All Hail Corrosion heißt das Debütalbum der amerikanischen
Doom Formation EPHEMEROS. Die drei Lieder kommen auf 40 Minuten und
stellen eine schwermütige sowie atmosphärische Mischung aus Funeral
Doom und Death Doom dar. All Hail Corrosion ist langsam und klanglich
kraftvoll, aber immer auch ein wenig melodisch respektive atmosphärisch.
Die langsamen Gitarren spielen nicht nur bebende Riffwände sondern
kümmern sich auch um melancholische, trübselige Melodien.
Obwohl EPHEMEROS recht eigenständig zugange sind, gehen sie
stimmungstechnisch gelegentlich in die Richtung von EVOKEN oder NORTT,
ohne jedoch deren höchst depressive, schwarze und düstere Atmosphäre zu
erreichen. All Hail Corrosion ist ganz sicher ein
tieftrauriges Werk, doch enthält es kaum Spitzen oder Besonderheiten.
Die langen, langsamen und immer ein wenig auf Melodik bedachte
Arrangements und Passagen sind sehr solide, aber auch nicht mehr.
Jedenfalls gelingt es EPHEMEROS nicht so recht, mich 40 Minuten lang zu
fesseln. Den Melodien gelingt es nicht, mich zu kitzeln oder zu
berühren, wobei das letzte Lied Soilbringer in dieser Hinsicht
noch das beste ist, da das atmosphärische Riffing dort nicht einfach
nur melancholisch ist, sondern auch eine Geschichte erzählt.
Für Anhänger des schweren und traurigen Dooms sicherlich interessant aber für alle Anderen wohl eher nicht. All Hail Corrosion
ist ein typisches Genre Album, welches sich speziell an die Szene
richtet. Es ist gewiss nicht schlecht nur fehlt es an etwas Besonderem,
an einer speziellen Form von Wiedererkennung. Ich finde es schlicht
etwas langweilig, wobei es gute Ansätze und Passagen gibt.
01. All hail corrosion
02. Stillborn workhouse
03. Soilbringer
https://www.facebook.com/Ephemeros
http://www.seventhrule.com/
31.08.2013
Cleric - Gratum Inferno | 2013 | Tofu Carnage Records | Vinyl | Death Metal
CLERIC ist eine brandneue Band, die sich aus dem Untergrund der texanischen Stadt Dallas rekrutierte. Das Debütalbum Gratum Inferno
wird am 26. September ausschließlich auf Vinyl über eine kleine
texanische Plattenschmiede veröffentlicht. Das Album enthält sieben
Lieder die auf 30 Minuten Spielzeit kommen und feinsten, schwedisch
inspirierten, old school Death Metal bieten.
CLERIC halten sich auch nicht lange mit einem schnöden Intro auf, stattdessen wird das Album sogleich mit dem Titelstück eröffnet. Die ersten Sekunden sind zwar durchaus atmosphärisch und einleitend, doch dann geht es stampfend und böse los und sofort fühle ich mich an die ersten Alben von DISMEMBER und ENTOMBED erinnert. CLERIC bleiben aber stets eigenständig und haben lediglich diesen Stil aufgegriffen, den sie etwas verjüngt und angepasst haben.
Gratum Inferno ist ein tieftönendes und bebendes Bollwerk, auf dem Gitarren und Bass bedrohlich dröhnen und der Gesang herrlich an die alten Heroen erinnert und eine böse, abgründige Atmosphäre vermittelt. Überdies verstehen es CLERIC gut, hier und da ein düsteres, teils bizarres und gequält wirkendes Soli einzustreuen. Dies und die vielfältigen Rhythmen machen Gratum Inferno nicht nur zu einer bösen sondern auch abwechslungsreichen Platte, die auch klanglich punktet.
Wer den alten schwedischen Death Metal liebt, wird mit diesem 200 Gramm schweren und auf 250 Kopien limitierten Vinyl ganz sicher glücklich. CLERIC machen absolut nichts Neues, doch was sie machen, ist verdammt gut.
01. Gratum inferno
02. Through the starless abyss
03. From womb to tomb
04. From the ruins...
05. Satanic dimensions
06. Into death and far beyond
07. Left hand wrath
08. Faith in debauchery
https://www.facebook.com/666cleric666
http://www.tofucarnage.com/
CLERIC halten sich auch nicht lange mit einem schnöden Intro auf, stattdessen wird das Album sogleich mit dem Titelstück eröffnet. Die ersten Sekunden sind zwar durchaus atmosphärisch und einleitend, doch dann geht es stampfend und böse los und sofort fühle ich mich an die ersten Alben von DISMEMBER und ENTOMBED erinnert. CLERIC bleiben aber stets eigenständig und haben lediglich diesen Stil aufgegriffen, den sie etwas verjüngt und angepasst haben.
Gratum Inferno ist ein tieftönendes und bebendes Bollwerk, auf dem Gitarren und Bass bedrohlich dröhnen und der Gesang herrlich an die alten Heroen erinnert und eine böse, abgründige Atmosphäre vermittelt. Überdies verstehen es CLERIC gut, hier und da ein düsteres, teils bizarres und gequält wirkendes Soli einzustreuen. Dies und die vielfältigen Rhythmen machen Gratum Inferno nicht nur zu einer bösen sondern auch abwechslungsreichen Platte, die auch klanglich punktet.
Wer den alten schwedischen Death Metal liebt, wird mit diesem 200 Gramm schweren und auf 250 Kopien limitierten Vinyl ganz sicher glücklich. CLERIC machen absolut nichts Neues, doch was sie machen, ist verdammt gut.
01. Gratum inferno
02. Through the starless abyss
03. From womb to tomb
04. From the ruins...
05. Satanic dimensions
06. Into death and far beyond
07. Left hand wrath
08. Faith in debauchery
https://www.facebook.com/666cleric666
http://www.tofucarnage.com/
29.08.2013
Ancestors Blood - A Moment Of Clarity | 2013 | Heidens Hart | CD/Vinyl | Pagan Black Metal
| 01. Intro 02. Legend of the horizon 03. Ancestors blood (Part 2) 04. From the ruins... 05. A moment of clarity 06. Ritual of the sacred dance 07. Puu iänikuinen 08. Outro |
Sehr schnell macht sich der etwas rauere und dumpfere Klang bemerkbar, wodurch die Lieder und Arrangements weniger bombastisch wirken. Im ersten Lied Legend Of The Horizon, welches mit über 12 Minuten auch das längste ist, hört man dann auch noch eine weitere Änderung. Der Gesang wird nun kaum noch geschrien, stattdessen ist er oft sehr ruhig, langsam und überaus tief zu hören. Zusammen mit dem raueren Klang wirken ANCESTORS BLOOD weniger sphärisch und melodisch, obgleich nach wie vor auf eine Keyboarduntermalung zurückgegriffen wird.
Mit Ancestors Blood (Part 2) folgt dann eine reine Instrumentalnummer, die atmosphärisch und melodisch dahin plätschert und womöglich an die finnische Landschaft erinnern macht. Ich finde das Stück aber eher langweilig, da die Harmonien nicht so fesselnd und packend sind wie zuvor auf der EP. Im nachfolgenden From The Ruins... wird dann der tiefe, eher gesprochene Gesang durch eine stark verzerrte Stimme ersetzt, wobei sich musikalisch allerdings wenig verändert.
A Moment Of Clarity ist für mich ein enttäuschendes Werk. Ich war von When The Forest Calls wirklich angetan. Es kommt nämlich selten vor dass mir Pagan Black Metal mit Keyboard gefällt. ANCESTORS BLOOD gelang das Künststück, welches sie jedoch nicht wiederholen können. Atmosphärisch und melodisch finde ich das Album also eher langweilig und es fehlt mir der Biss und das Aggressive. Schnelle und harsche Arrangements sind zwar durchaus vertreten, nur gehen diese für meinen Geschmack zu sehr im eher seichten und atmosphärischen Pagan Black Metal unter. A Moment Of Clarity dürfte daher auch nur eingefleischten Genreanhängern zu empfehlen sein.
http://ancestors-blood.com/
http://www.heidenshart.nl/
Gestalte - Ashes Of The Soul | 2013 | Heidens Hart | CD | Black Metal
Ashes Of The Soul ist ein treibendes und kraftvolles Album, auf dem sehr kräftige Gitarren- und Basslinien sowie der sehr variable Gesang den Ton angeben. Sänger Dagon, der auf der Demo gerne durch stark verzerrten Kreischgesang auffiel, entfesselt seine Stimmbänder inzwischen durch viele unterschiedliche Stimmlagen und verfällt kaum noch in den typischen, harschen Kreischgesang. Dafür ist der Anteil an wehleidigen oder qualvollen, unverzerrten Intonationen gestiegen. Gemeinsam mit dem besseren und professionelleren Klang ergibt sich ein gänzlich anderes Hörgefühl als noch auf der Demo. Schlecht sind GESTALTE deswegen nicht geworden, nur anders.
Auf ihrem Debüt geben sich GESTALTE jedenfalls abwechslungsreich und verbinden dezidierte Härte mit Melodik und melancholischer Atmosphäre. Durch eigenständige sowie eigenwillige Melodien erschaffen sie zudem auch einige auffällige Momente, die aber auch durch kurze harsche oder bissige Arrangements erzeugt werden. Am besten gefallen mir GESTALTE, wenn sie den atmosphärischen oder melancholischen Anteil runterfahren und einfach Black Metal spielen. Dann klingen sie für mich einfach gut, Dagon schafft es auch jetzt noch, mit seiner Stimme schön giftig und böse zu klingen, wie in Op naar het woud der smarten (deel 1). Allerdings befand sich das Stück auch schon auf der Demo und wurde lediglich neu eingespielt. Aber auch das direkt folgende De boom der smarten (deel 2) ist teilweise bissig und aggressiv, dreckig und fies.
Obwohl Ashes Of The Soul ein wirklich gut gespieltes sowie abwechslungsreiches Album ist, bin ich gemessen an der Demo, doch ein wenig enttäuscht. Mir ist der atmosphärische Anteil etwas zu hoch. Es gibt zwar immer wieder harte oder schnelle Passagen, die bissig und gemein sind, doch werden diese für meinen Geschmack zu oft mit sphärischen und harmonischen Parts abgewechselt.
https://www.facebook.com/Gestalte
http://www.heidenshart.nl/
Dumno - Cen Atebertas | 2013 | Atavism Records | Kassette | Black Metal
Diese erste Demo der noch jungen französischen Band DUMNO enthält
alles, was Untergrund Black Metal enthalten sollte. Der Klang ist rau
und dreckig aber für eine Demo ziemlich gut, da die Instrumente und der
Gesang gut aufeinander abgemischt wurden und druckvoll klingen.
Musikalisch enthält die Demo rohen Black Metal, der hauptsächlich durch
den morbiden aber variablen Gesang sowie dem grell gestimmten und
riffbetonten Gitarrenspiel auffällt. Vom Schlagzeug ist vor allem das
peitschende Becken zu hören, während die Trommeln weitgehend
untergehen, was mich persönlich nicht stört.
Nach der Einleitung Dumno, die vor allem aus rituellen obskuren Gesängen besteht, folgt mit Ils Ne Passeront Pas Le Gué das längste Lied. Es dauert ungefähr neun Minuten und beginnt mittelschnell aber dabei schon sehr treibend. Das Riffing ist bestimmend und kalt und das Becken peitscht, doch böse und finster wird das Lied vor allem durch den Gesang, der ruhig aber dunkel und kehlig vorgetragen wird. Die zweite Hälfte ist geprägt von einigen Wechseln, rasenden Parts und gequälten Leads, die das Morbide und Bedrohliche noch unterstreichen. Ils Ne Passeront Pas Le Gué ist ein sehr interessantes Lied, da es einerseits roher Black Metal ist, andererseits aber abwechslungsreich ist und auch gute, dezente atmosphärische Elemente besitzt.
Nemeton geht in eine ähnliche Richtung, wobei hier etwas mehr auf Geschwindigkeit und grelle Riffs gesetzt wird. Dadurch wirkt Nemeton etwas roher und harscher, wobei DUMNO auch hier eine finstre Atmosphäre aufbauen, die durch leicht melodisches Saitenspiel aufgelockert wird. Bevor man dann schon mit der Ausleitung Antumno entlassen wird, gibt es noch ein von HATE FOREST nachgespieltes Lied, welches bestens zur Demo passt und nicht unbedingt als Cover auffällt.
Für die allererste Demo ist Cen Aterbertas mehr als anständig. Mir gefällt der Klang und vor allem der tiefe, gedrungene Gesang. Aber auch das lange, vielfältige Ils Ne Passeront Pas Le Gué gefällt mir sehr gut, da DUMNO hier schon ein Gespür für subtile Harmonien und düstere Stimmungen erkennen lassen. Die Kassette kommt mit einem Pro Cover und ist auf 150 Einheiten limitiert. Für Analogjünger also uneingeschränkt zu empfehlen!
01. Dumno
02. Ils ne passeront pas le gué
03. Nemeton
04. L'ancienne race (Hate Forest Cover)
05. Antumno
http://atavism.records.free.fr/
Nach der Einleitung Dumno, die vor allem aus rituellen obskuren Gesängen besteht, folgt mit Ils Ne Passeront Pas Le Gué das längste Lied. Es dauert ungefähr neun Minuten und beginnt mittelschnell aber dabei schon sehr treibend. Das Riffing ist bestimmend und kalt und das Becken peitscht, doch böse und finster wird das Lied vor allem durch den Gesang, der ruhig aber dunkel und kehlig vorgetragen wird. Die zweite Hälfte ist geprägt von einigen Wechseln, rasenden Parts und gequälten Leads, die das Morbide und Bedrohliche noch unterstreichen. Ils Ne Passeront Pas Le Gué ist ein sehr interessantes Lied, da es einerseits roher Black Metal ist, andererseits aber abwechslungsreich ist und auch gute, dezente atmosphärische Elemente besitzt.
Nemeton geht in eine ähnliche Richtung, wobei hier etwas mehr auf Geschwindigkeit und grelle Riffs gesetzt wird. Dadurch wirkt Nemeton etwas roher und harscher, wobei DUMNO auch hier eine finstre Atmosphäre aufbauen, die durch leicht melodisches Saitenspiel aufgelockert wird. Bevor man dann schon mit der Ausleitung Antumno entlassen wird, gibt es noch ein von HATE FOREST nachgespieltes Lied, welches bestens zur Demo passt und nicht unbedingt als Cover auffällt.
Für die allererste Demo ist Cen Aterbertas mehr als anständig. Mir gefällt der Klang und vor allem der tiefe, gedrungene Gesang. Aber auch das lange, vielfältige Ils Ne Passeront Pas Le Gué gefällt mir sehr gut, da DUMNO hier schon ein Gespür für subtile Harmonien und düstere Stimmungen erkennen lassen. Die Kassette kommt mit einem Pro Cover und ist auf 150 Einheiten limitiert. Für Analogjünger also uneingeschränkt zu empfehlen!
01. Dumno
02. Ils ne passeront pas le gué
03. Nemeton
04. L'ancienne race (Hate Forest Cover)
05. Antumno
http://atavism.records.free.fr/
28.08.2013
The Ruins Of Beverast - Blood Vaults - The Blazing Gospel of Heinrich Kramer (Cryptae Sanguinum – Evangelium Flagrans Henrici Institoris) | 2013 | Ván Records | CD/Vinyl | Black Metal
Alexander von Meilenwald meldet sich mit seinem Projekt THE RUINS OF
BEVERAST und dem vierten Album BLOOD VAULTS zurück. Vor vier Jahren
erschien das letzte Album Foulest Semen Of A Sheltered Elite, mit dem er mich damals nicht so überzeugen und ansprechen konnte, wie mit dem ersten und zweiten Album. Das Debüt Unlock The Shrine war und ist für mich bis heute ein kleines Meisterwerk und auch der Nachfolger Rain Of The Impure war ein großes Album, wobei sich da schon einige Veränderungen bemerkbar machten. Nun ist Blood Vaults da und THE RUINS OF BEVERAST spielt nach wie vor düsteren, unheimlichen und makabren Black Metal.
Blood Vaults ist in der Tat ein durch und durch düsteres sowie schweres Album, da es nicht mehr den typischen rohen Black Metal Klang des Debüts hat, sondern deutliche Anleihen von Death Metal und auch ein wenig Doom hat. Es gibt zahlreiche Stellen auf Blood Vaults, wo THE RUINS OF BEVERAST schleppenden aber kraftvollen, teils morbiden Black/Death Metal spielt, der an Gruppen wie NUCLEARHAMMER, TEITANBLOOD oder auch GRAVE MIASMA und NECROS CHRISTOS erinnert. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr interessant, da von Meilenwald diese Einflüsse des bestialischen und düsteren Death Metals sehr gut mit seiner eigenen, ohnehin schon hochgradig düstern Art Musik zu schreiben, kombiniert. THE RUINS OF BEVERAST war für mich immer auch ein Synonym für morbide, düstere und bizarre Melodien und Harmonien. Und diese typischen Melodien finden sich auch auf Blood Vaults wieder, was einen sofort an die beiden ersten Alben denken lässt.
Blood Vaults ist auch wieder ein sehr langes und umfangreiches Album geworden. Die neun Stücke, die in drei Kapitel gegliedert sind, kommen auf eine Laufzeit von rund 78 Minuten. Neben dem düsteren Black Metal und seinen Ausflügen in den Death Metal sind auch viele atmosphärische Passagen vorhanden, die sehr gefühlvoll arrangiert wurden und sich aus monumentalen Chorälen, unverzerrten Gitarren und sphärischen Klängen zusammensetzen. In solchen Momenten gelingt es von Meilenwald eine tiefgreifende, dichte Atmosphäre aufzubauen, die, je nach dem, etwas Sakrales oder auch Episches haben kann. Makaber und morbide ist seine Musik aber trotzdem. Ordeal ist etwa ein Lied, welches mit knapp vier Minuten zwar relativ kurz ist, aber schnell und verstörend daher kommt und stark an Lieder wie Euphoria When The Bombs Fell vom Debüt erinnert.
Das vierte Album von THE RUINS OF BEVERAST lässt sich nur noch bedingt mit den zwei ersten Alben vergleichen und entpuppt sich als eine wesentlich verbesserte Version von Foulest Semen Of A Sheltered Elite. Die größte Veränderung ist wohl die Produktion. THE RUINS OF BEVERAST klang noch nie so sauber, differenziert, klar und druckvoll wie auf Blood Vaults. Die drei Vorgänger hatten immer einen etwas grellen und rauen Gitarrenklang, vor allem auf den beiden ersten Alben. Nach dem für mich etwas enttäuschenden dritten Album meldet sich Alexander von Meilenwald nun mit Blood Vaults unglaublich stark, intensiv und überraschend zurück. Blood Vaults enthält düstere und morbide atmosphärische Arrangements ebenso wie rigorose Härte und Heftigkeit. Blood Vaults ist ein Monument morbiden und düsteren Metals par excellence. Großartig!
01. Apologia
02. Daemon
03. Malefica
04. Ornaments of malice
05. Spires, the wailing city
06. A failed exorcism
07. Trial
08. Ordeal
09. Monument
https://www.facebook.com/pages/The-Ruins-Of-Beverast/116265971848680
http://www.van-records.de/
Blood Vaults ist in der Tat ein durch und durch düsteres sowie schweres Album, da es nicht mehr den typischen rohen Black Metal Klang des Debüts hat, sondern deutliche Anleihen von Death Metal und auch ein wenig Doom hat. Es gibt zahlreiche Stellen auf Blood Vaults, wo THE RUINS OF BEVERAST schleppenden aber kraftvollen, teils morbiden Black/Death Metal spielt, der an Gruppen wie NUCLEARHAMMER, TEITANBLOOD oder auch GRAVE MIASMA und NECROS CHRISTOS erinnert. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr interessant, da von Meilenwald diese Einflüsse des bestialischen und düsteren Death Metals sehr gut mit seiner eigenen, ohnehin schon hochgradig düstern Art Musik zu schreiben, kombiniert. THE RUINS OF BEVERAST war für mich immer auch ein Synonym für morbide, düstere und bizarre Melodien und Harmonien. Und diese typischen Melodien finden sich auch auf Blood Vaults wieder, was einen sofort an die beiden ersten Alben denken lässt.
Blood Vaults ist auch wieder ein sehr langes und umfangreiches Album geworden. Die neun Stücke, die in drei Kapitel gegliedert sind, kommen auf eine Laufzeit von rund 78 Minuten. Neben dem düsteren Black Metal und seinen Ausflügen in den Death Metal sind auch viele atmosphärische Passagen vorhanden, die sehr gefühlvoll arrangiert wurden und sich aus monumentalen Chorälen, unverzerrten Gitarren und sphärischen Klängen zusammensetzen. In solchen Momenten gelingt es von Meilenwald eine tiefgreifende, dichte Atmosphäre aufzubauen, die, je nach dem, etwas Sakrales oder auch Episches haben kann. Makaber und morbide ist seine Musik aber trotzdem. Ordeal ist etwa ein Lied, welches mit knapp vier Minuten zwar relativ kurz ist, aber schnell und verstörend daher kommt und stark an Lieder wie Euphoria When The Bombs Fell vom Debüt erinnert.
Das vierte Album von THE RUINS OF BEVERAST lässt sich nur noch bedingt mit den zwei ersten Alben vergleichen und entpuppt sich als eine wesentlich verbesserte Version von Foulest Semen Of A Sheltered Elite. Die größte Veränderung ist wohl die Produktion. THE RUINS OF BEVERAST klang noch nie so sauber, differenziert, klar und druckvoll wie auf Blood Vaults. Die drei Vorgänger hatten immer einen etwas grellen und rauen Gitarrenklang, vor allem auf den beiden ersten Alben. Nach dem für mich etwas enttäuschenden dritten Album meldet sich Alexander von Meilenwald nun mit Blood Vaults unglaublich stark, intensiv und überraschend zurück. Blood Vaults enthält düstere und morbide atmosphärische Arrangements ebenso wie rigorose Härte und Heftigkeit. Blood Vaults ist ein Monument morbiden und düsteren Metals par excellence. Großartig!
01. Apologia
02. Daemon
03. Malefica
04. Ornaments of malice
05. Spires, the wailing city
06. A failed exorcism
07. Trial
08. Ordeal
09. Monument
https://www.facebook.com/pages/The-Ruins-Of-Beverast/116265971848680
http://www.van-records.de/
Concrete Icon - Perennial Anguish | 2013 | Black Vulture Records | CD | Death Metal
Perennial Anguish ist ein abwechslungsreiches Album, welches spielerisch das volle Brett liefert. Es gibt viele schleppende und schwere Passagen, die gerne auch dunkelmelodisch und schwermütig daher kommen. Andererseits sind aber auch zahlreiche mittelschnelle und einige schnelle Parts zu verzeichnen, in denen CONCRETE ICON dann auch sehr kraftvoll, brachial und walzend aufspielen. Recht schnell fällt der gute, variable Gesang von Gitarrist und Sänger Jake auf, der oftmals kehlig, tief und guttural ist und mich dann teilweise an MORBID ANGEL zuzeiten von Covenant erinnert. Doch Jake wechselt die Stimmlagen relativ häufig und haucht auch obskur verzerrte, schwarzmetallische Töne ins Mikrofon.
CONCRETE ICON machen aber auch an den Gitarren eine gute Figur, da es viele düstere und qualvolle Riffs und Melodien gibt, die oftmals atmosphärisch sind aber auch an den richtigen Stellen sehr bestimmend und hart sein können. Interessant an dem Album ist für mich vor allem die eigenständige Vermischung des old school Death Metals mit atmosphärischem Doom. Es gibt zahllose Bands die so etwas machen, doch auf Perennial Anguish wirkt das Ganze alles andere als ausgelutscht. CONCRETE ICON setzen starke eigene Akzente, vor allem im melodischen Bereich. Perennial Anguish ist ein druckvolles und tieftönendes Album mit vielen düster und makaber akzentuierten Melodien.
01. Haven defiled
02. Rapture and torment
03. Righteousness decayed
04. Sadness upon us
05. Callous reaper
06. The choir of serpents
07. Monarch in emptiness
08. Perennial anguish
http://www.facebook.com/pages/Concrete-Icon/212445788797037
http://www.facebook.com/pages/Black-Vulture-Records/233434693357001
26.08.2013
No Return - Psychological Contamination | 2013 | Great Dane Records | CD | Death / Thrash Metal
NO RETURN kann man wohl neben MASSACRA mit zu den Urgesteinen des
französischen Thrash und Death Metals zählen. Immerhin existiert man
unter diesem Namen bereits seit 1989 und 1990 erschien das Debütalbum Psychological Torment, auf das 1992 Contamination Rises folgte. Und genau diese beiden Alben wurden nun unter dem Namen Psychological Contamination als Doppel CD wiederveröffentlicht. Das im vergangenen Jahr erschiene achte Album Inner Madness
sagte mir nicht ganz so zu, da mir die dort dargebotene Mischung aus
melodischem Death und Thrash Metal etwas zu wenig bissig war. Doch mit Psychological Contamination verhält es sich ganz anders.
Auf der ersten CD Psychological Torment gibt es lupenreinen Thrash Metal zu hören, der mich sofort an alte Größen wie etwa TESTAMENT oder EXODUS erinnert. Klanglich, spielerisch und atmosphärisch geht das Debütalbum von NO RETURN genau in jene Richtung. Der Grundrhythmus ist schnell aber durch viele Breaks durchzogen und das selbe trifft auch auf die Gitarren zu, die flink und vielfältig zu hören sind. Trotz der gewissen treibenden Grundschnelligkeit sind NO RETURN nicht besonders brutal, dafür ist das Riffing und auch der Gesang zu melodisch, wie es damals aber durchaus üblich war. Trotz der vielen melodischen Riffs klingt Psychological Torment immer auch düster, was nicht nur an der Spielweise sondern auch am speziellen Klang der damaligen Zeit liegt. Psychological Torment ist wunderbarer Thrash Metal der perfekt zu seiner Entstehungszeit passt und hierzulande wohl relativ unbekannt blieb, da das damalige französische Label Semetery Records einfach nicht die Fähigkeiten und Möglichkeiten hatte, die den großen deutschen und amerikanischen Schmieden damals zur Verfügung standen. So ist der großartige, riffbetonte und kraftvolle Thrash Metal des Debüts relativ unbekannt geblieben.
Zwei Jahre später erschien dann Contamination Rises welches deutlich mehr Bezüge zum Death Metal aufwies und nicht mehr an TESTAMENT sondern an SEPULTURA zuzeiten von Beneath The Remains erinnert. Contamination Rises ist härter und aggressiver als Psychological Torment und bietet neben vielen Riffs auch einfach nur böse Aggression. Trotzdem bleiben NO RETURN spielerisch vielfältig. Sägende Riffs wechseln sich mit melodischen Bögen und Soli ab, der Gesang ist oft schön bissig und der Trommler malträtiert die Felle energisch und reichhaltig. Contamination Rises ist ein gutes Werk, welches damals wohl ebenfalls viel zu wenig von der verdienten Aufmerksam erfuhr.
Es ist gut und richtig die ersten beiden Alben von NO RETURN wieder zu veröffentlichen. Beide Alben sind für die damalige Zeit typische, erstklassige Veröffentlichungen, die einfach viel mehr Beachtung verdienen. Und nun hat jeder die Möglichkeit, der sich für den Thrash/Death Metal der damaligen Zeit interessiert, sich diese beiden Juwelen zuzulegen.
CD 1 Psychological Torment
01. Mutant's march
02. Reign of the damned
03. Vision of decadence
04. Tragic giving
05. Radical disease
06. Degeneration of the last decade
07. Nightly aggression
08. Electro mania
09. Religion
10. Psychological breakdown
CD 2 Contamination Rises
01. Damnation
02. Memories
03. Raving lunatics
04. Uncontrolled situation
05. Trash world
06. Sacred bones
07. World of impurities
08. Civil war
09. Perversion
10. Sorrow
11. Mass grave
12. Revolt of the hanged
13. Fanatic mind (Live)
14. Civil war (Live)
15. Vision of decadence (Live)
https://www.facebook.com/No.Return.Thrash
http://www.greatdanerecs.com/
Auf der ersten CD Psychological Torment gibt es lupenreinen Thrash Metal zu hören, der mich sofort an alte Größen wie etwa TESTAMENT oder EXODUS erinnert. Klanglich, spielerisch und atmosphärisch geht das Debütalbum von NO RETURN genau in jene Richtung. Der Grundrhythmus ist schnell aber durch viele Breaks durchzogen und das selbe trifft auch auf die Gitarren zu, die flink und vielfältig zu hören sind. Trotz der gewissen treibenden Grundschnelligkeit sind NO RETURN nicht besonders brutal, dafür ist das Riffing und auch der Gesang zu melodisch, wie es damals aber durchaus üblich war. Trotz der vielen melodischen Riffs klingt Psychological Torment immer auch düster, was nicht nur an der Spielweise sondern auch am speziellen Klang der damaligen Zeit liegt. Psychological Torment ist wunderbarer Thrash Metal der perfekt zu seiner Entstehungszeit passt und hierzulande wohl relativ unbekannt blieb, da das damalige französische Label Semetery Records einfach nicht die Fähigkeiten und Möglichkeiten hatte, die den großen deutschen und amerikanischen Schmieden damals zur Verfügung standen. So ist der großartige, riffbetonte und kraftvolle Thrash Metal des Debüts relativ unbekannt geblieben.
Zwei Jahre später erschien dann Contamination Rises welches deutlich mehr Bezüge zum Death Metal aufwies und nicht mehr an TESTAMENT sondern an SEPULTURA zuzeiten von Beneath The Remains erinnert. Contamination Rises ist härter und aggressiver als Psychological Torment und bietet neben vielen Riffs auch einfach nur böse Aggression. Trotzdem bleiben NO RETURN spielerisch vielfältig. Sägende Riffs wechseln sich mit melodischen Bögen und Soli ab, der Gesang ist oft schön bissig und der Trommler malträtiert die Felle energisch und reichhaltig. Contamination Rises ist ein gutes Werk, welches damals wohl ebenfalls viel zu wenig von der verdienten Aufmerksam erfuhr.
Es ist gut und richtig die ersten beiden Alben von NO RETURN wieder zu veröffentlichen. Beide Alben sind für die damalige Zeit typische, erstklassige Veröffentlichungen, die einfach viel mehr Beachtung verdienen. Und nun hat jeder die Möglichkeit, der sich für den Thrash/Death Metal der damaligen Zeit interessiert, sich diese beiden Juwelen zuzulegen.
CD 1 Psychological Torment
01. Mutant's march
02. Reign of the damned
03. Vision of decadence
04. Tragic giving
05. Radical disease
06. Degeneration of the last decade
07. Nightly aggression
08. Electro mania
09. Religion
10. Psychological breakdown
CD 2 Contamination Rises
01. Damnation
02. Memories
03. Raving lunatics
04. Uncontrolled situation
05. Trash world
06. Sacred bones
07. World of impurities
08. Civil war
09. Perversion
10. Sorrow
11. Mass grave
12. Revolt of the hanged
13. Fanatic mind (Live)
14. Civil war (Live)
15. Vision of decadence (Live)
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