Akitsa meldet sich mit einer schönen
Vinyl-Veröffentlichung zurück! Der Siebenzöller umfasst drei neue
Lieder, die 2008 aufgenommen wurden. Gleich das erste Lied La Grotte des Anges Dechus
erinnert mich daran, wofür ich Akitsa so liebe: Geradlinigen und rohen
Black Metal. Das Tempo ist antreibend schnell und monoton, die Gitarren
giftig und grell, das Riffing minimal und der Kreischgesang heftig und
derbe. La Grotte des Anges Dechus ist knapp sechs Minuten lang und total monoton, einfach großartig! Notre Avant-Guerre
ist wesentlich kürzer und unterscheidet sich sehr vom ersten Lied.
Hier kommen dreckige, punkig und rockig wirkende, melodische Riffs und
ein polternder, mittelschneller Rhythmus zum Tragen. Diese Spielart hat
man bei Akitsa ja immer wieder gehört, ich erinnere nur an Soleil Noir.
Auf diese zwei schönen Black-Metal-Stücke folgt dann das Titellied,
welches eine reine Ambient-Nummer ist - und mir deshalb auch nicht
wirklich zusagt. Aber unabhängig davon ist diese EP ein absoluter
Pflichtkauf für alle Anhänger Akitsas und jene, die den rohen, minimalistischen Black Metal lieben.
Es wurden 489 Stück gepresst und kommt auf schwerem Vinyl, also nicht zu lange mit dem Kauf warten.
8,5/10
Aceust
01. La grotte des anges dechus
02. Notre avant-guerre
03. Auprès de la mort, triomphant!
http://www.noneshalldefy.de/
14.03.2011
Nightforest - Winternight | 2011 | Der neue Weg | CDR | Black Metal
Diese österreichische Gruppierung Namens Nightforest exisitert noch nicht allzulange und hat nun mit Winternight
das Debütalbum herausgebracht. Es soll sich hierbei um Ambient Black
Metal handeln. Eine harmlos dahinplätschernde Scheibe ist Winternight
indes nicht, wie man berechtigt befürchten könnte. Denn der Anteil des
Ambient beschränkt sich auf instrumentale Zwischenstücke, sowie Waldmystik, einem langen Intro, und dem Outro
- was sechs Titel ergibt. Die andere Hälfte enthält Black Metal pur,
der gern harsch und eindringlich vorgetragen wird. Zudem entpuppt sich Nightforests
Black Metal als abwechslungsreich, in dem sich Schnelligkeit und Härte
mit Melodik und langsamen Passagen abwechselt. Zudem fällt der
phasenweise dual auftretende Gesang auf. Neben dem typischen Gekeife
ist auch tiefer Gesang aus dem Death Metal zu hören. Gefällt mir gut,
zumal solch Gesang für eine Band aus dem Ambient Black Metal untypisch
ist.
Die ruhigen, atmosphärischen Ambientstücke, in denen unter anderem Akustikgitarre, Piano und synthetische Klänge zu hören sind, sagen mir nicht unbedingt zu. Sie wirken auf mich etwas zu harmlos, wobei das lange Waldmystik noch das Beste ist. Der Black Metal kann hingegen mehr überzeugen. From a Sea... ist etwa ein Lied, in dem es Nightforest gut gelang, Schnelligkeit und Brutalität mit Harmonien und Melodik zu kombinieren. Die schnellen Parts sind geradlinig und direkt und die langsameren Passagen besitzen genau das richtige Maß an Melodik, wobei hier auch gute synthetische Klänge dezent zum Einsatz kommen. Noreia's Call ist ebenfalls gelungen, wobei hier ausschließlich brutales Tempo und bissiger Kreischgesang zum Tragen kommt. Das Titellied Winternight geht in eine etwas andere Richtung und erscheint mir nicht ganz so gelungen. Es ist langsamer und atmosphärischer, wobei ich gerade den melodisch-atmosphärischen Anteil in der ersten Hälfte verbesserungswürdig empfinde. Die Melodieführung ist mir etwas zu unstet und flimmernd. Aber das ist noch völlig in Ordnung, zumal die zweite Hälfte rhythmische Veränderung und auch Härte bereit hält. Das durchgängig langsam und melancholisch gehaltene An Inner Pain ist da wesentlich besser.
Winternight ist in der Summe eine interessante und abwechslungsreiche Scheibe, auch ohne die zahlreichen Ambientstücke. Diese hätte man meiner Meinung nach komplett weglassen können, denn der Black Metal selbst ist aussagekräftig genug. Er ist hart, direkt und zugleich auch gespickt mit Melodik und Atmosphäre. Winternight ist nicht immer perfekt, erinnert manchmal an eine Demo, was ich aber als positiv empfinde. Nightforest hat Potential, mal schauen, in welche Richtung man sich entwickeln wird.
7/10
Aceust
Die ruhigen, atmosphärischen Ambientstücke, in denen unter anderem Akustikgitarre, Piano und synthetische Klänge zu hören sind, sagen mir nicht unbedingt zu. Sie wirken auf mich etwas zu harmlos, wobei das lange Waldmystik noch das Beste ist. Der Black Metal kann hingegen mehr überzeugen. From a Sea... ist etwa ein Lied, in dem es Nightforest gut gelang, Schnelligkeit und Brutalität mit Harmonien und Melodik zu kombinieren. Die schnellen Parts sind geradlinig und direkt und die langsameren Passagen besitzen genau das richtige Maß an Melodik, wobei hier auch gute synthetische Klänge dezent zum Einsatz kommen. Noreia's Call ist ebenfalls gelungen, wobei hier ausschließlich brutales Tempo und bissiger Kreischgesang zum Tragen kommt. Das Titellied Winternight geht in eine etwas andere Richtung und erscheint mir nicht ganz so gelungen. Es ist langsamer und atmosphärischer, wobei ich gerade den melodisch-atmosphärischen Anteil in der ersten Hälfte verbesserungswürdig empfinde. Die Melodieführung ist mir etwas zu unstet und flimmernd. Aber das ist noch völlig in Ordnung, zumal die zweite Hälfte rhythmische Veränderung und auch Härte bereit hält. Das durchgängig langsam und melancholisch gehaltene An Inner Pain ist da wesentlich besser.
Winternight ist in der Summe eine interessante und abwechslungsreiche Scheibe, auch ohne die zahlreichen Ambientstücke. Diese hätte man meiner Meinung nach komplett weglassen können, denn der Black Metal selbst ist aussagekräftig genug. Er ist hart, direkt und zugleich auch gespickt mit Melodik und Atmosphäre. Winternight ist nicht immer perfekt, erinnert manchmal an eine Demo, was ich aber als positiv empfinde. Nightforest hat Potential, mal schauen, in welche Richtung man sich entwickeln wird.
7/10
Aceust
11.03.2011
Enthral - Prophecies Of The Dying | 2010 | Frostscald Records | CD | Black Metal
Neben den zahlreichen neuen Veröffentlichungen wühlte der Herr von
Frostscald Records mal wieder in der skandinavischen Vergangenheit und
fand dort das Debüt von Enthral, einer norwegischen Kapelle, die sich Mitte der 90er dem schwarzen Metall verschrieb. 1997 kam Prophecies of the Dying raus,
die Neuauflage wurde 2010 komplett re-mastered und enthält ein
Bonuslied. Ein Detail am Rande: Laut Beiheft stammen alle Zeichnungen
von G. Bratset, die sonst in der Gitarrenabteilung ihr Unwesen treibt.
Für die Musik ist das selbstredend nicht relevant.
Die richtungsweisende Ansage der Plattenfirma lautet, man soll sich eine Mischung aus Satyricon zu Zeiten der Nemesis Divina und Lord Belial zu Zeiten Enter the Moonlight Gate vorstellen und das mit einem morbiden Einschlag ergänzen. Abwegig sind diese Vergleiche nicht, da weiß man schon grob, wo es lang geht. Nemesis Divina gilt sowieso als Klassiker, aber auch Enter the Moonlight Gate bleibt für Prophecies of the Dying unerreicht. Enthral setzten damals auf deutlich längere Lieder, sie überschritten mehrfach die 10 Minuten. Hierbei schleichen sich öfters Passagen ein, bei denen die Spannung etwas flöten geht. Etwas komprimierter hätte Prophecies of the Dying besser gewirkt, so verlaufen sich gute Melodien immer mal im Niemandsland, aber „hätte“ - sie haben es so geschrieben und fertig. Eine Überraschung stellt das Bonusstück Awaiting the Rise of the Forestgod dar, welches nicht mit dem Album aufgenommen wurde. Das hört man, die Gitarren rauschen mehr und die Instrumente kommen nicht ganz so klar durch. Das Lied selbst ist sehr gelungen. Rasende, eisige Gitarren schaffen hier eine gute Atmosphäre. Auf dem regulären Teil des Albums wirken Enthral weniger direkt, bisweilen verschachtelter. Vielleicht entsteht dieser Eindruck auch nur durch die Klangdifferenzen, so oder so bleibt es ein guter Bonus und würdiger Abschluss der Scheibe.
An dieser Stelle kann ich nicht sagen, daß Prophecies of the Dying eine fälschlicherweise unbeachtetes Meisterwerk wäre, dazu reicht es nicht. Es war und ist weitestgehend ein gutes Album, mehr aber meiner Meinung nach nicht. Irgendwas fehlt mir, das mich richtig fesselt und Anreiz genug ist, genau dieses Album wieder und wieder hören zu wollen. Kann man sich zulegen, muss man aber nicht.
7/10
Der Einsiedler
01. Salig er den som lir
02. Prophecies of the dying - Kundalini (Serpent Power)
03. Prophecies of the dying - Part II
04. A divine tragedy
05. Enchanted by the serpent spell
06. Thy passionate despair
07. Awaiting the rise of the forestgod (Bonus)
Die richtungsweisende Ansage der Plattenfirma lautet, man soll sich eine Mischung aus Satyricon zu Zeiten der Nemesis Divina und Lord Belial zu Zeiten Enter the Moonlight Gate vorstellen und das mit einem morbiden Einschlag ergänzen. Abwegig sind diese Vergleiche nicht, da weiß man schon grob, wo es lang geht. Nemesis Divina gilt sowieso als Klassiker, aber auch Enter the Moonlight Gate bleibt für Prophecies of the Dying unerreicht. Enthral setzten damals auf deutlich längere Lieder, sie überschritten mehrfach die 10 Minuten. Hierbei schleichen sich öfters Passagen ein, bei denen die Spannung etwas flöten geht. Etwas komprimierter hätte Prophecies of the Dying besser gewirkt, so verlaufen sich gute Melodien immer mal im Niemandsland, aber „hätte“ - sie haben es so geschrieben und fertig. Eine Überraschung stellt das Bonusstück Awaiting the Rise of the Forestgod dar, welches nicht mit dem Album aufgenommen wurde. Das hört man, die Gitarren rauschen mehr und die Instrumente kommen nicht ganz so klar durch. Das Lied selbst ist sehr gelungen. Rasende, eisige Gitarren schaffen hier eine gute Atmosphäre. Auf dem regulären Teil des Albums wirken Enthral weniger direkt, bisweilen verschachtelter. Vielleicht entsteht dieser Eindruck auch nur durch die Klangdifferenzen, so oder so bleibt es ein guter Bonus und würdiger Abschluss der Scheibe.
An dieser Stelle kann ich nicht sagen, daß Prophecies of the Dying eine fälschlicherweise unbeachtetes Meisterwerk wäre, dazu reicht es nicht. Es war und ist weitestgehend ein gutes Album, mehr aber meiner Meinung nach nicht. Irgendwas fehlt mir, das mich richtig fesselt und Anreiz genug ist, genau dieses Album wieder und wieder hören zu wollen. Kann man sich zulegen, muss man aber nicht.
7/10
Der Einsiedler
01. Salig er den som lir
02. Prophecies of the dying - Kundalini (Serpent Power)
03. Prophecies of the dying - Part II
04. A divine tragedy
05. Enchanted by the serpent spell
06. Thy passionate despair
07. Awaiting the rise of the forestgod (Bonus)
07.03.2011
Zores - Hail To Death, Satan And Violence | 2010 | Eigenproduktion | CD | Black Metal
Da die Demo Doom Kult so vielversprechend war, ging ich erwartungsfroh ans Debütalbum, das den wohlklingenden Namen Hail To Death, Satan And Violence trägt. Eine direkte Fortsetzung des Demos ist es nicht unbedingt geworden, Zores
zeigt sich auf dem Album etwas gemäßigter, was zu aller erst am Gesang
auffällt, der nun nicht mehr so extrem und verzerrt ist. Er ist
natürlicher, organischer und kehliger, weshalb Zores' Gesang nun nicht mehr so heftig und hasserfüllt wie noch auf Doom Kult
ist. Zudem ist der Klang auf dem Album etwas dumpfer und auch weniger
grell ausgefallen, was das Extreme zunächst ebenfalls schmälert. Hail To Death, Satan And Violence
ist aber wesentlich länger als die Demo, weshalb es natürlich und
logischer weise viel mehr und auch abwechslungsreiches zu hören gibt.
Zores ist dem ersten Anschein nach zwar nicht mehr so wüst, radikal und direkt wie auf der Demo, dennoch ist Hail To Death, Satan And Violence negativer Black Metal im besten Sinne. Dreckig, räudig und gemein sind die Kompositionen nach wie vor, nur nicht mehr so vordergründig und offenkundig. Dies wird auch gleich mit dem ersten richtigen Lied Amok Havoc verdeutlicht. Der Rhythmus ist schnell, die Saiteninstrumente erklingen roh und etwas unsauber, hier wird schnell klar: Zerstörung und Grimm wird hier propagiert und gehuldigt, selbst die langsamen Passagen versprühen ausschließlich Negatives. Das Interessante an Zores und Hail To Death, Satan And Violence ist aber die Eigenständigkeit. Solchen Black Metal gab es schon immer und wird es auch immer geben, aber es ist Zores dennoch gelungen, dabei eine absolute Eigenständigkeit zu bewahren. Diese spiegelt sich sowohl strukturell als auch klanglich wieder. Trotz aller primitiven Härte und Aggression hat die Musik stets auch etwas Beklemmendes und Bedrückendes. Es ist keine leicht verdauliche Musik, was das Album vom Demo zusätzlich unterscheidet. Hail To Death, Satan And Violence ist facettenreicher und düsterer als Doom Kult, was es aber auch schwerer zugänglich macht. Es braucht mehrere Durchgänge um den musikalischen Wahnsinn von Zores vollends genießen zu können. Es wird wohl auch viele geben, die mit diesem Album wenig anfangen können, was wohl auch im Sinne der Gruppe liegen dürfte.
Der Name des Albums ist jedenfalls Programm und verspricht genau das, was es enthält. Hail To Death, Satan And Violence ist extrem, laut und gemein. Nicht immer angenehm und manchmal auch eigenwillig, aber genau so etwas weiß ich zu schätzen. Trotz aller Rohheit und Primitivität besitzt Zores gute eigene Ideen. Wer Doom Kult kennt, wird in etwa wissen wohin die Reise geht, auch wenn das Album etwas anders ausgefallen ist. Zu empfehlen ist Hail To Death, Satan And Violence aber alle mal.
7/10
Aceust
01. Hail death
02. Amok havoc
03. Sshe's the wolf
04. Hail satan
05. Doom kommand of lucifer
06. For satan
07. Hail violence
08. We disgrace the blood of Jesus Christ
09. Terror partisans
Zores ist dem ersten Anschein nach zwar nicht mehr so wüst, radikal und direkt wie auf der Demo, dennoch ist Hail To Death, Satan And Violence negativer Black Metal im besten Sinne. Dreckig, räudig und gemein sind die Kompositionen nach wie vor, nur nicht mehr so vordergründig und offenkundig. Dies wird auch gleich mit dem ersten richtigen Lied Amok Havoc verdeutlicht. Der Rhythmus ist schnell, die Saiteninstrumente erklingen roh und etwas unsauber, hier wird schnell klar: Zerstörung und Grimm wird hier propagiert und gehuldigt, selbst die langsamen Passagen versprühen ausschließlich Negatives. Das Interessante an Zores und Hail To Death, Satan And Violence ist aber die Eigenständigkeit. Solchen Black Metal gab es schon immer und wird es auch immer geben, aber es ist Zores dennoch gelungen, dabei eine absolute Eigenständigkeit zu bewahren. Diese spiegelt sich sowohl strukturell als auch klanglich wieder. Trotz aller primitiven Härte und Aggression hat die Musik stets auch etwas Beklemmendes und Bedrückendes. Es ist keine leicht verdauliche Musik, was das Album vom Demo zusätzlich unterscheidet. Hail To Death, Satan And Violence ist facettenreicher und düsterer als Doom Kult, was es aber auch schwerer zugänglich macht. Es braucht mehrere Durchgänge um den musikalischen Wahnsinn von Zores vollends genießen zu können. Es wird wohl auch viele geben, die mit diesem Album wenig anfangen können, was wohl auch im Sinne der Gruppe liegen dürfte.
Der Name des Albums ist jedenfalls Programm und verspricht genau das, was es enthält. Hail To Death, Satan And Violence ist extrem, laut und gemein. Nicht immer angenehm und manchmal auch eigenwillig, aber genau so etwas weiß ich zu schätzen. Trotz aller Rohheit und Primitivität besitzt Zores gute eigene Ideen. Wer Doom Kult kennt, wird in etwa wissen wohin die Reise geht, auch wenn das Album etwas anders ausgefallen ist. Zu empfehlen ist Hail To Death, Satan And Violence aber alle mal.
7/10
Aceust
01. Hail death
02. Amok havoc
03. Sshe's the wolf
04. Hail satan
05. Doom kommand of lucifer
06. For satan
07. Hail violence
08. We disgrace the blood of Jesus Christ
09. Terror partisans
Zores - Doom Kult | 2009 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal
Doom Kult ist die erste Demo der österreichischen Gruppe Zores.
Sie ist drei Lieder stark und dauert gut zwölf Minuten, in denen auch
alles gesagt und vorgespielt wird, was vonnöten ist. Der Black Metal
von Zores ist böse und hasserfüllt, dabei aber riffbetont und enthält neben hohem Tempo auch mittelschnelle Passagen. Crush The Bones
beginnt mit einem sakralen Sample auf den dann heftiger und räudiger
Black Metal folgt, der einem scheinbar sämtlichen Hass und Ekel direkt
vor die Füße kotzt. Hervorragend! Es sind aber nicht nur die schnellen
Parts mit denen Zores negative Atmosphäre versprüht.
Die mittelschnellen und langsamen Passagen strotzen gleichfalls von
Verderben und Unheil. Streckenweise sind die Strukturen zwar simpel und
vorhersehbar, was aber rein gar nichts macht, zumal Zores rhythmisch und rifftechnisch zuweilen stark und herrlich nach alter Schule klingt.
Doom Kult ist ein gutes Demo mit unverfälschtem Black Metal, der laut und grell, böse und gemein ist. Was will man mehr?
7,5/10
Aceust
01. Crush the bones
02. Rape, abuse and desecration
03. Kill the children of god
Doom Kult ist ein gutes Demo mit unverfälschtem Black Metal, der laut und grell, böse und gemein ist. Was will man mehr?
7,5/10
Aceust
01. Crush the bones
02. Rape, abuse and desecration
03. Kill the children of god
Berkowitz - Five Thousand Years To Hate | 2011 | Galgenstrang Productions / Funeral Industries | CD | Black/Death Metal
Five Thousand Years To Hate ist für Berkowitz
die Debütveröffentlichung und beinhaltet flotten und oftmals
geradlinigen Black/Death Metal skandinavischer Prägung. Worauf sich der
Name Berkowitz bezieht, ist leider unklar. Die
Metal-Archives behaupten, die Widerstandskämpferin Liane Berkowitz sei
Quell der Namensinspiration, allerdings gibt es auch den bekannten
US-amerikanischen Serienmörder David Berkowitz. Wie dem auch sei, für
die Musik ist diese Frage bestenfalls nebensächlich.
Five Thousand Years To Hate ist ein sehr homogenes Album welches von Anfang bis Ende wie aus einem eisernen Guss zu sein scheint. Das Tempo ist zumeist sehr flott, die Riffs ertönen eisig und Unas' Gesang ist sehr bedrohlich, da emotionsarm und sachlich. Diese Art des Gesangs gefällt mir sehr gut, zumal auch die heiser-dunkle Klangfarbe böse und verächtlich wirkt - was insgesamt auch sehr gut zur Musik passt, da diese gleichfalls eher sachlich und aufgeräumt ist. Durch diese nüchterne Klar- und Direktheit wirkt Five Thousand Years To Hate auch so böse und derbe. Vor allem die schnellen Parts mit den kräftigen Riffs sind sehr brachial und heftig. Dies geschieht aber nicht durchgängig. Ebenso gibt es auch Passagen mit dezentem Keyboardeinsatz oder riffbetonte Momente mit flinkem Fingereinsatz.
Auch wenn Five Thousand Years To Hate zunächst sehr gleichförmig und homogen wirkt, gibt es nach mehreren Durchläufen einiges an Abwechslung zu entdecken. Im Bereich der Rhythmen gibt es sogar ziemlich viel Abwechslung und auch die Gitarren bieten einiges. Dies alles wird aber zu einer bösen, ja sogar lebensfeindlichen homogenen Produktion zusammengefasst. Für eine Debütveröffentlichung ist Five Thousand Years To Hate also sehr gelungen und dürfte jeden ansprechen, der temporeichen Black/Death Metal mit spürbarer Bösartigkeit und einer zarten modernen Komplexität mag.
7/10
Aceust
01. Above you all
02. With eyes impaired
03. A question of dominance
04. Prodigies
05. Sidewinder
06. Disembark the craft
07. Absolute grandeur
08. Kill me
09. Kode
10. Father
http://www.funeral-industries.com/
Five Thousand Years To Hate ist ein sehr homogenes Album welches von Anfang bis Ende wie aus einem eisernen Guss zu sein scheint. Das Tempo ist zumeist sehr flott, die Riffs ertönen eisig und Unas' Gesang ist sehr bedrohlich, da emotionsarm und sachlich. Diese Art des Gesangs gefällt mir sehr gut, zumal auch die heiser-dunkle Klangfarbe böse und verächtlich wirkt - was insgesamt auch sehr gut zur Musik passt, da diese gleichfalls eher sachlich und aufgeräumt ist. Durch diese nüchterne Klar- und Direktheit wirkt Five Thousand Years To Hate auch so böse und derbe. Vor allem die schnellen Parts mit den kräftigen Riffs sind sehr brachial und heftig. Dies geschieht aber nicht durchgängig. Ebenso gibt es auch Passagen mit dezentem Keyboardeinsatz oder riffbetonte Momente mit flinkem Fingereinsatz.
Auch wenn Five Thousand Years To Hate zunächst sehr gleichförmig und homogen wirkt, gibt es nach mehreren Durchläufen einiges an Abwechslung zu entdecken. Im Bereich der Rhythmen gibt es sogar ziemlich viel Abwechslung und auch die Gitarren bieten einiges. Dies alles wird aber zu einer bösen, ja sogar lebensfeindlichen homogenen Produktion zusammengefasst. Für eine Debütveröffentlichung ist Five Thousand Years To Hate also sehr gelungen und dürfte jeden ansprechen, der temporeichen Black/Death Metal mit spürbarer Bösartigkeit und einer zarten modernen Komplexität mag.
7/10
Aceust
01. Above you all
02. With eyes impaired
03. A question of dominance
04. Prodigies
05. Sidewinder
06. Disembark the craft
07. Absolute grandeur
08. Kill me
09. Kode
10. Father
http://www.funeral-industries.com/
Mhorgl - Antinomian | 2011 | The Execution Kollective | CD | Black Metal
Mhorgls zweites Album Antinomian erschien
bereits vor einem Jahr in Eigenregie und erfährt nun eine breit
angelegte Wiederveröffentlichung. Hierzulande dürfte die australische
Gruppe wohl noch recht unbekannt sein, was einerseits sicherlich der
geographischen Entfernung, andererseits aber auch dem eigenwilligen
Stil geschuldet ist. Melodisch und extrem ist das Album. Der Grundstil
von Mhorgl ist sicherlich der Black Metal, auch wenn
es zahlreiche Ausflüge in traditionelle Gefilde gibt, was sich an den
unzähligen Riffs und Melodien ableiten lässt, die gern an betagte und
große Bands der 80iger und 90iger erinnern. Demzufolge ist Antinomian ein vielfältiges Werk, auf dem Mhorgl ständig etwas in Bewegung hält. Eingängigkeit oder gar Stillstand scheint den vier Musikern ein Fremdwort zu sein.
Wo viele andere Gruppen seichte Klänge als Einleitung anbieten, gibt es bei Mhorgl exzessive Geschwindigkeit pur. Der Einsteiger Nocturnal Blasphemy ist ein überaus schnelles Stück mit giftigem Gesang, und ob aller Schnelligkeit sind jede Menge Riffs und sogar ein flottes, dem Grundtempo angepasstes Soli, zu hören. Beim ersten Hören mutet Nocturnal Blasphemy etwas seltsam an, da hier geradlinige Schnelligkeit mit technischen, komplexen Gitarrenläufen einher geht. Diese sind für Mhorgl aber federführend, denn es gibt in jedem Lied ausgefeilte, technische Riffs zu hören, die vereinzelt schon sehr abstrakt und ein wenig experimentell sind. So entstehen immer wieder Momente, in denen das sehr melodische (aber trotzdem enorm schnelle) Gitarrenspiel mit der harten und rasenden Rhythmik für komplexe Strukturen sorgt. Es ist permanent etwas in Bewegung, zu Hauf gibt es Breaks und Wechsel. Manchmal wirkt das alles ein wenig zu überladen und reichhaltig, doch dann kann man die spielerischen Fähigkeiten der Musiker bewundern. Denn das schnelle und komplexe Material in seiner flüssigen und lebhaften Vielfalt wird hier absolut fehlerfrei und perfekt umgesetzt. Mir ist es stellenweise aber dennoch zu viel, die Gitarrenspuren sind halt stellenweise enorm lebhaft, hektisch und chaotisch - aber in einem genau bedachten Rahmen.
Für Liebhaber des komplexen und technischen Extrem Metal ist Antinomian sicherlich eine Empfehlung, zumal das Album auch klanglich überzeugt. Differenziert und sauber, aber bei weitem nicht überproduziert. Wer gerne komplexen und riffbetonten Black Metal mag, darf hier zugreifen.
7/10
Aceust
http://www.mhorgl.com/
01. Nocturnal blasphemy
02. Kiss of midnight
03. Iron clad destruction
04. Essence of evil
05. Necrohatred (A tribute to Darkthrone)
06. Subterranean assault beast
07. The paean of Hangantyr
08. Mr. Crowley (Ozzy Osbourne Cover)
Wo viele andere Gruppen seichte Klänge als Einleitung anbieten, gibt es bei Mhorgl exzessive Geschwindigkeit pur. Der Einsteiger Nocturnal Blasphemy ist ein überaus schnelles Stück mit giftigem Gesang, und ob aller Schnelligkeit sind jede Menge Riffs und sogar ein flottes, dem Grundtempo angepasstes Soli, zu hören. Beim ersten Hören mutet Nocturnal Blasphemy etwas seltsam an, da hier geradlinige Schnelligkeit mit technischen, komplexen Gitarrenläufen einher geht. Diese sind für Mhorgl aber federführend, denn es gibt in jedem Lied ausgefeilte, technische Riffs zu hören, die vereinzelt schon sehr abstrakt und ein wenig experimentell sind. So entstehen immer wieder Momente, in denen das sehr melodische (aber trotzdem enorm schnelle) Gitarrenspiel mit der harten und rasenden Rhythmik für komplexe Strukturen sorgt. Es ist permanent etwas in Bewegung, zu Hauf gibt es Breaks und Wechsel. Manchmal wirkt das alles ein wenig zu überladen und reichhaltig, doch dann kann man die spielerischen Fähigkeiten der Musiker bewundern. Denn das schnelle und komplexe Material in seiner flüssigen und lebhaften Vielfalt wird hier absolut fehlerfrei und perfekt umgesetzt. Mir ist es stellenweise aber dennoch zu viel, die Gitarrenspuren sind halt stellenweise enorm lebhaft, hektisch und chaotisch - aber in einem genau bedachten Rahmen.
Für Liebhaber des komplexen und technischen Extrem Metal ist Antinomian sicherlich eine Empfehlung, zumal das Album auch klanglich überzeugt. Differenziert und sauber, aber bei weitem nicht überproduziert. Wer gerne komplexen und riffbetonten Black Metal mag, darf hier zugreifen.
7/10
Aceust
http://www.mhorgl.com/
01. Nocturnal blasphemy
02. Kiss of midnight
03. Iron clad destruction
04. Essence of evil
05. Necrohatred (A tribute to Darkthrone)
06. Subterranean assault beast
07. The paean of Hangantyr
08. Mr. Crowley (Ozzy Osbourne Cover)
As Likely As Not - Stand Up And Nerve | 2011 | The Execution Kollective | CD | Death Metal
Stand Up And Nerve ist für As Likely As Not
nicht nur das Debütalbum sondern das erste Lebenszeichen überhaupt.
Beim Durchlauf des Albums bekommt man aber dennoch nicht den Eindruck,
es hier mit einer noch nicht lange existierenden Band zu tun zu haben.
Die Italiener wirken sehr professionell und souverän, das Album macht
einen runden Eindruck. Musikalisch kann man Stand Up And Nerve
als modernen sowie melodischen Death Metal beschreiben. Dieser ist
zudem technisch und hart, was ihn eben so modern erscheinen lässt.
Eigentlich ist solch moderner (Death) Metal nichts für meine Ohren,
aber As Likely As Not schafft es trotzdem mir zu gefallen. Dies liegt wohl auch daran, dass die Gruppe stellenweise an At the Gates oder auch Dew-Scented erinnert. Möglicherweise enthält die Musik auch eine Spur In Flames, doch die Schweden mochte ich noch nie sonderlich. Wie dem auch sei, Stand Up And Nerve
geht jedenfalls runter wie Wasser. Die Strukturen der Lieder sind
technisch und hart, es gibt viele Breaks aber auch gute Riffs, die
trotz der melodischen Stoßrichtung nicht zu verspielt oder fröhlich
wirken. Hier liegt die Betonung klar auf Härte. Und da das Ganze eben
modern ist, ist bei As Likely As Not auch ständig etwas
in Bewegung und es gibt auch Einflüsse aus Thrash Metal und Hardcore
zu hören. Das gefällt sicherlich nicht jedem, mir oft auch nicht, aber As Likely As Not ist es gelungen, diese moderne Mischung ordentlich und gefällig rüberzubringen.
Für mich ist Stand Up And Nerve jedenfalls ein gutes Album da es ob aller Melodik ein hartes Album ist und mir die Verweise zu den alten Bands gefallen. Technisch, hart, melodisch und gut.
7,5/10
Aceust
01. Designed love
02. Realization
03. My last confession
04. Red fleer
05. Only echoes of dreams
06. Inhale exhale
07. Nerving empathy
08. Omega
Für mich ist Stand Up And Nerve jedenfalls ein gutes Album da es ob aller Melodik ein hartes Album ist und mir die Verweise zu den alten Bands gefallen. Technisch, hart, melodisch und gut.
7,5/10
Aceust
01. Designed love
02. Realization
03. My last confession
04. Red fleer
05. Only echoes of dreams
06. Inhale exhale
07. Nerving empathy
08. Omega
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