31.08.2002

Stutthof - Towards The Astral Path... | 2002 | Battlefield Records | CD | Black Metal

Stutthof aus Griechenland dürften hierzulande nicht allzu bekannt sein. Wie der Name schon verrät hat die Band gewisse politische Ansichten die sie 2000 auf einer Split CD mit den Landsmännern von Gauntlet's Sword aktiver und direkter zum Tragen bracht als auf der neuen CD. Genug davon und nun zum Eigentlichen, der Musik. Stutthof spielen sehr rau gestimmten Black Metal mit hohen und grellen Gitarren und sehr kreischverzerrten Gesängen. Aufgelockert wird dies musikalisch und melodisch durch einige klare und gut klingende Gesangseinlagen die auch zu einem flüstern oder schnellen Sprechen werden. Zudem greift die Band dann und wann mal in den Liedern auf harmonische Klänge die von einem Keyboard stammen dürften, zurück. Allerdings sind diese Klänge dezent im Hintergrund gehalten und tragen angenehm zur (astralen) Atmosphäre des Albums bei.
Die Produktion von Towards thy astral path ist etwas flach und platt ausgefallen. Durch die hellen Gitarren und dem sehr präsenten Gesang geht das Schlagzeug schon mal unter oder wirkt wie die gesamte Musik vom Klang her recht drucklos. Das ist schade, auch wenn die Band spieltechnisch niemanden vom Hocker haut, so hat sie ihren musikalischen Charakter der sich hören lassen kann.

01. Opus I: Blut (Blood)
02. An ode to thee ancient great goddess
03. In the fields of the stars
04. Towards thy astral path
05. Opus II: Boden (Fatherland)
06. The age of revelation
07. The feast of everlasting flame
08. Krieg und Boden

30.08.2002

Stíny Plamenů - Rány Černým Kovem | 2002 | Barbarian Wrath | CD | Black Metal

Die Tschechen Stiny Plamenu klingen wie eine härtere Variante von Trollech. Musikalisch kann man die beiden Bands absolut vergleichen. So verwundert es auch nicht das Stiny Plamenu ein Nebenprojekt von Trollech´s Lorda Morbivoda ist. Wie bei Trollech ist die Musik sehr gitarrenlastig - die Gitarren sind stets im Vordergrund und bilden gemeinsam mit dem eigenständigen Gesang das prägende Element der Musik dieser Band und deren Album. Stiny Plamenu setzen dabei aber stilistisch mehr auf Black Metal und verzichten auf charismatische Elemente die Trollech so sehr auszeichnen. Die Musik ist direkter und aggressiver. Es sind zwar auch gemächlichere Abschnitte mit in die Musik eingflossen, doch sind diese nicht so häufig wie bei Synove Lesu oder Ve hvozdech.

Wer Trollech bisher allerdings nicht kennt, dem wird mit meinem Vergleich nicht geholfen sein. Stiny Plamenu spielen einen überwiegend schnelleren Black Metal - der sich allerdings nicht in der Geschwindigkeit begründet wie viele andere es tun. Vielmehr liegen die musikalischen Schwerpunkte in der Abwechslung sowie in den - schon genannten - dauerhaft präsenten Gitarren die federführend sind und auf angenehme Weise zeitweilig etwas grell und rauh wirken. Die Tschechen spielen Black Metal mit definitiven Wiedererkennungswert und legen musikalischem Wert auf Rhythmuswechsel und Gitarrenmelodien. Es ist halt nicht eine misanthropische oder besonders grimmige Erscheinung, und das ist meiner Meinung nacht auch sehr gut so.


 1. Predzvest války za Cistírnu
2. První zvradelní bitva
3. Druhý príjezd Vévoduv
4. Poslání Ing. Möbia
5. Voda, Zvradla a boure
6. Rány Cerným Kovem
7. Zvradlonoš
8. Tisíce zvradelních bestií
9. Poslední zvradelní bitva
10. Open the Gates

29.08.2002

Sons Of Fenris - Fenris | 2002 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal

Aus Frankreich stammt diese Eigenproduktion der Band Sons of Fenris. Die Band dürfte hierzulande wohl weitestgehend unbekannt sein. Deshalb auch die späte Besprechung, denn das Album ist ja auch nicht mehr ganz aktuell und neu. Sobald das kurze Intro sein Ende gefunden hat wird schnell deutlich für was die Franzosen stehen. Nämlich für traditionellen und rauhen Black Metal. Am auffälligsten ist dabei der "lycanthropische" (so steht es im Beiblatt der CD) Gesang welcher stets vordergründig und sehr intensiv respektive verzerrt daher kommt. Dies fügt sich aber gut mit der Musik - grell gestimmte Gitarren und Drumcomputer - zu einem rundem Bild das paßt. Mit Fenris haben Sons of Fenris nichts weltbewegendes oder aufregendes geschaffen oder erfunden, trotzdem aber grundsoliden Black Metal eingespielt der durchaus zu gefallen weiß.

01. Intro
02. Sombre foret
03. La chasse sauvage
04. La vengeance de sang
05. Fenris
06. La ou les etoiles se perdent
07. Lycanthropes

23.08.2002

Seigneur Voland / Chemin De Haine - Cérémonie Chaotique... Pour Un Monde Mourant - Acte II | 2002 | Painiac Records | Vinyl | Black Metal

Die Franzosen Seigneur Voland haben zwei neue Songs zusammen mit Chemin De Haine auf diesem Vinyl über das belgische Label veröffentlicht. Besonders ist an dieser Scheibe aber nichts weiter. Nicht die Limitierung auf 500 Kopien, oder die Verbundenheit zu der Band Kristallnacht. Es wird von beiden hier vertretenden Bands eingängier und und ideenloser Black Metal geboten. Kein besonders guter, aber auch kein besonders schlechter Sound ist gegeben. Und auch bleibt von den Liedern sonst nichts hängen. Ausser einigen Riffs und dem einen oder anderen Rhthmuswechsel erlebt man nichts. Aber das ist irgendwie typisch für solche französischen Bands. Allerdings macht das Ganze einen "ehrlichen" Eindruck, und der Bandstil wird konsequent fortgesetzt. Das ist ja jedenfalls in heutigen Tagen eine Menge. Aber musikalisch haut mich diese EP nicht vom Hocker.

SEIGNEUR VOLAND
01. Animal masse
02. Jeunesse epuration

CHEMIN DE HAINE
03. Au seul ma demeure

21.08.2002

Satanic Warmaster - Black Katharsis | 2002 | Northern Heritage | Vinyl | Black Metal

Das geniale finnische Label Northern Heritage hat mal wieder einen sehr schlagkräftigen und äußerst ansprechenden Tonträger veröffentlicht. Das neuste Werk dieser finnischen Band strotzt nur so vor direkter Erbarmungslosigkeit, die mit einem gewissen melancholischem Flair (vergleichbar mit Abyssic Hate) einhergeht obgleich der Gesang einen aggressiven und bissigen Charakter in sich trägt.

Die drei Lieder sind ausnahmslos in einem urzeitlichen Gewand des Black Metals gekleidet. Rau und roh. Eher langsam bis mittelschnell und tragend. Die dazu passende Produktion bestätigt nur den Eindruck, von Satanic Warmaster unverfälschten Black Metal zu hören zu bekommen, ohne Rücksicht auf Verluste, respektive ohne Rücksicht auf heutige Trends und störende Faktoren.

Eine absolut gelungene Veröffentlichung, die sicherlich schnell verkauft sein dürfte. Eine CD-Version ist allerdings schon in der Vorbereitung.

01 Remembrance of Times Forgotten
02 Cursed Emperor
03 ...hiljaisuudesta

20.08.2002

Sanguis - Chaosgate Guardians | 2002 | Supreme Chaos Records | CD | Black Metal

Mit Chaosgate guardians haben die Österreicher Sanguis ende 2002 das erste Album veröffentlicht. Zuvor war 2000 das Demo Mortal art of blood entstanden. Gleich zu Beginn macht einem die Band unmissverständlich klar womit man es zu tun hat. Rasender und technischer Black Metal in ausgereifter Machart. Zart wird man zwar an Dark Funeral erinnert, doch dies verflüchtigt sich alsbald. Denn um eine direkte Parallele zu ziehen sind Sanguis zu eigenständig vom Klang aber auch vom Songwriting. Trotz dem durchgehenden, rapiden Grundtempo erliegt die Band nicht einer lähmenden Eingängigkeit und Lethargie. Ohne kitschig oder klischeehaft zu wirken haben die Vier, den acht Titeln, Gefühl, Melodie und Atmosphäre verliehen. Auf eine Art und Weise die nicht die Gewalt und Härte der Musik in Frage stellt sondern dem Ganzen abrundend eine Aura verleiht. Da liegen auch die Stärken von Sanguis enthalten. Die technischen Fertigkeiten an den Instrumenten sind die Vorraussetzung dafür, gekonnt und gut platziert gemächlichere Momente in die Liedstruktur einzufügen.

Wie es bei einer solchen Form des Black Metals sein sollte, stimmt der Klang und die Produktion. Chaosgate guardians ist sauber und klar produziert und abgemischt. Zwar wirkt das Schlagzeug manchmal ein wenig zu matt, etwas mehr Druck hätte nicht geschadet - aber man sollte dabei auch nicht vergessen das es sich hierbei immerhin um ein Debut handelt. Dafür fallen die Gitarren umso positiver aus. Der Klang ist auf der einen Seite sehr hörenswert und auf der anderen Seite werden sie ebenso gut gespielt und eingesetzt. Ganz gleich ob im hohen Tempo oder bei einem kurzen, akustischen Moment.

Insgesamt ein gutes und gelungenes Album dass seine Qualitäten nicht unbedingt sofort beim ersten Hören vermittelt sondern eher beim bewussten (mehrmaligen) anhören des ganzen Albums.

01. Burden of heritage
02. Towards the stormgates
03. Chosen by the she-corpse
04. Autumn emperor
05. Reincarnation manifesto
06. Farewell wayfarer
07. Of solitude and cosmic streams
08. Nocternity

16.08.2002

Rotting Christ - Genesis | 2002 | Century Media | CD | Black Metal

Rotting Christ sind zurück. Und wie sie das sind. Man traut seinen Ohren kaum. Besonders wenn man die Band seit den Anfangstagen kennt und das musikalische Treiben mehr oder weniger aufmerksam verfolgt hat. Selbst der alte (und geniale) Schriftzug schmückt den neuen Tonträger. Doch nicht zu früh gefreut: Ein Meisterwerk wie Thy Mighty Contract ist Genesis stilistisch her nicht. Erwartet wird dies aber wohl auch niemand haben. Dennoch ist das neue Album der Griechen eine erhebliche Besinnung und musikalische Verbesserung. Die experimentiellen Zeiten scheinen nun endgültig vorbei. Zwar blieben Rotting Christ auf all ihren gemächlichen und progressiven Alben wie Khronos oder A dead poem immer sich selbst treu - doch nun stehen sie ganz eindeutig wieder für Härte und Aggressivität.
Die Lieder sind überwiegend durch eine grundlegende Schnelligkeit geprägt und mit den legendären und typischen Riifs gepaart. Das ist nach den letzten Veröffentlichungen der Band etwas neues. Doch auch von den lascheren und ruhigeren Alben wurde etwas übernommen. Und genau diese Mischung aus den Zutaten der älteren und längst in langer Vergangenheit zurückliegenden Tagen sowie aus den neueren - ungeliebten - Stilelementen, wie die klareren Gesänge und elektronische Spielereien á la Hymnen und sanften spherischen Klängen machen das Album zu dem was es ist: Ein sehr intensives Klangfeuerwerk mit wohliger Härte und Intensität. Rotting Christ haben all ihre Vorteile in Genesis vereint und komprimiert. Das Album besticht durch eine durchgehende und ergreifende Atmosphäre die aus dem herovrragendem Songrwritung und der Abwechslung resultiert.

Die Titel wurden sehr klar, sauber und druckvoll produziert was dem Hörvergnügen nur zur gute kommt und vor allem die Musik bereichert. Denn Rotting Christ gehen hier sehr technisch ans Werk was ihnen auch perfrekt gelungen ist. Harte und aggressive Parts weichen seichteren Passagen mit variierten Gesängen - die typischen Riffs sind ebenso zu vernehmen wie auch sehr ruhige Soli. Jedoch wird nichts davon übertrieben oder überproportional eingesetzt oder in den Vordergrund gedrängt.
Man kann ruhig sagen das für die Griechen eine dritte Ära begonnen hat. Genesis ist das Tor zu einem neuen Kapitel der Bandgeschichte. Und diese wird - wenn es so weiter geht - überaus erfolgreich werden. Denn dies kann nur eine logische Konsequenz aus diesem überaus guten Album sein. Da wundert es mich fast schon ein wenig, das Century Media dabei mitgemacht hat. Vielleicht besinnt man sich auch dort endlich eines besseren.

Ich denke, für Leute die Rotting Christ erst mit Alben wie A dead poem oder Sleep of angels kennengelernt haben wird der neue Silberling nicht mehr so ein Leckerbissen wie noch bis zur Khronos , sein. Für alle anderen dagegen aber schon. Musikalisch ist Nemesis einfach ein überaus gelungenes Album mit griechischem Flair alter Rotting Christ und aggressiver Härter des neues Jahrtausends.

1. Deamons
2. Lex Talionis
3. Quintessence
4. Nightmare
5. In Domine Sathana
6. Release Me
7. The Call Of The Aethyrs
8. Dying
9. Ad Noctis
10. Under The Name Of The Legion

13.08.2002

Primigenium - Intolerance | 2002 | Drakkar Productions | CD | Black Metal

Primigenium aus Madrid (Spanien) gibt es bereits seit 1992. Mit Intolerance ist nun endlich nach einigem Hin und Her und diversen EPs das zweite Album erschienen. Der Titel des Werks ist mehr als selbsterklärend. Die acht Stücke sind barbarischer und grimmiger Black Metal ("Pure black fucking Metal" halt...) die musikalischer Verweichlichung gegenüber keine Spur von Toleranz offenbaren. Trotz dieser klaren (und gesunden) Einstellung verkommt das Album aber nicht zu einer gewöhnlichen und durchschnittlichen Veröffentlichung wie sie zig mal im Monat erscheint. Primigenium verstehen ihr Handwerk und verleihen dem eigenen Liedgut einen eigenen Charakter. Die Lieder sind nicht durchgehend so eingängig wie es zu erst erscheint. Das Songwriting achtet neben der grimmigen Natur auch sehr auf den Metal in den Gitarren und der Spielweise des Schlagzeugs. So bekommt Intolerance eine eigene Atmosphäre von den zwei Spaniern. Allerdings liegt dies nicht ausschließlich an den Griffen oder Rhythmuswechsel sondern auch an der Gesangsstimme die sehr eigenständig, grell und auch brutal klingt so das man regelrecht die Anstrengung der Stimmbänder erkennen vermag. Diese ganzen Attribute und die achtenswerte Portion "Pure black fucking Metal" machen das Album zu einem guten und gelungenem Wert im Bereich des Black Metals.

01. Pure black fucking Metal
02. For I am death
03. Intolerance
04. There where we will have to rise...
05. Essential chaos
06. Satanic truth
07. Demoniac
08. Theatre of souls