Dies ist der erste offizielle Moonblood-Tribut-Tonträger. Allein diese
Tatsache dürfte wohl für viele Grund genug sein, sich diese CD zu
kaufen. Moonblood ist ohne Zweifel die einflussreichste und
sagenumwobenste Gruppe des deutschen Black Metals. Das Phänomen
Moonblood ist allerdings auch eine Erscheinung, die man manchmal
kritisch betrachten muss, da es einerseits zahllose Bootlegs gibt und
mit dem Markenname Moonblood vielerorts kommerzieller Ausverkauf
betrieben wird.
Auf diesem Tribut sind nun 12 Gruppen, zumeist roh aufspielend
und aus dem absoluten Untergrund stammend, vertreten, die sich selbst
zu Moonblood-Anhängern der ersten Stunde zählen. Ich selbst war zwar
niemals ein großer Fan von Moonblood, obgleich ich das Album Blut und
Krieg sehr zu schätzen weiß. Aus diesem Grund erwartete ich im Vorfeld
auch nicht allzu viel von diesem Tribut und muss gestehen, dass ich
insgesamt betrachtet, angenehm überrascht worden bin. Denn die
Zusammenstellung der zwölf Gruppen ist überaus stimmig und ausgewogen.
Beginnend mit dem ersten Beitrag und endend mit dem letzten, versprüht Lightnings over the burning church
eine originäre, unverfälschte und authentische Atmosphäre, die dem
Black Metal als solchen, aber auch Moonblood in jeder Hinsicht gerecht
wird. Hier ist Black Metal noch Black Metal, frei von philosophischen
Bereicherungen oder anderen künstlichen Faktoren. Es ist ein Tonträger
wider den Trend.
Jede Band kann in gewisser Weise für sich genommen überzeugen,
auch wenn die spielerischen Unterschiede zuweilen recht groß sind.
Labatut beispielsweise spielt extrem roh, minimalistisch und primitiv.
Das Original von der Split EP mit Asakku ist kaum zu erkennen, so wüst
und krachproduzierend ist die Spielweise Labatuts. Doch im Kontext
dieser Ehrerbietung passend und stimmig, deshalb überzeugend.
Überraschend und gut empfinde ich Ravagars Interpretation von Blut und
Krieg. Ich liebe die Version vom gleichnamigen Album. Ravagars Version
ist viel extremer, sowohl klanglich als auch spielerisch. Dennoch wird
die Atmosphäre vom Original in gewisser Weise eingefangen und
wiedergegeben, mit der Vermischung eigener roher und extremer Akzente.
Es ist gar nicht nötig, auf jeden Beitrag einzeln einzugehen, da Lightnings over the burning chruch
insgesamt absolut überzeugend ist. Den einzigen Schwachpunkt dieser
Veröffentlichung mache ich dann auch in der Informationsarmut des
Booklets aus. Dort steht lediglich, dass einige Lieder exklusiv für
diese Veröffentlichung aufgenommen wurden. Doch um welche es sich genau
handelt, bleibt offen. Ich würde mir eine exakte Auflistung wünschen,
der zu entnehmen ist, welches Lied wo entnommen wurde.
9/10
Aceust
01. Evil - Burning in hell
02. Agazgul - Sarg und Tod Part II
03. Bagatur - A land where the sky is black
04. Perverse Monastyr - Under the goatmoon
05. Lycanthropy's Spell - Under the cold fullmoon
06. Nargaroth - The gates of eternity
07. Pagan Hellfire - In a bloody night of fullmoon
08. Ravagar - Blut und Krieg
09. Inferno - K smrti za zvuku ocelového pekla
10. Arkenstone - My evil soul
11. Rhûnhule - Bells of apocalypse
12. Labatut - Hordes of hate
http://www.thorshammerproductions.com/site/site.html
15.02.2009
11.02.2009
Vidharr - Eclipse | 2009 | Helvete.ru | CD | Black Metal
Schnellen, kalten und mit giftigem Kreischgesang vorgetragenen Black Metal bekommt man von VIDHARR auf dem Debütalbum Eclipse
um die Ohren gehauen. Irgendwie fühle ich mich von VIDHARR an den
skandinavischen Black und Death Metal Mitte, Ende der 90iger Jahre
erinnert. Obwohl das Tempo von VIDHARR gerne sehr flott ist, wirkt das
Album aber niemals wirklich brutal. Dies liegt in erster Linie am
melodisch eingefärbten Spiel der Gitarren. Diese sind nämlich permanent
in Bewegung, wobei es aber nicht zu melodisch wird. VIDHARR hält
treffsicher und gekonnt die Waage zwischen melodischer Spielweise und
eisiger Kälte. Für ein erstes Album macht Eclipse zudem einen sehr flüssigen, stimmigen und professionellen Eindruck. Sowohl klanglich als auch spielerisch ist Eclipse eine sehr ausgereifte Veröffentlichung, die sich keine Schwächen leistet.
Eclipse ist ein gutes Album und sehr gelungener Einstand. Wer schnellen, kalten aber auch gitarrenbetonten, leicht melodischen Black Metal à la Diabolical von NAGLFAR mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.
7/10
Aceust
01. Syzygia
02. Demonstrate warfare
03. Self destructive paraphilia
04. Decay till extinction
05. Subverto
06. Doomsday event
07. Cold sickness
08. Labores solis
09. Irrlicht
http://www.helvete.ru/index_en.htm
Eclipse ist ein gutes Album und sehr gelungener Einstand. Wer schnellen, kalten aber auch gitarrenbetonten, leicht melodischen Black Metal à la Diabolical von NAGLFAR mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.
7/10
Aceust
01. Syzygia
02. Demonstrate warfare
03. Self destructive paraphilia
04. Decay till extinction
05. Subverto
06. Doomsday event
07. Cold sickness
08. Labores solis
09. Irrlicht
http://www.helvete.ru/index_en.htm
05.02.2009
Warwulf - Forgotten Dreams Of A Lost Empire | 2008 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
Die amerikanische Einmannband Warwulf zelebriert auf Forgotten dreams of a lost empire
rauen Black Metal, der nicht nur wegen des Seigneur Voland Covers an
einige französische Gruppen erinnert. Rhythmisch sind die Lieder
vorwiegend eingängig schnell gehalten, umrahmt von grell und rau
gestimmten Gitarren, deren Riffs und Melodieführungen oftmals kompakt
und mächtig im Raum stehen. Gerade der Klang der Gitarren und die Art
der Spielweise erinnern an Seigneur Voland und Konsorten. Manchmal
orientiert sich auch der Gesang stark an jene Gruppen. Wer diese Bands
mag, wird mit Forgotten dreams of a lost empire voll auf seine Kosten kommen. Zudem hört man es den Liedern nicht unbedingt an, dass es sich bei Warwulf
um eine Einmannband handelt. Das schnell hämmernde Schlagzeug hämmert
zwar zumeist monoton den Takt, aber es wirkt dabei nicht künstlich.
Lediglich die Kürze des eigenen Materials ist vielleicht beklagenswert, da abzüglich der Ein-und Ausklänge gerade mal drei echte Lieder vertreten sind. Unabhängig davon weiß das Demo jedoch zu überzeugen: Traditioneller, roher Black Metal ohne Firlefanz mit angenehm rauer Demoatmosphäre.
7/10
Aceust
01. Burning the traces of your past (Intro)
02. Glorification of war
03. Embracing the glory of A
04. Upon the ruins and ashes of our enemies
05. Shattered dreams and glass (Outro)
06. Aigle conquérant: Titus victorieux (Seigneur Voland Cover)
Lediglich die Kürze des eigenen Materials ist vielleicht beklagenswert, da abzüglich der Ein-und Ausklänge gerade mal drei echte Lieder vertreten sind. Unabhängig davon weiß das Demo jedoch zu überzeugen: Traditioneller, roher Black Metal ohne Firlefanz mit angenehm rauer Demoatmosphäre.
7/10
Aceust
01. Burning the traces of your past (Intro)
02. Glorification of war
03. Embracing the glory of A
04. Upon the ruins and ashes of our enemies
05. Shattered dreams and glass (Outro)
06. Aigle conquérant: Titus victorieux (Seigneur Voland Cover)
Vinternatt - In The Shades Of Oblivion | 2008 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
In the shades of oblivion ist kein neues Demo der slowenischen Gruppe Vinternatt, sondern beinhaltet die ersten beiden Demos The dawn of abolish und Moon in darkness. Die Seite A beginnt mit dem 2007 erschienenen The dawn of abolish. Das Titellied, welches den Anfang macht, fällt durch rohen aber streckenweise immer wieder melodisch gespielten Black Metal auf. Während der gesanglosen Parts, welche die melodischen sind, ist der dünne und kraftlose Klang besonders auffallend. An einzelnen Punkten hören sich die Gitarren sogar so an, als würde man die Abspielgeschwindigkeit der Spur minimal verändern. Das klingt ganz so, als würde das Band ein wenig eiern, was es jedoch nicht tut. Ansonsten ist das Titelstück ein langsam und zumeist melodisch gehaltenes Lied, dessen stark und kehlig verzerrter Gesang vor allem zur Rohheit beiträgt.
Klanglich ist Moon in darkness besser gelungen. Melodisch ist das Lied auch eingängiger und die Tempi wechseln zwischen langsam und eingängig schnell. In Eternally ist es dann sofort vom ersten Takt an stampfend und schnell. Der Klang ist zwar sehr roh und dumpf, doch während dieser stampfenden Schnelligkeit entwickelt Vinternatt eine traditionelle, grimmige und hasserfüllte Atmosphäre, wie man sie früher vor allem von den großen norwegischen Bands her kannte. Da verwundert es auch nicht, dass die beiden letzten Stücke der ersten Seite, zwei Cover von Darkthrone und Dimmu Borgir sind. Under a funeral moon ist gut gelungen und auch Under korpens vinger kann sich hören lassen, obgleich Vinternatt hier den Gesang weggelassen hat.
Auf der B-Seite entwickelt Vinternatt mit dem älteren Demo, eigenartigerweise, einen besseren, da fesselnden und rohen Demoklang. Der Klang ist noch immer roh und kraftlos, aber er gibt viel gelungener die Grimmigkeit wieder. Moon in darkness, ein schleppendes Lied mit eingängigen, aber prägnanten und kalten Riffs, klingt schön hasserfüllt und voller Groll. Selbiges gilt auch für Winternight, das jedoch von Beginn an schnell und treibend ist. Und auch der Rest weiß zu überzeugen. Roher, grimmiger und hasserfüllter Black Metal wird hier geboten, der sich ganz klar an alte Darkthrone orientiert. Gesanglich agiert Vinternatt zuweilen sogar so harsch und extrem, dass ich mich an „Black Hateful Metal“ von Veles erinnert fühle.
In the shades of oblivion ist sicherlich eine interessante Veröffentlichung, vor allem wegen der B-Seite mit dem Moon in darkness Demo. Die Seite A ist vor allem wegen der beiden Cover interessant. Wer Kassetten und norwegisch inspirierten Black Metal zu schätzen weiß, sollte hier womöglich einen Kauf in Erwägung ziehen.
6/10
Aceust
01. The dawn of abolish
02. Moon in darkness
03. Eternally
04. Under a funeral mooon (Darkthrone Cover)
05. Under korpens vinger (Dimmu Borgir Cover)
06. My emptiness
07. Moon in darkness
08. Winternight
09. Eternally
10. Desacrated silence
Misanthropy Legion - Devoid Of Humanity | 2007 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
Roh, simpel und vollkommen von Hass durchdrungen präsentiert sich Misanthropy Legion
auf dieser Demokassette. Die Rohheit resultiert sowohl aus der
klanglichen Darbietung als auch aus den einfachen Strukturen, denen
sich Misanthropy Legion offenbar bewusst hingibt. Jedenfalls möchte man mit kommerziellem Black Metal nichts zu tun haben.
Spieltechnisch reicht das Repertoire von langsam über mittelschnell bis sehr schnell. Das Schlagzeugspiel wird dabei auf das Nötigste reduziert, es erfüllt seinen Zweck und mehr auch nicht. An den Gitarren ist schon etwas mehr los, auch wenn gerade das Riffing während der eingängigen Parts überaus monoton und minimalistisch gehalten ist. Aber während der Breaks und Übergänge sind einige interessante Riffs und Melodieführungen zu hören, die so manches Mal ein wenig rockig wirken. Das markanteste Merkmal von Misanthropy Legion ist jedoch der extrem verzerrte und laute Kreischgesang, der zuweilen stark dem von Todesstoß ähnelt. Aus diesem eindringlichen Gesang bezieht Devoid of humanity auch seine hasserfüllte Atmosphäre.
Obwohl Devoid of humanity durch und durch schlicht und roh ist, kann man eine gewisse Überzeugungskraft nicht leugnen. Es ist eben einfacher Black Metal entgegen jedem Trend. Dass Misanthropy Legion auch anders kann, beweisen die Lieder auf der Myspaceseite, die absolut nichts mit Devoid of humanity gemeinsam haben.
6/10
Aceust
01. The south gate
02. Devoid of humanity
03. Ritualistic murder
04. Corpsefire
05. Into death
06. Antihuman
07. Emptiness and void
08. Vinternachten (A tribute)
09. Night of the wolf ('06 Rehearsal)
Spieltechnisch reicht das Repertoire von langsam über mittelschnell bis sehr schnell. Das Schlagzeugspiel wird dabei auf das Nötigste reduziert, es erfüllt seinen Zweck und mehr auch nicht. An den Gitarren ist schon etwas mehr los, auch wenn gerade das Riffing während der eingängigen Parts überaus monoton und minimalistisch gehalten ist. Aber während der Breaks und Übergänge sind einige interessante Riffs und Melodieführungen zu hören, die so manches Mal ein wenig rockig wirken. Das markanteste Merkmal von Misanthropy Legion ist jedoch der extrem verzerrte und laute Kreischgesang, der zuweilen stark dem von Todesstoß ähnelt. Aus diesem eindringlichen Gesang bezieht Devoid of humanity auch seine hasserfüllte Atmosphäre.
Obwohl Devoid of humanity durch und durch schlicht und roh ist, kann man eine gewisse Überzeugungskraft nicht leugnen. Es ist eben einfacher Black Metal entgegen jedem Trend. Dass Misanthropy Legion auch anders kann, beweisen die Lieder auf der Myspaceseite, die absolut nichts mit Devoid of humanity gemeinsam haben.
6/10
Aceust
01. The south gate
02. Devoid of humanity
03. Ritualistic murder
04. Corpsefire
05. Into death
06. Antihuman
07. Emptiness and void
08. Vinternachten (A tribute)
09. Night of the wolf ('06 Rehearsal)
Kramthal - At The Dawn Of Kramthal | 2007 | Thor's Hammer Productions | Kassette | Black Metal
At the dawn of Kramthal ist die erste und bisher auch einzige Veröffentlichung von Kramthal,
einem spanischen Projekt, welches regionale Einflüsse mit Black Metal
verbindet. Dadurch entsteht ein eigenständiges
Black-Pagan-Metal-Gemisch, das unter anderem mit Astaarth zu
vergleichen ist. At the dawn of Kramthal enthählt sowohl sehr rohe, eingängige als auch harsche Momente und Parts. Ebenso widmet sich Kramthal
auch den melodischen Folk- und Pagan-Strömungen. Diese äußern sich in
melodischen, folkloristischen Melodieführungen an den Gitarren und
vereinzelten klaren Gesängen. Kramthal übertreibt es
dabei allerdings nicht, die Melodien sind nicht zu überschwänglich,
weshalb das Material für meinen Geschmack auch nicht zu sehr nach Pagan
Metal klingt. Und dann sind da ja auch noch die harten und schnellen
Passagen, die zwar nicht brachial oder aggressiv sind, aber dem Ganzen
einen schroffen und grimmigen Schliff verleihen.
At the dawn of Kramthal ist nichts Besonderes oder Neues, aber in jedem Fall grundsolide Kost für all jene, die Bands wie Astaarth oder Xerión mögen.
6/10
Aceust
01. Halmtrak!
02. Song of the fallen hero
03. Ode to my mortal sword
04. Let my soul fly again
05. Interludium
06. At the dawn of Kramthal
07. Postludium
At the dawn of Kramthal ist nichts Besonderes oder Neues, aber in jedem Fall grundsolide Kost für all jene, die Bands wie Astaarth oder Xerión mögen.
6/10
Aceust
01. Halmtrak!
02. Song of the fallen hero
03. Ode to my mortal sword
04. Let my soul fly again
05. Interludium
06. At the dawn of Kramthal
07. Postludium
04.02.2009
Valkyrja - The Invocation Of Demise | 2008 | Ancient Dreams | Kassette | Black Metal
Ancient Dreams hat sich der Kassettenversion des Debütalbums von Valkyrja
angemommen, welches 2007 über Northern Silence verlegt wurde. Für
Kassettenliebhaber in jedem Fall eine interessante Erscheinung, da Valkyrja
guten und gefälligen, schwedischen Black Metal spielt. Hauptaugenmerk
wird dabei auf die Kombination von rasender Geschwindigkeit mit
melodischem Gitarrenspiel gelegt. Die Gitarren werden sehr
abwechslungsreich gespielt und sind stets souverän. Weder während der
rasend schnellen Parts, wo schnelles und präzises Riffing zu hören ist,
noch bei den ruhigeren und atmosphärischen Einlagen, sind Schwächen zu
erkennen. Die melodische Betonung ist zwar allgegenwärtig, allerdings
niemals überbordend. Das ist schon beachtlich, da es viele Bands gibt,
vor allem junge Bands im Demostadium, die probieren, lebendiges und
melodisches Gitarrenspiel mit Tempo und Härte zu verbinden, was nur
selten überzeugend gelingt. Anders ist es bei Valkyrja und The invocation of demise. Den beiden Gitarristen gelingt es, durchgängig durch gutes, wohlklingendes und packendes Spiel durch das Album zu geleiten.
Stellenweise entwickelt Valkyrja sogar eine orthodoxe Atmosphäre, was aber nicht allein an der Spielweise liegt, sondern auch im Klang und im Gesang begründet ist. Der Gesang ist lediglich minimal, also zweckmäßig verzerrt, und wirkt dadurch, auch weil er stets sehr verständlich ist, wie ein grimmiges Knurren. Manchmal wirkt Valkyrja wie eine gute und eigenständige Mischung aus Watain und Dissection.
The invocation of demise ist ein Album, das von Anfang bis Ende ein gleich bleibend hohes Niveau bietet. Lediglich in der Mitte, mit The vigil, gibt es eine leichte Schwäche. Das Lied fällt auch etwas aus dem Rahmen, wobei der kraftvolle und schleppende Anfang noch ansprechend ist. Doch irgendwann geht dieser kraftvolle Auftakt in eine seichte und regelrecht liebliche Langsamkeit über, die am Ende von einem sanften und gefühlvollen Soli gekrönt wird. So hört sich vielleicht eine Rockballade an, aber nicht schwedischer Black Metal. Aber dennoch ist es ein schönes Album, das mit jedem Durchgang besser gefällt.
8/10
Aceust
01. Origin reversed!
02. As everything rupture
03. Plague death
04. The vigil
05. Twilight revelation
06. On stillborn wings
07. Sinister obsession
08. Purification and demise
09. Frostland
Stellenweise entwickelt Valkyrja sogar eine orthodoxe Atmosphäre, was aber nicht allein an der Spielweise liegt, sondern auch im Klang und im Gesang begründet ist. Der Gesang ist lediglich minimal, also zweckmäßig verzerrt, und wirkt dadurch, auch weil er stets sehr verständlich ist, wie ein grimmiges Knurren. Manchmal wirkt Valkyrja wie eine gute und eigenständige Mischung aus Watain und Dissection.
The invocation of demise ist ein Album, das von Anfang bis Ende ein gleich bleibend hohes Niveau bietet. Lediglich in der Mitte, mit The vigil, gibt es eine leichte Schwäche. Das Lied fällt auch etwas aus dem Rahmen, wobei der kraftvolle und schleppende Anfang noch ansprechend ist. Doch irgendwann geht dieser kraftvolle Auftakt in eine seichte und regelrecht liebliche Langsamkeit über, die am Ende von einem sanften und gefühlvollen Soli gekrönt wird. So hört sich vielleicht eine Rockballade an, aber nicht schwedischer Black Metal. Aber dennoch ist es ein schönes Album, das mit jedem Durchgang besser gefällt.
8/10
Aceust
01. Origin reversed!
02. As everything rupture
03. Plague death
04. The vigil
05. Twilight revelation
06. On stillborn wings
07. Sinister obsession
08. Purification and demise
09. Frostland
Dråpsnatt - I Denna Skog | 2009 | Frostscald Records | CD | Black Folk Metal
Schwedische Bands, die über Frostscald Records ihre Musik
veröffentlichen, das ist ja beinahe mein Hauptfeld geworden, das ich
bei Hateful Metal beackere. Midvinter, Skogen und zuletzt Domgård
haben mich nicht enttäuscht, die Kombination scheint zu funktionieren
und wie heißt es im Fußball so schön - „Never change a winning team“. Dråpsnatt lieferten 2009 und 2010 jeweils ein Album ab, I Denna Skog machte
den Anfang. Wie üblich gibt es an der Aufmachung bei Frostscald
Records nichts auszusetzen. Wer Schwedisch beherrscht, der darf sich an
den Texten erfreuen, für den Rest gibt’s immerhin Landschaftsbilder.
Ich sag es ja, die Kombination haut einfach hin – jede schwedische Band, die mir bisher aus dem Hause Frostscald Records unterkam, gefiel mir und Dråpsnatt knüpfen da nahtlos an. Die Musik wird ganz unkompliziert als Black/Folk Metal beschrieben und das schwedische Erbe sowie die heimatliche Natur haben ganz offensichtlich Einfluss auf das musikalische Schaffen. Bei den großen Altvorderen des schwedischen Düstermetalls haben Dråpsnatt schon mal nicht einfach dreist abgekupfert, zumindest entsteht bei mir nicht dieser Eindruck. Der schwarzmetallische Anteil überwiegt, die Folk-Einflüsse sind unter anderem beim angenehmen Klargesang und unverzerrten Gitarren auszumachen. Für sich genommen ist der Black Metal nichts Besonderes, öfters geht es in melodisch-flotter Schwedenmanier zur Sache, aber an mancher Stelle kommen mir sogar Hellhammer/Celtic Frost in den Sinn, was die Rhythmik angeht. Von der Klangqualität und der Atmosphäre liegen zwischen den Bands selbstverständlich Welten! Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail und das trifft auf I Denna Skog ebenfalls zu. Immer wieder werden die BM-Riffs durch dezent experimentell wirkendes Gitarrenspiel begleitet oder abgelöst, das macht schon mal einiges aus. „Dezent“ habe ich bewusst geschrieben, denn es ist kein bahnbrechendes Experiment, unverzerrte, mit Effekten angereicherte Gitarrenspuren über die verzerrten zu legen. So wie hier verwendet wirkt es aber nicht alltäglich und ist ein Detail, das Dråpsnatt ausmacht. In einem Interview konnte ich erfahren, daß ein Bandmitglied aus dem klassischen Bereich kommt und erst später zum Black Metal fand. Diese Information ist in der Hinsicht relevant, da man im Keyboardspiel durchaus klassische Nuancen feststellen kann. Für I Denna Skog ist das Keyboard unentbehrlich - ob bei ruhigen Zwischenspielen oder als Begleitung, ohne Keyboard würde dem Album was Entscheidendes fehlen!
Dråpsnatt hinterlassen bei mir einen guten Eindruck, soviel kann ich nach mehreren Rotationen sagen. Wer auf einen neuen Meilenstein aus Schweden wartet, sollte es sich bequem machen, denn diesen liefern die beiden Schweden mit I Denna Skog nicht ab. Wer seine Ansprüche aber auf gute – wenn auch gewohnte – Kost mit einigen eigenwilligen Feinheiten reduzieren kann, der darf ein Probehören riskieren.
7,5/10
Der Einsiedler
01. I denna skog
02. Under fullmånens sken
03. Orostider
04. Av jord är du kommen
05. Fader frost
06. En sista vandring
07. I evig tid
08. Han faller plågad ned
09. Ett sista andetag
Ich sag es ja, die Kombination haut einfach hin – jede schwedische Band, die mir bisher aus dem Hause Frostscald Records unterkam, gefiel mir und Dråpsnatt knüpfen da nahtlos an. Die Musik wird ganz unkompliziert als Black/Folk Metal beschrieben und das schwedische Erbe sowie die heimatliche Natur haben ganz offensichtlich Einfluss auf das musikalische Schaffen. Bei den großen Altvorderen des schwedischen Düstermetalls haben Dråpsnatt schon mal nicht einfach dreist abgekupfert, zumindest entsteht bei mir nicht dieser Eindruck. Der schwarzmetallische Anteil überwiegt, die Folk-Einflüsse sind unter anderem beim angenehmen Klargesang und unverzerrten Gitarren auszumachen. Für sich genommen ist der Black Metal nichts Besonderes, öfters geht es in melodisch-flotter Schwedenmanier zur Sache, aber an mancher Stelle kommen mir sogar Hellhammer/Celtic Frost in den Sinn, was die Rhythmik angeht. Von der Klangqualität und der Atmosphäre liegen zwischen den Bands selbstverständlich Welten! Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail und das trifft auf I Denna Skog ebenfalls zu. Immer wieder werden die BM-Riffs durch dezent experimentell wirkendes Gitarrenspiel begleitet oder abgelöst, das macht schon mal einiges aus. „Dezent“ habe ich bewusst geschrieben, denn es ist kein bahnbrechendes Experiment, unverzerrte, mit Effekten angereicherte Gitarrenspuren über die verzerrten zu legen. So wie hier verwendet wirkt es aber nicht alltäglich und ist ein Detail, das Dråpsnatt ausmacht. In einem Interview konnte ich erfahren, daß ein Bandmitglied aus dem klassischen Bereich kommt und erst später zum Black Metal fand. Diese Information ist in der Hinsicht relevant, da man im Keyboardspiel durchaus klassische Nuancen feststellen kann. Für I Denna Skog ist das Keyboard unentbehrlich - ob bei ruhigen Zwischenspielen oder als Begleitung, ohne Keyboard würde dem Album was Entscheidendes fehlen!
Dråpsnatt hinterlassen bei mir einen guten Eindruck, soviel kann ich nach mehreren Rotationen sagen. Wer auf einen neuen Meilenstein aus Schweden wartet, sollte es sich bequem machen, denn diesen liefern die beiden Schweden mit I Denna Skog nicht ab. Wer seine Ansprüche aber auf gute – wenn auch gewohnte – Kost mit einigen eigenwilligen Feinheiten reduzieren kann, der darf ein Probehören riskieren.
7,5/10
Der Einsiedler
01. I denna skog
02. Under fullmånens sken
03. Orostider
04. Av jord är du kommen
05. Fader frost
06. En sista vandring
07. I evig tid
08. Han faller plågad ned
09. Ett sista andetag
Abonnieren
Posts (Atom)






