Mysteriös, obskur und düster ist diese mit Wahn betitelte Veröffentlichung von Vrångbild
(eine weitere Gruppe von Gråsjäl, der auch hinter Avsked, Animo Aeger
und Misanthopic Path steckt). Nach der Splitkassette mit Wolfshauch
liegt Wahn nun in der Form einer MCD vor, die vier Lieder mit
einer Spielzeit von 28 Minuten umfasst. Am Anfang steht ..., in welchem
Akustikgitarre, Stimmen und sonderbare Geräusche zu hören sind. Die
Einleitung ist nett anzuhören, zumal die Gitarre gut gespielt wurde. Das
zweite Lied beginnt gleichfalls ruhig mittels der Akustikklampfe, doch
wandelt es sich recht bald zu Black Metal der melancholischen Sorte.
Der teilweise extrem verzerrte und eindringliche Kreischgesang, sowie
die Klargitarre und der langsame Rhythmus tragen oberflächlich zum
Antlitz des melancholisch anmutenden Black Metals bei. Doch es steckt
mehr dahinter, denn das Lied vollzieht noch wunderbare und interessante
Wandlungen, welche die anfängliche Melancholie zu Wahnsinn und
extremen Dark Metal ummünzen. So ist irgendwann überaus extremer
Kreischgesang zu hören, der in seiner Heftigkeit in Richtung Todesstoß
geht. Aber auch die musikalische Gestaltung ist gut und vielschichtig,
da Vrångbild eine eigenständige Mischung aus Klargitarre, kräftigen Gitarrenwänden sowie einem treibenden, rockigen Rhythmus spielt.
Das dritte Stück In einem Meer aus Schweiß und Scheiße besitzt
neben einigen düsteren, atmosphärischen Elementen, viel Grimmigkeit in
der Form eingängiger Geschwindigkeit. Es ist ein gutes Stück, da Vrångbild
hier den Wahn in einer anderen, nämlich aggressiven und harschen Form,
darstellt. Zum Abschluss kommt das Werk dann mit dem über zehn Minuten
währenden Über Wehr in Resignation. Hier ist erneut die
Akustikgitarre zu hören, die die erste Hälfte des Liedes ausfüllt.
Dieser Abschnitt wurde allerdings interessant gestaltet, da es
zusätzlich zur Akustikgitarre immer wieder bizarre Geräusche und
Klangformationen zu hören gibt. Die zweite Hälfte ist dann
abgrunddüsterer Dark Metal, der schleppend und schwer daher kommt. Die
Stimme ist anfänglich kein Kreischen, sondern eher ein dumpfes und
dunkles Stammeln, umgeben von schrägen und beklemmenden Melodien. Doch
das Lied baut immer mehr an Intensität auf, sodass aus dem Stammeln am
Ende ein heftiges Kreischen wird.
Wahn ist eine wunderbare Veröffentlichung, die mich bis auf
das erste, einleitende Stück, komplett in seinen Bann zieht. Der Name
Wahn passt perfekt zum musikalischen Inhalt. Die Musik ist intensiver
Dark Metal, der laut und heftig, leise und sanft, aber auch verschroben
und bizarr ist. Für mich ist Vrångbild mit Wahn ganz klar ein Geheimtipp, zumal es nur 117 Kopien gibt!
9/10
Aceust
01. ...
02. Verwegenheit: Stadt sei Feuer
03. In einem Meer aus Schweiß und Scheiße
04. Über Wehr in Resignation
http://www.n-kk.de.vu/
20.02.2009
Animo Aeger - Wolfsvisionen | 2009 | Nihilistische Klangkunst | Kassette | Black Metal
Nachdem mich Gråsjäl mit dem Dark Metal seiner anderen Gruppe Vrångbild verzaubern konnte, gibt es unter dem Banner Animo Aeger auf dieser ersten Demokassette Black Metal satt. Es wurde zwar gerade letzte Woche das Debütalbum Impuls über Ashen Productions veröffentlicht, doch widme ich mich zuvorderst Wolfsvisionen.
Die Kassette enthält keinerlei Angaben zu irgendwelchen Liednamen oder deren Anzahl, weshalb man Wolfsvisionen als Ganzes wahrnehmen und wirken lassen muss. Wie es sich für eine Demokassette gehört, ist der Klang etwas dumpf und roh. In den ruhigen und klaren Passagen sind die Töne allerdings recht sauber und differenziert zu hören. Der Black Metal, den Animo Aeger hier spielt, setzt sich in erster Linie aus relativ kurzen und heftigen Stücken zusammen, die durch hohes Tempo und schnelle, sowie teilweise unsaubere Gitarren auffallen. Dann und wann steuern die tiefen Töne etwas über, und der Gesang wechselt zwischen Black Metal typischem Gekreische und einer dunkleren, tiefen und kehligen Variante, die etwas an Death/Grind erinnert. Vereinzelt gibt es auch eine kurze, langsam gespielte Passage zu hören. Doch überwiegt das schnelle, heftige und ab und an chaotische Spiel. Irgendwann gibt es auch eine kurze, düstere Ambientpassage zu hören, welche mich ganz entfernt in ihrer obskuren Darbietung an Daktari Lorenz und seine geniale Filmmusik zu "Der Todesking" erinnert.
Wolfsvisionen ist guter Black Metal aus dem deutschen Untergrund, der über weite Strecken zwar roh, aggressiv, dreckig, laut, gemein und chaotisch ist, darüber hinaus aber auch ein paar wenige, gute dunkelatmosphärische Elemente besitzt. Allerdings werden nur die Wenigsten in den Genuss von Wolfsvisionen kommen, denn von der Kassette wurden lediglich 17 Stück gefertigt. Wenn das gerade erschienene Album allerdings ähnlich gut sein sollte, darf man wohl auf einiges gespannt sein.
7,5/10
Aceust
01. This reign, this shortest era
02. Rudimentary urges, perverted intensions
03. The beatle shall be able to isolate himself
04. Solch winz'ge Dimension
05. ...und alle Händchen graben mit
06. Matrizid: Gericht über 1 1/2 Kinder
07. Synthetic desire, industrial hate
http://www.n-kk.de.vu/
Animo Aeger - Impuls | 2009 | Ashen Productions | CD | Black Metal
Kürzlich konnte mich Animo Aeger mit dem Wolfsvisionen-Demo zum Gefangenen machen, welches vor allem rohen, aggressiven und dreckigen Black Metal bot. Nun liegt mir mit Impuls
das Debütalbum vor. Die Unterschiede zwischen dem Demo und dem Album
könnten dem ersten Augenschein nach kaum deutlicher sein, was ich
zunächst ein wenig bedauere. Denn von der wüsten Rohheit, der brutalen
und primitiven Heftigkeit des Demos, ist auf Impuls erst einmal
wenig zu finden. Am auffälligsten ist dies beim Klang, der nun nicht
mehr so laut, druckvoll, dreckig, warm und organisch ist. Der Klang ist
nun kühler, differenzierter und steriler. Alleine schon dadurch wirkt
das Material beileibe nicht so heftig und aggressiv wie auf Wolfsvisionen. Doch losgelöst vom überraschend anders klingenden Klang, offenbart sich Impuls als nicht minder intensiver und verstörender Black Metal.
Das Material ist nun weitaus vielfältiger und die Länge der einzelnen Lieder hat sich teilweise vervielfacht. Ashen Productions vergleicht Impuls sogar mit Bethlehem zu Zeiten von "S.U.i.Z.i.D". Der Vergleich mag insofern berechtigt sein, als dass Animo Aeger gleichfalls düstere, bizarre und obskure Elemente beinhaltet, die man ja von Gråsjäl ohnehin gewohnt ist (siehe Besprechung von Wolfsvisionen und Wahn). "S.U.i.Z.i.D" war damals allerdings schon sehr avantgardistisch, weshalb ich, wenn ich den Vergleich mit Bethlehem ziehe, lieber auf "Dark Metal" und "Dictius te Necare" verweisen würde. Denn Impuls ist durch und durch Black Metal, versetzt mit verstörenden Elementen. Diese spiegeln sich nicht nur in den eigenartigen Liednamen wieder, sondern eben auch in der Musik. Man kann Impuls als klanggewordenen Wahnsinn beschreiben. Es ist wunderbar, wie Animo Aeger bizarren Dark Metal, der obskure atmosphärische Anteile hat, mit kalten, rasenden und überaus hasserfüllten Black Metal kombiniert und abwechselt. Dazu passt auch der heftige und eindringliche Gesang, der zahlreiche Nuancen kennt und hervorragend mit der musikalischen Vielfalt harmoniert.
Auch wenn Impuls für mich ein kleines Meisterwerk ist, wird es sicherlich einige Leute geben, die hiermit nicht so viel anfangen können. Die Unterschiede sind teilweise extrem und diffizil, da Animo Aeger in dem einen Augenblick unkonventionellen, traditionellen Black Metal spielt, der roh, harsch und räudig ist, um dann im nächsten Moment auf bizarren, verzerrten und extremen Dark Metal umzuschalten. Genau das ist es aber, was mir so gut gefällt. Zudem gibt es auf Impuls wunderbare Riffs und Melodieführungen zu entdecken, die nicht immer ganz offensichtlich sind.
Impuls ist ein stimmungsgeladenes, in jeder Hinsicht vielfältiges und extremes Album, das gleichzeitig wahnsinnig, düster, harsch, roh, dunkelatmosphärisch, hasserfüllt und aggressiv ist. Wahrscheinlich ist es einer jenen Alben, das man entweder liebt oder hasst. Dazwischen gibt es nichts.
9/10
Aceust
01. Nuancen/Disparitäten: Das R-Kapitel
02. Den Laufstall zu brechen...
03. Verheissungsvolle Felder, geschuetzt von ebenjenem Eis
04. The box
05. Der Begriff der Reinheit, getränkt von Gräberschweiss
06. Grossstadtlyrik
07. Der maskierte Blinde
Das Material ist nun weitaus vielfältiger und die Länge der einzelnen Lieder hat sich teilweise vervielfacht. Ashen Productions vergleicht Impuls sogar mit Bethlehem zu Zeiten von "S.U.i.Z.i.D". Der Vergleich mag insofern berechtigt sein, als dass Animo Aeger gleichfalls düstere, bizarre und obskure Elemente beinhaltet, die man ja von Gråsjäl ohnehin gewohnt ist (siehe Besprechung von Wolfsvisionen und Wahn). "S.U.i.Z.i.D" war damals allerdings schon sehr avantgardistisch, weshalb ich, wenn ich den Vergleich mit Bethlehem ziehe, lieber auf "Dark Metal" und "Dictius te Necare" verweisen würde. Denn Impuls ist durch und durch Black Metal, versetzt mit verstörenden Elementen. Diese spiegeln sich nicht nur in den eigenartigen Liednamen wieder, sondern eben auch in der Musik. Man kann Impuls als klanggewordenen Wahnsinn beschreiben. Es ist wunderbar, wie Animo Aeger bizarren Dark Metal, der obskure atmosphärische Anteile hat, mit kalten, rasenden und überaus hasserfüllten Black Metal kombiniert und abwechselt. Dazu passt auch der heftige und eindringliche Gesang, der zahlreiche Nuancen kennt und hervorragend mit der musikalischen Vielfalt harmoniert.
Auch wenn Impuls für mich ein kleines Meisterwerk ist, wird es sicherlich einige Leute geben, die hiermit nicht so viel anfangen können. Die Unterschiede sind teilweise extrem und diffizil, da Animo Aeger in dem einen Augenblick unkonventionellen, traditionellen Black Metal spielt, der roh, harsch und räudig ist, um dann im nächsten Moment auf bizarren, verzerrten und extremen Dark Metal umzuschalten. Genau das ist es aber, was mir so gut gefällt. Zudem gibt es auf Impuls wunderbare Riffs und Melodieführungen zu entdecken, die nicht immer ganz offensichtlich sind.
Impuls ist ein stimmungsgeladenes, in jeder Hinsicht vielfältiges und extremes Album, das gleichzeitig wahnsinnig, düster, harsch, roh, dunkelatmosphärisch, hasserfüllt und aggressiv ist. Wahrscheinlich ist es einer jenen Alben, das man entweder liebt oder hasst. Dazwischen gibt es nichts.
9/10
Aceust
01. Nuancen/Disparitäten: Das R-Kapitel
02. Den Laufstall zu brechen...
03. Verheissungsvolle Felder, geschuetzt von ebenjenem Eis
04. The box
05. Der Begriff der Reinheit, getränkt von Gräberschweiss
06. Grossstadtlyrik
07. Der maskierte Blinde
15.02.2009
Various Artists - Lightnings Over The Burning Church (A Tribute To Moonblood) | 2009 | Thor's Hammer Productions | CD | Black Metal
Dies ist der erste offizielle Moonblood-Tribut-Tonträger. Allein diese
Tatsache dürfte wohl für viele Grund genug sein, sich diese CD zu
kaufen. Moonblood ist ohne Zweifel die einflussreichste und
sagenumwobenste Gruppe des deutschen Black Metals. Das Phänomen
Moonblood ist allerdings auch eine Erscheinung, die man manchmal
kritisch betrachten muss, da es einerseits zahllose Bootlegs gibt und
mit dem Markenname Moonblood vielerorts kommerzieller Ausverkauf
betrieben wird.
Auf diesem Tribut sind nun 12 Gruppen, zumeist roh aufspielend und aus dem absoluten Untergrund stammend, vertreten, die sich selbst zu Moonblood-Anhängern der ersten Stunde zählen. Ich selbst war zwar niemals ein großer Fan von Moonblood, obgleich ich das Album Blut und Krieg sehr zu schätzen weiß. Aus diesem Grund erwartete ich im Vorfeld auch nicht allzu viel von diesem Tribut und muss gestehen, dass ich insgesamt betrachtet, angenehm überrascht worden bin. Denn die Zusammenstellung der zwölf Gruppen ist überaus stimmig und ausgewogen. Beginnend mit dem ersten Beitrag und endend mit dem letzten, versprüht Lightnings over the burning church eine originäre, unverfälschte und authentische Atmosphäre, die dem Black Metal als solchen, aber auch Moonblood in jeder Hinsicht gerecht wird. Hier ist Black Metal noch Black Metal, frei von philosophischen Bereicherungen oder anderen künstlichen Faktoren. Es ist ein Tonträger wider den Trend.
Jede Band kann in gewisser Weise für sich genommen überzeugen, auch wenn die spielerischen Unterschiede zuweilen recht groß sind. Labatut beispielsweise spielt extrem roh, minimalistisch und primitiv. Das Original von der Split EP mit Asakku ist kaum zu erkennen, so wüst und krachproduzierend ist die Spielweise Labatuts. Doch im Kontext dieser Ehrerbietung passend und stimmig, deshalb überzeugend. Überraschend und gut empfinde ich Ravagars Interpretation von Blut und Krieg. Ich liebe die Version vom gleichnamigen Album. Ravagars Version ist viel extremer, sowohl klanglich als auch spielerisch. Dennoch wird die Atmosphäre vom Original in gewisser Weise eingefangen und wiedergegeben, mit der Vermischung eigener roher und extremer Akzente.
Es ist gar nicht nötig, auf jeden Beitrag einzeln einzugehen, da Lightnings over the burning chruch insgesamt absolut überzeugend ist. Den einzigen Schwachpunkt dieser Veröffentlichung mache ich dann auch in der Informationsarmut des Booklets aus. Dort steht lediglich, dass einige Lieder exklusiv für diese Veröffentlichung aufgenommen wurden. Doch um welche es sich genau handelt, bleibt offen. Ich würde mir eine exakte Auflistung wünschen, der zu entnehmen ist, welches Lied wo entnommen wurde.
9/10
Aceust
01. Evil - Burning in hell
02. Agazgul - Sarg und Tod Part II
03. Bagatur - A land where the sky is black
04. Perverse Monastyr - Under the goatmoon
05. Lycanthropy's Spell - Under the cold fullmoon
06. Nargaroth - The gates of eternity
07. Pagan Hellfire - In a bloody night of fullmoon
08. Ravagar - Blut und Krieg
09. Inferno - K smrti za zvuku ocelového pekla
10. Arkenstone - My evil soul
11. Rhûnhule - Bells of apocalypse
12. Labatut - Hordes of hate
http://www.thorshammerproductions.com/site/site.html
Auf diesem Tribut sind nun 12 Gruppen, zumeist roh aufspielend und aus dem absoluten Untergrund stammend, vertreten, die sich selbst zu Moonblood-Anhängern der ersten Stunde zählen. Ich selbst war zwar niemals ein großer Fan von Moonblood, obgleich ich das Album Blut und Krieg sehr zu schätzen weiß. Aus diesem Grund erwartete ich im Vorfeld auch nicht allzu viel von diesem Tribut und muss gestehen, dass ich insgesamt betrachtet, angenehm überrascht worden bin. Denn die Zusammenstellung der zwölf Gruppen ist überaus stimmig und ausgewogen. Beginnend mit dem ersten Beitrag und endend mit dem letzten, versprüht Lightnings over the burning church eine originäre, unverfälschte und authentische Atmosphäre, die dem Black Metal als solchen, aber auch Moonblood in jeder Hinsicht gerecht wird. Hier ist Black Metal noch Black Metal, frei von philosophischen Bereicherungen oder anderen künstlichen Faktoren. Es ist ein Tonträger wider den Trend.
Jede Band kann in gewisser Weise für sich genommen überzeugen, auch wenn die spielerischen Unterschiede zuweilen recht groß sind. Labatut beispielsweise spielt extrem roh, minimalistisch und primitiv. Das Original von der Split EP mit Asakku ist kaum zu erkennen, so wüst und krachproduzierend ist die Spielweise Labatuts. Doch im Kontext dieser Ehrerbietung passend und stimmig, deshalb überzeugend. Überraschend und gut empfinde ich Ravagars Interpretation von Blut und Krieg. Ich liebe die Version vom gleichnamigen Album. Ravagars Version ist viel extremer, sowohl klanglich als auch spielerisch. Dennoch wird die Atmosphäre vom Original in gewisser Weise eingefangen und wiedergegeben, mit der Vermischung eigener roher und extremer Akzente.
Es ist gar nicht nötig, auf jeden Beitrag einzeln einzugehen, da Lightnings over the burning chruch insgesamt absolut überzeugend ist. Den einzigen Schwachpunkt dieser Veröffentlichung mache ich dann auch in der Informationsarmut des Booklets aus. Dort steht lediglich, dass einige Lieder exklusiv für diese Veröffentlichung aufgenommen wurden. Doch um welche es sich genau handelt, bleibt offen. Ich würde mir eine exakte Auflistung wünschen, der zu entnehmen ist, welches Lied wo entnommen wurde.
9/10
Aceust
01. Evil - Burning in hell
02. Agazgul - Sarg und Tod Part II
03. Bagatur - A land where the sky is black
04. Perverse Monastyr - Under the goatmoon
05. Lycanthropy's Spell - Under the cold fullmoon
06. Nargaroth - The gates of eternity
07. Pagan Hellfire - In a bloody night of fullmoon
08. Ravagar - Blut und Krieg
09. Inferno - K smrti za zvuku ocelového pekla
10. Arkenstone - My evil soul
11. Rhûnhule - Bells of apocalypse
12. Labatut - Hordes of hate
http://www.thorshammerproductions.com/site/site.html
11.02.2009
Vidharr - Eclipse | 2009 | Helvete.ru | CD | Black Metal
Schnellen, kalten und mit giftigem Kreischgesang vorgetragenen Black Metal bekommt man von VIDHARR auf dem Debütalbum Eclipse
um die Ohren gehauen. Irgendwie fühle ich mich von VIDHARR an den
skandinavischen Black und Death Metal Mitte, Ende der 90iger Jahre
erinnert. Obwohl das Tempo von VIDHARR gerne sehr flott ist, wirkt das
Album aber niemals wirklich brutal. Dies liegt in erster Linie am
melodisch eingefärbten Spiel der Gitarren. Diese sind nämlich permanent
in Bewegung, wobei es aber nicht zu melodisch wird. VIDHARR hält
treffsicher und gekonnt die Waage zwischen melodischer Spielweise und
eisiger Kälte. Für ein erstes Album macht Eclipse zudem einen sehr flüssigen, stimmigen und professionellen Eindruck. Sowohl klanglich als auch spielerisch ist Eclipse eine sehr ausgereifte Veröffentlichung, die sich keine Schwächen leistet.
Eclipse ist ein gutes Album und sehr gelungener Einstand. Wer schnellen, kalten aber auch gitarrenbetonten, leicht melodischen Black Metal à la Diabolical von NAGLFAR mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.
7/10
Aceust
01. Syzygia
02. Demonstrate warfare
03. Self destructive paraphilia
04. Decay till extinction
05. Subverto
06. Doomsday event
07. Cold sickness
08. Labores solis
09. Irrlicht
http://www.helvete.ru/index_en.htm
Eclipse ist ein gutes Album und sehr gelungener Einstand. Wer schnellen, kalten aber auch gitarrenbetonten, leicht melodischen Black Metal à la Diabolical von NAGLFAR mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.
7/10
Aceust
01. Syzygia
02. Demonstrate warfare
03. Self destructive paraphilia
04. Decay till extinction
05. Subverto
06. Doomsday event
07. Cold sickness
08. Labores solis
09. Irrlicht
http://www.helvete.ru/index_en.htm
05.02.2009
Warwulf - Forgotten Dreams Of A Lost Empire | 2008 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
Die amerikanische Einmannband Warwulf zelebriert auf Forgotten dreams of a lost empire
rauen Black Metal, der nicht nur wegen des Seigneur Voland Covers an
einige französische Gruppen erinnert. Rhythmisch sind die Lieder
vorwiegend eingängig schnell gehalten, umrahmt von grell und rau
gestimmten Gitarren, deren Riffs und Melodieführungen oftmals kompakt
und mächtig im Raum stehen. Gerade der Klang der Gitarren und die Art
der Spielweise erinnern an Seigneur Voland und Konsorten. Manchmal
orientiert sich auch der Gesang stark an jene Gruppen. Wer diese Bands
mag, wird mit Forgotten dreams of a lost empire voll auf seine Kosten kommen. Zudem hört man es den Liedern nicht unbedingt an, dass es sich bei Warwulf
um eine Einmannband handelt. Das schnell hämmernde Schlagzeug hämmert
zwar zumeist monoton den Takt, aber es wirkt dabei nicht künstlich.
Lediglich die Kürze des eigenen Materials ist vielleicht beklagenswert, da abzüglich der Ein-und Ausklänge gerade mal drei echte Lieder vertreten sind. Unabhängig davon weiß das Demo jedoch zu überzeugen: Traditioneller, roher Black Metal ohne Firlefanz mit angenehm rauer Demoatmosphäre.
7/10
Aceust
01. Burning the traces of your past (Intro)
02. Glorification of war
03. Embracing the glory of A
04. Upon the ruins and ashes of our enemies
05. Shattered dreams and glass (Outro)
06. Aigle conquérant: Titus victorieux (Seigneur Voland Cover)
Lediglich die Kürze des eigenen Materials ist vielleicht beklagenswert, da abzüglich der Ein-und Ausklänge gerade mal drei echte Lieder vertreten sind. Unabhängig davon weiß das Demo jedoch zu überzeugen: Traditioneller, roher Black Metal ohne Firlefanz mit angenehm rauer Demoatmosphäre.
7/10
Aceust
01. Burning the traces of your past (Intro)
02. Glorification of war
03. Embracing the glory of A
04. Upon the ruins and ashes of our enemies
05. Shattered dreams and glass (Outro)
06. Aigle conquérant: Titus victorieux (Seigneur Voland Cover)
Vinternatt - In The Shades Of Oblivion | 2008 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
In the shades of oblivion ist kein neues Demo der slowenischen Gruppe Vinternatt, sondern beinhaltet die ersten beiden Demos The dawn of abolish und Moon in darkness. Die Seite A beginnt mit dem 2007 erschienenen The dawn of abolish. Das Titellied, welches den Anfang macht, fällt durch rohen aber streckenweise immer wieder melodisch gespielten Black Metal auf. Während der gesanglosen Parts, welche die melodischen sind, ist der dünne und kraftlose Klang besonders auffallend. An einzelnen Punkten hören sich die Gitarren sogar so an, als würde man die Abspielgeschwindigkeit der Spur minimal verändern. Das klingt ganz so, als würde das Band ein wenig eiern, was es jedoch nicht tut. Ansonsten ist das Titelstück ein langsam und zumeist melodisch gehaltenes Lied, dessen stark und kehlig verzerrter Gesang vor allem zur Rohheit beiträgt.
Klanglich ist Moon in darkness besser gelungen. Melodisch ist das Lied auch eingängiger und die Tempi wechseln zwischen langsam und eingängig schnell. In Eternally ist es dann sofort vom ersten Takt an stampfend und schnell. Der Klang ist zwar sehr roh und dumpf, doch während dieser stampfenden Schnelligkeit entwickelt Vinternatt eine traditionelle, grimmige und hasserfüllte Atmosphäre, wie man sie früher vor allem von den großen norwegischen Bands her kannte. Da verwundert es auch nicht, dass die beiden letzten Stücke der ersten Seite, zwei Cover von Darkthrone und Dimmu Borgir sind. Under a funeral moon ist gut gelungen und auch Under korpens vinger kann sich hören lassen, obgleich Vinternatt hier den Gesang weggelassen hat.
Auf der B-Seite entwickelt Vinternatt mit dem älteren Demo, eigenartigerweise, einen besseren, da fesselnden und rohen Demoklang. Der Klang ist noch immer roh und kraftlos, aber er gibt viel gelungener die Grimmigkeit wieder. Moon in darkness, ein schleppendes Lied mit eingängigen, aber prägnanten und kalten Riffs, klingt schön hasserfüllt und voller Groll. Selbiges gilt auch für Winternight, das jedoch von Beginn an schnell und treibend ist. Und auch der Rest weiß zu überzeugen. Roher, grimmiger und hasserfüllter Black Metal wird hier geboten, der sich ganz klar an alte Darkthrone orientiert. Gesanglich agiert Vinternatt zuweilen sogar so harsch und extrem, dass ich mich an „Black Hateful Metal“ von Veles erinnert fühle.
In the shades of oblivion ist sicherlich eine interessante Veröffentlichung, vor allem wegen der B-Seite mit dem Moon in darkness Demo. Die Seite A ist vor allem wegen der beiden Cover interessant. Wer Kassetten und norwegisch inspirierten Black Metal zu schätzen weiß, sollte hier womöglich einen Kauf in Erwägung ziehen.
6/10
Aceust
01. The dawn of abolish
02. Moon in darkness
03. Eternally
04. Under a funeral mooon (Darkthrone Cover)
05. Under korpens vinger (Dimmu Borgir Cover)
06. My emptiness
07. Moon in darkness
08. Winternight
09. Eternally
10. Desacrated silence
Misanthropy Legion - Devoid Of Humanity | 2007 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
Roh, simpel und vollkommen von Hass durchdrungen präsentiert sich Misanthropy Legion
auf dieser Demokassette. Die Rohheit resultiert sowohl aus der
klanglichen Darbietung als auch aus den einfachen Strukturen, denen
sich Misanthropy Legion offenbar bewusst hingibt. Jedenfalls möchte man mit kommerziellem Black Metal nichts zu tun haben.
Spieltechnisch reicht das Repertoire von langsam über mittelschnell bis sehr schnell. Das Schlagzeugspiel wird dabei auf das Nötigste reduziert, es erfüllt seinen Zweck und mehr auch nicht. An den Gitarren ist schon etwas mehr los, auch wenn gerade das Riffing während der eingängigen Parts überaus monoton und minimalistisch gehalten ist. Aber während der Breaks und Übergänge sind einige interessante Riffs und Melodieführungen zu hören, die so manches Mal ein wenig rockig wirken. Das markanteste Merkmal von Misanthropy Legion ist jedoch der extrem verzerrte und laute Kreischgesang, der zuweilen stark dem von Todesstoß ähnelt. Aus diesem eindringlichen Gesang bezieht Devoid of humanity auch seine hasserfüllte Atmosphäre.
Obwohl Devoid of humanity durch und durch schlicht und roh ist, kann man eine gewisse Überzeugungskraft nicht leugnen. Es ist eben einfacher Black Metal entgegen jedem Trend. Dass Misanthropy Legion auch anders kann, beweisen die Lieder auf der Myspaceseite, die absolut nichts mit Devoid of humanity gemeinsam haben.
6/10
Aceust
01. The south gate
02. Devoid of humanity
03. Ritualistic murder
04. Corpsefire
05. Into death
06. Antihuman
07. Emptiness and void
08. Vinternachten (A tribute)
09. Night of the wolf ('06 Rehearsal)
Spieltechnisch reicht das Repertoire von langsam über mittelschnell bis sehr schnell. Das Schlagzeugspiel wird dabei auf das Nötigste reduziert, es erfüllt seinen Zweck und mehr auch nicht. An den Gitarren ist schon etwas mehr los, auch wenn gerade das Riffing während der eingängigen Parts überaus monoton und minimalistisch gehalten ist. Aber während der Breaks und Übergänge sind einige interessante Riffs und Melodieführungen zu hören, die so manches Mal ein wenig rockig wirken. Das markanteste Merkmal von Misanthropy Legion ist jedoch der extrem verzerrte und laute Kreischgesang, der zuweilen stark dem von Todesstoß ähnelt. Aus diesem eindringlichen Gesang bezieht Devoid of humanity auch seine hasserfüllte Atmosphäre.
Obwohl Devoid of humanity durch und durch schlicht und roh ist, kann man eine gewisse Überzeugungskraft nicht leugnen. Es ist eben einfacher Black Metal entgegen jedem Trend. Dass Misanthropy Legion auch anders kann, beweisen die Lieder auf der Myspaceseite, die absolut nichts mit Devoid of humanity gemeinsam haben.
6/10
Aceust
01. The south gate
02. Devoid of humanity
03. Ritualistic murder
04. Corpsefire
05. Into death
06. Antihuman
07. Emptiness and void
08. Vinternachten (A tribute)
09. Night of the wolf ('06 Rehearsal)
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