Visions ist mittlerweile das vierte Album der ungarischen Einmann-Gruppe Aetherius Obscuritas.
Mit zwölf Titeln und einer Spielzeit von über 50 Minuten ist das Werk
recht gut und vielschichtig bestückt, da bis auf ein einziges
Instrumental auf alles unmetallische sowie überleitendes oder
verlängerndes Beiwerk verzichtet wurde.
Mit dem eröffnenden Titelstück Visions wird dann auch
nicht lange herumgefackelt und umgehend schnell und antreibend
losgelegt, wobei die alsbald auftretende und mächtige Basslinie im
Hintergrund auffällt und entzückt, da diese der Musik etwas sehr
kraftvolles und raumfüllendes verleiht. Trotz des schnellen, und wegen
des Gesangs auch harschen Anfangs, entwickelt sich das Lied zu einem
abwechslungsreichen Stück, in dem es sowohl schnelle und peitschende
Passagen mit guten, dunklen Hintergrundharmonien gibt, wie auch ruhigere
Abschnitte mit leisem, klaren Chorgesang und diversen hell gestimmten
Gitarrenmelodien, die dem Ganzen etwas sehr lebendiges verleihen.
Abwechslungsreich, schnell und gitarrenbetont spielfreudig bleibt es auch in den folgenden Stücken, die von Aetherius Obscuritas
alle sehr unterschiedlich gestaltet wurden. Doch es ist nicht immer nur
treibend und schnell, es wurden hier und da auch atmosphärische
Passagen eingebettet, die mit schönen dunklen Harmonien aufwarten und
sich gut ins spielerische Konzept einpassen.
Wie bereits erwähnt, ist das Gitarrenspiel sehr spielfreudig und
lebendig. An den Sechssaitern ist nahezu permanent etwas in Bewegung.
Eingängig gestaffelte Riffs gibt es so gut wie gar nicht. Dennoch ist
das Gitarrenspiel nicht als zu überladen oder verspielt zu bezeichnen,
da die Riffs und Melodien weder zu komplex noch zu aufdringlich, dafür
aber oft von einer tiefgehenden Eindringlichkeit sind. Zudem wechselt
die Tonlage gern und oft von hohen, hellen Tönen zu den tiefen und
dunklen, was dann – wie im Titelstück – in Kombination mit dem Bass sehr
gut und mächtig kommt.
Ein anderes, als markant zu beschreibendes Merkmal von Aetherius Obscuritas
ist der Gesang, welcher laut und stark verzerrt ist und die Musik
maßgeblich mitprägt, da er aufgrund seiner Lautstärke und zentralen
Stellung ein dominierendes Merkmal der Musik ist. Allerdings übertönt er
dabei nicht die Instrumente, weshalb man nicht sagen kann, der Gesang
würde zu laut sein.
Wenn es ein Lied gibt, das man von den Norwegern Ragnarok nachspielen sollte, dann ist es eindeutig My refuge in darkness, so wie es Aetherius Obscuritas getan hat. Die Interpretation von Aetherius Obscuritas
ist großartig und dem Original ehrenbürtig und dabei einen Tick rauer
und harscher; und wenn ich mich nicht täusche, auch minimal schneller
gespielt.
Visions erweist sich als ein sehr anständiges und
überzeugendes Album, welches sich keine erkennbare Schwäche leistet. Es
ist, trotz des schnellen Grundtempos, ein mit Abwechslung gespicktes
Werk das auch nach diversen Durchläufen nicht langweilig wird.
Stellenweise, vor allem in den schnell und eingängiger strukturierten
Passagen erinnert Visons ein wenig an frühe Taake oder vielleicht auch Ragnarok. In jedem Fall aber ist Visions guter Black Metal, der harsch und geradlinig ist aber zugleich auch ein gesundes Maß an atmosphärischen Melodien besitzt.
01. Víziók (Visions)
02. Mysterious path of desires
03. Kilenc tele a ködnek (Nine winters of mist)
04. Journey to immortality
05. The lockless door
06. Menedékem a Sötétségben (My refuge in darkness) Ragnarok Cover
07. Álom II. (Dream Pt. II)
08. Kövekbe vésett nyugalom (Silence, hewn in stone)
09. Black moorland
10. Who never really left
11. Idegenül (As a stranger)
12. Holtszak (Dead season)
http://www.arkhorrl.hu/
09.12.2007
08.12.2007
Valfeanor - En Ny Tid | 2007 | Black Tower Productions | CD | Black Viking Metal
2002 als Death / Thrash Metal-Gruppe unter dem Namen Mortar gegründet, hat sich die Band nach der Umbenennung in Valfeanor dem melodischen Viking / Black Metal zugewandt, wie das Debüt En ny tid zeigt.
Und so spielt Valfeanor denn auch harmonisch und atmosphärisch durch das Album, wobei sich die Musik, die dargeboten wird, nicht immer nach Viking / Black Metal anhört, da dazu oftmals das dick auftragende Pathos fehlt, welches oft und gern dem Viking Metal beiwohnt. Ebenso gut könnte es sich bei En ny tid auch um melodischen respektive symphonischen Black Metal handeln, der zuweilen mit artfremden Keyboardklängen unterlegt wurde, welche an mittelalterliche Flöten und andere dieser Instrumente erinnern.
Aber nicht nur die unterschiedlichen atmosphärischen und melodischen Elemente tragen dazu bei, dass man den musikalischen Stil nur ungenau bestimmen kann, da auch immer wieder spielerische Fragmente des Death und Thrash Metals mit hineinwirken. Vor allem das immer wiederkehrende harte und rollende Riffing erinnert daran und verleiht der ansonst harmonisch ausgerichteten Musik einen brachialen Anstrich.
Besonders gut gefällt mir jedoch der Gesang, der für diesen Stil eher atypisch ist. Er ist leicht dunkel verzerrt, besitzt dabei einen sehr natürlichen und minimal rauen sowie kehligen Beiklang. Es ist nicht unbedingt die Art von Gesang, die man bei solcher Musik, wie sie von Valfeanor vorgetragen wird, erwarten würde. Er hat etwas Festes und Bestimmendes, würde hervorragend zu einer Death / Doom Gruppe passen und gibt dem melodischen Metal von Valfeanor etwas Dunkles und Bedrohliches.
Valfeanor hat mit En ny tid in jedem Fall ein sehr interessantes Album geschaffen, welches auf mich einen sehr eigenständigen Eindruck macht, da mir nichts Vergleichbares oder Ähnliches einfällt. Und obwohl mir die Musik insgesamt zu melodisch ist und dadurch auch zu freundlich gesinnt erscheint, kann ich nicht behaupten, ein schlechtes Album vor mir zu haben. Die Harmonien und Melodien sind gut gemacht, können überzeugen und wirken nicht zu spielerisch, haben stattdessen sogar zuweilen eine epische Ausstrahlung. Wem also melodischer und harmonischer Viking / Black Metal liegt, sollte hiermit sicherlich mehr anfangen können als ich.
01. Kingdom of new century
02. En ny tid
03. Durins hall
04. The cold hard lands
05. Reborn in the dark
06. Through the battles
07. The last chapter
08. Ballad of the forgotten one
09. ...and leave the glory days
Und so spielt Valfeanor denn auch harmonisch und atmosphärisch durch das Album, wobei sich die Musik, die dargeboten wird, nicht immer nach Viking / Black Metal anhört, da dazu oftmals das dick auftragende Pathos fehlt, welches oft und gern dem Viking Metal beiwohnt. Ebenso gut könnte es sich bei En ny tid auch um melodischen respektive symphonischen Black Metal handeln, der zuweilen mit artfremden Keyboardklängen unterlegt wurde, welche an mittelalterliche Flöten und andere dieser Instrumente erinnern.
Aber nicht nur die unterschiedlichen atmosphärischen und melodischen Elemente tragen dazu bei, dass man den musikalischen Stil nur ungenau bestimmen kann, da auch immer wieder spielerische Fragmente des Death und Thrash Metals mit hineinwirken. Vor allem das immer wiederkehrende harte und rollende Riffing erinnert daran und verleiht der ansonst harmonisch ausgerichteten Musik einen brachialen Anstrich.
Besonders gut gefällt mir jedoch der Gesang, der für diesen Stil eher atypisch ist. Er ist leicht dunkel verzerrt, besitzt dabei einen sehr natürlichen und minimal rauen sowie kehligen Beiklang. Es ist nicht unbedingt die Art von Gesang, die man bei solcher Musik, wie sie von Valfeanor vorgetragen wird, erwarten würde. Er hat etwas Festes und Bestimmendes, würde hervorragend zu einer Death / Doom Gruppe passen und gibt dem melodischen Metal von Valfeanor etwas Dunkles und Bedrohliches.
Valfeanor hat mit En ny tid in jedem Fall ein sehr interessantes Album geschaffen, welches auf mich einen sehr eigenständigen Eindruck macht, da mir nichts Vergleichbares oder Ähnliches einfällt. Und obwohl mir die Musik insgesamt zu melodisch ist und dadurch auch zu freundlich gesinnt erscheint, kann ich nicht behaupten, ein schlechtes Album vor mir zu haben. Die Harmonien und Melodien sind gut gemacht, können überzeugen und wirken nicht zu spielerisch, haben stattdessen sogar zuweilen eine epische Ausstrahlung. Wem also melodischer und harmonischer Viking / Black Metal liegt, sollte hiermit sicherlich mehr anfangen können als ich.
01. Kingdom of new century
02. En ny tid
03. Durins hall
04. The cold hard lands
05. Reborn in the dark
06. Through the battles
07. The last chapter
08. Ballad of the forgotten one
09. ...and leave the glory days
01.12.2007
Thrown - The Suicidal Kings Occult | 2007 | Iron Fist Productions | CD | Heavy / Doom Metal
The suicidal kings occult ist nicht nur das Debütalbum sondern
auch die erste Veröffentlichung überhaupt, die die schwedische Black /
Doom / Heavy Metal-Gruppe Thrown den Hörern vorsetzt.
Mit von der Partie sind Musiker bekannter Gruppen wie Deceiver und Maze
of Torment. Somit ist zu erwartetn, dass das Material von The suicidal kings occult nichts zu wünschen übrig lässt, und so ist es auch.
Bereits mit dem Auftaktlied I am all dead wissen Thrown auf ganzer Linie zu überzeugen. I am all dead ist ein schleppendes Stück mit großartigen Riffs und einer hervorragenden Melodieführung, die dem Stempel Black / Doom / Heavy Metal mehr als nur gerecht wird. Die Linie der Saiteninstrumente ist variabel und gibt sich treibend mitreißend, lebendig und spielerisch aber auch dunkel und erdrückend. Dazu kommt natürlich auch der dunkle, minimal verzerrte und ruhige aber tief aus dem Hals kommende kehlige Gesang, der die schwarze Doom / Heavy Atmosphäre noch zusätzlich betont und beflügelt.
Nicht weniger packend geht es mit dem Titelstück The suicidal kings occult weiter, in dem die Gitarren erneut über jeden Zweifel erhaben sind und durch ihre abwechslungsreiche und überragende Spielweise im hohem Maße entzücken. Da wechseln sich spielerische Melodieparts, dunkle und kraftvolle Riffs sowie Soli ab, dass es eine Freude ist. Mir hat Gitarrist Pete Flesh bereits auf dem Deceiver Debütalbum Riding with the reaper ausgesprochen gut gefallen, und dieser Eindruck verfestigt sich nun mit Thrown und diesem Album.
Nachdem die ersten beiden Lieder eher langsam und schleppend gehalten waren, folgt mit Going down ein etwas flotter und antreibender vorgetragenes Stück. Anfangs ist es vor allem der Rhythmus, welcher mit druckvollen Riffs unterlegt wurde, der für eine antreibende Dynamik sorgt. Doch im Verlauf des Liedes übernehmen immer mehr erfrischende Soli das Ruder, was der antreibenden Atmosphäre allerdings keinen Abbruch tut, im Gegenteil: Durch die Soli wirkt Going down erst recht treibend, mitreißend und fesselnd.
Nach zwei relativ kurzen Stücken, wovon Silent chorus ein ruhiges Instrumental ist, geht es mit 10 years of nothing dunkel treibend, spielerisch und lebendig weiter. Die Gitarrenlinie erweist sich ein weiteres Mal als überaus vielfältig, aber auch der Gesang trägt maßgeblich zur guten Atmosphäre bei, da es viel Text gibt und er in 10 years of nothing nicht nur schön kehlig sondern dazu auch angenehm rauchig, vielleicht gar ein wenig versoffen klingt.
In Once more I loose all in the mist beherrschen schwarze Soli à la Black Sabbath und eine ruhig im Hintergrund stehende Basslinie das Geschehen, bevor diese dann von zentnerschweren und niederwalzenden Riffs abgelöst werden. So entwickelt sich Once more I loose all in the mist denn auch zu einem schleppenden aber überaus kraftvollem Stück, in dem immer wieder mal ein Soli die dunkle und erdrückende Atmosphäre aufbricht.
Zu guter letzt folgt mit Jack the Tripper ein instrumenteller Ausklang, in dem vor allem die an Black Sabbath erinnernden Gitarren das Sagen haben.
Ich kann aus dem Loben nicht herauskommen und muss auch resümierend festhalten, dass Thrown mit The suicidal kings occult ein wahrlich großartiges Debütalbum abgeliefert haben, welches jedem gefallen dürfte, der schwarz eingefärbten Doom / Heavy Metal mag. Zumal vor allem die Gitarren immer wieder mal an Black Sabbath erinnern.
01. I am all dead
02. The suicidal kings occult
03. Going down
04. The cure to salvation
05. Silent chorus
06. 10 years of nothing
07. Once more I loose all in the mist
08. Jack the Tripper
Bereits mit dem Auftaktlied I am all dead wissen Thrown auf ganzer Linie zu überzeugen. I am all dead ist ein schleppendes Stück mit großartigen Riffs und einer hervorragenden Melodieführung, die dem Stempel Black / Doom / Heavy Metal mehr als nur gerecht wird. Die Linie der Saiteninstrumente ist variabel und gibt sich treibend mitreißend, lebendig und spielerisch aber auch dunkel und erdrückend. Dazu kommt natürlich auch der dunkle, minimal verzerrte und ruhige aber tief aus dem Hals kommende kehlige Gesang, der die schwarze Doom / Heavy Atmosphäre noch zusätzlich betont und beflügelt.
Nicht weniger packend geht es mit dem Titelstück The suicidal kings occult weiter, in dem die Gitarren erneut über jeden Zweifel erhaben sind und durch ihre abwechslungsreiche und überragende Spielweise im hohem Maße entzücken. Da wechseln sich spielerische Melodieparts, dunkle und kraftvolle Riffs sowie Soli ab, dass es eine Freude ist. Mir hat Gitarrist Pete Flesh bereits auf dem Deceiver Debütalbum Riding with the reaper ausgesprochen gut gefallen, und dieser Eindruck verfestigt sich nun mit Thrown und diesem Album.
Nachdem die ersten beiden Lieder eher langsam und schleppend gehalten waren, folgt mit Going down ein etwas flotter und antreibender vorgetragenes Stück. Anfangs ist es vor allem der Rhythmus, welcher mit druckvollen Riffs unterlegt wurde, der für eine antreibende Dynamik sorgt. Doch im Verlauf des Liedes übernehmen immer mehr erfrischende Soli das Ruder, was der antreibenden Atmosphäre allerdings keinen Abbruch tut, im Gegenteil: Durch die Soli wirkt Going down erst recht treibend, mitreißend und fesselnd.
Nach zwei relativ kurzen Stücken, wovon Silent chorus ein ruhiges Instrumental ist, geht es mit 10 years of nothing dunkel treibend, spielerisch und lebendig weiter. Die Gitarrenlinie erweist sich ein weiteres Mal als überaus vielfältig, aber auch der Gesang trägt maßgeblich zur guten Atmosphäre bei, da es viel Text gibt und er in 10 years of nothing nicht nur schön kehlig sondern dazu auch angenehm rauchig, vielleicht gar ein wenig versoffen klingt.
In Once more I loose all in the mist beherrschen schwarze Soli à la Black Sabbath und eine ruhig im Hintergrund stehende Basslinie das Geschehen, bevor diese dann von zentnerschweren und niederwalzenden Riffs abgelöst werden. So entwickelt sich Once more I loose all in the mist denn auch zu einem schleppenden aber überaus kraftvollem Stück, in dem immer wieder mal ein Soli die dunkle und erdrückende Atmosphäre aufbricht.
Zu guter letzt folgt mit Jack the Tripper ein instrumenteller Ausklang, in dem vor allem die an Black Sabbath erinnernden Gitarren das Sagen haben.
Ich kann aus dem Loben nicht herauskommen und muss auch resümierend festhalten, dass Thrown mit The suicidal kings occult ein wahrlich großartiges Debütalbum abgeliefert haben, welches jedem gefallen dürfte, der schwarz eingefärbten Doom / Heavy Metal mag. Zumal vor allem die Gitarren immer wieder mal an Black Sabbath erinnern.
01. I am all dead
02. The suicidal kings occult
03. Going down
04. The cure to salvation
05. Silent chorus
06. 10 years of nothing
07. Once more I loose all in the mist
08. Jack the Tripper
Blessmon - Under The Storm Of Hate | 2007 | Black Tower Productions | CD | Black Metal
Under the storm of hate ist nach zwei Demobändern das Debütalbum von Blessmon.
Geboten wird kompromissloser Black Metal in dem vor allem die
Schnelligkeit alle Facetten des Geschehens dominiert. Demnach ist Under the storm of hate ein hartes, aggressives und aufreibendes Album.
Blessmon ist in der Umsetzung sehr konsequent, denn es gibt kein einziges Lied, welches durchgängig langsam ist. In einigen Liedern gibt es zwar vereinzelt ruhige Passagen, die dann von der enormen Geschwindigkeit so etwas wie Erholung bieten, doch fallen diese Momente insgesamt betracht nicht sonderlich ins Gewicht. Stattdessen bestimmen extrem schnelle und eingängig ins Schlagzeug geprügelte Knüppelpassagen die Atmosphäre. Nicht weniger schnell wurden die Gitarren eingespielt. Diese erzeugen in ihrer schnellen Spielweise eisige Harmonien und überraschen nicht selten durch abwechslungsreiches Spiel, was angesichts des hohen Tempos sehr beachtlich ist. Auch am Schlagzeug gibt man sich phasenweise recht variabel, auch wenn einige Passagen treibend eingängig sind, gibt es immer wieder Strecken, in denen das Schlagwerk differenziert gespielt wird und für druckvolle und brachiale Momente sorgt.
Als vielschichtig erweist sich das Material aber vor allem in den langsameren Abschnitten. Dann entwickelt Blessmon auch eine packende und druckvollere Atmosphäre, welche der harschen und grimmigen Schnelligkeit leider oftmals fehlt. Genau hierhin liegt dann auch die Schwachstelle von Under the storm of hate. Den schnellen, brutalen und geradlinigen Passagen und Liedern mangelt es an Durchschlagskraft. Es fehlt der letzte klangliche Schliff, das gewaltige Donnern, welches den Hörer einfach nur noch umhaut. Jedenfalls würde ich mir dies wünschen, denn es würde die Musik erheblich heftiger und eindrucksvoller wirken lassen. Dies ist schade, da die Musik an sich überzeugt und gefällt und Blessmon die Instrumente perfekt beherrscht, was, wie gesagt, angesichts der Schnelligkeit und der teils abrupten Wechsel, sicherlich nicht einfach ist und viel Übung erfordert.
Neben der Standardversion mit neun Liedern gibt es auch eine limitierte Digipak-Version, die vier zusätzliche Stücke enthält. Wie diese sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wem schneller eisiger Black Metal gefällt, sollte Blessmon ruhig mal antesten. Denn der Klang ist trotz des fehlenden Drucks in der Schnelligkeit, insgesamt klar und differenziert und an der Musik an sich gibt es nichts zu bemängeln.
01. Dark hordes
02. As all life die's
03. Odessa
04. My spirit cold
05. Under the storm of hate
06. Carcass christ
07. Blood of the fallen
08. Gardens of blasphemy
09. Irsgarh
Blessmon ist in der Umsetzung sehr konsequent, denn es gibt kein einziges Lied, welches durchgängig langsam ist. In einigen Liedern gibt es zwar vereinzelt ruhige Passagen, die dann von der enormen Geschwindigkeit so etwas wie Erholung bieten, doch fallen diese Momente insgesamt betracht nicht sonderlich ins Gewicht. Stattdessen bestimmen extrem schnelle und eingängig ins Schlagzeug geprügelte Knüppelpassagen die Atmosphäre. Nicht weniger schnell wurden die Gitarren eingespielt. Diese erzeugen in ihrer schnellen Spielweise eisige Harmonien und überraschen nicht selten durch abwechslungsreiches Spiel, was angesichts des hohen Tempos sehr beachtlich ist. Auch am Schlagzeug gibt man sich phasenweise recht variabel, auch wenn einige Passagen treibend eingängig sind, gibt es immer wieder Strecken, in denen das Schlagwerk differenziert gespielt wird und für druckvolle und brachiale Momente sorgt.
Als vielschichtig erweist sich das Material aber vor allem in den langsameren Abschnitten. Dann entwickelt Blessmon auch eine packende und druckvollere Atmosphäre, welche der harschen und grimmigen Schnelligkeit leider oftmals fehlt. Genau hierhin liegt dann auch die Schwachstelle von Under the storm of hate. Den schnellen, brutalen und geradlinigen Passagen und Liedern mangelt es an Durchschlagskraft. Es fehlt der letzte klangliche Schliff, das gewaltige Donnern, welches den Hörer einfach nur noch umhaut. Jedenfalls würde ich mir dies wünschen, denn es würde die Musik erheblich heftiger und eindrucksvoller wirken lassen. Dies ist schade, da die Musik an sich überzeugt und gefällt und Blessmon die Instrumente perfekt beherrscht, was, wie gesagt, angesichts der Schnelligkeit und der teils abrupten Wechsel, sicherlich nicht einfach ist und viel Übung erfordert.
Neben der Standardversion mit neun Liedern gibt es auch eine limitierte Digipak-Version, die vier zusätzliche Stücke enthält. Wie diese sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wem schneller eisiger Black Metal gefällt, sollte Blessmon ruhig mal antesten. Denn der Klang ist trotz des fehlenden Drucks in der Schnelligkeit, insgesamt klar und differenziert und an der Musik an sich gibt es nichts zu bemängeln.
01. Dark hordes
02. As all life die's
03. Odessa
04. My spirit cold
05. Under the storm of hate
06. Carcass christ
07. Blood of the fallen
08. Gardens of blasphemy
09. Irsgarh
28.11.2007
Infuneral - Sepulchral Monument | 2007 | Iron Fist Productions | CD | Black Metal
Sepulchral monument ist das erste Album Infunerals, einer schwedischen Black Metal-Gruppe, die zuvor mit drei Demobändern auf sich aufmerksam gemacht hat.
Die zehn Titel sind allesamt von einer übersichtlichen Spieldauer zwischen drei und vier Minuten. Ebenfalls gemeinsam haben fast alle Stücke, dass sie antreibend schnell sind und Infuneral weitgehend auf jedwedes Gedöns verzichtet.
Auf den ersten Blick ist Sepulchral monument demnach rhythmisch recht eingängig, doch beim genaueren Hinhören tun sich dann doch einige kleine Rhythmuswechsel auf und mit Black martyr enthält das Album auch ein kraftvoll und schleppend bis mittelschnell arrangiertes Lied. Die Gitarrenlinien sind viel abwechslungsreicher gestrickt und enthalten phasenweise sehr gute Riffs und eisige Harmonien.
Beim ersten und zweiten Durchgang von Sepulchral monument macht Infuneral einen dynamischen, druckvollen und packenden Eindruck. Dieser verflüchtigt sich jedoch nach dem dritten oder vierten Durchlauf. Dann sind es nur noch vereinzelte Passagen mit sehr guten und schnellen Riffs, die ergreifend und mitreißend wirken. Ein Manko dabei ist wohl auch, dass Infuneral ob der geradlinigen Schnelligkeit zu keinem Zeitpunkt brachial und heftig klingt. Dafür ist der Klang des Schlagzeugs leider etwas zu flach und drucklos und auch dem Gesang fehlt es etwas an Lautstärke und Eindringlichkeit.
Sepulchral monument ist ein nettes Debütalbm mit einigen sehr gute Stellen, doch fehlt es ihm insgesamt einfach an Härte und fesselnder Atmosphäre, die den Hörer länger als zwei, drei Durchläufe an die Musik bindet.
01. Frozen blood
02. Bloodstained journey
03. Beneath the false moon
04. Black martyr
05. Stigmata
06. Burning kingdom
07. The eternal end
08. Epitaph
09. The ritual
10. Inferno
Die zehn Titel sind allesamt von einer übersichtlichen Spieldauer zwischen drei und vier Minuten. Ebenfalls gemeinsam haben fast alle Stücke, dass sie antreibend schnell sind und Infuneral weitgehend auf jedwedes Gedöns verzichtet.
Auf den ersten Blick ist Sepulchral monument demnach rhythmisch recht eingängig, doch beim genaueren Hinhören tun sich dann doch einige kleine Rhythmuswechsel auf und mit Black martyr enthält das Album auch ein kraftvoll und schleppend bis mittelschnell arrangiertes Lied. Die Gitarrenlinien sind viel abwechslungsreicher gestrickt und enthalten phasenweise sehr gute Riffs und eisige Harmonien.
Beim ersten und zweiten Durchgang von Sepulchral monument macht Infuneral einen dynamischen, druckvollen und packenden Eindruck. Dieser verflüchtigt sich jedoch nach dem dritten oder vierten Durchlauf. Dann sind es nur noch vereinzelte Passagen mit sehr guten und schnellen Riffs, die ergreifend und mitreißend wirken. Ein Manko dabei ist wohl auch, dass Infuneral ob der geradlinigen Schnelligkeit zu keinem Zeitpunkt brachial und heftig klingt. Dafür ist der Klang des Schlagzeugs leider etwas zu flach und drucklos und auch dem Gesang fehlt es etwas an Lautstärke und Eindringlichkeit.
Sepulchral monument ist ein nettes Debütalbm mit einigen sehr gute Stellen, doch fehlt es ihm insgesamt einfach an Härte und fesselnder Atmosphäre, die den Hörer länger als zwei, drei Durchläufe an die Musik bindet.
01. Frozen blood
02. Bloodstained journey
03. Beneath the false moon
04. Black martyr
05. Stigmata
06. Burning kingdom
07. The eternal end
08. Epitaph
09. The ritual
10. Inferno
04.11.2007
Todtgelichter - Schemen | 2007 | Folter Records | CD | Black Metal
Nachdem mir damals das Demo, Fluch / Sog in den Wahnsinn, gefiel und ich das Debütalbum Was bleibt… irgendwie verpasste, gibt es für mich nun nach vier Jahren seit diesem Demo einen Nachschlag. Damals attestierte ich Todtgelichter, ein sehr gelungenes Demo veröffentlicht zu haben, dies gilt nun auch für das inzwischen zweite Album Schemen.
Mit der instrumentalen Einleitung Impuls, wird das Album sehr atmosphärisch und stimmungsvoll eingeleitet, da Todtgelichter gute und packende Harmonien mit einigen kraftvollen Arrangements kombiniert und somit auf das folgende Larva vorbereitet.
Denn Larva beginnt sehr druckvoll, treibend und mit Bedrohlichkeit versprühenden Riffs bevor der Auftakt dann von einem sehr schnellen, energischen und gar ein wenig harschem Part abgelöst wird. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht, denn es folgt eine rasend schnelle Passage, die durchtränkt ist von Wut und Brutalität. Trotz aller Schnelligkeit wird Larva aber immer wieder durch melodisch gespielte Gitarren aufgelockert.
Schnelle Parts gibt es zwar auch in Segen, doch sind diese anders als zuvor in Larva, weniger brachial, dafür aber weitaus eingängiger gestaltet. Diese Eingängigkeit wird zusätzlich von den Gitarren vertieft, die dann recht eingängige helle Melodien veräußern. Segen ist aber nicht durchgehend schnell und eingängig, es gibt immer wieder langsamere Phasen in denen kurzweilig auch ein unverzerrtes Rufen zu hören ist, welches quasi als Duett mit dem verzerrten Gesang fungiert.
Mit Blutstern folgt ein wunderbar intensives Lied, das mit einem Zitat aus der Filmreihe „Matrix“ eröffnet wird. Obwohl Blutstern sehr schnelle und brachiale Parts hat, sind nicht sie es, die dem Lied die eindringliche Atmosphäre bescheren. Es sind die grandios gespielten und verzerrten Gitarren, die nicht einfach nur atmosphärisch sind sondern darüber hinaus, eine vereinnahmende Eindringlichkeit, einen Sog entwickeln, dem man sich nicht entziehen kann. Abgerundet wird diese großartige atmosphärische Leistung durch wohl dosierte Beigaben, wie etwa Walgesang oder die bereits erwähnten schnellen Brachialparts.
Für immer Schweigen ist durchweg ein schleppend oder langsam gehaltenes Lied, in dem vor allem facettenreich gestaltete Melodiestränge das Geschehen dominieren und somit für eine schwere Atmosphäre sorgen. Trotz der rhythmischen Langsamkeit hat Für immer Schweigen aber dennoch sehr kraftvolle Momente, was sowohl dem lebhaften Gesang wie auch dem gut gespielten Schlagzeug zu verdanken ist.
Das längste Lied Aschentraum ist ein sehr kraftvoll wie treibendes Stück mit einem hohem Maß an Abwechslung. Bis auf einen extrem energischen Part am Ende gibt es zwar keine wirklich schnellen oder brachialen Schübe, aber dennoch besitzt Aschentraum sehr treibende und druckvolle Züge, die durch das hervorragende Zusammenspiel von Schlagzeug und den Gitarren erwirkt werden. Die Melodien und Harmonien, die dabei erzeugt werden, haben phasenweise etwas sehr dunkles, bedrohliches und auch hypnotisierendes. Punktuell kommt dabei auch ein sehr leise gespieltes und unauffällig platziertes Piano zum Einsatz. An anderer Stelle, kurz bevor es extrem schnell wird, ist sogar kurzweilig ein Saxophon zu hören. Die dunklen Harmonien, die es in Aschentraum zuhauf gibt, erinnern mich in ihrer Intensität und Perfektion ein wenig an Lunar Aurora, die in diesem Metier ja wahre Meister sind.
Hierauf folgt mit Hammer ein sehr schnelles Stück mit hämmernden Passagen, treibenden Riffs und Melodiebögen, die sich dem Spielfluss stets anpassen und entweder eher hart oder eher harmonisch sind.
Zu guter letzt folgt Beginn des Endes, ein etwas anderes Lied auf Schemen, da neben dem melodischen Kern auch weiblicher Gesang zu hören ist. Schlecht ist es gewiss nicht, da es mit dem Gesang nicht zu sehr übertrieben wird aber als unbedingt nötig erachte ich ihn trotzdem nicht. Hat entfernt vielleicht etwas von In the Woods.
Wie dem auch sei. Schemen ist in jedem Fall ein sehr gutes Album, das mit sehr intensiven Stimmungen und Atmosphären aufwartet. Aber nicht nur diese harmonische Komponente ist beeindruckend sondern auch das Spiel an den Instrumenten als solches. Schemen ist ein tolles Album auf konstant hohem Niveau.
01. Impuls
02. Larva
03. Segen
04. Blutstern
05. Für immer Schweigen
06. Aschentraum
07. Hammer
08. Beginn des Endes
Mit der instrumentalen Einleitung Impuls, wird das Album sehr atmosphärisch und stimmungsvoll eingeleitet, da Todtgelichter gute und packende Harmonien mit einigen kraftvollen Arrangements kombiniert und somit auf das folgende Larva vorbereitet.
Denn Larva beginnt sehr druckvoll, treibend und mit Bedrohlichkeit versprühenden Riffs bevor der Auftakt dann von einem sehr schnellen, energischen und gar ein wenig harschem Part abgelöst wird. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht, denn es folgt eine rasend schnelle Passage, die durchtränkt ist von Wut und Brutalität. Trotz aller Schnelligkeit wird Larva aber immer wieder durch melodisch gespielte Gitarren aufgelockert.
Schnelle Parts gibt es zwar auch in Segen, doch sind diese anders als zuvor in Larva, weniger brachial, dafür aber weitaus eingängiger gestaltet. Diese Eingängigkeit wird zusätzlich von den Gitarren vertieft, die dann recht eingängige helle Melodien veräußern. Segen ist aber nicht durchgehend schnell und eingängig, es gibt immer wieder langsamere Phasen in denen kurzweilig auch ein unverzerrtes Rufen zu hören ist, welches quasi als Duett mit dem verzerrten Gesang fungiert.
Mit Blutstern folgt ein wunderbar intensives Lied, das mit einem Zitat aus der Filmreihe „Matrix“ eröffnet wird. Obwohl Blutstern sehr schnelle und brachiale Parts hat, sind nicht sie es, die dem Lied die eindringliche Atmosphäre bescheren. Es sind die grandios gespielten und verzerrten Gitarren, die nicht einfach nur atmosphärisch sind sondern darüber hinaus, eine vereinnahmende Eindringlichkeit, einen Sog entwickeln, dem man sich nicht entziehen kann. Abgerundet wird diese großartige atmosphärische Leistung durch wohl dosierte Beigaben, wie etwa Walgesang oder die bereits erwähnten schnellen Brachialparts.
Für immer Schweigen ist durchweg ein schleppend oder langsam gehaltenes Lied, in dem vor allem facettenreich gestaltete Melodiestränge das Geschehen dominieren und somit für eine schwere Atmosphäre sorgen. Trotz der rhythmischen Langsamkeit hat Für immer Schweigen aber dennoch sehr kraftvolle Momente, was sowohl dem lebhaften Gesang wie auch dem gut gespielten Schlagzeug zu verdanken ist.
Das längste Lied Aschentraum ist ein sehr kraftvoll wie treibendes Stück mit einem hohem Maß an Abwechslung. Bis auf einen extrem energischen Part am Ende gibt es zwar keine wirklich schnellen oder brachialen Schübe, aber dennoch besitzt Aschentraum sehr treibende und druckvolle Züge, die durch das hervorragende Zusammenspiel von Schlagzeug und den Gitarren erwirkt werden. Die Melodien und Harmonien, die dabei erzeugt werden, haben phasenweise etwas sehr dunkles, bedrohliches und auch hypnotisierendes. Punktuell kommt dabei auch ein sehr leise gespieltes und unauffällig platziertes Piano zum Einsatz. An anderer Stelle, kurz bevor es extrem schnell wird, ist sogar kurzweilig ein Saxophon zu hören. Die dunklen Harmonien, die es in Aschentraum zuhauf gibt, erinnern mich in ihrer Intensität und Perfektion ein wenig an Lunar Aurora, die in diesem Metier ja wahre Meister sind.
Hierauf folgt mit Hammer ein sehr schnelles Stück mit hämmernden Passagen, treibenden Riffs und Melodiebögen, die sich dem Spielfluss stets anpassen und entweder eher hart oder eher harmonisch sind.
Zu guter letzt folgt Beginn des Endes, ein etwas anderes Lied auf Schemen, da neben dem melodischen Kern auch weiblicher Gesang zu hören ist. Schlecht ist es gewiss nicht, da es mit dem Gesang nicht zu sehr übertrieben wird aber als unbedingt nötig erachte ich ihn trotzdem nicht. Hat entfernt vielleicht etwas von In the Woods.
Wie dem auch sei. Schemen ist in jedem Fall ein sehr gutes Album, das mit sehr intensiven Stimmungen und Atmosphären aufwartet. Aber nicht nur diese harmonische Komponente ist beeindruckend sondern auch das Spiel an den Instrumenten als solches. Schemen ist ein tolles Album auf konstant hohem Niveau.
01. Impuls
02. Larva
03. Segen
04. Blutstern
05. Für immer Schweigen
06. Aschentraum
07. Hammer
08. Beginn des Endes
Hellsaw - Phantasm | 2007 | Folter Records | CD | Black Metal
Mit Phantasm ist das so eine Sache. Denn das Eröffnungsstück Silent landscape
hat mich einfach nur umgehauen, machte mir glauben, endlich den (einen)
lang ersehnten Nachfolger zu Lugubres „Anti-human Black Metal“ gefunden
zu haben. So mächtig, so böse und so druckvoll fängt Phantasm mit Silent landscape
an. Der Gesang, übrigens ähnlich wie bei Lugubre, ist schön warm,
kehlig und stets kraftvoll und hasserfüllt und wird mit einer schnellen
Rhythmik und superben Riffs kombiniert, die zwar schnell sind aber
dennoch eine harmonische Ausstrahlung besitzen.
In The ember of your own setzt Hellsaw diese zügige antreibende Spielweise erstmal fort. So weit, so gut. An dieser schnellen, aggressiven und packenden Stimmung tun auch die zwei eingestreuten klaren und harmonischen Akustikgitarrenparts keinen Abbruch.
Mit dem Titelstück Phantasm setzt sich dann allerdings immer mehr eine melodische Note in Hellsaws Spielweise fest. Phantasm ist zwar streckenweise ebenfalls schnell und treibend, doch wurden die Gitarren oft recht melodisch gespielt, sodass sich die anfängliche aggressive Stimmung verflüchtigt. Dies wird dann auch von dem ruhigen Instrumental So far… zementiert, das zwar durch gute, schöne Melodien auffällt aber eben alles andere als zerstörerische Ambitionen erweckt.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem folgenden The inner revenge of nature. Es ist ein kraftvoll arrangiertes Lied mit guten Metal Riffs und einer treibenden Doublebass. Und obwohl der Gesang wahrlich hasserfüllt ist, vermag das Stück keine aggressive Atmosphäre zu entwickeln.
Etwas mehr Härte findet sich in Omen vor. Der Anfang ist zwar recht harmonisch, da eine – überaus gut gespielte – klare Gitarre zu hören ist, doch phasenweise entwickelt Hellsaw in Omen eine ähnlich packende Atmosphäre wie eingangs in Silent landscape. Schnelles, treibendes Schlagzeug im Gleichschritt mit guten, schnellen Riffs.
Das mit weniger als drei Minuten Spielzeit recht kurz gehaltene In memory ist dann erneut ein melodisches Stück, in welchem vor allem die Gitarren für die harmonischen Bezugspunkte verantwortlich sind.
Bevor uns Hellsaw dann mit dem Outro entlässt, wird uns noch Frozen march vorgesetzt. Es ist ein abwechslungsreiches Stück mit schleppenden, sehr kraftvollen Parts aber auch schnellen Schüben und erstklassigen Melodien der Marke Dissection. Frozen march ist zwar nicht durchgängig schnell oder aggressiv, besitzt aber sehr gute und mitreißende Momente der Schnelligkeit wie auch schleppende und sehr kraftvoll, beinahe schon niederwalzende Arrangements.
Phantasm ist gewiss kein schlechtes oder misslungenes Album. Nein, im Grunde ist es ein sehr anständiges Werk, das sowohl klanglich durch den klaren, differenzierten und druckvollen Klang zu überzeugen weiß, wie auch spielerisch. Was mich stört, ist die mangelnde Härte, die pure Aggression, wie sie mit Silent landscape so wunderbar suggeriert wurde. Vermutlich würde mir Phantasm viel besser gefallen, hätte es einfach mit einem anderen Lied angefangen. Denn Silent landscape ist ein richtiger Knaller der es in sich hat und somit die Erwartungen an den Rest des Albums ziemlich hochschraubt.
Statt einem regelrecht aggressiven Inferno beizuwohnen, entwickelt sich Phantasm dann zu einem sehr druckvollem Album im mittelschnellen Bereich, das zwar immer wieder schnelle Schübe bereit hält, aber eben auch phasenweise sehr melodische Züge offen legt.
01. Silent landscape
02. The ember of your own
03. Phantasm
04. So far...
05. The inner revenge of nature
06. Omen
07. In memory
08. Frozen march
09. Outro
In The ember of your own setzt Hellsaw diese zügige antreibende Spielweise erstmal fort. So weit, so gut. An dieser schnellen, aggressiven und packenden Stimmung tun auch die zwei eingestreuten klaren und harmonischen Akustikgitarrenparts keinen Abbruch.
Mit dem Titelstück Phantasm setzt sich dann allerdings immer mehr eine melodische Note in Hellsaws Spielweise fest. Phantasm ist zwar streckenweise ebenfalls schnell und treibend, doch wurden die Gitarren oft recht melodisch gespielt, sodass sich die anfängliche aggressive Stimmung verflüchtigt. Dies wird dann auch von dem ruhigen Instrumental So far… zementiert, das zwar durch gute, schöne Melodien auffällt aber eben alles andere als zerstörerische Ambitionen erweckt.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem folgenden The inner revenge of nature. Es ist ein kraftvoll arrangiertes Lied mit guten Metal Riffs und einer treibenden Doublebass. Und obwohl der Gesang wahrlich hasserfüllt ist, vermag das Stück keine aggressive Atmosphäre zu entwickeln.
Etwas mehr Härte findet sich in Omen vor. Der Anfang ist zwar recht harmonisch, da eine – überaus gut gespielte – klare Gitarre zu hören ist, doch phasenweise entwickelt Hellsaw in Omen eine ähnlich packende Atmosphäre wie eingangs in Silent landscape. Schnelles, treibendes Schlagzeug im Gleichschritt mit guten, schnellen Riffs.
Das mit weniger als drei Minuten Spielzeit recht kurz gehaltene In memory ist dann erneut ein melodisches Stück, in welchem vor allem die Gitarren für die harmonischen Bezugspunkte verantwortlich sind.
Bevor uns Hellsaw dann mit dem Outro entlässt, wird uns noch Frozen march vorgesetzt. Es ist ein abwechslungsreiches Stück mit schleppenden, sehr kraftvollen Parts aber auch schnellen Schüben und erstklassigen Melodien der Marke Dissection. Frozen march ist zwar nicht durchgängig schnell oder aggressiv, besitzt aber sehr gute und mitreißende Momente der Schnelligkeit wie auch schleppende und sehr kraftvoll, beinahe schon niederwalzende Arrangements.
Phantasm ist gewiss kein schlechtes oder misslungenes Album. Nein, im Grunde ist es ein sehr anständiges Werk, das sowohl klanglich durch den klaren, differenzierten und druckvollen Klang zu überzeugen weiß, wie auch spielerisch. Was mich stört, ist die mangelnde Härte, die pure Aggression, wie sie mit Silent landscape so wunderbar suggeriert wurde. Vermutlich würde mir Phantasm viel besser gefallen, hätte es einfach mit einem anderen Lied angefangen. Denn Silent landscape ist ein richtiger Knaller der es in sich hat und somit die Erwartungen an den Rest des Albums ziemlich hochschraubt.
Statt einem regelrecht aggressiven Inferno beizuwohnen, entwickelt sich Phantasm dann zu einem sehr druckvollem Album im mittelschnellen Bereich, das zwar immer wieder schnelle Schübe bereit hält, aber eben auch phasenweise sehr melodische Züge offen legt.
01. Silent landscape
02. The ember of your own
03. Phantasm
04. So far...
05. The inner revenge of nature
06. Omen
07. In memory
08. Frozen march
09. Outro
01.11.2007
Lutemkrat - The Last Survivor | 2007 | Bleak Art Records | CD | Black Metal
The last survivor ist das Debütalbum Lutemkrats, einem brasilianischen Soloprojekt, welches sich dem Pagan Black Metal verschrieben hat. The last survivor
macht insgesamt einen recht nordischen Eindruck auf mich. Es sind vor
allem der raue Klang sowie der stark verzerrte, etwas grell und ein
wenig heiser wirkende Gesang, welche eine nordisch kalte Atmosphäre
versprühen. Und wie es bei den meisten Einmanngruppen ist, wurde auch
hier das Schlagwerk programmiert. Lutemkrat ist dies
allerdings relativ gut gelungen. Die programmierten Rhythmen sind
zumeist natürlich ausgefallen, lediglich am Klang und an vereinzelten
Stellen entlarvt es sich selbst. Mich stört das hier nicht, da ich
schon ungleich schlechteres gehört habe. Für Leute, die Drumcomputer
jedoch aus tiefstem Herzen verachten, könnte dies bereits zu viel des
Guten sein.
Spielerisch bietet Lutemkrat ein breitgefächertes Repertoire, das eingängig schnelle Parts, langsame Strecken und auch seichte Akustikgitarren beinhaltet. Im Grunde könnte The last survivor musikalisch auch als reines Black Metal Werk durchgehen. Die Akustikgitarre kommt nicht oft zum Einsatz, sodass der atmosphärische Anteil im Werk nicht überdurchschnittlich groß ist, was mich freut. Stattdessen setzt Lutemkrat vielmehr auf riffbetontes Gitarrenspiel. Dabei kristallisieren sich immer wieder schöne Melodiestränge mit Tiefgang heraus. Diese Melodik, gemeinsam mit dem etwas grellen Klang, wirkt nordisch, was im Falle von Lutemkrat jedoch nichts mit Abkupferei zu tun hat. The last survivor wirkt sehr eigenständig, ohne Neues oder Überraschendes zu beinhalten. Solide Kost ist es aber allemal.
Wer atmosphärisch kalten und gitarrenbetonten Black Metal mag, der sich rhythmisch nicht festlegt, sollte The last survivor ruhig probieren. Ich weiß vor allem Gesang und Melodik zu schätzen, weshalb es ganz sieben Punkte gibt.
7/10
Aceust
01. Intro: Arising
02. Silent death
03. The last survivor
04. Vengeance
05. Awaiting the final breath
06. Journey through inner landscapes
07. Grieving over the dead
08. Outro: Surviving
Spielerisch bietet Lutemkrat ein breitgefächertes Repertoire, das eingängig schnelle Parts, langsame Strecken und auch seichte Akustikgitarren beinhaltet. Im Grunde könnte The last survivor musikalisch auch als reines Black Metal Werk durchgehen. Die Akustikgitarre kommt nicht oft zum Einsatz, sodass der atmosphärische Anteil im Werk nicht überdurchschnittlich groß ist, was mich freut. Stattdessen setzt Lutemkrat vielmehr auf riffbetontes Gitarrenspiel. Dabei kristallisieren sich immer wieder schöne Melodiestränge mit Tiefgang heraus. Diese Melodik, gemeinsam mit dem etwas grellen Klang, wirkt nordisch, was im Falle von Lutemkrat jedoch nichts mit Abkupferei zu tun hat. The last survivor wirkt sehr eigenständig, ohne Neues oder Überraschendes zu beinhalten. Solide Kost ist es aber allemal.
Wer atmosphärisch kalten und gitarrenbetonten Black Metal mag, der sich rhythmisch nicht festlegt, sollte The last survivor ruhig probieren. Ich weiß vor allem Gesang und Melodik zu schätzen, weshalb es ganz sieben Punkte gibt.
7/10
Aceust
01. Intro: Arising
02. Silent death
03. The last survivor
04. Vengeance
05. Awaiting the final breath
06. Journey through inner landscapes
07. Grieving over the dead
08. Outro: Surviving
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