Uncreation ist das Debütalbum der schweizer Formation
STORTREGN. Auf acht Lieder mit einer Gesamtspielzeit von 32 Minuten
verteilt bekommt man melodisch eingefärbten Black/Death Metal
schwedischer Machart um die Ohren gehauen. Es gibt viele schwedische
Bands an die ich mich erinnert fühle, wenn ich STORTREGN höre. Und mir
missfällt bei STORTREGN auch exakt dasselbe was mir bei den
schwedischen Gruppen der vergangenen 15 Jahre schon nicht gefiel: die
Kombination aus melodischem Riffing und bissigem, hellen Kreischgesang.
Es gibt viele die das mögen, NAGLFAR ist dafür ein erfolgreiches
Beispiel. Aber davon mal losgelöst, entpuppt sich Uncreation
als abwechslungsreiches Album. STORTREGN zeigen sich rhythmisch höchst
variabel, langsame, mittelschnelle und schnelle Parts gibt es in
unterschiedlichen Ausprägungen. Allerdings sind immer melodische Riffs
dabei, was mich stört. Aufgrund dieser zentralen Melodik entwickelt das
Album leider keine echte Härte oder Bissigkeit. Wer aber Gruppen wie
NAGLFAR oder DISSECTION mag, kann beide Ohren riskieren. Denn in diese
Richtung stoßen STORTREGN mit ihrem Erstling vor, auch wenn sie
natürlich nicht die Klasse der schwedischen Originale erreichen.
6/10
Aceust
01. IV
02. The eye of judgment
03. Without return
04. The uncreation
05. Road to the lands of Thule
06. Through a path of prevarication
07. Nocturnal
08. A shape in the mystical haze
30.08.2011
29.08.2011
Sorgeldom - Vithatten | 2011 | Frostscald Records / Hexenhammer Records | CD | Black Metal
Zeitgleich mit ...From Outer Intelligences ist Vithatten
erschienen, welches jedoch in einer früheren Periode entstand und
aufgenommen wurde. Aber nicht nur der Entstehungszeitraum unterscheidet
die beiden Alben, auch der Inhalt ist sehr different. ...From Outer Intelligences steht in diesem Gespann für den verträumten, verspielten sowie extrovertierten Bruder, während Vithatten hingegen der grummelige, knarrzige und eher in sich gekehrte Gegenpart ist. Vithatten ist viel roher und Black Metal orientierter als ...From Outer Intelligences. Klanglich aber auch spielerisch gehen Sorgeldom hier einen düsteren Weg.
Geradlinig und traditionell kann man den Stil von Vithatten aber dennoch nicht nennen. Melodisch ausgerichtete Arrangements sind zahlreich vertreten und auch Klargesänge fehlen nicht, doch ist dies auf Vithatten alles in einem weitaus düsteren Rahmen gesteckt worden, der manchmal ein wenig an frühe Ulver erinnert. Eigenwillige Melodien, die zunächst als absolut unpassend erscheinen, gibt es allerdings auch. Jedoch sind diese obskur und düster, münden teilweise in sehr grimmige Passagen, weshalb das Ganze weniger lieblich und verträumt wie ...From Outer Intelligences daher kommt. Schwierig und sperrig ist Vithatten phasenweise. Gerade die drei letzten Lieder unterscheiden sich sehr. Diese wurden gesondert aufgenommen, sind klanglich roher, erinnern mit ihrem leichten Rauschen an eine Demo, und sind auch musikalisch abgefahrener und schräger als das übrige Material. Und obwohl es skurriler ist, gefällt es mir sehr gut. Hier ist es Sorgeldom nämlich gut gelungen, die eigene experimentelle Veranlagung mit Melodik und bizarrer Dunkelheit zu verbinden. I Fönstret Blickar Kvinnan ist für meine Begriffe einer sehr gutes Lied, das am Anfang, aufgrund einer sehr skurrilen und schwierigen Gitarre, zwar überaus seltsam ist, sich aber zu einem sehr interessanten Lied entwickelt. Teilweise sehr melodisch, aber auch makaber, ein wenig an Lönndom erinnernd, um in einer anderen Passage sehr grimmig und schroff zu werden.
Vithatten gefällt mir ungleich besser als ...From Outer Intelligences, da sich hier einfach düstere Arrangements wiederfinden lassen. Melodische Spielereien gibt es auch, aber in der Gesamtheit sind sie dunkler und schwerer, was mir einfach besser gefällt. Vithatten ist experimentell und melodisch aber eben auch grimmig und düster, das gefällt. Man könnte auch nordischer Wald Black Metal hierzu sagen.
7,5/10
Aceust
01. Intro
02. Vithatten
03. De gångnas skalder
04. Inom bergets salar
05. Av sten
06. Mylingsdimma
07. Vilsna tankars spökerier
08. I fönstret blickar kvinnan
09. Skuggor av bläck
Geradlinig und traditionell kann man den Stil von Vithatten aber dennoch nicht nennen. Melodisch ausgerichtete Arrangements sind zahlreich vertreten und auch Klargesänge fehlen nicht, doch ist dies auf Vithatten alles in einem weitaus düsteren Rahmen gesteckt worden, der manchmal ein wenig an frühe Ulver erinnert. Eigenwillige Melodien, die zunächst als absolut unpassend erscheinen, gibt es allerdings auch. Jedoch sind diese obskur und düster, münden teilweise in sehr grimmige Passagen, weshalb das Ganze weniger lieblich und verträumt wie ...From Outer Intelligences daher kommt. Schwierig und sperrig ist Vithatten phasenweise. Gerade die drei letzten Lieder unterscheiden sich sehr. Diese wurden gesondert aufgenommen, sind klanglich roher, erinnern mit ihrem leichten Rauschen an eine Demo, und sind auch musikalisch abgefahrener und schräger als das übrige Material. Und obwohl es skurriler ist, gefällt es mir sehr gut. Hier ist es Sorgeldom nämlich gut gelungen, die eigene experimentelle Veranlagung mit Melodik und bizarrer Dunkelheit zu verbinden. I Fönstret Blickar Kvinnan ist für meine Begriffe einer sehr gutes Lied, das am Anfang, aufgrund einer sehr skurrilen und schwierigen Gitarre, zwar überaus seltsam ist, sich aber zu einem sehr interessanten Lied entwickelt. Teilweise sehr melodisch, aber auch makaber, ein wenig an Lönndom erinnernd, um in einer anderen Passage sehr grimmig und schroff zu werden.
Vithatten gefällt mir ungleich besser als ...From Outer Intelligences, da sich hier einfach düstere Arrangements wiederfinden lassen. Melodische Spielereien gibt es auch, aber in der Gesamtheit sind sie dunkler und schwerer, was mir einfach besser gefällt. Vithatten ist experimentell und melodisch aber eben auch grimmig und düster, das gefällt. Man könnte auch nordischer Wald Black Metal hierzu sagen.
7,5/10
Aceust
01. Intro
02. Vithatten
03. De gångnas skalder
04. Inom bergets salar
05. Av sten
06. Mylingsdimma
07. Vilsna tankars spökerier
08. I fönstret blickar kvinnan
09. Skuggor av bläck
26.08.2011
Receuil Morbide - Only Hate Left | 2011 | Great Dane Records | CD | Death Metal
Vom hässlichen Front-Cover darf man sicht nicht irreleiten lassen, denn
das vierte Album von RECUEIL MORBIDE ist wesentlich besser, als dass
man bei dem Front-Cover vermuten würde. Die Franzosen haben sich dem
brutalen Death Metal verschrieben, den sie auf Only Hate Left nachdrücklich demonstrieren. Only Hate Left
ist ein klassisches Genrealbum ohne Besonderheiten, aber es
funktioniert sehr gut. RECUEIL MORBIDE überzeugen mit dem was sie
machen. Der Gesang ist überwiegend angenehm guttural, vereinzelt gibt
es grindartige Ausbrüche. Musikalisch verkommt das Instrumentarium
nicht zu einer hemmungslosen Brutalitätsorgie. RECUEIL MORBIDE
übertreiben es also nicht mit der Schnelligkeit und Brutalität. Es gibt
spielerische und auch leichte atmosphärische Akzente, die das Album
schwungvoll abrunden. Es gibt ja zahlreiche Bands in diesem Genre, die
einfach nur von vorne bis hinten schnell und brutal aufspielen, dazu
sind RECUEIL MORBIDE mit Only Hate Left jedoch nicht zu
zählen. Das Tempo ist zwar flott und geradlinig, aber es offenbart sich
eben keine reine Prügelorgie der plumpen Monotonie. Es gibt
Tempovariationen, technische Arrangements und Breaks. Geknüppel gibt es
natürlich auch, aber in Verbindung mit vielfältiger und
abwechslungsreicher Spielweise. Zwischendurch streuen RECUEIL MORBIDE
auch mal ein Soli ein oder zementieren den brutalen Ausdruck mit
niederwalzenden mittelschnellen Passagen.
Wie gesagt, es fehlen Besonderheiten, doch ist Only Hate Left eine sehr stimmige und flüssige Genre-Veröffentlichung. Abwechslung, technische Komplexität und gnadenlose Brutalität halten sich angenehm die Waage, was das Album insgesamt zu einer ansprechenden Scheibe macht. Am Klang gibt es auch nichts zu bemängeln, der ist satt und sauber, passt also bestens zum musikalischen Inhalt.
7,5/10
Aceust
01. Alone
02. Crazy war
03. Slavery
04. (The devil came to) Annihilate me
05. From time immemmorial
06. Bipolaris
07. Viscious circle
08. Skinned alive
09. Unsalubrious walls
10. Adrenalin
Wie gesagt, es fehlen Besonderheiten, doch ist Only Hate Left eine sehr stimmige und flüssige Genre-Veröffentlichung. Abwechslung, technische Komplexität und gnadenlose Brutalität halten sich angenehm die Waage, was das Album insgesamt zu einer ansprechenden Scheibe macht. Am Klang gibt es auch nichts zu bemängeln, der ist satt und sauber, passt also bestens zum musikalischen Inhalt.
7,5/10
Aceust
01. Alone
02. Crazy war
03. Slavery
04. (The devil came to) Annihilate me
05. From time immemmorial
06. Bipolaris
07. Viscious circle
08. Skinned alive
09. Unsalubrious walls
10. Adrenalin
06.08.2011
Lento - Icon | 2011 | Denovali | CD | Instrumental Post Metal / Sludge
Das lang erwartete zweite Album steht nun in den Startlöchern. Am 15. April wird Denovali Records Lentos zweites Album Icon auf CD und LP veröffentlichen. Das 2007 erschienene Debüt Earthen war ein wunderbares, intensives Album. Gute und packende Alben herauszubringen ist die eine Sache. Lento
schafft es jedoch darüber hinaus, ausgesprochen atemberaubende
Konzerte zu spielen, die Lieder live auf der Bühne dynamischer und
härter als auf CD zu spielen. Wer Lento live gesehen hat, wird wissen was ich meine. Lento agiert auf der Bühne etwas schneller und brachialer, was gerade in Liedern wie Need und Currents in einem Hochgenuss gipfelt. Da passt es auch hervorragend, dass die neuen Titel von Icon die schwungvolle und kraftvolle Dynamik von Need oder Currents aufgreifen. Icon beheimatet zwar mehr Lieder als der Vorgänger, doch sind diese auch kürzer. Statt um die fünf Minuten lang wie auf Earthen dauern die Lieder nun im Schnitt zwischen zwei und drei Minuten.
Kraftvolle Riffs, schwungvolle Rhythmen aber auch sphärische Passagen gibt es auf Icon ebenso wie auf Earthen. Dennoch unterscheidet sich das neue Album etwas vom Vorgänger. Zum Teil auch deshalb, da die Lieder kürzer sind und es deshalb zu mehr Abwechslung und Veränderung kommt. Allerdings sind die Übergänge der CD so fließend, dass es zwischen den Titeln keine Stille gibt und es einem nicht unbedingt auffällt, wenn ein Lied in das nächste übergeht. Icon ist stellenweise sogar etwas härter und auch technischer ausgefallen. Least etwa ist ein sehr riffbetontes Lied mit schweren, dunkel und tief tönenden Gitarren. Die Rhythmik in dem Lied ist schwer zu fassen, zwischen Tempo und Langsamkeit pendelnd. Im Titellied Icon gibt es streckenweise sehr brutale Tempopassagen, aber auch massive Riffwände die flott und melodisch den Raum zum Beben bringen.
Gegenüber Earthen gibt es auf Icon mehr Gitarren, mehr Härte und weniger ruhige, atmosphärische Stücke. Diese sind zwar auch vertreten, doch liegt der Hauptaugenmerk von Lento diesmal auf den kraftvollen Sludge-Doom-Kompositionen. Auf Earthen machten diese etwa 50% des Albums aus, auf Icon dürften es ca. 75% sein. Wer auf kraftvollen und riffbetonten, instrumentalen Sludge / Doom Metal steht, sollte Icon auf keinen Fall verpassen. Zudem tourt Lento im April durch Deutschland und wer möchte, kann sich Icon auf den Seiten von Denovali komplett anhören oder auch kostenlos runterladen.
8/10
Aceust
01. Then
02. Hymn
03. Limb
04. Hymen
05. Still
06. Throne
07. Least
08. Dyad
09. Icon
10. Admission
Kraftvolle Riffs, schwungvolle Rhythmen aber auch sphärische Passagen gibt es auf Icon ebenso wie auf Earthen. Dennoch unterscheidet sich das neue Album etwas vom Vorgänger. Zum Teil auch deshalb, da die Lieder kürzer sind und es deshalb zu mehr Abwechslung und Veränderung kommt. Allerdings sind die Übergänge der CD so fließend, dass es zwischen den Titeln keine Stille gibt und es einem nicht unbedingt auffällt, wenn ein Lied in das nächste übergeht. Icon ist stellenweise sogar etwas härter und auch technischer ausgefallen. Least etwa ist ein sehr riffbetontes Lied mit schweren, dunkel und tief tönenden Gitarren. Die Rhythmik in dem Lied ist schwer zu fassen, zwischen Tempo und Langsamkeit pendelnd. Im Titellied Icon gibt es streckenweise sehr brutale Tempopassagen, aber auch massive Riffwände die flott und melodisch den Raum zum Beben bringen.
Gegenüber Earthen gibt es auf Icon mehr Gitarren, mehr Härte und weniger ruhige, atmosphärische Stücke. Diese sind zwar auch vertreten, doch liegt der Hauptaugenmerk von Lento diesmal auf den kraftvollen Sludge-Doom-Kompositionen. Auf Earthen machten diese etwa 50% des Albums aus, auf Icon dürften es ca. 75% sein. Wer auf kraftvollen und riffbetonten, instrumentalen Sludge / Doom Metal steht, sollte Icon auf keinen Fall verpassen. Zudem tourt Lento im April durch Deutschland und wer möchte, kann sich Icon auf den Seiten von Denovali komplett anhören oder auch kostenlos runterladen.
8/10
Aceust
01. Then
02. Hymn
03. Limb
04. Hymen
05. Still
06. Throne
07. Least
08. Dyad
09. Icon
10. Admission
04.07.2011
Yansen - Sowelu | 2011 | Sturmglanz | CDR | Black Pagan Metal
Das deutschrussische Einmannprojekt Yansen wurde erst 2008 gegründet, kann aber schon auf einige Veröffentlichungen verweisen und für das Album Sowelu konnte man erstmalig eine Plattenfirma gewinnen. Yansen
spielt eine ansprechende Mischung aus Black Pagan und Folk Metal
fernab fröhlicher Schunkel- und Tanzmelodien. Trotzdem ist es ein
vielseitiges Werk mit melodischer Betonung, Naturverbundenheit und
heidnischen Inhalten.
Der Anteil an folkigen Elementen ist gering und beschränkt sich auf kurze Passagen mit Maultrommel in Odins Runen und dem rituellen Instrumentalstück Die Rückkehr des Schamanen. Zwar gibt es im letzten Lied Слава Триглаву (Дид-Дуб-Сноп) russischen Klargesang, Akkordeon und folkige Melodik, doch dieses Lied fällt auch aus dem Rahmen und könnte als eine Art Bonus verstanden werden, zumal es von Temnozor auch ein Lied mit gleichem Namen gibt.
Ansonsten ist Sowelu aber ein packendes Black Pagan Metal Album mit oft bissigem und teils auch aggressivem Gesang, abwechslungsreicher Rhythmik und guter Untergrund-Klangproduktion. Das Tempo wird dabei gerne mal angezogen, womit Yansen Härte aufbaut. Aber auch ohne diese schnellen, harten Einlagen versteht es Yansen, dunkle und bedrohliche Arrangements zu spielen. Leute die auf fröhlichen Pagan Metal stehen oder Klargesang brauchen, werden mit Sowelu also kaum Freude haben. Dazu ist das Album einfach zu dunkel und hart, was mich natürlich anspricht, zumal die melodischen Elemente allesamt gut und stimmig sind und niemals übertrieben wirken.
Sowelu ist insgesamt ein sehr stimmiges und abwechslungsreiches Album. Teilweise hart und harsch, aber auch andernorts rockig. Und die russischsprachigen Lieder erzeugen noch mal ein andere, eigene Atmosphäre, was das Album zusätzlich aufwertet. Zwar wirkt die spielerische Umsetzung an einigen wenigen Stellen noch etwas steif, aber ich denke, daran dürfte sich niemand stören, zumal Yansen noch nicht sehr lange existiert. Sowelu ist somit allen Freunden des Black Pagan Folk Metal wärmstens zu empfehlen.
7/10
Aceust
01. Sowelu (Intro)
02. Odins Runen
03. In nature I trust
04. Ulver
05. Der Fliegenpilztrunk
06. Проклятие
07. Die Rückkehr des Schamanen
08. Солнце
09. Слава Триглаву (Дид-Дуб-Сноп)
Der Anteil an folkigen Elementen ist gering und beschränkt sich auf kurze Passagen mit Maultrommel in Odins Runen und dem rituellen Instrumentalstück Die Rückkehr des Schamanen. Zwar gibt es im letzten Lied Слава Триглаву (Дид-Дуб-Сноп) russischen Klargesang, Akkordeon und folkige Melodik, doch dieses Lied fällt auch aus dem Rahmen und könnte als eine Art Bonus verstanden werden, zumal es von Temnozor auch ein Lied mit gleichem Namen gibt.
Ansonsten ist Sowelu aber ein packendes Black Pagan Metal Album mit oft bissigem und teils auch aggressivem Gesang, abwechslungsreicher Rhythmik und guter Untergrund-Klangproduktion. Das Tempo wird dabei gerne mal angezogen, womit Yansen Härte aufbaut. Aber auch ohne diese schnellen, harten Einlagen versteht es Yansen, dunkle und bedrohliche Arrangements zu spielen. Leute die auf fröhlichen Pagan Metal stehen oder Klargesang brauchen, werden mit Sowelu also kaum Freude haben. Dazu ist das Album einfach zu dunkel und hart, was mich natürlich anspricht, zumal die melodischen Elemente allesamt gut und stimmig sind und niemals übertrieben wirken.
Sowelu ist insgesamt ein sehr stimmiges und abwechslungsreiches Album. Teilweise hart und harsch, aber auch andernorts rockig. Und die russischsprachigen Lieder erzeugen noch mal ein andere, eigene Atmosphäre, was das Album zusätzlich aufwertet. Zwar wirkt die spielerische Umsetzung an einigen wenigen Stellen noch etwas steif, aber ich denke, daran dürfte sich niemand stören, zumal Yansen noch nicht sehr lange existiert. Sowelu ist somit allen Freunden des Black Pagan Folk Metal wärmstens zu empfehlen.
7/10
Aceust
01. Sowelu (Intro)
02. Odins Runen
03. In nature I trust
04. Ulver
05. Der Fliegenpilztrunk
06. Проклятие
07. Die Rückkehr des Schamanen
08. Солнце
09. Слава Триглаву (Дид-Дуб-Сноп)
20.06.2011
Gestalte - Gestalte | 2011 | Heidens Hart | Kassette | Black Metal
| 01. Intro: The void 02. Pazuzu (Winged king of the desert spirits) 03. Drawing power from the void 04. At the plains of madness 05. Op naar het woud der smarten (Deel 1) |
Was soll ich noch groß sagen? Gestalte ist für Demomaßstäbe eine umwerfende Angelegenheit, die musikalisch und klanglich sehr stimmig und überzeugend ist. Ein wenig macht mich Gestalte auch nostalgisch und wehmütig, da ich der Meinung bin, dass es früher viel öfters so gute Demotapes gab. Heute hingegen wird gleich ein Album auf schicker CD veröffentlicht, was einen gewissen Charme vermissen lässt. Diesen besitzt Gestalte, weshalb ich die Demokassette allen Demofanatikern nur wärmstens empfehlen kann!
8/10
Aceust
http://www.heidenshart.nl.nu/
14.06.2011
Kaiserreich - Ravencrowned | 2011 | De Tenebrarum Principio | CD | Black Metal
Vor rund vier Jahren erschien das Debütalbum KRRH, auf dem Kaiserreich
traditionellen aber gewöhnlichen Black Metal spielte. An dieser
Spielweise hat sich in den Jahren nichts verändert, wie der Nachfolger Ravencrowned
zeigt. Das Tempo ist über weite Strecken hoch, der Gesang bissig und
die leicht melodischen Gitarren begnügen sich zumeist mit einfachen,
überschaubaren Riffs. Sehr solide, aber wie schon auf KRRH auch
absolut nichts Besonderes. Die einzigen echten Veränderungen gegenüber
dem Debüt finden sich in der Produktion, die kräftiger und
differenzierter ausgefallen ist. Stilistisch bleibt bei Kaiserreich alles beim Alten. Auch wenn Ravencrowned
nichts Besonderes bietet, so gibt es aber immer wieder Parts, die mir
gut gefallen. Es sind die Parts, die eingängig ausgefallen sind und in
denen es rifftechnisch wenig Veränderung gibt. Prägnant und präzise kann
man dazu wohl sagen.
Das Problem mit solchen Veröffentlichungen heutzutage ist der fehlende Wiedererkennungswert. Obwohl die Lieder allesamt solide bis gut sind, bleibt am Ende nur wenig im Gedächtnis hängen. Das ist eigentlich schade, denn spielerisch als auch klanglich ist Ravencrowned gelungen. Auch die ruhigen Zwischenpassagen mit Klargitarre sind gut und überzeugen. Aber es fehlt das gewisse Etwas. Obwohl ich persönlich die eingängigen und eisigen Riffs in den eher monoton gehaltenen Passagen mag, kann man damit keinen Blumentopf mehr gewinnen. Ravencrowned ist subtil, bodenständig und traditionell, eigentlich ein Qualitätsmerkmal im heutigen Black Metal, wo es so viele experimentelle Gruppen gibt, die sich mit Post Rock oder anderen Modeerscheinungen probieren. Von solchen Mätzchen gibt es bei Kaserreich jedenfalls nichts. Hier gibt es Black Metal pur, dessen Stärken im Gitarrenspiel zu suchen sind.
7/10
Aceust
01. Hapax legomenon
02. Vae victis
03. Dreamfall (Pure, tortured heart)
04. Veleno
05. Lunes ov judgement
06. Cobra legion arose
07. A.B. 86
08. Coure nero
09. Den verkschythend
10. Tempest (Of the unweapt tears)
Das Problem mit solchen Veröffentlichungen heutzutage ist der fehlende Wiedererkennungswert. Obwohl die Lieder allesamt solide bis gut sind, bleibt am Ende nur wenig im Gedächtnis hängen. Das ist eigentlich schade, denn spielerisch als auch klanglich ist Ravencrowned gelungen. Auch die ruhigen Zwischenpassagen mit Klargitarre sind gut und überzeugen. Aber es fehlt das gewisse Etwas. Obwohl ich persönlich die eingängigen und eisigen Riffs in den eher monoton gehaltenen Passagen mag, kann man damit keinen Blumentopf mehr gewinnen. Ravencrowned ist subtil, bodenständig und traditionell, eigentlich ein Qualitätsmerkmal im heutigen Black Metal, wo es so viele experimentelle Gruppen gibt, die sich mit Post Rock oder anderen Modeerscheinungen probieren. Von solchen Mätzchen gibt es bei Kaserreich jedenfalls nichts. Hier gibt es Black Metal pur, dessen Stärken im Gitarrenspiel zu suchen sind.
7/10
Aceust
01. Hapax legomenon
02. Vae victis
03. Dreamfall (Pure, tortured heart)
04. Veleno
05. Lunes ov judgement
06. Cobra legion arose
07. A.B. 86
08. Coure nero
09. Den verkschythend
10. Tempest (Of the unweapt tears)
06.06.2011
Dark Paranoia - Towards The Boundaries Of Nostalgia... | 2011 | Sturmglanz | CD | Black Metal
Dark Paranoia ist ein italienisches Soloprojekt welches sich 2008 gründete und für das Xasthur mit dem Lied "Consumed By A Dark Paranoia" als Namenspate stand. Die aktuelle EP, die am 23. Mai erscheinen wird, umfasst vier Lieder mit einer Spielzeit von über 33 Minuten. Unattainable Happines und Outro sind zwei reine Ambientstücke, deren ruhige Synthesizerklänge unauffällig und belanglos sind. Etwas Ambient gibt es zwar auch noch am Anfang von Escape For Nothing, doch dann spricht endlich der Black Metal.
Die zwei Black-Metal-Stücke sind natürlich lang und dabei sowohl dunkelatmosphärisch als auch melancholisch. Überraschenderweise ist die Klangproduktion recht gut, Instrumente und Gesang sind differenziert zu hören und Dark Paranoia griff für die Aufnahmen auf einen Gastmusiker am Schlagwerk zurück. Obwohl die Liednamen englisch sind, ist der Kreischgesang italienisch, was mir gut gefällt, da die schnelle Intonation des Italienischen dem Gesang etwas bissiges und giftiges verleiht, was wiederrum gut zur dunklen, atmosphärischen Spielart passt. Am Ende von Escape For Nothing sind verzerrte, psychedelische Gitarren zu hören, die mich gemeinsam mit dem Gesang etwas an neuere Sachen von Nachtmystium erinnern.
Die Musik von Dark Paranoia ist stimmig und gut, vor allem die Gitarrenharmonien können überzeugen. Es gibt die obligatorischen Klarpassagen die stimmungsvoll und ernst sind, aber nicht abgegriffen oder langweilig wirken. Zudem ist immer wieder mal die Bassgitarre sehr kräftig zu hören, was mir sehr gut gefällt. Die EP geht zwar schon in Richtung Depressive Black Metal, jedoch auf eine angenehme und atmosphärische Art und Weise die nicht nervt. Dark Paranoia verzichtet auf hysterisches Gekreische oder den rohen, verwaschenen Klang. Stattdessen gibt es melodiebetonte Saiteninstrumente, differenzierten Klang und giftigen Gesang. Die schnellen Schübe im Titellied sind zwar noch nicht formvollendet, fügen sich aber flüssig und kontrastgebend ein.
Towards The Boundaries Of Nostalgia... ist eine angenehme und überzeugende Genre-Veröffentlichung. Wer melancholischen Black Metal mit Ambienteinschlag mag, sollte Dark Paranoia jedenfalls mal probieren, wobei ich die Ambientparts schlicht langweilig finde. Spielerisch und klanglich ist das Material aber überzeugend.
7/10
Aceust
01. Unattainable happines
02. Escape for nothing
03. Towards the boundaries of nostalgia...
04. Outro
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