Es ist das siebte Jahr des Bestehens Moredhels und Hades revenit
stellt die inzwischen vierte Demoveröffentlichung dar. In der Zeit gab
es viele Liveauftritte und Besatzungswechsel, doch mit Hades revenit ist den Ingolstädtern ein überraschendes Demo gelungen. Moredhel steht zwar seit jeher für hasserfüllten, rohen und aggressiven Black Metal, doch gelang es bisher nie so gut, wie mit Hades revenit. Im Vergleich zum letzten Demo Klänge des Triumphs
wurde der Klang wesentlich verbessert. Vor allem die Gitarren klingen
nun nicht mehr so grell und überaus präsent, auch die Lautstärke des
Gesanges wurde besser abgemischt. Dadurch wirkt die Musik zwar nicht
mehr ganz so extrem und roh, doch dafür kommen einzelne Feinheiten
besser zur Geltung, was letztlich auch der Atmosphäre dienlich ist.
Moredhel spielt auf Hades revenit kompromisslosen sowie hasserfüllten Black Metal ohne Firlefanz. So gibt es bis auf das Intro
auch keine atmosphärischen Parts die das Ganze auflockern sollen. Die
Lieder sind direkt und geradeaus, wobei man nicht in starrer Monotonie
drauflos prügelt. Sowohl rhythmisch als auch an den Saiteninstrumenten
gibt man sich bis zu einem gewissen Grat abwechslungsreich.
Schnelligkeit und Heftigkeit ist allerdings ganz klar die
vorherrschende Stoßrichtung. Einzig im längsten Lied Le voyage de mes pensées
wird die Heftigkeit zurückgenommen, wobei trotz des mittelschnelles
Tempos und des guten, leicht melodischen Riffings, Hass und
Eindringlichkeit latent zu spüren sind.
Ein interessanter und abrundender Aspekt ist das Sodom Cover Gomorrah. Statt, wie üblich, Darkthrone, Burzum oder Hellhammer nachzuspielen, gibt es von Moredhel
hier eine heftige Thrash-Granate. Moredhels Version ist natürlich
roher und aufgrund des Gesanges hasserfüllter, doch kommt dies in
dieser Black-Metal-Version sehr gut rüber.
Hades revenit ist das bisher beste Demo von Moredhel,
sowohl klanglich als auch strukturell. Manchmal übersteuert das
Schlagzeug zwar zu sehr, sodass es zu einem dumpfen, basslastigen
Wummern wird, doch passt dies ganz gut zur energischen
Eindringlichkeit.
7/10
Aceust
01. Intro
02. Victory march of the black phalanx
03. Niedergang
04. Moredhel
05. Black Metal is blood is Satan
06. Le voyage de mes pensées
07. Gomorrah (Sodom Cover)
23.01.2009
20.01.2009
Fen - The Malediction Fields | 2009 | Code666 | CD | Black Metal
The malediction fields ist das Debütalbum der englischen Gruppe Fen,
die atmosphärischen Black Metal spielt, wie er zurzeit wohl sehr
angesagt ist. Mit den beiden ersten Titeln fährt die Band auf dieser
Schiene auch noch ganz passabel. Verzerrter, ein wenig heiser
klingender Kreischgesang wird mit grellen Gitarrenwänden und
verschiedenen Tempi kombiniert. Hier und da sind klare Akustikparts zu
hören. So weit ist alles noch im grünen Bereich, doch mit dem dritten
Stück, Colossal voids, wird alles zunichte gemacht. Das
achteinhalb Minuten lange Lied überrascht durch extrem seichte Klänge
mit klarem Gesang und unverzerrten Gitarren. Ich habe nichts gegen
solche Musik an sich, aber in dieser Kombination mit harschem
Black-Metal-Gesang und grellen Gitarren empfinde ich diese
Post-Rock-Einflüsse mehr als unpassend. Zumal der klare Gesang in Colossal voids sehr sanft und zerbrechlich wirkt, was mich gar nicht anspricht.
Und so geht es dann auch auf dem kompletten Album weiter. Es wechselt sich roher, durchaus guter Black Metal, mit einer Vielzahl an klaren und atmosphärischen Unterbrechungen ab. Mal ist es Post Rock, mal ist es Ambient und auch etwas Folk fehlt nicht. Diese Mischung gefällt mir gar nicht, obgleich die einzelnen Elemente für sich allein genommen durchaus etwas haben. Nur ist es die Vermischung, der Wechsel zwischen diesen Stilrichtungen, der mir missfällt. Ich bin mir sehr sicher, dass The malediction fields ein sehr erfolgreiches Album werden wird, weil Fen wohl genau das spielt, was viele derzeit hören wollen. Für Freunde von Bands wie Alcest oder Agalloch sicherlich empfehlenswert, auch für all jene, die atmosphärischen Black Metal generell mögen und solchen Vermischungen nicht so abgeneigt sind wie ich.
5/10
Aceust
01. Exile's journey
02. A witness to the passing of aeons
03. Colossal voids
04. As buried spirits stir
05. The warren
06. Lashed by storm
07. Bereft
Und so geht es dann auch auf dem kompletten Album weiter. Es wechselt sich roher, durchaus guter Black Metal, mit einer Vielzahl an klaren und atmosphärischen Unterbrechungen ab. Mal ist es Post Rock, mal ist es Ambient und auch etwas Folk fehlt nicht. Diese Mischung gefällt mir gar nicht, obgleich die einzelnen Elemente für sich allein genommen durchaus etwas haben. Nur ist es die Vermischung, der Wechsel zwischen diesen Stilrichtungen, der mir missfällt. Ich bin mir sehr sicher, dass The malediction fields ein sehr erfolgreiches Album werden wird, weil Fen wohl genau das spielt, was viele derzeit hören wollen. Für Freunde von Bands wie Alcest oder Agalloch sicherlich empfehlenswert, auch für all jene, die atmosphärischen Black Metal generell mögen und solchen Vermischungen nicht so abgeneigt sind wie ich.
5/10
Aceust
01. Exile's journey
02. A witness to the passing of aeons
03. Colossal voids
04. As buried spirits stir
05. The warren
06. Lashed by storm
07. Bereft
Traumatic Voyage - Cogito Ergo Sum | 2008 | Merciless Records | CD | Dark Metal
Nachdem sich Merciless Records bereits dem 2006er Album Khiaoscuro annahm, hat das Label nun auch das bereits 1998 aufgenommene Werk Cogito ergo sum veröffentlicht. Laut Astorian, dem Alleinherrscher von Traumatic Voyage,
sei dieses Werk sein absoluter Egotrip und er geht davon aus, dass
niemand befähigt ist, dieses Werk zu verstehen. Beachtet man diese
misanthropische Selbstverherrlichung nicht weiter und man ist düsterer
experimenteller Musik nicht abgeneigt, kann man mit Cogito ergo sum seine Freuden haben. Im direkten Vergleich zu Khiaoscuro ist Cogito ergo sum
atmosphärischer und melodischer ausgefallen, was mir besser gefällt.
Die Strukturen sind diesmal nicht so oft so komplex und aufgeladen an
schnellen, kompakten Arrangements. Dies hat zur Folge, dass ich
schneller in die Musik und deren bizarre Klanglandschaften hinein
finde. So manches Mal sind aber auch auf Cogito ergo sum sehr
eigenwillige, technische und anstrengende Strukturen zu hören, die
nicht immer einfach zu ertragen sind. Doch sind solche Parts gegenüber Khiaoscuro seltener.
Bei Traumatic Voyage ist aber nicht nur die Musik an sich eigenartig, auch der Klang hat etwas sehr spezielles, da er oft dumpf und kraftlos ist. In der Regel empfinde ich dies als einen Mangel doch im Falle von Traumatic Voyage ist es stimmig, da dieser Klang die verstörende Atmosphäre der Musik stimmungsvoll betont. Das programmierte Schlagzeug klingt vor allem während der schnellen und stampfenden Parts sehr künstlich und mechanisch, doch darf man dabei auch nicht vergessen, dass das Album vor über zehn Jahren aufgenommen wurde. Zwei oder drei Mal geht das programmierte Schlagzeug sogar in elektronische Beats über, was im ersten Augenblick vielleicht befremdlich erscheint, erweist sich dann allerdings als schön düster und schlüssig. Merciless Records beschreibt die Musik als „sickest psycho Black Metal“ und als eine „psychoaktive Reise“, was man so stehen lassen kann, da die Musik und die Atmosphäre während der 77 Minuten langen und eben nicht kurzen Reise, durchaus psychotische Züge hat.
Man muss Traumatic Voyage und Cogito ergo sum in jedem Fall mit Vorsicht genießen und man darf nicht mit falschen Vorstellungen und Erwartungen an die Sache gehen, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dieses Werk als abstoßend zu empfinden. Deshalb beschreibe ich die Musik auch nicht als irgendeine Form des Black Metals sondern ordne die Musik dem Oberbegriff Dark Metal zu. Es ist düstere und bizarre Musik mit atmosphärischen aber auch extremen Auswüchsen. Wer so etwas mag, dem wird das Album vielleicht gefallen. Mich spricht es jedenfalls an, obgleich es keine leichte Kost ist und ich die Musik sicherlich nicht zu jeder Gelegenheit hören kann.
7,5/10
Aceust
01. Cogito ergo sum (Gedankenwelt)
02. No man's land
03. Sagarmatha (Call of the mountain)
04. Behind dead eyes
05. Grenzgang(-erfahrung!)
06. Entropie
07. Jenseits des Fleisches
08. To beliefe...
09. Anachronismus
10. Tripnosis (Deus absconditus)
Bei Traumatic Voyage ist aber nicht nur die Musik an sich eigenartig, auch der Klang hat etwas sehr spezielles, da er oft dumpf und kraftlos ist. In der Regel empfinde ich dies als einen Mangel doch im Falle von Traumatic Voyage ist es stimmig, da dieser Klang die verstörende Atmosphäre der Musik stimmungsvoll betont. Das programmierte Schlagzeug klingt vor allem während der schnellen und stampfenden Parts sehr künstlich und mechanisch, doch darf man dabei auch nicht vergessen, dass das Album vor über zehn Jahren aufgenommen wurde. Zwei oder drei Mal geht das programmierte Schlagzeug sogar in elektronische Beats über, was im ersten Augenblick vielleicht befremdlich erscheint, erweist sich dann allerdings als schön düster und schlüssig. Merciless Records beschreibt die Musik als „sickest psycho Black Metal“ und als eine „psychoaktive Reise“, was man so stehen lassen kann, da die Musik und die Atmosphäre während der 77 Minuten langen und eben nicht kurzen Reise, durchaus psychotische Züge hat.
Man muss Traumatic Voyage und Cogito ergo sum in jedem Fall mit Vorsicht genießen und man darf nicht mit falschen Vorstellungen und Erwartungen an die Sache gehen, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dieses Werk als abstoßend zu empfinden. Deshalb beschreibe ich die Musik auch nicht als irgendeine Form des Black Metals sondern ordne die Musik dem Oberbegriff Dark Metal zu. Es ist düstere und bizarre Musik mit atmosphärischen aber auch extremen Auswüchsen. Wer so etwas mag, dem wird das Album vielleicht gefallen. Mich spricht es jedenfalls an, obgleich es keine leichte Kost ist und ich die Musik sicherlich nicht zu jeder Gelegenheit hören kann.
7,5/10
Aceust
01. Cogito ergo sum (Gedankenwelt)
02. No man's land
03. Sagarmatha (Call of the mountain)
04. Behind dead eyes
05. Grenzgang(-erfahrung!)
06. Entropie
07. Jenseits des Fleisches
08. To beliefe...
09. Anachronismus
10. Tripnosis (Deus absconditus)
19.01.2009
Grim Monolith - Mooncrowned | 2008 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal
Die italienische Formation Grim Monolith versucht, mittels des in Eigenregie produzierten Promoalbums Mooncrowned,
eine Plattenfirma an Land zu ziehen. Dies könnte gelingen, da die
Italiener Potenzial beweisen, welches über die 13 Stücke allerdings
nicht konsequent abgerufen und genutzt wird. Spielerisch versucht sich
die Band in riffbetontem Black Metal, der zwischen atmosphärisch kalt
und kompromisslos grimmig hin und her schwankt. Immer wieder fühle ich
mich dabei an den norwegischen Black Metal der 1990iger Jahre erinnert.
Auffälligstes Merkmal der Musik sind die oftmals hell und grell verzerrten Gitarren sowie der mit leichtem Hall unterlegte Kreischgesang. Mit diesen beiden Attributen steht und fällt alles auf Mooncrowned. Es gibt zahlreiche Parts, in denen das Riffing harmonisch mit dem Gesang in Einklang geht. Ebenso gibt es auch immer wieder Passagen, in denen sich Grim Monolith rifftechnisch verhaspelt, da man offenbar zu sehr darauf versteift ist, mit Ach und Krach eine grimmigkalte Atmosphäre erschaffen zu wollen. Manchmal geht das Vorhaben gut auf und die Musik entfaltet eine stimmige und packende Atmosphäre, manchmal gelingt das nicht.
Obwohl das Album rhythmisch nicht monoton geraten ist, geht die Vielfalt des Taktes dennoch zumeist unter. Dabei reicht das Repertoire von eingängig schnell über mittelschnell bis hin zu langsam. Zuweilen spielt Grim Monolith auch stampfend und kraftvoll auf, verlässt den Pfad des hell grellen Riffings und spielt dunkle, dreckig klingende Riffs, wie etwa im Titelstück Mooncrowned, das ganz und gar, auch durch seine melodische Komponente, überzeugen kann.
Mooncrowned ist sicherlich kein grandioses Machwerk welches überschwängliche Euphorie auslöst. Eben sowenig ist es ein glatter Reinfall. Die Band hat, wie gesagt, Potenzial und für ein Promoalbum, das man auch als eine Form des Demos verstehen kann, finde ich das auch völlig in Ordnung. En détail fehlt der Musik noch der Feinschliff, und hier und da etwas weniger Melodik, stattdessen mehr markante Ecken und Kanten, und man kann aus der Musik sicherlich noch einiges machen.
5/10
Aceust
01. Touched by the beauty of the night
02. Luna pantocrator
03. Kings of the moonless nights
04. Mooncrowned
05. Sculpting eternity
06. ...of titanism and solitude
07. Glory and wonder
08. Immortal spleen
09. The pulse of the woods
10. ...in faery lands forlorn
11. Fog adorned epitaph
12. Eremos
13. Der Siegesmarsch
Auffälligstes Merkmal der Musik sind die oftmals hell und grell verzerrten Gitarren sowie der mit leichtem Hall unterlegte Kreischgesang. Mit diesen beiden Attributen steht und fällt alles auf Mooncrowned. Es gibt zahlreiche Parts, in denen das Riffing harmonisch mit dem Gesang in Einklang geht. Ebenso gibt es auch immer wieder Passagen, in denen sich Grim Monolith rifftechnisch verhaspelt, da man offenbar zu sehr darauf versteift ist, mit Ach und Krach eine grimmigkalte Atmosphäre erschaffen zu wollen. Manchmal geht das Vorhaben gut auf und die Musik entfaltet eine stimmige und packende Atmosphäre, manchmal gelingt das nicht.
Obwohl das Album rhythmisch nicht monoton geraten ist, geht die Vielfalt des Taktes dennoch zumeist unter. Dabei reicht das Repertoire von eingängig schnell über mittelschnell bis hin zu langsam. Zuweilen spielt Grim Monolith auch stampfend und kraftvoll auf, verlässt den Pfad des hell grellen Riffings und spielt dunkle, dreckig klingende Riffs, wie etwa im Titelstück Mooncrowned, das ganz und gar, auch durch seine melodische Komponente, überzeugen kann.
Mooncrowned ist sicherlich kein grandioses Machwerk welches überschwängliche Euphorie auslöst. Eben sowenig ist es ein glatter Reinfall. Die Band hat, wie gesagt, Potenzial und für ein Promoalbum, das man auch als eine Form des Demos verstehen kann, finde ich das auch völlig in Ordnung. En détail fehlt der Musik noch der Feinschliff, und hier und da etwas weniger Melodik, stattdessen mehr markante Ecken und Kanten, und man kann aus der Musik sicherlich noch einiges machen.
5/10
Aceust
01. Touched by the beauty of the night
02. Luna pantocrator
03. Kings of the moonless nights
04. Mooncrowned
05. Sculpting eternity
06. ...of titanism and solitude
07. Glory and wonder
08. Immortal spleen
09. The pulse of the woods
10. ...in faery lands forlorn
11. Fog adorned epitaph
12. Eremos
13. Der Siegesmarsch
Khazad Dhum - Human Breeds Evil | 2008 | Merciless Records | CD | Black Metal
Human breeds evil, das zweite Album von Khazad Dhum,
deren Gründung für das Jahr 1993 datiert ist, wurde bereits 2002
fertig gestellt, aber erst jetzt veröffentlicht. Die Gründe dafür sind
unbekannt. Vielleicht mag das mit der absoluten Eigenwilligkeit der
Musik zusammenhängen, die alles andere als massenkompatibel ist. Khzad Dhum
kreiert zum teil sehr chaotische wie zugleich auch komplexe
Strukturen, die auch klanglich und gesanglich seltsam bis obskur sind.
Das Liedgut ist im Einzelnen überaus vielschichtig, die dünn klingenden
Gitarren warten oft sehr vordergründig auf und schmettern schnelle
Riffs als auch eingängig flotte Melodieführungen. Harmonische Momente
im Sinne einer lieblichen Sanftheit werden dabei allerdings eher selten
erschaffen. Dies liegt aber auch am heiser verzerrten Gesang, der oft
aufgekratzt wirkt und die unruhige Stimmung der Gitarren noch
verstärkt.
Es ist schwierig die Musik von Human breeds evil zu beschreiben, geschweige denn die Atmosphäre einzufangen und in Worten wiederzugeben. Es ist ein sehr unruhiges Album, das sowohl melodische und verspielte als auch harte und rigorose Anteile hat. Allerdings fehlt eine klare Struktur. Zu oft wirken die Arrangements willkürlich, verworren und zu überladen, - eben chaotisch und bizarr und sind im Abschluss stets kraftlos, was dem dünnen Klang geschuldet ist. Bizarr und düster ist die Musik aber allemal, und wer eigenwilligen, bizarren Black Metal mag, wird hiermit vielleicht mehr anfangen können als ich. Human breeds evil ist nicht unbedingt Avantgarde, geht für mich aber klar in diese experimentelle Richtung. Wer wie ich, eher klare und eingängige Strukturen bevorzugt, sollt hiervon in jedem Fall die Finger lassen.
4/10
Aceust
01. From dusk 'til dawn
02. Decreaser of humanity
03. Destroy every human life
04. Day X
05. Wizard in the eternal ice (Part I: Eternal dreamland)
06. Revolution of evolution
07. You're better of that way
08. Instinctive hate
09. Wizard in the eternal ice (Part II: Return of the ice age)
10. Bring it to an end
Es ist schwierig die Musik von Human breeds evil zu beschreiben, geschweige denn die Atmosphäre einzufangen und in Worten wiederzugeben. Es ist ein sehr unruhiges Album, das sowohl melodische und verspielte als auch harte und rigorose Anteile hat. Allerdings fehlt eine klare Struktur. Zu oft wirken die Arrangements willkürlich, verworren und zu überladen, - eben chaotisch und bizarr und sind im Abschluss stets kraftlos, was dem dünnen Klang geschuldet ist. Bizarr und düster ist die Musik aber allemal, und wer eigenwilligen, bizarren Black Metal mag, wird hiermit vielleicht mehr anfangen können als ich. Human breeds evil ist nicht unbedingt Avantgarde, geht für mich aber klar in diese experimentelle Richtung. Wer wie ich, eher klare und eingängige Strukturen bevorzugt, sollt hiervon in jedem Fall die Finger lassen.
4/10
Aceust
01. From dusk 'til dawn
02. Decreaser of humanity
03. Destroy every human life
04. Day X
05. Wizard in the eternal ice (Part I: Eternal dreamland)
06. Revolution of evolution
07. You're better of that way
08. Instinctive hate
09. Wizard in the eternal ice (Part II: Return of the ice age)
10. Bring it to an end
14.01.2009
Nihilo - Nyktophobia | 2008 | Eigenproduktion | CD | Death Metal
Mit Nyktophobia erreicht mich eine interessante Debütveröffentlichung aus der Schweiz. Interessant ist sie vor allem deshalb, weil Nihilo
auf eine angenehme Art und Weise altbacken aufspielt. Die fünf Musiker
spielen Death Metal mit einem gehörigen Anstrich Oldschool Metal.
Neben technischen Riffs, treibenden Rhythmen und wenigen, kurzen
Knüppelparts, gibt es auch hier und da flüssige Soli zu hören, die
eindeutig dem traditionellen Metal entsprungen sind. Am besten gefällt
mir hierbei allerdings der Gesang, der kein tiefes Gegrunze ist sondern
kehlig, rau und verständlich vorgetragen wird; und der auch zu Bands
wie den Schweizer Granden Hellhammer oder den Kanadiern Megiddo passen
würde. Dies soll nun nicht heißen, dass Nihilo ähnlich
klingt oder spielt wie eine der beiden Gruppen. Vielmehr versuche ich
die Atmosphäre zu skizzieren, die dem Gesang und der Spielweise
innewohnt.
Die einzelnen Lieder sind alle zwischen drei und vier Minuten lang und abwechslungsreich strukturiert. Vorwiegend spielt man dabei kraftvoll, mittelschnell und sehr riffbetont. Das Riffing ist dabei sowohl melodisch und feingliedrig als auch trocken, hart und treibend. So gibt es überblickend eigentlich auch nichts zu bemängeln, wenn auch der Klang manchmal einen Deut zu schwach ist. Vor allem das Schlagzeug dürfte ruhig druckvoller und präsenter sein. Dies würde die Musik während der treibenden Parts brachialer und energischer machen.
Trotzdem ist und bleibt Nyktophobia eine gelungene Debütveröffentlichung. Wer riffbetonten Death Metal und eine Oldschoolatmosphäre mag, darf Nihilo und Nyktophobia ruhigen Gewissens probieren.
7/10
Aceust
01. Intro
02. Meating
03. Faith
04. Lords of chaos Pt. 1: Luna
05. Lords of chaos Pt. II: Sol
06. Once upon a time on a frozen lake
Die einzelnen Lieder sind alle zwischen drei und vier Minuten lang und abwechslungsreich strukturiert. Vorwiegend spielt man dabei kraftvoll, mittelschnell und sehr riffbetont. Das Riffing ist dabei sowohl melodisch und feingliedrig als auch trocken, hart und treibend. So gibt es überblickend eigentlich auch nichts zu bemängeln, wenn auch der Klang manchmal einen Deut zu schwach ist. Vor allem das Schlagzeug dürfte ruhig druckvoller und präsenter sein. Dies würde die Musik während der treibenden Parts brachialer und energischer machen.
Trotzdem ist und bleibt Nyktophobia eine gelungene Debütveröffentlichung. Wer riffbetonten Death Metal und eine Oldschoolatmosphäre mag, darf Nihilo und Nyktophobia ruhigen Gewissens probieren.
7/10
Aceust
01. Intro
02. Meating
03. Faith
04. Lords of chaos Pt. 1: Luna
05. Lords of chaos Pt. II: Sol
06. Once upon a time on a frozen lake
Lost Life - Wrecked Human Deathcult | 2008 | Pestilence Records | CD | Black Metal
Nach dem ansprechenden Debütalbum Odium erwartete ich vom Nachfolger Wrecked human deathcult ein ähnlich gutes Album voller Kälte und Hass. Davon ist jedoch kaum etwas zu spüren, auch wenn Nephesus im Heft der CD schreibt, dass dies sein persönlichstes Material ist. Wrecked human deathcult ist in jedem Fall dunkler und subtiler ausgefallen. Die Strukturen sind komplexer und anspruchsvoller, der Drumcomputer wurde durch zwei Schlagzeuger ersetzt, die sich die Arbeit geteilt haben. Eigentlich sind das alles Umstände, die dazu führen, besseres und ansprechendes Material zu kreieren. Es ist auch gar nicht mal schlecht was Lost Life da macht. Immer wieder schimmern oldschool Elemente durch, was ich grundsätzlich gut finde. Fiese und dreckige Riffs kombiniert mit Breaks und treibenden, mittelschnellen Rhythmen. Das sind alles Sachen die ich mag und schätze, aber im Falle von Wrecked human deathcult vermag der Funke einfach nicht überzuspringen. Mitverantwortlich dafür ist jedenfalls Nephesus’ Gesang, der zumeist minimal verzerrt ist, dafür aber rau und heiser klingt.
Spieltechnisch gibt es das volle Programm. Eingängig schnell und stampfend gespielte Parts mit monotonem Riffing, als auch mittelschnelle und schleppende Arrangements. So manches Mal wirkt Lost Life dabei wie eine Death-Metal-Gruppe. Die dunklen Gitarrenläufe und der gleichfalls dunkle Gesang besorgen diese eher trockene und technische Atmosphäre, die ich eher dem Death und Thrash Metal als dem Black Metal zuordne. Dies ist auch so ein Ding, weshalb ich nur minimalen Zugang zu Wrecked human deathcult bekomme. Ungeachtet der durchaus guten Strukturen wirkt die atmosphärische Komponente unstimmig auf mich. Es fehlen irgendwo Emotionen und Stimmungen. Wrecked human deathcult wirkt auf eine sonderbare Art und Weise lustlos heruntergespult. Handwerklich gut aber ohne Geist. Dies wird auch nicht mehr mit dem Silencer Cover Death, pierce me wettgemacht, welches dem Original zuweilen nahe kommt und leider auch das beste Lied des Albums ist.
5/10
Aceust
01. Atrocious pleasure
02. Der Fluch
03. Deathcult
04. Swallowed by darkness
05. Narben
06. Genocide
07. Black dust
08. Silencer, pierce me (Silencer Cover)
08.01.2009
Savnock - Universe Of The Desolated Mind | 2008 | Splendour Productions | Kassette | Black Metal
Universe of the desolated mind heißt die Debütveröffentlichung Savnocks, einem Zweimanngespann aus den USA. Savnock
spielt abwechslungsreichen und sehr gitarrenbetonten Black Metal, der
trotz des Hangs zu melodischen Riffs und Melodien immer auch schroff
und roh bleibt. Das Duo bewegt sich vorwiegend in mittelschnellen Tempi
fort, die gerne aber auch schleppend bis langsam oder antreibend
schnell sein können. Interessanter und prägender für die Musik von Savnock ist jedoch das Gitarrenspiel. Immer wieder wartet Savnock
mit minimal verzerrten Gitarrenläufen auf, die melodisch und
atmosphärisch sind und beim ersten Durchgang auch überraschend wirken. Savnock
hat diese Gitarrenparts allerdings sehr gut in die Musik
eingeflochten, wodurch die Kassette insgesamt betrachtet eine packende
Atmosphäre entwickelt. Denn die Musik die Savnock
spielt, ist sehr eigenständig und verbindet epische Momente mit dunklen
und zum Teil auch bizarren Elementen. Dabei nimmt der harmonische
Aspekt zu keinem Zeitpunkt überhand. Weder sind die Gitarren zu
melodisch und verspielt, noch wirkt das Ganze zu sanft oder lieblich.
Dabei ist natürlich auch der Gesang nicht zu vergessen, der Grimmigkeit
und Kälte versprüht.
Universe of the desolated mind ist eine eigenwillige Veröffentlichung, die mir gut gefällt. Denn Savnock zeigt auf, wie man atmosphärische Elemente mit einer Spur Rohheit, Grimmigkeit und Kälte verbinden kann, ohne dabei zu melodisch oder künstlich aufgesetzt zu wirken. Denn die Strukturen der fünf unbetitelten Lieder weisen zwar hier und da durchaus komplexe Züge auf, doch sind diese sehr flüssig und fügen sich gut mit den eingängigeren Parts zusammen.
Savnock kann mit diesem Debüt also voll und ganz überzeugen. Ich bin gespannt was künftige Veröffentlichungen bringen werden, denn wenn sich die Gruppe hin zu noch mehr Melodik bewegen sollte, könnte das gute und interessante, teils mystisch und bizarr aufgeladene Gleichgewicht, leicht kippen.
8/10
Aceust
01.
02.
03.
04.
05.
Universe of the desolated mind ist eine eigenwillige Veröffentlichung, die mir gut gefällt. Denn Savnock zeigt auf, wie man atmosphärische Elemente mit einer Spur Rohheit, Grimmigkeit und Kälte verbinden kann, ohne dabei zu melodisch oder künstlich aufgesetzt zu wirken. Denn die Strukturen der fünf unbetitelten Lieder weisen zwar hier und da durchaus komplexe Züge auf, doch sind diese sehr flüssig und fügen sich gut mit den eingängigeren Parts zusammen.
Savnock kann mit diesem Debüt also voll und ganz überzeugen. Ich bin gespannt was künftige Veröffentlichungen bringen werden, denn wenn sich die Gruppe hin zu noch mehr Melodik bewegen sollte, könnte das gute und interessante, teils mystisch und bizarr aufgeladene Gleichgewicht, leicht kippen.
8/10
Aceust
01.
02.
03.
04.
05.
Abonnieren
Posts (Atom)







