Diese erste Demo der noch jungen französischen Band DUMNO enthält
alles, was Untergrund Black Metal enthalten sollte. Der Klang ist rau
und dreckig aber für eine Demo ziemlich gut, da die Instrumente und der
Gesang gut aufeinander abgemischt wurden und druckvoll klingen.
Musikalisch enthält die Demo rohen Black Metal, der hauptsächlich durch
den morbiden aber variablen Gesang sowie dem grell gestimmten und
riffbetonten Gitarrenspiel auffällt. Vom Schlagzeug ist vor allem das
peitschende Becken zu hören, während die Trommeln weitgehend
untergehen, was mich persönlich nicht stört.
Nach der Einleitung Dumno, die vor allem aus rituellen obskuren Gesängen besteht, folgt mit Ils Ne Passeront Pas Le Gué
das längste Lied. Es dauert ungefähr neun Minuten und beginnt
mittelschnell aber dabei schon sehr treibend. Das Riffing ist bestimmend
und kalt und das Becken peitscht, doch böse und finster wird das Lied
vor allem durch den Gesang, der ruhig aber dunkel und kehlig
vorgetragen wird. Die zweite Hälfte ist geprägt von einigen Wechseln,
rasenden Parts und gequälten Leads, die das Morbide und Bedrohliche
noch unterstreichen. Ils Ne Passeront Pas Le Gué ist ein sehr
interessantes Lied, da es einerseits roher Black Metal ist,
andererseits aber abwechslungsreich ist und auch gute, dezente
atmosphärische Elemente besitzt.
Nemeton geht in eine ähnliche Richtung, wobei hier etwas mehr auf Geschwindigkeit und grelle Riffs gesetzt wird. Dadurch wirkt Nemeton
etwas roher und harscher, wobei DUMNO auch hier eine finstre
Atmosphäre aufbauen, die durch leicht melodisches Saitenspiel
aufgelockert wird. Bevor man dann schon mit der Ausleitung Antumno
entlassen wird, gibt es noch ein von HATE FOREST nachgespieltes Lied,
welches bestens zur Demo passt und nicht unbedingt als Cover auffällt.
Für die allererste Demo ist Cen Aterbertas mehr als anständig. Mir gefällt der Klang und vor allem der tiefe, gedrungene Gesang. Aber auch das lange, vielfältige Ils Ne Passeront Pas Le Gué gefällt
mir sehr gut, da DUMNO hier schon ein Gespür für subtile Harmonien und
düstere Stimmungen erkennen lassen. Die Kassette kommt mit einem Pro
Cover und ist auf 150 Einheiten limitiert. Für Analogjünger also
uneingeschränkt zu empfehlen!
01. Dumno
02. Ils ne passeront pas le gué
03. Nemeton
04. L'ancienne race (Hate Forest Cover)
05. Antumno
http://atavism.records.free.fr/
29.08.2013
28.08.2013
The Ruins Of Beverast - Blood Vaults - The Blazing Gospel of Heinrich Kramer (Cryptae Sanguinum – Evangelium Flagrans Henrici Institoris) | 2013 | Ván Records | CD/Vinyl | Black Metal
Alexander von Meilenwald meldet sich mit seinem Projekt THE RUINS OF
BEVERAST und dem vierten Album BLOOD VAULTS zurück. Vor vier Jahren
erschien das letzte Album Foulest Semen Of A Sheltered Elite, mit dem er mich damals nicht so überzeugen und ansprechen konnte, wie mit dem ersten und zweiten Album. Das Debüt Unlock The Shrine war und ist für mich bis heute ein kleines Meisterwerk und auch der Nachfolger Rain Of The Impure war ein großes Album, wobei sich da schon einige Veränderungen bemerkbar machten. Nun ist Blood Vaults da und THE RUINS OF BEVERAST spielt nach wie vor düsteren, unheimlichen und makabren Black Metal.
Blood Vaults ist in der Tat ein durch und durch düsteres sowie schweres Album, da es nicht mehr den typischen rohen Black Metal Klang des Debüts hat, sondern deutliche Anleihen von Death Metal und auch ein wenig Doom hat. Es gibt zahlreiche Stellen auf Blood Vaults, wo THE RUINS OF BEVERAST schleppenden aber kraftvollen, teils morbiden Black/Death Metal spielt, der an Gruppen wie NUCLEARHAMMER, TEITANBLOOD oder auch GRAVE MIASMA und NECROS CHRISTOS erinnert. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr interessant, da von Meilenwald diese Einflüsse des bestialischen und düsteren Death Metals sehr gut mit seiner eigenen, ohnehin schon hochgradig düstern Art Musik zu schreiben, kombiniert. THE RUINS OF BEVERAST war für mich immer auch ein Synonym für morbide, düstere und bizarre Melodien und Harmonien. Und diese typischen Melodien finden sich auch auf Blood Vaults wieder, was einen sofort an die beiden ersten Alben denken lässt.
Blood Vaults ist auch wieder ein sehr langes und umfangreiches Album geworden. Die neun Stücke, die in drei Kapitel gegliedert sind, kommen auf eine Laufzeit von rund 78 Minuten. Neben dem düsteren Black Metal und seinen Ausflügen in den Death Metal sind auch viele atmosphärische Passagen vorhanden, die sehr gefühlvoll arrangiert wurden und sich aus monumentalen Chorälen, unverzerrten Gitarren und sphärischen Klängen zusammensetzen. In solchen Momenten gelingt es von Meilenwald eine tiefgreifende, dichte Atmosphäre aufzubauen, die, je nach dem, etwas Sakrales oder auch Episches haben kann. Makaber und morbide ist seine Musik aber trotzdem. Ordeal ist etwa ein Lied, welches mit knapp vier Minuten zwar relativ kurz ist, aber schnell und verstörend daher kommt und stark an Lieder wie Euphoria When The Bombs Fell vom Debüt erinnert.
Das vierte Album von THE RUINS OF BEVERAST lässt sich nur noch bedingt mit den zwei ersten Alben vergleichen und entpuppt sich als eine wesentlich verbesserte Version von Foulest Semen Of A Sheltered Elite. Die größte Veränderung ist wohl die Produktion. THE RUINS OF BEVERAST klang noch nie so sauber, differenziert, klar und druckvoll wie auf Blood Vaults. Die drei Vorgänger hatten immer einen etwas grellen und rauen Gitarrenklang, vor allem auf den beiden ersten Alben. Nach dem für mich etwas enttäuschenden dritten Album meldet sich Alexander von Meilenwald nun mit Blood Vaults unglaublich stark, intensiv und überraschend zurück. Blood Vaults enthält düstere und morbide atmosphärische Arrangements ebenso wie rigorose Härte und Heftigkeit. Blood Vaults ist ein Monument morbiden und düsteren Metals par excellence. Großartig!
01. Apologia
02. Daemon
03. Malefica
04. Ornaments of malice
05. Spires, the wailing city
06. A failed exorcism
07. Trial
08. Ordeal
09. Monument
https://www.facebook.com/pages/The-Ruins-Of-Beverast/116265971848680
http://www.van-records.de/
Blood Vaults ist in der Tat ein durch und durch düsteres sowie schweres Album, da es nicht mehr den typischen rohen Black Metal Klang des Debüts hat, sondern deutliche Anleihen von Death Metal und auch ein wenig Doom hat. Es gibt zahlreiche Stellen auf Blood Vaults, wo THE RUINS OF BEVERAST schleppenden aber kraftvollen, teils morbiden Black/Death Metal spielt, der an Gruppen wie NUCLEARHAMMER, TEITANBLOOD oder auch GRAVE MIASMA und NECROS CHRISTOS erinnert. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr interessant, da von Meilenwald diese Einflüsse des bestialischen und düsteren Death Metals sehr gut mit seiner eigenen, ohnehin schon hochgradig düstern Art Musik zu schreiben, kombiniert. THE RUINS OF BEVERAST war für mich immer auch ein Synonym für morbide, düstere und bizarre Melodien und Harmonien. Und diese typischen Melodien finden sich auch auf Blood Vaults wieder, was einen sofort an die beiden ersten Alben denken lässt.
Blood Vaults ist auch wieder ein sehr langes und umfangreiches Album geworden. Die neun Stücke, die in drei Kapitel gegliedert sind, kommen auf eine Laufzeit von rund 78 Minuten. Neben dem düsteren Black Metal und seinen Ausflügen in den Death Metal sind auch viele atmosphärische Passagen vorhanden, die sehr gefühlvoll arrangiert wurden und sich aus monumentalen Chorälen, unverzerrten Gitarren und sphärischen Klängen zusammensetzen. In solchen Momenten gelingt es von Meilenwald eine tiefgreifende, dichte Atmosphäre aufzubauen, die, je nach dem, etwas Sakrales oder auch Episches haben kann. Makaber und morbide ist seine Musik aber trotzdem. Ordeal ist etwa ein Lied, welches mit knapp vier Minuten zwar relativ kurz ist, aber schnell und verstörend daher kommt und stark an Lieder wie Euphoria When The Bombs Fell vom Debüt erinnert.
Das vierte Album von THE RUINS OF BEVERAST lässt sich nur noch bedingt mit den zwei ersten Alben vergleichen und entpuppt sich als eine wesentlich verbesserte Version von Foulest Semen Of A Sheltered Elite. Die größte Veränderung ist wohl die Produktion. THE RUINS OF BEVERAST klang noch nie so sauber, differenziert, klar und druckvoll wie auf Blood Vaults. Die drei Vorgänger hatten immer einen etwas grellen und rauen Gitarrenklang, vor allem auf den beiden ersten Alben. Nach dem für mich etwas enttäuschenden dritten Album meldet sich Alexander von Meilenwald nun mit Blood Vaults unglaublich stark, intensiv und überraschend zurück. Blood Vaults enthält düstere und morbide atmosphärische Arrangements ebenso wie rigorose Härte und Heftigkeit. Blood Vaults ist ein Monument morbiden und düsteren Metals par excellence. Großartig!
01. Apologia
02. Daemon
03. Malefica
04. Ornaments of malice
05. Spires, the wailing city
06. A failed exorcism
07. Trial
08. Ordeal
09. Monument
https://www.facebook.com/pages/The-Ruins-Of-Beverast/116265971848680
http://www.van-records.de/
Concrete Icon - Perennial Anguish | 2013 | Black Vulture Records | CD | Death Metal
Perennial Anguish ist ein abwechslungsreiches Album, welches spielerisch das volle Brett liefert. Es gibt viele schleppende und schwere Passagen, die gerne auch dunkelmelodisch und schwermütig daher kommen. Andererseits sind aber auch zahlreiche mittelschnelle und einige schnelle Parts zu verzeichnen, in denen CONCRETE ICON dann auch sehr kraftvoll, brachial und walzend aufspielen. Recht schnell fällt der gute, variable Gesang von Gitarrist und Sänger Jake auf, der oftmals kehlig, tief und guttural ist und mich dann teilweise an MORBID ANGEL zuzeiten von Covenant erinnert. Doch Jake wechselt die Stimmlagen relativ häufig und haucht auch obskur verzerrte, schwarzmetallische Töne ins Mikrofon.
CONCRETE ICON machen aber auch an den Gitarren eine gute Figur, da es viele düstere und qualvolle Riffs und Melodien gibt, die oftmals atmosphärisch sind aber auch an den richtigen Stellen sehr bestimmend und hart sein können. Interessant an dem Album ist für mich vor allem die eigenständige Vermischung des old school Death Metals mit atmosphärischem Doom. Es gibt zahllose Bands die so etwas machen, doch auf Perennial Anguish wirkt das Ganze alles andere als ausgelutscht. CONCRETE ICON setzen starke eigene Akzente, vor allem im melodischen Bereich. Perennial Anguish ist ein druckvolles und tieftönendes Album mit vielen düster und makaber akzentuierten Melodien.
01. Haven defiled
02. Rapture and torment
03. Righteousness decayed
04. Sadness upon us
05. Callous reaper
06. The choir of serpents
07. Monarch in emptiness
08. Perennial anguish
http://www.facebook.com/pages/Concrete-Icon/212445788797037
http://www.facebook.com/pages/Black-Vulture-Records/233434693357001
26.08.2013
No Return - Psychological Contamination | 2013 | Great Dane Records | CD | Death / Thrash Metal
NO RETURN kann man wohl neben MASSACRA mit zu den Urgesteinen des
französischen Thrash und Death Metals zählen. Immerhin existiert man
unter diesem Namen bereits seit 1989 und 1990 erschien das Debütalbum Psychological Torment, auf das 1992 Contamination Rises folgte. Und genau diese beiden Alben wurden nun unter dem Namen Psychological Contamination als Doppel CD wiederveröffentlicht. Das im vergangenen Jahr erschiene achte Album Inner Madness
sagte mir nicht ganz so zu, da mir die dort dargebotene Mischung aus
melodischem Death und Thrash Metal etwas zu wenig bissig war. Doch mit Psychological Contamination verhält es sich ganz anders.
Auf der ersten CD Psychological Torment gibt es lupenreinen Thrash Metal zu hören, der mich sofort an alte Größen wie etwa TESTAMENT oder EXODUS erinnert. Klanglich, spielerisch und atmosphärisch geht das Debütalbum von NO RETURN genau in jene Richtung. Der Grundrhythmus ist schnell aber durch viele Breaks durchzogen und das selbe trifft auch auf die Gitarren zu, die flink und vielfältig zu hören sind. Trotz der gewissen treibenden Grundschnelligkeit sind NO RETURN nicht besonders brutal, dafür ist das Riffing und auch der Gesang zu melodisch, wie es damals aber durchaus üblich war. Trotz der vielen melodischen Riffs klingt Psychological Torment immer auch düster, was nicht nur an der Spielweise sondern auch am speziellen Klang der damaligen Zeit liegt. Psychological Torment ist wunderbarer Thrash Metal der perfekt zu seiner Entstehungszeit passt und hierzulande wohl relativ unbekannt blieb, da das damalige französische Label Semetery Records einfach nicht die Fähigkeiten und Möglichkeiten hatte, die den großen deutschen und amerikanischen Schmieden damals zur Verfügung standen. So ist der großartige, riffbetonte und kraftvolle Thrash Metal des Debüts relativ unbekannt geblieben.
Zwei Jahre später erschien dann Contamination Rises welches deutlich mehr Bezüge zum Death Metal aufwies und nicht mehr an TESTAMENT sondern an SEPULTURA zuzeiten von Beneath The Remains erinnert. Contamination Rises ist härter und aggressiver als Psychological Torment und bietet neben vielen Riffs auch einfach nur böse Aggression. Trotzdem bleiben NO RETURN spielerisch vielfältig. Sägende Riffs wechseln sich mit melodischen Bögen und Soli ab, der Gesang ist oft schön bissig und der Trommler malträtiert die Felle energisch und reichhaltig. Contamination Rises ist ein gutes Werk, welches damals wohl ebenfalls viel zu wenig von der verdienten Aufmerksam erfuhr.
Es ist gut und richtig die ersten beiden Alben von NO RETURN wieder zu veröffentlichen. Beide Alben sind für die damalige Zeit typische, erstklassige Veröffentlichungen, die einfach viel mehr Beachtung verdienen. Und nun hat jeder die Möglichkeit, der sich für den Thrash/Death Metal der damaligen Zeit interessiert, sich diese beiden Juwelen zuzulegen.
CD 1 Psychological Torment
01. Mutant's march
02. Reign of the damned
03. Vision of decadence
04. Tragic giving
05. Radical disease
06. Degeneration of the last decade
07. Nightly aggression
08. Electro mania
09. Religion
10. Psychological breakdown
CD 2 Contamination Rises
01. Damnation
02. Memories
03. Raving lunatics
04. Uncontrolled situation
05. Trash world
06. Sacred bones
07. World of impurities
08. Civil war
09. Perversion
10. Sorrow
11. Mass grave
12. Revolt of the hanged
13. Fanatic mind (Live)
14. Civil war (Live)
15. Vision of decadence (Live)
https://www.facebook.com/No.Return.Thrash
http://www.greatdanerecs.com/
Auf der ersten CD Psychological Torment gibt es lupenreinen Thrash Metal zu hören, der mich sofort an alte Größen wie etwa TESTAMENT oder EXODUS erinnert. Klanglich, spielerisch und atmosphärisch geht das Debütalbum von NO RETURN genau in jene Richtung. Der Grundrhythmus ist schnell aber durch viele Breaks durchzogen und das selbe trifft auch auf die Gitarren zu, die flink und vielfältig zu hören sind. Trotz der gewissen treibenden Grundschnelligkeit sind NO RETURN nicht besonders brutal, dafür ist das Riffing und auch der Gesang zu melodisch, wie es damals aber durchaus üblich war. Trotz der vielen melodischen Riffs klingt Psychological Torment immer auch düster, was nicht nur an der Spielweise sondern auch am speziellen Klang der damaligen Zeit liegt. Psychological Torment ist wunderbarer Thrash Metal der perfekt zu seiner Entstehungszeit passt und hierzulande wohl relativ unbekannt blieb, da das damalige französische Label Semetery Records einfach nicht die Fähigkeiten und Möglichkeiten hatte, die den großen deutschen und amerikanischen Schmieden damals zur Verfügung standen. So ist der großartige, riffbetonte und kraftvolle Thrash Metal des Debüts relativ unbekannt geblieben.
Zwei Jahre später erschien dann Contamination Rises welches deutlich mehr Bezüge zum Death Metal aufwies und nicht mehr an TESTAMENT sondern an SEPULTURA zuzeiten von Beneath The Remains erinnert. Contamination Rises ist härter und aggressiver als Psychological Torment und bietet neben vielen Riffs auch einfach nur böse Aggression. Trotzdem bleiben NO RETURN spielerisch vielfältig. Sägende Riffs wechseln sich mit melodischen Bögen und Soli ab, der Gesang ist oft schön bissig und der Trommler malträtiert die Felle energisch und reichhaltig. Contamination Rises ist ein gutes Werk, welches damals wohl ebenfalls viel zu wenig von der verdienten Aufmerksam erfuhr.
Es ist gut und richtig die ersten beiden Alben von NO RETURN wieder zu veröffentlichen. Beide Alben sind für die damalige Zeit typische, erstklassige Veröffentlichungen, die einfach viel mehr Beachtung verdienen. Und nun hat jeder die Möglichkeit, der sich für den Thrash/Death Metal der damaligen Zeit interessiert, sich diese beiden Juwelen zuzulegen.
CD 1 Psychological Torment
01. Mutant's march
02. Reign of the damned
03. Vision of decadence
04. Tragic giving
05. Radical disease
06. Degeneration of the last decade
07. Nightly aggression
08. Electro mania
09. Religion
10. Psychological breakdown
CD 2 Contamination Rises
01. Damnation
02. Memories
03. Raving lunatics
04. Uncontrolled situation
05. Trash world
06. Sacred bones
07. World of impurities
08. Civil war
09. Perversion
10. Sorrow
11. Mass grave
12. Revolt of the hanged
13. Fanatic mind (Live)
14. Civil war (Live)
15. Vision of decadence (Live)
https://www.facebook.com/No.Return.Thrash
http://www.greatdanerecs.com/
23.08.2013
Fyrnask - Eldir Nótt | 2013 | Temple Of Torturous | CD / Vinyl | Black Metal
2010 erschien von FYRNASK die Debütdemo Fjǫrvar Ok Benjar,
welche atmosphärischen sowie düsteren Black Metal darstellte und mich
überzeugen konnte. Nur ein Jahr später kam das erste Album Bluostar, welches ich irgendwie verpasste und nun wird Mitte September der Nachfolger Eldrig Nótt erscheinen. Zwei Jahre haben die Arbeiten gedauert und das Resultat ist phänomenal.
Eldir Nótt ist 56 Minuten lang und bereits das nicht gerade kurze Intro, bestehend aus Ambient, verzerrter Gitarre und Chor, bereitet auf ein düsteres Werk vor, das schon mit Vigil seinen ersten Höhepunkt offenbart. Vigil beginnt mit einem schnellen und monoton stampfendem Rhythmus und leisen aber grell verzerrten Gitarren, deren wunderbare und dezente Melodik sofort vereinnahmt und pure Dunkelheit versprüht. Während dieser Eröffnungsphase von Vigil klingt FYRNASK ein wenig wie eine Mischung aus BLUT AUS NORD und AURVANDIL. Doch Vigil ist viel mehr, es ist ein intensives, abwechslungsreiches Lied, in dem auch die Wechsel und atmosphärischen Passagen vorzüglich sind. Für mich ist Vigil ein bares Feuerwerk an hervorragenden düsteren Harmonien, die von FYRNASK sehr unauffällig und zurückhaltend arrangiert wurden, was das Erlebnis meiner Meinung nach nur steigert.
Bereits mit Vigil wird sofort klar wie sehr sich FYRNASK seit der Demo weiterentwickelt hat. Eldir Nótt ist ein überaus intensives Album mit extrem vielen Details und Elementen, die von Leidenschaft und Perfektionismus zeugen. Die Lieder sind abwechslungsreich und sehr vielschichtig, harmonisch und rhythmisch gibt es viele Veränderungen und Wechsel und trotzdem wirkt Eldir Nótt überaus stimmig und flüssig. Ich finde die Übergänge der einzelnen Passagen innerhalb der Lieder überaus spannend, da sie sehr ausgereift sind und wesentlich zu der tiefen Ausstrahlung und Atmosphäre der Musik beitragen.
Obwohl Eldir Nótt atmosphärisch und düster ist, ist es zugleich aber auch ein kraftvolles Album das auch viel Härte und Bedingungslosigkeit bietet. FYRNASK schafft es scheinbar mühelos atmosphärische Schwermut und Dunkelheit mit Aggression und Härte zu verbinden. Jarðeldr ist zum Beispiel so ein Lied, wo verschiedene Stimmungen, gegensätzliche und vermeintlich widersprüchliche Akzente und Momente extrem dicht bei einander liegen und sich teilweise miteinander vermischen, was zur einer großartigen Gesamtkomposition führt. Anders verhält es sich in Saltrian, einem Stück das vorwiegend schnell und aggressiv ist. Hier sind dann streckenweise derbe, sägende Riffs und entfesselte Raserei zu hören, was streckenweise regelrecht verstörend und bedrohlich wird. Ich finde diesen heftigen Ausreißer sehr gut, da er den hervorragenden und von tollen Harmonien geprägten Gesamteindruck exzellent abrundet.
Es ist FYRNASK gelungen mit Eldir Nótt ein kleines Meisterwerk zu erschaffen. Nicht nur dafür ist FYRNASK zu bestaunen sondern auch für die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Einmanngruppe handelt, was man dem Material zu keinem Zeitpunkt anhört. Also Augen auf und den 23. September dick und rot im Kalender anstreichen, denn dann soll das Album erhältlich sein.
01. Intro
02. Vigil
03. Jarðeldr
04. Suonnas sedir
05. Saltrian
06. Samas stígr
07. Síaiða
08. Sút
https://www.facebook.com/pages/Fyrnask/114847128596890
http://www.templeoftorturous.com/
Eldir Nótt ist 56 Minuten lang und bereits das nicht gerade kurze Intro, bestehend aus Ambient, verzerrter Gitarre und Chor, bereitet auf ein düsteres Werk vor, das schon mit Vigil seinen ersten Höhepunkt offenbart. Vigil beginnt mit einem schnellen und monoton stampfendem Rhythmus und leisen aber grell verzerrten Gitarren, deren wunderbare und dezente Melodik sofort vereinnahmt und pure Dunkelheit versprüht. Während dieser Eröffnungsphase von Vigil klingt FYRNASK ein wenig wie eine Mischung aus BLUT AUS NORD und AURVANDIL. Doch Vigil ist viel mehr, es ist ein intensives, abwechslungsreiches Lied, in dem auch die Wechsel und atmosphärischen Passagen vorzüglich sind. Für mich ist Vigil ein bares Feuerwerk an hervorragenden düsteren Harmonien, die von FYRNASK sehr unauffällig und zurückhaltend arrangiert wurden, was das Erlebnis meiner Meinung nach nur steigert.
Bereits mit Vigil wird sofort klar wie sehr sich FYRNASK seit der Demo weiterentwickelt hat. Eldir Nótt ist ein überaus intensives Album mit extrem vielen Details und Elementen, die von Leidenschaft und Perfektionismus zeugen. Die Lieder sind abwechslungsreich und sehr vielschichtig, harmonisch und rhythmisch gibt es viele Veränderungen und Wechsel und trotzdem wirkt Eldir Nótt überaus stimmig und flüssig. Ich finde die Übergänge der einzelnen Passagen innerhalb der Lieder überaus spannend, da sie sehr ausgereift sind und wesentlich zu der tiefen Ausstrahlung und Atmosphäre der Musik beitragen.
Obwohl Eldir Nótt atmosphärisch und düster ist, ist es zugleich aber auch ein kraftvolles Album das auch viel Härte und Bedingungslosigkeit bietet. FYRNASK schafft es scheinbar mühelos atmosphärische Schwermut und Dunkelheit mit Aggression und Härte zu verbinden. Jarðeldr ist zum Beispiel so ein Lied, wo verschiedene Stimmungen, gegensätzliche und vermeintlich widersprüchliche Akzente und Momente extrem dicht bei einander liegen und sich teilweise miteinander vermischen, was zur einer großartigen Gesamtkomposition führt. Anders verhält es sich in Saltrian, einem Stück das vorwiegend schnell und aggressiv ist. Hier sind dann streckenweise derbe, sägende Riffs und entfesselte Raserei zu hören, was streckenweise regelrecht verstörend und bedrohlich wird. Ich finde diesen heftigen Ausreißer sehr gut, da er den hervorragenden und von tollen Harmonien geprägten Gesamteindruck exzellent abrundet.
Es ist FYRNASK gelungen mit Eldir Nótt ein kleines Meisterwerk zu erschaffen. Nicht nur dafür ist FYRNASK zu bestaunen sondern auch für die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Einmanngruppe handelt, was man dem Material zu keinem Zeitpunkt anhört. Also Augen auf und den 23. September dick und rot im Kalender anstreichen, denn dann soll das Album erhältlich sein.
01. Intro
02. Vigil
03. Jarðeldr
04. Suonnas sedir
05. Saltrian
06. Samas stígr
07. Síaiða
08. Sút
https://www.facebook.com/pages/Fyrnask/114847128596890
http://www.templeoftorturous.com/
22.08.2013
For Many Reasons - Make Your Own | 2013 | Great Dane Records | CD | Death Metal
Beeinflusst vom eher dürftigen Cover konnten mich FOR MANY REASONS sehr
schnell positiv überraschen. Ich wusste nicht was mich erwarten würde
und so war das Cover der einzige Anhaltspunkt, welcher nichts Gutes
verhieß, doch mit dem ersten Titel Hell verflogen alle Bedenken und FOR MANY REASONS entpuppen sich als ein kraftvoller und düsterer Vertreter des Death Metals.
Make Your Own ist ein verdammt kraftvolles, energisches und druckvolles Album ohne jedoch Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Selbst wenn die Franzosen im gedrosselten Tempo aufspielen, klingen sie sehr brachial, was das Album zu einer wahren Dampfwalze werden lässt. Make Your Own ist ein sehr modernes Album, die in Teilen harte technische Spielweise sowie dezente Keyboardbegleitungen oder orchestrale Untermalungen verleihen dem Ganzen bisweilen einen Hauch von Industrial, wobei Elektronik gar nicht vorkommt. Dabei erinnern mich FOR MANY REASONS in ihrer bestechenden Brachialgewalt manchmal ein wenig an THE MONOLITH DEATHCULT, nur ohne den ganzen Industrialkram.
Make Your Own ist aber auch ohne die guten orchestralen Untermalungen oder kurzen, betonenden Keyboardbegleitungen, ein spannungsreiches und abwechslungsreiches Album. Sowohl der Rhythmus als auch das Gitarrenspiel erweisen sich als vielfältig. Neben dem bereits genannten kraftvollen und schwungvollen Spiel sind auch zahlreiche atmosphärische Riffs und Harmonien zu hören, die atmosphärisch oder auch endzeitlich wirken können. Make Your Own ist, wie beschrieben, düster und vereinzelt mischt sich auch ein Hauch Black Metal bei. Wer auf massiv drückende Gitarrenwände und treibende Rhythmen steht, ist hier genau richtig.
Ich bin eigentlich kein Fan von Dan Swanö, seine Produktionen sind mir oft zu seelenlos und klar, doch im Falle von Make Your Own hat der Schwede alles richtig gemacht. Der Klang ist sehr differenziert, sauber und enorm druckvoll. Make Yourn Own ist ein bebendes, schüttelndes und düsteres Album voller Abwechslung und Vielfalt. FOR MANY REASONS ist es großartig gelungen, die Scheibe brutal und atmosphärisch zugleich wirken zu lassen.
01. Hell
02. Way
03. Hole
04. Sky
05. Colors
06. Truth
07. Silence
08. Funeral
http://www.formanyreasons.fr/
http://www.greatdanerecs.com/
Make Your Own ist ein verdammt kraftvolles, energisches und druckvolles Album ohne jedoch Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Selbst wenn die Franzosen im gedrosselten Tempo aufspielen, klingen sie sehr brachial, was das Album zu einer wahren Dampfwalze werden lässt. Make Your Own ist ein sehr modernes Album, die in Teilen harte technische Spielweise sowie dezente Keyboardbegleitungen oder orchestrale Untermalungen verleihen dem Ganzen bisweilen einen Hauch von Industrial, wobei Elektronik gar nicht vorkommt. Dabei erinnern mich FOR MANY REASONS in ihrer bestechenden Brachialgewalt manchmal ein wenig an THE MONOLITH DEATHCULT, nur ohne den ganzen Industrialkram.
Make Your Own ist aber auch ohne die guten orchestralen Untermalungen oder kurzen, betonenden Keyboardbegleitungen, ein spannungsreiches und abwechslungsreiches Album. Sowohl der Rhythmus als auch das Gitarrenspiel erweisen sich als vielfältig. Neben dem bereits genannten kraftvollen und schwungvollen Spiel sind auch zahlreiche atmosphärische Riffs und Harmonien zu hören, die atmosphärisch oder auch endzeitlich wirken können. Make Your Own ist, wie beschrieben, düster und vereinzelt mischt sich auch ein Hauch Black Metal bei. Wer auf massiv drückende Gitarrenwände und treibende Rhythmen steht, ist hier genau richtig.
Ich bin eigentlich kein Fan von Dan Swanö, seine Produktionen sind mir oft zu seelenlos und klar, doch im Falle von Make Your Own hat der Schwede alles richtig gemacht. Der Klang ist sehr differenziert, sauber und enorm druckvoll. Make Yourn Own ist ein bebendes, schüttelndes und düsteres Album voller Abwechslung und Vielfalt. FOR MANY REASONS ist es großartig gelungen, die Scheibe brutal und atmosphärisch zugleich wirken zu lassen.
01. Hell
02. Way
03. Hole
04. Sky
05. Colors
06. Truth
07. Silence
08. Funeral
http://www.formanyreasons.fr/
http://www.greatdanerecs.com/
Wall Of The Eyeless - Wimfolsfestta | 2013 | Eigenproduktion | CD | Death Metal
WALL OF THE EYLESS ist es in schwedisch-russisches Duo, welches sich ende 2011 suchte und schließlich fand. Mit Wimfolsfestta
wurde im Sommer die zweite, sehr aufwendig produzierte und gestaltete
Demo veröffentlicht, welche von Magnus „Devo“ Andersson von MARDUK
abgemischt und produziert wurde. Spielerisch gibt es abwechslungsreichen
Death Metal, der progressiv ausgerichtet ist und Melodik mit technisch
versierter Spielweise verbindet. Das Demostadium hört man Wimfolsfestta
zu keiner Zeit an. Weder klanglich, spielerisch oder strukturell weist
die Demo irgendwelche klassischen Anzeichen einer Demo auf. Im Grunde
kann man das Digipak auch als EP oder Minialbum bezeichnen.
Inhaltich gibt es, wie erwähnt, eine breitgefächerte Mischung an Death Metal zu hören. WALL OF THE EYELESS beginnen mit Flicker, mit knapp zehn Minuten das längste Lied, melodisch und technisch zu gleich. Flicker ist ein sehr kraftvolles und energisches Stück, in dem zahlreiche melodische aber auch kräftige Riffs zum Tragen kommen, während der Rhythmus hochgradig variabel ist. Ein wenig Melancholie schimmert auch durch und irgendwo ist kurzweilig gar Klargesang zu hören, was mich irgendwie an eine Mischung aus SENTENCED und KATATONIA erinnert. Wimfolsfestta ist aber nicht nur eine abwechslungsreiche Demo sondern auch eine sehr lebendiges Stück Musik, in dem es keinen Stillstand, keine Monotonie oder echte Eingängigkeit gibt. Die Zwei halten ständig etwas in Bewegung, stets ist ein Break oder ein Soli zu hören. Dabei ist es WALL OF THE EYELESS gut gelungen, das Material flüssig und nicht anstrengend wirken zu lassen. Obwohl es viel verschiedenes und einen konstanten Fluss an Reizen zu hören gibt, wirken die Lieder stimmig und nicht überladen.
Für eine Demo ist Wimfolsfestta starkes Material, welches in jeglicher Hinsicht überzeugen kann. WALL OF THE EYELESS sind derzeit auf der Suche nach einer Plattenfirma für das anstehende, schon in der Entstehung befindende Debütalbum. Ich bin mir sicher, dass man von WALL OF THE EYELESS in den kommenden Jahren noch viel hören wird. Allerdings dürfen sie es meinem Geschmack nach mit den emotionalen Klargesangseinlagen nicht übertreiben, der lebendige und riffbetonte Death Metal ist auch so gut genug.
01. Flicker
02. The longest winter
03. Revulsion fever
04. Piercings mi
https://www.facebook.com/walloftheeyeless
Inhaltich gibt es, wie erwähnt, eine breitgefächerte Mischung an Death Metal zu hören. WALL OF THE EYELESS beginnen mit Flicker, mit knapp zehn Minuten das längste Lied, melodisch und technisch zu gleich. Flicker ist ein sehr kraftvolles und energisches Stück, in dem zahlreiche melodische aber auch kräftige Riffs zum Tragen kommen, während der Rhythmus hochgradig variabel ist. Ein wenig Melancholie schimmert auch durch und irgendwo ist kurzweilig gar Klargesang zu hören, was mich irgendwie an eine Mischung aus SENTENCED und KATATONIA erinnert. Wimfolsfestta ist aber nicht nur eine abwechslungsreiche Demo sondern auch eine sehr lebendiges Stück Musik, in dem es keinen Stillstand, keine Monotonie oder echte Eingängigkeit gibt. Die Zwei halten ständig etwas in Bewegung, stets ist ein Break oder ein Soli zu hören. Dabei ist es WALL OF THE EYELESS gut gelungen, das Material flüssig und nicht anstrengend wirken zu lassen. Obwohl es viel verschiedenes und einen konstanten Fluss an Reizen zu hören gibt, wirken die Lieder stimmig und nicht überladen.
Für eine Demo ist Wimfolsfestta starkes Material, welches in jeglicher Hinsicht überzeugen kann. WALL OF THE EYELESS sind derzeit auf der Suche nach einer Plattenfirma für das anstehende, schon in der Entstehung befindende Debütalbum. Ich bin mir sicher, dass man von WALL OF THE EYELESS in den kommenden Jahren noch viel hören wird. Allerdings dürfen sie es meinem Geschmack nach mit den emotionalen Klargesangseinlagen nicht übertreiben, der lebendige und riffbetonte Death Metal ist auch so gut genug.
01. Flicker
02. The longest winter
03. Revulsion fever
04. Piercings mi
https://www.facebook.com/walloftheeyeless
Lycus - Tempest | 2013 | 20 Buck Spin | CD / Vinyl | Funeral Doom
Auf Tempest, dem Debütalbum der Amerikaner LYCUS, gibt es
Funeral Doom satt. Gegründet wurde die Band zwar schon 2008, doch erst
2011 brachte man eine Demokassette über Graceless Recordings (betrieben
von Mike Meacham von LOSS) heraus ehe es nun zur Veröffentlichung von Tempest kam.
Tempest umfasst drei Lieder mit einer Gesamtspielzeit von 42 Minuten und bietet dem geneigten Hörer solide Kost. Wie es sich für Funeral Doom gehört, sind die Lieder lang, langsam und bleischwer. Bei LYCUS stehen dabei ein sehr tiefer, kehliger und erdiger Gesang sowie eine oft melodisch zu hörende Gitarre im Mittelpunkt. Während dieser markante und bedrohliche Gesang stellenweise finster und böse wirkt, geht das melodische Saitenspiel, vor allem in Coma Burn, stark in die elegische Richtung von MY DYING BRIDE. Tempest ist aber insgesamt ein relativ melodisches und harmonisches Werk, auf dem die Gitarren nicht nur bleierne Riffwände zum Besten geben, sondern durch verschiedene Melodien stark in die Atmosphäre eingreifen. Für weitere Abwechslung sorgen unter anderem kurze schnelle und extreme, morbide Passagen oder Chorgesang.
Trotz oder auch gerade wegen der melodischen und atmosphärischen Ausrichtung ist Tempest ein sehr tiefbedrückendes, melancholisches und schweres Album, welches eine regelrechte Grabesstimmung verbreitet. Der ruhig gespielte Funeral Doom wirkt über weite Strecken überaus andächtig. LYCUS erinnern auf Tempest zwar immer wieder an verschiedene Vertreter des Genres, können mich aber trotzdem von sich überzeugen. Mir gefällt die atmosphärische Ausrichtung, die Riffs und Melodien sind zum Teil sehr gefühlvoll und man verlässt sich nicht nur auf massive Gitarrenwände, sondern gibt melodischen Facetten viel Raum. Dazu passt dann auch die Violine, die im Titelstück phasenweise zu hören ist. Wer atmosphärischen aber überaus bedrückenden Funeral Doom mag und den einen und anderen Verweis zu MY DYING BRIDE zu schätzen weiß, ist hier genau richtig. Für mich ist Tempest ein „schönes“ Album, welches trotz der Länge keine Hängepartien aufweist.
01. Coma burn
02. Engravings
03. Tempest
https://www.facebook.com/pages/Lycus/156095311142662
http://www.20buckspin.com/
Tempest umfasst drei Lieder mit einer Gesamtspielzeit von 42 Minuten und bietet dem geneigten Hörer solide Kost. Wie es sich für Funeral Doom gehört, sind die Lieder lang, langsam und bleischwer. Bei LYCUS stehen dabei ein sehr tiefer, kehliger und erdiger Gesang sowie eine oft melodisch zu hörende Gitarre im Mittelpunkt. Während dieser markante und bedrohliche Gesang stellenweise finster und böse wirkt, geht das melodische Saitenspiel, vor allem in Coma Burn, stark in die elegische Richtung von MY DYING BRIDE. Tempest ist aber insgesamt ein relativ melodisches und harmonisches Werk, auf dem die Gitarren nicht nur bleierne Riffwände zum Besten geben, sondern durch verschiedene Melodien stark in die Atmosphäre eingreifen. Für weitere Abwechslung sorgen unter anderem kurze schnelle und extreme, morbide Passagen oder Chorgesang.
Trotz oder auch gerade wegen der melodischen und atmosphärischen Ausrichtung ist Tempest ein sehr tiefbedrückendes, melancholisches und schweres Album, welches eine regelrechte Grabesstimmung verbreitet. Der ruhig gespielte Funeral Doom wirkt über weite Strecken überaus andächtig. LYCUS erinnern auf Tempest zwar immer wieder an verschiedene Vertreter des Genres, können mich aber trotzdem von sich überzeugen. Mir gefällt die atmosphärische Ausrichtung, die Riffs und Melodien sind zum Teil sehr gefühlvoll und man verlässt sich nicht nur auf massive Gitarrenwände, sondern gibt melodischen Facetten viel Raum. Dazu passt dann auch die Violine, die im Titelstück phasenweise zu hören ist. Wer atmosphärischen aber überaus bedrückenden Funeral Doom mag und den einen und anderen Verweis zu MY DYING BRIDE zu schätzen weiß, ist hier genau richtig. Für mich ist Tempest ein „schönes“ Album, welches trotz der Länge keine Hängepartien aufweist.
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02. Engravings
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