„Stop killing the dead, they're mine. If you don't want the dead coming
back to life why don't you just kill the living? “ Mit diesem, dem Film
„Cemetery Man“ entnommenen Filmzitat, leiten die Kölner Zombie-Thrasher
von Power ihr zweites Album ein. Es ist dasselbe Zitat, mit dem Krieg das Album „Destruction ritual“ einleitete. Allein das mach mir Roll the dice
auf Anhieb sympathisch. Was sich im Anschluss an das eingespielte
Filmzitat abspielt, ist als zünftiger und spielerischer Thrash Metal zu
bezeichnen.
Die zehn Lieder bieten schön gitarrenbetonten und treibend
strukturierten Thrash Metal, der sowohl durch eingängiges und
kraftvolles Riffing, wie auch durch flinke, sehr spielerisch und flüssig
integrierte Melodien und Soli auffällt. Kraftvolle Akkorde und der
raue, minimal verzerrte Gesang bilden das Grundgerüst von Roll the dice.
Rhythmisch agiert Power vorwiegend in vielfältig
gestalteten mittelschnellen Tempi, die zwar stets antreibend sind und
dazu verführen, im Takt mitzuwippen, doch wirkliche Schnelligkeit im
brachialen Sinne gibt es kaum. Das Tempo wird phasenweise zwar immer
wieder mal erhöht, doch niemals zu einer brutalen Passage verdichtet.
Stattdessen beherrschen spielerische Akzente das Geschehen und die
Atmosphäre, wodurch der Thrash Metal von Power einen zarten Anstrich des
traditionellen Heavy Metals erhält.
Mir gefällt diese Mischung ganz gut, zumal Power
dadurch recht eigenständig klingt, obgleich ich die fehlende Härte und
Brutalität bisweilen etwas bedauere. Packend und treibend ist Roll the dice aber allemal, da Power dies mit spürbarem Spielspaß wieder wett macht. Platten wie Roll the dice sind mir zig mal lieber als
eine weitere Sodom- oder Destruction-Neuauflage, die zwar klanglich und
technisch perfekt inszeniert aber für meine Bedürfnisse zu lieblos und
seelenlos ist.
01. Zombie attack
02. I am suicide
03. Made in hellfire
04. Roll the dice
05. We are
06. Buried alive
07. Rot 'n' Roll disaster waltz
08. Nightmare injection
09. Truth about a lie
10. Out to kill
14.10.2007
09.10.2007
Vardlokkur - Med Døden Til Følge | 2007 | Det Germanske Folket | CD | Black Metal
Med døden til følge ist die erste Veröffentlichung Vardlokkurs,
einer bis vor kurzem aus Vrede (Holmgang, Angantyr) und Saule
bestehenden Gruppe, die nun – nach den Aufnahmen zu diesem Tonträger –
mit Yngleborgaz festen Zuwachs erhalten hat.
Den Anfang macht das Titellied, welches durch ein kurzes Solo am Piano seicht eingeleitet wird. Auf diese einleitenden Klänge folgt – für mich etwas überraschend – eine rohe und wüste Passage in der Vardlokkur durch schnelle, antreibende Rhythmen und einem bissigen und aggressiven Gesang glänzt. Der Klang der Gitarren ist angenehm rau aber dabei nicht wirklich unsauber und das Schlagzeug hat in der Klangfarbe einen leicht polternden Ton, was sehr gut mit dem Gesang und den Gitarren harmoniert. So schnell und aggressiv bleibt es allerdings nicht. Nach der, zum Teil hochgradig brutalen Passage folgt ein längerer Abschnitt, der in einem schleppenden Rhythmus, mit kraftvollem Gesang und einer guten und überschaubaren Melodieführung vorgetragen wird.
Morituri te salutant steht dem in punkto Brutalität und Geschwindigkeit in nichts nach. Es ist rhythmisch zwar ein wechselhaftes Lied, in dem auch mittelschnelle oder schleppende Tempi zu hören sind. Doch nicht nur. Vardlokkur feuert etappenweise einige überaus mörderische Knüppelparts ab, die an zerstörerischer Kraft kaum zu überbieten sind. Das schöne an diesen Brachialparts ist, dass es sich hierbei nicht nur um dumpfes Geballer handelt. Das Schlagzeug wird relativ vielfältig bedient, es gibt Breaks und diese Passagen sind sehr gut durch die Übergänge in das Lied eingebettet.
Sehr aggressiv und etwas rumpelig geht es zunächst mit Frygtens skygge weiter. Vrede scheint sich hasserfüllt die Seele aus dem Leib zu schreien, während Saule großartig zwischen zwei unterschiedlichen, sehr schnellen Rhythmen hin und her wechselt. In der zweiten Hälfte von Frygtens skygge geht es kurzweilig gemächlicher und leicht melodisch zu, bevor das Finale in erneuter Aggression und Schnelligkeit versinkt.
Der letzte Titel, Nordens fane, beginnt mit einer guten, klaren und schön harmonischen Gitarrenmelodie, die jedoch nicht lange währt und alsbald in ein stampfendes und schleppendes Spiel übergeht. Es reihen sich schnelle und stampfend schleppende Parts aneinander, die aber stets brutal wirken, da der Gesang sehr energisch und das Schlagzeug gnadenlos ist.
Vardlokkur ist mit Med døden til følge ein regelrecht glorreicher Einstand gelungen. Es ist großartiger aggressiver und rauer Black Metal ohne Kompromisse. An dieser Stelle bin ich sehr gespannt, welchen Einfluss Yngleborgaz auf das künftige Material und die damit verbundenen Auswirkungen hat. Ich hoffe jedenfalls inständig, dass Vardlokkur diesen grimmigen und wüsten Stil beibehalten wird.
01. Med døden til følge
02. Morituri te salutant
03. Frygtens skygge
04. Nordens fane
Den Anfang macht das Titellied, welches durch ein kurzes Solo am Piano seicht eingeleitet wird. Auf diese einleitenden Klänge folgt – für mich etwas überraschend – eine rohe und wüste Passage in der Vardlokkur durch schnelle, antreibende Rhythmen und einem bissigen und aggressiven Gesang glänzt. Der Klang der Gitarren ist angenehm rau aber dabei nicht wirklich unsauber und das Schlagzeug hat in der Klangfarbe einen leicht polternden Ton, was sehr gut mit dem Gesang und den Gitarren harmoniert. So schnell und aggressiv bleibt es allerdings nicht. Nach der, zum Teil hochgradig brutalen Passage folgt ein längerer Abschnitt, der in einem schleppenden Rhythmus, mit kraftvollem Gesang und einer guten und überschaubaren Melodieführung vorgetragen wird.
Morituri te salutant steht dem in punkto Brutalität und Geschwindigkeit in nichts nach. Es ist rhythmisch zwar ein wechselhaftes Lied, in dem auch mittelschnelle oder schleppende Tempi zu hören sind. Doch nicht nur. Vardlokkur feuert etappenweise einige überaus mörderische Knüppelparts ab, die an zerstörerischer Kraft kaum zu überbieten sind. Das schöne an diesen Brachialparts ist, dass es sich hierbei nicht nur um dumpfes Geballer handelt. Das Schlagzeug wird relativ vielfältig bedient, es gibt Breaks und diese Passagen sind sehr gut durch die Übergänge in das Lied eingebettet.
Sehr aggressiv und etwas rumpelig geht es zunächst mit Frygtens skygge weiter. Vrede scheint sich hasserfüllt die Seele aus dem Leib zu schreien, während Saule großartig zwischen zwei unterschiedlichen, sehr schnellen Rhythmen hin und her wechselt. In der zweiten Hälfte von Frygtens skygge geht es kurzweilig gemächlicher und leicht melodisch zu, bevor das Finale in erneuter Aggression und Schnelligkeit versinkt.
Der letzte Titel, Nordens fane, beginnt mit einer guten, klaren und schön harmonischen Gitarrenmelodie, die jedoch nicht lange währt und alsbald in ein stampfendes und schleppendes Spiel übergeht. Es reihen sich schnelle und stampfend schleppende Parts aneinander, die aber stets brutal wirken, da der Gesang sehr energisch und das Schlagzeug gnadenlos ist.
Vardlokkur ist mit Med døden til følge ein regelrecht glorreicher Einstand gelungen. Es ist großartiger aggressiver und rauer Black Metal ohne Kompromisse. An dieser Stelle bin ich sehr gespannt, welchen Einfluss Yngleborgaz auf das künftige Material und die damit verbundenen Auswirkungen hat. Ich hoffe jedenfalls inständig, dass Vardlokkur diesen grimmigen und wüsten Stil beibehalten wird.
01. Med døden til følge
02. Morituri te salutant
03. Frygtens skygge
04. Nordens fane
08.10.2007
October Falls - The Streams Of The End | 2007 | Debemur Morti Productions | CD | Folk Black Metal
Wer von October Falls ein weiteres ruhiges Instrumentalwerk erwartet, wird enttäuscht, da die aktuelle MCD, The streams of the end, eine melodische Black/Folk-Veröffentlichung ist, wobei ich persönlich den Terminus Dark Metal jedoch zutreffender empfinde.
Denn die etwaigen Folk-Elemente sind minimal und könnten auch glatt als ruhige, klare Instrumentalpassagen durchgehen. Stattdessen regiert auf The streams of the end vielmehr eine schwere, düstere und zum Teil regelrecht melancholische Atmosphäre mit vielen Abstufungen. Diese Abstufungen erzielt October Falls durch die sehr fein gegliederten harmonischen und melodischen Strukturen, die nicht nur variabel sind sondern auch jeweils direkt die Atmosphäre der Musik beeinflussen.
Dabei gibt es zwar zahlreiche klare Gitarrenmelodien, doch sind diese stets so angelegt, das sie traurig oder zumindest ernsthaft und nachdenklich wirken. Hinzu kommt dann natürlich das kraftvolle und verzerrte Gitarrenspiel, welches nicht selten mit dunklen, erdrückenden Riffs aufwartet und der dunkle, leicht verzerrte Gesang.
Die Geschwindigkeit ist dabei zumeist langsam bis schleppend, lediglich in White northern soils gibt es vereinzelt schnellere sowie härtere Schübe.
Aus diesen Zutaten hat October Falls ein angenehmes dunkles musikalisches Werk erschaffen, das trotz der großen melodischen Komponente zu keinem Zeitpunkt zu freundlich, spielerisch oder überladen wirkt. Stattdessen ist The streams of the end ein eher leises und unaufdringliches Werk, mit feinen, richtig guten Melodien, die sich zu einer ernsten und schweren Stimmung verdichten.
Das Material für ein neues Album ist bereits geschrieben und die Aufnahmen zu diesem haben bereits begonnen. Mal schauen was uns dann von October Falls erwartet. Ich würde eine Fortsetzung von The streams of the end sehr begrüßen.
01. Shores of fire
02. White northern soils
03. Funeral pyres
04. The streams of the end
Denn die etwaigen Folk-Elemente sind minimal und könnten auch glatt als ruhige, klare Instrumentalpassagen durchgehen. Stattdessen regiert auf The streams of the end vielmehr eine schwere, düstere und zum Teil regelrecht melancholische Atmosphäre mit vielen Abstufungen. Diese Abstufungen erzielt October Falls durch die sehr fein gegliederten harmonischen und melodischen Strukturen, die nicht nur variabel sind sondern auch jeweils direkt die Atmosphäre der Musik beeinflussen.
Dabei gibt es zwar zahlreiche klare Gitarrenmelodien, doch sind diese stets so angelegt, das sie traurig oder zumindest ernsthaft und nachdenklich wirken. Hinzu kommt dann natürlich das kraftvolle und verzerrte Gitarrenspiel, welches nicht selten mit dunklen, erdrückenden Riffs aufwartet und der dunkle, leicht verzerrte Gesang.
Die Geschwindigkeit ist dabei zumeist langsam bis schleppend, lediglich in White northern soils gibt es vereinzelt schnellere sowie härtere Schübe.
Aus diesen Zutaten hat October Falls ein angenehmes dunkles musikalisches Werk erschaffen, das trotz der großen melodischen Komponente zu keinem Zeitpunkt zu freundlich, spielerisch oder überladen wirkt. Stattdessen ist The streams of the end ein eher leises und unaufdringliches Werk, mit feinen, richtig guten Melodien, die sich zu einer ernsten und schweren Stimmung verdichten.
Das Material für ein neues Album ist bereits geschrieben und die Aufnahmen zu diesem haben bereits begonnen. Mal schauen was uns dann von October Falls erwartet. Ich würde eine Fortsetzung von The streams of the end sehr begrüßen.
01. Shores of fire
02. White northern soils
03. Funeral pyres
04. The streams of the end
Devilish - Possession | 2007 | Eisenwald Tonschmiede | CD | Black Metal
Mit dem mysteriösen Album Possession von Devilish,
präsentiert Eisenwald ein großartiges Untergrund-Black Metal-Album.
Mysteriös ist es deshalb, da es keinerlei Informationen über die Gruppe
oder den Tonträger als solchen gibt. Das schöne, aus rauem Papppapier
gestaltete Digipak enthält neben der CD, die ein einziges langes,
unbetiteltes Stück beherbergt, zwei abgedruckte Gedichte: Eines von
Peter Cornelius und eines von Charles Baudelaire.
Das macht aber überhaupt nichts, da das knapp 30 Minuten lange Lied voll und ganz überzeugen kann. Es besteht aus mehreren Abschnitten oder Kapiteln, wodurch der Eindruck vermittelt wird, es durchaus mit einzelnen Liedern zu tun zu haben, da das Lied ohne Wiederholungen auskommt und somit einer ständigen Entwicklung und Veränderung unterliegt.
Im Groben lässt sich Possession als rauer aber atmosphärischer Black Metal bezeichnen. Die Einleitung ist ruhig, harmonisch und atmosphärisch und mit anderthalb Minuten für ein so langes Lied relativ kurz. Die Einleitung wird von einem rauen, eingängig mittelschnellen Part abgelöst, in dem vor allem der stark verzerrte aber weitgehend ruhig intonierte Gesang und ein sehr leises, weit in den Hintergrund gestelltes Keyboard für harmonische Aspekte sorgen. Dieses Keyboard ist phasenweise kaum erkennbar, da die grell klingenden Gitarren es überlagern. Dieser Effekt ist als nahezu perfekt zu umschreiben, da durch den leisen, unauffälligen Klang aus dem Hintergrund, das Keyboard eine höhere Gewichtung bekommt.
Nach einem schnelleren Part folgt eine melodische Passage mit guten, einprägsamen und teils klaren Melodien. Auch während dieses Abschnitts steht das Keyboard sanft im Hintergrund. Während dieser ruhigeren Strecke klingt der Gesang von Devilish ganz entfernt, ein wenig wie der von Evol auf dem Album "Portraits", allerdings nicht ganz so extrem wie bei den Franzosen.
Nach diesem ruhigen Part gibt es einen starken Wandel. Die Gitarren und der Bass schmettern einige harte, dunkle und laute Riffs, welche die Membrane der Lautsprecher wild vibrieren lassen. Dann nimmt die Intensität der Saiteninstrumente überraschend ab und es offenbart sich eine sehr atmosphärische Passage, in der vor allem der Kreischgesang und das Keyboard, welches nun deutlich lauter und präsenter ist, für eine großartige Atmosphäre sorgen.
Possession behält noch weitere Wandlungen und Überraschungen bereit. Neben den atmosphärischen Passagen und dem Keyboard gibt auch hasserfüllte, energische und schnelle Parts die mindestens genauso überzeugend und beeindruckend sind.
Für mich ist Possession ein echter Geheimtipp, so, wie vor einigen Jahren Brocken Moon mit den zwei ersten Demos ebenfalls einer war. Ich kann jedem nur empfehlen, sich das Album schnell zuzulegen sobald es im Handel erschienen ist. Denn es ist auf 350 Kopien limitiert und wird somit nicht ewig erhältlich sein.
01. Possession
http://www.eisenton.de/
Das macht aber überhaupt nichts, da das knapp 30 Minuten lange Lied voll und ganz überzeugen kann. Es besteht aus mehreren Abschnitten oder Kapiteln, wodurch der Eindruck vermittelt wird, es durchaus mit einzelnen Liedern zu tun zu haben, da das Lied ohne Wiederholungen auskommt und somit einer ständigen Entwicklung und Veränderung unterliegt.
Im Groben lässt sich Possession als rauer aber atmosphärischer Black Metal bezeichnen. Die Einleitung ist ruhig, harmonisch und atmosphärisch und mit anderthalb Minuten für ein so langes Lied relativ kurz. Die Einleitung wird von einem rauen, eingängig mittelschnellen Part abgelöst, in dem vor allem der stark verzerrte aber weitgehend ruhig intonierte Gesang und ein sehr leises, weit in den Hintergrund gestelltes Keyboard für harmonische Aspekte sorgen. Dieses Keyboard ist phasenweise kaum erkennbar, da die grell klingenden Gitarren es überlagern. Dieser Effekt ist als nahezu perfekt zu umschreiben, da durch den leisen, unauffälligen Klang aus dem Hintergrund, das Keyboard eine höhere Gewichtung bekommt.
Nach einem schnelleren Part folgt eine melodische Passage mit guten, einprägsamen und teils klaren Melodien. Auch während dieses Abschnitts steht das Keyboard sanft im Hintergrund. Während dieser ruhigeren Strecke klingt der Gesang von Devilish ganz entfernt, ein wenig wie der von Evol auf dem Album "Portraits", allerdings nicht ganz so extrem wie bei den Franzosen.
Nach diesem ruhigen Part gibt es einen starken Wandel. Die Gitarren und der Bass schmettern einige harte, dunkle und laute Riffs, welche die Membrane der Lautsprecher wild vibrieren lassen. Dann nimmt die Intensität der Saiteninstrumente überraschend ab und es offenbart sich eine sehr atmosphärische Passage, in der vor allem der Kreischgesang und das Keyboard, welches nun deutlich lauter und präsenter ist, für eine großartige Atmosphäre sorgen.
Possession behält noch weitere Wandlungen und Überraschungen bereit. Neben den atmosphärischen Passagen und dem Keyboard gibt auch hasserfüllte, energische und schnelle Parts die mindestens genauso überzeugend und beeindruckend sind.
Für mich ist Possession ein echter Geheimtipp, so, wie vor einigen Jahren Brocken Moon mit den zwei ersten Demos ebenfalls einer war. Ich kann jedem nur empfehlen, sich das Album schnell zuzulegen sobald es im Handel erschienen ist. Denn es ist auf 350 Kopien limitiert und wird somit nicht ewig erhältlich sein.
01. Possession
http://www.eisenton.de/
Cryptic Voice - Access Denied | 2007 | STF-Records | CD | Death Metal
Cryptic Voice aus der Schweiz hat dieser Tage mit Access denied das zweite Album veröffentlicht und präsentiert melodischen, eigenständigen Death Metal.
Mit dem ersten Titel Grimmlock beginnt das Album brachial, treibend und druckvoll. Doch statt des erwarteten Nackenbrechers offenbart sich ein abwechslungsreiches Stück, in welchem Cryptic Voice zwischen brutalen und walzenden sowie sehr melodisch eingefärbten Parts hin und her wechselt. Besonders gut gefallen mir hierbei die brachialen Passagen, in denen das treibend gespielte Schlagzeug wunderbar mit den harten, technisch ausgelegten Riffs und dem tiefen Gesang harmoniert.
Das zweite Lied, And nothin' will remain, ist bis auf einen kurzen melodischen Mittelteil, ein durchgängig druckvoll vorgetragenes Stück, in dem die Geschwindigkeiten zwischen druckvoll schleppendem und harsch schnellem Spiel variieren.
Im folgenden Shizzo, trifft die technische und brachiale Spielweise mit eingespielten Sprach-Samples auf ein modernes Element, was sich sehr gut anhört, da die instrumentale Begleitung während dieser Samples ungebrochen flüssig und kraftvoll weitergeht.
Im weiteren Verlauf von Access denied, welches mit 13 Titeln zahlreich bestückt ist, agiert Cryptic Voice nach dem selben Schema. Die Stücke sind allesamt von vielschichtiger Struktur, welche durch das Wechselspiel von sehr kräftigen, brutalen Parts und den melodischen Abschnitten, in denen Cryptic Voice gerne mal auch ein Soli einstreut, gekennzeichnet ist.
Richtig schnelle Passagen gibt es zwar auch, doch sind diese rar gesät und so konzentriert sich die Geschwindigkeit vorwiegend auf mittelschnelle Tempi, die aber stets treibend sind, was nicht selten der gut angelegten Double-Bass geschuldet ist.
Abschließend ist zu sagen, dass sich Access denied vor allem durch das vielschichtige und ausgeklügelte Songwriting auszeichnet, in dem sowohl die melodischen Akzente wie auch die harten und technischen Anteile gleichberechtigt eingearbeitet wurden. Somit hat man mit Access denied ein sehr anständiges Death Metal-Album in den Händen, wobei ich persönlich die druckvollen und harten Passagen / Stücke favorisiere.
01. Grimmlock
02. And nothin' will remain
03. Shizzo
04. Take the crown
05. Death row dance
06. Miss de Witt
07. Access denied
08. Noctum solaris
09. In all your eyes
10. The waiting for god
11. The boulevard of broken hope
12. When I fell
13. Farewell
Mit dem ersten Titel Grimmlock beginnt das Album brachial, treibend und druckvoll. Doch statt des erwarteten Nackenbrechers offenbart sich ein abwechslungsreiches Stück, in welchem Cryptic Voice zwischen brutalen und walzenden sowie sehr melodisch eingefärbten Parts hin und her wechselt. Besonders gut gefallen mir hierbei die brachialen Passagen, in denen das treibend gespielte Schlagzeug wunderbar mit den harten, technisch ausgelegten Riffs und dem tiefen Gesang harmoniert.
Das zweite Lied, And nothin' will remain, ist bis auf einen kurzen melodischen Mittelteil, ein durchgängig druckvoll vorgetragenes Stück, in dem die Geschwindigkeiten zwischen druckvoll schleppendem und harsch schnellem Spiel variieren.
Im folgenden Shizzo, trifft die technische und brachiale Spielweise mit eingespielten Sprach-Samples auf ein modernes Element, was sich sehr gut anhört, da die instrumentale Begleitung während dieser Samples ungebrochen flüssig und kraftvoll weitergeht.
Im weiteren Verlauf von Access denied, welches mit 13 Titeln zahlreich bestückt ist, agiert Cryptic Voice nach dem selben Schema. Die Stücke sind allesamt von vielschichtiger Struktur, welche durch das Wechselspiel von sehr kräftigen, brutalen Parts und den melodischen Abschnitten, in denen Cryptic Voice gerne mal auch ein Soli einstreut, gekennzeichnet ist.
Richtig schnelle Passagen gibt es zwar auch, doch sind diese rar gesät und so konzentriert sich die Geschwindigkeit vorwiegend auf mittelschnelle Tempi, die aber stets treibend sind, was nicht selten der gut angelegten Double-Bass geschuldet ist.
Abschließend ist zu sagen, dass sich Access denied vor allem durch das vielschichtige und ausgeklügelte Songwriting auszeichnet, in dem sowohl die melodischen Akzente wie auch die harten und technischen Anteile gleichberechtigt eingearbeitet wurden. Somit hat man mit Access denied ein sehr anständiges Death Metal-Album in den Händen, wobei ich persönlich die druckvollen und harten Passagen / Stücke favorisiere.
01. Grimmlock
02. And nothin' will remain
03. Shizzo
04. Take the crown
05. Death row dance
06. Miss de Witt
07. Access denied
08. Noctum solaris
09. In all your eyes
10. The waiting for god
11. The boulevard of broken hope
12. When I fell
13. Farewell
03.10.2007
Volkolak (Волколак) - Слава Яриле (Hail To The God Of The Sun) | 2007 | Blazing Productions | CD | Folk
Slava yarile (Hail to the god of the sun) erschien bereits 2004
und wurde über Blazing Prodctions wiederveröffentlicht. Mit Metal hat
die Musik jedenfalls rein gar nichts zu tun. Es ist ein lupenreines
russisches Folk Album.
Entsprechend melodisch und „fröhlich“ zeichnen sich die Strukturen der einzelnen Lieder aus. Neben den klaren, russischen Gesängen findet sich eine Vielzahl an traditionellen Folk-Instrumenten wieder. Das Ganze macht auf mich - nicht nur bei Volkolak, sondern auch bei anderen Gruppen dieser Sparte – einen viel zu fröhlichen, bunten und melodischen Eindruck, obgleich die Liednamen auch auf eine ernste Thematik hindeuten.
Ich kann mit dieser Musikart überhaupt nichts anfangen, weshalb ich mir eine weitere Bewertung des Materials spare. Wer russischen Folk mag, wird's vielleicht jedoch mögen.
01. To the god of the fire
02. To Russians
03. Yew grove
04. To the people from East Russia
05. Brave viking
06. Wolf's farewell
07. Vavila
08. Hail to the god of the sun
09. At valiant prince
10. Veles and warrior
Entsprechend melodisch und „fröhlich“ zeichnen sich die Strukturen der einzelnen Lieder aus. Neben den klaren, russischen Gesängen findet sich eine Vielzahl an traditionellen Folk-Instrumenten wieder. Das Ganze macht auf mich - nicht nur bei Volkolak, sondern auch bei anderen Gruppen dieser Sparte – einen viel zu fröhlichen, bunten und melodischen Eindruck, obgleich die Liednamen auch auf eine ernste Thematik hindeuten.
Ich kann mit dieser Musikart überhaupt nichts anfangen, weshalb ich mir eine weitere Bewertung des Materials spare. Wer russischen Folk mag, wird's vielleicht jedoch mögen.
01. To the god of the fire
02. To Russians
03. Yew grove
04. To the people from East Russia
05. Brave viking
06. Wolf's farewell
07. Vavila
08. Hail to the god of the sun
09. At valiant prince
10. Veles and warrior
Krohm - The Haunting Presence | 2007 | Debemur Morti | CD | Black Metal
Das vor drei Jahren erschienende Debütalbum A world through dead eyes konnte mich seinerzeit nicht überzeugen, da es mir nach dem starken Demo Crown of the ancients zu platt und langweilig erschien. Mit dem neuen, zweiten Album, The haunting presence, verhält es sich glücklicherweise anders, da der neue Tonträger durchaus sehr eindrucksvolle Strukturen in sich trägt.
Dabei ist das Auftaktlied Bleak shores aber noch eher mäßig ausgefallen obgleich die ersten, einleitenden Momente und Sekunden eine sehr gute Atmosphäre besitzen, die durch das eingängig antreibende Schlagzeugspiel, dem grimmigen Gesang und schnellen eingängigen Riffs erzeugt wird. Doch dieser grimmig beißende und kalte Anfangsmoment bleibt nicht erhalten, da sich Bleak shores alsbald zu einem atmosphärisch schleppendem Stück entwickelt, wo vor allem hell gestimmte, stark im Vordergrund stehende Gitarrenmelodien den Ton angeben. Mir ist dieses helle Gitarrenspiel einerseits zu aufdringlich, andererseits auch einfach zu freundlich akzentuiert, was meinem Bedürfnis nach der kalten anfänglichen Atmosphäre widerspricht. Die letzten, ebenfalls langsamen Minuten, sind dann aber wieder besser, da hier dunkle, düstere und mysteriöse Melodien die hellen Gitarrenklänge ersetzen.
Im zweiten Stück sind gleich zum Anfang jene hellen Gitarren zu hören. Diesmal aber wurden sie alles andere als freundlich klingend gespielt. Die Melodien, die vom ruhigen, schleppenden Schlagzeug begleitet werden, entwickeln eine trostlose und zum Teil auch verstörende Stimmung, da die hellen, klaren und atmosphärischen Melodien phasenweise mit einer verzerrten Gitarre unterlegt wurden, die eingängige, grelle und sich wiederholende Riffs einstreut. In der zweiten Hälfte sind einige kraftvolle Arrangements zu hören, die wie kleine intensive Ausbrüche wirken, da sie sowohl harmonisch wie auch gesanglich, wunderbar inszeniert und platziert wurden.
Weshalb es mit I respiri delle ombre und Tra la carne e il nulla zwei, zumindest teilweise italienischsprachige Lieder gibt, bleibt für mich an dieser Stelle unbeantwortet. Tatsache aber ist jedenfalls, dass die Passagen von I respiri delle ombre, in denen Numinas (erkennbar) italienisch singt, eine sehr gute und ergreifende Atmosphäre besitzen. Numinas' italienischer Gesang ist überaus ausdruckstark, zum Teil ein wenig harsch und laut und dabei sehr eindringlich. Verfeinert wird das Ganze dann von erstklassigen dunklen Melodiesträngen, die sehr ruhig und gleichmäßig wabern und einem beim Zuhören in andere Sphären entführen.
Mit Relic folgt das vielleicht beste Stück des Albums. Es nimmt durch den lauten, eindringlichen und leicht aggressiv eingehauchten Gesang, dem schleppenden aber treibend druckvollen Schlagzeug, einen kraftvollen Lauf. Diese kraftvolle Stimmung wird dann noch vertieft, als der Rhythmus schnell und eingängig wird und Krohm die Geschwindigkeit mit dunklen, unheilvollen Melodien auskleidet. Nach einer düsteren harmonischen Passage mit abstrakten Gurgelgeräuschen nimmt Relic noch mal volle Fahrt auf und Krohm legt dabei gar regelrecht brachiale Züge an den Tag.
Auch die verbleibenden drei Titel können überzeugen, da Krohm hier mit guten atmosphärischen Melodien, schnellen harten Schüben oder auch hypnotischen, ambientgleichen Passagen aufwartet.
Obgleich The haunting presence mit Bleak shores relativ schwach beginnt, entwickelt sich das neue Album anschließend zu einem ausgereiften Werk mit einer sehr dichten und düsteren Atmosphäre. Im Detail erweist sich The haunting presence als ein mit Abwechslung gespicktes Werk, in dem sowohl düstere, bleierne und eben harmonische Anteile genau so vorhanden sind, wie harsch und aggressiv angelegte Momente.
Es ist Krohm also gelungen, sich hinsichtlich A world through dead eyes deutlich zu steigern.
01. Bleak shores
02. Lifeless serenade
03. I respiri delle ombre
04. Relic
05. Memories of the flesh
06. Tra la carne e il nulla
07. Syndrome
Dabei ist das Auftaktlied Bleak shores aber noch eher mäßig ausgefallen obgleich die ersten, einleitenden Momente und Sekunden eine sehr gute Atmosphäre besitzen, die durch das eingängig antreibende Schlagzeugspiel, dem grimmigen Gesang und schnellen eingängigen Riffs erzeugt wird. Doch dieser grimmig beißende und kalte Anfangsmoment bleibt nicht erhalten, da sich Bleak shores alsbald zu einem atmosphärisch schleppendem Stück entwickelt, wo vor allem hell gestimmte, stark im Vordergrund stehende Gitarrenmelodien den Ton angeben. Mir ist dieses helle Gitarrenspiel einerseits zu aufdringlich, andererseits auch einfach zu freundlich akzentuiert, was meinem Bedürfnis nach der kalten anfänglichen Atmosphäre widerspricht. Die letzten, ebenfalls langsamen Minuten, sind dann aber wieder besser, da hier dunkle, düstere und mysteriöse Melodien die hellen Gitarrenklänge ersetzen.
Im zweiten Stück sind gleich zum Anfang jene hellen Gitarren zu hören. Diesmal aber wurden sie alles andere als freundlich klingend gespielt. Die Melodien, die vom ruhigen, schleppenden Schlagzeug begleitet werden, entwickeln eine trostlose und zum Teil auch verstörende Stimmung, da die hellen, klaren und atmosphärischen Melodien phasenweise mit einer verzerrten Gitarre unterlegt wurden, die eingängige, grelle und sich wiederholende Riffs einstreut. In der zweiten Hälfte sind einige kraftvolle Arrangements zu hören, die wie kleine intensive Ausbrüche wirken, da sie sowohl harmonisch wie auch gesanglich, wunderbar inszeniert und platziert wurden.
Weshalb es mit I respiri delle ombre und Tra la carne e il nulla zwei, zumindest teilweise italienischsprachige Lieder gibt, bleibt für mich an dieser Stelle unbeantwortet. Tatsache aber ist jedenfalls, dass die Passagen von I respiri delle ombre, in denen Numinas (erkennbar) italienisch singt, eine sehr gute und ergreifende Atmosphäre besitzen. Numinas' italienischer Gesang ist überaus ausdruckstark, zum Teil ein wenig harsch und laut und dabei sehr eindringlich. Verfeinert wird das Ganze dann von erstklassigen dunklen Melodiesträngen, die sehr ruhig und gleichmäßig wabern und einem beim Zuhören in andere Sphären entführen.
Mit Relic folgt das vielleicht beste Stück des Albums. Es nimmt durch den lauten, eindringlichen und leicht aggressiv eingehauchten Gesang, dem schleppenden aber treibend druckvollen Schlagzeug, einen kraftvollen Lauf. Diese kraftvolle Stimmung wird dann noch vertieft, als der Rhythmus schnell und eingängig wird und Krohm die Geschwindigkeit mit dunklen, unheilvollen Melodien auskleidet. Nach einer düsteren harmonischen Passage mit abstrakten Gurgelgeräuschen nimmt Relic noch mal volle Fahrt auf und Krohm legt dabei gar regelrecht brachiale Züge an den Tag.
Auch die verbleibenden drei Titel können überzeugen, da Krohm hier mit guten atmosphärischen Melodien, schnellen harten Schüben oder auch hypnotischen, ambientgleichen Passagen aufwartet.
Obgleich The haunting presence mit Bleak shores relativ schwach beginnt, entwickelt sich das neue Album anschließend zu einem ausgereiften Werk mit einer sehr dichten und düsteren Atmosphäre. Im Detail erweist sich The haunting presence als ein mit Abwechslung gespicktes Werk, in dem sowohl düstere, bleierne und eben harmonische Anteile genau so vorhanden sind, wie harsch und aggressiv angelegte Momente.
Es ist Krohm also gelungen, sich hinsichtlich A world through dead eyes deutlich zu steigern.
01. Bleak shores
02. Lifeless serenade
03. I respiri delle ombre
04. Relic
05. Memories of the flesh
06. Tra la carne e il nulla
07. Syndrome
01.10.2007
Necromessiah - Antiklerical Terroristik Death Squad | 2007 | Blasphemous Underground | CD | Black Thrash Metal
Eine Zeit lang gab es eine kleine Schwemme an Black / Thrash
Veröffentlichungen, die mal mehr, mal weniger überzeugten. Die drei
Italiener von Necromessiah liefern mit ihrem zweiten Album, Antiklerical terroristik death squad, ein vollends gelungenes Album ab, bei dem einfach alles stimmt.
Die zehn Lieder, die im Schnitt um die drei Minuten lang sind, bieten alles was es braucht für ein zünftiges Black / Thrash Album. Zuallererst ist da selbstverständlich die Gitarrenarbeit zu nennen, welche bei Necromessiah stets vielfältig und sehr flüssig von der Hand geht. Die Riffs und Melodiebögen decken ein breitgefächertes Spektrum von schön dreckig, über eingängig und einprägsam bis hin zu guten und anspruchsvollen Solis ab. Phasenweise erinnert mich das Gitarrenspiel ein wenig an die älteren Sachen von den Schweden Bewitched, welche dazumal wahre Meister im Blackened Thrash waren.
Aber auch rhythmisch lässt Necromessiah nichts anbrennen. So gibt es Parts und Lieder, in denen das Spiel schön peitschend, antreibend und manchmal gar wohlig polternd ist, was dann gemeinsam mit den schnellen, eingängigen Riffs für eine grandiose Metal-Atmosphäre sorgt. Doch wirklich schnelle und brachiale Passagen sind in der Unterzahl, stattdessen gibt es vorwiegend mittelschnelle Rhythmen zu hören, die sehr variabel vorgetragen werden, und entweder flott und antreibend oder stampfend und polternd sind.
Antiklerical terroristik death squad ist spielerisch ein sehr detailreiches Werk, bei dem der spielerische Spaß der Musiker spürbar und somit ansteckbar ist. Abgerundet wird das Ganze dann mit dem Gesang, der zwar leicht verzerrt ist aber stets deutlich bleibt und gleichfalls variabel gestaltet wurde und punktuell schön fies und dreckig rüberkommt.
Interessant und gelungen an der Musik ist für mich auch, dass man ihr nicht anhört, ein neues, 2007 eingespieltes und aufgenommenes Werk zu sein, da Necromessiah einen ordentlichen Old School Anstrich hat.
Passend zur Musik ist auch die Gestaltung des Covers ein Volltreffer und bedient, wie auch die Titelnamen zeigen, voll und ganz das Klischee des Black / Thrash Metals. Wer diese Stilart mag, wird von Antiklerical terroristik death squad gewiss nicht enttäuscht werden!
01. Intro (Vatican burning)
02. Atomic bloodshed
03. Marching for hell
04. Christ-Crushing Black Metal
05. Terror squad
06. Necroalkolteerorist
07. In the name of god let the churches burn
08. Fukking bastard god
09. Evil prophets
10. Total blasphemy
Die zehn Lieder, die im Schnitt um die drei Minuten lang sind, bieten alles was es braucht für ein zünftiges Black / Thrash Album. Zuallererst ist da selbstverständlich die Gitarrenarbeit zu nennen, welche bei Necromessiah stets vielfältig und sehr flüssig von der Hand geht. Die Riffs und Melodiebögen decken ein breitgefächertes Spektrum von schön dreckig, über eingängig und einprägsam bis hin zu guten und anspruchsvollen Solis ab. Phasenweise erinnert mich das Gitarrenspiel ein wenig an die älteren Sachen von den Schweden Bewitched, welche dazumal wahre Meister im Blackened Thrash waren.
Aber auch rhythmisch lässt Necromessiah nichts anbrennen. So gibt es Parts und Lieder, in denen das Spiel schön peitschend, antreibend und manchmal gar wohlig polternd ist, was dann gemeinsam mit den schnellen, eingängigen Riffs für eine grandiose Metal-Atmosphäre sorgt. Doch wirklich schnelle und brachiale Passagen sind in der Unterzahl, stattdessen gibt es vorwiegend mittelschnelle Rhythmen zu hören, die sehr variabel vorgetragen werden, und entweder flott und antreibend oder stampfend und polternd sind.
Antiklerical terroristik death squad ist spielerisch ein sehr detailreiches Werk, bei dem der spielerische Spaß der Musiker spürbar und somit ansteckbar ist. Abgerundet wird das Ganze dann mit dem Gesang, der zwar leicht verzerrt ist aber stets deutlich bleibt und gleichfalls variabel gestaltet wurde und punktuell schön fies und dreckig rüberkommt.
Interessant und gelungen an der Musik ist für mich auch, dass man ihr nicht anhört, ein neues, 2007 eingespieltes und aufgenommenes Werk zu sein, da Necromessiah einen ordentlichen Old School Anstrich hat.
Passend zur Musik ist auch die Gestaltung des Covers ein Volltreffer und bedient, wie auch die Titelnamen zeigen, voll und ganz das Klischee des Black / Thrash Metals. Wer diese Stilart mag, wird von Antiklerical terroristik death squad gewiss nicht enttäuscht werden!
01. Intro (Vatican burning)
02. Atomic bloodshed
03. Marching for hell
04. Christ-Crushing Black Metal
05. Terror squad
06. Necroalkolteerorist
07. In the name of god let the churches burn
08. Fukking bastard god
09. Evil prophets
10. Total blasphemy
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