Die weißrussische Formation Raven Throne präsentiert uns mit Eternal, Dark bereits ihr drittes Vollalbum. Kalter Black Metal wird hier zu hören sein, so Gardarika. Das kann man so stehen lassen, da Raven Throne
auf dem 60 Minuten langen Album gerne wunderbare, düstere Riffs zum
Besten gibt, die Dunkelheit und Kälte ausstrahlen. Obwohl Raven Throne sehr eigenständig spielt, erinnern mich die Lieder ab und zu an Old Wainds. Nicht so sehr, da sich beide Gruppen ähneln, sondern viel mehr, weil es Raven Throne genau so gut wie Old Wainds versteht, dunkle und packende Riffs und Melodiebögen ins Black-Metal-Gewand einzukleiden. Raven Throne
spielt dabei aber insgesamt weniger schnell und schroff und setzt
dafür mehr auf langsamere oder mittelschnelle Kompositionen. Diese sind
aber durchaus mächtig und brachial, da die Saiteninstrumente einen
sehr kraftvollen Klang besitzen und sich die tieftönigen Riffs gerne
wie ein unüberwindbarer Wall auftun. Raven Throne
versteht es aber auch ebenso, mit schnellen Passagen und treibenden
Rhythmen die Nackenmuskulatur dezent in Bewegung zu halten.
Eternal, Dark ist ein überaus gutes Album, welches
seinem Namen voll und ganz gerecht wird. Kalt und düster ist es,
durchzogen von herrlichen Melodiesträngen und Harmonien, gepaart mit
leichter Rohheit und dem gewissen Etwas an Härte. Eternal, Dark
besitzt keinerlei Schwachpunkte, sofern man sich nicht daran stößt,
dass das Album fünf Instrumentalstücke besitzt, von denen vier direkt
aufeinander folgen. Die Instrumentalstücke sind allerdings sehr gut
inszeniert und gespielt, weshalb sie eine sehr dichte und ergreifende
Atmosphäre erzeugen. Eternal, Dark ist ein Album, welches von
Durchgang zu Durchgang besser wird. Es gibt sehr viel zu entdecken,
gerade wenn man ein Ohr für die Saiteninstrumente hat. Somit ist Eternal, Dark für mich ein echter Höhepunkt im schwarzmusikalischen Untergrund 2010!
9/10
Aceust
01. In the grip of winter
02. Poisoning the light
03. Grief of a thousand year old winter
04. Call it snowstorm...
05. Pervosmert' Pervobog
06. When the shadows come
07. From eternity to eternity
08. By force, by hatred
09. No life inside
10. In captivity of thiny veins
11. The winter is my rest
12. Let the flame take us
16.09.2010
Sleipnir - Bloodbrothers | 2010 | Gardarika Musikk | CD | Viking Metal
Bloodbrothers wurde bereits 2008 von Sleipnir selbst herausgebracht, ehe es nun über Gardarika zu einer Neuauflage kam. Das Duo, welches sich hinter Sleipnir verbirgt, ist in Großbritannien beheimatet und wurde 2005 gegründet. Neben Bathory wird auch Manowar
als Einfluss geltend gemacht. Es wird also Viking Metal gespielt; und
damit kann ich absolut nichts anfangen. Ich mochte schon damals Blood Fire Death und Hammerheart von Bathory nicht, und auch Sleipnir schafft es nicht, mich zu bekehren. Bloodbrothers
ist ein langes, melodisches - für mich gähnend langweiliges - Album
mit epischen Ansprüchen. Wo die epischen Momente liegen sollen, weiß
ich nicht. Jedenfalls nehmen sich die Zwei viel Zeit, um Chorgesänge
vorzutragen oder atmosphärische Passagen zu spielen, in denen
Klargitarren und oder synthetische Keyboardklänge zu hören sind. Dann
und wann entschließt man sich auch mal dazu, etwas härter aufzuspielen
und brachiale Riffs zwischen die Methörner, Speere und Schilde zu
werfen. Doch so etwas kommt selten vor.
Auch wenn mir Viking Metal nicht zusagt und ich die vielen Gruppen dieser Spielart gar nicht oder nur überaus oberflächlich kenne, empfinde ich die Musik von Sleipnir dennoch als eigenwillig. Melodik, Rhythmik und auch der britische Gesang haben eine sehr eigene Charakteristik. Ab und zu wirken die Arrangements nicht nur eigenartig, sondern auch bizarr oder grotesk, was mich entfernt ein wenig an The Meads of Asphodel denken lässt.
Bewerten kann ich Bloodbrothers nicht. Wer sich nicht vor Viking Metal mitsamt Chorgesang und jeder Menge Melodik scheut, möge Bloodbrothers sehr gerne probieren und möglicherweise glücklich damit werden.
01. Bloodbrothers (Part 1)
02. Warriors of Thor
03. Ancestral blood (Brothers from the day we were born)
04. Once we were kings
05. Bloodbrothers (Part 2)
06. Wolves of Odin
07. Take us to Valhalla
08. Song of the northern land (We march for war)
09. Bloodbrothers (Part 3)
Auch wenn mir Viking Metal nicht zusagt und ich die vielen Gruppen dieser Spielart gar nicht oder nur überaus oberflächlich kenne, empfinde ich die Musik von Sleipnir dennoch als eigenwillig. Melodik, Rhythmik und auch der britische Gesang haben eine sehr eigene Charakteristik. Ab und zu wirken die Arrangements nicht nur eigenartig, sondern auch bizarr oder grotesk, was mich entfernt ein wenig an The Meads of Asphodel denken lässt.
Bewerten kann ich Bloodbrothers nicht. Wer sich nicht vor Viking Metal mitsamt Chorgesang und jeder Menge Melodik scheut, möge Bloodbrothers sehr gerne probieren und möglicherweise glücklich damit werden.
01. Bloodbrothers (Part 1)
02. Warriors of Thor
03. Ancestral blood (Brothers from the day we were born)
04. Once we were kings
05. Bloodbrothers (Part 2)
06. Wolves of Odin
07. Take us to Valhalla
08. Song of the northern land (We march for war)
09. Bloodbrothers (Part 3)
15.09.2010
Humiliation - Dawn Of Warfare | 2010 | Nebiula Production | CD | Death Metal
Es ist noch gar nicht lange her, als mich die Debüt MCD Face the Disaster erreichte. Nun legt Humiliation mit dem ersten Vollalbum nach. Humiliation fährt auf der Schiene des schleppenden und unspektakulären Death Metals fort. Da Dawn of Warfare
auf eine Gesamtspielzeit von über 47 Minuten kommt, kann diese
gemächliche Spielweise leicht Gefahr laufen, langweilig und monoton zu
werden. Und genau dies geschieht leider auch. Auf der MCD hat es der
Kürze wegen noch gereicht, aber auf einem längeren Album bedarf es
einfach mehr Abwechslung. Im Falle von Humiliation ist
das sehr schade, da die Fünf ihr Handwerk verstehen und einen tollen
Gesang sowie massive, drückende Gitarrenwände bieten. Die Lieder sind
einzeln betrachtet auch allesamt überzeugend, spieltechnisch als auch
klanglich. Allerdings gibt es davon auch zehn Stück, die sich schnell
ähnlich werden und somit einen Spannungsaufbau verhindern. Eine erste
Veränderung ist in Capping the T zu hören. Hier gibt es endlich auch mal schnelle Parts, die brutal und druckvoll sind und auch gute Riffs bereit halten. Capping the T
bedeutet überhaupt eine Art Wendepunkt, denn auch in den nachfolgenden
Stücken gibt es Tempowechsel und schnelle Einschübe. Weshalb sich Humiliation
so lange Zeit lies, wird deren Geheimnis bleiben. Jedenfalls nimmt das
Album mit dem siebten Lied endlich mal Fahrt auf und schleppende,
mittelschnelle und brachiale Parts wechseln sich ab und verleihen der
Musik die nötige Würze.
Die erhoffte Steigerung ist leider ausgeblieben. Dawn of Warfare ist keine schlechte Scheibe, immerhin gibt es old school Death Metal satt, doch fehlt es ihm insgesamt an Abwechslung. Im Falle von Humiliation empfinde ich es also besonders schade, da die fünf Musiker spielen können und jede Menge Potential besitzen, es leider nur nicht immer voll abrufen und zeigen. Ich bin mir sicher, würde es mehr Tempo und damit Abwechslung geben, hätte man ein echtes Juwel, doch so bleibt es erst mal ein Rohdiamant den man noch den Feinschliff verleihen muss.
6/10
Aceust
01. Intro
02. Trench
03. The crisis to come
04. Command and control
05. Warts of war
06. Minefields (A way to kill)
07. Capping the T
08. Mutiny
09. Mustard gas
10. Reactor #8
11. Outro
http://www.humiliation.my/
Die erhoffte Steigerung ist leider ausgeblieben. Dawn of Warfare ist keine schlechte Scheibe, immerhin gibt es old school Death Metal satt, doch fehlt es ihm insgesamt an Abwechslung. Im Falle von Humiliation empfinde ich es also besonders schade, da die fünf Musiker spielen können und jede Menge Potential besitzen, es leider nur nicht immer voll abrufen und zeigen. Ich bin mir sicher, würde es mehr Tempo und damit Abwechslung geben, hätte man ein echtes Juwel, doch so bleibt es erst mal ein Rohdiamant den man noch den Feinschliff verleihen muss.
6/10
Aceust
01. Intro
02. Trench
03. The crisis to come
04. Command and control
05. Warts of war
06. Minefields (A way to kill)
07. Capping the T
08. Mutiny
09. Mustard gas
10. Reactor #8
11. Outro
http://www.humiliation.my/
14.09.2010
Tsorer - Return To Sodom | 2010 | Black Hate | CD | Black Metal
Return to Sodom heißt das Debütwerk von Tsorer,
einem Soloprojekt aus Israel. Hier wird ganz klar dem (Black) Metal
der alten Schule gehuldigt, vor allem Einflüsse skandinavischer Gruppen
lassen sich in der Musik Tsorers überall wiederfinden. Tsorer agiert dabei allerdings nicht als irgendein Klon. Trotz der Verweise ist und bleibt Return to Sodom
ein eigenständiges Album, auf dem es nicht nur feine nordische Riffs,
grimmigen Gesang und polternde Geschwindigkeitspassagen zu hören gibt,
sondern hie und da auch atmosphärische Momente aufflackern, die so
manches Mal einen dezenten, epischen Anstrich haben. Bathory lässt grüßen. Rifftechnisch ist Return to Sodom ein echter Leckerbissen, der gerne an Craft und alte Darkthrone denken lässt. Zudem schafft es Tsorer,
von Anfang an eine nostalgische sowie dreckig, grimmige Atmosphäre zu
erschaffen. Rhythmisch geht das Album nämlich gleichfalls in diese
retrospektive Richtung, wie die vielen Breaks und Wechsel schnell
verdeutlichen. Überhaupt ist es rhythmisch gleichfalls ein vielseitiges
Werk, das zahlreiche schleppende, mittelschnelle und rasende Passagen
parat hält.
Tsorer ist es auf dem Debüt gut gelungen, den Geist und die Atmosphäre des alten (Black) Metals einzufangen und dabei eigenständig verpackt wiederzugeben. Von daher stellt Return to Sodom ein Pflichtkauf für jedermann dar. Wer trotzdem unentschlossen ist, sollte sich gleich auf der Myspaceseite von Tsorer das Eröffnungslied Misanthrope anhören, das einen sehr guten Einblick auf das Material des Albums gibt!
7,5/10
Aceust
01. Misanthrope
02. Sodom
03. Again
04. Gifts
05. Old
06. Messiah
07. Dreamer
08. Penetration skills
09. End
Tsorer ist es auf dem Debüt gut gelungen, den Geist und die Atmosphäre des alten (Black) Metals einzufangen und dabei eigenständig verpackt wiederzugeben. Von daher stellt Return to Sodom ein Pflichtkauf für jedermann dar. Wer trotzdem unentschlossen ist, sollte sich gleich auf der Myspaceseite von Tsorer das Eröffnungslied Misanthrope anhören, das einen sehr guten Einblick auf das Material des Albums gibt!
7,5/10
Aceust
01. Misanthrope
02. Sodom
03. Again
04. Gifts
05. Old
06. Messiah
07. Dreamer
08. Penetration skills
09. End
Kozeljnik - Deeper The Fall | 2010 | Paragon Records | CD | Black Metal
Kozeljnik wurde 2006 von Marko Jerković und L.G. gegründet, die beide auch in The Stone und May Result spielen. Wer nun von Kozeljnik
ähnlich gelagerten Black Metal erwartet, liegt falsch. Auch wenn es
bei den beiden anderen Gruppen viel Melodik und atmosphärische Momente
gibt, ist Kozeljniks zweites Album Deeper the Fall weitaus melodischer und harmonischer. Kozeljnik
hat sich viel Zeit genommen, um in längeren Liedern das Gitarrenspiel
melodisch zwar, aber durchaus dunkel und düster, erklingen zu lassen.
Darüber hinaus sind des Öfteren klare Chorgesänge zu hören, die die
melodische bzw. atmosphärische Ausrichtung klar unterstreichen. Einfach
nur harmonisch, melodisch, lieb und nett ist Deeper the Fall aber keineswegs. Gern wird das Tempo angezogen und vereinzelt erinnert der kurzweilige Klargesang sogar an Root, etwa wenn der Refrain vom Titellied zu hören ist.
Deeper the Fall ist kein ganz einfaches Album. Einfach zugänglich waren die Scheiben von May Result und The Stone aber auch niemals. Obgleich Kozeljnik musikalisch in eine andere Richtung geht, lässt sich die eigenständige Handschrift des Duos erkennen. Manchmal sind die Strukturen recht technisch, flackernd und wechselhaft und manchmal aber auch rigoros, geradlinig und eingängig. Es ist eine abwechslungsreiche Scheibe, auf der vor allem die lebendigen und riffbetonten Gitarren das Sagen haben. An die Klargesangseinlagen muss man sich womöglich gewöhnen, deplatziert oder überflüssig sind sie allerdings nicht.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Deeper the Fall ein melodisches, sehr riffbetontes Album ist, auf dem es aber auch genügend Härte gibt. Zudem ist es Kozeljnik gelungen, mit der Melodik eine düstere, ernste, manchmal auch melancholische Atmosphäre zu erzeugen. Von daher kann ich nur verlautbaren, Deeper the Fall ist eine verdammt gute - wenn auch eigenwillige - Veröffentlichung.
8/10
Aceust
01. ThetruthisDeath
02. The all-consuming
03. Void to final consumption
04. Deeper the fall
05. Breeding the apocalypse
06. A.o.t.U
Deeper the Fall ist kein ganz einfaches Album. Einfach zugänglich waren die Scheiben von May Result und The Stone aber auch niemals. Obgleich Kozeljnik musikalisch in eine andere Richtung geht, lässt sich die eigenständige Handschrift des Duos erkennen. Manchmal sind die Strukturen recht technisch, flackernd und wechselhaft und manchmal aber auch rigoros, geradlinig und eingängig. Es ist eine abwechslungsreiche Scheibe, auf der vor allem die lebendigen und riffbetonten Gitarren das Sagen haben. An die Klargesangseinlagen muss man sich womöglich gewöhnen, deplatziert oder überflüssig sind sie allerdings nicht.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Deeper the Fall ein melodisches, sehr riffbetontes Album ist, auf dem es aber auch genügend Härte gibt. Zudem ist es Kozeljnik gelungen, mit der Melodik eine düstere, ernste, manchmal auch melancholische Atmosphäre zu erzeugen. Von daher kann ich nur verlautbaren, Deeper the Fall ist eine verdammt gute - wenn auch eigenwillige - Veröffentlichung.
8/10
Aceust
01. ThetruthisDeath
02. The all-consuming
03. Void to final consumption
04. Deeper the fall
05. Breeding the apocalypse
06. A.o.t.U
12.09.2010
Eole Noir - Eole Noir | 2010 | Thor's Hammer Productions | CD | Black Metal
Um Eole Noir ist es zwar niemals ganz still geworden, allerdings handelte es sich bei den letzten Veröffentlichungen Ambivalence und Décharné
um älteres Material. Auf der nun jüngst erschienen MCD, die schlicht
selbstbetitelt ist, gibt es erstmals seit langer Zeit Material neueren
Datums. Zudem ist auch wieder Gesang zu hören. Cimes et Abîmes ist ein knapp zwölf Minuten langes Lied mit roh klingendem Black Metal. Da muss natürlich sofort zum Vergleich die Split LP L'aurore de Notre Triomphe her, und siehe da, Eole Noir klingt hier auf der MCD nicht ganz so bissig und verächtlich wie einst auf der Split mit Sombre Chemin. Die Riffs sind nicht ganz so gut und Cimes et Abîmes ist viel weniger aggressiv als das großartige Lied Du Renversement des Valeurs. Cimes et Abîmes ist melancholischer und der Klang ist kälter, dünner und abweisender. Es geht in die Richtung von Ambivalence, wo das Lied bereits als Instrumentalversion vertreten war. Cimes et Abîmes ist guter, roher Black Metal mit der für Eole Noir
typischen, melodischen Note. Das zweite Lied der MCD ist dann wieder
ein reines Instrumentalstück. Es ist fast 14 Minuten lang und überaus
ruhig, da es lediglich eine Akustikgitarre zu hören gibt.
Für Anhänger von Eole Noir ist diese Veröffentlichung definitiv ein Pflichtkauf. Allerdings schafft es Eole Noir aufgrund der Kürze nicht, an die dichte Atmosphäre von Ambivalence oder L'aurore de Notre Triomphe anzuknüpfen. Zudem wäre es wünschenswert gewesen, würde es mehr als nur ein richtiges Lied geben. Das Akustikgitarrenlied kann ich nicht als ein echtes Lied werten. So etwas ist zwar immer ganz nett, aber lediglich Zierde und Beiwerk. Da es hier nur ein einziges Lied von Interesse gibt, welches in einer Instrumentalversion bereits erschienen ist, gibt es keine Punktevergabe.
01. Cimes et Abîmes
02. Les larmes du mort
Für Anhänger von Eole Noir ist diese Veröffentlichung definitiv ein Pflichtkauf. Allerdings schafft es Eole Noir aufgrund der Kürze nicht, an die dichte Atmosphäre von Ambivalence oder L'aurore de Notre Triomphe anzuknüpfen. Zudem wäre es wünschenswert gewesen, würde es mehr als nur ein richtiges Lied geben. Das Akustikgitarrenlied kann ich nicht als ein echtes Lied werten. So etwas ist zwar immer ganz nett, aber lediglich Zierde und Beiwerk. Da es hier nur ein einziges Lied von Interesse gibt, welches in einer Instrumentalversion bereits erschienen ist, gibt es keine Punktevergabe.
01. Cimes et Abîmes
02. Les larmes du mort
10.09.2010
Northern Hate - Back To Nature | 2010 | Bleichmond Tonschmiede | Kassette | Black Metal
Northern Hate wurde 2009 gegründet und die Demokassette Back to Nature
stellt das erste Lebenszeichen dar. Abzüglich des Einklangs enthält
das Demo drei vollwertige Black Metal Stücke. Bei Demobändern ist neben
dem musikalischen Inhalt vor allem auch die klangliche Produktion ein
wichtiger Aspekt. Der Klang von Back to Nature ist zwar klar
eine Demoproduktion, doch dafür mehr als ordentlich, da er sehr
authentisch und unverfälscht ist. Der Klang der Gitarren ist etwas
dünn, das Schlagwerk poltert, doch sind die Spuren differenziert und
die Lautstärke gut aufeinander abgestimmt.
Musikalisch lassen sich die drei Titel als riffbetonter Black Metal mit stark verzerrtem Kreischgesang umschreiben. Der Gesang erinnert sehr stark an Grims Gesang, der vielen von Aaskereia, Brocken Moon und Wolfsthron her bekannt sein dürfte. Dies bleibt aber auch die einzige Gemeinsamkeit, da Northern Hate weitaus weniger atmosphärisch ist und auch keine Keyboardklänge verwendet. Melodische Riffs gibt es aber trotzdem, die manchmal eingängig sind und sich dem hohen Tempo anpassen, aber ebenso auch ein wenig verspielt und rockig daher kommen, gerade wenn Northern Hate langsam oder ein Break spielt. So schwankt auch die Stimmung hin und her. In harten, schnellen Passagen entfaltet sich schnell eine harsche, aggressive Atmosphäre, während sich in den ruhigeren bzw. langsameren Passagen teilweise eine gewisse Einfachheit breit macht, so wie am Anfang von Burn it Down. Hier ist das Eingangsriff, welches auch im weiteren Verlauf Verwendung findet, doch etwas zu langweilig und harmlos.
Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um die allererste Demoveröffentlichung handelt. Deswegen befindet sich das alles auch noch locker im Rahmen. Northern Hate lässt auf Back to Nature gute Ansätze aufblitzen, gerade die schnellen und harschen Abschnitte lassen Potential erkennen. Spielerisch gibt es zwar noch Defizite, doch macht so etwas, neben dem Klang, auch ein Demo aus. Der Anfang ist gemacht und nun muss man sich daran machen, die Strukturen und Melodiestränge zu verfeinern. Mir gefällt es jedenfalls, was aber sicherlich auch an meiner Vorliebe für Demomaterial liegt. Wem es ähnlich geht, ist hiermit gut beraten. Zurzeit ist Back to Nature nur auf Kassette erhältlich, eine CD-Version ist aber in Kürze geplant.
6/10
Aceust
01. Arrival of a northern storm
02. Traitors of faith
03. Dark embrace
04. Burn it down
Musikalisch lassen sich die drei Titel als riffbetonter Black Metal mit stark verzerrtem Kreischgesang umschreiben. Der Gesang erinnert sehr stark an Grims Gesang, der vielen von Aaskereia, Brocken Moon und Wolfsthron her bekannt sein dürfte. Dies bleibt aber auch die einzige Gemeinsamkeit, da Northern Hate weitaus weniger atmosphärisch ist und auch keine Keyboardklänge verwendet. Melodische Riffs gibt es aber trotzdem, die manchmal eingängig sind und sich dem hohen Tempo anpassen, aber ebenso auch ein wenig verspielt und rockig daher kommen, gerade wenn Northern Hate langsam oder ein Break spielt. So schwankt auch die Stimmung hin und her. In harten, schnellen Passagen entfaltet sich schnell eine harsche, aggressive Atmosphäre, während sich in den ruhigeren bzw. langsameren Passagen teilweise eine gewisse Einfachheit breit macht, so wie am Anfang von Burn it Down. Hier ist das Eingangsriff, welches auch im weiteren Verlauf Verwendung findet, doch etwas zu langweilig und harmlos.
Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um die allererste Demoveröffentlichung handelt. Deswegen befindet sich das alles auch noch locker im Rahmen. Northern Hate lässt auf Back to Nature gute Ansätze aufblitzen, gerade die schnellen und harschen Abschnitte lassen Potential erkennen. Spielerisch gibt es zwar noch Defizite, doch macht so etwas, neben dem Klang, auch ein Demo aus. Der Anfang ist gemacht und nun muss man sich daran machen, die Strukturen und Melodiestränge zu verfeinern. Mir gefällt es jedenfalls, was aber sicherlich auch an meiner Vorliebe für Demomaterial liegt. Wem es ähnlich geht, ist hiermit gut beraten. Zurzeit ist Back to Nature nur auf Kassette erhältlich, eine CD-Version ist aber in Kürze geplant.
6/10
Aceust
01. Arrival of a northern storm
02. Traitors of faith
03. Dark embrace
04. Burn it down
Unhuman Disease - Into Satan's Kingdom | 2010 | Black Hate | CD | Black Metal
Laut Infotext gibt es beim Soloprojekt Unhuman Disease
weder "Laveyan Garbage" noch "Pagan Filth", was mir den Amerikaner
schon mal vorab sympathisch macht. Das mag zwar kleingeistig und
engstirnig sein, doch passt es - wie seit allen Zeiten schon - perfekt
zum kompromisslosen Black Metal. Von dieser Sorte ist Into Satan's Kingdom
nämlich. Es ist zuweilen ein raues, grelles, lautes und gemeines Album
ohne jeglichen Firlefanz. Stattdessen wird der Teufel verehrt und
angebetet und sämtlicher Hass eindringlich hinaus geschrien. Ganz neu
ist das Material allerdings nicht, auch wenn es sich hierbei um die
neuste Veröffentlichung handelt. Into Satan's Kingdom wurde bereits 2007 aufgenommen, also noch vor dem 2009 erschienenen Black Creations of Satan.
Into Satan's Kingdom ist also weder innovativ noch gibt es irgendetwas neues zu hören; soll es auch gar nicht. Alleinmusiker Nocturnus Dominus (der nicht nur an den Gitarren sogar auch am Schlagzeug überzeugt) spielt entweder sehr extrem auf, hohes Tempo und böses Geschreie, oder verliert sich in langen, schleppenden Passagen. Die wüsten Stücke und Passagen, in denen das Tempo hoch ist und die Riffs grell und schnell, versprühen eine radikale und zerstörerische Atmosphäre, die zum Teil gar an Krieg und Svart Hat heranreicht. Hier agiert Unhuman Disease wunderbar primitiv und gemein. Die langsameren Lieder und Abschnitte sind teilweise leicht melodisch eingefärbt und gehen mit ihrer melancholischen Ausstattung schon beinahe in die Richtung des depressiven Black Metals. Genau hier liegt für mich auch die Schwäche des Albums. Nocturnus Dominus gestattet diesen langen und melancholisch schleppenden Arrangements zu viel Raum. Für sich genommen sind sie zwar gelungen und überzeugend, doch nehmen sie den anderen Liedern, die ja herrlich aggressiv und hasserfüllt sind, zu sehr den Wind aus den Segeln. Schlecht wird das Album deswegen nicht, da es Nocturnus Dominus versteht, Stimmungen zu erzeugen. Aber ein höherer Anteil an barbarischer Kriegstreiberei in der Form von kalter Raserei und weltenzerstörendem Hass hätte mir besser gefallen.
Trotzdem bleibt Into Satan's Kingdom unterm Strich ein feines Black Metal Album ohne verkaufsfördernde Spielereien. Trendverwöhnte Ohren und Klangfetischisten werden hierbei aber Kopfschmerzen bekommen, obgleich ich den grellen und leicht dumpfen Klang hervorragend empfinde.
7/10
Aceust
01. Entering satan's kingdom
02. Diabolic devotion
03. Calling of satan
04. Demonic unholy night
05. Guided by satan
06. Howls of sorrow
07. Into satan's kingdom
08. Worship
09. Spreading the disease
Into Satan's Kingdom ist also weder innovativ noch gibt es irgendetwas neues zu hören; soll es auch gar nicht. Alleinmusiker Nocturnus Dominus (der nicht nur an den Gitarren sogar auch am Schlagzeug überzeugt) spielt entweder sehr extrem auf, hohes Tempo und böses Geschreie, oder verliert sich in langen, schleppenden Passagen. Die wüsten Stücke und Passagen, in denen das Tempo hoch ist und die Riffs grell und schnell, versprühen eine radikale und zerstörerische Atmosphäre, die zum Teil gar an Krieg und Svart Hat heranreicht. Hier agiert Unhuman Disease wunderbar primitiv und gemein. Die langsameren Lieder und Abschnitte sind teilweise leicht melodisch eingefärbt und gehen mit ihrer melancholischen Ausstattung schon beinahe in die Richtung des depressiven Black Metals. Genau hier liegt für mich auch die Schwäche des Albums. Nocturnus Dominus gestattet diesen langen und melancholisch schleppenden Arrangements zu viel Raum. Für sich genommen sind sie zwar gelungen und überzeugend, doch nehmen sie den anderen Liedern, die ja herrlich aggressiv und hasserfüllt sind, zu sehr den Wind aus den Segeln. Schlecht wird das Album deswegen nicht, da es Nocturnus Dominus versteht, Stimmungen zu erzeugen. Aber ein höherer Anteil an barbarischer Kriegstreiberei in der Form von kalter Raserei und weltenzerstörendem Hass hätte mir besser gefallen.
Trotzdem bleibt Into Satan's Kingdom unterm Strich ein feines Black Metal Album ohne verkaufsfördernde Spielereien. Trendverwöhnte Ohren und Klangfetischisten werden hierbei aber Kopfschmerzen bekommen, obgleich ich den grellen und leicht dumpfen Klang hervorragend empfinde.
7/10
Aceust
01. Entering satan's kingdom
02. Diabolic devotion
03. Calling of satan
04. Demonic unholy night
05. Guided by satan
06. Howls of sorrow
07. Into satan's kingdom
08. Worship
09. Spreading the disease
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