19.07.2009

Ettenmoor - Winter Of Supremacy | 2009 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal


Winter of supremacy ist das Debütdemo der finnischen Einmann-Gruppe Ettenmoor. Die vier Lieder zeugen von schnörkellosem rohen Black Metal. Die Lieder sind riffbetont, dumpf im Klang und bisweilen auch angenehm rumpelig. Ganz so wie es sich für eine anständige Demokassette gehört. Ettenmoor probiert nichts neues, sondern frönt voll und ganz dem traditionellen, dreckig, roh und gemein klingenden Black Metal. Dabei erinnert mich Ettenmoor immer wieder mal an Satanic Warmasters frühere sowie bessere Zeiten. Gesanglich als auch mit der einen und anderen Melodieführung.

Demnach ist das, was Ettenmoor hier bietet, nicht schlecht aber auch nichts Besonderes. Allerdings enthält das Demo immer wieder gute und hörenswerte Momente, die sich quasi in der beabsichtigten minimalistischen Spielweise versteckt halten. Dabei ist deutlich zu erkennen, dass Ettenmoor sehr wohl Wert auf durchdachte Strukturen legt. Ganz so simpel und minimalistisch wurden Gitarren und Schlagzeug dann doch nicht eingespielt, zumal es sich um einen einzigen Musiker handelt und kein programmiertes Schlagzeug verwendet wurde.

Für ein erstes Demo ist Winter of supremacy also mehr als ordentlich und anständig, da die Lieder nicht nur die spielerischen Fähigkeiten, sondern auch die Richtung aufzeigen, in die es geht. Wer rohen Black Metal der Sorte frühe Satanic Warmaster mag, wird auch Ettenmoor mit Winter of supremacy mögen.


5,5/10
Aceust

01. Autumn depression
02. Täydenkuun aikaan
03. Winter of supremacy
04. Death. Destruction. Satan

http://www.thorshammerproductions.com/

Agazgul / Ettenmoor - Finnish's Hammers Underground Black Metal | 2009 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal

Diese Splitkassette zweier finnischer Untergrundgruppen enthält neben Agazgul auch zwei Lieder Ettenmoors, die auch auf dem kürzlich besprochenem Demo Winter of supremacy enthalten sind, weshalb ich an dieser Stelle auf die dazu gehörige Rezension verweise.

Agazgul, ein Einmannprojekt welches es inzwischen nicht mehr gibt, spielt – wie es der Name der Splitkassette bereits suggeriert – rohen sowie unverfälschten Black Metal. Dem Einen und Anderen ist Agazgul bereits vom Moonblood Tribut Lightning over the burning church bekannt. Etwas schroffer und roher sind diese zwei Lieder, von denen The return of the black emperor vor allem durch lange Passagen von monotoner, schneller Rhythmik geprägt sind. Das Schlagzeugspiel ist äußerst simpel gehalten und erfüllt somit lediglich seinem Zweck. An der Gitarre ist dann schon etwas mehr Bewegung und Abwechslung drin, auch wenn sich die Riffs und Melodien ständig wiederholen und somit insgesamt für wenig Abwechslung sorgen.
Wesentlich besser kommt Apocalyptic war daher, was für mich nach The return of the black emperor schon etwas überraschend ist. Denn in Apocalyptic war sind die Gitarrenmelodien recht gelungen und ansprechend. Sie haben phasenweise einen leichten, latent melancholischen Unterton. Zudem ist das Lied komplett schleppend, was die Melodik und Atmosphäre beflügelt.

Die beiden Lieder von Agazgul sind sehr unterschiedlich, wobei das eine nur durch äußerst puristischen Black Metal auffällt. Das andere ist wesentlich stimmungsvoller, dabei aber natürlich dezidiert roh. Von daher ergänzen sich Ettenmoor und Agazgul gut auf dieser Splitkassette, da beide Gruppen puren, rohen Black Metal spielen und somit auch nur für eine überschaubare Hörerschaft von Interesse sind.

AGAZGUL
01. The return of the black emperor
02. Apocalyptic war

ETTENMOOR
03. Täydenkuun aikaan
04. Death. Destruction. Satan

http://www.thorshammerproductions.com/

Enshadowed - Messengers Of The Darkest Dawn | 2007 | Stronghold Diaphora | Vinyl | Black Metal

Mit dieser Vinylausgabe des Debütalbums bekommt man nicht nur einfach eine Wiederveröffentlichung, sondern einen umfangreichen Überblick über das frühe Schaffen von Enshadowed. Denn neben dem Album Messengers of the darkest dawn enthält die 2LP Bonusstücke und drei Demos als Dreingabe.

Nach der kurzen Einleitung The beckoning geht es dann mit War and domination rasend schnell, stampfend und aggressiv weiter. Der Gesang ist stark verzerrt und hasserfüllt, was hervorragend mit dem schnellen und treibenden Spiel harmoniert. Die Atmosphäre die dabei erzeugt wird, schwankt zwischen purem Hass und vernichtender Kälte. Enshadowed spielt aber nicht nur schnell oder brutal, wie die zweite, harmonisch gestaltete Hälfte beweist, in der sehr gute, stimmungsvolle Melodien zum Einsatz kommen.
Dies gilt aber nicht nur für den starken Auftakt War and domination, sondern für das gesamte Album, auf dem es Enshadowed sehr gut gelingt, Schnelligkeit und Härte mit tollen Melodieführungen und harmonischen, ruhigeren Parts zu kombinieren. Eindrucksvoll ist es auch deshalb, da Enshadowed sowohl das hohe Tempo präzise beherrscht, als auch die guten Riffs und Melodien. Es kommt nicht so oft vor, dass eine Gruppe beides so souverän und überzeugend beherrscht.

Die beiden Coverversionen von Bathory und Von sind echte Volltreffer, wobei mich vor allem Satanic blood ins Staunen versetzt. Diese Version von Enshadowed gehört für mich definitiv mit zu den besten Von-Coverversionen, die ich bisher gehört habe. Und das sind nicht wenige.

Nach den Coverversionen beginnt dann das Demomaterial. Die drei Titel vom vierten Demo Enshadowed nocternity sind im Klang zwar etwas dünner und greller als das Albummaterial, machen aber schon sehr deutlich wohin sich das Album entwickeln würde. Es folgen dann fünf Lieder vom dritten Demo Cremation odes, die sich dann recht deutlich vom bisher Gehörten unterscheiden, da es hier erstmalig zum Einsatz von Keyboardklängen kommt. Schnelligkeit und Härte ist auch hier ein Thema, aber noch bei weitem nicht so brachial und präzise wie auf dem Album. Dafür stehen neben atmosphärischen Hintergrundklängen auch melodische Zwischenstücke deutlich im Vordergrund.
Abschließend sind dann die letzten vier Lieder vom zweiten Demo Reign of terror zu hören. Diese gefallen mir vom gesamten Demomaterial am besten, zumal Enshadowed hier noch nahezu komplett langsam bis mittelschnell spielt und schnelle Strecken nur kurz und selten zu hören sind. Auch ist das Keyboard hier nicht so stark vertreten wie auf Cremation odes. Dennoch ist der rohe, riffbetonte und bisweilen schwungvolle Black Metal atmosphärisch.


Diese 2LP-Veröffentlichung ist also eine echte Perle und unbedingt auch für jene interessant, die bereits im Besitz der CD sind, da das umfangreiche Bonusmaterial für sich spricht und eben einen guten Blick auf die Anfangstage von Enshadowed gewährt. Das Album an sich ist erstklassig, da sowohl heftig und schnell, als auch harmonisch. Ach ja, nicht zu vergessen das Von-Coverlied, welches alleine schon fast einen Kauf der 2LP zur Notwendigkeit macht!


8,5/10
Aceust

01. The beckoning
02. War and damnation
03. Suicidal lunacy
04. A coffin in the catacombs of voidness
05. Northbound
06. From a carnal to a spiritual fist
07. Jesus christ cage
08. Gospel of death
09. The rite of darkness (Bathory Cover)
10. Satanic blood (Von Cover)
11. From a carnal to a spiritual fist
12. A coffin in the catacombs of voidness
13. Jesus christ cage
14. Realm eternal (Intro)
15. Cremation odes
16. Immortal spirits of hell
17. The magical revival
18. Damnation (Outro)
19. Into the fire (Intro)
20. Warrior
21. Ancient funeral
22. March of the black forces

http://www.stronghold-diaphora.de/

16.07.2009

Myrkr - Black Illumination | 2009 | Debemur Morti | CD | Black Metal

Die Iren von Myrkr können auf Anhieb mit ihrem Debütalbum Black illumination überzeugen. Von Anfang an bekommt man orthodoxen Black Metal um die Ohren gehauen, dem ich mich nicht so einfach entziehen kann. Denn Myrkr weiß sofort durch bekannte sowie tradierte Strukturen zu gefallen, die dennoch einen eigenen Charakter und Wiedererkennungswert haben. Das gern schnell und geradlinig gespielte Schlagzeug verrichtet wohlig seine Aufgabe, ohne für große Momente zu sorgen. Anders ist es da schon mit den Saiteninstrumenten und dem Gesang. Die Gitarren geben nahezu pausenlos erstklassige Riffs und Melodiestränge zum Besten, die nicht selten schroff, dreckig und eigenwillig sind. Myrkr vermeidet es dabei weitgehend,  belanglose Standardriffs zu schmettern, was das Album insgesamt positiv abrundet. Der dunkel und kehlig verzerrte Gesang, der nicht geschrien wird, stattdessen erdig, abgründig und unheilvoll intoniert wird, komplettiert den überzeugenden Eindruck.

Myrkr vermag ab er nicht nur durch Schnelligkeit, Härte oder Rohheit zu überzeugen. Ab und zu wurden auch ruhige, atmosphärische Passagen eingestreut, die gleichfalls gut und überzeugend gemacht sind. Sie sind dunkelatmosphärisch und harmonisch, aber dabei niemals zu betont und aufdringlich. Sie haben einen dezenten Charakter, weshalb sie sehr gut ins Album passen.

Black illumination ist ein überaus anständiges Debütalbum, wenn auch noch nicht der ganz große Wurf. Aber dennoch ist es empfehlenswert und gut, zumal es einige echte Glanzlichter gibt und auch die Klangproduktion angemessen ist. Etwas dumpf und rauchig, dabei aber dennoch differenziert. Diese Klangfarbe bringt die unheilige Atmosphäre und den Gesang bestens zur Geltung.


7,5/10
Aceust

01. A grail of smouldering ash
02. Flesh
03. Enlightenment
04. The unseen light
05. Black blood of the wolf
06. Bound by the forgotten
07. Black illumination

12.07.2009

Sa Meute - Hyperborée | 2007 | Stronghold Diaphora | Vinyl | Black/Dark Metal

Stronghold Diaphora hat 2007 das 2004 erschienene Debütalbum Hyperborée als edle Schallplatte im laminierten Gatefoldcover wiederveröffentlicht. Stronghold Diaphora beschreibt den Stil von Sa Meute als „Occult Epic War Metal“, was inhaltlich sicherlich zutrifft, musikalisch aber in die Irre führen kann. Wenn ich an War Metal denke, denke ich an schnelle und aggressive Musik. Hyperborée hingegen ist jedoch vornehmlich kein schnelles und aggressives Album. Es ist aber in jedem Fall ein obskures, düsteres Werk, was zu großen Teilen am irren und interessanten Gesang liegt. Der Gesang ist fast immer unverzerrt, wird aber dennoch auf eine eindringlich-bizarre Art und Weise gerufen, bzw. geschrien, die es in sich hat und der Musik eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Denn die Stimme klingt etwas rau und heiser, zuweilen gar schnarrend, weshalb der Gesang auch in ruhigeren Gesangslagen charismatisch und eindringlich bleibt.

Musikalisch ist Hyperborée eine ebenso interessante und eigenwillige Komposition, die sowohl melodische als auch harte Elemente beinhaltet. Obwohl mit vielen Melodien ausgestattet, wird Hyperborée niemals zu melodisch. Stattdessen gibt es vereinzelt die eine und andere schräg klingende Melodie zu hören, an die man sich zunächst gewöhnen muss. Andere Melodieführungen sind dann wiederum sehr wohlklingend und schön anzuhören.
Sehr gut gefällt mir der Klang des Schlagzeuges, welches extrem druckvoll aus den Lautsprechern dringt und den Raum zum Beben und Zittern bringt. Rhythmisch leitet Sa Meute langsam und schleppend, mittelschnell und kurzweilig auch rasend durch die Lieder. Die Rhythmen werden dabei interessant und vielschichtig gespielt, wobei das Schlagzeug an der einen und anderen Stelle jedoch recht künstlich und mechanisch klingt, was mich angesichts des kräftigen Klanges jedoch nicht im Geringsten stört.

Hyperborée ist eine überaus interessante Veröffentlichung, die gesanglich, melodisch als auch rhythmisch eigenständig und überzeugend ist. Es ist also gut, dass sich Stronghold Diaphora der Wiederveröffentlichung angenommen hat, da das Album einfach zu gut ist, um in Vergessenheit zu geraten. Alle die Vinyl und obskuren Metal (oder Dark Metal, so wie ich den Stil kurz beschreiben würde) mögen, sollten sich das Album unbedingt zulegen.


8/10
Aceust

01. Werewolf cry
02. Loki - Thor - Baldr
03. La loi de poseidon
04. Le bouclier et la lance
05. Slaves
06. Flames
07. Les secrets du sang
08. Her shadow
09. Bizarre employer
10. Huginn et Muninn

05.07.2009

Uthark - War Horde | 2009 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal

Der Name der Demokassette und auch die Aufmachung machen schnell deutlich, dass man es hier mit hasserfülltem War Black Metal zu tun hat. So beginnt Warcry dann auch mit dem bekannten militärischen Getrommel, auf welches alsbald ein absolut aggressiver und vernichtender Black-Metal-Sturm losbricht. Neben dem heftigen Schlagzeuggeprügel ist es aber vor allem der harsch und extrem verzerrte Kreischgesang, der für die heftige Eindringlichkeit sorgt. Doch es soll nicht schnell und mörderisch bleiben. Ein schleppend bis mittelschneller Abschnitt bringt dann einfache, roh und einprägsam klingende Riffs zutage. Riffbetont und dabei rhythmisch langsam und kraftvoll sind die harschen Klänge im folgenden Tomb of fear.

Trotz aller Härte, klanglicher Rohheit und kriegsverherrlichender Gewalt ist War horde nicht unbedingt ein Demo, welches plump daher kommt und lediglich aus purem Geprügel besteht. Dafür sind die Riffs zu gut und vielfältig und auch der vorhandene Anteil an langsamen und mittelschnellen Passagen lässt dieses Fazit nicht zu. Natürlich handelt es sich hierbei um wüsten, rohen und aggressiven Black Metal im Demo-Stadium, doch kann mich Uthark mit dieser Darbietung überzeugen, da die überaus heftige und hasserfüllte Atmosphäre der Musik sehr überzeugend und authentisch wirkt. Wer Kassetten, rohen und hasserfüllten Black Metal schätzt, sollte Uthark nicht ungeachtet lassen, zumal die Gruppe durch gute, schrummige Riffs ebenfalls zu gefallen weiß.


7/10
Aceust

01. Warcry
02. Tomb of fear
03. Panzer Division Wotan
04. War horde
05. Death cry

Arckanum - ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ | 2009 | Debemu Morti | CD | Black Metal

Es ist erst ein Jahr her, dass Arckanum mit Antikosmos überraschen und überzeugen konnte. Nun steht bereits der Nachfolger mit einem etwas ungewöhnlichen und sperrigen Namen bereit. ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ heißt das fünfte Album und behandelt einerseits die altnordische Mythologie um den Riesen Þjazi (Thiazi). Andererseits sollen laut Arckanum die Harmonien, Klänge und Geräusche des Albums antikosmischen Chaos und der Zerstörung des Kosmos aufgreifen und wiedergeben.

Musikalisch knüpft ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ zwar an den Vorgänger Antikosmos an, erweist sich beim genaueren Hinhören allerdings als melodischer, weniger rau und klarer im Klang. Mit dem ersten Lied Þórhati beginnt das Album jedenfalls sehr eindrucksvoll, da eingängig schnell im Rhythmus und durchzogen von erstklassigen kühlen, nordischen Riffs. Hier ist die Nähe zu Antikosmos noch sehr deutlich, zumal Arckanums Gesang einen ähnlich heiseren sowie rauen Charakter hat. Im folgenden Þann Svartís wird es dann aber schon recht melodisch, da neben facettenreichen Melodiebögen auch rockige Riffs und ein Soli zum Einsatz kommen.

ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ enthält aber dennoch sehr viele hart, schnell und geradlinig gespielte Schlagzeugparts, die für sich genommen zerstörerisch und brachial ausgefallen sind. ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ ist nicht wesentlich melodischer als Antikosmos, zumal der Vorgänger ja schon durch sehr gute Harmonien auffiel. Jedoch waren diese Harmonien etwas einfacher und einprägsamer, weshalb das neue Album einen insgesamt harmonischeren Eindruck macht, zumal einige klare Passagen und die raren rockigen Riffs diesen Eindruck verstärken. Mit Þá Kómu Niflstormum, einem langen Instrumentalstück, und dem bereits erwähnten Þórhati sind aber auch Lieder vertreten, die die Atmosphäre von Antikosmos bestens wiedergeben.

Es ist Arckanum auch mit dem fünften Album gelungen, erneut ein gutes und eindrucksvolles Album des nordischen Black Metals zu erschaffen. Mir persönlich gefällt Antikosmos aber einen Deut besser, was an der einen und anderen melodischen Komponente von ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ liegt.


7,5/10
Aceust

01. Þórhati
02. Þann Svartís
03. Þyrpas Ulfar
04. Þursvitnir
05. Þyrstr
06. Þjóbaugvittr
07. Þjazagaldr
08. Þá Kómu Niflstormum
09. Þrúðkyn
10. Þríandi
11. Þyteitr

02.07.2009

.Posthum - .Posthum | 2009 | Folter Records | CD | Black Metal

Die drei Norweger treffen sowohl äußerlich als auch musikalisch wohl recht genau den Nerv der Zeit. Modern der Gruppenname, schlicht die optische Gestaltung und musikalisch versucht man moderne und atmosphärische Strukturen mit dem einen und anderen rauen Stilelement zu kombinieren.

.Posthum geht dabei vielfältig zugange, wobei das Hauptaugenmerk auf kraftvolle Gitarrenläufe und eine entsprechende mittelschnelle Rhythmik gerichtet ist. Harmonisch, rifftechnisch und gesanglich erinnert mich das erste Lied  Horns awaken phasenweise an neuere Sachen von Satyricon, wobei ich mich nicht festlegen kann, an was genau. Mit dem zweiten Titel Godless sind dann erstmalig schnellere Strecken, hämmernd und geradlinig, zu hören, was mir auch ganz gut gefällt. Doch das melodiebetonte und gar nicht aggressive Drumherum stört mich.  Dabei ist es noch nicht einmal so, dass .Posthum besonders melodisch oder verspielt spielen würde. Die Melodien sind nicht schlecht, hie und da sogar ziemlich gut, da subtil und ergreifend. Doch fehlt mir insgesamt die Würze, etwa in der Form von aggressiven und harten Anteilen. Auf die Dauer langweilt mich das vorwiegend mittelschnelle und gemäßigte Spiel. Daran können auch die einzelnen, guten und überzeugenden Passagen nichts ändern.

Wer modern eingehauchten, atmosphärisch aber durchaus kraftvollen Black Metal mag, sollte sich .Posthum aber durchaus mal genauer anhören. Den einen und anderen schnellen Part gibt es auch. Doch wer es insgesamt etwas roher und härter mag, der braucht dieses Debütalbum nicht wirklich.


5/10
Aceust

01. Horns awaken
02. Godless
03. Arise
04. Sacrificed
05. Wounds
06. Lair torture
07. The fallen and forgotten
08. Warfare