Arghoslent hat ein spezielles Problem, um das die Gruppe sicherlich von vielen beneidet würde. In der Geschichte Arghoslents
gab es mindestens zwei Veröffentlichungen, die dermaßen großartig
waren und die Messlatte in unerreichbare Höhen katapultierten, dass
nachfolgendes Material eigentlich nur enttäuschen kann. Dabei ist
dieses neue Material durchaus gut. Das letzte Album Hornets of the Pogrom war beispielsweise für sich genommen ein wirklich gutes Death Metal Werk. Doch im Vergleich zu Galloping Through the Battle Ruins und Incorrigible Bigotry erreichte es nicht die Klasse von einst, und enttäuscht dann erstmal. Ähnlich ergeht es Arghoslent
nun mit dem Beitrag zu dieser Split. Jedenfalls im ersten und zweiten
Augenblick wirken die vier Lieder nicht ganz so knackig und präzise.
Dabei feuern die Gitarristen wieder ein bares Rifffeuerwerk ab, dass es
nur so eine Freude ist. Und stellenweise kann Arghoslent
atmosphärisch sogar an die frühe Klasse anschließen. Genauer
betrachtet, wenn man versucht sachlich und nüchtern zu sein, ist diese
Split gar nicht enttäuschend. Man muss lediglich versuchen, den
menschlichen Makel abzulegen, alles immer vergleichen zu wollen. Denn
für sich genommen sind die vier Titel hier großartige Lieder, melodisch
und riffbetont, aber dennoch kraftvoll und brachial – eben typisch Arghoslent! Zudem ist das neu eingespielte The Ghosts of Flossenburg um Längen besser als die erste Version.
Für eine Überraschung konnte Martial Barrage sorgen, die ich bisher noch nie zu hören bekam. Gleich mit dem ersten Lied The Arctic Seat könnte der Kontrast zu Arghoslent kaum deutlicher ausfallen. Einerseits ist der Klang von Martial Barrage roher und dumpfer, andererseits ist der Death Metal der Kanadier dreckiger und aggressiver als der von Arghoslent. So stampft es wüst und gurgelt es kehlig in The Arctic Seat.
In den schnellen Passagen ertönt das Schlagwerk blechern und dumpf,
und wenn dann noch der tiefe und gurgelnde Gesang dazu kommt, hat Martial Barrage
teilweise schon etwas „grindiges“. Aber auch nur stellenweise, da es
zwei Gesangsarten gibt. Der eine ist eben stark verzerrt, tief und
gurgelnd, der andere heller, harscher und verständlicher.
Die Lieder sind abwechslungsreich und zum Teil recht unterschiedlich strukturiert. In The Arctic Seat gibt es schnelle, aggressive Anteile, die es auch in Murus strictus gibt. In Murus strictus
gibt es aber auch teilweise sehr technische und trockene Elemente, die
wunderbar ins rohe und barbarisch anmutende, streckenweise gnadenlos
eingängige Spiel, eingebettet wurden. In anderen Liedern gibt es
darüber hinaus phasenweise auch sehr riffbetonte Strecken, welche die
brachiale Rohheit kurzweilig ein wenig aufbrechen.
Martial Barrage versteht es auf dieser Split
hervorragend, Brutalität und Rohheit mit einer gehörigen Portion
Oldschool sowie technischer Frickelei zu verbinden. Da die einzelnen
Strukturen zum Teil recht unterschiedlich ausgefallen sind, kann man
die Kanadier gar nicht so genau festlegen. In Rising Sun Cremation
gibt es zum Beispiel erst einen relativ ruhigen Part, der getragen ist
von einer melodischen Gitarre, ehe dann unverhofft der Wechsel
stattfindet und übelstes Gebolze, mitsamt kehligem Gegurgel,
zerstörerisch und heftig zu hören ist.
Freunde von Arghoslent können sich die Split sorgenlos kaufen. Arghoslent
enttäuscht nicht wirklich. Die Lieder sind zwar nicht ganz so
überragend wie die besagten, älteren Werke. Aber das ist auch alles
Ansichtssache und eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Split ist
aber auch wegen Martial Barrage überaus empfehlenswert, die für mich eine absoluter Höhepunkt im derzeitigen Death Metal für mich sind.
Arghoslent 8/10
Martial Barrage 9/10
Aceust
ARGHOSLENT
01. Fodder for the Shoah
02. Converts at the tents of grace
03. Tar-Skinned pygmoids of the dense bush
04. The Ghosts of Flossenburg
MARTIAL BARRAGE
05. The arctic seat
06. Murus strictus
07. To topple the dragon throne
08. Rising sun cremation
09. Mantle of strength
01.11.2009
Sa Meute - 50 Contre 1 | 2007 | Stronghold Diaphora | Vinyl | Black/Dark Metal
Nachdem mich schon das Debütalbum Hyperborée vollständig überzeugt hatte, war ich nun sehr gespannt auf 50 contre 1, dem zweiten und bisher letzten Album Sa Meutes. Auch auf 50 contre 1 spielt Sa Meute wunderbar eigenständigen Black Metal mit Ausflügen in überaus düstere und bisweilen bizarre Gefilde. Sa Meute konnte sich sogar noch etwas steigern. 50 contre 1 ist gegenüber Hyperborée
kompakter und geradliniger ausgefallen. Die einzelnen Lieder sind zwar
länger geworden, doch fehlen nun die kurzen Instrumentalstücke
zwischen den metallischen Liedern. Es gibt also nur noch metallische
Stücke, obgleich diese natürlich auch atmosphärische, ruhige Passagen
beinhalten.
Am Anfang steht Croisade invisible, ein langes und abwechslungsreiches Stück, welches sogleich in die Vollen geht. Neben kraftvollen, eingängig schellen und antreibenden Passagen sind auch mittelschnelle und stampfende Parts zu hören, in denen die Bassgitarre wunderbar zur Geltung kommt. Aber auch die Riffs der Gitarren ertönen in diesen langsameren Abschnitten überaus mächtig und druckvoll. Abgerundet wird diese Eindringlichkeit dann vom Gesang, der wie auf Hyperborée extrem eigenständig ist. Der Gesang, der im Grunde unverzerrt und klar ist, wirkt aber durch das (teilweise) Schreien und die grelle Klangfarbe der Stimme nicht immer unverzerrt und klar, zumal wenn es in tiefe, aus der Kehle kommende Tonlagen geht. Das ist ein wahrlich großartiger Effekt, der bereits beim Debüt immer wieder für tolle und bisweilen bizarre Momente sorgte.
Da, wie erwähnt, die instrumentalen, klaren Zwischenstücke fehlen, wirkt 50 contre 1 geradliniger und härter. Aber auch spielerisch agiert Sa Meute zügiger, treibender und mitreißender. Die Rhythmik ist auf 50 contre 1 oft flott und treibend. Dabei wird die harmonische Komponente jedoch niemals vernachlässigt. Selbst in eingängigeren Passagen, wie beispielsweise in dem grandiosen L'eternelle récurrence, kann Sa Meute mit minimalem Aufwand eine tiefe und großartige Atmosphäre erzeugen. Das eingängige, sich wiederholende Riff ist simpel, aber dennoch extrem wirkungsvoll. Dass die anspruchsvolleren Riffs und Melodiebögen nicht minder gelungen und ergreifend sind, muss ich wohl nicht extra erwähnen. So gibt es auch ruhige Parts mit klaren Gitarren, wie in L'eternelle récurrence oder Le bouclier et la lance, welche die ohnehin schon ergreifende Atmosphäre zusätzlich ausweiten und betonen.
50 contre 1 ist ein vielschichtiges Album, das wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde auf hohem Niveau fesselt und begeistert. Es besitzt Eingängigkeit, Härte, Melodik, viele düstere Anleihen und einen guten, warmen, natürlichen und druckvollen Klang, was man an der Bassgitarre sehr gut ableiten kann. Ich kann 50 contre 1 jedem nur uneingeschränkt empfehlen! Hier bekommt man erstklassigen düsteren Black Metal im laminierten Klappcover auf schwerem Vinyl. Lediglich der französische Gesang könnte möglicherweise gewöhnungsbedürftig sein. Ich finde ihn jedoch genau richtig und absolut erstklassig, wie das gesamte Werk!
9/10
Aceust
01. Croisade invisible
02. La loi de Poséïdon
03. Blondes valkiries
04. L'eternelle récurrence
05. Le bouclier et la lance
06. Zoolatrie
07. 50 contre 1
Am Anfang steht Croisade invisible, ein langes und abwechslungsreiches Stück, welches sogleich in die Vollen geht. Neben kraftvollen, eingängig schellen und antreibenden Passagen sind auch mittelschnelle und stampfende Parts zu hören, in denen die Bassgitarre wunderbar zur Geltung kommt. Aber auch die Riffs der Gitarren ertönen in diesen langsameren Abschnitten überaus mächtig und druckvoll. Abgerundet wird diese Eindringlichkeit dann vom Gesang, der wie auf Hyperborée extrem eigenständig ist. Der Gesang, der im Grunde unverzerrt und klar ist, wirkt aber durch das (teilweise) Schreien und die grelle Klangfarbe der Stimme nicht immer unverzerrt und klar, zumal wenn es in tiefe, aus der Kehle kommende Tonlagen geht. Das ist ein wahrlich großartiger Effekt, der bereits beim Debüt immer wieder für tolle und bisweilen bizarre Momente sorgte.
Da, wie erwähnt, die instrumentalen, klaren Zwischenstücke fehlen, wirkt 50 contre 1 geradliniger und härter. Aber auch spielerisch agiert Sa Meute zügiger, treibender und mitreißender. Die Rhythmik ist auf 50 contre 1 oft flott und treibend. Dabei wird die harmonische Komponente jedoch niemals vernachlässigt. Selbst in eingängigeren Passagen, wie beispielsweise in dem grandiosen L'eternelle récurrence, kann Sa Meute mit minimalem Aufwand eine tiefe und großartige Atmosphäre erzeugen. Das eingängige, sich wiederholende Riff ist simpel, aber dennoch extrem wirkungsvoll. Dass die anspruchsvolleren Riffs und Melodiebögen nicht minder gelungen und ergreifend sind, muss ich wohl nicht extra erwähnen. So gibt es auch ruhige Parts mit klaren Gitarren, wie in L'eternelle récurrence oder Le bouclier et la lance, welche die ohnehin schon ergreifende Atmosphäre zusätzlich ausweiten und betonen.
50 contre 1 ist ein vielschichtiges Album, das wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde auf hohem Niveau fesselt und begeistert. Es besitzt Eingängigkeit, Härte, Melodik, viele düstere Anleihen und einen guten, warmen, natürlichen und druckvollen Klang, was man an der Bassgitarre sehr gut ableiten kann. Ich kann 50 contre 1 jedem nur uneingeschränkt empfehlen! Hier bekommt man erstklassigen düsteren Black Metal im laminierten Klappcover auf schwerem Vinyl. Lediglich der französische Gesang könnte möglicherweise gewöhnungsbedürftig sein. Ich finde ihn jedoch genau richtig und absolut erstklassig, wie das gesamte Werk!
9/10
Aceust
01. Croisade invisible
02. La loi de Poséïdon
03. Blondes valkiries
04. L'eternelle récurrence
05. Le bouclier et la lance
06. Zoolatrie
07. 50 contre 1
27.10.2009
Seelenfrost - Nostalgia II: Grabgesänge | 2009 | Eigenproduktion | Kassette | Black Metal
Lange gibt es diese Band aus Nordrhein-Westfalen noch gar nicht. 2006
startete man noch unter dem Namen Seelenwinter, den man aber später in Seelenfrost
änderte. In Anbetracht der kurzen Existenz ist es erstaunlich, wie
viele Tonträger man bereits aufnahm und veröffentlichte – bisher
immerhin 7 Stück. Nostalgia II: Grabgesänge ist der zweite Teil einer Reihe, wovon ich den ersten Teil nicht kenne.
Passend zum Demotitel klingt der Black Metal Seelenfrosts sehr nostalgisch, die Grabgesänge wurden in einen sehr (!) rohen Klang, der direkt aus der Gruft des örtlichen Friedhofs zu kommen scheint, verpackt. Solch eine äußerst rohe Aufnahme kann polarisieren, das mag selbst im Untergrund nicht jeder. Insgesamt wirkt das alles noch sehr verwaschen, wobei Teil I sogar noch verwaschener klingen soll. Ob man das nun positiv oder negativ wertet, liegt im Auge des Betrachters. Manchmal ist es etwas schwierig, dem Verlauf des Liedes wirklich zu folgen, da besonders beim ersten Lied (außer dem Einklang) Die Nacht der Grabgesänge das Schlagzeug etwas untergeht und da man auch bei den Gitarren mit ordentlich Hall arbeitet, verliert sich stellenweise die Struktur etwas. Mondgedankensymphonie gefällt mir in dieser Hinsicht etwas besser, mit dem Stück haben es die Musiker besser auf den Punkt gebracht. Der Pluspunkt dieser Veröffentlichung ist, daß es Seelenfrost schaffen, ihre Musik bei dem minimalistischen Klangbild dennoch Stimmung zu verpassen und ich kann mir gut vorstellen, daß es Hörer gibt, die eine solche Kombination bevorzugen.
Ich denke, die Besprechung ist lang genug für diese Kassette. Im Endeffekt kann ich Nostalgia II: Grabgesänge nur Liebhabern von richtig gruftigem Black Metal aus den Tiiiieeeeefen des Untergrundes empfehlen – wer sich dazu zählt, der kann sich mal danach umsehen. Alle, die eine etwas bessere Aufnahmequalität bevorzugen, sollten unbedingt die Besprechung zum ersten Album Seelenfrosts lesen! Schenkt meiner Bewertung nicht soviel Beachtung – Rumpelfanatiker würden wahrscheinlich gerne noch was draufschlagen, während die ganz Anspruchsvollen meinetwegen imaginär was abziehen können.
5/10
Der Einsiedler
01. Die Nacht der Grabgesänge
02. Mondgedankensymphonie
Passend zum Demotitel klingt der Black Metal Seelenfrosts sehr nostalgisch, die Grabgesänge wurden in einen sehr (!) rohen Klang, der direkt aus der Gruft des örtlichen Friedhofs zu kommen scheint, verpackt. Solch eine äußerst rohe Aufnahme kann polarisieren, das mag selbst im Untergrund nicht jeder. Insgesamt wirkt das alles noch sehr verwaschen, wobei Teil I sogar noch verwaschener klingen soll. Ob man das nun positiv oder negativ wertet, liegt im Auge des Betrachters. Manchmal ist es etwas schwierig, dem Verlauf des Liedes wirklich zu folgen, da besonders beim ersten Lied (außer dem Einklang) Die Nacht der Grabgesänge das Schlagzeug etwas untergeht und da man auch bei den Gitarren mit ordentlich Hall arbeitet, verliert sich stellenweise die Struktur etwas. Mondgedankensymphonie gefällt mir in dieser Hinsicht etwas besser, mit dem Stück haben es die Musiker besser auf den Punkt gebracht. Der Pluspunkt dieser Veröffentlichung ist, daß es Seelenfrost schaffen, ihre Musik bei dem minimalistischen Klangbild dennoch Stimmung zu verpassen und ich kann mir gut vorstellen, daß es Hörer gibt, die eine solche Kombination bevorzugen.
Ich denke, die Besprechung ist lang genug für diese Kassette. Im Endeffekt kann ich Nostalgia II: Grabgesänge nur Liebhabern von richtig gruftigem Black Metal aus den Tiiiieeeeefen des Untergrundes empfehlen – wer sich dazu zählt, der kann sich mal danach umsehen. Alle, die eine etwas bessere Aufnahmequalität bevorzugen, sollten unbedingt die Besprechung zum ersten Album Seelenfrosts lesen! Schenkt meiner Bewertung nicht soviel Beachtung – Rumpelfanatiker würden wahrscheinlich gerne noch was draufschlagen, während die ganz Anspruchsvollen meinetwegen imaginär was abziehen können.
5/10
Der Einsiedler
01. Die Nacht der Grabgesänge
02. Mondgedankensymphonie
21.10.2009
Allmacht - In namenlosen Tiefen | 2009 | Eigenproduktion | CD | Black Metal
Allmacht ist eine noch junge Gruppe, die zu ihrem einjährigen Bestehen das erste Demo In namenlosen Tiefen
vorstellt. Man möchte mit der Musik atmosphärische Momente erzeugen,
während textlich die Natur und Vergänglichkeit behandelt wird.
Am Anfang steht der Einklang, den Allmacht mit knappen 90 Sekunden bedacht hat und in dem schöne und gut gespielte Gitarrenklänge eine angenehme Stimmung erzeugen. Auf diesen folgt dann Die Erhabenheit des Winters, einem riffbetonten Stück. Die Riffs flackern hell und vordergründig, das Schlagwerk bollert dumpf und der Gesang, der ist dunkel, kehlig und rauchig verzerrt. Die Passagen mit Gesang hören sich schon ziemlich gut an, zumal die melodische Begleitung in diesen Parts etwas in den Hintergrund gerät. Die instrumentalen Passagen können hingegen noch nicht überzeugen, da das Riffing streckenweise etwas zu wirr, unstet und noch ausbaufähig ist.
Schwermütiger wird es dann mit Vergänglichkeit, einem langen und schleppenden Stück. Hier ist das Gitarrenspiel von Beginn an angenehmer, da dezenter und drückender, passend zur melancholischen Thematik der Vergänglichkeit. Obwohl das Lied knapp zehn Minuten lang, der Rhythmus konstant gleichbleibend ist, wirkt es überhaupt nicht langatmig. Auch das Riffing, welches sich phasenweise einfach nur wiederholt, macht das Lied nicht ansatzweise langweilig oder überzogen. Vergänglichkeit ist atmosphärisch betrachtet und empfunden, vielmehr Zeugnis eines sich der Vergänglichkeit Bewusstwerdens, verkörpert von Langsamkeit, Demut sowie unaufgeregter Melancholie. Die einzelnen Elemente des Liedes sind simpel, doch überaus wirksam und gut aufeinander abgestimmt.
Das folgende Titellied weiß musikalisch gleichfalls zu überzeugen, da es kraftvoll ist und eingängige Melodien besitzt. Allerdings ist hier Klargesang zu hören, der nicht unbedingt als erstklassig zu bezeichnen ist. Eigenartigerweise stört mich das aber gar nicht, irgendwie passt er in seiner unbekümmert wirkenden, eher schwachen Darbietung, zur Musik (was ich positiv verstanden wissen möchte). Zu guter letzt kann dann auch der Ausklang überzeugen, in dem neben klaren Gitarren auch eine ruhige und sphärische metallische Instrumentalisierung zu hören ist.
In namenlosen Tiefen ist ein schönes und gelungenes erstes Demo. Bis auf Die Erhabenheit des Winters machen die Kompositionen allesamt einen ordentlichen Eindruck. Vor allem aber in Vergänglichkeit lässt sich das Potenzial Allmachts deutlich erkennen. Der Klang des Schlagzeugs ist manchmal etwas merkwürdig, aber daran gewöhnt man sich recht schnell. Wer also atmosphärischen Dark/Black Metal mag, kann hiermit wenig falsch machen, zumal man für die 6€ eine ansehnliche, professionell gefertigte Produktion bekommt.
7/10
01. Einklang
02. Die Erhabenheit des Winters
03. Vergänglichkeit
04. In namenlosen Tiefen
05. Ausklang
Am Anfang steht der Einklang, den Allmacht mit knappen 90 Sekunden bedacht hat und in dem schöne und gut gespielte Gitarrenklänge eine angenehme Stimmung erzeugen. Auf diesen folgt dann Die Erhabenheit des Winters, einem riffbetonten Stück. Die Riffs flackern hell und vordergründig, das Schlagwerk bollert dumpf und der Gesang, der ist dunkel, kehlig und rauchig verzerrt. Die Passagen mit Gesang hören sich schon ziemlich gut an, zumal die melodische Begleitung in diesen Parts etwas in den Hintergrund gerät. Die instrumentalen Passagen können hingegen noch nicht überzeugen, da das Riffing streckenweise etwas zu wirr, unstet und noch ausbaufähig ist.
Schwermütiger wird es dann mit Vergänglichkeit, einem langen und schleppenden Stück. Hier ist das Gitarrenspiel von Beginn an angenehmer, da dezenter und drückender, passend zur melancholischen Thematik der Vergänglichkeit. Obwohl das Lied knapp zehn Minuten lang, der Rhythmus konstant gleichbleibend ist, wirkt es überhaupt nicht langatmig. Auch das Riffing, welches sich phasenweise einfach nur wiederholt, macht das Lied nicht ansatzweise langweilig oder überzogen. Vergänglichkeit ist atmosphärisch betrachtet und empfunden, vielmehr Zeugnis eines sich der Vergänglichkeit Bewusstwerdens, verkörpert von Langsamkeit, Demut sowie unaufgeregter Melancholie. Die einzelnen Elemente des Liedes sind simpel, doch überaus wirksam und gut aufeinander abgestimmt.
Das folgende Titellied weiß musikalisch gleichfalls zu überzeugen, da es kraftvoll ist und eingängige Melodien besitzt. Allerdings ist hier Klargesang zu hören, der nicht unbedingt als erstklassig zu bezeichnen ist. Eigenartigerweise stört mich das aber gar nicht, irgendwie passt er in seiner unbekümmert wirkenden, eher schwachen Darbietung, zur Musik (was ich positiv verstanden wissen möchte). Zu guter letzt kann dann auch der Ausklang überzeugen, in dem neben klaren Gitarren auch eine ruhige und sphärische metallische Instrumentalisierung zu hören ist.
In namenlosen Tiefen ist ein schönes und gelungenes erstes Demo. Bis auf Die Erhabenheit des Winters machen die Kompositionen allesamt einen ordentlichen Eindruck. Vor allem aber in Vergänglichkeit lässt sich das Potenzial Allmachts deutlich erkennen. Der Klang des Schlagzeugs ist manchmal etwas merkwürdig, aber daran gewöhnt man sich recht schnell. Wer also atmosphärischen Dark/Black Metal mag, kann hiermit wenig falsch machen, zumal man für die 6€ eine ansehnliche, professionell gefertigte Produktion bekommt.
7/10
01. Einklang
02. Die Erhabenheit des Winters
03. Vergänglichkeit
04. In namenlosen Tiefen
05. Ausklang
Angmar - Zurück In Die Unterwelt | 2009 | Ketzer Records | CD | Black Metal
Vielen dürfte Angmar spätestens seit der Split mit Alcest ein Begriff sein. Für mich ist das zweite Album Zurück in die Unterwelt
jedoch die erste Berührung mit den Franzosen. Das knapp 69 Minuten
währende Album besteht aus einer Mischung, in der sich vor allem
atmosphärische Attribute und Rohheit miteinander abwechseln bzw.
miteinander verschmelzen. Diese Rohheit resultiert sowohl aus der
klanglichen Produktion, die während der schnellen, metallischen Phasen
etwas grell und rau ist, als auch aus den schnellen und eingängig
eingetrommelten Parts selbst.
Eine Kostprobe davon bekommt man eingangs mit dem langen Titelstück geboten. Dort sind am Anfang unverzerrte Gitarren und leiser Klargesang im Hintergrund zu hören. Diese stimmungsvolle Einleitung geht dann irgendwann über in einen Part, der schnell gespielt wurde und aufgrund des verzerrten Gesanges auch grimmig und kalt wirkt. Danach wechseln sich langsame und schnellere Strecken ab, sodass zu keinem Zeitpunkt irgendein Anflug von Monotonie aufkommen würde. Dies ist ohnehin etwas, dass es auf dem Album überhaupt nicht gibt. Obwohl Zurück in die Unterwelt alles andere als kurz geraten ist, gelingt es Angmar, durchgängig eine dichte Atmosphäre zu spinnen. Nach dem abwechslungsreichen Titellied folgt Stabat mater, in dem die drei Musiker gleich von Anfang an Vollgas geben, grimmig und treibend aufspielen, ohne dabei die dezidierte aber unauffällige Melodik zu vergessen.
Was nun mit Perdition folgt, kann man getrost als episches Werk bezeichnen. Das Lied liegt jenseits der 20-Minuten-Marke und beinhaltet zahlreiche Stimmungsschwankungen. So sind die ersten acht Minuten denn auch von atmosphärischer Beschaulichkeit geprägt, in der die Akustikgitarre federführend ist, aber auch streckenweise metallische Begleitung zerrüttet dieses idyllische Antlitz nicht. Der Wandel vollzieht sich erst, als der Gesang einsetzt und die wäldliche Nachtstimmung von einem eingängig schnell gespieltem Part abrupt abgelöst wird. Und so geht es hin und her. Klare atmosphärische Parts reihen sich an schnelle und rohe Passagen. Selbst Klargesang fehlt nicht. So erinnert mich dieser Endspurt dann auch, der melodisch und roh zugleich ist, ein wenig an „Diadem of 12 Stars“ von Wolves in the Throne Room. Eine interessante Vergleichbarkeit zu einer anderen Gruppe gibt es auch in 13ème rêv, welches am Ende „Mother North“ von Satyricon nicht unähnlich ist.
Zurück in die Unterwelt ist ein interessantes und abwechslungsreiches Album. Hier und da gibt es Ähnlichkeiten zu anderen Gruppen. Und wenn ihr französischen Black Metal à la Belenos oder Aorlhac mögt, könnte Zurück in die Unterwelt für euch genau das Richtige sein. Es gibt Melodik, klare atmosphärische Passagen und auch Rohheit sowie Tempoeinlagen fehlen nicht. Auf Dauer kann mich Angmar hiermit aber trotzdem nicht fesseln. Mit 69 Minuten Spielzeit ist mir das Album einfach entschieden zu lang. Dieser Umstand schmälert zwar nicht die Qualität der Musik, doch trifft das Album nicht vollends meinen Geschmack.
7,5/10
Aceust
Eine Kostprobe davon bekommt man eingangs mit dem langen Titelstück geboten. Dort sind am Anfang unverzerrte Gitarren und leiser Klargesang im Hintergrund zu hören. Diese stimmungsvolle Einleitung geht dann irgendwann über in einen Part, der schnell gespielt wurde und aufgrund des verzerrten Gesanges auch grimmig und kalt wirkt. Danach wechseln sich langsame und schnellere Strecken ab, sodass zu keinem Zeitpunkt irgendein Anflug von Monotonie aufkommen würde. Dies ist ohnehin etwas, dass es auf dem Album überhaupt nicht gibt. Obwohl Zurück in die Unterwelt alles andere als kurz geraten ist, gelingt es Angmar, durchgängig eine dichte Atmosphäre zu spinnen. Nach dem abwechslungsreichen Titellied folgt Stabat mater, in dem die drei Musiker gleich von Anfang an Vollgas geben, grimmig und treibend aufspielen, ohne dabei die dezidierte aber unauffällige Melodik zu vergessen.
Was nun mit Perdition folgt, kann man getrost als episches Werk bezeichnen. Das Lied liegt jenseits der 20-Minuten-Marke und beinhaltet zahlreiche Stimmungsschwankungen. So sind die ersten acht Minuten denn auch von atmosphärischer Beschaulichkeit geprägt, in der die Akustikgitarre federführend ist, aber auch streckenweise metallische Begleitung zerrüttet dieses idyllische Antlitz nicht. Der Wandel vollzieht sich erst, als der Gesang einsetzt und die wäldliche Nachtstimmung von einem eingängig schnell gespieltem Part abrupt abgelöst wird. Und so geht es hin und her. Klare atmosphärische Parts reihen sich an schnelle und rohe Passagen. Selbst Klargesang fehlt nicht. So erinnert mich dieser Endspurt dann auch, der melodisch und roh zugleich ist, ein wenig an „Diadem of 12 Stars“ von Wolves in the Throne Room. Eine interessante Vergleichbarkeit zu einer anderen Gruppe gibt es auch in 13ème rêv, welches am Ende „Mother North“ von Satyricon nicht unähnlich ist.
Zurück in die Unterwelt ist ein interessantes und abwechslungsreiches Album. Hier und da gibt es Ähnlichkeiten zu anderen Gruppen. Und wenn ihr französischen Black Metal à la Belenos oder Aorlhac mögt, könnte Zurück in die Unterwelt für euch genau das Richtige sein. Es gibt Melodik, klare atmosphärische Passagen und auch Rohheit sowie Tempoeinlagen fehlen nicht. Auf Dauer kann mich Angmar hiermit aber trotzdem nicht fesseln. Mit 69 Minuten Spielzeit ist mir das Album einfach entschieden zu lang. Dieser Umstand schmälert zwar nicht die Qualität der Musik, doch trifft das Album nicht vollends meinen Geschmack.
7,5/10
Aceust
20.10.2009
Lux Ferre - Atrae Materiae Monumentum | 2009 | Ketzer Records | CD | Black Metal
Es liegt gute fünf Jahre zurück, als im Dezember 2004 das Debütalbum Antichristian War Propaganda erschien. Mit einem neuen Gitarristen im Gepäck wurde nun der zweite Streich Atrae Materiae Monumentum aufgenommen und veröffentlicht.
Lux Ferre spielt nach wie vor temporeichen und riffbetonten Black Metal. Im direkten Vergleich zum Debütalbum ist das neue Atrae Materiae Monumentum aber weitaus weniger grell, roh und heftig. Zum Einen ist der Klang inzwischen kraftvoller, raumfüllender und es werden mehr die tiefen Töne betont. Aber auch der Kreischgesang wurde normalisiert, er ist nicht mehr ganz so heftig und laut. Dies alles hat zur Folge, dass Atrae Materiae Monumentum auf Anhieb nicht mehr so energisch und aggressiv wie einst Antichristian War Propaganda ist. Dazu passt auch der eher langsame Einstieg mit O Caminho. Bis auf einen Knüppelpart im Mittelteil wird in O Caminho langsam bis mittelschnell gespielt. Riffbetonte Gitarrenspuren und hie und da eine treibende Doublebass verleihen dem Ganzen aber dennoch einen zügigen sowie schwungvollen Anstrich. Richtig Fahrt wird dann mit dem folgenden The Bell of Fate aufgenommen, in dem über weite Strecken die Doublebass latent zu hören ist, aber auch brachiale Breaks und energische Mid-Tempo Parts, sowie der eine und andere Akt der Raserei tragen zum temporeichen Wirbel bei. Das Beste an The Bell of Fate sind allerdings die Gitarren, die in ständiger Bewegung sind und großartige Harmonien erzeugen. Trotz dieser lebendigen Spielweise und des hohen Tempos verkommen die Riffs und Melodiebögen aber nicht zur farbenfrohen Spielerei. Stattdessen sind es drückende sowie dunkle Harmonien, die gemeinsam mit der Geschwindigkeit für eine erstklassige Atmosphäre im Lied sorgen.
Dies gelingt Lux Ferre übrigens auf dem gesamten Album. Trotz der gitarren- und riffbetonten Strukturen, mit einem gewissen Hang zur Melodik, wirken die Lieder niemals zu melodisch oder gar verspielt. Das Verhältnis zwischen flotter Fingerakrobatik und den ruhigeren, eingängigen Melodiesträngen ist sehr ausgewogen und passt überdies auch hervorragend zu den unterschiedlichen Tempi. Denn obwohl die Vorgabe ganz klar schneller Black Metal ist, wird auf dem Album nicht blind und monoton drauf los geprügelt. Solche mörderischen Passagen sind zwar auch genug vorhanden, doch gibt es auch viele moderater gespielte Rhythmen.
Ich muss gestehen, ich bin von Atrae Materiae Monumentum letztlich positiv überrascht. Anfangs war ich etwas skeptisch, da mir der rohe und barbarische Anstrich vom Debüt fehlte. Doch mit jedem Durchlauf wird das neue Album besser. Die ausgefeilteren Strukturen sowie der bessere Klang machen sich am Ende bezahlt. Damit dürfte Lux Ferre wohl eine neue Hörerschaft ansprechen, zumal das Schlagwerkspiel gleichfalls verbessert worden ist. Somit ist es ein mehr als gelungenes Nachfolgewerk, obwohl mir das Debüt nach wie vor sehr gut gefällt. Es sind zwei unterschiedliche Werke, die beide ihre Vorzüge und Nachteile haben. Wer es schnell und riffbetont mag, sollte sich das aktuelle Album also kaufen!
8/10
Aceust
01. O caminho
02. The bell of fate
03. Atrae materiae monumentum
04. Correntes
05. Pira
06. Breu
07. Thirst for despair
08. Dormente
15.10.2009
Goatmoon - Goatmoon | 2009 | Bestial Burst | Kassette | Black Metal / Folk
Selten ging die Erwartungshaltung soweit vom Gehörten auseinander, wie bei dieser neuen Goatmoon
Kassette. So recht kann ich es gar nicht fassen, was ich mir gute zehn
Minuten lang anhören muss. Ich hatte mir schönen dreckigen und
rumpeligen Black Metal erhofft. Das Debütalbum und auch die Split mit
Ride for Revenge hatten mir gut gefallen. Und nun so etwas! Im ersten
Lied ist Akustikgitarren Folk mitsamt lauter Eule zu hören. Es ist ein
ruhiges und instrumentales Lied, als Einklang würde ich es noch
durchgehen lassen, aber nicht so. Denn im zweiten Titel sind dann
obskure Klänge einer Bassgitarre oder eines Streichinstruments zu
hören, zu der dann Gastsänger Lord Satanachia unheilvolle, verzerrte
und mit Hall unterlegte Verse zum Besten gibt. Im dritten Lied geht es
dann erneut mit der Akustikgitarre los. Ist nette Lagerfeuermusik, aber
nichts, was ich mir auf einer vermeintlich ordentlichen Black Metal
Kassette wünsche. Diesen gibt’s dann wenigstens im letzten Titel. Wie
gewünscht, ist er roh und primitiv. Allerdings nervt mich hier die
helle, vordergründige Gitarre mit ihrer simplen Melodie, die leider
viel zu oft zu hören ist, und das gesamte Lied völlig kaputt macht.
Ich weiß nicht, was sich Goatmoon hierbei gedacht hat. Es ist ja schön und gut, wenn man als Musiker auch mal etwas anderes machen möchte. Das sollte man dieses dann unter einem anderen Namen veröffentlichen. So fühle ich mich komplett verarscht! Zu den zwei Punkten kommt es, weil die professionelle Kassette mitsamt Cover etwas her macht, und weil das letzte Lied wenigstens etwas von dem hat, was ich eigentlich von Goatmoon erwartet hatte. Wie manche Leute diese Kassette als „großartig“ umreißen können, wird mir wohl immer unverständlich bleiben. Ich kann jedem nur mit allergrößtem Nachdruck vom Kauf dieser Kassette abraten!
2/10
Aceust
01. Ghostforest I
02. Ghostforest II
03. Storming through whitelight I
04. Storming through whitelight II
Ich weiß nicht, was sich Goatmoon hierbei gedacht hat. Es ist ja schön und gut, wenn man als Musiker auch mal etwas anderes machen möchte. Das sollte man dieses dann unter einem anderen Namen veröffentlichen. So fühle ich mich komplett verarscht! Zu den zwei Punkten kommt es, weil die professionelle Kassette mitsamt Cover etwas her macht, und weil das letzte Lied wenigstens etwas von dem hat, was ich eigentlich von Goatmoon erwartet hatte. Wie manche Leute diese Kassette als „großartig“ umreißen können, wird mir wohl immer unverständlich bleiben. Ich kann jedem nur mit allergrößtem Nachdruck vom Kauf dieser Kassette abraten!
2/10
Aceust
01. Ghostforest I
02. Ghostforest II
03. Storming through whitelight I
04. Storming through whitelight II
Smashed Ruins - Silence | 2009 | Mirrors Of Life | CD | Post Metal
Da schau mal einer an. Als ich zunächst las, dass es sich bei dieser
Veröffentlichung um instrumentalen Metal handelt, musste ich
unwillkürlich an eine kleine, unbenannte Veröffentlichung der
Wäldlichen Tonschmiede denken. Nachdem die sieben Kapitel dann den Weg
in den CD-Spieler fanden, wunderte ich mich darüber, dass mir so manch
ein Riff und so manch eine Melodie doch sehr bekannt vorkommen. Erst
dann nahm ich das Infoschreiben in die Hand, und da steht es
geschrieben. Was 2005 als namenloses Einmannprojekt von Tobias begann, mündete nun in Smashed Ruins,
einer inzwischen zwei Mann starken metallischen Instrumental Gruppe.
Da mir bereits die 2005 erschienene, unbetitelte CDR gut gefiel,
gefällt mir nun auch das Debütalbum Silence, zumal es die drei früheren Stücke der CDR in abgewandelter, neu eingespielter Form, enthält.
Es ist stimmungsvoller und atmosphärischer Metal, der – wie kann es auch anders sein – gänzlich vom Gitarrenspiel lebt und zehrt. Sowohl die Stimmungen, als auch das Gitarrenspiel, sind sehr vielfältig und reichen von ruhigen, teilweise regelrecht behutsamen Passagen bis hin zu energischen Ausbrüchen, die schnell und kraftvoll sind. Zwei oder drei Mal sind sogar stimmungsintensivierende Schreie zu hören. Silence ist eine rundum schöne Scheibe, die vom ersten bis zum letzten Kapitel durch gute Melodiestränge zu gefallen weiß. Und obwohl die ganze Platte instrumental ist, kommt bei mir zu keiner Zeit das Gefühl der Langatmigkeit auf. Die einzelnen Lieder sind gut strukturiert, enthalten Abwechslung, was auch am Schlagzeugspiel von Sven liegt. Ab und an wünschte ich mir etwas mehr schwungvollen Druck, mehr Fülle bei den tiefen Tönen, doch auch ohne kann das atmosphärische Spiel Besitz von mir ergreifen.
Für mich ist Silence ein gelungener Einstand der Smashed Ruins. Wenn Ihr gute Melodien und Instrumentalmusik mögt, dann könnt Ihr bedenkenlos zugreifen. Zumal Silence nichts mit Post Rock oder ähnlichem gemein hat.
7/10
Aceust
01. Chapter I
02. Chapter II
03. Chapter III
04. Chapter IV
05. Chapter V
06. Chapter VI
07. Chapter VII
Es ist stimmungsvoller und atmosphärischer Metal, der – wie kann es auch anders sein – gänzlich vom Gitarrenspiel lebt und zehrt. Sowohl die Stimmungen, als auch das Gitarrenspiel, sind sehr vielfältig und reichen von ruhigen, teilweise regelrecht behutsamen Passagen bis hin zu energischen Ausbrüchen, die schnell und kraftvoll sind. Zwei oder drei Mal sind sogar stimmungsintensivierende Schreie zu hören. Silence ist eine rundum schöne Scheibe, die vom ersten bis zum letzten Kapitel durch gute Melodiestränge zu gefallen weiß. Und obwohl die ganze Platte instrumental ist, kommt bei mir zu keiner Zeit das Gefühl der Langatmigkeit auf. Die einzelnen Lieder sind gut strukturiert, enthalten Abwechslung, was auch am Schlagzeugspiel von Sven liegt. Ab und an wünschte ich mir etwas mehr schwungvollen Druck, mehr Fülle bei den tiefen Tönen, doch auch ohne kann das atmosphärische Spiel Besitz von mir ergreifen.
Für mich ist Silence ein gelungener Einstand der Smashed Ruins. Wenn Ihr gute Melodien und Instrumentalmusik mögt, dann könnt Ihr bedenkenlos zugreifen. Zumal Silence nichts mit Post Rock oder ähnlichem gemein hat.
7/10
Aceust
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02. Chapter II
03. Chapter III
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