07.12.2008

Ars Goetia - Anachoreta | 2007 | Funeral Moonlight Productions | CD | Black Metal




Anachoreta ist das ordentliche Debütalbum der italienischen Black-Metal-Gruppe Ars Goetia. Verteilt auf acht Lieder mit einer Spielzeit von knapp 38 Minuten bekommt man auf Anachoreta schnörkellosen Black Metal, der sich auf das Wesentliche konzentriert.  Ars Goetia verzichtet komplett auf melodische oder epische Passagen, stattdessen gibt es Black Metal pur. Dennoch ist die Angelegenheit nicht eingängig. Den Liedern wurden vielfältige Strukturen verpasst, sowohl rhythmisch als auch harmonisch. Anachoreta ist ein gitarrenlastiges Album. Die Bassgitarre ist nahezu durchgehend warm und dunkel brummend zu hören und auch das Riffing der einzigen E-Gitarre ist sehr präsent und markant. Allerdings sind die Riffs und Melodien nicht immer überzeugend. In The hermit gibt es Parts, die wohl harmonisch wirken sollen und wo nebst Schlagzeug nur die Gitarre zu hören ist. Hier wirkt das Spiel nicht überzeugend, die Melodie ist etwas frickelig und nervend. Insgesamt betrachtet ist das spielerische Handwerk aber dennoch solide.

Allerdings fehlt dem Album auf Dauer ein wenig die Würze, eine spezielle Atmosphäre, die das Werk dauerhaft interessant macht. Der Anfang von Anachoreta ist noch recht vielversprechend, da Ars Goetia in den ersten Liedern auf die dreckige old school Schiene setzt und diese auch gut und glaubwürdig rüberkommt. Doch danach flaut es etwas ab. Die Lieder sind keineswegs schlecht, einzelne Aspekte wie spezielle Riffs oder Tempowechsel sind sogar ziemlich gut. Doch das ist insgesamt betrachtet etwas zu wenig, da es Ars Goetia nicht gelingt, eine durchgehende, gleichbleibende Atmosphäre zu erschaffen. Das ist etwas schade, da, wie gesagt, einzelne Lieder oder Parts wirklich gut sind. Somit bleibt Anachoreta unterm Strich ein solides aber eher durchschnittliches Werk.


5,5/10
Aceust

01. Ascension into the abyss
02. Black wisdom
03. Embrace...
04. The hermit
05. Dies nefastus
06. The path of despising
07. Endless curse
08. The last winter

Svarog - Artillerie | 2008 | Senfgas Productions | Kassette | Black Metal


Artillerie stellt die bereits fünfte Veröffentlichung Svarogs dar und enthält kompromisslosen Black Metal. Nach dem kurzen Praeludium legt der Vierer dann auch sogleich roh, schnell und ungestüm los. Mit Blutverschmiertes Schwert breitet sich sehr schnell ein rauschendes und rasendes Bollwerk aus. Rauschend wirken die schnellen und harten Passagen deshalb, da sich der stark verzerrte und hasserfüllte Gesang wie ein verhüllendes Tuch über die Musik legt. Im Verlauf des Liedes lichtet sich die Verhüllung etwas und die schnell gespielten Gitarren treten immer mehr in den Vordergrund, wo sie neben schnellen, harten Riffs zuweilen auch leicht melodische Melodieführungen einbringen.

Obgleich einige Parts wahrlich durch rigorose und zerstörerische Schnelligkeit geprägt sind, prügelt sich Svarog keineswegs blind und stumpf durch Artillerie. Im Tempo sind zahlreiche Variationen und Breaks zu verzeichnen, die allerdings nicht immer gut zur Geltung kommen, da das Schlagzeug nicht selten untergeht und im Vergleich zu den Gitarren und dem Gesang zu schwach ist. Die Klangproduktion ist wie gesagt rauschend, die Klänge formieren sich oft zu einem einzigen und großen, klanglichen Wutsturm. Mir gefällt diese Produktion, da sie, wie man zum Beispiel in Panzerwinter sehr gut hören kann, die hasserfüllte Atmosphäre sehr gut betont.

Im längsten Titel Freitod, beweist Svarog auch die Fähigkeit, langsam zu spielen und diese Langsamkeit mit kraftvollen und leicht harmonischen Arrangements auszuschmücken. Dies gelingt insofern gut, da der extreme Kreischgesang sehr gut mit der schleppenden und leicht harmonischen Ausrichtung harmoniert, ein Kontrast erzeugt wird, der unter die Haut geht.

Artillerie ist ein sehr solides und überdurchschnittliches Demo, das trotz der überwiegenden Schnelligkeit ein gewisses Maß an Abwechslung besitzt. Einigen wird der Klang wahrscheinlich nicht gut genug sein. Ich finde ihn jedoch für den kompromisslosen und hasserfüllten Black Metal, den Svarog hier spielt, sehr passend.


6,5/10
Aceust

01. Praeludium
02. Blutverschmiertes Schwert
03. Vergeltung
04. Panzerwinter
05. Freitod
06. Interludium
07. Asche
08. Sterben für den Führer
09. Finale

05.12.2008

Orlog - Elysion | 2008 | Der Germanske Folket | CD | Black Metal

Gute 2 Jahre mussten wir warten, um endlich das lang erwartete neue Album der deutschen Truppe in den Händen zu halten; aber das Warten hat sich allemal gelohnt! Auch wenn die Band sich musikalisch ein wenig geändert hat, ist dies keinesfalls ein negativer Aspekt. Es ging weg vom Pagan, hin zum Black Metal, lediglich textlich harrt man doch noch darauf aus. Das Album ist durchgehend gut produziert und ist trotz seiner hohen Schnelligkeit abwechslungsreich und wird keinesfalls langweilig. Zwischenzeitliche ruhigere Passagen mit episch anmutendem Ausmaß tun dem aggressiven Gesamteindruck aber keinen Schaden. Der Gesang ist zwar im Gegensatz zu den Gitarren etwas mehr im Hintergrund, doch gerade dadurch wird das Album etwas melodischer gestaltet. Amorph dürfte wohl das Vorzeigestück des Albums sein, da hier alles vereint ist was das Album ausmacht, auch wenn dies verhältnismäßig eines der  ruhigeren Stücke ist, direkt nach dem hassversprühendem Entfesselt.

Kaum ein negativer Aspekt lässt sich, abgesehen von der ("recht kurzen") Spielzeit von ca. 40 Minuten, auf diesem Album finden. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird dem Hörer spielerisch und musikalisch hochwertiger (Pagan) Black Metal geboten, der auf voller Linie überzeugt.


8,5/10
F.

01. Sturm
02. Im Schattenrausch
03. Das Licht der toten Welt
04. Amorph
05. Entfesselt
06. Fluch
07. Elysion

Thorngoth - Rauhnacht | 2008 | Folter Records | CD | Black Metal

Beim zweiten Album der bayerischen Truppe habe ich das Gefühl, dass irgendwie die Lautstärke fehlt. Trotz der rohen Produktion vermischen sich die Instrumente keinesfalls zu einem Brei, sondern sind immer noch klar "erkennbar". Zwar sind einige schwedische Einflüsse klar erkennbar, jedoch wird nichts geklaut und die Band behält ihr eigene, ordentliche Portion an "Selbstständigkeit" und Souveränität bei, ihr Album durchzuspielen. Dieses wurde mit einer ordentlichen Portion Aggressivität und Hass versehen, wodurch allerdings der Abwechslungsreichtum der ersten Hälfte das Nachsehen hat. Die zweite Hälfte des Album hingegen wird etwas Abwechslungsreicher, verliert aber trotzdem keineswegs an Aggressivität und bereitet somit dem Hörer etwas mehr Freude, bis am Ende fast schon groovige Passagen auftreten.

Zwar ist noch Raum für Verbesserung vorhanden, aber es ist eine ordentliche Scheibe und man kann in der Zukunft sicherlich noch eine Menge von dieser Band erwarten und es ist sicherlich nicht untertrieben, wenn man sagt, dass sie womöglich sogar bald mit zu den Besten Deutschlands gehören könnten.


7/10
F.

01. Curse them
02. Kill for paradise
03. Schiachperchten
04. Der Wanderer
05. Nihilistic vision
06. Salvation in silence
07. Abgrund
08. Still von Ewigkeit

29.11.2008

Apocalyptic Fire - Abyss | 2008 | Black Devastation Records | CD | Black Metal

Kalten und atmosphärischen Black Metal bekommt man auf Abyss, der ersten Veröffentlichung von Apocalyptic Fire, geboten. Sofort mit dem Anfang des Auftaktliedes My vision fällt die in den Vordergrund gestellte Gitarre auf, die mittels leicht grellem Klang und ruhig gespielten Riffs für Stimmung sorgt. Dies bleibt auch auf dem gesamten Werk so. Das Gitarrenspiel von Apocalyptic Fire ist sehr vielfältig und eben melodiebetont, weshalb Abyss auch so atmosphärisch wirkt. Apocalyptic Fire übertreibt es dabei jedoch nicht mit den Melodien. Das Gitarrenspiel ist zu keinem Zeitpunkt zu lebhaft, aufdringlich oder verspielt. Stattdessen setzt man auf gute, atmosphärische Riffs und Melodieführungen, die gerne auch etwas unauffälliger sind und deshalb eher unterschwellig wirken. Hier und da ist auch ein sehr ruhiger Part mit unverzerrter Gitarre zu hören, was dann schon einen leicht verträumten Eindruck macht, da das sanfte Gitarrenspiel hier als lieblich zu bezeichnen ist.

Das Spiel am Schlagzeug ist dem natürlich angepasst und so sind verschiedene langsame und mittelschnelle Rhythmen zu hören, die vereinzelt druckvoll und treibend sind. Die Arbeit am Schlagzeug ist gut, denn trotz der ruhigen und atmosphärischen Spielweise bedient sich Apocalyptic Fire an den Möglichkeiten des Instruments und trommelt nicht dumpf und monoton drauf los. Neben dem Gitarrenspiel ist aber der Gesang ein wesentliches und prägendes Merkmal. Es ist grell verzerrter Kreischgesang zu hören, der jedoch stets ruhig vorgetragen wird und sogar recht verständlich ist. Emotionale Gesangseinlagen gibt es nicht, weshalb Abyss auch eine kalte Stimmung besitzt.

Abyss kann man als gelungene Debütveröffentlichung bezeichnen. Zugute kommt der Veröffentlichung dabei, dass es sich um eine MCD handelt. Wären die Lieder länger oder wäre es ein Album mit einigen Titeln mehr, könnte es etwas langweilig werden. Da würde dann eine Art Kontrast fehlen, der dem Werk einen markanten Feinschliff verpassen würde. Für Abyss ist es aber gut so. Gut gespielter und kalter, mit schönen Melodien gespickter Black Metal.


7/10
Aceust

01. My vision
02. The big olds
03. See the reality
04. The end
05. The seals are broken
06. Black horizon

http://www.apocalyptic-art.de/Afire/

Faal - Abhorrence-Salvation | 2008 | Ván Records | CD | Doom Metal

Die niederländische Doom-Metal-Gruppe Faal debütiert mit dem Album Abhorrence-Salvation und bietet dem geneigten Hörer sehr ruhigen und dunkelatmosphärischen Doom Metal. Dabei ist der Einstieg mit 0000 noch recht kraftvoll, da neben den langsamen und harmonischen Parts auch mittelschnelle und treibend gespielte Rhythmen zu hören sind. Im folgenden Stück In my final hour of grief ist davon dann allerdings nichts mehr zu spüren. Stattdessen beginnt das Lied überaus ruhig und atmosphärisch, beinahe schon ein wenig romantisch, da mich die anfängliche, klare Gitarre ein wenig an Therion zu Zeiten von „The beauty in black“ erinnert. Nachfolgend entwickelt sich In my final hour of grief zu einem langen und abwechslungsreichen Lied, mit kraftvollen aber auch sehr atmosphärischen Passagen, in dem immer wieder sehr melancholische Melodieführungen durchbrechen.

Viel schwerer und düsterer geht es mit The scent of withered flowers weiter. Es ist ein überaus langsames Lied, geprägt von sehr dunklen und tiefen Riffs, die kraftvoll und zutiefst melancholisch durch den Raum wabern. Stilistisch und auch atmosphärisch erinnert mich Faal in diesem Stück an das großartige Album „Quietus“ von Evoken. Düsterer und hoffnungsloser geht es kaum noch.
Im abschließenden Perpetual solitude sind die Strukturen dann wieder etwas vielschichtiger. Es gibt sehr langsame Parts, ähnlich wie in The scent of withered flowers, die vor Dunkelheit nur so strotzen. Daneben sind aber auch einige atmosphärische Einsprengsel und das eine und andere kraftvolle Arrangement zu hören.

Faal hat mit Abhorrence-Salvation ein sehr ordentliches Debüt abgeliefert. Die Lieder sind alle recht lang, weshalb man sich für die einzelnen Parts auch jeweils viel Zeit nimmt und man als Hörer schön in ihnen versinken kann. Abhorrence-Salvation eignet sich herovrragend für ruhige Momente der inneren Einkehr. Vor allem gefällt mir der atmosphärische Aspekt, der zwar stets präsent ist, aber niemals übertrieben und zu dick aufgetragen wirkt.


7,5/10
Aceust

01. 0000
02. In my final hour of grief
03. The scent of withered flowers
04. Perpetual solitude

http://www.van-gbr.de/

27.11.2008

Austere / Isolation - Bleak... | 2008 | Those Opposed Records | CD | Black Metal

Die letzte Split von Austere liegt nur wenige Monate zurück, da gibt es mit Bleak... bereits eine weitere. In Australien hat sich seither nicht viel getan wenn man den beiden, über 13 Minuten langen Stücken Austeres lauscht. Die Spielart ist nach wie vor sehr langsam, ruhig und atmosphärisch. Die verzerrten und grell klingenden Gitarren sorgen dabei für einen melancholischen Sog, da deren Part zuweilen recht lang und dabei monoton ausgefallen ist. Die dabei entstehenden Harmonien entwickeln zuweilen sehr gute Atmosphären. Auffälligstes Merkmal von Austere ist jedoch nach wie vor der extreme, gerne mit Hall unterlegte, Kreischgesang. Mir persönlich ist er etwas zu laut, da er öfters mal den wohligen Klang der Gitarren überdeckt. Im Vergleich zur Split mit Lyrinx ist zu sagen, dass es keine Veränderungen gibt und Austere nahtlos an das Material der vorangegangenen Split anknüpft.


Was Isolation betrifft, gibt es sehr wohl Neuerung zu vermelden. Nach drei großartigen Veröffentlichungen, die allesamt auf ihre Weise intensiv, düster und kraftvoll sind, folgt mit Bleak... ein etwas anderes Stück Musik. Mit From nowhere…, einem Instrumentalstück, beginnt Isolations Part sehr ruhig. Es ist ein schönes wie ruhiges Stück, in dem klare, unverzerrte Gitarren, dunkle Basslinien und ein ruhiges Schlagzeug zu hören sind. Darauf folgt dann Mosaic, ein mit über 16 Minuten Spielzeit nicht gerade kurzes Lied. Es beginnt ähnlich ruhig und klar, wie das zuvor gehörte Instrumental. Diese klare, melodische Linie hat etwas schönes und verträumtes zugleich.  Dies bleibt auch so, wenn die verzerrten Gitarren und das Schlagzeug mächtig und druckvoll einsetzen. So weit, so gut. Es sind gute und atmosphärische Melodieführungen zu hören, fehlt nur noch der Gesang. Der kommt dann auch irgendwann, doch statt den eindringlich verzerrten Gesang, ist eine klare, ruhige Stimme zu hören. Ein Novum für Isolation. Erst ab der zwölften Minute ist dann, partiell, der bekannte Kreischgesang zu hören.

Ich finde es von Isolation schon ziemlich mutig, den eingeschlagenen und erfolgreichen Pfad zu verlassen und plötzlich, einfach weitgehend klar zu singen. So richtig gut gefällt mir das nicht, wie es mir ja nie richtig gut gefällt, wenn jemand klar singt. Im Falle von Isolation hat der Gesang aber durchaus einen Reiz, da die musikalische Begleitung sehr gut ist, und die Harmonien gemeinsam mit der ruhigen Stimme von Johannes eine schlichte, ruhige und tief in sich gehende Atmosphäre vermitteln. Daran ändert sich mit dem abschließenden Stück …to nowhere nichts.


Austeres Part ist nicht schlecht. Es wird ruhig, düster und atmosphärisch gespielt. Dabei sind einige wirklich gelungene Harmonien zu verzeichnen. Doch in anbetracht der Länge der Lieder ist es mir auf Dauer, wie schon auf der Split mit Lyrinx, einfach etwas zu harmlos. Ich vermisse in der Musik von Austere bizarre oder harte Elemente, die dem Ganzen etwas Würze verleihen würden.

Was Isolation angeht, ist es nicht ganz so einfach ein Fazit zu ziehen. Ich fand bisher jede Veröffentlichung extrem gut und deshalb schmerzt es mich auch ein wenig, nun mit etwas neuem konfrontiert zu werden. Gefallen tut mir auch das neue Material, zumal es Isolation erneut gelang, einfache aber richtig gute und einprägsame Riffs und Melodien zu kreieren, die sich direkt ins Hirn einbrennen. Der Gesang ist aber in jedem Fall gewöhnungsbedürftig.


7,5/10
Aceust

AUSTERE
01. When even tomorrow looks away
02. Instrumental
03. There's nothing left...

ISOLATION
04. From nowhere...
05. Mosaic
06. ...to nowhere

Sol - I Am Infinity | 2008 | Ván Records | CD | Doom Metal

Vor einem Jahr erschien Sols Debütalbum Let there be a massacre, welches schon sehr respektabel war. Doch der brandneue Nachfolger I am infinity übertrifft das Debüt bei weitem. Auf dem neuen Werk sind einige Veränderungen zu verzeichnen, die der Musik eine ergreifendere Atmosphäre verpassen. Bevor es soweit ist, wird man jedoch erst einmal mit dem Ambient-Stück Cosmos reshaping überrascht, in dem vereinzelt sogar leichte Noise-Einflüsse zu hören sind. Ist dieses zu ende, beginnt dann mit And I rose eine lange, düstere und schroff-rohe Doom-Metal-Reise.

Sol spielt zwar nach wie vor langsam und schleppend, doch weniger atmosphärisch und melodisch als auf dem Debüt. Die neuen Lieder sind ärmer an Melodik, dafür klingen die Saiteninstrumente rauer und auch das Schlagzeug hat einen dumpfen Klang. Zeitweise klingt die Musik richtig böse, wenn der tiefe und kehlige Gesang, die dunkel brummende Basslinie und die Gitarren zusammenkommen. Ein wenig entwickelt Sol dabei eine richtige Oldschool-Atmosphäre. Schrummige Gitarren, dumpf stampfendes Schlagzeug und kehlig gurgelnder Gesang. Es ist einfach herrlich, zuzuhören, mit welcher düsteren Inbrunst Sol – immerhin ein Einmann-Projekt – hier aufspielt. Dabei wird größtenteils auf atmosphärische und ruhige Parts verzichtet. Einige gibt es zwar, doch sind diese dann kurz und minimal ausgefallen. Stattdessen dominieren druckvolle und stets etwas roh klingende Death/Doom-Metal-Parts das Geschehen.

I am infinity ist ein großartiges Album. Alle vier Doom-Metal-Stücke treffen voll und ganz ins Schwarze. Ein wenig trifft sogar der von Rigor Sardonicous geprägte Begriff „Raw Apocalyptic Doom“ auf I am infinity zu. Absolut empfehlenswert für alle, die es schleppend, roh aber dennoch kraftvoll und treibend mögen! Lediglich die als Ein- und Ausklang fungierenden Ambient-Stücke hätten nicht sein müssen, stören tun sie allerdings auch nicht.


8,5/10
Aceust

01. Cosmos reshaping
02. And I rose
03. Abyss of light
04. From ashes to infinity
05. The new void
06. Cosmos reborn