12.11.2005

Aaskereia - Zwischen den Welten | 2005 | Christhunt Productions | CD | Black Metal

Nach dem großartigen 7“ Vinyl von 2003 und dem dann eher mäßigen Album Mit Raben und Wölfen, zeigen sich Aaskereia nun mit der aktuellen MCD in Hochform. Dies wird schon gleich mit dem ersten Titel Erkenntnis deutlich, welcher – trotz der Kürze von ca. dreieinhalb Minuten – alle Vorzüge der Band brillant in sich vereint. Nämlich dieses treffsichere Wechselspiel melodischer und brachial mitreißender Arrangements. Neben dem charismatischen - und natürlich oftmals sehr verzerrten – Gesang bilden die abwechslungsreich und lebhaft gespielten Gitarren die Speerspitze von Aaskereia. Aber auch am Schlagzeug gibt man sich betont variabel. Die Elemente werden sowohl antreibend als auch polternd souverän bedient, wobei das Becken stets geschickt miteinbezogen wird und entsprechend gut zur Geltung kommt.

Zwischen den Welten ist eine durch und durch gelungene und stimmige Erscheinung, die sowohl ihre melodischen und harmonischen Seiten hat aber auch sehr eindringliche, geradlinige und brutale Anteile mit sich bringt. Da bleibt es nur noch zu hoffen, das Aaskereia dieses Niveau weiterhin halten können und dies auf dem nächsten Album zeigen.

01. Erkenntnis
02. Die Flöten des Pan
03. Instrumental
04. Der stille Schrei
05. Im Schattenlicht zwischen den Welten 

Askuror / Vargshelske - Kirchenbrand | 2005 | Nordsturm Productions | CD | Black Metal

Sowohl Askuror als auch Vargshelkse sind beides Gruppen, die noch nicht so lange bestehen. So ist Kirchenbrand für Askuror bereits der dritte Schlag, so stellt diese Split für Vargshelkse das erste Lebenszeichen dar.
Das gleichnamige Anfangslied Kirchenbrand zeigt recht schnell, womit man es mit Askuror zu tun hat und was von ihnen im weiteren Verlauf der CD zu erwarten sein wird. Nämlich Schlachtenhymnen die teilweise stark in Richtung Pagan Metal tendieren. Askuror spielen oft melodisch – eben hymnenhaft – auf, wozu sie geschickt ein Keyboard benutzen. Geschickt deshalb, weil es sich gut und geschlossen mit der restlichen Musik deckt, und nicht zu dick aufgetragen wurde. Mancherorts fühle ich mich sogar ein wenig an Bathory erinnert. Das liegt aber wohl an der getragenen Atmosphäre die Askuror erzeugen, da ihre Lieder streckenweise erhabene und bedächtige Passagen haben. Viel markanter aber ist der Gesang, der sehr präsent und eindringlich ist. Er ertönt warm, kehlig und laut und ist mehr sprechend respektive erzählend als singend. Diesen Umstand kann man durchaus als einen Kontrastpunkt empfinden, denn obwohl Askuror auch schnelle und eingängig gespielte Strecken haben, wirkt die Musik äußerst selten brutal oder aggressiv – der Gesang jedoch bringt etwas Gewalttätigkeit in die Musik.

Bei Vargshelske ist das anders. Sofort mit Unlimited hate erklingt greller, schneller Black Metal der wütend tobt und stampft. So gesehen ist der zweite Beitrag von Kirchenbrand das Gegenteil vom ersten. Bei Vargshelske findet man ruhige und melodische Momente viel seltener. Dann und wann gibt es zwar durchaus ruhigere Momente der Einkehr, zum Beispiel mit kurzen sanften Gitarrenmelodien doch stampft das Schlagzeug dabei oft im Hintergrund unbeeindruckt weiter. Die Vielschichtigkeit von Vargshelske liegt eindeutig im Gitarrenspiel, welches selten still steht und neben den unterschiedlichen Riffs und Melodien auch verschiedene Spielweisen erkennen lässt. Ebenso wie bei Askuror, ist auch hier der Gesang sehr präsent und zentral, er ist grell verzerrt und überlagert manchmal alles andere. Für eine erste Veröffentlichung allerdings, ist es sehr anständig was Vargshelske da abgeliefert haben. Schneller und rauer Black Metal, mit einem Hang zur Eigenständigkeit.

Kirchenbrand ist eine gelungene Split-Veröffentlichung zweier sehr unterschiedlicher Gruppen, die beide Potential erkennen lassen und auch für sich zu überzeugen wissen. Ich bin gespannt, wie sich Askuror und Vargshelkse auf folgenden Tonträgern präsentieren werden.
Kirchenbrand ist in einer Auflage von 1000 Stück erschienen.


ASKUROR
01. Kirchenbrand
02. Feuerglanz
03. Widerstandskrieg
04. Majestätik eines eisernen Winters

VARGHELKSE
05. Intro
06. Unlimited hate
07. Nocturnal horizon
08. Perish
09. Hollow moon
10. Eternal frost
11. Outro

04.10.2005

ZwenZ - A Life's Work Of Natrgaard | 2005 | Irminsul Records | Kassette | Black Metal

Die Umschreibung „Nature Metal“ von Irminsul Records über A life's work of Natrgaard trifft es ziemlich gut. Nicht nur, weil die Natur thematischer Schwerpunkt des Demos ist, sondern auch wegen der Musik an sich. ZwenZ bedient sich verschiedener Elemente des Black und Pagan Metals, wobei gerade die vielen ruhigen Passagen mit klaren und sehr sonoren Gesängen und Akustikgitarre schwer ins Gewicht fallen. Neben der Akustikgitarre kommt auch eine Panflöte (ich hoffe, ich irre mich nicht) zum Einsatz, was den naturbezogenen Charakter zusätzlich unterstreicht. Natürlich besteht A life's work of Natrgaard nicht ausschließlich aus diesen ruhigen und eindringlichen Klängen und Melodien. Es gibt auch sehr druckvoll und antreibend gespielte Passagen mit verzerrtem Gesang, die zum Teil eher rockig wirken oder mehr nach eingängigem Black Metal klingen.

A life's work of Natrgaard ist ein absolut erstklassiges Demo, nicht nur wegen der ausgezeichneten musikalischen Leistung sondern auch wegen dem sehr guten Klang, der warm, kräftig und sauber ist. Die Demokassette ist auf 100 Kopien limitiert.

01. Einstieg
02. Hinterland
03. Reise ins Innere der Erde
04. Falkenflug
05. Abschied
06. Wir sind frei (Bonus)

Zarathustra - Contempt | 2005 | Undercover Records | Vinyl | Black Metal

Zwei Jahre nach dem letzten Album Perpetual black force, gibt es nun neues Material von Zarathustra in Form einer MCD / MLP, wobei das Vinyl mit einem Lied mehr versehen ist. Perpetual black force fand ich seiner Zeit etwas enttäuschend, weil irgendwie zu platt, langweilig und harmlos doch mit dem aktuellen Werk Contempt ist dies anders.

Ganz gleich ob Zarathustra schnell, antreibend und brachial aufspielen oder es eher mittelschnell und schleppend angehen lassen, über allem liegt eine spezielle eindringliche Stimmung die Zarathustra scheinbar spielend und mühelos mit jedem Takt aufrecht erhalten. Das liegt größtenteils in der außerordentlich guten Beherrschung der Instrumente begründet, allen voran der Umgang mit den Gitarren, welcher einfach hervorragend ist. Besonders gut zur Geltung kommen diese Qualitäten bei dem langsamen Stück Of serpents of swords, das eine ähnliche fesselnde und düstere Atmosphäre besitzt wie einst das großartige Screams from the past.

Aber auch die anderen Lieder von Contempt haben es in sich, so zum Beispiel das Eröffnungslied Slave morality, welches schier wutentbrannt aggressiv loslegt um dann im weiteren Verlauf sehr nuanciert mit verschiedenen Rhythmen und Elementen wunderbar auf die nachfolgenden Lieder vorbereitet. Wie erwähnt, enthält die Vinylversion von Contempt ein Bonustitel. Dabei handelt es sich um Sphinx, nachgespielt von Poison. Das Original kenne ich zwar nicht, doch ist das hier vorliegende Lied so gut und mitreißend dass ich jedem nur empfehlen kann, zur Vinylversion zu greifen.

Zarathustra haben mich mit Contempt positiv überrascht, sie haben genau die richtige Mischung aus Eingängigkeit, Abwechslung und thrashig spielerischen Elementen getroffen die ich zuletzt vor zwei Jahren vermisst habe.

01. Slave morality
02. Become eternal
03. Master morality
04. Of serpents and swords
05. Sphinx (Poison Cover - nur auf Vinyl)

Xerión / Omendark / Nakkiga - Ipar Basoetan / Na Fraga Do Norte | 2005 | Oniric | CD | Black Metal

Xerión sind mittlerweile keine ganz Unbekannten mehr. In den vergangenen beiden Jahren haben sie mit den Splits mit Foscor sowie Cryfemal und dem Demo A harpa do guerreiro für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch auf dieser Veröffentlichung zelebrieren die Spanier ihren Pagan / Black Metal mit Einflüssen der galizischen Folklore. Diese Verschmelzung zu einem eigenen Stil ist Xerión wieder gut gelungen. Die Elemente der galizischen Folklore schimmern zwar immer wieder kräftig aber auch mal eher sanft und dezent durch, dies jedoch in einem angemessenen Maße. Die harten und aggressiven Anteile des Metals kommen insbesondere bei dem ersten Titel O diaño das tebras nicht zu kurz, der um Längen schneller und brachialer ist als Madrigal da lúa. Bei dem kurzen Baixo os agoiros da nocturna luz divina handelt es sich dann nur noch um ein ruhiges Outro.
Omendark aus dem spanischen Teil des Baskenlands kommen in ihren Stücken weitgehend ohne traditionellen Folk samt den dazugehörigen Instrumenten aus. Weite Strecken ihrer Stücke sind relativ reinrassiger Black Metal, der straff und schnell aufgezogen ist, wo flinke Gitarren und der Gesang dominieren. Aufgelockert werden diese Passagen durch ruhigere Phasen mit schön gespielten Melodien die zum Teil regionalen Ursprungs sind. Ruhiger und folklastiger geht es bei den Basken in den kurzen Zwischenstücken zu, die zwischen jedem „richtigen“ Lied platziert worden sind. Deshalb sind Omendark auch mit doppelt so viel Liedern vertreten.

Ebenfalls aus dem spanischen Baskenland kommen Nakkiga, die den rohsten und eindringlichsten Beitrag zu dieser Split-Veröffentlichung liefern. Einerseits verzichten sie vollständig auf Folklore in ihrer Musik, andererseits spielen sie viel rauer und ungeschliffener. Das erste Stück Naglimund ist durchgehend langsam und schleppend strukturiert, bietet darin aber sehr interessante Facetten was zu einer ganz speziellen Atmosphäre führt. Mit Haritzaren semeak (Arimen guda) verhalten sich Nakkiga schneller, eingängiger und aggressiver. Insbesondere zum Ende hin zeigen die Basken ihre Qualitäten; sehr schnelles und abwechslungsreiches Spiel, dass sehr gitarrenbetont ist und vom gut gespielten Schlagzeug begleitet wird. Ein weiterer Pluspunkt ist der grell verzerrte Gesang, der gerne auch mal leicht hysterisch bzw. sehr emotional anmutet, wie etwa Shining - um einen Vergleich anzuführen.

Ipar basoetan / Na fraga do norte ist eine sehr interessante und gelungene Erscheinung, mit drei unterschiedlichen Gruppen einer Region, die alle für sich genommen überzeugen können. Erschienen ist das Ganze in einer Auflage von 500 Einheiten.

XERIÓN
01. O diaño das tebras
02. Madrigal da lúa
03. Baixo os agoiros da nocturna luz divina

OMENDARK
04. Jainkoen oihartzuna
05. Aetas bellum autrigonum
06. Izena duen guztia omen da
07. Ipar basoetan
08. Kixmiren heriotza
09. Jentilen egunsentia

NAGGIKA
10. Naglimund
11. Haritzaren semeak (Arimen guda)
12. Erio

Xergath - Raging Fullmoon | 2005 | Ravencult Productions | CDR | Black Metal

Fünf der sechs Lieder auf Raging fullmoon entstammen dreier Demos aus den Jahren 2003 und 2004. Wenn man sich Raging fullmoon anhört, entsteht allerdings nicht unbedingt der Eindruck es mit Material aus unterschiedlichen Aufnahmen zu tun zu haben, was natürlich positiv ist. Insgesamt betrachtet spielen Xergath rohen und ungeschliffenen Black Metal der teilweise sehr melancholische Anteile hat aber auch sehr energisch und hasserfüllt ist. Trotz des engen Rahmens den diese rohe Spielart setzt, haben Xergath das Material durchaus interessant und vielschichtig gestaltet.

Das erste richtige Lied Raging fullmoon läutet die CD schnell stampfend und aggressiv ein. Es ist noch recht simpel und überschaubar strukturiert auch wenn es zum Ende hin langsamer und gitarrenbetonter wird. Mit Revelation of hate und Ascend from the depths of your tomb folgen die zwei längsten Stücke, die zugleich auch die abwechslungsreichsten Kompositionen sind. The revelation of hate beginnt langsam und stampfend, grelle Gitarren surren unruhig und beklemmend und der verzerrte Kreischgesang ist sehr leise im Hintergrund. Die geringe Lautstärke stört allerdings nicht, im Gegenteil, sie ist sehr passend und verleiht dem Ganzen eine nachdrückliche düstere Stimmung. Ascend from the depths of your tomb ist um einiges harscher, die Rhythmik ist dezidiert schnell und der Gesang lauter und aggressiver. Auch hierbei kommen die grellen und unruhig wirkenden Gitarren zum Einsatz und hauchen der ansonsten energischen Atmosphäre etwas Melancholisches ein. Positiv hierbei ist der Klang, der ein wenig unsauber und grell ist, das Schlagzeug wohlig dumpf klingen lässt. Er passt hervorragend zur Musik und trägt somit auch maßgeblich zur Atmosphäre bei.

Ride of the deathspell ist ein kurzes und kraftvolles Stück, mit einigen schnellen und schleppenden Rhythmen. Abgeschlossen wird Raging fullmoon dann mit Endzeit, einem sehr langsamen und beklemmenden Lied. Es ist sehr einfach strukturiert, ein langsamer schleppender Takt und ein paar wenige sich wiederholende Riffs. Später zum Ende hin setzt dann passend eine morbide Stimme ein. Der Name Endzeit passt wie die Faust aufs Auge. Die Stimmung die das Lied hervorruft ist trostlos, düster und hoffnungslos.

Raging fullmoon ist eine empfehlenswerte Veröffentlichung, die den rauen und düsteren zuweilen auch primitiven Geist des Black Metals wiedergibt.

01. Proclamation
02. Raging fullmoon
03. The revelation of hate
04. Ascend from the depths of your tomb
05. Ride the deathspell
06. Endzeit

Wyrd - Rota | 2005 | Omvina | CD | Black Metal

Das fünfte und neuste Album von Wyrd könnte dafür stehen, dass Wyrd musikalisch neue Wege gehen werden. Diese Tendenz zeichnete sich bereits auf den beiden Vargtimmen Werken ab, doch sind die Veränderungen und Entwicklungen auf Rota sehr viel präsenter und offensichtlicher. Ein Indiz hierfür könnte auch die andersartige Covergestaltung sein sowie der Wegfall des bisherigen Schriftzugs. Allerdings ist Rota nicht durch und durch etwas Neues von Wyrd und unterscheidet sich auch nicht in allen Belangen. Im Gegenteil, neben den neuen Aspekten sind auch viele bewährte und für Narqath und Wyrd typische Arrangements, Elemente und Stimmungen enthalten, die man durchaus als charakteristisches Merkmal von Wyrd verstehen kann. Gerade diese Mischung macht das Album sehr interessant, weil sich einerseits bekannte Muster wieder erkennen lassen aber eben auch einiges neues und zunächst ungewöhnliches hinzugekommen ist, was zunächst überraschend wirken kann.

Götterdämmerung und Loitsi sind die beiden Lieder, die aufhorchen lassen weil sie anders sind als das was man von Wyrd bisher gewohnt war. Es sind helle und freundliche Stücke, mit teilweise sehr verspielter und rockiger Rhythmik sowie Melodieführung was mich von der Atmosphäre her irgendwie an Gruppen wie etwa Finntroll (ich hoffe ich irre mich nicht, ich habe nichts von Finntroll da um meine Erinnerung zu überprüfen) erinnert. Veri kutsuu verta ist aber auch sehr interessant, da dort einige Riffs vorkommen, die in ähnlicher Weise bei den Death Metal Gruppen Obscenity und Orth zu hören sind. Man darf jetzt aber nicht denken, Rota sei völlig anders und experimentell. Wenn man das Album als Ganzes in einem Durchgang anhört, relativieren sich diese neuen Anteile. Es sind auch sehr Wyrd typische Titel enthalten, wie etwa Noitakansa und Rota, die alle Stärken und Vorzüge der alten Alben in sich vereinen. Insbesondere Rota selbst besitzt eine sehr tragende und tiefgehende Atmosphäre und ist wunderbar komponiert. Vielleicht bin ich etwas vorschnell, doch gehört das Lied Rota für mich mit zu den Besten Liedern von Wyrd überhaupt.

Mit Rota haben Wyrd zum fünften Mal ein äußerst gelungenes Album hingelegt, das in der Lage ist unterschiedliche Stimmungen einzufangen als auch wiederzugeben und trotz der Veränderungen, eine authentische Wyrd Veröffentlichung ist.


01. Noitakansa
02. Götterdämmerung
03. Henkien yössä
04. Veri kutsuu verta
05. Rota
06. Loitsi

03.10.2005

Wolfsschrei / Har Shatan - Split | 2005 | Darkland Records | Vinyl | Black Metal

Der Titel Devastating blow ist auf dem bereits erschienen Demo L.U.S.T. ebenfalls enthalten, ob es sich um zwei verschiedene Versionen handelt ist mir aber unbekannt, da ich nicht im Besitz dieser Demo CDr bin. Wolfsschrei zelebrieren auf diesem Splitvinyl eingängigen und rauen Black Metal der schnellen, einfachen und antreibenden Art. Langweilig oder einfallslos wirken Wolfsschrei mit Devastating blow jedoch nicht, denn diese minimalistische musikalische Spur macht einen ehrlichen und aufrichtigen Eindruck. Das Lied weißt trotz aller Hingabe fürs puristische zarte Variationen in der Struktur auf, die aber eher unauffällig und im Hintergrund zu finden sind. Dies ist ein weiteres Merkmal mit dem Wolfsschrei mich zu überzeugen wissen.

Har Shatan konnten mich ja schon mit dem bisher einzigen Demo Sounds to the key of death beeindrucken. Mit dem neuen Stück Through the eyes of the night ist es nicht anders. Schon gleich mit den ersten Sekunden des Liedes entströmt den Lautsprechern alt eingehauchter rumpeliger Black Metal, dass es eine wahre Freude ist. Von der Atmosphäre her, geben sich Har Shatan ähnlich minimalistisch wie Wolfsschrei, jedoch ist Through the eyes of the night musikalisch um einiges differenzierter ausgefallen. Es sind sowohl schleppende Passagen wie auch dezidiert eingängige und schnellere Strecken enthalten und auch an den Saiteninstrumenten zeigen sich Har Shatan spielfreudiger und abwechslungsreicher.

Für mich ist dieses Splitvinyl eine sehr gelungene Sache, die mir mit jedem Hören besser gefällt. Der einzige Kritikpunkt ist die Tatsache, dass das Vinyl ohne innere Schutzhülle ausgeliefert wird. Erschienen ist das Ganze in einer Auflage von 666 Kopien.

WOLFSSCHREI
01. Devastating blow

HAR SHATAN
02. Through the eyes of the night