Destroying something beautiful ist die erste Veröffentlichung des belgischen Duos Trancelike Void. Beide Musiker zeichnen sich auch für Kilte verantwortlich, deren Split mit Funeral Mourning mir kürzlich bereits sehr zusagte.
Nach dem ruhigen und traurig klingenden Vorspiel geht es dann mit Part I: Everything fails
in bester Abyssic Hate Tradition los. Es ist ein knapp zwölf Minuten
langes Stück, in dem vor allem die grell und rau klingenden, sowie
ruhig, langsam und wabernd gespielten Gitarren auffallen. Sie sind es
dann auch, die mich stark an das Suicidal emotions Album von Abyssic
Hate erinnern. Ihre Melodien und Harmonien künden von trister
Hoffnungslosigkeit und Leere, hervorgerufen durch eingängiges, sich
wiederholendes und hypnotisches Spiel. Part I: Everything fails
hat eine sehr negative sowie dichte Atmosphäre, die gerade auch durch
die minimalistische Umsetzung und Instrumentalisierung sehr zu gefallen
und vereinnahmen weiß.
Mit dem zweiten Teil Fragile consciousness geht es
ähnlich gleichbleibend und voller Schwermut weiter. Der stark verzerrte
aber stets sehr ruhig bleibende Gesang harmoniert wunderbar mit den
traurigen Gitarrenmelodien, die in ihrer rauen und grellen Präsenz
jegliches Licht verschlucken zu scheinen.
Der dritte und letzte Teil ist in der ersten Hälfte ein Tick
schneller als die beiden vorherigen. Zudem ist die Melodieführung der
Gitarren während dieser ersten Hälfte unauffälliger und insgesamt ärmer
an eindringlichen Harmonien. Stattdessen sorgen das eingängig stampfende
Schlagzeug und der radikal verzerrte aber immer noch ruhige und niemals
geschriene Gesang für intensive Momente. Im mittleren Teil und in der
zweiten Hälfte gibt es dann einige Variationen, zeitweilig sind auch
mehr Melodien zu hören.
Destroying something beautiful ist für mich ein
großartiges Werk düsterer und schwermütiger Musik wie ich sie seit
langem nicht mehr in dieser Intensität gehört und erlebt habe. Die raue
und grelle Melodieführung der Gitarren und der Gesang sind packend und
fesselnd und für diese Art von Musik einfach ideal. Auch die vier
ruhigen und klaren Instrumental- bzw. Zwischenstücke sind gut und
dienlich für die negative Atmosphäre des Albums. Allerdings sind sie es
auch, die mir ein kleines Gefühl von Wehmut machen, da es faktisch nur
drei „richtige“ Lieder auf dem Werk gibt, was mir etwas zu wenig ist.
Ich hätte mir noch ein oder zwei weitere „richtige“ Lieder gewünscht.
8,5/10
Aceust
01. Prelude: Descent
02. Part I: Everything fails
03. Interlude I: Daydream
04. Part II: Fragile consciousness
05. Interlude II: Nightmare
06. Part III: Total desolation
07. Epilogue: Escape
13.05.2008
12.05.2008
Arghoslent - Hornets Of The Pogrom | 2008 | Drakkar Records | CD | Death Metal
Mit Hornets of the pogrom gibt es nun endlich nach sechs langen Jahren den heiß erwarteten Nachfolger zum Geniestreich Incorrigible bigotry.
Erwartungs- und naturgemäß erreicht das neue Album selbstverständlich
nicht die überragende Klasse des Vorgängers, das war klar, denn so ein
Album wie Incorrigible bigotry macht man nur einmal im Leben, wenn überhaupt. Arghoslent
enttäuscht mit dem dritten Album aber dennoch nicht, da die radikalen
Amerikaner ihrer stilistischen Linie treu geblieben sind und ihren schön
gitarrenbetonten Death Metal zelebrieren.
Hornets of the pogrom ist ein sehr homogenes Werk, das von der ersten bis zur letzten Minute flüssig und kontinuierlich durchläuft ohne ein einziges Mal zu schwächeln. Mit dem Lied Hornets of the pogrom ist, wie bereits auf Incorrigible bigotry, das Titellied ein Instrumental in dem Arghoslent sowohl schnell und packend als auch langsam und melodisch spielt, vor allem aber abwechslungsreiches Riffing sprechen lässt.
Aber auch in allen anderen Liedern ist das Gitarrenspiel überaus präsent, ist ständig in abwechslungsreicher Bewegung und dann und wann ist auch ein melodisches Soli zu hören. Rhythmisch ist Hornets of the pogrom gleichfalls abwechslungsreich wobei sich Arghoslent überwiegend in mittelschnellen Tempi bewegt. Variationen die entweder schneller oder langsamer sind, gibt es natürlich auch, doch überwiegen die vielen Wechsel und Breaks in einem gemäßigten mittleren Bereich. Rhythmisch brachial oder gar eingängig wird es so gut wie nie, stattdessen herrscht über allem lebhaftes und vielschichtiges Spiel.
Obwohl es an Hornets of the pogrom nichts zu bemängeln gibt, erreichen Riffing und Melodieführung nicht ganz die Brillanz, Schärfe und alles durchdringende Intensität von Incorrigible bigotry. Dabei gibt es mit Liedern wie The nubian archer durchaus Stücke, die atmosphärisch und spieltechnisch durchaus in dieselbe Kerbe wie der Vorgänger schlagen. Hornets of the pogrom ist trotz alldem ein gelungener und würdiger Nachfolger, der für jeden Anhänger von Arghoslent ein absoluter Pflichtkauf und auch allen zu empfehlen ist, die sehr gitarrenbetonten Death Metal mögen und zu schätzen wissen!
8/10
Aceust
01. In coffles they were led
02. Swill of the knaves
03. Manacled freightage
04. The nubian archer
05. Dog and broom
06. Oracle of the malefic rhizome
07. Hornets of the pogrom
08. The grenadier
Hornets of the pogrom ist ein sehr homogenes Werk, das von der ersten bis zur letzten Minute flüssig und kontinuierlich durchläuft ohne ein einziges Mal zu schwächeln. Mit dem Lied Hornets of the pogrom ist, wie bereits auf Incorrigible bigotry, das Titellied ein Instrumental in dem Arghoslent sowohl schnell und packend als auch langsam und melodisch spielt, vor allem aber abwechslungsreiches Riffing sprechen lässt.
Aber auch in allen anderen Liedern ist das Gitarrenspiel überaus präsent, ist ständig in abwechslungsreicher Bewegung und dann und wann ist auch ein melodisches Soli zu hören. Rhythmisch ist Hornets of the pogrom gleichfalls abwechslungsreich wobei sich Arghoslent überwiegend in mittelschnellen Tempi bewegt. Variationen die entweder schneller oder langsamer sind, gibt es natürlich auch, doch überwiegen die vielen Wechsel und Breaks in einem gemäßigten mittleren Bereich. Rhythmisch brachial oder gar eingängig wird es so gut wie nie, stattdessen herrscht über allem lebhaftes und vielschichtiges Spiel.
Obwohl es an Hornets of the pogrom nichts zu bemängeln gibt, erreichen Riffing und Melodieführung nicht ganz die Brillanz, Schärfe und alles durchdringende Intensität von Incorrigible bigotry. Dabei gibt es mit Liedern wie The nubian archer durchaus Stücke, die atmosphärisch und spieltechnisch durchaus in dieselbe Kerbe wie der Vorgänger schlagen. Hornets of the pogrom ist trotz alldem ein gelungener und würdiger Nachfolger, der für jeden Anhänger von Arghoslent ein absoluter Pflichtkauf und auch allen zu empfehlen ist, die sehr gitarrenbetonten Death Metal mögen und zu schätzen wissen!
8/10
Aceust
01. In coffles they were led
02. Swill of the knaves
03. Manacled freightage
04. The nubian archer
05. Dog and broom
06. Oracle of the malefic rhizome
07. Hornets of the pogrom
08. The grenadier
11.05.2008
Funerarium - Nocthule | 2008 | Undercover Records | CD | Black Metal
Zwei Jahre nach dem Debüt Valley of darkness, welches eine CD-Wiederveröffentlichung des 2005er Demos war, gibt es nun mit Nocthule endlich neues Material aus Luxemburg. Als erstes fallen die klanglichen und atmosphärischen Veränderungen auf, da Funerarium auf Nocthule
einen weitaus weniger verzerrten und hasserfüllten Kreischgesang
verwendet. Einhergehend mit der gesanglichen Entwicklung ist der Klang
klarer und differenzierter ausgefallen, was dazu führt, dass er weniger
rau und rauschend ist.
Strukturelle Veränderungen sind aber gleichfalls zu verzeichnen, wie das Auftaktstück Riders of doom erahnen lässt, da hier über weite Strecken geradlinig, schnell und eingängig gespielt wird. Diese schnellen Parts werden zwar immer wieder von schleppenden Passagen unterbrochen, doch ist Riders of doom vor allem von einer zügigen Spielweise und Geschwindigkeit gekennzeichnet.
Im folgenden Titelstück Nocthule wird das schnelle Spiel weiter vertieft, sodass Funerarium regelrecht fies und hasserfüllt aufspielt, vor allem, da der energische Kreischgesang wunderbar mit dem schnellen, zuweilen stampfenden Rhythmus und den düsteren Gitarrenmelodien harmoniert.
Noch einen Zacken schneller und härter wird es zeitweise in Journey through the desolated landscapes, einem abwechslungsreichen Titel, der phasenweise erbarmungslos schnell und heftig ist, andererseits aber auch mittelschnelle, schleppende und atmosphärische Parts besitzt. Die atmosphärischen Parts bestehen vor allem aus ruhigen, dunklen und klaren Gitarrenharmonien im Hintergrund. Diese Wechsel der extrem schnellen und langsameren, atmosphärischen Parts passt sehr gut zusammen und ist schön flüssig sowie harmonisch, weshalb Journey through the desolated landscapes ein intensives und ergreifendes Stück ist.
Anfänglich langsam und düster, dunkelharmonisch und beklemmend, entwickelt sich das längste Lied The curse – Ontology of the trinity nach guten zwei Minuten zu einem schneller werdenden Stück, welches sowohl rhythmisch wie auch harmonisch abwechslungsreich ist. Die Gitarren wurden recht lebendig und vielschichtig gespielt, wobei sie aber niemals zu spielerisch oder aufdringlich werden und auch das Schlagzeug beschert mit seinen zahlreichen Tempowechseln eine nuancenreiche Atmosphäre. In der Mitte wird es dann allerdings erneut sehr langsam und dunkelharmonisch, bevor die letzten Minuten dann sehr schnell werden und teilweise sehr brachiale und ungestüme Parts zu hören sind.
Vorwiegend mittelschnell aber dennoch stampfend und getragen von düsteren Harmonien ist In the streams of melancholy, welches erst zum Ende hin einige schnellere und energische Schübe bekommt. Ansonsten ist es ein angenehmes, eher atmosphärisches Stück, welches vor allem vom Gesang und den dunklen, unauffälligen Melodien lebt.
Im letzten Stück ist dann wieder schnelles und treibendes Spiel federführend, welches in verschiedenen Abstufungen und Intensitäten dargeboten wird. Einige kurze atmosphärische Parts wurden ebenfalls eingestreut, sodass sich der Kreis abrundend schließt.
Es ist Funerarium gelungen, mit Nocthule einen würdigen Nachfolger zum Demo bzw. zu Valley of darkness zu kreieren obwohl das neue Werk insgesamt viel mehr Schnelligkeit und Härte besitzt. Trotz des hohen Maßes an Geschwindigkeit ist Nocthule aber dennoch ein Werk, das atmosphärisch vor allem düster und unheilvoll ist. Es ist Funerarium also gut gelungen, die kalte, hasserfüllte und misanthropische Atmosphäre des früheren Materials mit der neueren, schnelleren Spielweise zu vereinen.
7/10
Aceust
01. Intro
02. Riders of doom
03. Nocthule
04. Journey through the desolated landscapes
05. The curse - Ontology of the trinity
06. The parable of the blind leading the weak
07. In the streams of melancholy
08. In the dark nihilistic center of gravity
http://www.funerarium.lu/
Strukturelle Veränderungen sind aber gleichfalls zu verzeichnen, wie das Auftaktstück Riders of doom erahnen lässt, da hier über weite Strecken geradlinig, schnell und eingängig gespielt wird. Diese schnellen Parts werden zwar immer wieder von schleppenden Passagen unterbrochen, doch ist Riders of doom vor allem von einer zügigen Spielweise und Geschwindigkeit gekennzeichnet.
Im folgenden Titelstück Nocthule wird das schnelle Spiel weiter vertieft, sodass Funerarium regelrecht fies und hasserfüllt aufspielt, vor allem, da der energische Kreischgesang wunderbar mit dem schnellen, zuweilen stampfenden Rhythmus und den düsteren Gitarrenmelodien harmoniert.
Noch einen Zacken schneller und härter wird es zeitweise in Journey through the desolated landscapes, einem abwechslungsreichen Titel, der phasenweise erbarmungslos schnell und heftig ist, andererseits aber auch mittelschnelle, schleppende und atmosphärische Parts besitzt. Die atmosphärischen Parts bestehen vor allem aus ruhigen, dunklen und klaren Gitarrenharmonien im Hintergrund. Diese Wechsel der extrem schnellen und langsameren, atmosphärischen Parts passt sehr gut zusammen und ist schön flüssig sowie harmonisch, weshalb Journey through the desolated landscapes ein intensives und ergreifendes Stück ist.
Anfänglich langsam und düster, dunkelharmonisch und beklemmend, entwickelt sich das längste Lied The curse – Ontology of the trinity nach guten zwei Minuten zu einem schneller werdenden Stück, welches sowohl rhythmisch wie auch harmonisch abwechslungsreich ist. Die Gitarren wurden recht lebendig und vielschichtig gespielt, wobei sie aber niemals zu spielerisch oder aufdringlich werden und auch das Schlagzeug beschert mit seinen zahlreichen Tempowechseln eine nuancenreiche Atmosphäre. In der Mitte wird es dann allerdings erneut sehr langsam und dunkelharmonisch, bevor die letzten Minuten dann sehr schnell werden und teilweise sehr brachiale und ungestüme Parts zu hören sind.
Vorwiegend mittelschnell aber dennoch stampfend und getragen von düsteren Harmonien ist In the streams of melancholy, welches erst zum Ende hin einige schnellere und energische Schübe bekommt. Ansonsten ist es ein angenehmes, eher atmosphärisches Stück, welches vor allem vom Gesang und den dunklen, unauffälligen Melodien lebt.
Im letzten Stück ist dann wieder schnelles und treibendes Spiel federführend, welches in verschiedenen Abstufungen und Intensitäten dargeboten wird. Einige kurze atmosphärische Parts wurden ebenfalls eingestreut, sodass sich der Kreis abrundend schließt.
Es ist Funerarium gelungen, mit Nocthule einen würdigen Nachfolger zum Demo bzw. zu Valley of darkness zu kreieren obwohl das neue Werk insgesamt viel mehr Schnelligkeit und Härte besitzt. Trotz des hohen Maßes an Geschwindigkeit ist Nocthule aber dennoch ein Werk, das atmosphärisch vor allem düster und unheilvoll ist. Es ist Funerarium also gut gelungen, die kalte, hasserfüllte und misanthropische Atmosphäre des früheren Materials mit der neueren, schnelleren Spielweise zu vereinen.
7/10
Aceust
01. Intro
02. Riders of doom
03. Nocthule
04. Journey through the desolated landscapes
05. The curse - Ontology of the trinity
06. The parable of the blind leading the weak
07. In the streams of melancholy
08. In the dark nihilistic center of gravity
http://www.funerarium.lu/
05.05.2008
War For War - Kovy Odjinud | 2007 | Naga Productions | CD | Black Metal
Kovy odjinud ist die dritte Veröffentlichung von Morbivods Soloprojekt War For War. Bekannt dürfte Morbivod vielen von Trollech oder Stíny Plamenù her sein. Die beiden Vorgänger von Kovy odjinud
sind mir zwar nicht bekannt, doch handelt es sich beim aktuellen Werk
um das erste, welches komplett in tschechischer Sprache eingesungen
wurde und welches nicht nur wegen des Covers von Vykoupení der tschechischen Legende Master's Hammer huldigt.
Musikalische und inhaltliche Querverweise zu Master's Hammer lassen sich auf dem Album immer wieder finden. Als erstes ist hier natürlich Sen o Master's Hammer (Dream about Master's Hammer) zu nennen, in welchem War For War nicht nur textlich sondern auch musikalisch der Legende alle Ehre macht. Genau wie Master's Hammer einst atmosphärische und technisch eigenwillige Elemente miteinander vereinte, tut dies auch War For War. Schnelle und harte Parts wechseln sich mit epischen Arrangements ab und auch der schnelle tschechische Gesang sowie das sehr lebendige Riffing sorgen für sehr markante und einprägsame Momente.
Aber auch die restlichen Lieder von Kovy odjinud tragen diese, von hoher Vielfalt gekennzeichnete Handschrift. Durchgängig gleichbleibende oder gar eingängige Strukturen sind Fehlanzeige. Es sind sowohl sehr schnelle, treibende und eingängige Lieder und Passagen vorhanden, wie auch eine Vielzahl an langsamen, mittelschnellen und atmosphärisch ausgeschmückten Stücken und Parts.
Da ist beispielsweise das Keyboard, welches immer wieder auftaucht und der Musik nicht nur eine harmonische sondern zuweilen auch leicht epische Note verleiht. Es ist aber nicht nur das Keyboard, auch das oft zentral ausgerichtete Gitarrenspiel sorgt für Abwechslung und Vielfalt. Neben technischen und schnellen Riffs wurden die Gitarren gerne auch sehr melodisch eingespielt, was sich gut mit dem harmonischen Keyboard ergänzt.
Ich möchte nicht so weit gehen, Kovy odjinud als ein avantgardistisches Werk zu bezeichnen doch geht es in jedem Fall schon in diese Richtung. Allerdings auf eine angenehme Art und Weise, da die harmonischen und epischen Elemente niemals Überhand gewinnen und eine experimentelle Ausrichtung auch nur angedeutet wird. Kovy odjinud ist in erster Linie sehr abwechslungsreicher Tschechen Black Metal vom umtriebigen Morbivod, welcher auch in all seinen anderen Gruppen (soweit mit bekannt) alles andere als geradlinig und eingängig agiert. Wer es tschechisch mag und wer Master's Hammer mag, sollte unbedingt in Kovy odjinud reinhören. Auf Dauer ist mir die Vielfalt zwar einen Tick zu viel, doch gefallen mir gerade die schnelleren und kraftvollen Parts, die von War For War sehr gut und eindringlich umgesetzt wurden.
6,5/10
Aceust
01. Stokrát vrhnu stín
02. Mezi svety
03. Srážka s vekem
04. Scientia
05. Sen o Master's Hammer
06. Dlouhá žíla
07. Kovy odjinud
08. Vykoupení (Master's Hammer Cover)
Musikalische und inhaltliche Querverweise zu Master's Hammer lassen sich auf dem Album immer wieder finden. Als erstes ist hier natürlich Sen o Master's Hammer (Dream about Master's Hammer) zu nennen, in welchem War For War nicht nur textlich sondern auch musikalisch der Legende alle Ehre macht. Genau wie Master's Hammer einst atmosphärische und technisch eigenwillige Elemente miteinander vereinte, tut dies auch War For War. Schnelle und harte Parts wechseln sich mit epischen Arrangements ab und auch der schnelle tschechische Gesang sowie das sehr lebendige Riffing sorgen für sehr markante und einprägsame Momente.
Aber auch die restlichen Lieder von Kovy odjinud tragen diese, von hoher Vielfalt gekennzeichnete Handschrift. Durchgängig gleichbleibende oder gar eingängige Strukturen sind Fehlanzeige. Es sind sowohl sehr schnelle, treibende und eingängige Lieder und Passagen vorhanden, wie auch eine Vielzahl an langsamen, mittelschnellen und atmosphärisch ausgeschmückten Stücken und Parts.
Da ist beispielsweise das Keyboard, welches immer wieder auftaucht und der Musik nicht nur eine harmonische sondern zuweilen auch leicht epische Note verleiht. Es ist aber nicht nur das Keyboard, auch das oft zentral ausgerichtete Gitarrenspiel sorgt für Abwechslung und Vielfalt. Neben technischen und schnellen Riffs wurden die Gitarren gerne auch sehr melodisch eingespielt, was sich gut mit dem harmonischen Keyboard ergänzt.
Ich möchte nicht so weit gehen, Kovy odjinud als ein avantgardistisches Werk zu bezeichnen doch geht es in jedem Fall schon in diese Richtung. Allerdings auf eine angenehme Art und Weise, da die harmonischen und epischen Elemente niemals Überhand gewinnen und eine experimentelle Ausrichtung auch nur angedeutet wird. Kovy odjinud ist in erster Linie sehr abwechslungsreicher Tschechen Black Metal vom umtriebigen Morbivod, welcher auch in all seinen anderen Gruppen (soweit mit bekannt) alles andere als geradlinig und eingängig agiert. Wer es tschechisch mag und wer Master's Hammer mag, sollte unbedingt in Kovy odjinud reinhören. Auf Dauer ist mir die Vielfalt zwar einen Tick zu viel, doch gefallen mir gerade die schnelleren und kraftvollen Parts, die von War For War sehr gut und eindringlich umgesetzt wurden.
6,5/10
Aceust
01. Stokrát vrhnu stín
02. Mezi svety
03. Srážka s vekem
04. Scientia
05. Sen o Master's Hammer
06. Dlouhá žíla
07. Kovy odjinud
08. Vykoupení (Master's Hammer Cover)
Grind Inc. - Sudden State Of Hate | 2008 | Twilight | CD | Death Metal
Ein sehr lebendiges, technisches und vielschichtiges Album wird derjenige in den Händen halten, der sich das dritte Grind Inc. Album Sudden state of hate zulegt. Grind Inc.
lässt so gut wie nichts aus was der Death Metal zu bieten hat. Die elf,
zumeist drei bis vier Minuten langen Titel, strotzen nur so vor
Abwechslung und technischen Strukturen, welche von den Musikern auch
akkurat und präzise umgesetzt worden sind.
So sind neben dem klassischen treibendem Death Metal Gebolze auch eine Vielzahl an mittelschnellen Arrangements zu hören, die druckvoll, brachial und niederwalzend daher kommen. Das Ganze wird vom hohen Maß an flotten Tempowechsel begleitet, weshalb die Platte sehr lebendig wirkt. Länger andauernde, eingängig und trocken angelegte Parts sind zwar vorhanden, doch insgesamt betrachtet eher eine Rarität angesichts der Hülle und Fülle von unterschiedlichen Tempi und der zahlreich eingestreuten technischen Riffs, die sicherlich einiges an Fingerakrobatik abverlangen.
Die eingängig schnellen und brutalen Parts, die in die klassische Old School Richtung gehen, gefallen mir dabei am besten, da Grind Inc. es versteht, in der treibenden Spielweise einfach herrlich brachial und ausmerzend aufzuspielen. Doch die vielen Wechsel und die zahlreichen technischen Parts, die besonders am modernen Gitarrenspiel deutlich werden, mindern meinen Hörspaß. Ab und an fühle ich mich hierbei an Dying Fetus erinnert, die ein ähnlich technisch gelagertes Gemisch vom brutalen Death Metal spielen. Darüber hinaus verwendet Grind Inc. dualen Gesang, was sich gut anhört, da beide Stimmen schön tief und kehlig aus dem Halse kommen.
Die spielerische Umsetzung des nicht einfach strukturierten Materials ist einwandfrei und hat sicherlich ihren Anspruch. Für meinen Geschmack ist Sudden state of hate aber dennoch zu technisch und zu lebendig in seinem Spielfluss der von ständigen Wechseln gekennzeichnet ist. Wer es allerdings technisch und brutal mag und nicht so sehr Wert auf eingängigere Strukturen Wert legt wie ich, wird sicherlich viel mehr mit diesem Werk anfangen können.
5,5/10
Aceust
01. Certifibly insance
02. Petrified parasites
03. Lack of credibility
04. Pact with agony
05. Collateral body count
06. Human time bomb
07. Hole in the ground
08. Voice of premonition
09. To descendants
10. Killustrating your demise
11. Sudden state of death
So sind neben dem klassischen treibendem Death Metal Gebolze auch eine Vielzahl an mittelschnellen Arrangements zu hören, die druckvoll, brachial und niederwalzend daher kommen. Das Ganze wird vom hohen Maß an flotten Tempowechsel begleitet, weshalb die Platte sehr lebendig wirkt. Länger andauernde, eingängig und trocken angelegte Parts sind zwar vorhanden, doch insgesamt betrachtet eher eine Rarität angesichts der Hülle und Fülle von unterschiedlichen Tempi und der zahlreich eingestreuten technischen Riffs, die sicherlich einiges an Fingerakrobatik abverlangen.
Die eingängig schnellen und brutalen Parts, die in die klassische Old School Richtung gehen, gefallen mir dabei am besten, da Grind Inc. es versteht, in der treibenden Spielweise einfach herrlich brachial und ausmerzend aufzuspielen. Doch die vielen Wechsel und die zahlreichen technischen Parts, die besonders am modernen Gitarrenspiel deutlich werden, mindern meinen Hörspaß. Ab und an fühle ich mich hierbei an Dying Fetus erinnert, die ein ähnlich technisch gelagertes Gemisch vom brutalen Death Metal spielen. Darüber hinaus verwendet Grind Inc. dualen Gesang, was sich gut anhört, da beide Stimmen schön tief und kehlig aus dem Halse kommen.
Die spielerische Umsetzung des nicht einfach strukturierten Materials ist einwandfrei und hat sicherlich ihren Anspruch. Für meinen Geschmack ist Sudden state of hate aber dennoch zu technisch und zu lebendig in seinem Spielfluss der von ständigen Wechseln gekennzeichnet ist. Wer es allerdings technisch und brutal mag und nicht so sehr Wert auf eingängigere Strukturen Wert legt wie ich, wird sicherlich viel mehr mit diesem Werk anfangen können.
5,5/10
Aceust
01. Certifibly insance
02. Petrified parasites
03. Lack of credibility
04. Pact with agony
05. Collateral body count
06. Human time bomb
07. Hole in the ground
08. Voice of premonition
09. To descendants
10. Killustrating your demise
11. Sudden state of death
01.05.2008
Lathspell - Elegia | 2008 | Excesor Christianorum Records | CD | Black Metal
Zum zehnten Geburtstag beschert uns Lathspell zwei Jahre nach Versus ecclesia mit Elegia das zweite neue Album. Geboten bekommt man natürlich wieder finnische Black Metal-Rohkost, auch wenn sich Elegia bei eingehender Begutachtung differenzierter und vielfältiger als sein Vorgänger erweist.Lathspell klingt auf Elegia weniger harsch, schroff und brutal. Dafür wurden die mittelschnellen und leicht melodischen Anteile erhöht, was sehr gut zu gefallen weiß. Diese Veränderung respektive Entwicklung wird auch sogleich mit dem ersten Titel Prologi deutlich. Dieser weist sowohl eingängig schnelle, grimmig und roh klingende Züge auf wie auch mittelschnell eingespielte Parts, in denen dann vor allem die melodisch gespielten Gitarren auffallen. Dieses leicht melodische Gitarrenspiel kristallisiert sich besonders deutlich in Talvas ja maa heraus. Talvas ja maa ist ein absolut erstklassiges Lied, in dem eingängige Schnelligkeit, sanfte und unaufdringliche Melodien, eine grimmige Atmosphäre und schleppende Rhythmen bravourös miteinander kombiniert wurden. Das Gitarrenspiel auf Elegia weiß auch deshalb so gut zu gefallen, da es trotz der guten Riffs und Melodieführungen immer unaufdringlich und unauffällig bleibt und einen leicht grell rohen Klang hat, was sich mit den restlichen Elementen wie Gesang, Schlagzeug und Rhythmus hervorragend ergänzt.
Der Gesang ist gleichfalls unauffällig angelegt. Sein verzerrter und zuweilen minimal kehliger Klang ist in einer konstanten Unaufgeregtheit, die vereinzelt durch energische Einlagen oder kurze und leise klare Parts unterbrochen wird, gekennzeichnet. Ähnliches gilt auch für das Schlagzeug, dessen Klang von einer dezenten Natur ist und deshalb nicht markant ins Gehör fällt, obgleich es differenziert und abwechslungsreich eingespielt wurde, wie die zahlreichen Wechsel unterschiedlich schnellen Parts zeigen.
Elegia ist ein Album, welches beim ersten Betrachten seine Klasse und die guten durchdachten Strukturen verbirgt. Erst beim genaueren Hinschauen und Hinhören offenbart sich langsam, Schicht für Schicht, die erstklassige Qualität des Materials. So unauffällig und zurückhaltend die einzelnen Elemente dem ersten Anschein nach sind, so vereinnahmend und packend ist dann das dargebotene Ergebnis, wenn man der stets roh und grimmigen Musik, die abwechslungsreich vorgetragen wird, lauscht.
Elegia beinhaltet alles, was ein gutes Album braucht: Kalte und grimmige Schnelligkeit, mittelschnelle und schleppende Parts, leicht melodische und auch atmosphärische Facetten, wie etwa das kurze Bass-Soli in Mustan kuun vuola. Ich kann meine Einschätzung von Fascination of deviltry nur wiederholen: Lathspell ist eine wahre Perle des finnischen Untergrunds, fernab der etablierten und angesagten Gruppen!
8/10
Aceust
01. Prologi
02. Kaura aika
03. Taivas ja maa
04. Katarsis
05. Mustan kuun valoa
06. Velfensurma
07. November
08. En vind av sorg (Darkthrone Cover)
21.04.2008
Celestial Bloodshed - Cursed, Scarred And Forever Possessed | 2008 | Debemur Morti | CD | Black Metal
Nach einem Demo und einer EP debütiert die norwegische Formation Celestial Bloodshed nun mit dem Album Cursed, scarred and forever possessed, welches sich als ein abwechslungsreich gespieltes und dennoch tosendes Werk erweist.
Nach dem knapp drei Minuten langen Intro folgt sogleich das Titellied, welches schleppend, dunkelharmonisch und schwermütig beginnt. Ein einzelner, kraftvoll verzerrter Schrei und Glockengeläut bekräftigen diese Stimmung, bevor es dann eingängig schnell wird und sich das Lied zu einem abwechslungsreichen Stück entwickelt. Vor allem die unauffällig aber dennoch wirksam gestrickte Melodieführung an den Gitarren weiß zu gefallen, da sie stets eine dunkle und kalte Atmosphäre aufrecht erhält, ganz gleich ob schnell oder langsam gespielt wird. Während der beiden letzten Minuten ist das dunkelmelodische Gitarrenspiel sogar so gut, dass es mich ein wenig an das grandiose Debütalbum von Wolves in the Throne Room erinnert.
Nahezu durchgängig schnell ist es dann im folgenden Sign of the zodiac, das rhythmisch relativ wenig Veränderung enthält. Dafür ist das Gitarrenspiel auffälliger und präsenter, auch wenn hier gleichfalls nicht wirklich von abwechslungsreichem Spiel gesprochen werden kann. Dennoch ist es sehr wirksam, da die wenigen Veränderungen – und nicht zuletzt auch der Gesang – für gute Momente sorgen.
Gleichfalls geprägt von Schnelligkeit ist Truth is truth, beyond the god. Allerdings ist der eingängig hämmernde Rhythmus diesmal stampfender und energischer und auch das Gitarrenspiel ist weitaus vielschichtiger als im Lied zuvor. Zuweilen werden hier sehr gute Melodien geschmettert, die einerseits einfach schön sind, andererseits sehr gut mit dem schnellen und zuweilen heftigen Schlagzeugspiel harmonieren.
Mit All praise to thee folgt dann ein längeres Lied, welches in der ersten Hälfte sehr dunkel und schleppend ist und zum Teil mit einzelnen Geräuschen unterlegt wurde, was diese beklemmende Atmosphäre betont. In der zweiten Hälfte gibt es dann einen sehr schnellen und dezidiert eingängigen Part, bevor das Lied dann mit düstern Geräuschen ausklingt.
Gospel of hate ist anderthalb Minuten lang und ein schnelles energisches Stück, mit einigen sehr heftigen und hasserfüllten Arrangements. Es ist beinahe schon etwas schade, dass es so kurz ist, da diese brutale und wütende Spielweise sehr überzeugend ist.
Das abschließende Demon of old ist in der ersten Hälfte sehr schnell und eingängig, lediglich das gleichfalls flinke Riffing sorgt für etwas Abwechslung und eine kalte Atmosphäre. Die zweite Hälfte, so könnte man sagen, fungiert als eine Art Outro, da hier nur noch ruhige, dunkle und atmosphärische Arrangements zu hören sind, die das Album ausklingen lassen.
Celestial Bloodshed hat mit Cursed, scarred and forever possessed einen sehr gelungenen Einstand hingelegt, der sowohl Schnelligkeit und Härte, wie auch düstere und kalte Melodien sowie atmosphärische Elemente beinhaltet.
01. Intro
02. Cursed, scarred and forever possessed
03. Sign of the zodiac
04. Truth is truth, beyond the gody
05. All praise to thee
06. Gospel of hate
07. The demon of old
Nach dem knapp drei Minuten langen Intro folgt sogleich das Titellied, welches schleppend, dunkelharmonisch und schwermütig beginnt. Ein einzelner, kraftvoll verzerrter Schrei und Glockengeläut bekräftigen diese Stimmung, bevor es dann eingängig schnell wird und sich das Lied zu einem abwechslungsreichen Stück entwickelt. Vor allem die unauffällig aber dennoch wirksam gestrickte Melodieführung an den Gitarren weiß zu gefallen, da sie stets eine dunkle und kalte Atmosphäre aufrecht erhält, ganz gleich ob schnell oder langsam gespielt wird. Während der beiden letzten Minuten ist das dunkelmelodische Gitarrenspiel sogar so gut, dass es mich ein wenig an das grandiose Debütalbum von Wolves in the Throne Room erinnert.
Nahezu durchgängig schnell ist es dann im folgenden Sign of the zodiac, das rhythmisch relativ wenig Veränderung enthält. Dafür ist das Gitarrenspiel auffälliger und präsenter, auch wenn hier gleichfalls nicht wirklich von abwechslungsreichem Spiel gesprochen werden kann. Dennoch ist es sehr wirksam, da die wenigen Veränderungen – und nicht zuletzt auch der Gesang – für gute Momente sorgen.
Gleichfalls geprägt von Schnelligkeit ist Truth is truth, beyond the god. Allerdings ist der eingängig hämmernde Rhythmus diesmal stampfender und energischer und auch das Gitarrenspiel ist weitaus vielschichtiger als im Lied zuvor. Zuweilen werden hier sehr gute Melodien geschmettert, die einerseits einfach schön sind, andererseits sehr gut mit dem schnellen und zuweilen heftigen Schlagzeugspiel harmonieren.
Mit All praise to thee folgt dann ein längeres Lied, welches in der ersten Hälfte sehr dunkel und schleppend ist und zum Teil mit einzelnen Geräuschen unterlegt wurde, was diese beklemmende Atmosphäre betont. In der zweiten Hälfte gibt es dann einen sehr schnellen und dezidiert eingängigen Part, bevor das Lied dann mit düstern Geräuschen ausklingt.
Gospel of hate ist anderthalb Minuten lang und ein schnelles energisches Stück, mit einigen sehr heftigen und hasserfüllten Arrangements. Es ist beinahe schon etwas schade, dass es so kurz ist, da diese brutale und wütende Spielweise sehr überzeugend ist.
Das abschließende Demon of old ist in der ersten Hälfte sehr schnell und eingängig, lediglich das gleichfalls flinke Riffing sorgt für etwas Abwechslung und eine kalte Atmosphäre. Die zweite Hälfte, so könnte man sagen, fungiert als eine Art Outro, da hier nur noch ruhige, dunkle und atmosphärische Arrangements zu hören sind, die das Album ausklingen lassen.
Celestial Bloodshed hat mit Cursed, scarred and forever possessed einen sehr gelungenen Einstand hingelegt, der sowohl Schnelligkeit und Härte, wie auch düstere und kalte Melodien sowie atmosphärische Elemente beinhaltet.
01. Intro
02. Cursed, scarred and forever possessed
03. Sign of the zodiac
04. Truth is truth, beyond the gody
05. All praise to thee
06. Gospel of hate
07. The demon of old
Amystery - Grim Satanic Blessing | 2008 | Pestilence Records | CD | Black Metal
Ziemlich genau ein Jahr nach dem guten Debüt Extermination, followed by cryptic silence, legt Amystery nun mit dem zweiten Streich Grim satanic blessing nach. Und ich muss sagen, Amystery hat sich deutlich gesteigert.
Mit Nailed geht es denn auch umgehend gut los. Es wurde in einem, sich abwechselnd flotten und schleppenden Rhythmus eingespielt, der von einem sehr guten und etwas grell klingenden Gitarrenspiel umsäumt wird. Die Melodien, die bei diesem Spiel entstehen, sind von einer kalten Schwermütigkeit, die vom ruhigen, verzerrten und kehlig knarrenden Gesang abgerundet wird.
Noch viel besser wird es dann allerdings in Awake the dead, einem über weite Strecken langsam und schleppend gehaltenem Titel, dessen dunkle, raue und roh klingende Melodieführung einfach grandios ist. An und für sich sind diese düsteren Riffs nichts besonderes, doch wie sie von Amystery inszeniert und vorgetragen werden, ist großartig, denn es wird eine extrem dichte Atmosphäre erzeugt, die nicht einfach nur dunkel und melancholisch ist, sondern in der auch etwas Sehnsucht mitschwingt. Awake the dead ist ein wunderbares Lied jener Sorte, das ich mir vier, fünf Mal am Stück anhören kann.
Viel grimmiger und ein bisschen an frühe Darkthrone erinnernd ist Unholy breed, welches ein wenig von der fiesen und rotzigen Atmosphäre der Norweger inne hat. Es wechseln sich schnelle und schleppende Parts ab, vor allem aber bestimmen die Gitarren das Geschehen, die erneut in jeder Hinsicht überzeugend sind.
Mit No sign of life folgt das längste Lied des Albums und hier hat Amystery das bisher recht auffällige und präsente Gitarrenspiel etwas zurückgenommen. Dennoch besticht auch hier die dunkle Melodieführung, nur ist sie versteckter in dem abwechslungsreich gestaltetem Lied. Neben den eingängig schnellen Parts ist im mittleren Abschnitt auch eine schleppende Passage zu hören, die aufgrund des teilweise kurzen klaren Gesangs und der dunklen, warmen Melodie, sehr intensiv wirkt.
Vielschichtig geht es dann in Otherside zu, einem Lied, das sowohl sehr schnelle und treibende, wie auch grimmig rotzige und einige schleppende, dunkelharmonische Passagen beinhaltet. Dieses Gemisch ist sehr explosiv und zuweilen von einer regelrechten Heftigkeit gekennzeichnet.
Schleppend und von ruhigen, dunklen Riffs getragen ist Crushed and burnt, welches in einer grimmigen und abfälligen Art und Weise daher kommt. Die Gitarren sind hier wieder schön deutlich und präsent, teilweise von einer schlichten Schönheit, und harmonieren hervorragend mit dem Gesang.
Und auch mit dem letzten Stück Hypocritical christianity weiß Amystery voll und ganz zu überzeugen. Auch hier stimmt alles. Es wird eine grimmige und kalte Atmosphäre beschworen, die einerseits ein wenig mit Melancholie, andererseits immer auch ein wenig mit verächtlicher Gleichgültigkeit und Erhabenheit kokettiert.
Grim satanic blessing ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein in jeder Hinsicht gelungenes und ohne Einschränkungen überzeugendes Album! Es ist eine wahre Freude, dem grimmigen und kalten Spiel zuzuhören und dabei immer wieder von hervorragenden Harmonien vereinnahmt zu werden. Für mich ist Grim satanic blessing ganz klar ein absoluter Höhepunkt in diesem Jahr.
01. Introduction
02. Nailed
03. Awake the dead
04. Unholy breed
05. No sign of life
06. Otherside
07. Crushed and burnt
08. Hypocritical christianity
http://www.pestilence-records.de/
Mit Nailed geht es denn auch umgehend gut los. Es wurde in einem, sich abwechselnd flotten und schleppenden Rhythmus eingespielt, der von einem sehr guten und etwas grell klingenden Gitarrenspiel umsäumt wird. Die Melodien, die bei diesem Spiel entstehen, sind von einer kalten Schwermütigkeit, die vom ruhigen, verzerrten und kehlig knarrenden Gesang abgerundet wird.
Noch viel besser wird es dann allerdings in Awake the dead, einem über weite Strecken langsam und schleppend gehaltenem Titel, dessen dunkle, raue und roh klingende Melodieführung einfach grandios ist. An und für sich sind diese düsteren Riffs nichts besonderes, doch wie sie von Amystery inszeniert und vorgetragen werden, ist großartig, denn es wird eine extrem dichte Atmosphäre erzeugt, die nicht einfach nur dunkel und melancholisch ist, sondern in der auch etwas Sehnsucht mitschwingt. Awake the dead ist ein wunderbares Lied jener Sorte, das ich mir vier, fünf Mal am Stück anhören kann.
Viel grimmiger und ein bisschen an frühe Darkthrone erinnernd ist Unholy breed, welches ein wenig von der fiesen und rotzigen Atmosphäre der Norweger inne hat. Es wechseln sich schnelle und schleppende Parts ab, vor allem aber bestimmen die Gitarren das Geschehen, die erneut in jeder Hinsicht überzeugend sind.
Mit No sign of life folgt das längste Lied des Albums und hier hat Amystery das bisher recht auffällige und präsente Gitarrenspiel etwas zurückgenommen. Dennoch besticht auch hier die dunkle Melodieführung, nur ist sie versteckter in dem abwechslungsreich gestaltetem Lied. Neben den eingängig schnellen Parts ist im mittleren Abschnitt auch eine schleppende Passage zu hören, die aufgrund des teilweise kurzen klaren Gesangs und der dunklen, warmen Melodie, sehr intensiv wirkt.
Vielschichtig geht es dann in Otherside zu, einem Lied, das sowohl sehr schnelle und treibende, wie auch grimmig rotzige und einige schleppende, dunkelharmonische Passagen beinhaltet. Dieses Gemisch ist sehr explosiv und zuweilen von einer regelrechten Heftigkeit gekennzeichnet.
Schleppend und von ruhigen, dunklen Riffs getragen ist Crushed and burnt, welches in einer grimmigen und abfälligen Art und Weise daher kommt. Die Gitarren sind hier wieder schön deutlich und präsent, teilweise von einer schlichten Schönheit, und harmonieren hervorragend mit dem Gesang.
Und auch mit dem letzten Stück Hypocritical christianity weiß Amystery voll und ganz zu überzeugen. Auch hier stimmt alles. Es wird eine grimmige und kalte Atmosphäre beschworen, die einerseits ein wenig mit Melancholie, andererseits immer auch ein wenig mit verächtlicher Gleichgültigkeit und Erhabenheit kokettiert.
Grim satanic blessing ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein in jeder Hinsicht gelungenes und ohne Einschränkungen überzeugendes Album! Es ist eine wahre Freude, dem grimmigen und kalten Spiel zuzuhören und dabei immer wieder von hervorragenden Harmonien vereinnahmt zu werden. Für mich ist Grim satanic blessing ganz klar ein absoluter Höhepunkt in diesem Jahr.
01. Introduction
02. Nailed
03. Awake the dead
04. Unholy breed
05. No sign of life
06. Otherside
07. Crushed and burnt
08. Hypocritical christianity
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