Diese Wiederveröffentlichung wurde komplett neu gemastert, enthält im
12seitigen Booklet zahlreiche Informationen rund um das Schaffen von Fäulnis
und wartet darüber hinaus mit drei Bonusstücken auf. Mir ist die
Originalveröffentlichung von 2004 nicht bekannt, weshalb ich
unvoreingenommen zu Werke gehen kann.
Im Booklet wird Cholerik: Eine Aufarbeitung² als roh und unstrukturiert umschrieben, was sicherlich zutreffend ist. In der Einleitung ist ein einfacher, getrommelter Rhythmus zu hören, der von irgendwelchen Schmerzensschreien begleitet wird. Mit Invokation folgt dann ein sehr gutes und düsteres Lied, welches mir auf Anhieb am besten gefällt. An Invokation
gefällt mir vor allem das Wechselspiel zwischen dem ätzenden,
verzerrtem Kreischgesang und dem klaren, unverzerrten und sonoren
Gesang. Für gewöhnlich mag ich klare Gesänge überhaupt nicht, doch in
diesem Falle umso mehr, zumal die musikalische Untermalung sehr gut ist.
Invokation beginnt mittelschnell treibend mit einer leicht
melodisch gespielten Gitarre und verändert sich zu einem schneller
werdenden, roh klingendem Wutsturm.
Es folgt Zwischenspiel I: Die Lästerzungen. Eine irre
und vom Wahnsinn getriebene Stimme rezitiert François Villon und stellt
detailreich dar, wie man Lästerzungen gefälligst zu schmoren hat.
Untermalung findet das Ganze dann natürlich von düsteren
Hintergrundklängen. Zwischenspiel I geht nahtlos in Gespien
über, welches extrem harsch und schnell beginnt. Auf diesen wüsten und
heftigen Anfang folgt eine düstere und beklemmende Passage, bestehend
aus düsteren Keyboardklängen, eine klaren, englisch sprechenden Stimme
und anderen Stimmenfragmenten, die teils verzerrt, teils unverständlich
sind und leises Schluchzen oder lautes Atmen sein könnten. Erst in der
letzten Minute wird es wieder metallisch, wobei dann auch übelstes
Geknüppel und Gegrunze zu hören ist, was sich durchaus ein wenig nach
zünftigem Grind anhört.
Weniger extrem geht es mit Die Tote vom Flussufer
weiter, einem schleppend bis mittelschnell gehaltenem Lied. Das Riffing
ist grell klingend, leicht melodisch und recht eingängig. Viel
interessanter und vielfältiger ist da der Gesang, der entweder stark
verzerrt, klar oder sehr tief und kehlig ist. In der Mitte folgt ein
sehr klarer Part mit Akustikgitarre, bevor das Lied dann kraftvoll
schleppend ausklingt.
Die Synthetikversion von Invokation ist zwei Minuten
länger als das Original und wurde von K. Zwiespalt von Stillhet
interpretiert. Es ist ein sehr schönes und ruhiges Lied, das gern auch
zehn Minuten länger hätte sein können.
30. Juli, bewölkt ist ein recht ruhiges, atmosphärisches
aber dennoch kraftvolles Lied, mit zum Teil recht rockig wirkenden
Riffs. Die hellen, sphärisch klingenden Gitarrenmelodien erinnern mich
stark an das neuste Nachtmystium Album. Am ausdrucksstärksten ist
allerdings der Gesang, der erneut sehr abwechslungsreich ist und klare
wie auch verzerrte Züge hat.
Der letzte Titel II wird in einer etwas anderen Form auf dem kommenden Album Gehirn zwischen Wahn und Sinn
vertreten sein. Es ist ein langsames Lied, in dem ruhiges, leicht
dunkelharmonisches Gitarrenspiel die Stimmung dominiert. Wirklichen
Gesang gibt es nicht, stattdessen ist ein fernes Rufen oder Flüstern zu
hören.
Cholerik: Eine Aufarbeitung² ist sicherlich ein sehr
interessantes Werk mit einer tiefgehenden Gedankenwelt. Doch gänzlich
überzeugen kann es mich nicht, da mir auf Dauer die vielen düsteren
Parts zwischen den metallischen Passagen und Liedern auf die Nerven
gehen. Das Zusatzmaterial wertet die Veröffentlichung jedoch auf.
Invokation zum Beispiel ist ein grandioses Lied, das ich mir fünfmal nacheinander anhören kann und auch die metallischen Anteile von Gespien sind genau mein Fall. Doch das Drumherum stört mich ein wenig. Sicherlich ist der von Fäulnis erdachte Terminus „Sick Black Art“ mehr als passend. Ich weiß jedoch nicht, wie sich Fäulnis auf den beiden späteren Werken Letharg und Kommando Thanatos musikalisch entwickelt hat, allerdings würde ich mir persönlich mehr vom extremen Metal wünschen.
01. Einleitung
02. Invokation
03. Zwischenspiel I: Die Lästerzungen
04. Gespien
05. Zwischenspiel II: LaVT
06. Die Tote vom Flussufer
07. Ausklang
08. Invokation (Synthetik 2007)
09. 30. Juli, bewölkt
10. II
http://www.sickblackart.de/
16.02.2008
14.02.2008
A Forest Of Stars - The Corpse Of Rebirth | 2008 | Transcendental Creations | CD | Black Metal
Hier und da wird A Forest of Stars und deren Debütalbum The corpse of rebirth als psychedelischer Black Metal kategorisiert, was insofern richtig ist, da A Forest of Stars
in den fünf Liedern von epischer Länge, gerne bizarre
Klanglandschaften formt. Man könnte die Musik aber auch einfach als
progressiven oder avantgardistischen Black Metal umschreiben, da A Forest of Stars
dann und wann durchaus mit Wolves in the Throne Room, In The Woods,
oder auch Solefald zu vergleichen ist. Wenn man es ganz speziell mag,
kann man dann auch noch Traumatic Voyage nennen, weil A Forest of Stars manchmal ähnlich irre und gestört agiert. The corpse of rebirth klingt dabei aber glücklicherweise dauerhaft eigenständig und ist kein Abklatsch der genannten Gruppen.
Ein sehr markantes Merkmal des Albums ist das Mitwirken der Katie Stone, die hier für Violine sowie Flöte verantwortlich ist, und vielen von My Dying Bride her bekannt sein dürfte. Violine und Flöte sind immer wieder zu hören, doch gerade im ersten Titel God sorgen diese Instrumente bisweilen für angenehme düstere und verstörende Momente, da sie eben nicht nur in ruhigen, beschaulichen Passagen zu hören sind, sondern auch in schnellen, wüst und ruppig gespielten Parts zum Einsatz kommen. Und wenn dann auch noch der Gesang – der auf dem Album insgesamt sehr facettenreich ist – dazu kommt, kreiert A Forest of Stars durchaus obskure Zustände mit psychedelischem Faktor. Das zum Teil unverzerrte Geschrei in God ist nicht nur eindringlich, sondern zugleich auch stets mahnend, klagend und verstört.
Das Album zeichnet sich aber nicht nur durch den Einsatz von Violine, Flöte und markantem Gesang aus. Die vier Musiker beweisen überdies auch ein sensibles Gespür für flüssige Strukturen, wunderbare Übergänge und erstklassige Harmonien, die nicht selten einen hypnotischen Sog entwickeln. Dabei treten einzelne Riffs allerdings eher selten in den Vordergrund. Vielmehr ist es die Summe aller Instrumente, die sich zu fesselnden Harmoniesträngen auftürmt.
The corpse of rebirth ist wahrlich ein sehr gutes und durch die Bank überzeugendes sowie packendes Album. Ich freue mich auch deshalb über diese hohe Qualität, da mich Wolves in the Throne Room völlig nervt. Deren Debütalbum ist ein Meisterwerk, doch alles was danach kam, betrachte ich mit großer Skepsis. Aber nun gibt es ja The corpse of rebirth, welches von Transcendental Creations lediglich – und glücklicherweise – wiederveröffentlicht wurde. Die Erstauflage wurde noch von A Forest of Stars selbst herausgebracht. Wer etwas mit den hier genannten Gruppen anfangen kann, sollte sich dieses Album definitiv kaufen.
01. God
02. Female
03. Male
04. Earth and matter
05. Microcosm
http://transcendentalcreations.com/
Ein sehr markantes Merkmal des Albums ist das Mitwirken der Katie Stone, die hier für Violine sowie Flöte verantwortlich ist, und vielen von My Dying Bride her bekannt sein dürfte. Violine und Flöte sind immer wieder zu hören, doch gerade im ersten Titel God sorgen diese Instrumente bisweilen für angenehme düstere und verstörende Momente, da sie eben nicht nur in ruhigen, beschaulichen Passagen zu hören sind, sondern auch in schnellen, wüst und ruppig gespielten Parts zum Einsatz kommen. Und wenn dann auch noch der Gesang – der auf dem Album insgesamt sehr facettenreich ist – dazu kommt, kreiert A Forest of Stars durchaus obskure Zustände mit psychedelischem Faktor. Das zum Teil unverzerrte Geschrei in God ist nicht nur eindringlich, sondern zugleich auch stets mahnend, klagend und verstört.
Das Album zeichnet sich aber nicht nur durch den Einsatz von Violine, Flöte und markantem Gesang aus. Die vier Musiker beweisen überdies auch ein sensibles Gespür für flüssige Strukturen, wunderbare Übergänge und erstklassige Harmonien, die nicht selten einen hypnotischen Sog entwickeln. Dabei treten einzelne Riffs allerdings eher selten in den Vordergrund. Vielmehr ist es die Summe aller Instrumente, die sich zu fesselnden Harmoniesträngen auftürmt.
The corpse of rebirth ist wahrlich ein sehr gutes und durch die Bank überzeugendes sowie packendes Album. Ich freue mich auch deshalb über diese hohe Qualität, da mich Wolves in the Throne Room völlig nervt. Deren Debütalbum ist ein Meisterwerk, doch alles was danach kam, betrachte ich mit großer Skepsis. Aber nun gibt es ja The corpse of rebirth, welches von Transcendental Creations lediglich – und glücklicherweise – wiederveröffentlicht wurde. Die Erstauflage wurde noch von A Forest of Stars selbst herausgebracht. Wer etwas mit den hier genannten Gruppen anfangen kann, sollte sich dieses Album definitiv kaufen.
01. God
02. Female
03. Male
04. Earth and matter
05. Microcosm
http://transcendentalcreations.com/
13.02.2008
Elimi - Summoned From Ashes | 2008 | Ancient Dream Records | Kassette | Black Metal
Aus Schweden stammend, abwechslungsreich und interessant aufspielend, präsentiert Elimi mit Summoned from ashes das Debütalbum. Mit dem Auftaktstück End of existence
geht es dann sogleich schnell und treibend los. Wobei sich das
Spektrum der Schnelligkeit recht bald ausdifferenziert und es sowohl
sehr harte und eingängige Parts als auch langsamere und mittelschnelle
Passagen zu hören gibt. Ausgekleidet und verfeinert werden die
unterschiedlichen Tempi mit einer Vielzahl an Riffs und Melodien.
Es folgt Skral, ein gutes Stück, das vor allem wegen einem leicht melancholisch-melodischen Einfluss auffällt. Der flott intonierte, schwedische Gesang, passt perfekt zur atmosphärischen Instrumentalisierung und erschafft somit eine durchgängig dichte Atmosphäre. Auch können einzelne Riffs oder nur kurz aufflimmernde Melodieführungen voll und ganz überzeugen. Elimi überzeugt aber nicht nur mit seinen harten Parts, die schnell oder schleppend sind. Im längsten Titel des Albums, Det meninglösa, gibt es auch eine längere, klare und atmosphärische Passage zu hören, die ebenfalls sehr gelungen ist.
Aber nicht nur das gute Gespür für Melodien an den Saiteninstrumenten ist für Elimi kennzeichnend. Als besonders gelungen empfinde ich den Umstand, dass die Bassgitarre stets deutlich zu hören ist, welche den Melodien ein warmes, festes und druckvolles Fundament zur Verfügung stellt. Die Klangproduktion ist ohnehin bemerkenswert gelungen. Alle Spuren sind schön differenziert zu hören, die Lautstärken hervorragend aufeinander abgestimmt und die Instrumente klingen sauber, druckvoll und mit leuchtender Strahlkraft. Dabei klingt Summoned from ashes allerdings zu keinem Zeitpunkt überproduziert oder zu glatt, was ja leider allzu leicht passieren kann.
Summoned from ashes ist ein rundum gelungenes Album, welches sowohl Schnelligkeit und Härte, als auch detailreiche Strukturen beinhaltet. Melodik oder Geschwindigkeit nehmen dabei nicht überhand. Summoned from ashes ist insgesamt ein ausgewogenes und sehr kraftvolles, abwechslungsreiches Werk. Elimi steht mit dieser Veröffentlichung für guten, eigenständigen Schweden Black Metal.
7/10
Aceust
01. End of existence
02. Skral
03. Känslan
04. Devoted to the strong
05. Det meningklösa
06. Förgöraren, förslavaren
07. Raped
08. March into oblivion
Es folgt Skral, ein gutes Stück, das vor allem wegen einem leicht melancholisch-melodischen Einfluss auffällt. Der flott intonierte, schwedische Gesang, passt perfekt zur atmosphärischen Instrumentalisierung und erschafft somit eine durchgängig dichte Atmosphäre. Auch können einzelne Riffs oder nur kurz aufflimmernde Melodieführungen voll und ganz überzeugen. Elimi überzeugt aber nicht nur mit seinen harten Parts, die schnell oder schleppend sind. Im längsten Titel des Albums, Det meninglösa, gibt es auch eine längere, klare und atmosphärische Passage zu hören, die ebenfalls sehr gelungen ist.
Aber nicht nur das gute Gespür für Melodien an den Saiteninstrumenten ist für Elimi kennzeichnend. Als besonders gelungen empfinde ich den Umstand, dass die Bassgitarre stets deutlich zu hören ist, welche den Melodien ein warmes, festes und druckvolles Fundament zur Verfügung stellt. Die Klangproduktion ist ohnehin bemerkenswert gelungen. Alle Spuren sind schön differenziert zu hören, die Lautstärken hervorragend aufeinander abgestimmt und die Instrumente klingen sauber, druckvoll und mit leuchtender Strahlkraft. Dabei klingt Summoned from ashes allerdings zu keinem Zeitpunkt überproduziert oder zu glatt, was ja leider allzu leicht passieren kann.
Summoned from ashes ist ein rundum gelungenes Album, welches sowohl Schnelligkeit und Härte, als auch detailreiche Strukturen beinhaltet. Melodik oder Geschwindigkeit nehmen dabei nicht überhand. Summoned from ashes ist insgesamt ein ausgewogenes und sehr kraftvolles, abwechslungsreiches Werk. Elimi steht mit dieser Veröffentlichung für guten, eigenständigen Schweden Black Metal.
7/10
Aceust
01. End of existence
02. Skral
03. Känslan
04. Devoted to the strong
05. Det meningklösa
06. Förgöraren, förslavaren
07. Raped
08. March into oblivion
11.02.2008
Horna - Sanojesi Äärelle | 2008 | Debemur Morti | CD | Black Metal
„Geiles Ding!“, mehr fällt einem dazu nicht ein, wenn die neue Scheibe von Horna den ersten Rundlauf macht und einem fast die Sprache raubt!
Von Anfang an wird man von diesem druckvollen und treibenden Album mitgerissen. Wurden die aktuelleren Werke von Horna in letzter Zeit doch oftmals als „langweilig“ abgestempelt, sind hier wieder definitiv die besseren Horna am Werk. Angesichts der Spielzeit, die die 60 Minuten locker überschreitet, würde man möglicherweise meinen können, dass schnell die Luft rausgeht, aber bis zum Ende hin wird hier hasserfüllter, finnischer Black Metal, wie man ihn sich wünscht, geboten. Kaum eine Schwäche lässt sich irgendwo erkennen.
Fast schon niederstampfende Drums, spielfreudige Gitarren und der Horna typische Gesang schaffen durch die überwiegend treibenden Passagen, mit hier und da vorkommenden, schleppenden Passagen, ein wirklich atmosphärisches Album, welches den Hörer nicht enttäuschen wird.
Eines der besten Horna Alben. Mitreißend, druckvoll und teilweise fast melodische Riffs. Reinhören ist Pflicht, wobei man auch bei einem Blindkauf sicher nicht enttäuscht wird!
8,5/10
F.
01. Muinaisten Alttarilta
02. Verilehto
03. Mustan Kirkkauden Sarastus
04. Katseet
05. Askeesi
06. Sanojesi Äärelle
07. Orjaroihu
08. Risti Ja Ruoska
09. Wikinger
10. Merkuriana
11. Liekki Ja Voima
12. Ruumisalttari
13. Musta Rukous
14. Baphometin Siunaus
http://www.legion-horna.com/
http://www.debemur-morti.com/
Von Anfang an wird man von diesem druckvollen und treibenden Album mitgerissen. Wurden die aktuelleren Werke von Horna in letzter Zeit doch oftmals als „langweilig“ abgestempelt, sind hier wieder definitiv die besseren Horna am Werk. Angesichts der Spielzeit, die die 60 Minuten locker überschreitet, würde man möglicherweise meinen können, dass schnell die Luft rausgeht, aber bis zum Ende hin wird hier hasserfüllter, finnischer Black Metal, wie man ihn sich wünscht, geboten. Kaum eine Schwäche lässt sich irgendwo erkennen.
Fast schon niederstampfende Drums, spielfreudige Gitarren und der Horna typische Gesang schaffen durch die überwiegend treibenden Passagen, mit hier und da vorkommenden, schleppenden Passagen, ein wirklich atmosphärisches Album, welches den Hörer nicht enttäuschen wird.
Eines der besten Horna Alben. Mitreißend, druckvoll und teilweise fast melodische Riffs. Reinhören ist Pflicht, wobei man auch bei einem Blindkauf sicher nicht enttäuscht wird!
8,5/10
F.
01. Muinaisten Alttarilta
02. Verilehto
03. Mustan Kirkkauden Sarastus
04. Katseet
05. Askeesi
06. Sanojesi Äärelle
07. Orjaroihu
08. Risti Ja Ruoska
09. Wikinger
10. Merkuriana
11. Liekki Ja Voima
12. Ruumisalttari
13. Musta Rukous
14. Baphometin Siunaus
http://www.legion-horna.com/
http://www.debemur-morti.com/
10.02.2008
Necroid - Nefarious Destiny | 2008 | Eigenproduktion | CD | Death Metal
Mit dem zweiten Album Nefarious destiny haben die Stuttgarter von Necroid ein reichhaltiges wie abwechslungsreiches Death Metal-Werk geschaffen. Bereits mit dem ersten Titel Enemy inside
wird die spielerische Vielfalt dokumentiert. In ihm sind sowohl
wuchtige, stampfende znd brachiale Arrangements zu hören wie auch leicht
melodisch eingefärbtes Riffing und auch der technische Aspekt kommt
nicht zu kurz. Auf den flotten und antreibenden Einstieg mit Enemy inside folgt das mittelschnell und schleppend orientierte Betrayed by life,
welches aber nicht weniger druckvoll und niederwalzend ist. Denn der
Bass und die Gitarren haben einen sehr kräftigen und festen Klang,
sodass an den zentnerschweren Riffs kein vorbeikommen ist. Necroid beherrscht aber auch flinkes und lebhaftes Riffing, wie Racked and ruined
beweist. Es ist ein sehr schnell und geradlinig vorgetragenes Lied, in
dem zeitweise der Thrash Metal-Einschlag an den Sechssaitern die
Oberhand gewinnt.
Auch in den übrigen Titeln von Nefarious destiny bleibt Necroid dieser abwechslungsreichen Spielweise treu. Stampfend schnelle Passagen geben sich mit mittelschnellen und schleppenden Parts die Klinke in die Hand und auch rifftechnisch und harmonisch bleibt das Album fesselnd und packend. Auf Nefarious destiny ist ständig etwas in Bewegung und dennoch wirkt es zu keiner Zeit zu überladen, was mir sehr gut an dem Werk gefällt. Trotz der Reichhaltigkeit wird das Album von einer homogenen Linie durchzogen, was sicherlich auch daran liegt, dass Necroid es mit keinem der unterschiedlichen Elemente übertreibt.
Nefarious destiny ist weder zu harmonisch noch zu technisch. Stattdessen gibt es wohldosierte Abwechslung satt, angeführt von einer scheinbar spielerischen Leichtigkeit, die einfach Spaß macht beim Zuhören. Necroid hat alles richtig gemacht und wem abwechslungsreicher und druckvoller Death Metal gefällt, wird sich auf die Veröffentlichung von Nefarious destiny freuen dürfen.
01. Enemy inside
02. Betrayed by life
03. Manipulation
04. Racked and ruined
05. The blood of all
06. Shadows of the light
07. Retribution
08. Follow the order
09. Amnesia
10. Demolishing poetry
Auch in den übrigen Titeln von Nefarious destiny bleibt Necroid dieser abwechslungsreichen Spielweise treu. Stampfend schnelle Passagen geben sich mit mittelschnellen und schleppenden Parts die Klinke in die Hand und auch rifftechnisch und harmonisch bleibt das Album fesselnd und packend. Auf Nefarious destiny ist ständig etwas in Bewegung und dennoch wirkt es zu keiner Zeit zu überladen, was mir sehr gut an dem Werk gefällt. Trotz der Reichhaltigkeit wird das Album von einer homogenen Linie durchzogen, was sicherlich auch daran liegt, dass Necroid es mit keinem der unterschiedlichen Elemente übertreibt.
Nefarious destiny ist weder zu harmonisch noch zu technisch. Stattdessen gibt es wohldosierte Abwechslung satt, angeführt von einer scheinbar spielerischen Leichtigkeit, die einfach Spaß macht beim Zuhören. Necroid hat alles richtig gemacht und wem abwechslungsreicher und druckvoller Death Metal gefällt, wird sich auf die Veröffentlichung von Nefarious destiny freuen dürfen.
01. Enemy inside
02. Betrayed by life
03. Manipulation
04. Racked and ruined
05. The blood of all
06. Shadows of the light
07. Retribution
08. Follow the order
09. Amnesia
10. Demolishing poetry
08.02.2008
TOTAL NEGATION - A LIFE LEAD BY SORROW AND NOT BY MYSELF | VERÖFFENTLICHT: 2008 | PLATTENFIRMA: EIGENPRODUKTION
A life lead by sorrow and not by myself ist die erste Demo-Veröffentlichung des Einmann-Projekts Total Negation.
Womit man es hier zu tun hat, lässt sich leicht aus dem Titel ableiten,
nämlich mit depressivem Black Metal. Davon gibt es zurzeit natürlich
eine Menge und so merkt man Total Negation auch an,
dass man um Eigenständigkeit bemüht ist. Dies gelingt meiner Meinung
nach auch recht gut, wenn auch nicht immer. So erweist sich das sehr
interessant angelegte Gitarrenspiel immer wieder von Todesstoß
inspiriert. Mir gefällt das. Schon bei Todesstoß; und auch bei Total Negation
sagt mir dieses düstere, immer einen Tick schräg und merkwürdig
klingende, Spiel an den rau und grell gestimmten Saiteninstrumenten zu.
Der Kreischgesang von Total Negation ist natürlich stark verzerrt und drückt viele Emotionen wie Hass und Wut, Verzweiflung und Einsicht auf einmal aus. Total Negation übertreibt es gesanglich aber nicht, die Intensität der Verzerrung und des Kreischens bleibt wohldosiert und harmoniert mit der eigenwilligen, trostlosen Melodieführung.
Vereinzelt und dann auch nur kurzweilig verlässt Total Negation den sonst langsam und schleppend angelegten Rhythmus, wird etwas schneller und entwickelt sofort eine energische, antreibende und mitreißende Dynamik. Diese schnelleren Momente, wie im letzten Drittel von Mistake, sind allerdings selten und haben somit Ausnahmewert. Dies empfinde ich als schade, da dieser kurze, schnellere Part gut angelegt war und perfekt zum restlichen, schleppenden Spiel passt.
Somit bleibt mir abschließend eigentlich nur noch zu sagen, dass A life lead by sorrow and not by myself ein anständiges Demo geworden ist, welches auch für all jene interessant ist, die sich am depressiven Black Metal überhört haben. Total Negation hat das Rad natürlich nicht neu erfunden - wer so etwas erwartet, ist ohnehin völlig fehl am Platze -, doch befinden sich genügend eigenständige Akzente in der Musik, die das Demo solide und anständig machen. Außerdem ist die, von mir bereits gelobte, Melodieführung wirklich nicht zu verachten. Für 4€ gibt es die selbstproduzierte CDr direkt bei Total Negation zu ordern.
01. Consumed
02. Mistake
03. Dead day
Der Kreischgesang von Total Negation ist natürlich stark verzerrt und drückt viele Emotionen wie Hass und Wut, Verzweiflung und Einsicht auf einmal aus. Total Negation übertreibt es gesanglich aber nicht, die Intensität der Verzerrung und des Kreischens bleibt wohldosiert und harmoniert mit der eigenwilligen, trostlosen Melodieführung.
Vereinzelt und dann auch nur kurzweilig verlässt Total Negation den sonst langsam und schleppend angelegten Rhythmus, wird etwas schneller und entwickelt sofort eine energische, antreibende und mitreißende Dynamik. Diese schnelleren Momente, wie im letzten Drittel von Mistake, sind allerdings selten und haben somit Ausnahmewert. Dies empfinde ich als schade, da dieser kurze, schnellere Part gut angelegt war und perfekt zum restlichen, schleppenden Spiel passt.
Somit bleibt mir abschließend eigentlich nur noch zu sagen, dass A life lead by sorrow and not by myself ein anständiges Demo geworden ist, welches auch für all jene interessant ist, die sich am depressiven Black Metal überhört haben. Total Negation hat das Rad natürlich nicht neu erfunden - wer so etwas erwartet, ist ohnehin völlig fehl am Platze -, doch befinden sich genügend eigenständige Akzente in der Musik, die das Demo solide und anständig machen. Außerdem ist die, von mir bereits gelobte, Melodieführung wirklich nicht zu verachten. Für 4€ gibt es die selbstproduzierte CDr direkt bei Total Negation zu ordern.
01. Consumed
02. Mistake
03. Dead day
03.02.2008
Cethegus - Ipsa Scientia Potestas Est | 2008 | Trazeroeuno | CD | Doom Metal / Sludge
Die schwedische Doom-Metal-Band Cethegus stellt mit Ipsa scientia potestas
est ihr Debütalbum vor, auf dem sich die drei Musiker vornehmlich
düsteren und obskuren Arrangements widmen. Neben dem konsequent
durchgezogenen Downtempo, tragen eine Vielzahl an verzerrten
Gitarrenklängen, verschiedenen Gesangsstimmen und düstere
Ambient-Einlagen zu der unentwegt obskur und unheilvoll wirkenden
Atmosphäre bei. Am besten gefällt mir dabei das Gitarrenspiel, welches
sowohl klassisch, also langsam und kraftvoll gespielt wird, darüber
hinaus aber auch unzählige grell und hell klingende, zuweilen grotesk
und gequält wirkende, Spielweisen besitzt. Dadurch wirkt die Musik
manchmal trotz aller Langsamkeit wüst und ungestüm, zuweilen auch
schroff und roh. Cethegus arbeitet aber auch gesanglich
abwechslungsreich und so sind nicht nur tief und dunkel verzerrte
Stimmen, sondern auch klare, unverzerrte Stimmen zu hören, die
wunderbar zur Musik passen. Sie beschwören und verstärken die düstere
Atmosphäre der Musik, zumal sie nicht einfach nur gesungen, sondern, je
nach dem, eine Mischung aus Sprechen, Singen und Schreien sind.
Ipsa scientia potestas est ist ein gelungenes und ansprechendes Werk, wen man düstere und bizarre Musik mag, die mehr ist, als einfacher Doom Metal. Ipsa scientia potestas est ist einerseits dunkelatmosphärisch, andererseits aber auch kraftvoll und bis zu einem gewissen Grat rau. Wie schon zuvor bei Asofy und Cervix, kommt auch diese CDR in einem von hand gemachten Digipak und ist auf 150 Stück limitiert.
7/10
Aceust
01. Disharmonins begynnelse
02. Dirt on my feet
03. Inkompetensens paradis
04. Earthbound
05. Current 5
06. My throne of rotten roots
07. Weeping willows
08. Ensamhetens monument
Ipsa scientia potestas est ist ein gelungenes und ansprechendes Werk, wen man düstere und bizarre Musik mag, die mehr ist, als einfacher Doom Metal. Ipsa scientia potestas est ist einerseits dunkelatmosphärisch, andererseits aber auch kraftvoll und bis zu einem gewissen Grat rau. Wie schon zuvor bei Asofy und Cervix, kommt auch diese CDR in einem von hand gemachten Digipak und ist auf 150 Stück limitiert.
7/10
Aceust
01. Disharmonins begynnelse
02. Dirt on my feet
03. Inkompetensens paradis
04. Earthbound
05. Current 5
06. My throne of rotten roots
07. Weeping willows
08. Ensamhetens monument
Kilte / Funeral Mourning - Emission Through Self Infliction | 2007 | Choirs Of Delusion | Kassette | Black Metal
Auf dieser Split-Kassette trifft schwarz auf schwärzer. Den Anfang macht Kilte aus Belgien mit sehr schwermütigem und düsterem Black Metal, gefolgt von der australischen Gruppe Funeral Mourning, die in zwei Stücken Black Funeral Doom zelebriert.
Der Stilvorgabe entsprechend, sind Deaden myself Part 1 und Part 2 schleppende Lieder mit dunklen Melodien und stark verzerrtem Kreischgesang. So weit, so gut und schon oft gehört. Was Kilte anders oder besser macht als viele andere Gruppen dieser Spielart ist einerseits, trotz einer gewissen Grell- und Rauheit, auch warme und druckvolle Klänge zuzulassen. Gerade wenn das Schlagzeug sehr ruhig und langsam gespielt wurde und die Bassgitarre bedrohlich und erdrückend für bleierne Harmonien sorgt, entwickelt Kiltes Klang etwas sehr druckvolles, was mir gut gefällt, da die Musik dadurch düsterer und schwermütiger wird.
Es ist aber nicht nur die gute und zur Musik passende Klangproduktion die an Kilte gefällt. Das Liedgut selbst weiß natürlich auch zu überzeugen. Die Melodieführungen und Harmonien der Saiteninstrumente sind einerseits sehr subtil und tiefgründig, anderseits aber auch gerne eingängig. Vor allem aber sind es unauffällige Melodien, die durch ihre Überschaubarkeit und Schlichtheit bestechen. Das Übrige erledigt dann der Gesang, der zwar stark verzerrt ist, aber dabei stets ruhig bleibt, weshalb er nur bedingt als Kreischgesang bezeichnet werden darf. Dieser ruhig vorgetragene aber dennoch extreme Gesang passt hervorragend zur instrumentalen Beschallung, was letztlich dazu führt, das Kilte sehr düsteren und packenden Black Metal kreiert hat, der sich durchaus mit Größen wie Abyssic Hates grandiosem Album „Suicidal emotions“ messen lassen kann.
Nicht weniger dunkel und schleppend geht es mit With life comes death von Funeral Mourning weiter. Der Rhythmus ist natürlich sehr langsam und schleppend, das Schlagzeug fällt dabei kaum auf, da es sehr leise ist und zwischen den Gitarren, den sphärischen Hintergrundklängen und dem Gesang untergeht. Normalerweise würde ich das zu leise Schlagzeug als störend empfinden, doch in diesem Fall ist es anders, da es gerade die Gitarren und das sphärisch gespielte Keyboard sind, die durch sehr gute Melodien und die interessante Spielweise, die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mich ziehen vor allem die Gitarren in ihren Bann. Eine sehr langsam gespielte und stark verzerrte Gitarre sorgt für extrem düstere Momente, während die andere klarer im Klang ist, und durch die vordergründigere, eingängige Melodie Beklemmung verursacht.
Das zweite Stück ist gleichfalls sehr düster und dunkelharmonisch gehalten, auch wenn hier vor allem der Gesang und das abgründige Keyboard dafür verantwortlich sind. Die diesmal dezenter inszenierten Gitarren spielen aber dennoch düster und unheilvoll auf und betonen in ihrer Unauffälligkeit das sehr düstere und erdrückende Spiel. Mir gefällt This wretched existence fast noch besser als With life comes death, da die Atmosphäre insgesamt noch düsterer, schwerer und vereinnahmender ist, da das stets ruhig gespielte Keyboard mit seinen Harmonien und der Gesang alles in eine erstickende Dunkelheit hüllen.
Emission through self infliction ist eine sehr gelungene Split-Veröffentlichung mit zwei unterschiedlichen Gruppen, die sehr gut miteinander harmonieren und sich ergänzen. Sowohl Kilte als auch Funeral Mourning wissen mit ihrem Part zu überzeugen und dem geneigten Hörer mit ihren düsteren Intentionen zu infizieren.
KILTE
01. Deaden myself Part I
02. Deaden myself Part II
FUNERAL MOURNING
03. With life comes death
04. This wretched existence
Der Stilvorgabe entsprechend, sind Deaden myself Part 1 und Part 2 schleppende Lieder mit dunklen Melodien und stark verzerrtem Kreischgesang. So weit, so gut und schon oft gehört. Was Kilte anders oder besser macht als viele andere Gruppen dieser Spielart ist einerseits, trotz einer gewissen Grell- und Rauheit, auch warme und druckvolle Klänge zuzulassen. Gerade wenn das Schlagzeug sehr ruhig und langsam gespielt wurde und die Bassgitarre bedrohlich und erdrückend für bleierne Harmonien sorgt, entwickelt Kiltes Klang etwas sehr druckvolles, was mir gut gefällt, da die Musik dadurch düsterer und schwermütiger wird.
Es ist aber nicht nur die gute und zur Musik passende Klangproduktion die an Kilte gefällt. Das Liedgut selbst weiß natürlich auch zu überzeugen. Die Melodieführungen und Harmonien der Saiteninstrumente sind einerseits sehr subtil und tiefgründig, anderseits aber auch gerne eingängig. Vor allem aber sind es unauffällige Melodien, die durch ihre Überschaubarkeit und Schlichtheit bestechen. Das Übrige erledigt dann der Gesang, der zwar stark verzerrt ist, aber dabei stets ruhig bleibt, weshalb er nur bedingt als Kreischgesang bezeichnet werden darf. Dieser ruhig vorgetragene aber dennoch extreme Gesang passt hervorragend zur instrumentalen Beschallung, was letztlich dazu führt, das Kilte sehr düsteren und packenden Black Metal kreiert hat, der sich durchaus mit Größen wie Abyssic Hates grandiosem Album „Suicidal emotions“ messen lassen kann.
Nicht weniger dunkel und schleppend geht es mit With life comes death von Funeral Mourning weiter. Der Rhythmus ist natürlich sehr langsam und schleppend, das Schlagzeug fällt dabei kaum auf, da es sehr leise ist und zwischen den Gitarren, den sphärischen Hintergrundklängen und dem Gesang untergeht. Normalerweise würde ich das zu leise Schlagzeug als störend empfinden, doch in diesem Fall ist es anders, da es gerade die Gitarren und das sphärisch gespielte Keyboard sind, die durch sehr gute Melodien und die interessante Spielweise, die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mich ziehen vor allem die Gitarren in ihren Bann. Eine sehr langsam gespielte und stark verzerrte Gitarre sorgt für extrem düstere Momente, während die andere klarer im Klang ist, und durch die vordergründigere, eingängige Melodie Beklemmung verursacht.
Das zweite Stück ist gleichfalls sehr düster und dunkelharmonisch gehalten, auch wenn hier vor allem der Gesang und das abgründige Keyboard dafür verantwortlich sind. Die diesmal dezenter inszenierten Gitarren spielen aber dennoch düster und unheilvoll auf und betonen in ihrer Unauffälligkeit das sehr düstere und erdrückende Spiel. Mir gefällt This wretched existence fast noch besser als With life comes death, da die Atmosphäre insgesamt noch düsterer, schwerer und vereinnahmender ist, da das stets ruhig gespielte Keyboard mit seinen Harmonien und der Gesang alles in eine erstickende Dunkelheit hüllen.
Emission through self infliction ist eine sehr gelungene Split-Veröffentlichung mit zwei unterschiedlichen Gruppen, die sehr gut miteinander harmonieren und sich ergänzen. Sowohl Kilte als auch Funeral Mourning wissen mit ihrem Part zu überzeugen und dem geneigten Hörer mit ihren düsteren Intentionen zu infizieren.
KILTE
01. Deaden myself Part I
02. Deaden myself Part II
FUNERAL MOURNING
03. With life comes death
04. This wretched existence
Abonnieren
Posts (Atom)





