Als 2004 Lugubres Debütalbum Anti-Human Black Metal erschien, war ich hin und weg vor ekstatischer Verzückung. Anti-Human Black Metal
ist und war die perfekte Mischung aus bestialischer Härte und
großartiger, subtiler Melodik. Zudem konnte Hermits hasserfüllter
Kreischgesang das Konzept des Albums hervorragend kommunizieren.
Seitdem sind sechs Jahre ins Land gegangen und von der Besetzung des
Debüts ist einzig und allein Gründer und Gitarrist Striid übrig
geblieben. Ob Striid mit den neuen Mitstreitern adäquaten Ersatz
gefunden hat, wird sich in der folgenden Besprechung zeigen.
Supreme Ritual Genocide ist in jedem Fall ein
gleichfalls energisches Album auf dem man keine Gefangenen macht und
stattdessen durch Schnelligkeit und bedingungsloser Härte alles und
jeden in Grund und Boden stampft. Schon der Verzicht einer
atmosphärischen Einleitung deutet an, womit man es bei Lugubre zu tun hat, sollte man die Niederländer noch nicht kennen. Denn bereits Chaoskult
ist durchzogen von hohen Geschwindigkeit und rasenden Riffs,
allerdings sehr anspruchsvoll und vielfältig verpackt und gespielt. Die
Strukturen sind sehr komplex, an jedem Instrument ist vieles
verschiedenes zu hören und neben aller Härte gibt es auch langsamere
Passagen. Der erste Eindruck ist schon mal gut, auch wenn Sänger Asega
erwartungsgemäß nicht an Hermit heranreicht. Dafür entzückt aber Striid
erneut mit wunderbaren Riffs, wie er sie einem gleich in Enslavement um die Ohren feuert. In Enslavement entwickelt Lugubre
eine ähnlich intensive und heftige Atmosphäre wie auf dem Debüt.
Filigranes Gitarrenspiel und hohes Grundtempo verschmelzen zu einer
wunderbaren Einheit. Allerdings wirken die teilweise langsameren
Strophen nicht ganz so treffsicher, da Asegas Gesang nicht intensiv und
hart genug ist - jedenfalls im Vergleich zu Hermit. Eine gute Figur
macht Asega allerdings in Exterminate. Hier gibt es eine längere Passage, in der es für Lugubres Verhältnisse
gemächlich zugeht, und in der es leicht melancholische Melodien zu
hören gibt, wo Asegas Gesang sehr gut zu passt, als sei das Lied genau
für ihn geschrieben. Selbst im schnellen Part kann er stimmlich die
Härte und Aggression hervorragend wiederspiegeln.
Spielerisch und strukturell lässt Supreme Ritual Genocide
keine Wünsche offen. Das Album ist enorm schnell, sehr riffbetont und
alles andere als monoton oder langweilig. In den einzelnen Liedern gibt
es sehr detailreiche Strukturen, vielfältige Riffs und Breaks.
Technisch wurde das komplexe Material perfekt umgesetzt und auch die
Klangproduktion hat reife Arbeit geleistet, obgleich Supreme Ritual Genocide klanglich nicht ganz so mächtig wie Anti-Human Black Metal
ausgefallen ist. Das Debütalbum war zwar greller und roher, allerdings
im Bereich der tiefen Töne voluminöser, weshalb es etwas mehr Druck
und Härte besaß. Aber angesichts der Tatsache, dass sich Striid
komplett neue Mitstreiter suchen musste, ist Supreme Ritual Genocide
sehr gut geworden, auch wenn es erwartungsgemäß nicht ganz ans Debüt
heranreicht. Aber das ist auch nur meine subjektive Einschätzung, denn
umgesetzt wurde das komplexe und vielfältige Material einwandfrei. Supreme Ritual Genocide ist unmenschlich, bestialisch, gut.
8/10
Aceust
01. Chaoskult
02. Enslavement
03. Musterd gas ambrosia
04. Exterminate
05. Blade to blade
06. Twilight of the weapon
07. Via negativa
08. Supreme ritual genocide
09. Seperation of the flesh
http://www.lugubre.nl/
13.12.2010
06.12.2010
Zornestrieb - Kalter Zeiten Ewigkeit | 2010 | Black Devastation Records | CDR | Black Metal
Kalter Zeiten Ewigkeit heißt die erste Demo von Zornestrieb, die sowohl als professionelle CDR als auch auf Kassette erschienen ist. Zornestrieb
ist ein Dreier aus Thüringen, der hier auf vier Lieder verteilt
atmosphärisch kalten Black Metal spielt. Für eine erste Demo machen die
Lieder von Anfang an einen guten und stimmigen Eindruck, man hat nicht
wirklich das Gefühl, es hier mit einer allerersten
Demoveröffentlichung einer Band zu tun zu haben.
Gleich das Eingangsstück Verwelktheit weiß zu überzeugen, auch wenn die lange und ruhige Akustikgitarreneinleitung meiner bescheidenen Meinung nach überflüssig ist. Denn das eigentliche Lied überzeugt vor allem durch erstklassige Riffs, die kalt und atmosphärisch sind und sich wunderbar an den eingängig schnellen Rhythmus anschmiegen. Auch während der langsamer gespielten Strophen gibt es wunderbare, gefühlvolle Riffs zu hören, die den kehligen Gesang begleiten. Diese Black-Metal-Passage von Verwelktheit ist wirklich wunderbar, weshalb es mir unerklärlich ist, wieso man dem diese fünf Minuten lange Einleitung voranstellt, zumal das Lied auch mit Akustikgitarre ausklingt. Der Schlusspart ist aber wesentlich besser, da sich Klargitarre und metallische Parts vermischen und abwechseln.
Die drei anderen Titel können sich auch hören und sehen lassen. Vor allem Vor Eises Zeit sticht noch mal besonders heraus. Es ist ein gesangsarmes Lied da die acht Minuten weitgehend instrumental sind. Doch die Instrumentierung ist sehr ansprechend. Das Tempo ist antreibend und neben schönen Riffs gibt es im Hintergrund auch ein gut gespieltes und leises Keyboard. Im Schlusspart ist dann auch Gesang zu hören, welcher schnell und brutal vorgetragen wird.
Ein feines Gespür für gute Riffs ist also nicht nur in Verweltheit gegeben. Zornestrieb spielt sowohl schnellere, antreibende Passagen als auch dunkelatmosphärische, kalte Passagen. Gelungen ist aber nicht nur das Spiel an den Gitarren, auch Schlagzeuger Deimos kann punkten. Sein Spiel ist facettenreich und auch der Klang seines Schlagwerks ist sehr gelungen, da druckvoll und präsent.
Wie schon erwähnt, macht Kalter Zeiten Ewigkeit einen überaus stimmigen Eindruck. Sowohl klanglich als auch spielerisch und strukturell wirkt Zornestrieb sehr professionell und abgeklärt. Die drei Musiker verstehen also ihr Handwerk, und für ein erstes Demo klingt das alles so gut und rund, dass es mich nicht wundern würde, wenn die Thüringer nicht schon Erfahrungen in anderen Gruppen gesammelt hätten. Immerhin gibt es bekanntermaßen in Thüringen ja mehr Black-Metal-Gruppen als Einwohner. Wie dem auch sei, Kalter Zeiten Ewigkeit ist eine sehr gute Demoveröffentlichung. Die vier Lieder beinhalten eine gute Mischung aus grimmigen Black Metal (Des Vertrauten Suche etwa erinnert mich ein wenig an Wolfsschrei) , Atmosphäre, Härte und Melodik. Mal schauen wie sich die Gruppe entwickeln wird, die Anfänge sind jedenfalls gemacht.
7,5/10
Aceust
01. Verwelktheit
02. Triebe der Befreiung
03. Vor Eises Zeit
04. Des Vertrauten Suche
Gleich das Eingangsstück Verwelktheit weiß zu überzeugen, auch wenn die lange und ruhige Akustikgitarreneinleitung meiner bescheidenen Meinung nach überflüssig ist. Denn das eigentliche Lied überzeugt vor allem durch erstklassige Riffs, die kalt und atmosphärisch sind und sich wunderbar an den eingängig schnellen Rhythmus anschmiegen. Auch während der langsamer gespielten Strophen gibt es wunderbare, gefühlvolle Riffs zu hören, die den kehligen Gesang begleiten. Diese Black-Metal-Passage von Verwelktheit ist wirklich wunderbar, weshalb es mir unerklärlich ist, wieso man dem diese fünf Minuten lange Einleitung voranstellt, zumal das Lied auch mit Akustikgitarre ausklingt. Der Schlusspart ist aber wesentlich besser, da sich Klargitarre und metallische Parts vermischen und abwechseln.
Die drei anderen Titel können sich auch hören und sehen lassen. Vor allem Vor Eises Zeit sticht noch mal besonders heraus. Es ist ein gesangsarmes Lied da die acht Minuten weitgehend instrumental sind. Doch die Instrumentierung ist sehr ansprechend. Das Tempo ist antreibend und neben schönen Riffs gibt es im Hintergrund auch ein gut gespieltes und leises Keyboard. Im Schlusspart ist dann auch Gesang zu hören, welcher schnell und brutal vorgetragen wird.
Ein feines Gespür für gute Riffs ist also nicht nur in Verweltheit gegeben. Zornestrieb spielt sowohl schnellere, antreibende Passagen als auch dunkelatmosphärische, kalte Passagen. Gelungen ist aber nicht nur das Spiel an den Gitarren, auch Schlagzeuger Deimos kann punkten. Sein Spiel ist facettenreich und auch der Klang seines Schlagwerks ist sehr gelungen, da druckvoll und präsent.
Wie schon erwähnt, macht Kalter Zeiten Ewigkeit einen überaus stimmigen Eindruck. Sowohl klanglich als auch spielerisch und strukturell wirkt Zornestrieb sehr professionell und abgeklärt. Die drei Musiker verstehen also ihr Handwerk, und für ein erstes Demo klingt das alles so gut und rund, dass es mich nicht wundern würde, wenn die Thüringer nicht schon Erfahrungen in anderen Gruppen gesammelt hätten. Immerhin gibt es bekanntermaßen in Thüringen ja mehr Black-Metal-Gruppen als Einwohner. Wie dem auch sei, Kalter Zeiten Ewigkeit ist eine sehr gute Demoveröffentlichung. Die vier Lieder beinhalten eine gute Mischung aus grimmigen Black Metal (Des Vertrauten Suche etwa erinnert mich ein wenig an Wolfsschrei) , Atmosphäre, Härte und Melodik. Mal schauen wie sich die Gruppe entwickeln wird, die Anfänge sind jedenfalls gemacht.
7,5/10
Aceust
01. Verwelktheit
02. Triebe der Befreiung
03. Vor Eises Zeit
04. Des Vertrauten Suche
Wintergewitter - Operation Wintergewitter | 2010 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
Wintergewitters Debütalbum Operation Wintergewitter hat mich sehr überrascht, da ich nach dem 2003er Demo Final Solution doch etwas anderes erwartet hatte. Final Solution
war damals extrem minimalistisch und monoton. Davon ist nun, nach
sieben Jahren, nicht mehr viel zu spüren. Sowohl spieltechnisch,
stilistisch als auch klanglich hat sich Wintergewitter
enorm entwickelt. Auf dem Album dreht sich alles um das "Unternehmen
Wintergewitter", einer fehlgeschlagenen Militäroperation zur Befreiung
der 6. Armee in Stalingrad. Informationen dazu, eine Karte und auch
Texte sind abgedruckt, was bei einer Kassettenveröffentlichung
ungewöhnlich ist und Anerkennung finden sollte.
Musikalisch ist Operation Wintergewitter atmosphärisch kalter War Black Metal mit leichten melodischen Anteilen. Das Tempo ist oft hoch und dabei dann streckenweise auch sehr monoton, was man von Final Solution her kennt. Doch gibt es hier nun viel mehr zu hören. Besonders interessant und ungewöhnlich ist Hypothermia (Silent Killer). Es ist ein anfänglich schleppendes Stück mit einem sehr kehligen und warmen Gesang, der mich immer wieder an Blackheim von Bewitched und Diabolical Masquerade erinnert. Da Hypothermia (Silent Killer) in der langsamen Anfangsphase auch melodisch und riffbetont ist, klingt Wintergewitter hier tatsächlich ein wenig nach Black Heavy Metal. Hohes Tempo und schnelles Riffing in der zweiten Hälfte, werten das Lied gekonnt auf und bringen Härte und Rohheit ein. In den anderen Liedern dominiert über weite Strecken geradlinige Geschwindigkeit, eingebettet in massive Gitarrenwände. Diese Hochgeschwindigkeitspassagen sind rhythmisch zwar teilweise monoton und überaus geradlinig, doch mit Wechseln und Breaks behaftet. So primitiv und minimalistisch wie auf Final Solution gibt sich Wintergewitter nicht mehr, auch wenn Operation Wintergewitter gleichfalls sehr übersichtliche und direkte Strukturen aufweist. Die Schnelligkeit wird aber immer wieder durch melodische Gitarren oder auch leisen Keyboardklängen im Hintergrund aufgelockert. Die Keyboardklänge selbst könnte man auch als minimalistisch bezeichnen, da sie sehr unauffällig sind und eigentlich nur aus ein, zwei langgezogenen Tönen bestehen.
Ich bin von Operation Wintergewitter richtig angetan. Der Klang ist für militanten Untergrund-Black-Metal sehr gut, das Material ob aller Schnellig- und Geradlinigkeit abwechslungsreich und atmosphärisch. Zudem überzeugt Wintergewitter auch mit gutem Gitarrenspiel und dem Gesang. Operation Wintergewitter ist eine gelungene Mischung aus kaltem War Black Metal mit leicht melodischen und atmosphärischen Anleihen, welche aber wirklich sehr dezent - und deshalb so gut sind!
8/10
Aceust
01. Intro
02. Wittmann (Tiger on attack)
03. Encircled in the coldness
04. Hypothermia (Silent killer)
05. Unknown soldier
06. The silvery eagle on the chest
07. Ju87
08. Operation Wintergewitter
Musikalisch ist Operation Wintergewitter atmosphärisch kalter War Black Metal mit leichten melodischen Anteilen. Das Tempo ist oft hoch und dabei dann streckenweise auch sehr monoton, was man von Final Solution her kennt. Doch gibt es hier nun viel mehr zu hören. Besonders interessant und ungewöhnlich ist Hypothermia (Silent Killer). Es ist ein anfänglich schleppendes Stück mit einem sehr kehligen und warmen Gesang, der mich immer wieder an Blackheim von Bewitched und Diabolical Masquerade erinnert. Da Hypothermia (Silent Killer) in der langsamen Anfangsphase auch melodisch und riffbetont ist, klingt Wintergewitter hier tatsächlich ein wenig nach Black Heavy Metal. Hohes Tempo und schnelles Riffing in der zweiten Hälfte, werten das Lied gekonnt auf und bringen Härte und Rohheit ein. In den anderen Liedern dominiert über weite Strecken geradlinige Geschwindigkeit, eingebettet in massive Gitarrenwände. Diese Hochgeschwindigkeitspassagen sind rhythmisch zwar teilweise monoton und überaus geradlinig, doch mit Wechseln und Breaks behaftet. So primitiv und minimalistisch wie auf Final Solution gibt sich Wintergewitter nicht mehr, auch wenn Operation Wintergewitter gleichfalls sehr übersichtliche und direkte Strukturen aufweist. Die Schnelligkeit wird aber immer wieder durch melodische Gitarren oder auch leisen Keyboardklängen im Hintergrund aufgelockert. Die Keyboardklänge selbst könnte man auch als minimalistisch bezeichnen, da sie sehr unauffällig sind und eigentlich nur aus ein, zwei langgezogenen Tönen bestehen.
Ich bin von Operation Wintergewitter richtig angetan. Der Klang ist für militanten Untergrund-Black-Metal sehr gut, das Material ob aller Schnellig- und Geradlinigkeit abwechslungsreich und atmosphärisch. Zudem überzeugt Wintergewitter auch mit gutem Gitarrenspiel und dem Gesang. Operation Wintergewitter ist eine gelungene Mischung aus kaltem War Black Metal mit leicht melodischen und atmosphärischen Anleihen, welche aber wirklich sehr dezent - und deshalb so gut sind!
8/10
Aceust
01. Intro
02. Wittmann (Tiger on attack)
03. Encircled in the coldness
04. Hypothermia (Silent killer)
05. Unknown soldier
06. The silvery eagle on the chest
07. Ju87
08. Operation Wintergewitter
Sigillum Diabolicum - Chroniques De L'Infamie | 2010 | Thor's Hammer Productions | CD | Black Metal
Chroniques de L'Infamie ist das Debütalbum der französischen Untergrundgruppe Sigillum Diabolicum, die 2002 gegründet wurde und sich aus Leuten von Ülfengard sowie Nemossos rekrutiert. Abzüglich des Intros
enthält das Album feinen französischen Black Metal, der sowohl
riffbetont und melodisch als auch aggressiv, geradlinig und harsch ist.
Vor allem der französische, harsche Kreischgesang fällt zunächst als
markantes Merkmal auf. Er ähnelt mehr oder weniger der Gesangsstile
bekannter Gruppen wie etwa Sombre Chemin, Aorlhac oder Peste Noire,
sicherlich gibt es noch weitere ähnlich gelagerte Gruppen. Mir gefällt
das jedenfalls gut, da es vor allem an die Anfangszeiten der Gruppen
erinnert, als sie noch wirklich guten Black Metal spielten.
Chroniques de L'Infamie ist eine abwechslungsreiches Album mit vielen Tempowechseln und einem gekonnten Wechsel von guter Melodieführung und roher, wüster Härte. Das Gitarrenspiel ist sehr lebendig und vordergründig, es gibt eine Menge guter sowie interessante Riffs und auch die Bassgitarre ist streckenweise sehr präsent. Aber nicht nur mit den Saiteninstrumenten und dem Gesang überzeugt man, auch am Schlagwerk weiß man zu glänzen. Das Spiel an der Rhythmusmaschine ist überaus vielfältig und bietet viele gute Momente, die zusammen mit den wunderbaren, teilweise sehr subtilen Riffs und Melodien, sowie dem Gesang, zu einer sehr dichten und eindringlichen Atmosphäre verschmelzen. Sigillum Diabolicum versteht es gleichermaßen gut, melancholische Stimmungen herauf zu beschwören, wie auch Aggressionen und Hass zu verbreiten.
Auch wenn man sich gesanglich an andere Gruppen erinnert fühlt, geht Sigillum Diabolicum einen eigenen Weg. Chroniques de L'Infamie ist französischer Untergrund-Black-Metal, der für Freunde und Kenner des Black Metals in unserem Nachbarland von höchstem Interesse ist. Die Scheibe ist atmosphärisch und melodisch, wie auch schroff, harsch und roh.
7/10
Aceust
01. Intro - ... sous le feu ardent
02. Conversation première : Le massacre des évangiles
03. Conversation seconde : Exhalaison de l'éterne
04. Conversation troisième : La danse des morts
05. Conversation quatrième : A tombeaux ouverts
06. Conversation cinquième : Purification par la torture
07. Conversation sixième : La théorie des rats
https://myspace.com/sigillumdiabolicum
http://www.thorshammerproductions.com/
Chroniques de L'Infamie ist eine abwechslungsreiches Album mit vielen Tempowechseln und einem gekonnten Wechsel von guter Melodieführung und roher, wüster Härte. Das Gitarrenspiel ist sehr lebendig und vordergründig, es gibt eine Menge guter sowie interessante Riffs und auch die Bassgitarre ist streckenweise sehr präsent. Aber nicht nur mit den Saiteninstrumenten und dem Gesang überzeugt man, auch am Schlagwerk weiß man zu glänzen. Das Spiel an der Rhythmusmaschine ist überaus vielfältig und bietet viele gute Momente, die zusammen mit den wunderbaren, teilweise sehr subtilen Riffs und Melodien, sowie dem Gesang, zu einer sehr dichten und eindringlichen Atmosphäre verschmelzen. Sigillum Diabolicum versteht es gleichermaßen gut, melancholische Stimmungen herauf zu beschwören, wie auch Aggressionen und Hass zu verbreiten.
Auch wenn man sich gesanglich an andere Gruppen erinnert fühlt, geht Sigillum Diabolicum einen eigenen Weg. Chroniques de L'Infamie ist französischer Untergrund-Black-Metal, der für Freunde und Kenner des Black Metals in unserem Nachbarland von höchstem Interesse ist. Die Scheibe ist atmosphärisch und melodisch, wie auch schroff, harsch und roh.
7/10
Aceust
01. Intro - ... sous le feu ardent
02. Conversation première : Le massacre des évangiles
03. Conversation seconde : Exhalaison de l'éterne
04. Conversation troisième : La danse des morts
05. Conversation quatrième : A tombeaux ouverts
06. Conversation cinquième : Purification par la torture
07. Conversation sixième : La théorie des rats
https://myspace.com/sigillumdiabolicum
http://www.thorshammerproductions.com/
Wolfsschrei - The Unknown Spectre Of Evil | 2010 | Black Devastation Records | CD | Black Metal
Die neuste Erscheinung aus dem Hause Wolfsschrei ist wohl die brutalste und technisch komplexeste und anspruchsvollste Veröffentlichung bisher. The Unknown Spectre of Evil ist schneller, brachialer und kompromissloser Black Metal, der mich so mit dieser Vehemenz schon ein wenig überrascht. Wolfsschrei war ja schon immer purer Black Metal, doch so technisch, komplex und heftig wie aktuell habe ich Wolfsschrei
noch nicht erlebt. Heftig und brutal sind die vier Lieder nicht nur
des Materials wegen sondern auch wegen der sehr warmen und druckvollen
Klangproduktion. Klanglich war Wolfsschrei bisher immer auch - mal mehr, mal weniger - rau und grell. The Unknown Spectre of Evil
hingegen wirkt viel professioneller. Dies verstärkt natürlich die
brutale Atmosphäre der Lieder. Trotz aller Härte und Geschwindigkeit
stecken die vier Lieder voller Riffs und Abwechslung. Taakens Spiel an
der Gitarre ist extrem vielfältig und lebendig, alleine im Titelstück
sind unzählige verschiede Riffs und Melodien zu hören, die mit einem
nicht weniger vielfältig gespielten Schlagwerk einhergehen.
Die Strukturen sind stellenweise ziemlich komplex und technisch aber es wird damit nicht übertrieben. Geradliniges und direktes Spiel ist auch hier enthalten. Doch ist dieses lediglich ein Element neben der hochgeradigen Abwechslung. The Unknown Spectre of Evil besitzt sehr viele Tempowechsel, man höre sich nur Epitome of Instincts an. In dem Lied steht eigentlich nie etwas still, alle Instrumente werden mit energischer Innbrunst gespielt, das hohe Tempo ist einer Vielzahl an Variationen und Wechseln unterworfen. Dieses insgesamt recht hohe Maß an Komplexität und technischer Strukturen sollte in Zukunft aber nicht weiter ausgebaut werden. Zusammen mit dem satten und mächtigen Klang wirkt das Material eben enorm heftig. Allerdings geht dies zulasten der Roh- und Grimmigkeit, die ich immer an Wolfsschrei sehr zu schätzen wusste. Grimmige Stücke wie Foreseeing vom Debütalbum Feasting my Hatred oder Leichentanz von der Split EP mit Isaz gibt es auf The Unknown Spectre of Evil nicht mehr. The Unknown Spectre of Evil geht spielerisch vielmehr in die Richtung des letzten Albums Demons of my Inner Self, allerdings klanglich wesentlich imposanter und kräftiger.
Es fällt mir schwer zu einem Urteil zu kommen, da das Material für sich genommen sehr gut und anspruchsvoll ist, allerdings nicht mehr so atmosphärisch und rau ist, wie es bei den früheren Veröffentlichungen der Fall war. Spieltechnisch gibt es absolut nichts zu bemängeln, die Komplexität wurde sehr gut umgesetzt. Mir fehlt allerdings ein wenig der raue und grimmige Charme von früher, besonders von Feasting my Hatred. Aber Veränderungen lassen sich nicht aufhalten, zumal aus dem Einmannprojekt Wolfssschrei inzwischen eine Gruppe aus drei Musikern gewachsen ist.
7/10
Aceust
01. The unknown spectre of evil
02. As I won't ever be human
03. Epitome of instincts
04. May death be your purpose
Die Strukturen sind stellenweise ziemlich komplex und technisch aber es wird damit nicht übertrieben. Geradliniges und direktes Spiel ist auch hier enthalten. Doch ist dieses lediglich ein Element neben der hochgeradigen Abwechslung. The Unknown Spectre of Evil besitzt sehr viele Tempowechsel, man höre sich nur Epitome of Instincts an. In dem Lied steht eigentlich nie etwas still, alle Instrumente werden mit energischer Innbrunst gespielt, das hohe Tempo ist einer Vielzahl an Variationen und Wechseln unterworfen. Dieses insgesamt recht hohe Maß an Komplexität und technischer Strukturen sollte in Zukunft aber nicht weiter ausgebaut werden. Zusammen mit dem satten und mächtigen Klang wirkt das Material eben enorm heftig. Allerdings geht dies zulasten der Roh- und Grimmigkeit, die ich immer an Wolfsschrei sehr zu schätzen wusste. Grimmige Stücke wie Foreseeing vom Debütalbum Feasting my Hatred oder Leichentanz von der Split EP mit Isaz gibt es auf The Unknown Spectre of Evil nicht mehr. The Unknown Spectre of Evil geht spielerisch vielmehr in die Richtung des letzten Albums Demons of my Inner Self, allerdings klanglich wesentlich imposanter und kräftiger.
Es fällt mir schwer zu einem Urteil zu kommen, da das Material für sich genommen sehr gut und anspruchsvoll ist, allerdings nicht mehr so atmosphärisch und rau ist, wie es bei den früheren Veröffentlichungen der Fall war. Spieltechnisch gibt es absolut nichts zu bemängeln, die Komplexität wurde sehr gut umgesetzt. Mir fehlt allerdings ein wenig der raue und grimmige Charme von früher, besonders von Feasting my Hatred. Aber Veränderungen lassen sich nicht aufhalten, zumal aus dem Einmannprojekt Wolfssschrei inzwischen eine Gruppe aus drei Musikern gewachsen ist.
7/10
Aceust
01. The unknown spectre of evil
02. As I won't ever be human
03. Epitome of instincts
04. May death be your purpose
29.11.2010
Various Artists - Helvetin Musta Peto | 2009 | Helvete.Ru | CD | Black Metal
Schon allein der Optik wegen macht diese Kompilation eine Menge her. Denn Helvetin Musta Peto
kommt in einem edlen Digi-Buch mitsamt bebilderten Beiheft. Die
Zusammenstellung der ausschließlich finnischen Gruppen ist sehr
interessant, da neben Untergrundkämpfern auch sehr bekannte Formationen
vertreten sind. Zudem hat jede Gruppe ein exklusives Lied
beigesteuert, welches nur auf Helvetin Musta Peto vertreten ist. Alleine diese Tatsachen sind schon mehr als ausreichende Kaufargumente.
Sehr gespannt war ich vor allem auf Barathrum, von denen ich seit vielen Jahren nichts neues mehr gehört habe. Das 1995er Album Eerie hat mir damals sehr gut gefallen, aber irgendwann veränderte sich der Stil und ich verfolgte das Schaffen Barathrums nicht mehr. Sadistic Pleasure wurde 2006 und 2007 geschrieben und 2009 aufgenommen, ist also recht aktuell. Man erkennt Barathrum sofort: Kräftige und schwungvolle Riffs, eine schleppende aber treibende Rhythmik und der bissige Gesang erfüllen den Raum. Sadistic Pleasure ist sicherlich nicht das beste Lied von Barathrum aber dennoch ein guter Titel, der Lust auf die alten Sachen macht. Auch Azaghal habe ich irgendwann nicht mehr verfolgt, da mir die Wandlungen nicht zusagten. Irgendwann kam der Zeitpunkt an dem ich Azaghal sterbenslangweilig fand. So erwartete ich von Kävelevät Kuolleet auch nicht allzu viel. Es ist ein sehr riffbetontes Lied, das langsam oder treibend ist und aufgrund der Riffs und eines Soli phasenweise recht thrashige Züge aufweist die mich an einer Stelle sogar Slayer erinnern. Es ist ein sehr interessantes Lied und die Riffs wissen zu gefallen, aber da es recht schleppend und langsam ist, fehlt mir in dem Lied das Bissige und die Härte. Klanglich und rifftechnisch aber durchaus beeindruckend und erdrückend.
Wer die beiden Besprechungen von Verge las, weiß von meinem zwiegespaltenem Verhältnis zu Verge. Die MCD To Rest the Last Time in Our Filth war großartig, die Split mit Blood Red Fog hingegen ernüchternd. Mit dem hier vertretenen Lied The Mechanics Below kann mich Verge nun etwas besänftigen. Experimentelle Elemente wie auf der Split fehlen hier, was schon mal gut ist. Tempo und Aggressivität wie auf der MCD allerdings ebenfalls. The Mechanics Below ist ein langes sowie langsames Lied mit bissigem Kreischgesang und einer Menge Riffs, am Ende gibt es auch eine atmosphärische Passage mit Klargitarre zu hören.
Das interessanteste Lied von Helvetin Musta Peto ist Apoliteia von Ride for Revenge. Apoloteia ist ein knapp 17 Minuten langer Brocken mit äußerst unterschiedlichen Phasen. Die erste Phase dauert knapp sechseinhalb Minuten in denen nur elektronische Noiseklänge und eine Gitarre zu hören ist. Dann endlich kommt bestialischer und sehr basslastiger Black/Death Metal zum Einsatz. Hier spielt Ride for Revenge sehr wüst, schroff und überaus böse auf. Der verzerrte, kehlige und gurgelnde Gesang ist eigentlich ein Sprechen, und die Instrumente drumherum versprühen absolute Negativität. Diese Passage ist absolut großartig und verstörend gleichermaßen. In der nachfolgenden Passage ist die Stimme dann ein lautes Flüstern, das man zur Akustikgitarre zu hören bekommt. Bizarr und interessant zugleich.
Die restlichen Vertreter schlagen sich auch allesamt solide und erfolgreich. Besonders gelungen empfinde ich das atmosphärische und hypnotische Armomurha Itselle von Saturnian Mist. Helvetin Musta Peto ist also nicht nur optisch sondern auch inhaltlich zu empfehlen, wenn man die vertretenen Gruppen mag. Das Niveau der Stücke liegt zwischen Solide und großartig. Eine Blöße gibt sich hier niemand.
01. Anal Blasphemy - Beast of thousand faces
02. Förgjord - Jättäkää minut korpeille
03. Saturnian Mist - Armomurha itselle
04. Ride for Revenge - Apoliteia
05. Barathrum - Sadistic pleasure
06. Musta Kappeli - Metsän perkele
07. Azaghal - Kävelevät kuolleet
08. Verge - The mechanics below
09. Svartkraft - The conqueror worms
Sehr gespannt war ich vor allem auf Barathrum, von denen ich seit vielen Jahren nichts neues mehr gehört habe. Das 1995er Album Eerie hat mir damals sehr gut gefallen, aber irgendwann veränderte sich der Stil und ich verfolgte das Schaffen Barathrums nicht mehr. Sadistic Pleasure wurde 2006 und 2007 geschrieben und 2009 aufgenommen, ist also recht aktuell. Man erkennt Barathrum sofort: Kräftige und schwungvolle Riffs, eine schleppende aber treibende Rhythmik und der bissige Gesang erfüllen den Raum. Sadistic Pleasure ist sicherlich nicht das beste Lied von Barathrum aber dennoch ein guter Titel, der Lust auf die alten Sachen macht. Auch Azaghal habe ich irgendwann nicht mehr verfolgt, da mir die Wandlungen nicht zusagten. Irgendwann kam der Zeitpunkt an dem ich Azaghal sterbenslangweilig fand. So erwartete ich von Kävelevät Kuolleet auch nicht allzu viel. Es ist ein sehr riffbetontes Lied, das langsam oder treibend ist und aufgrund der Riffs und eines Soli phasenweise recht thrashige Züge aufweist die mich an einer Stelle sogar Slayer erinnern. Es ist ein sehr interessantes Lied und die Riffs wissen zu gefallen, aber da es recht schleppend und langsam ist, fehlt mir in dem Lied das Bissige und die Härte. Klanglich und rifftechnisch aber durchaus beeindruckend und erdrückend.
Wer die beiden Besprechungen von Verge las, weiß von meinem zwiegespaltenem Verhältnis zu Verge. Die MCD To Rest the Last Time in Our Filth war großartig, die Split mit Blood Red Fog hingegen ernüchternd. Mit dem hier vertretenen Lied The Mechanics Below kann mich Verge nun etwas besänftigen. Experimentelle Elemente wie auf der Split fehlen hier, was schon mal gut ist. Tempo und Aggressivität wie auf der MCD allerdings ebenfalls. The Mechanics Below ist ein langes sowie langsames Lied mit bissigem Kreischgesang und einer Menge Riffs, am Ende gibt es auch eine atmosphärische Passage mit Klargitarre zu hören.
Das interessanteste Lied von Helvetin Musta Peto ist Apoliteia von Ride for Revenge. Apoloteia ist ein knapp 17 Minuten langer Brocken mit äußerst unterschiedlichen Phasen. Die erste Phase dauert knapp sechseinhalb Minuten in denen nur elektronische Noiseklänge und eine Gitarre zu hören ist. Dann endlich kommt bestialischer und sehr basslastiger Black/Death Metal zum Einsatz. Hier spielt Ride for Revenge sehr wüst, schroff und überaus böse auf. Der verzerrte, kehlige und gurgelnde Gesang ist eigentlich ein Sprechen, und die Instrumente drumherum versprühen absolute Negativität. Diese Passage ist absolut großartig und verstörend gleichermaßen. In der nachfolgenden Passage ist die Stimme dann ein lautes Flüstern, das man zur Akustikgitarre zu hören bekommt. Bizarr und interessant zugleich.
Die restlichen Vertreter schlagen sich auch allesamt solide und erfolgreich. Besonders gelungen empfinde ich das atmosphärische und hypnotische Armomurha Itselle von Saturnian Mist. Helvetin Musta Peto ist also nicht nur optisch sondern auch inhaltlich zu empfehlen, wenn man die vertretenen Gruppen mag. Das Niveau der Stücke liegt zwischen Solide und großartig. Eine Blöße gibt sich hier niemand.
01. Anal Blasphemy - Beast of thousand faces
02. Förgjord - Jättäkää minut korpeille
03. Saturnian Mist - Armomurha itselle
04. Ride for Revenge - Apoliteia
05. Barathrum - Sadistic pleasure
06. Musta Kappeli - Metsän perkele
07. Azaghal - Kävelevät kuolleet
08. Verge - The mechanics below
09. Svartkraft - The conqueror worms
Sentimen Beltza - Olabezarko Basoen Bakardadea | 2010 | Thor's Hammer Productions | CD | Black Metal
Sentimen Beltza ist eine Einmanngruppe aus dem
spanischen Baskenland - welches übrigens eine Vielzahl an interessanten
Gruppen beherbergt -, die mit Olabezarko Basoen Bakardadea ihr
zweites Vollalbum veröffentlicht hat. Für eine Einmanngruppe, um es
gleich vornweg zu schreiben, ist sowohl die Klangproduktion als auch
das Schlagzeugspiel überragend. Man hat zu keinem Zeitpunkt auch nur
den Hauch eines Gefühls, es hier mit nur einem Alleinmusiker zu tun zu
haben. Zudem überzeugt Sentimen Beltza auch sonst, denn das Material macht von Anfang an einen guten, stimmigen Eindruck.
Olabezarko Basoen Bakardadea ist ein Album, auf dem leicht melodische Riffs und Melodieführungen mit dezenter Melancholie und grimmiger Härte kombiniert werden. Vor allem das Spiel an den Gitarren überzeugt von den ersten Sekunden an. Die Melodik ist zu jedem Zeitpunkt des Albums absolut stimmig und überzeugend, ganz gleich, ob es sich um langsame Passagen handelt, in denen eher atmosphärisches Spiel zu hören ist, oder ob es schnelle, grimmig polternde Parts mit entsprechend schnellen Riffs sind. Grimmig, fies und räudig kommt vor allem My Beautiful Misery daher, welches wunderbare Riffs und einen schönen polternden, mittelschnellen und stampfenden Rhythmus beherbergt, der an bekannte skandinavische Gruppen denken lässt. Aber nicht nur die Gitarren sind markant sondern auch der stark verzerrte Gesang. Dieser ist recht laut und aufgrund der Verzerrung sehr eindringlich, harmoniert aber dennoch gut mit den Instrumenten und den Harmonien. Auch wenn es viele langsame Passagen zu hören gibt, sind es gerade die schnelleren Strecken, mit denen Sentimen Beltza die volle Punktzahl holt. Das Zusammenspiel von hohem Tempo und Riffing passt perfekt zusammen und beschert so eine großartige Atmosphäre.
Aus der Reihe tanz das letzte Lied, welches auch ein Bonusstück ist und von Urgarun von Hellthrone eingesungen wurde. Es ist klanglich und stilistisch wesentlich roher als das Albummaterial. Der Rhythmus ist eingängig schnell und die Riffs sind auch sehr überschaubar.
Olabezarko Basoen Bakardadea ist ein rundum gelungenes Album, welches jedem echten Black-Metal-Anhänger gerecht wird.
8/10
Aceust
01. Miseriaren semeak (Itxaropenik gabe Part II)
02. My beautiful misery
03. Olabezarko basoen bakardadea
04. Ez
05. Requiem for my life
06. Nire heriotzaren gaua
Olabezarko Basoen Bakardadea ist ein Album, auf dem leicht melodische Riffs und Melodieführungen mit dezenter Melancholie und grimmiger Härte kombiniert werden. Vor allem das Spiel an den Gitarren überzeugt von den ersten Sekunden an. Die Melodik ist zu jedem Zeitpunkt des Albums absolut stimmig und überzeugend, ganz gleich, ob es sich um langsame Passagen handelt, in denen eher atmosphärisches Spiel zu hören ist, oder ob es schnelle, grimmig polternde Parts mit entsprechend schnellen Riffs sind. Grimmig, fies und räudig kommt vor allem My Beautiful Misery daher, welches wunderbare Riffs und einen schönen polternden, mittelschnellen und stampfenden Rhythmus beherbergt, der an bekannte skandinavische Gruppen denken lässt. Aber nicht nur die Gitarren sind markant sondern auch der stark verzerrte Gesang. Dieser ist recht laut und aufgrund der Verzerrung sehr eindringlich, harmoniert aber dennoch gut mit den Instrumenten und den Harmonien. Auch wenn es viele langsame Passagen zu hören gibt, sind es gerade die schnelleren Strecken, mit denen Sentimen Beltza die volle Punktzahl holt. Das Zusammenspiel von hohem Tempo und Riffing passt perfekt zusammen und beschert so eine großartige Atmosphäre.
Aus der Reihe tanz das letzte Lied, welches auch ein Bonusstück ist und von Urgarun von Hellthrone eingesungen wurde. Es ist klanglich und stilistisch wesentlich roher als das Albummaterial. Der Rhythmus ist eingängig schnell und die Riffs sind auch sehr überschaubar.
Olabezarko Basoen Bakardadea ist ein rundum gelungenes Album, welches jedem echten Black-Metal-Anhänger gerecht wird.
8/10
Aceust
01. Miseriaren semeak (Itxaropenik gabe Part II)
02. My beautiful misery
03. Olabezarko basoen bakardadea
04. Ez
05. Requiem for my life
06. Nire heriotzaren gaua
Cold Empire - From The Ashes Of The Empire | 2010 | Naturmacht Productions | CD | Black Metal
Cold Empire ist noch eine relativ junge Band, die erst 2006 gegründet wurde und nach einem Demo im Jahr 2007 kürzlich mit From the Ashes of the Empire ihr Debütalbum veröffentlicht hat. Dass Cold Empire lediglich aus zwei Musikern besteht, hört man dem Material nicht wirklich an. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Herr Valker neben dem Schlagwerk auch für Gitarre und Bass zuständig ist. Misanthrone ist lediglich für Gesang und Text verantwortlich. Musikalisch haben sich die Zwei dem leicht melodischen, aber roh klingenden und kalten Black Metal verschrieben.
Das Eingangslied Wasteland ist der längste Titel des Albums und hält sich nicht mit atmosphärischen Einleitungsklängen auf, wofür es bei mir schon mal per se Punkte gibt. Stattdessen legt Cold Empire anständig los, indem man mit ordentlichem Tempo und schnellen Riffs losschmettert. Irgendwann kommt dann mit der ersten Strophe auch der Gesang hinzu, der stark verzerrt ist und überaus giftig und eindringlich ist. Wasteland ist ein gelungener Einstieg, der neben der Raserei auch langsamere Passagen beinhaltet und an der Gitarre sehr viel Abwechslung bietet. Trotz des hohen Grundtempos und dem üblen Gekeife ist es halt melodischer Black Metal, und dies spürt man am Gitarrenspiel zu jeder Zeit. Trotz des melodischen Riffings übertreibt es Valker jedoch nicht mit den Melodien, die weder zu lieblich noch zu ausufernd sind. Die Melodik die von Cold Empire heraufbeschworen wird, ist dezent, oft auch von eisigem Naturell und dann und wann auch eingängig und sehr überschaubar.
Neben der abwechslungsreichen Beschaffenheit ist auch der Klang ein interessanter Aspekt. Insgesamt lässt er sich als gut zusammenfassen, im Detail tun sich aber markante Unebenheiten auf, die vor allem das Schlagzeug betreffen. Aufgrund des hohen und sich oft verändernden Tempos ist das Schlagwerkspiel strukturell technisch gelagert, was zu sonderbaren klanglichen Eigenschaften führt. Denn das Schlagwerk klingt an einigen Stellen recht dumpf und künstlich, gerade dann, wenn es abwechslungsreich und anspruchsvoll ist. Dies ändert aber nichts am spielerischen Können des Valkers. Und da der Herr Valker eben auch für das Saitenschwingen zuständig ist, passt das Zusammenspiel aller Instrumente hervorragend.
From the Ashes of the Empire ist trotz der melodischen Ausrichtung ein kaltes und zuweilen auch grimmiges Album, mit einem gewissen nordischen Einschlag. Für Freunde des schnellen sowie melodischen Black Metals zu empfehlen.
7/10
Aceust
01. Wasteland
02. Nocturnal sea
03. Toward the eternal silence
04. Of wood and trees
05. Storms will rise
06. Forest of hate
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