzerrten aber ruhigen Kreischgesang, der dem von Abyssic Hate auf Suicidal emotions nicht unähnlich ist. So geht es neun Minuten lang, bevor dann das erste Mal, mit einem überraschend warmen und kräftigen Klang, das Schlagzeug schleppend einsetzt, welches dann die letzten drei Minuten bei konstant bleibender Melodieführung begleitend zu hören ist. Dance of the shadows beginnt schleppend, ein wenig dumpf und mit eingängigen Riffs. Die ruhige Klarheit vom ersten Stück ist einer bedrückenden Stimmung gewichen die jedoch nach einigen Minuten von einem klaren, einige Minuten langen Abschnitt abgelöst wird, in dem wieder eine ruhige Akustikgitarre zu hören ist. Zuweilen kommt hier eine dunkle und kräftige Basslinie deutlich zum Vorschein. Hernach folgt dann wieder der bedrückend schleppende Part vom Anfang. Doch diesmal mündet er kraftvoll in einer rauen, lauten und härter werdenden Passage.
Zügiger, dabei jedoch schleppend beginnt Burned . Die Rhythmik und die Riffs bleiben sehr konstant, nach wenigen Sekunden kommt eine helle aber ruhige Gitarrenmelodie hinzu. Als dann der Gesang einsetzt, der hier eindringlicher und stärker geschrieen wird, hört sich das Ganze stark nach Burzum an. Das letzte Stück What once shined ist das längste und zugleich abwechslungsreichste Stück des Albums. Die ersten Minuten sind langsam und ruhig beschaffen, es sind nur einzelne Akkorde zu hören, die ausklingen bevor nach knapp zweieinhalb Minuten das Schlagzeug hinzukommt. Es dauert dann noch mal etwa anderthalb Minuten, bis es zu weiteren Variationen in der Musik kommt. Plötzlich wird aus den einzelnen Akkorden ein eingängiges grell gefärbtes Riffing, das jedoch noch ruhig bleibt. Das Becken zeigt an, dass der Rhythmus schneller geworden ist. Inferi hat diesen Übergang überaus raffiniert strukturiert und umgesetzt. Beim Hören spürt man förmlich, wie sich in der Musik allmählich etwas Gewaltiges zusammenbraut, dabei wird dies jedoch nur durch die Instrumente angedeutet. Und so ist es dann auch: mit einem schnellen hämmernden Takt bricht es dezidiert eingängig los. Dieses stampfende Getöse wird dann auch bis zum Ende fortgeführt, wobei es zwischendurch eine leichte rhythmische Veränderung gibt.
Shores of sorrow ist ein extrem minimalistisches Werk. Gerade diese strikte minimalistische Auslegung gefällt mir und lässt mich darüber hinwegsehen, dass Inferi in den beiden letzten Stücken zum Teil stark nach Burzum klingt. Shores of sorrow ist kein überragendes Album, doch besteht es aus vier Liedern, die eine trostlose Stimmung und ehrliche, weil einfache Atmosphäre haben. Inferi versucht erst gar nicht, künstlich irgendwelche melancholische Aspekte zu kreieren, die Verzweiflung oder Schmerz ausdrücken sollen. Inferis Form des Black Metals ist unspektakulär, eingängig und auf elementares beschränkt, so wie es das Leben meistens auch ist.
01. To the once so sad world
02. Dance of shadows
03. Burned
04. What once shined
Den Anfang mach To the once so sad world , einem überaus ruhigen und dabei hypnotisch eingängigen Stück. Das Lied besteht zunächst einmal nur aus einer steten Akustikgitarrenmelodie, einer ruhigen aber grell-rauen E-Gitarre, die zum Teil mit ultralangsamen Riffs daherkommt sowie dem verzerrten aber ruhigen Kreischgesang, der dem von Abyssic Hate auf Suicidal emotions nicht unähnlich ist. So geht es neun Minuten lang, bevor dann das erste Mal, mit einem überraschend warmen und kräftigen Klang, das Schlagzeug schleppend einsetzt, welches dann die letzten drei Minuten bei konstant bleibender Melodieführung begleitend zu hören ist. Dance of the shadows beginnt schleppend, ein wenig dumpf und mit eingängigen Riffs. Die ruhige Klarheit vom ersten Stück ist einer bedrückenden Stimmung gewichen die jedoch nach einigen Minuten von einem klaren, einige Minuten langen Abschnitt abgelöst wird, in dem wieder eine ruhige Akustikgitarre zu hören ist. Zuweilen kommt hier eine dunkle und kräftige Basslinie deutlich zum Vorschein. Hernach folgt dann wieder der bedrückend schleppende Part vom Anfang. Doch diesmal mündet er kraftvoll in einer rauen, lauten und härter werdenden Passage.
Zügiger, dabei jedoch schleppend beginnt Burned . Die Rhythmik und die Riffs bleiben sehr konstant, nach wenigen Sekunden kommt eine helle aber ruhige Gitarrenmelodie hinzu. Als dann der Gesang einsetzt, der hier eindringlicher und stärker geschrieen wird, hört sich das Ganze stark nach Burzum an. Das letzte Stück What once shined ist das längste und zugleich abwechslungsreichste Stück des Albums. Die ersten Minuten sind langsam und ruhig beschaffen, es sind nur einzelne Akkorde zu hören, die ausklingen bevor nach knapp zweieinhalb Minuten das Schlagzeug hinzukommt. Es dauert dann noch mal etwa anderthalb Minuten, bis es zu weiteren Variationen in der Musik kommt. Plötzlich wird aus den einzelnen Akkorden ein eingängiges grell gefärbtes Riffing, das jedoch noch ruhig bleibt. Das Becken zeigt an, dass der Rhythmus schneller geworden ist. Inferi hat diesen Übergang überaus raffiniert strukturiert und umgesetzt. Beim Hören spürt man förmlich, wie sich in der Musik allmählich etwas Gewaltiges zusammenbraut, dabei wird dies jedoch nur durch die Instrumente angedeutet. Und so ist es dann auch: mit einem schnellen hämmernden Takt bricht es dezidiert eingängig los. Dieses stampfende Getöse wird dann auch bis zum Ende fortgeführt, wobei es zwischendurch eine leichte rhythmische Veränderung gibt.
Shores of sorrow ist ein extrem minimalistisches Werk. Gerade diese strikte minimalistische Auslegung gefällt mir und lässt mich darüber hinwegsehen, dass Inferi in den beiden letzten Stücken zum Teil stark nach Burzum klingt. Shores of sorrow ist kein überragendes Album, doch besteht es aus vier Liedern, die eine trostlose Stimmung und ehrliche, weil einfache Atmosphäre haben. Inferi versucht erst gar nicht, künstlich irgendwelche melancholische Aspekte zu kreieren, die Verzweiflung oder Schmerz ausdrücken sollen. Inferis Form des Black Metals ist unspektakulär, eingängig und auf elementares beschränkt, so wie es das Leben meistens auch ist.
01. To the once so sad world
02. Dance of shadows
03. Burned
04. What once shined
Gorath - The Fourth Era | 2006 | Descent Productions | CD | Black Metal
Mit dem zweiten Album The fourth era höre ich zum ersten Mal etwas von Gorath . Das erste Lied Sagittarius beginnt mit einem klarem und druckvollem Klang, schleppend und kraftvoll. Dabei zaubert Gorath
einfache aber gute und sehr wirksame Riffs aus dem Ärmel. Das Lied
bleibt so beschaulich in seiner ruhigen Rhythmik, Gitarre und Bass sind
zuweilen ziemlich melodisch. Xibalba be führt diese
harmonische Linie zunächst fort, wobei auch hier wieder die
Gitarrenmelodien herausstechen, die diesmal jedoch düsterer sind.
Vereinzelte Riffs erinnern mich stellenweise leicht an neuere Satyricon.
Stilistisch ist Gorath mit The fourth era durchaus dem modernen und progressiven Black Metal zuzuschreiben, allerdings nicht nur, wie es im weiteren Verlauf von Xibalba be
festzustellen gilt. Die anfänglich harmonische und ruhige Struktur wird
von schnellen und eingängigen Strecken abgelöst, die eindeutig dem
tradierten Black Metal entspringen. Anders als etwa Sonic Reign oder
eben auch Satyricon baut die Musik von Gorath nícht ausschließlich auf straffe, harte und technische Strukturen auf. Trotz der modernen Anteile enthält The fourth era ein hohes Maß an atmosphärischen und melodischen Elementen. Dies kommt in Create & renew
sehr gut rüber, einem abwechslungsreich gestalteten Titel, in dem es
sehr kraftvolle und schleppende Parts gibt, aber auch harte und schnelle
Passagen sowie einen wunderbaren ruhigen und klaren Mittelteil,
bestehend aus einer herrlich gespielten Akustikgitarre.
In The fifth birth, einem ebenfalls facettenreichen Stück, kommt zum verzerrten Standardgesang phasenweise klarer Gesang hinzu, welcher mir nicht gefällt und der sich ein wenig nach Solefald anhört. Dies ist schade, denn die instrumentale Umsetzung und strukturelle Beschaffenheit ist sehr gut. Zenith point ist dann härter und technischer, mittelschnell und druckvoll beschaffen. Cosmogenesis scheint vordergründig Zenith point recht ähnlich zu sein. Harte und technische Riffs überwiegen und dazu die mittelschnelle Rhythmik. Doch wenn man genauer hinhört, entdeckt man in bestimmten Passagen sehr detailreiche und leise Melodien die sanft im Hintergrund liegen. Diese Melodien haben etwas sehr mystisches, was mich an Rudra erinnert. Möglicherweise erinnert es mich an Rudra, da Rudra in ihrer Musik starke hinduistische und vedische Einflüsse verarbeiteten. Gorath hingegen widmet sich der Kosmologie, welche durch die Kultur der Mayas inspiriert ist.
The fourth era ist ein solides und anständiges Album, das teilweise sehr erstklassige Momente und Kompositionen besitzt aber auch schwache Phasen zu verzeichnen hat. Letztlich entscheidet hierüber aber wie immer der persönliche Geschmack.
01. Sagittarius
02. Xibalba be
03. Create & renew
04. Descending (The realm)
05. The fifth birth
06. Zenith point
07. Cosmogenesis
08. The astronaut of Palenque
In The fifth birth, einem ebenfalls facettenreichen Stück, kommt zum verzerrten Standardgesang phasenweise klarer Gesang hinzu, welcher mir nicht gefällt und der sich ein wenig nach Solefald anhört. Dies ist schade, denn die instrumentale Umsetzung und strukturelle Beschaffenheit ist sehr gut. Zenith point ist dann härter und technischer, mittelschnell und druckvoll beschaffen. Cosmogenesis scheint vordergründig Zenith point recht ähnlich zu sein. Harte und technische Riffs überwiegen und dazu die mittelschnelle Rhythmik. Doch wenn man genauer hinhört, entdeckt man in bestimmten Passagen sehr detailreiche und leise Melodien die sanft im Hintergrund liegen. Diese Melodien haben etwas sehr mystisches, was mich an Rudra erinnert. Möglicherweise erinnert es mich an Rudra, da Rudra in ihrer Musik starke hinduistische und vedische Einflüsse verarbeiteten. Gorath hingegen widmet sich der Kosmologie, welche durch die Kultur der Mayas inspiriert ist.
The fourth era ist ein solides und anständiges Album, das teilweise sehr erstklassige Momente und Kompositionen besitzt aber auch schwache Phasen zu verzeichnen hat. Letztlich entscheidet hierüber aber wie immer der persönliche Geschmack.
01. Sagittarius
02. Xibalba be
03. Create & renew
04. Descending (The realm)
05. The fifth birth
06. Zenith point
07. Cosmogenesis
08. The astronaut of Palenque
14.09.2006
Urna - Sepulcrum | 2006 | ATMF| CD | Black Funeral Doom Metal
Sepulcrum ist das zweite Album der Italiener Urna. Dennoch höre ich mit dieser CD überhaupt zum ersten Mal etwas von der Existenz Urnas,
was möglicherweise bedauerlich ist. Denn was sich hier auf dem
Silberling vorfindet, ist sehr intensives und obskures Material das man
kaum mit Worten zusammenfassen kann. Im Informationsblatt von ATMF steht
als stilistische Umschreibung „Experimental Funeral Doom Black Metal“,
was zwar ein recht sperriger Begriff ist, die Sache aber gut trifft.
Erwartungsgemäß beginnt Sepulcrum mit Ab vita morte düster und hochgradig langsam. Das Lied steigert sich nach und nach, indem vereinzelte Elemente, etwa langsame wiederkehrende Riffs, lauter werden. Währenddessen ist im Hintergrund ein überaus langsamer und tiefer Gesang zu hören, wobei von Gesang zu sprechen nicht wirklich die Rede sein kann. Es ist vielmehr eine tiefe, dunkel verzerrte Stimme die aus irgendwelchen Abgründen empor schallt. Ab vita morte steigert sich weiter, die Riffs werden schneller sowie kompakter und ein kraftvolles Schlagzeug setzt ein. Nach diesem Einstieg, der durchaus als Funeral Doom durchgeht, kommt eine ruhige Passage die man als Dark Ambient beschreiben kann. Düstere Klänge und Geräusche kreieren eine beklemmende Klangwelt. Nach einigen Minuten geht es in einem hämmernden, schnellen und mechanisch anmutenden Rhythmus weiter, der nach der vorangegangen ruhigen Passage brachial und verstörend rüberkommt. Das nächste Stück Intermezzo I ist ein relativ kurzes Ambient-Stück von trister Einfachheit.
Fundamentum et factum nimmt sehr langsam und schwermütig seinen Lauf. Hierbei ist jedoch der Gesang lauter und nicht mehr ganz so abgründig wie eingangs in Ab vita morte. Zu diesem bleiernen Takt und dem schwelenden Gesang kommen leise und atmosphärische Hintergrundgeräusche hinzu. Obwohl die Musik überhaupt nicht mit Nortt vergleichbar ist, erinnert mich die düstere und kompakte Atmosphäre an das dänische Projekt. Denn Fundamentum et factum ist wegen der zunehmend intensiver werdenden atmosphärischen Klänge, eine ruhige wie auch kraftvolle Komposition, die zum Ende hin lauter, härter und variabler wird.
Nach der zweiten Geräuschpassage Intermezzo II folgt mit Mors imperatrix mundi MMVI ein weiteres obskures Stück, in dem ruhige und atmosphärische Klänge mit langen schleppenden Passagen und schnellen Ausbrüchen kombiniert werden. Nach dem Postludium kommt mit Ego sum ein sehr kraftvolles und gewaltiges Lied, in dem der Gesang am präsentesten ist. Phasenweise wird das Lied eingängig schnell, und zu der bisherigen tiefen Stimme kommt punktuell eine weitere, die verzerrter und bizarrer ist. Darauf folgt Sic juvat ire sub umbras MMVI, ein knapp zehn Minuten langes und sehr stimmungsvolles Ambient-Stück. Abgeschlossen wird Sepulcrum mit dem nachgespielten Beherit-Lied "The gate of Nanna", das im Urna typischen Klanggewand daher kommt und sich wie der Rest des Albums düster und verdammt gut anhört.
Sepulcrum ist mit Sicherhheit keine leicht verdauliche Kost. Sowohl der Klang wie auch die Arrangements werden zuweilen zu kompakt stehenden Wänden, die nur das eine Ziel zu haben scheinen, einfach alles unter sich zu erdrücken. Mir gefällt an Sepulcrum vor allem die Mischung aus langsamen Funeral Doom, den sphärischen Ambientklängen und den vereinzelten harten Ausbrüchen. Das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Elemente sorgt für eine durchgängig bedrohlich obskure und packende Atmosphäre.
01. Ab vita morte (In fidei abitus)
02. Intermezzo I
03. Fundamentum et factum
04. Intermezzo II
05. Mors imperatrix mundi MMVI
06. Postludium
07. Ego sum
08. Sic juvat ire sub umbras MMVI
09. The gate of Nanna (Beherit Cover)
http://www.atmf.net/
Erwartungsgemäß beginnt Sepulcrum mit Ab vita morte düster und hochgradig langsam. Das Lied steigert sich nach und nach, indem vereinzelte Elemente, etwa langsame wiederkehrende Riffs, lauter werden. Währenddessen ist im Hintergrund ein überaus langsamer und tiefer Gesang zu hören, wobei von Gesang zu sprechen nicht wirklich die Rede sein kann. Es ist vielmehr eine tiefe, dunkel verzerrte Stimme die aus irgendwelchen Abgründen empor schallt. Ab vita morte steigert sich weiter, die Riffs werden schneller sowie kompakter und ein kraftvolles Schlagzeug setzt ein. Nach diesem Einstieg, der durchaus als Funeral Doom durchgeht, kommt eine ruhige Passage die man als Dark Ambient beschreiben kann. Düstere Klänge und Geräusche kreieren eine beklemmende Klangwelt. Nach einigen Minuten geht es in einem hämmernden, schnellen und mechanisch anmutenden Rhythmus weiter, der nach der vorangegangen ruhigen Passage brachial und verstörend rüberkommt. Das nächste Stück Intermezzo I ist ein relativ kurzes Ambient-Stück von trister Einfachheit.
Fundamentum et factum nimmt sehr langsam und schwermütig seinen Lauf. Hierbei ist jedoch der Gesang lauter und nicht mehr ganz so abgründig wie eingangs in Ab vita morte. Zu diesem bleiernen Takt und dem schwelenden Gesang kommen leise und atmosphärische Hintergrundgeräusche hinzu. Obwohl die Musik überhaupt nicht mit Nortt vergleichbar ist, erinnert mich die düstere und kompakte Atmosphäre an das dänische Projekt. Denn Fundamentum et factum ist wegen der zunehmend intensiver werdenden atmosphärischen Klänge, eine ruhige wie auch kraftvolle Komposition, die zum Ende hin lauter, härter und variabler wird.
Nach der zweiten Geräuschpassage Intermezzo II folgt mit Mors imperatrix mundi MMVI ein weiteres obskures Stück, in dem ruhige und atmosphärische Klänge mit langen schleppenden Passagen und schnellen Ausbrüchen kombiniert werden. Nach dem Postludium kommt mit Ego sum ein sehr kraftvolles und gewaltiges Lied, in dem der Gesang am präsentesten ist. Phasenweise wird das Lied eingängig schnell, und zu der bisherigen tiefen Stimme kommt punktuell eine weitere, die verzerrter und bizarrer ist. Darauf folgt Sic juvat ire sub umbras MMVI, ein knapp zehn Minuten langes und sehr stimmungsvolles Ambient-Stück. Abgeschlossen wird Sepulcrum mit dem nachgespielten Beherit-Lied "The gate of Nanna", das im Urna typischen Klanggewand daher kommt und sich wie der Rest des Albums düster und verdammt gut anhört.
Sepulcrum ist mit Sicherhheit keine leicht verdauliche Kost. Sowohl der Klang wie auch die Arrangements werden zuweilen zu kompakt stehenden Wänden, die nur das eine Ziel zu haben scheinen, einfach alles unter sich zu erdrücken. Mir gefällt an Sepulcrum vor allem die Mischung aus langsamen Funeral Doom, den sphärischen Ambientklängen und den vereinzelten harten Ausbrüchen. Das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Elemente sorgt für eine durchgängig bedrohlich obskure und packende Atmosphäre.
01. Ab vita morte (In fidei abitus)
02. Intermezzo I
03. Fundamentum et factum
04. Intermezzo II
05. Mors imperatrix mundi MMVI
06. Postludium
07. Ego sum
08. Sic juvat ire sub umbras MMVI
09. The gate of Nanna (Beherit Cover)
http://www.atmf.net/
11.09.2006
Har Shatan - Ancient Evil | 2006 | Kassetten Edition Dreizack | Kassette | Black Metal
Nach zwei viel versprechenden Split EPs mit Front Beast und Wolfsschrei gibt es nun ein neues, zweites Demo von Har Shatan. Ancient evil knüpft atmosphärisch und stilistisch direkt an den beiden EPs an, womit Har Shatan den rauen und fiesen Stil der 80iger weiter festigt.
Nahtlos an das Intro knüpft Morningstar stampfend und laut an. Das Schlagzeug poltert flott und druckvoll, das Becken scheppert peitschend und die Gitarre sägt antreibende Riffs. Morningstar ist ein imposantes Lied, das von der ersten Sekunde an eine gewaltige und unbändige Atmosphäre hervorruft, die vom eindringlichen Gesang mit seinen vereinzelten rotzig und abfällig wirkenden Schreien noch unterstrichen wird. Nach diesem beeindruckenden Auftakt geht es mit Prayer ruhig weiter. Am Anfang ist ein kurzer Dialog zu hören bevor das Instrumentalstück mit ruhigen Orgelklängen beginnend, seinen Lauf nimmt. Mit dem Titellied Ancient evil geht es rhythmisch langsam und schleppend weiter, wobei die Riffs streckenweise recht schnell gespielt wurden und an einigen Stellen, ganz dezent, ein gut gespieltes Keyboard im Hintergrund zu hören ist. Ancient evil ist ein ruhiges Lied, das aber eine sehr düstere Atmosphäre besitzt, nicht zuletzt auch wegen des rauen und vereinnahmenden Gesangs. Bei Ritual handelt es sich dann wieder um ein instrumentales Stück, wobei man hier nicht wirklich von Musik sprechen kann. Es sind vielmehr unterschiedliche Töne und Klänge, vereinzelt auch sphärische, lang gezogene Gitarrenklänge. Mit Fire geht es dann antreibend und polternd und sehr gitarrenbetont weiter. Zunächst bewegt sich das Lied mit mittelschnellen Rhythmen und einer satten Gitarrenwand antreibend voran. In der zweiten Hälfte wird es jedoch schneller und energischer und die Gitarrenwand geht in schön raumfüllende Soli über.
Ancient evil ist ein rundum überzeugendes Demo, das allen Trends trotzt und mit einem hervorragenden Klang ausgestattet ist. Wer meint und jammert, in Deutschland würde es keine guten Black Metal Gruppen mehr geben, der irrt. Har Shatan beweist das Gegenteil.
01. Intro
02. Morningstar
03. Prayer
04. Ancient evil
05. Ritual
06. Fire
07. Outro
10.09.2006
Morrigan - Welcome To Samhain | 2006 | Undercover Records | CD | Black Metal
Nur ein Jahr nach Headcult gibt es jetzt das mittlerweile fünfte Album von Morrigan. Welcome to Samhain
ist eine sehr überraschende Veröffentlichung geworden, die in dieser
Form wohl kaum jemand auf seiner Rechnung hatte und Freunde von Mayhemic Truth freuen dürfte.
Nach dem kurzen Einklang We are possessed, der aus intervallartigen Geräuschen und Schreien besteht, wird man dann mit The eye of despair völlig unvorbereitet getroffen. Das Lied bricht schnell und rau los, es fehlt zunächst jegliche epische und erhabene Atmosphäre und Harmonie, wie man sie von den bisherigen Alben her kannte. Stattdessen beginnt Welcome to Samhain mit einem rauen und brachialen Black Metal Stück. Das Titelstück Welcome to Samhain bleibt klanglich zwar im rauen Gewand doch ist es strukturuell schleppend und kraftvoll, unterlegt mit den klaren Chorgesängen im Hintergrund. War das schnelle und heftige The eye of despair nur eine Ausnahme? Nein. Denn das folgende Bastard and bitch rumpelt scheppernd und räudig weiter. Dabei mal schleppend fies, mit sehr variablem Schlagzeugspiel oder auch schnell und geradlinig.
Life, death and the here after ist dann ein langes und langsames Lied, im „typischen“ Stile Morrigans mit ruhigen und tragenden Melodien und klaren Gesängen. Allerdings wirkt es aufgrund der Klangproduktion des Albums dunkler und schwerer, als etwa die Hymnen auf Headcult. Mit Believe in eternity geht es dann vom ersten Takt an eingängig und schnell weiter. Das Schlagzeug hämmert stampfend seinen Takt, die Gitarre gibt nur wenige einfache Riffs von sich und auch der raue Gesang trägt zur extremen Atmosphäre bei. Morrigan prügelt nicht unentwegt durch das Lied, es gibt auch einige langsame und sehr druckvolle Passagen, die jedoch nicht weniger rau und dunkel sind. Believe in eternity ist ein bisher unveröffentlichtes Lied von Mayhemic Truth aus dem Jahre 1993. Obwohl es einer anderen Ära entstammt, fügt es sich sehr gut und unauffällig ins Album. In Armour of honour steigert Morrigan die Härte und Schnelligkeit noch mal. Das Lied beginnt mit innigem Kreischen und einem überaus aggressiven und schnellem Spiel. Nach einigen Sekunden kommt dann eine ruhige Passage mit klarem Gesang bevor das zerstörerische Geprügel fortgeführt wird. Später wechseln sich dann schleppende melodische Passagen mit diesen brachialen Parts ab. Armour of honour ist ein erstklassiges Lied, in dem Morrigan die harmonische und epische Komponente mit rauen und aggressiven Elementen wunderbar vereinen.
Welcome to Samhain ist ein so genanntes „back to the roots“ Album, das vermutlich nicht überall gut ankommen wird. Mich hat es jedenfalls überzeugt und in seinen Bann gezogen, da mir Veröffentlichungen wie Celts oder Headcult zu ruhig und melodisch – eben Viking Metal – waren. Mit Welcome to Samhain hat man nun ein Werk, in dem es sowohl die erhabenen und epischen Momente gibt, wie auch pure Aggressivität, Härte und Eingängigkeit.
01. We are possessed
02. The eye of despair
03. Welcome to Samhain
04. Bastard and bitch
05. Cranking battleharps
06. Life, death and the here after
07. Believe in eternity
08. Armour of honour
09. Roaring warlike and victious
10. Roch mo hoine
Nach dem kurzen Einklang We are possessed, der aus intervallartigen Geräuschen und Schreien besteht, wird man dann mit The eye of despair völlig unvorbereitet getroffen. Das Lied bricht schnell und rau los, es fehlt zunächst jegliche epische und erhabene Atmosphäre und Harmonie, wie man sie von den bisherigen Alben her kannte. Stattdessen beginnt Welcome to Samhain mit einem rauen und brachialen Black Metal Stück. Das Titelstück Welcome to Samhain bleibt klanglich zwar im rauen Gewand doch ist es strukturuell schleppend und kraftvoll, unterlegt mit den klaren Chorgesängen im Hintergrund. War das schnelle und heftige The eye of despair nur eine Ausnahme? Nein. Denn das folgende Bastard and bitch rumpelt scheppernd und räudig weiter. Dabei mal schleppend fies, mit sehr variablem Schlagzeugspiel oder auch schnell und geradlinig.
Life, death and the here after ist dann ein langes und langsames Lied, im „typischen“ Stile Morrigans mit ruhigen und tragenden Melodien und klaren Gesängen. Allerdings wirkt es aufgrund der Klangproduktion des Albums dunkler und schwerer, als etwa die Hymnen auf Headcult. Mit Believe in eternity geht es dann vom ersten Takt an eingängig und schnell weiter. Das Schlagzeug hämmert stampfend seinen Takt, die Gitarre gibt nur wenige einfache Riffs von sich und auch der raue Gesang trägt zur extremen Atmosphäre bei. Morrigan prügelt nicht unentwegt durch das Lied, es gibt auch einige langsame und sehr druckvolle Passagen, die jedoch nicht weniger rau und dunkel sind. Believe in eternity ist ein bisher unveröffentlichtes Lied von Mayhemic Truth aus dem Jahre 1993. Obwohl es einer anderen Ära entstammt, fügt es sich sehr gut und unauffällig ins Album. In Armour of honour steigert Morrigan die Härte und Schnelligkeit noch mal. Das Lied beginnt mit innigem Kreischen und einem überaus aggressiven und schnellem Spiel. Nach einigen Sekunden kommt dann eine ruhige Passage mit klarem Gesang bevor das zerstörerische Geprügel fortgeführt wird. Später wechseln sich dann schleppende melodische Passagen mit diesen brachialen Parts ab. Armour of honour ist ein erstklassiges Lied, in dem Morrigan die harmonische und epische Komponente mit rauen und aggressiven Elementen wunderbar vereinen.
Welcome to Samhain ist ein so genanntes „back to the roots“ Album, das vermutlich nicht überall gut ankommen wird. Mich hat es jedenfalls überzeugt und in seinen Bann gezogen, da mir Veröffentlichungen wie Celts oder Headcult zu ruhig und melodisch – eben Viking Metal – waren. Mit Welcome to Samhain hat man nun ein Werk, in dem es sowohl die erhabenen und epischen Momente gibt, wie auch pure Aggressivität, Härte und Eingängigkeit.
01. We are possessed
02. The eye of despair
03. Welcome to Samhain
04. Bastard and bitch
05. Cranking battleharps
06. Life, death and the here after
07. Believe in eternity
08. Armour of honour
09. Roaring warlike and victious
10. Roch mo hoine
06.09.2006
The Stone - Magla (Магла) | 2006 | Folter Records | CD | Black Metal
So stellte Zakon velesa seiner Zeit eine deutliche Steigerung zum ersten The Stone-Album Slovenska krv dar, so gelingt den Serben mit dem aktuellen Album Magla erneut eine Steigerung.
Mit dem Titellied The fog beginnt The Stone
überraschend und dabei ein bisschen überwältigend, denn das Lied
entwickelt sich zu einer kraftvollen Hymne mit hervorragenden Melodien,
welche einem Vergleich mit Drudkh nicht zu scheuen brauchen.
Überraschend aber auch deshalb, weil das Stück von Beginn an, einen
behutsamen und gefühlvollen Eindruck macht. Es fängt sehr ruhig an,
allmählich nimmt die Intensität zu und es wirkt auch in den klaren und
melodischen Anfangsmomenten sehr kraftvoll. Dies liegt am guten Klang,
der auf Magla klar, differenziert und eben druckvoll ausgefallen ist. Zakon velesa wirkte teilweise noch sehr schroff und roh, eben weil der Klang entsprechend war, doch dies wiederholt sich mit Magla nicht. Stattdessen brennt The Stone gleich im ersten Titel ein mächtiges Feuerwerk an Melodien ab.
Mit dem zweiten Lied Testament of father Ariy ist die
Sache nicht mehr so klar, da sich das Stück zwiespältig verhält. Im
Grunde ist es ein gutes, antreibendes Lied mit kraftvollen, dunkel
stehenden Gitarrenwänden, doch gibt es eben phasenweise auch diese
laute, helle Führungsgitarre mit ihrem schnellem Riffing, von dem ich
nicht weiß, ob es mich nervt oder nicht. Ab und zu wirkt es recht
fröhlich, hell und freundlich, andernorts ist es schnell und technisch.
Jedenfalls hat es nichts mehr mit der grandiosen (weil subtilen)
Melodieführung des ersten Liedes gemein. Vielleicht ist es das, was mich
stört.
Überaus schnell und heftig beginnt The law of force, in
dem die vordergründige Führungsgitarre zwar ebenfalls vorkommt. Doch
diesmal harmoniert sie viel besser mit der Musik, da sie schnell, hart
und prägnant ist. Im Verlauf wird The law of force phasenweise
auch ruhiger: gut akzentuierte harmonische Effekte kommen vereinzelt zum
Einsatz, die dann immer wieder von aggressiven Parts abgelöst werden.
Ebenfalls brutal und dabei sehr niederwalzend beginnt As the destruction of inevitable is coming forth,
welches zum Teil sehr technisch arrangiert wurde. Schnelle, flüssige
Riffs wechseln sich mit trockenen und komplizierten Riffs ab. Das kommt
gut rüber, da es sehr homogen wirkt und sich das Lied nach dieser
anfänglichen Brutalität etwas beruhigt, gute harmonische und melodische
Einsprengsel eingearbeitet wurden.
The plague ist insgesamt betracht ebenfalls mit
ausreichend Abwechslung gespickt, obgleich rasende Passagen, die mit
eingängigen Riffs kombiniert wurden, das Geschehen über weite Strecken
dominieren. Mit dem letzten Lied Moon's ray folgt abschließend auch das längste Lied von Magla. Es ist überwiegend melodisch sowie harmonisch gehalten, im mittleren Teil gibt es aber auch kurzweilige harte Schübe.
Magla beginnt mit dem ersten Lied absolut hochkarätig, flacht dann aber mit Testament of father Ariy zunächst etwas ab, um sich dann auf einem anständigen Niveau konstant zu halten. Es ist mit Sicherheit das beste Album von The Stone bisher. Es ist abwechslungsreich in einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Melodie und Härte.
01. The fog
02. Testament of father Ariy
03. The law of force - The triumph of death
04. As the destruction of inevitable is coming forth
05. The plague / Silent melody of the choir of the dead
06. Moon's ray
05.09.2006
The Frost - Damned And Forgotten | 2006 | Kerzakraum Records | CD | Black Metal
Ein Jahr nach dem ersten Demo In conspiracy with nature, wird dieser Tage das zweite Demo Damned and forgotten veröffentlicht werden. Seit In conspiracy with nature hat sich bei The Frost einiges getan, wie man unschwer hören kann. Aus dem Vorhaben, für die Aufnahmen von Damned and forgotten
einen Schlagzeuger zu finden ist allerdings nichts geworden. Gorgor
musste erneut einen Drumcomputer verwenden, jedoch zum allerletzten
male, wie er mir schrieb.
Nach dem, aus Akustikgitarre und Wolfsgeheul bestehendem, Einklang Under a spell of the stellar night, geht es mit In the name of eternal darkness augenblicklich schnell, stampfend und antreibend los. Wenn man das In conspiracy with nature-Demo kennt, fällt einem sofort der klare, differenzierte und druckvolle Klang auf. Diese professionellere Klangarbeit wirkt sich natürlich auch auf den Gesang aus, der auf Damned and forgotten konstanter als beim Vorgänger ist. Er wirkt auch nicht mehr ganz so verzerrt wie einst und passt somit zum aktuellen musikalischen Stand der Dinge von The Frost. Mit dem Titellied Damned and forgotten folgt ein weiterer schneller und rhythmisch überwiegend eingängiger Titel, begleitet vom schnellen und rauen Riffing. Abwechslung wird hier, wie auch schon zuvor bei In the name of eternal darkness, durch die langsameren und melodiereicheren Refrains erzielt.
Mit Lost in the valley of death folgt ein insgesamt ruhigeres und weniger brachiales Stück, in dem The Frost mit mittelschnellen und kraftvollen langsamen Takten arbeiten. Abschließend gibt es mit On the winter paths of solitude das – mit Abstand – längste Lied des Demos. Es ist langsam und kraftvoll mit einer langen eingängigen Passage, die vom guten und eindringlichen Riffing durchzogen ist.
Damned and forgotten ist ein gelungenes zweites Demo, in dem die Steigerung, sowohl klangtechnisch als auch das Material betreffend, zum Vorgänger deutlich erkennbar ist. Auch der Drumcomputer fügt sich besser ein, obgleich er vereinzelt klar als solcher auszumachen ist. Doch dies hält sich in vertretbaren Grenzen und fällt angesichts der Tatsache, dass Gorgor sein instrumentales Handwerk versteht, nicht ins Gewicht. Damned and forgotten ist purer, überzeugend umgesetzter Untergrund Black Metal ohne Geklimper und Firlefanz. Da dies nun wirklich die letzte Veröffentlichung mit Drumcomputer sein soll, darf man auf künftiges von The Frost gespannt sein.
Nach dem, aus Akustikgitarre und Wolfsgeheul bestehendem, Einklang Under a spell of the stellar night, geht es mit In the name of eternal darkness augenblicklich schnell, stampfend und antreibend los. Wenn man das In conspiracy with nature-Demo kennt, fällt einem sofort der klare, differenzierte und druckvolle Klang auf. Diese professionellere Klangarbeit wirkt sich natürlich auch auf den Gesang aus, der auf Damned and forgotten konstanter als beim Vorgänger ist. Er wirkt auch nicht mehr ganz so verzerrt wie einst und passt somit zum aktuellen musikalischen Stand der Dinge von The Frost. Mit dem Titellied Damned and forgotten folgt ein weiterer schneller und rhythmisch überwiegend eingängiger Titel, begleitet vom schnellen und rauen Riffing. Abwechslung wird hier, wie auch schon zuvor bei In the name of eternal darkness, durch die langsameren und melodiereicheren Refrains erzielt.
Mit Lost in the valley of death folgt ein insgesamt ruhigeres und weniger brachiales Stück, in dem The Frost mit mittelschnellen und kraftvollen langsamen Takten arbeiten. Abschließend gibt es mit On the winter paths of solitude das – mit Abstand – längste Lied des Demos. Es ist langsam und kraftvoll mit einer langen eingängigen Passage, die vom guten und eindringlichen Riffing durchzogen ist.
Damned and forgotten ist ein gelungenes zweites Demo, in dem die Steigerung, sowohl klangtechnisch als auch das Material betreffend, zum Vorgänger deutlich erkennbar ist. Auch der Drumcomputer fügt sich besser ein, obgleich er vereinzelt klar als solcher auszumachen ist. Doch dies hält sich in vertretbaren Grenzen und fällt angesichts der Tatsache, dass Gorgor sein instrumentales Handwerk versteht, nicht ins Gewicht. Damned and forgotten ist purer, überzeugend umgesetzter Untergrund Black Metal ohne Geklimper und Firlefanz. Da dies nun wirklich die letzte Veröffentlichung mit Drumcomputer sein soll, darf man auf künftiges von The Frost gespannt sein.
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