Dethroned Mankind ist das Debütalbum der bereits 2001 gegründeten, und unter einigen Besetzungswechseln leidenden Formation DarkSoul.
In den Jahren spielte man einige Liveauftritte, ehe man 2007 zur
aktuellen Vierer-Aufstellung zusammen fand. Das Resultat liegt mir nun
mit Dethroned Mankind vor, das mitte November auf die Allgemeinheit losgelassen wird. DarkSoul wurde
mit dem Ziel gegründet, Black Metal von einer anderen Seite zu zeigen.
Das ist ein großes Vorhaben, welches natürlich scheitern muss. Solch
eine Vorgabe grenzt an Utopie, sofern man diese Vorstellung
wortwörtlich nimmt. Vielleicht ist damit auch eher gemeint, Black Metal
zu spielen, wie DarkSoul ihn sich vorstellt und im Idealfall gerne hätte. Nun aber zum Kern, nämlich der Musik!
Nach der Einleitung folgt sogleich das Titelstück, welches
mittels eines Schreis eröffnet wird, der umgehend von einem schnellen,
antreibenden und brachialen Knüppelpart seine Erlösung erfährt. Dieser
Einstieg gefällt. Das Schlagwerk bollert treibend, begleitet von
schnellen Riffs und dem lauten, präsenten und energischen
Kreischgesang. Im Mittelteil ist ein kurzer, riffbetonter und
melodischer Part zu hören. Desweiteren wird Havoks Kreischgesang von
dem einen und anderen tiefen „Gurgeln“ angereichert. Auf diese und
ähnliche Art und Weise funktioniert das komplette Album. DarkSoul
pendelt zwischen brutalen Tempopassagen und langsamen, melodischen
Parts hin und her. Dabei erinnern mich vor allem die melodischen
Strecken immer wieder an melodische Black/Death Metal Gruppen, wie die
finnischen Emissary (kennt die überhaupt jemand?) oder Immortal Souls.
Das ist alles gar nicht so schlecht, aber auf die Dauer auch nicht
immer das Gelbe vom Ei. Die einzelnen Lieder sind zwischen fünf und
neun Minuten lang, weshalb Dethroned Mankind irgendwann etwas
langatmig wird. Das eine und andere Lied hätte durchaus kürzer und
prägnanter gestaltet werden können. Dabei mangelt es der Musik
keineswegs an Abwechslung. Durch die zahlreichen, unterschiedlich
schnellen Passagen, und dem großen Anteil an Melodik, gibt es
Abwechslung genug. Vielleicht ist es genau diese lebhafte Spielfreude,
die am Ende etwas zu viel ist. Stattdessen hätte der Musik womöglich
etwas mehr Geradlinig- und Eingängigkeit gut getan.
Ich will dies alles aber gar nicht schlecht reden, zumal Dethroned Mankind komplett in Eigenregie aufgenommen, produziert und auf CD (nicht CDR!) verewigt wurde. Ich finde, dies muss man DarkSoul
hoch anrechnen, denn die verführerische CDR ist wahrlich kein
geeignetes Medium um Musik zu verbreiten, geschweige denn dauerhaft zu
konservieren. Es gibt einige CDR Veröffentlichungen in meinem Schrank,
die sich auf Teufel komm raus nicht mehr abspielen lassen. Lange Rede,
kurzer Sinn: Dethroned Mankind ist kein Vomhockerhauer, hat
aber Potential, da die vier Musiker ganz offensichtlich mit Leib und
Seele bei der Sache sind. Zudem finde ich den Ansatz gut und gelungen,
wie DarkSoul brutales Geknüppel mit Harmonie und
Melodik verbindet. Nun muss man sich entwickeln und die Feinheiten
verbessern, ambitioniert sind sie jedenfalls.
6/10
Aceust
01. The end of human era
02. Dethroned mankind
03. Darkest rapture
04. Deathmarch
05. Onwards to hell
06. My way to sorrow
07. On murderous steps
15.10.2010
13.10.2010
Demonizer - Triumphator | 2008 | Folter Records | CD | Black/Thrash Metal
Triumphator ist das inzwischen dritte Album des belgischen Black-Thrash-Kommandos Demonizer. Über neun Lieder verteilt gibt es hier ein wahres Riff-Gewitter zu hören. Demonizer hält sich nicht lange mit einleitenden Einklängen auf, stattdessen wird sofort und unmittelbar geklotzt. Triumphator
ist ein überaus lebendiges Album auf dem ständig etwas in Bewegung
ist, allen voran das Gitarrenspiel. Stillstand oder Eingängigkeit
scheint den Belgiern fremd zu sein. Die Grundgeschwindigkeit des Albums
ist flott und zügig, wobei sich das jeweilige Tempo dem aktuellen
Spielfluss anpasst, was Demonizer sehr gut bewältigt, da es häufig zu
Veränderungen und Wechseln kommt.
Der Klang ist entsprechend sauber und differenziert. Auf Dauer ist er mir allerdings ein Ticken zu glatt. Dies gilt übrigens auch für die Musik von Triumphator. Das Album ist mir insgesamt betrachtet etwas zu glatt und brav. Es fehlen mir fiese, schroffe und rotzige Elemente, die für mich zum Black/Thrash Metal einfach dazu gehören. Ich will Demonizer dabei in keiner Weise irgendwelche spielerischen Fähigkeiten absprechen, die Riffs und Soli sind einwandfrei und anspruchsvoll. Aber es fehlt einfach das „dreckige“ in der Musik. Ein wenig ist von diesem Gefühl in den beiden letzten Stücken Let them hate und Bestial ejaculation zu spüren, doch ist das für ein fast 45 Minuten langes Album zu wenig.
Triumphator ist kein schlechtes Album. Wie gesagt, was man da an den Gitarren zu hören bekommt ist beachtlich. Aber es fehlt mir einfach der banale Anstrich des Fiesen und Dreckigen, den ich brauche, um Black/Thrash Metal in vollen Zügen genießen zu können, zumal ein Lied auch noch Alcoholic heißt, und damit auch noch etwas wüstes sowie ausgeflipptes suggeriert.
01. Terror, chaos, bloodlust, death
02. Alcoholic
03. The wolf inside
04. Triumphator
05. Bright the stars must shine tonight
06. Purity in legacy
07. Into the dark void
08. Let them hate
09. Bestial ejaculation
Der Klang ist entsprechend sauber und differenziert. Auf Dauer ist er mir allerdings ein Ticken zu glatt. Dies gilt übrigens auch für die Musik von Triumphator. Das Album ist mir insgesamt betrachtet etwas zu glatt und brav. Es fehlen mir fiese, schroffe und rotzige Elemente, die für mich zum Black/Thrash Metal einfach dazu gehören. Ich will Demonizer dabei in keiner Weise irgendwelche spielerischen Fähigkeiten absprechen, die Riffs und Soli sind einwandfrei und anspruchsvoll. Aber es fehlt einfach das „dreckige“ in der Musik. Ein wenig ist von diesem Gefühl in den beiden letzten Stücken Let them hate und Bestial ejaculation zu spüren, doch ist das für ein fast 45 Minuten langes Album zu wenig.
Triumphator ist kein schlechtes Album. Wie gesagt, was man da an den Gitarren zu hören bekommt ist beachtlich. Aber es fehlt mir einfach der banale Anstrich des Fiesen und Dreckigen, den ich brauche, um Black/Thrash Metal in vollen Zügen genießen zu können, zumal ein Lied auch noch Alcoholic heißt, und damit auch noch etwas wüstes sowie ausgeflipptes suggeriert.
01. Terror, chaos, bloodlust, death
02. Alcoholic
03. The wolf inside
04. Triumphator
05. Bright the stars must shine tonight
06. Purity in legacy
07. Into the dark void
08. Let them hate
09. Bestial ejaculation
10.10.2010
Draumar - Ein Wintermärchen | 2010 | Karge Welten | CD | Ambient Black Metal
Ambient Black Metal soll es also sein, was uns Draumar hier mit dem zweiten Album Ein Wintermärchen
beschert. Tatsächlich ist es aber so, dass einem bei dieser winter- und
schneeaffinen Musik vor allem ruhiger, sphärischer Keyboard- und
Piano-Ambient vorgetragen wird. Vereinzelt sind auch echte Black Metal
Passagen zu hören, die dann kalt und rau kommen und sehr gelungen sind
und mich das eine Mal ein wenig an Paysage d'Hiver und ein anderes Mal etwas an EgoNoir
erinnern. Deshalb ist es für mich, der mit Ambient an sich nicht so
viel am Hut hat, natürlich bedauerlich, dass die Black Metal Anteile
gegenüber dem Ambient klar unterlegen sind. Dennoch kann auch ich dem
Ambient von Draumar etwas abgewinnen, da die
Klanglandschaften beispielsweise passagenweise leichte klassische
Momente, mit sanft gespielten Streichinstrumenten, besitzen. Es gelingt
Draumar also gut, Atmosphäre zu erzeugen, auch wenn die musikalische Herangehensweise ab und zu etwas einfach erscheint.
Wer ruhigen, vielleicht gar romantischen Ambient, der manchmal ein wenig von rauem und grellem Black Metal begleitet wird, mag, darf hier ruhig zugreifen. Allerdings sollte man sich bewusst sein dass der Black Metal Anteil wirklich sehr gering ist, weshalb es auch zu keiner Punktevergabe kommt.
01. I
02. II
03. III
04. IV
05. V
06. VI
07. Die Winterfestung
Wer ruhigen, vielleicht gar romantischen Ambient, der manchmal ein wenig von rauem und grellem Black Metal begleitet wird, mag, darf hier ruhig zugreifen. Allerdings sollte man sich bewusst sein dass der Black Metal Anteil wirklich sehr gering ist, weshalb es auch zu keiner Punktevergabe kommt.
01. I
02. II
03. III
04. IV
05. V
06. VI
07. Die Winterfestung
Pagan Hellfire - Spirit Of Blood And Struggle | 2010 | Genocide Aesthetics | Vinyl | Black Metal
Zwei Jahre nach dem letzten Album Solidarity und ein Jahr nach der Split mit Folkvang gibt es mit Spirit of Blood and Struggle eine brandneue 7" EP aus dem Hause Pagan Hellfire. Die Split mit Folkvang ist mir zwar nicht bekannt, doch lässt sich sagen, dass Pagan Hellfire mit diesen zwei großartigen Liedern da weitermacht, wo Solidarity endete. Dabei sind die Lieder der EP sogar noch besser. Pagan Hellfire
zelebriert hier in den zwei Liedern absolut erstklassigen Black Metal,
der grimmig und rau, harsch und kompromisslos ist, aber ebenso auch
keine feinen Melodien vermissen lässt. Von Pagan Hellfire
gibt es ja mittlerweile eine Vielzahl an Veröffentlichungen, von denen
ich nur die wenigsten gehört habe. Doch von dem was ich bisher hörte,
sind diese zwei Lieder die Besten bisher!
Alleinmusiker Incarnatus beherrscht es perfekt, eingängige Schnelligkeit mit dem grimmigen, krächzenden Gesang und subtilen, leicht melodische Riffs zu kombinieren. Es ist schon sehr beachtlich, was ein einzelner Musiker da alles leistet. Im Black Metal ist Pagan Hellfire sicherlich zu den besten Einmanngruppen zu zählen.
Was soll ich noch groß schreiben? Spirit of Blood and Struggle ist großartiger Black Metal, der auch klanglich überzeugt und angemessen auf schwerem Vinyl im 7 Zoll Format kommt. Für Anhänger des puren Black Metals einfach ein absoluter Pflichtkauf!
9/10
Aceust
01. Spoken at the altars distant
02. Anthem of war, forever to be sung
Alleinmusiker Incarnatus beherrscht es perfekt, eingängige Schnelligkeit mit dem grimmigen, krächzenden Gesang und subtilen, leicht melodische Riffs zu kombinieren. Es ist schon sehr beachtlich, was ein einzelner Musiker da alles leistet. Im Black Metal ist Pagan Hellfire sicherlich zu den besten Einmanngruppen zu zählen.
Was soll ich noch groß schreiben? Spirit of Blood and Struggle ist großartiger Black Metal, der auch klanglich überzeugt und angemessen auf schwerem Vinyl im 7 Zoll Format kommt. Für Anhänger des puren Black Metals einfach ein absoluter Pflichtkauf!
9/10
Aceust
01. Spoken at the altars distant
02. Anthem of war, forever to be sung
Nokturne / Todesweihe - Blitzkrieg Death Invocations | 2010 | Genocide Aesthetics | Vinyl | Black Metal
Genocide Aesthetics entwickelt sich zu einer wahren Perle großartiger
Vinylveröffentlichungen. Die nunmehr dritte Veröffentlichung aus dem
Hause Genocide Aesthetics ist abermals ein Volltreffer. Diesmal handelt
es sich um eine Wiederveröffentlichung der 2009 auf CD erschienen
Split Blitzkrieg Death Invocations. Es ist aber keine schnöde
Wiederveröffentlichung sondern eine würdige und hingebungsvolle
Vinylveröffentlichung, die als Doppel LP auf schwerem Vinyl im dicken
Klappcover kommt und auf 399 Kopien limitiert ist.
Obwohl Todesweihe erst auf der zweiten Platte dran kommt, beginne ich ausnahmsweise mal mit der zweiten Gruppe einer Split. Denn Todesweihe ist mir bestens bekannt und bei dem Beitrag auf dieser Split handelt es sich um das großartige 2004er Demo Nachtmahre, inklusive dem Darkthrone Cover vom 2003er Demo. Nachtmahre war schon damals gut, und jetzt, wo ich es nach längerer Zeit mal wieder höre, muss ich feststellen, dass es mir heute noch wesentlich besser als damals gefällt. Todesweihe hat es genau erfasst, wie Black Metal zu klingen hat und diesen verstandenen Geist des Black Metals in Nachtmahre versteckt. Nachtmahre klingt so, wie Darkthrone mal geklungen hat und es heute leider nicht mehr tut. Todesweihe spielt hasserfüllt, böse und gemein auf. Direkt und kompromisslos ist Nachtmahre und ist deshalb wahrer Balsam auf der Seele.
Die amerikanische Gruppe Nokturne spielt gleichfalls kompromisslosen Black Metal der sogleich mit B.D.I. in die Vollen geht, da man sich nämlich ein Intro gespart hat und stattdessen schnell und grimmig und extrem übellaunig aufspielt, jedenfalls ist der Gesang absolut giftig und fast schon krank. Bisher war mir Nokturne kein Begriff obwohl die Gruppe schon einige Jahre auf dem Buckel hat und es neben diversen Demos auch drei Alben gibt. Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich bei den Liedern von Nokturne um neues Material, welches auf dieser Split erstmalig zu hören ist.
Nicht nur B.D.I. ist in seiner zerstörerischen Kompromisslosigkeit verstörend, sondern auch der Rest von Nokturnes Beitrag. Ich habe schon lange nicht mehr solch heftigen Black Metal zu hören bekommen. Er ist nicht nur der Schnelligkeit wegen so heftig, das Grundtempo ist echt enorm, sondern auch des Gesanges wegen, der so wütend gekeift und geknurrt wird, als würde jemand unter einer Gasmaske volle Rage alles Übel der Welt herauswürgen, keifen, zwischen und schreien. Wirklich Weltklasse! Und, obwohl das Tempo von Wahnsinn und finstrer Mordlust getrieben ist, ergeht sich Nokturne nicht in monotoner Raserei. Es gibt Breaks und Wechsel und auch das wahnsinnig schnelle Riffing fällt durch Abwechslung auf. Der Klang von Nokturne ist zwar etwas dünn und mit mehr Kraft im Klang würden die Lieder sicherlich noch heftiger wirken, doch dann würde die Musik aber auch nicht mehr so wahnsinnig und krank rüberkommen. Neben dem Tempo gibt es aber auch schleppende Passagen, die nicht weniger eindringlich und heftig sind, denn selbst dann klingt Nokturne einfach nur böse.
Blitzkrieg Death Invocations ist eine großartige und böse Split-Veröffentlichung. Mehr muss man abschließend nicht sagen.
9/10
Aceust
NOKTURNE
01. B.D.I.
02. Sigil Mord
03. White roaring abyss
04. Lunar funeral procession
05. Self sacrifice
06. Final raids of victory
TODESWEIHE
07. In den Nachthimmeln Transilvaniens
08. Tränen des Dionysos
09. Mit einem Herzen voller Verachtung
10. Instrumental
11. Das Sterben
12. As flittermice as satans spy (Darkthrone Cover)
http://www.genocide-aesthetics.net/
Obwohl Todesweihe erst auf der zweiten Platte dran kommt, beginne ich ausnahmsweise mal mit der zweiten Gruppe einer Split. Denn Todesweihe ist mir bestens bekannt und bei dem Beitrag auf dieser Split handelt es sich um das großartige 2004er Demo Nachtmahre, inklusive dem Darkthrone Cover vom 2003er Demo. Nachtmahre war schon damals gut, und jetzt, wo ich es nach längerer Zeit mal wieder höre, muss ich feststellen, dass es mir heute noch wesentlich besser als damals gefällt. Todesweihe hat es genau erfasst, wie Black Metal zu klingen hat und diesen verstandenen Geist des Black Metals in Nachtmahre versteckt. Nachtmahre klingt so, wie Darkthrone mal geklungen hat und es heute leider nicht mehr tut. Todesweihe spielt hasserfüllt, böse und gemein auf. Direkt und kompromisslos ist Nachtmahre und ist deshalb wahrer Balsam auf der Seele.
Die amerikanische Gruppe Nokturne spielt gleichfalls kompromisslosen Black Metal der sogleich mit B.D.I. in die Vollen geht, da man sich nämlich ein Intro gespart hat und stattdessen schnell und grimmig und extrem übellaunig aufspielt, jedenfalls ist der Gesang absolut giftig und fast schon krank. Bisher war mir Nokturne kein Begriff obwohl die Gruppe schon einige Jahre auf dem Buckel hat und es neben diversen Demos auch drei Alben gibt. Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich bei den Liedern von Nokturne um neues Material, welches auf dieser Split erstmalig zu hören ist.
Nicht nur B.D.I. ist in seiner zerstörerischen Kompromisslosigkeit verstörend, sondern auch der Rest von Nokturnes Beitrag. Ich habe schon lange nicht mehr solch heftigen Black Metal zu hören bekommen. Er ist nicht nur der Schnelligkeit wegen so heftig, das Grundtempo ist echt enorm, sondern auch des Gesanges wegen, der so wütend gekeift und geknurrt wird, als würde jemand unter einer Gasmaske volle Rage alles Übel der Welt herauswürgen, keifen, zwischen und schreien. Wirklich Weltklasse! Und, obwohl das Tempo von Wahnsinn und finstrer Mordlust getrieben ist, ergeht sich Nokturne nicht in monotoner Raserei. Es gibt Breaks und Wechsel und auch das wahnsinnig schnelle Riffing fällt durch Abwechslung auf. Der Klang von Nokturne ist zwar etwas dünn und mit mehr Kraft im Klang würden die Lieder sicherlich noch heftiger wirken, doch dann würde die Musik aber auch nicht mehr so wahnsinnig und krank rüberkommen. Neben dem Tempo gibt es aber auch schleppende Passagen, die nicht weniger eindringlich und heftig sind, denn selbst dann klingt Nokturne einfach nur böse.
Blitzkrieg Death Invocations ist eine großartige und böse Split-Veröffentlichung. Mehr muss man abschließend nicht sagen.
9/10
Aceust
NOKTURNE
01. B.D.I.
02. Sigil Mord
03. White roaring abyss
04. Lunar funeral procession
05. Self sacrifice
06. Final raids of victory
TODESWEIHE
07. In den Nachthimmeln Transilvaniens
08. Tränen des Dionysos
09. Mit einem Herzen voller Verachtung
10. Instrumental
11. Das Sterben
12. As flittermice as satans spy (Darkthrone Cover)
http://www.genocide-aesthetics.net/
Masteriis - Dødsdom | 2011 | Ewiges Eis Records | CD | Black Metal
Vor fast zwei Jahren verschickten Masteriis eine selbstgebrannte Promo CDR und fanden für die jüngst veröffentlichte MCD Dødsdom
Ewiges Eis Records als Partner. Optisch kann sich das Werk definitiv
sehen lassen, die Gestaltung von Kogaion Art und das optische Mastering
auf der CD-Abspielseite sehen vielversprechend aus. Musikalisch geht
es bei dem Duo Masteriis um kalten, kraftvollen Black Metal im modernen Klanggewand.
Die vier Lieder sind auf der einen Seite hart, da oftmals rasend schnell und technisch, aber auch kalt und melodisch. Der erste Titel Svøpt I Tiden ist eine sehr abwechslungsreiche Nummer, die anfangs kraft- und schwungvolle, mittelschnelle Passagen mit langsam gespielten, düsteren Riffwänden enthält. In der Mitte des Liedes gibt es derbe Raserei zu hören und im letzten Drittel gibt es eine wunderbare atmosphärische Passage mit toller Klargitarre zu hören. Streckenweise wirkt das Spiel von Masteriis extrem technisch, was sich vor allem am Schlagwerk bemerkbar macht, das aufgrund der überaus hohen Geschwindigkeit punktuell fast schon künstlich wirkt. So erinnert mich das unfassbare Tempo im Titellied stellenweise an Fuck Off The Melodic Black Metal! von Sárcofago. Es gibt aber nicht nur die Raserei. Masteriis bietet viel Abwechslung und klingt dabei stellenweise auch überaus norwegisch, vor allem fühle ich mich an der einen und anderen Stelle an Satyricon erinnert.
Dødsdom ist eine jener Veröffentlichungen, die mir mit jedem Durchlauf besser gefällt. Zunächst schreckte mich die moderne Produktion des Klanges ein wenig ab. Doch nach drei, vier weiteren Durchläufen empfinde ich ihn als genau richtig. Dødsdom ist schnell und kalt, stellenweise garstig und böse um an anderer Stelle durch tolle, subtile Melodien zu überzeugen. Da das Material streckenweise sehr technisch und trocken ist, ist die gewählte Klangproduktion auch richtig, da sie die technisch bedingte Härte durch den ein wenig sterilen und distanzierten Klang sehr gut betont.
Dødsdom ist eine wunderbare norwegische Black-Metal-Veröffentlichung die mir sehr gut gefällt, da sie eine hervorragende Mischung aus Schnelligkeit, kraftvoller Härte und Melodik besitzt. Ich hoffe, es dauert nicht allzu lange bis auf diese MCD ein Vollalbum folgt.
8/10
Aceust
01. Svøpt I tiden
02. Dødsdom
03. Forlatt
04. Into infinite darkness
Die vier Lieder sind auf der einen Seite hart, da oftmals rasend schnell und technisch, aber auch kalt und melodisch. Der erste Titel Svøpt I Tiden ist eine sehr abwechslungsreiche Nummer, die anfangs kraft- und schwungvolle, mittelschnelle Passagen mit langsam gespielten, düsteren Riffwänden enthält. In der Mitte des Liedes gibt es derbe Raserei zu hören und im letzten Drittel gibt es eine wunderbare atmosphärische Passage mit toller Klargitarre zu hören. Streckenweise wirkt das Spiel von Masteriis extrem technisch, was sich vor allem am Schlagwerk bemerkbar macht, das aufgrund der überaus hohen Geschwindigkeit punktuell fast schon künstlich wirkt. So erinnert mich das unfassbare Tempo im Titellied stellenweise an Fuck Off The Melodic Black Metal! von Sárcofago. Es gibt aber nicht nur die Raserei. Masteriis bietet viel Abwechslung und klingt dabei stellenweise auch überaus norwegisch, vor allem fühle ich mich an der einen und anderen Stelle an Satyricon erinnert.
Dødsdom ist eine jener Veröffentlichungen, die mir mit jedem Durchlauf besser gefällt. Zunächst schreckte mich die moderne Produktion des Klanges ein wenig ab. Doch nach drei, vier weiteren Durchläufen empfinde ich ihn als genau richtig. Dødsdom ist schnell und kalt, stellenweise garstig und böse um an anderer Stelle durch tolle, subtile Melodien zu überzeugen. Da das Material streckenweise sehr technisch und trocken ist, ist die gewählte Klangproduktion auch richtig, da sie die technisch bedingte Härte durch den ein wenig sterilen und distanzierten Klang sehr gut betont.
Dødsdom ist eine wunderbare norwegische Black-Metal-Veröffentlichung die mir sehr gut gefällt, da sie eine hervorragende Mischung aus Schnelligkeit, kraftvoller Härte und Melodik besitzt. Ich hoffe, es dauert nicht allzu lange bis auf diese MCD ein Vollalbum folgt.
8/10
Aceust
01. Svøpt I tiden
02. Dødsdom
03. Forlatt
04. Into infinite darkness
03.10.2010
Schmerz - Chronika | 2008 | Eisenwald | CD | Black Metal
Chronika ist die Debütveröffentlichung von Schmerz
und enthält sechs sehr ruhige, stille und geradezu andächtige Stücke.
Sehr passend zur dargebotenen Musik ist auch das Cover, welches dunkel,
grau und nebelig gehalten ist. Chronika ist durchzogen von einer fließenden Gleichmäßigkeit der Unaufgeregtheit. Mit anderen Worten: Chronika
ist Dunkelheit und Melancholie pur. Wer hysterische und vom Schmerz
durchdrungene Schreie erwartet, sieht sich getäuscht. Es ist vielmehr
ein stiller, innerer Schmerz der hier vorgetragen wird. Der verzerrte
Gesang ist durchweg ruhig, was mir gut gefällt, da die langsamen und
ruhigen Melodien dadurch besser zur Geltung kommen.
Das Spiel der grell gestimmten Gitarren ist natürlich ruhig, dabei im Klang manchmal recht klar oder aber auch verzerrt und unsauber. Es ist jedenfalls sehr passend und strahlt eine ernsthafte und aufrichtige Ruhe aus. Die Melodieführung ist einfach und übersichtlich gehalten, auf Spielereien oder Effekte verzichtet Schmerz gänzlich. Irgendwelche bizarren Hintergrundgeräusche oder groteske Stimmenfetzen fehlen ebenso, wie wütende oder schnelle Schübe. Durch die fehlenden Kontraste wird Chronika zu einem sehr atmosphärischen Werk, welches auf Dauer ziemlich eingängig und monoton wirkt. In dieser tristen, hoffnungslosen Monotonie schleicht sich mit der Zeit etwas Hypnotisches ein.
Chronika ist kein Album zum zwischendurch hören. Dies wird dem Werk nicht gerecht. Allerdings vermisse ich letztlich eine Form des Kontrastes. Chronika ist 33 Minuten lang und in dieser halben Stunde passiert recht wenig. Es ist ideal, wenn man selbst in so einer ruhigen und von Hoffnungslosigkeit geprägten Stimmung ist, ist man es aber nicht, wird es irgendwann etwas langweilig, da die Intensität und Kraft fehlt.
6/10
Aceust
01. Morgenröte - Innocentia
02. Lichterglanz - Contumelia
03. Nebeltraum - Absentia
04. Dämmerung - Dementia
05. Abendschein - Violentia
06. Nacht - Perspicientia
Das Spiel der grell gestimmten Gitarren ist natürlich ruhig, dabei im Klang manchmal recht klar oder aber auch verzerrt und unsauber. Es ist jedenfalls sehr passend und strahlt eine ernsthafte und aufrichtige Ruhe aus. Die Melodieführung ist einfach und übersichtlich gehalten, auf Spielereien oder Effekte verzichtet Schmerz gänzlich. Irgendwelche bizarren Hintergrundgeräusche oder groteske Stimmenfetzen fehlen ebenso, wie wütende oder schnelle Schübe. Durch die fehlenden Kontraste wird Chronika zu einem sehr atmosphärischen Werk, welches auf Dauer ziemlich eingängig und monoton wirkt. In dieser tristen, hoffnungslosen Monotonie schleicht sich mit der Zeit etwas Hypnotisches ein.
Chronika ist kein Album zum zwischendurch hören. Dies wird dem Werk nicht gerecht. Allerdings vermisse ich letztlich eine Form des Kontrastes. Chronika ist 33 Minuten lang und in dieser halben Stunde passiert recht wenig. Es ist ideal, wenn man selbst in so einer ruhigen und von Hoffnungslosigkeit geprägten Stimmung ist, ist man es aber nicht, wird es irgendwann etwas langweilig, da die Intensität und Kraft fehlt.
6/10
Aceust
01. Morgenröte - Innocentia
02. Lichterglanz - Contumelia
03. Nebeltraum - Absentia
04. Dämmerung - Dementia
05. Abendschein - Violentia
06. Nacht - Perspicientia
Avsked - Livets Ironi | 2010 | Midwinter Records | CD | Black Metal
Als ich Avskeds erstes Demo ...med rök och kallt järn
erstmals hörte, war ich vollends entzückt und auch heute wird es von
mir oft und gerne gehört, zumal ich es im Laufe der Zeit immer besser
fand. Die zwei Jahre später erschienene Split mit Schlaflos gefiel mir zwar ebenfalls, doch erreichte sie nicht ganz die Brillanz des Demos. Inzwischen erschien mit Livets Ironi Avskeds Debütalbum, welches eine wunderbare und gelungene Mischung aus dem Demo und der Split ist.
Die sechs namenlosen Lieder von Livets Ironi stellen eine großartige und eigenständige Mischung aus Melancholie, Wahnsinn und Verderben dar. Genau so, wie es auch beim Demo der Fall war. Avsked hat seinen sehr eigenen Stil, wofür ich sehr dankbar bin. Avsked versteht es einfach hervorragend, laut und schroff zu klingen und einem nebenbei trotzdem sanfte, liebliche Melodien unterzuschieben. Das Schaffen an den Saiteninstrumenten ist von erlesener Qualität. Die Gitarren erzeugen sowohl lange Momente der starren Monotonie als auch atemberaubende, melodische und atmosphärische Erlebnisse. Aber auch der Gesang ist ein wesentlicher Faktor, der die Musik von Avsked so eminent eindringlich macht. Neben dem stark verzerrten Kreischgesang, gibt es viele stimmliche und gesangliche Abstufungen, die alle nur dem einen Ziel dienen, düstere, morbide und depressive Musik zu kreieren, die anders als gewöhnlicher DSBM klingt. Denn neben aller Melancholie hat sich seit der Split mit Schlaflos auch hohes Tempo in Avskeds Musik etabliert.
Dass Avsked eine außergewöhnliche Gruppe ist, wird mit Livets Ironi erneut und eindrücklich bewiesen. Livets Ironi ist ein wunderbares Werk, welches nicht einfach nur depressiv ist, sondern auch ausdrücklich laut, gemein und hässlich, aber auch sehr gefühlvolle, sanfte und dezente melodische Momente besitzt.
9/10
Aceust
01.
02.
03.
04.
05.
06.
http://www.midwinterrecords.com/
Die sechs namenlosen Lieder von Livets Ironi stellen eine großartige und eigenständige Mischung aus Melancholie, Wahnsinn und Verderben dar. Genau so, wie es auch beim Demo der Fall war. Avsked hat seinen sehr eigenen Stil, wofür ich sehr dankbar bin. Avsked versteht es einfach hervorragend, laut und schroff zu klingen und einem nebenbei trotzdem sanfte, liebliche Melodien unterzuschieben. Das Schaffen an den Saiteninstrumenten ist von erlesener Qualität. Die Gitarren erzeugen sowohl lange Momente der starren Monotonie als auch atemberaubende, melodische und atmosphärische Erlebnisse. Aber auch der Gesang ist ein wesentlicher Faktor, der die Musik von Avsked so eminent eindringlich macht. Neben dem stark verzerrten Kreischgesang, gibt es viele stimmliche und gesangliche Abstufungen, die alle nur dem einen Ziel dienen, düstere, morbide und depressive Musik zu kreieren, die anders als gewöhnlicher DSBM klingt. Denn neben aller Melancholie hat sich seit der Split mit Schlaflos auch hohes Tempo in Avskeds Musik etabliert.
Dass Avsked eine außergewöhnliche Gruppe ist, wird mit Livets Ironi erneut und eindrücklich bewiesen. Livets Ironi ist ein wunderbares Werk, welches nicht einfach nur depressiv ist, sondern auch ausdrücklich laut, gemein und hässlich, aber auch sehr gefühlvolle, sanfte und dezente melodische Momente besitzt.
9/10
Aceust
01.
02.
03.
04.
05.
06.
http://www.midwinterrecords.com/
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