10.05.2001

Godless North - Summon The Age Of Supremcy | 2001 | Sombre Records | Vinyl | Black Metal

Da hat sich ja ein Ungetüm an Unwetter im hohen Norden von Kanada zusammengebraut, den Godless North hier schonungslos und rigoros zelebrieren. Konnte man sie doch im Dezember vergangenen Jahres gemeinsam mit Krieg und Inquisition in Deutschland aud Tour sehen, wo sie nicht gerade besonders überzeugen konnten. Geradezu gegensätzlich verhält es sich aber mit dem Longplayer der Band. Von der ersten Sekunde bis zum allerletzen Atemzug ist es purer, kriegerischer Black Metal im schnellem Tempobereich der vollkommen zu vereinnahmen und überzeugen weiß. Jeder Titel auf diesem Vinyl ist ein Glanzstück in der heuten Black Metal Welt. Herausragend sind aber definitiv Xunder the veil of night und ...the wolf unleashed, welche in der neuen Geschichte des Black Metals wahrlich, elitäre Meisterwerke darstellen die man in der Schwemme von Veröffentlichungen nur sehr selten vorfindet. Alles in allem bieten Godless North grimmigen und agressiven Black Metal vom allerfeinsten ohne auf störende Beschmückungen wie Keyboards oder ähnliches Mist zurückzugreifen.

01 Intro
02 Glory of the past returns
03 Xunder the veil of night
04 Winter of cleansing
05 Dark skies over Vinland / Upon heathen battlefields
06 Wisdom of the ancient cults
07 ...the wolf unleashed / Outro

26.04.2001

Evoken - Quietus | 2001 | Avantgarde Records | CD | Funeral Doom

Eine vollkommen düstere und melancholische Wand aus Klängen drückt einen hier nieder. Die Rede ist von der Band Evoken. Ja, mir fehlen fast schon die Worte, dieses Werk zu umschreiben, es in Worte zu fassen. Wer Doom Metal dieser Art kennt, wird wissen was ich meine. Dieses schier wahnsinnige langsame Treiben der Klänge, dazu der bedrohliche Gesang der fast schon einen Gänsehautfaktor hat, bestimmen das gesamte Album. Die Atmosphäre wird in den einzelnen Liedern noch durch sanfte, im Hintergrund stehende hymnische, ja fast schon sphährische Melodien gekonnt gesteigert. Eindrucksvoll wird dies bei Tending the dire hatred gezeigt. Hier tauchen sehr langsame, sphärische Gitarrenriffs gepaart mit einer flüsternden Stimme auf, um mich sich langsam, aber stets ein wenig zu steigern.

Insgesamt ist es einfach ein sehr gut gelungenes Doom Metal Album das wohl noch im Genre für einige Furore sorgen wird. Für mich auch seit längerer Zeit das Beste aus diesem Bereich das ich gehört habe.

01 In pestilence, burining
02 Withering indignation
03 Tending the dire hatred
04 Where ghosts fall silent
05 Quietus
06 Embrace the emptiness
07 Atrementous journey

24.04.2001

S.V.E.S.T. / Katharsis / Warloghe / Black Witchery - Black Metal Endsieg | 2001 | Sombre Records | Vinyl | Black Metal

Die franzoesische Band S.V.E.S.T. bietet hier schnelle Gitarrenarbeit mit einigen Rhythmen- und Tempowechsel welches sie in einem recht eingängien Format rüberbringen. Doch dabei ist mir die Stimme ein wenig zu farblos und zu wenig aussagekräftig. Aber wenn man sich The alpha wolf´s anger in aller Ruhe zu gemüte führt kann man sich schon am musikalischem, besonders der vorhin erwähnten Gitarrenarbeit erfreuen.

Deutschland ist mit Katharsis ebenfalls auf dem Sampler vertreten. Katharsis legen sofort in bester Darkthrone Manier los. Und so wird das auch bis zum Ende fortgeführt wobei der Gesang ein wenig nachlässt an die Norweger zu erinnern.

Bei Warloghe aus Finland lacht mein Herz bei dieser EP zum ersten Mal richtig auf. Der Anfang erinnerte mich ein wenig an Urgehal, was auch nicht ganz verschwinden konnte. Doch ist es für mich bei diesem Stück der Klang der Gitarre und die Paarung der Trommeln die mich in einen Bann zieht der leider nach vier Minuten endet.

Abrunden tut das die US-Band Black Witchery mit Destruction of the holy kingdom which spawned the cursed trinity of god . Eingeleitet wird das Lied mit einer schönen kraftvollen Stimme. Was nicht zu überhören ist, ist das Black Witchery eindeutig die beste Produktion dieser Veröffentlichung an den Tag legen. Die Musik an sich ist eingängig mit sich wiederholenden Riffs und einem Schlagzeug das zuweilen die Doublebass nicht druckvoll genug rüberbringt.
In der Mitte des liedes begleitet das Treiben im Hintergrund ein akkustisches Gitarrenstück, was meiner Meinung nach auch gut in das Lied eingebettet ist. Alles in allem für mich auf der EP das überzeugendste Stück.

Wie bei Sombre Records zu erwarten, ist diese Veröffentlichung aber nichts für Zeitweise-Ich-Höre-Jetzt-Was-Böses-Hörer. Denen wird die EP nicht gefallen. Und das ist auch gut so. Denn für solche Ohren ist das Ganze auch nicht gedacht.

01. S.V.E.S.T. - The alpha wolf´s anger
02 Katharsis - Lacerating the angels
03 Warloghe - Visions of carnage and impurity
04 Black Witchery - Destruction of the holy kingdom which spawned the cursed trinity of god

23.04.2001

Empaligon / Triumvirat Xul - Split EP | 2001 | Hatework | Vinyl | Black Metal

Zwar steht auf den Internetseiten von Empaligon das man einen Schlagzeuger hätte. Doch auf der EP hört es sich so an, als hätte man ein Drumcomputer benutzt. Und da sind wir auch schon sofort beim großen Manko des Beitrages von Empaligon auf diesem Single-Vinyl. Die Produktion ist seltsam, sie ist erdrückend und zuweilen auch chaotisch ausufernd. Ich kann nicht mal genau sagen, was da ein wenig im Hintergrund so übersteuert. Ob es das Schlagzeug, irgendwelche Bässe oder die elektronisch-kreischige Stimme ist. Das Schlagzeug kommt sehr schnell gespielt daher, hält auch mal kurz inne und bietet auch den einen oder anderen Break. Allerdings wirkt es die ganze Zeit über sehr mechanisch. Aber man muß dabei auch anerkennend anmerken, daß die Idee bzw. das Songrwriting gar nicht so schlecht ist, wie es primär den Anschein zu haben droht. Nur hat die wirklich obskure Produktion diese guten Ansätze sofort im Keim erstickt.

Beim Pendanten Triumvirat Xul ist dies glücklicher Weise nicht der Fall. Das Lieg auf der B-Seite beginnt mit einer hymnisch / atmosphärischen Einleitung, die auch nicht langweilig oder überflüssig wirkt wie es ja oftmals der Fall ist. Diese Einleitung, Binah, geht um die vier Minuten, bevor das der eigentliche Titel Tie Triade losbricht. Auch hier ist dann die Produktion nicht mehr so überzeugend, aber dennoch besser und hörbarer als bei Empaligon. Dennoch hat das Ganze ein wenig einen Chaoscharakter. Die wild einbrechenden und lauten Drums mit den zum Teil schrummigen Gitarrenriffs. Insgesamt ist aber Die Triade ein sehr interessantes und ein wenig schon mythisch anmutendet Titel. Die zum Teil brachialen Drums mit den sehr interessanten Gitarrenklängen die im Hintergrund immer mal wieder auftauchen, sowie die seichten atmosphärischen Klänge zwischendurch.

So wird diese Split-Veröffentlichung duch Triumvirat Xuldurchaus interessant, und bietet Hörern die eine etwas eigenwillige Produktion verkraften können, interessant umgesetzten Black Metal der nicht alltäglichen Art.

EMPALIGON
01. Realm wrath complex

TRIUMVIRAT XUL
02. Binah - Die Triade

05.04.2001

Desaster - Souls Of Infernity | 2001 | Iron Pegasus Records | Vinyl | Black / Thrash Metal

Auf dieser pressneuen EP wird die Hörerschaft mit einem neuen Titel, einer Coverversion von Razor und zwei Livetiteln beglückt. Also stellt diese Veröffentlichung definitiv ein Werk dar, mit dem gezielt nur ein bestimmter Teil von Hörern angesprochen werden soll.
Souls of infernity ist der neue Titel dieser EP, welcher mit düsteren Riffs eingeläutet wird. Insgesamt kann man dieses Stück zu den etwas heftigeren und brachialeren Liedern von Desaster zählen. Es ist zwar typisch Desaster, doch wird man bei Souls of infernity vergeblich nach dieser durch Gitarren erzeugten, typischen mittelalterlichen Atmosphäre suchen, die auf den Alben bisher so präsent war. Schon daran erkennt man sofrt, das die EP ein Wink an die zurückliegenden Thrashzeiten ist. Cross me fool, ist ein Coversong der kanadischen Thrashbarden, Razor. Viel muss ich dazu wohl nicht sagen, ausser das der Titel gut umgesetzt worden ist. Auf der B-Seite befinden sich noch zwei Live-Stücke vom Wacken-Gig 2001. Das war das letzte Konzert mit Sänger Okkulto der danach die Band verlassen hat.

Für Desaster-Fans wie mich ein absolutes Muß. Doch ansonsten ist es nicht so eine herausragende EP die man unbedingt in seiner Sammlung eingliedern sollte.

01 Souls of infernity
02 Cross me fool (Razor Cover)
03 Sataniac
04 Show them how

07.03.2001

Benümb / Pig Destroyer - Split | 2001 | Robotic Empire | CD | Grindcore

Maximum violence!! Brutaler kann es kaum noch gehen was diese Split CD hier bietet. Absolut geiler Hardcore/Noise/Grindcore den Benümb und Pig Destroyer als einen wahren Lauschangriff fabriziert haben. Denn um einen Angriff handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist schon nicht mehr feierlich mit welcher unbarmherzigen und brachialen Art und Weise die gequälten Klänge die Boxen verlassen. Und genau das ist es ja schließlich auch was man will. Und diese Split CD ist auch ein hervorragend geeigneter Soundtrack für das Einläuten des Weltuntergangs, aber wahlweise auch für einen blutrünstigen und primitven Amoklauf an dem man unterstütz von der Musik die animalischen Aggressionen ausleben kann. Einfach nur geil das Teil!


BENÜMB
01. Path of the righteouse
02. What's done is done
03. Stealing from the blind

PIG DESTROYER
04. Hmyn
05. Black centiped
06. Immune to life
07. Fuck you up an
08. Contagion
09. Black dice

06.03.2001

Azaghal - Ihmisviha | 2001 | Blut & Eisen | Vinyl | Black Metal

Vor ein paar Wochen flatterte mir dieses edle Vinyl ins Haus und ich konnte es kaum erwarten meinen Plattenspieler anzukurbeln. Die Finnen Azaghal haben hier zwei Split CDs sowie einen komplett neuen Titel auf dieser LP über Blut und Eisen veröffentlicht, wobei das Stück auf 300 Einheiten beschränkt ist.

Wer Azaghal kennt dürfte ja wissen was ihn für ein Höllenwerk mit dieser Platte erwartet. Interessant ist die Zusammenstellung. Auf Seite A ist die Split CD mit Mustan Kuun Lapse veröffentlicht, und auf Seite B findet man den finnischen Beitrag Azaghal´s auf der Veröffentlichung mit Beheaded Lamb . Dazu noch den Titel Satan´s spawn der eigens 2001 im Dragonthrone Audio Studio für diese Veröffentlichung aufgenommen worden ist.
Wie schon die Titel vermuten lassen handelt es sich hierbei nicht um ein liebliches Geplänkel und harmonischen Black Metal, sondern um direkten, ehrlichen Black Metal der direkt in die Fresse gespielt ist und in einem passendem Klanggewand daher kommt. Überwiegend bieten Azaghal das volle Brett. Schnell und direkt. Doch was mein Herz besonders hoch schlagen lässt sind das sich bei einigen Tracks durchaus wohlklingende und eigenständige Thrashanleihen zu hören sind, die sich aber glücklicher Weise nicht an den allgemeinen Einmarsch des Thrash Metal´s im Black Metal anlehnen.

Mit dem Titel Inhimillisyyden tuollapuolen beweisen Nargath und Co das sie auch etwas vom Spieltechnischen verstehen und so wechseln sich gekonnt und gut durchdacht hymnisch-melodiöse Passagen mit dem kriegerischen Geprügel ab. Aber einen wahrhaftigen Ohrwurm hat mit Black Terror Metal bereitet.
Auf der zweiten Seite findet man noch einen weiteren Schmankerl, Suicide anthem 2001 . Welcher schön rifflastig anfängt und gar ein wenig an die guten alten Schweden Nifelheim erinnert was aber sehr schnell verfliegt. Dennoch muss ich sagen das mich einige Riffs im Mittelteil des Titels an Desaster erinnern. Den Abschliß bildet der neue Titel Satan´s spawn welcher sehr kraft- und druckvoll eingespielt worden ist, so das sich meine Nachbarn gerade wieder freuen eine Gratismusikdarbietung erleben zu dürfen.
Satan´s spawn unterscheidet sich aber nicht nur in seinem druckvollem Gewand von den restlichen Liedern, sondern auch in seiner für diese Veröffentlichung untypische Songstruktur. Die erste Hälfte kommte eher schleppend daher um sich dann am Ende mit einem thrashigen Paukenschlag zu verabschieden.  

01. Toinen tuleminen
02. Inhimillisyyden tuollapuolen
03. Black Terror Metal
04. Ihmisviha
05. Luoti
06. ...ja me näykimme luita
07. Demonic energy
08. Käärme ja avain
09. Suicide anthem 2001
10. Kill yourself
11. Satan's spawn

17.02.2001

Alghazanth - Subliminal Antenora | 2001 | Woodcut Records /Avantgarde Music | CD | Black Metal

Alghazanth ist wieder eine jener Bands die mich beim ersten Hören einfach nicht vom Hocker hauen können, geschweige denn überzeugen. Schon gleich die Einläutung durch Breathless flesh sculpture lässt mich stirnrunzelnd aufschauen. Ein paar Sekunden lang ein elektronisch erzeugtes Intro das man nicht weiter definieren kann, das dann noch mit ein paar elektronisch überlagerten Stimmen unterstützt wird bevor das eigentliche Lied dann anfängt. Man erkennt sofort das Konzept der Band. Symphonischer, aber schneller Black Metal der glasklar produziert ist. Sogar die Drums passen wunderbar ins Bild des Gesamten. Aber dennoch, es ist für mich so einfach nur ein ideenloser Abklatsch von zig anderen Alben die es so in der Form haargenau schon gab. Auch der Gesang ist für mich nicht so ansprechend, da er mich unterschwellig irgendwie an bekannte Größen aus dem benachbarten Norwegen erinnert. Allerdings muss ich der finnischen Band zugute Halten, das zum Teil gute Ansätze vorhanden sind, die aber leider in der Flut und wohl auch versteiftheit auf diesen symphonischen Black Metal einfach untergehen und keine Bedeutung finden. Das Keyboard bleibt zwar die ganze Zeit über eher im Hintergrund, aber dennoch permanent als wichtiger Baustein der Musik vorhanden. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Denn gerade bei Netherworldly kann man diese Ansätze gut hören. Rauhe Riffwechsel und auch ein einfalssreicheres Drum. Doch dann verfällt man immer wieder auf das Keyboard im Hintergrund, das einfach alles zunichte macht und die kurz geschaffene Eigenständigkeit untergräbt und auch unglaubwürdig macht. Für Leute des melodisch / symphonischen Black Metals die es aber auch gern mal schnell mögen wie bei Dark Funeral ist Subliminal Antenora bestimmt ein Leckerbissen. Aber für mich persönlich eine überflüssige Erscheinung.

1. Breathless Flesh Sculpture
2. The Igneous Embrace
3. Daemonolith
4. Netherworldly
5. Of Predators and Preys
6. The Mirrored Deathwish Paranoia
7. An Ode to the Bringer of Chaos
8. Anno Sathani