Timor Et Tremor aus Hessen debütiert mit The winding path und spielt eine recht eigenständige Black / Pagan Metal-Mischung. Mit dem ersten Titel Bloodeagle
beginnt das Ganze zunächst melodisch und schleppend, wobei der
verzerrte Gesang von beginn an energisch ist. Dieser erinnert mich, wie
auch die grüne Covergestaltung, an Immortal Souls' MCD "The cleansing".
Das war es dann auch schon mit irgendwelchen Ähnlichkeiten und es folgt
in Bloodeagle ein schneller, bisweilen sehr antreibender Part. Dabei bleibt es nicht und Timor Et Tremor verlagert die melodische Musik wieder in langsame Gefilde.
Of fire and ice beginnt druckvoll und mit einer
dunklen Melodieführung. Doch nach wenigen Sekunden wird es rhythmisch
eingängigschnell und das dunkle Riffing weicht einer helleren und
melodischeren Spielart. Die zweite Hälfte ist dann jedoch schleppender
strukturiert, wobei phasenweise erneut dunkle und kraftvoll arrangierte
Melodiebögen zum Tragen kommen.
Stampfend und antreibend geht es erst einmal in Black havoc weiter. Doch nach dem ersten Refrain, der rhythmisch gemäßigter ausgefallen ist, überrascht Timor Et Tremor mit einem heftigen Brachialpart, der nicht nur rhythmisch sondern auch rifftechnisch aggressiv ist, da Timor Et Tremor hier zum ersten Mal vom klaren und melodischen Riffing ablässt. Nach diesem Ausbruch wird Black havoc abwechslungsreicher und es folgen ruhigere Passagen sowie ein zweiter Brachialpart.
Mit schönen eingängigen Riffs und einem druckvoll gespieltem Schlagzeug wird Allthing
eröffnet. Doch nach einer knappen Minute verebbt diese antreibende und
mitreißende Spielweise und es folgt ein schleppender und melodisch
arrangierter Part, in dem gute und subtile Melodien von der zweiten
Gitarre, die man sonst kaum wahrnimmt, zu hören sind. Es wurden dann
noch ein paar kurze, schnelle Schübe eingestreut, bevor Timer Et Tremor in der letzten Minute mit einem schnellen, zuweilen angenehm dreckigen, vom Thrash Metal angehauchten, Part überrascht.
Das letzte und längste Lied, Northern lights, ist
streckenweise zwar schnell und punktuell dabei auch enorm antreibend,
doch fehlt dem Stück dennoch die wuchtige Brachialität der zwei
vorherigen Titel, da Timor Et Tremor trotz aller Geschwindigkeit (sehr) harmonisch und melodisch spielt.
Ich denke, Timor Et Tremor kann mit The winding path
wirklich zufrieden sein. Es handelt sich hierbei immerhin um die
allererste Veröffentlichung überhaupt und diese weist keine größeren
Schwächen auf. Mir persönlich ist The winding path insgesamt
einen Tick zu melodisch, da die eine Gitarre sehr lebendig gespielt
wurde und zentral im Geschehen steht, weshalb sie das bestimmende
Element ist und die zweite Gitarre überdeckt. In Black havoc und Allthing zeigt Timor Et Tremor jedoch sehr gute Ansätze, die vielversprechend sind. Jeder, der Interesse hat, kann sich The winding path auf der Seite von Timor Et Tremor kostenlos runterladen.
01. Bloodeagle
02. Of fire and ice
03. Black havoc
04. Allthing
05. Northern lights
25.07.2007
23.07.2007
Geïst - Kainsmal | 2006 | Cold Dimensions | CD | Black Metal
Mit dem ersten Album Patina sind Geïst irgendwie unbemerkt an mir vorüber gezogen. Deshalb habe ich nun mal kurz hineingehört, um zu schauen wie sich Geïst nun mit Kainsmal so machen. Wenn ich mich nicht völlig irre, ist Kainsmal härter, druckvoller und teilweise auch eingängiger als sein Vorgänger. Mit Erben der Einsamkeit
beginnt das Album jedenfalls rasend schnell und antreibend mit einer
gewissen aggressiven Note. Es gibt allerdings einige, gut in Szene
gesetzte Pausen, die durch eine brillante Melodik bestechen und die
Brachialität somit ein wenig entschärfen. Einst war es Wein beginnt zwar sehr ruhig mit einer instrumentalen Einleitung, doch danach legen Geïst ebenso schnell und geradlinig los wie schon zuvor in Erben der Einsamkeit. Die ruhigen und melodischen Arrangements kommen in Einst war es Wein
jedoch weitaus öfters und ausgiebiger vor, so ist die zweite Hälfte des
Liedes eine sehr atmosphärische und kraftvolle Inszenierung, fern von
jeglicher Härte.
Trotz des schnellen und eingängigen Anfangs ist Lykoi ein sehr melodisches Stück, in dem sowohl ein Chor wie auch ein Keyboard zum Einsatz kommen. Aber auch die vielfältig gespielten Gitarren, die zum teilweise sehr im Vordergrund stehen, tragen maßgeblich zu dieser hohen atmosphärischen und melodischen Dichte des Liedes bei. Vor allem der instrumentale Mittelteil hat es wahrlich in sich. Mit Stille Wasser folgt ein sehr kraftvolles Lied, in dem es mehrere sich abwechselnde Rhythmen gibt, die schleppend, stampfend und auch antreibend sind. Die Strukturen sind hierbei, gerade in den schleppenden Bereichen, sehr kompakt und detailreich.
Am Ende von Kainsmal ist die Stimme von Klaus Kinski zu hören, wie sie das Gedicht „Vereinsamt“ von Friedrich Nietzsche vorträgt. Während dieses Vortragens verebbt das Lied langsam und hinterlässt ein interessantes, beklemmendes Gefühl.
Kainsmal ist ein sehr ansprechendes Album, in dem die Schnelligkeit und damit verbundene Härte meisterlich mit den zahlreichen melodischen Elementen vereint wird. Hierzu passt auch der differenzierte und klare Klang gut, der wohl besser ausgefallen ist als auf Patina.
01. Erben aller Einsamkeit
02. Einst war es Wein
03. Lykoi
04. Stille Wasser
05. In Pans Hallen
06. Kainsmal
Trotz des schnellen und eingängigen Anfangs ist Lykoi ein sehr melodisches Stück, in dem sowohl ein Chor wie auch ein Keyboard zum Einsatz kommen. Aber auch die vielfältig gespielten Gitarren, die zum teilweise sehr im Vordergrund stehen, tragen maßgeblich zu dieser hohen atmosphärischen und melodischen Dichte des Liedes bei. Vor allem der instrumentale Mittelteil hat es wahrlich in sich. Mit Stille Wasser folgt ein sehr kraftvolles Lied, in dem es mehrere sich abwechselnde Rhythmen gibt, die schleppend, stampfend und auch antreibend sind. Die Strukturen sind hierbei, gerade in den schleppenden Bereichen, sehr kompakt und detailreich.
Am Ende von Kainsmal ist die Stimme von Klaus Kinski zu hören, wie sie das Gedicht „Vereinsamt“ von Friedrich Nietzsche vorträgt. Während dieses Vortragens verebbt das Lied langsam und hinterlässt ein interessantes, beklemmendes Gefühl.
Kainsmal ist ein sehr ansprechendes Album, in dem die Schnelligkeit und damit verbundene Härte meisterlich mit den zahlreichen melodischen Elementen vereint wird. Hierzu passt auch der differenzierte und klare Klang gut, der wohl besser ausgefallen ist als auf Patina.
01. Erben aller Einsamkeit
02. Einst war es Wein
03. Lykoi
04. Stille Wasser
05. In Pans Hallen
06. Kainsmal
Astaarth - Gloria Burgundia | 2007 | Blood Fire Death Productions | CD| Folk Black Metal
Bei Astaarth handelt es sich um eine Zwei-Mann-Truppe
aus dem Herzen Frankreichs, welche laut eigener Aussage Burgundian Pagan
/ Folk Metal spielt. Dies kann man so stehen lassen, da Gloria burgundia in der Tat einen hohen Anteil an folklorischen Einflüssen hat. Astaarth
hat sich dabei (aber) geschickt angestellt und auch einige extreme und
harsche Anteile mit verarbeitet, wodurch das Ganze dann interessant
wird.
Dies wird sogleich im ersten Lied, Our beloved country, deutlich. Es beginnt einleitend mit sehr ruhigen Klängen, bevor es nach ca. drei Minuten mit dem eigentlichen Lied losgeht. Da fallen dann auch sofort die harschen Anteile auf. Der Rhythmus ist schnell und treibend und der Gesang stark verzerrt. Zeitweise wird es sehr sinfonisch, da harmonische Keyboardklänge eingespielt wurden. Obwohl das Keyboard recht zentral im Geschehen steht und damit ausfüllend ist, wirkt es nicht zu überladen oder bombastisch. Dafür sind seine Harmonien dann zu ruhig und unauffällig.
Mit Vae victis geht es dann ebenfalls erstmal schnell und harsch weiter, wobei das Keyboard hier viel stärker durch folklorische Melodien geprägt ist. Irgendwann wird es dann gänzlich ruhig, klare Stimmen und Gesänge sind zu hören und traditionelle Folk-Musik brandet etappenweise stark auf.
In einer ähnlichen Weise ist das Titellied Gloria burgundia aufgebaut, wobei Astaarth hier die die Gegensätze des extremen, harschen Metals und der Folklore noch weiter ausreizt. Stellenweise wird das Lied sehr schnell und rhythmisch eingängig, dabei energisch durch den gellenden Kreischgesang angetrieben. Diese harschen Passagen münden dann jedes Mal in ruhigeren Abschnitten mit leichten, folklorischen Melodien. Diese Übergänge sind sehr flüssig und fließend, wodurch das Ganze rund und harmonisch rüberkommt. Darüber hinaus gibt es auch gänzlich ruhige Folk-Passagen, die mit traditionellen Instrumenten eingespielt wurden und zu denen man sich vor dem geistigen Auge, eine mittelalterliche Lagerfeuer-Szene vorstellen kann.
The victorious march ist ein flott strukturiertes und kraftvolles Instrumental, in dem harte Riffs mit folklorischen Melodien kombiniert wurden, was sich sehr gut und ergreifend anhört. Es gibt rhythmische und melodische Veränderungen, doch der flotte Zug bleibt, und obwohl The victorious march, mit viereinhalb Minuten Spielzeit nicht gerade kurz ist für ein Instrumental, hat man am Ende den Eindruck, dass es gerne noch eine Weile so weitergehen könnte.
Achknowledge and mysteries ist ein überaus facettenreich gestaltetes Lied, in dem Astaarth sowohl schnell und harsch, als auch druckvoll und sinfonisch, wie auch stark folklastig aufspielt. Es gibt viele Wechsel und Übergänge in dem Lied und trotz dieser Hülle und Fülle an Facetten und Eindrücken, gelingt es Astaarth spielend leicht, alles flüssig und homogen unter einen Hut zu bringen. Oft wirken solche Kompositionen zu überladen, zu maßlos, doch in diesem Falle ist es anders. Es ist erstaunlich, mit welcher flüssigen Leichtigkeit und harmonischen Konstante diese unterschiedlichen Passagen, ein stimmungsvolles und abschließend rundes Lied ergeben.
Astaarth überrascht dann mit When the golden fleece blazed sogar ein wenig, da das Stück ein überwiegend schnelles Lied ist, in dem über weite Strecken sehr dunkle und ein wenig bedrohlich wirkende Melodiebögen das Geschehen prägen. Es gibt zwar auch hier Folk-Anteile und entsprechend freundlichere Melodien, doch überwiegt insgesamt diese schnelle geradlinige Spielweise mit der dunklen Melodieführung.
Abgeschlossen wird Gloria burgundia dann ruhig mit dem folklorischen Ausklang Call of my ancestors.
Für mich ist Gloria burgundia ein überraschendes Album, da ich vorab nicht gedacht und erwartet hatte, trotz des hohen melodischen und folklorischen Gehalts, solch ein kraftvolles und zuweilen mitreißendes Werk vor mir zu haben. Zudem muss man ganz klar anerkennend sagen, dass die Zwei Musiker ihr Handwerk, an den vielen verschiedenen Instrumenten, perfekt beherrschen. Gerade die zahlreichen Passagen mit den traditionellen Folklore-Instrumenten und den Übergängen sowie Wechseln sind beachtlich und bemerkenswert.
01. Our beloved country
02. Vae victis
03. Gloria burgundia
04. The victorious march
05. Acknowledge and mysteries
06. When the golden fleece blazed
07. Call of my ancestors
Dies wird sogleich im ersten Lied, Our beloved country, deutlich. Es beginnt einleitend mit sehr ruhigen Klängen, bevor es nach ca. drei Minuten mit dem eigentlichen Lied losgeht. Da fallen dann auch sofort die harschen Anteile auf. Der Rhythmus ist schnell und treibend und der Gesang stark verzerrt. Zeitweise wird es sehr sinfonisch, da harmonische Keyboardklänge eingespielt wurden. Obwohl das Keyboard recht zentral im Geschehen steht und damit ausfüllend ist, wirkt es nicht zu überladen oder bombastisch. Dafür sind seine Harmonien dann zu ruhig und unauffällig.
Mit Vae victis geht es dann ebenfalls erstmal schnell und harsch weiter, wobei das Keyboard hier viel stärker durch folklorische Melodien geprägt ist. Irgendwann wird es dann gänzlich ruhig, klare Stimmen und Gesänge sind zu hören und traditionelle Folk-Musik brandet etappenweise stark auf.
In einer ähnlichen Weise ist das Titellied Gloria burgundia aufgebaut, wobei Astaarth hier die die Gegensätze des extremen, harschen Metals und der Folklore noch weiter ausreizt. Stellenweise wird das Lied sehr schnell und rhythmisch eingängig, dabei energisch durch den gellenden Kreischgesang angetrieben. Diese harschen Passagen münden dann jedes Mal in ruhigeren Abschnitten mit leichten, folklorischen Melodien. Diese Übergänge sind sehr flüssig und fließend, wodurch das Ganze rund und harmonisch rüberkommt. Darüber hinaus gibt es auch gänzlich ruhige Folk-Passagen, die mit traditionellen Instrumenten eingespielt wurden und zu denen man sich vor dem geistigen Auge, eine mittelalterliche Lagerfeuer-Szene vorstellen kann.
The victorious march ist ein flott strukturiertes und kraftvolles Instrumental, in dem harte Riffs mit folklorischen Melodien kombiniert wurden, was sich sehr gut und ergreifend anhört. Es gibt rhythmische und melodische Veränderungen, doch der flotte Zug bleibt, und obwohl The victorious march, mit viereinhalb Minuten Spielzeit nicht gerade kurz ist für ein Instrumental, hat man am Ende den Eindruck, dass es gerne noch eine Weile so weitergehen könnte.
Achknowledge and mysteries ist ein überaus facettenreich gestaltetes Lied, in dem Astaarth sowohl schnell und harsch, als auch druckvoll und sinfonisch, wie auch stark folklastig aufspielt. Es gibt viele Wechsel und Übergänge in dem Lied und trotz dieser Hülle und Fülle an Facetten und Eindrücken, gelingt es Astaarth spielend leicht, alles flüssig und homogen unter einen Hut zu bringen. Oft wirken solche Kompositionen zu überladen, zu maßlos, doch in diesem Falle ist es anders. Es ist erstaunlich, mit welcher flüssigen Leichtigkeit und harmonischen Konstante diese unterschiedlichen Passagen, ein stimmungsvolles und abschließend rundes Lied ergeben.
Astaarth überrascht dann mit When the golden fleece blazed sogar ein wenig, da das Stück ein überwiegend schnelles Lied ist, in dem über weite Strecken sehr dunkle und ein wenig bedrohlich wirkende Melodiebögen das Geschehen prägen. Es gibt zwar auch hier Folk-Anteile und entsprechend freundlichere Melodien, doch überwiegt insgesamt diese schnelle geradlinige Spielweise mit der dunklen Melodieführung.
Abgeschlossen wird Gloria burgundia dann ruhig mit dem folklorischen Ausklang Call of my ancestors.
Für mich ist Gloria burgundia ein überraschendes Album, da ich vorab nicht gedacht und erwartet hatte, trotz des hohen melodischen und folklorischen Gehalts, solch ein kraftvolles und zuweilen mitreißendes Werk vor mir zu haben. Zudem muss man ganz klar anerkennend sagen, dass die Zwei Musiker ihr Handwerk, an den vielen verschiedenen Instrumenten, perfekt beherrschen. Gerade die zahlreichen Passagen mit den traditionellen Folklore-Instrumenten und den Übergängen sowie Wechseln sind beachtlich und bemerkenswert.
01. Our beloved country
02. Vae victis
03. Gloria burgundia
04. The victorious march
05. Acknowledge and mysteries
06. When the golden fleece blazed
07. Call of my ancestors
Leichenbrand - Ein Schneesturm kommt | 2007 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal
Die dritte und damit neuste und vorerst letzte Leichenbrand-Veröffentlichung, Ein Schneesturm kommt, beginnt ungewöhnlich sanft und melodisch. Der Sturm zieht auf ist eine Art Einleitung, bestehend aus Pianospiel und klarem, sonoren Chorgesang. Obwohl es dann mit Begraben im Wahnsinn
zunächst lauter und heftiger weitergeht, offenbaren sich auch in diesem
Titel, zeitweise sehr melodische Züge, da hier gleichfalls unverzerrter
Gesang zu hören ist, der mit melodischem Gitarrenspiel kombiniert
wurde. Es gibt aber auch Passagen, die aufgrund der bedrückenden
Spielweise einen gewissen beklemmenden Wahnsinn ausdrücken.
Im Geist ein Feuer beginnt schön treibend, stampfend und mit einer schrummig gespielten Gitarre. Dieses schrummige Gitarrenspiel taucht immer wieder auf, auch wenn die rhythmische Ausrichtung abwechslungsreicher wird und auch schleppende und mittelschnelle Passagen zu hören sind. Diesmal ist der Gesang zwar etwas verzerrt, doch bei weitem nicht so extrem, wir auf den beiden Werken zuvor, auf denen der Gesang zuweilen äußerst aggressiv und hasserfüllt war.
Ein, dem ersten Augenschein nach eher unauffälliges Lied, folgt mit Ein Akt der Menschlichkeit. Es wirkt unauffälliger, da es in Ein Akt der Menschlichkeit keine besonders melodischen Passagen oder klaren Gesang gibt. Dafür besitzt es aber einen guten Spielfluss, der nicht wirklich eingängig aber doch überschaubar ist. Und dieser Spielfluss wurde mit subtilen Melodieführungen und einigen guten Riffs angereichert.
Länger und abwechslungsreicher ist Der Schneemann, in dem sich sehr kraftvolle und treibende Passagen mit schleppenden Abschnitten abwechseln. Diese schleppenden Parts überwiegen, da sie viel länger sind und durch die ruhige, schon bedächtige Umsetzung etwas sehr nachdenkliches und melancholisches Ausstrahlen.
Ein weiteres abwechslungsreiches Stück folgt mit …und es sah ein Mensch herab. Der Anfang ist ruhig und recht beschaulich, wird durch eine sanfte, offene aber traurig wirkende Gitarrenmelodie bestimmt. Allmählich nimmt die Intensität zu, da das Schlagzeug druckvoller wird. Doch anstatt den Spannungsbogen weiter anzuziehen, folgt eine wahrhaftig hymnenhafte Passage mit erstklassigen Harmonien und einem mehrstimmigen Chorgesang. Es folgt dann erneut das anfängliche ruhige Spiel, das dann ebenfalls wieder von dieser wunderbaren, hymnenhaften Passage abgelöst wird, in der einfach alles perfekt zusammen zu passen scheint.
Nachdem man von den guten Harmonien regelrecht verwöhnt wurde, wirkt Eine weltliche Reflektion dagegen laut, wild und barsch. Das Lied ist phasenweise sehr stampfend, druckvoll und wirkt durch den energischen Gesang auch aggressiver als alles andere bisher.
Odyssee ist mit über zehn Minuten das längste Lied der CD und enthält lange instrumentale Passagen, die mal treibend und energisch aber auch ruhig, melodisch und leise sind. Vor allem die Passagen mit dem unverzerrten aber etwas heiser oder trocken wirkendem Gesang, sind ruhiger und harmonischer beschaffen.
Als sein Licht erlosch ist ebenfalls ein langes aber durchgängig ruhiges Lied. Phasenweise wirkt das Lied sehr düster, fast schon beklemmend, da Leichenbrand mancherorts Melodien eingebaut hat, die nicht nur schwermütig sind sondern eine leicht bizarre Eigenart haben. Dies sorgt für interessante Momente, da der klare und sonor vorgetragene Gesang einen gegensätzlichen Charakter hat.
So sanft und beschaulich Ein Schneesturm kommt begann, endet es auch mit der Instrumentalen Ausleitung Der Sturm zieht ab.
Wenn man sich alle drei Werke von Leichenbrand anschaut, so stellt man ganz klar fest, dass eine stete Steigerung und Festigung zu verzeichnen ist. Der Vorgänger Durch die Dunkelheit war zuweilen ziemlich abstrakt, weshalb es manchmal schwierig war, der Musik zu folgen. Mit Ein Schneesturm kommt ist das jedoch ganz anders. Die abstrakten und komplexen Strukturen sind einer feinsinnigen dunkelharmonischen Spielweise gewichen. Ebenso fehlen auch die harschen, heftigen Anteile wie sie auf ...und im Feuer lagen meine Träume zugegen waren.
So gesehen ist jedes der drei Werke stilistisch anders ausgefallen, weshalb ein direkter Vergleich nur bedingt angebracht ist. Damit bleibt auch offen, in welche Richtung das Schaffen von Leichenbrand künftig gehen wird. Ein Schneesturm kommt ist spieltechnisch und klanglich das professionellste und anspruchsvollste Werk bisher.
01. Der Sturm zieht auf
02. Begraben im Wahnsinn
03. Im Geist ein Feuer
04. Ein Akt der Menschlichkeit
05. Der Schneemann
06. ...und es sah ein Mensch herab
07. Eine weltliche Reflektion
08. Odyssee
09. Als sein Licht erlosch
10. Der Sturm zieht ab
Im Geist ein Feuer beginnt schön treibend, stampfend und mit einer schrummig gespielten Gitarre. Dieses schrummige Gitarrenspiel taucht immer wieder auf, auch wenn die rhythmische Ausrichtung abwechslungsreicher wird und auch schleppende und mittelschnelle Passagen zu hören sind. Diesmal ist der Gesang zwar etwas verzerrt, doch bei weitem nicht so extrem, wir auf den beiden Werken zuvor, auf denen der Gesang zuweilen äußerst aggressiv und hasserfüllt war.
Ein, dem ersten Augenschein nach eher unauffälliges Lied, folgt mit Ein Akt der Menschlichkeit. Es wirkt unauffälliger, da es in Ein Akt der Menschlichkeit keine besonders melodischen Passagen oder klaren Gesang gibt. Dafür besitzt es aber einen guten Spielfluss, der nicht wirklich eingängig aber doch überschaubar ist. Und dieser Spielfluss wurde mit subtilen Melodieführungen und einigen guten Riffs angereichert.
Länger und abwechslungsreicher ist Der Schneemann, in dem sich sehr kraftvolle und treibende Passagen mit schleppenden Abschnitten abwechseln. Diese schleppenden Parts überwiegen, da sie viel länger sind und durch die ruhige, schon bedächtige Umsetzung etwas sehr nachdenkliches und melancholisches Ausstrahlen.
Ein weiteres abwechslungsreiches Stück folgt mit …und es sah ein Mensch herab. Der Anfang ist ruhig und recht beschaulich, wird durch eine sanfte, offene aber traurig wirkende Gitarrenmelodie bestimmt. Allmählich nimmt die Intensität zu, da das Schlagzeug druckvoller wird. Doch anstatt den Spannungsbogen weiter anzuziehen, folgt eine wahrhaftig hymnenhafte Passage mit erstklassigen Harmonien und einem mehrstimmigen Chorgesang. Es folgt dann erneut das anfängliche ruhige Spiel, das dann ebenfalls wieder von dieser wunderbaren, hymnenhaften Passage abgelöst wird, in der einfach alles perfekt zusammen zu passen scheint.
Nachdem man von den guten Harmonien regelrecht verwöhnt wurde, wirkt Eine weltliche Reflektion dagegen laut, wild und barsch. Das Lied ist phasenweise sehr stampfend, druckvoll und wirkt durch den energischen Gesang auch aggressiver als alles andere bisher.
Odyssee ist mit über zehn Minuten das längste Lied der CD und enthält lange instrumentale Passagen, die mal treibend und energisch aber auch ruhig, melodisch und leise sind. Vor allem die Passagen mit dem unverzerrten aber etwas heiser oder trocken wirkendem Gesang, sind ruhiger und harmonischer beschaffen.
Als sein Licht erlosch ist ebenfalls ein langes aber durchgängig ruhiges Lied. Phasenweise wirkt das Lied sehr düster, fast schon beklemmend, da Leichenbrand mancherorts Melodien eingebaut hat, die nicht nur schwermütig sind sondern eine leicht bizarre Eigenart haben. Dies sorgt für interessante Momente, da der klare und sonor vorgetragene Gesang einen gegensätzlichen Charakter hat.
So sanft und beschaulich Ein Schneesturm kommt begann, endet es auch mit der Instrumentalen Ausleitung Der Sturm zieht ab.
Wenn man sich alle drei Werke von Leichenbrand anschaut, so stellt man ganz klar fest, dass eine stete Steigerung und Festigung zu verzeichnen ist. Der Vorgänger Durch die Dunkelheit war zuweilen ziemlich abstrakt, weshalb es manchmal schwierig war, der Musik zu folgen. Mit Ein Schneesturm kommt ist das jedoch ganz anders. Die abstrakten und komplexen Strukturen sind einer feinsinnigen dunkelharmonischen Spielweise gewichen. Ebenso fehlen auch die harschen, heftigen Anteile wie sie auf ...und im Feuer lagen meine Träume zugegen waren.
So gesehen ist jedes der drei Werke stilistisch anders ausgefallen, weshalb ein direkter Vergleich nur bedingt angebracht ist. Damit bleibt auch offen, in welche Richtung das Schaffen von Leichenbrand künftig gehen wird. Ein Schneesturm kommt ist spieltechnisch und klanglich das professionellste und anspruchsvollste Werk bisher.
01. Der Sturm zieht auf
02. Begraben im Wahnsinn
03. Im Geist ein Feuer
04. Ein Akt der Menschlichkeit
05. Der Schneemann
06. ...und es sah ein Mensch herab
07. Eine weltliche Reflektion
08. Odyssee
09. Als sein Licht erlosch
10. Der Sturm zieht ab
21.07.2007
Tempestuous Fall - The Stars Would Not Awake You | 2012 | I, Voidhanger Records | CD | Funeral Doom
Hinter TEMPESTUOUS FALL steckt der Australier Dis Pater, den man von
MIDNIGHT ODYSSEY und auch THE CREVICES BELOW her kennt. Mit TEMPESTUOUS
FALL hat er nun das Debütalbum The Stars Would Not Awake You
veröffentlicht, wo er atmosphärischen Funeral Death Doom spielt. Das
Album beinhaltet fünf Stücke mit einer Gesamtspielzeit von über 63
Minuten, da weiß man schon in etwa wohin die Reise geht.
TEMPESTUOUS FALL kombiniert auf der Scheibe bleischweren und zähen, langsamen Funeral Doom mit einem Hauch von atmosphärischen Death Doom der Sorte MY DYING BRIDE. Deutlich wird dies gleich im ersten Lied Old & Grey, wo man neben dem sehr dunklen und ruhigen Grabgesang von Dis Pater auch Klargesang sowie Cello zu Gehör bekommt. Dies ist schwere aber atmosphärische Kost, wie man sie unter anderem von den Briten bestens kennt. The Stars Would Not Awake You ist aber viel mehr als nur dies. Es gibt auch überaus bedrückenden sowie finsteren Funeral Doom, der sich irgendwo zwischen EVOKEN und NORTT ansiedelt. Benath A Stone Grave ist dafür ein gutes Beispiel, da das Lied von seinem Spannungsbogen her sehr flach ist, Dis Pater nur wenige, sehr langsame, sich wiederholende Riffs spielt und die Atmosphäre dadurch einfach nur hochgradig deprimierend ist. Andernorts gibt’s dann etwas mehr Abwechslung und einen höheren Anteil an Melodik, wie etwa das Cello oder das Keyboard. Trotzdem bleibt TEMPESTUOUS FALL auf dem Album ein bleischwerer Brocken, welcher jegliches Licht verzehrt und sich perfekt als Soundtrack für einsame, depressive Stunde eignet.
Wem die hier erwähnten Gruppen gefallen, der wird auch an The Stars Would Not Awake You seine Freude haben. Auf jeden Fall aber muss man bedrückenden Funeral Doom mögen, dessen Vermischung mit den atmosphärischen Elementen der Marke MY DYING BRIDE ich übrigens sehr gelungen finde.
7/10
Aceust
01. Old & Grey
02. Beneath a stone grave
03. Marble tears
04. The stars would not awake you
05. A cold stale goodbye
TEMPESTUOUS FALL kombiniert auf der Scheibe bleischweren und zähen, langsamen Funeral Doom mit einem Hauch von atmosphärischen Death Doom der Sorte MY DYING BRIDE. Deutlich wird dies gleich im ersten Lied Old & Grey, wo man neben dem sehr dunklen und ruhigen Grabgesang von Dis Pater auch Klargesang sowie Cello zu Gehör bekommt. Dies ist schwere aber atmosphärische Kost, wie man sie unter anderem von den Briten bestens kennt. The Stars Would Not Awake You ist aber viel mehr als nur dies. Es gibt auch überaus bedrückenden sowie finsteren Funeral Doom, der sich irgendwo zwischen EVOKEN und NORTT ansiedelt. Benath A Stone Grave ist dafür ein gutes Beispiel, da das Lied von seinem Spannungsbogen her sehr flach ist, Dis Pater nur wenige, sehr langsame, sich wiederholende Riffs spielt und die Atmosphäre dadurch einfach nur hochgradig deprimierend ist. Andernorts gibt’s dann etwas mehr Abwechslung und einen höheren Anteil an Melodik, wie etwa das Cello oder das Keyboard. Trotzdem bleibt TEMPESTUOUS FALL auf dem Album ein bleischwerer Brocken, welcher jegliches Licht verzehrt und sich perfekt als Soundtrack für einsame, depressive Stunde eignet.
Wem die hier erwähnten Gruppen gefallen, der wird auch an The Stars Would Not Awake You seine Freude haben. Auf jeden Fall aber muss man bedrückenden Funeral Doom mögen, dessen Vermischung mit den atmosphärischen Elementen der Marke MY DYING BRIDE ich übrigens sehr gelungen finde.
7/10
Aceust
01. Old & Grey
02. Beneath a stone grave
03. Marble tears
04. The stars would not awake you
05. A cold stale goodbye
17.07.2007
Nachtruf - Schattengeister | 2007 | Black Devastation Records | Kassette | Black Metal
Nach dem ersten, eigenproduzierten Demo vom vergangenen Jahr hat Nachtruf Black Devastation Records für das neue Demo Schattengeister als Plattenfirma gewinnen können. Diese Entwicklung ist verständlich, da Nachtruf den grimmigen und rohen aber phasenweise auch mit harmonischen Arrangements angereicherten Black Metal steigern konnte.
Schattengeister beginnt mit dem langen Stück Vadatajs, welches über die Länge sehr abwechslungsreich gestaffelt wurde. So beginnt das Lied mit einer sehr ruhigen, teils düsteren Einleitung auf die Nachtruf dann antreibend flott und sehr grimmig, dank des stark verzerrten und leicht kehligen Gesangs, einsetzt. Der Rhythmus ist ein vorwiegend treibender, doch es schimmern stellenweise melancholische Gitarrenmelodien und leiser, unverzerrter Gesang durch. Es folgen schleppende Passagen mit guter, ebenfalls schwermütiger Melodieführung wie auch ein leiser Akustikgitarrenpart.
Mit dem folgenden und weitaus kürzerem …als das Leben verging, geht es grimmig und abwechslungsreich weiter. Schnelle, teils stampfende Rhythmen geben großteils den Ton an. Es gibt aber auch schleppende und langsame Parts, in denen Nachtruf harmonischer spielt und klare Gitarren zu hören sind.
Die Stille gab mir preis ist ein sehr grimmiges Stück, obgleich sich die Spielweise von Nachtruf als recht differenziert entpuppt. Neben schnellen und eingängig gespielten Parts, die wunderbar hasserfüllt sind, gibt es zahlreiche Passagen die treibend aber nicht schnell sind und durch sehr gutes, harmonisches Gitarrenspiel im Hintergrund auffallen.
Das letzte richtige und längste Lied, Aus ewig schwarzem Nebelmeer, wird mit einer ruhigen, dunklen Ambientpassage eingeleitet, auf die ein schneller und treibender Part folgt. Beckenspiel und schnelle, eingängige Riffs geben in dieser Phase den Ton an. Danach wechseln sich schnelle und schleppende Passagen ab, wobei die langsameren Strecken immer wieder durch klare Gitarren harmonisch angereichert wurden.
Mit dem Ausklang gelingt es Nachtruf zu überraschen, da auf ruhige akustische Musik oder Ambientklänge verzichtet wurde und stattdessen düsterster, Rumpel-Black Metal der alten Schule zu hören ist.
Nachtruf hat mit Schattengeister ein rundum gelungenes zweites Demo abgeliefert, das trotz der grimmigen und rohen Anteile abwechslungsreich ist und gute, eher unauffällige harmonische Arrangements beinhaltet.
Die Kassette ist in einer Auflage von 200 Kopien erschienen.
01. Vadatajs
02. ...als das Leben verging
03. Die Stille gab mir preis
04. Aus ewig schwarzem Nebelmeer
05. Ausklang
Schattengeister beginnt mit dem langen Stück Vadatajs, welches über die Länge sehr abwechslungsreich gestaffelt wurde. So beginnt das Lied mit einer sehr ruhigen, teils düsteren Einleitung auf die Nachtruf dann antreibend flott und sehr grimmig, dank des stark verzerrten und leicht kehligen Gesangs, einsetzt. Der Rhythmus ist ein vorwiegend treibender, doch es schimmern stellenweise melancholische Gitarrenmelodien und leiser, unverzerrter Gesang durch. Es folgen schleppende Passagen mit guter, ebenfalls schwermütiger Melodieführung wie auch ein leiser Akustikgitarrenpart.
Mit dem folgenden und weitaus kürzerem …als das Leben verging, geht es grimmig und abwechslungsreich weiter. Schnelle, teils stampfende Rhythmen geben großteils den Ton an. Es gibt aber auch schleppende und langsame Parts, in denen Nachtruf harmonischer spielt und klare Gitarren zu hören sind.
Die Stille gab mir preis ist ein sehr grimmiges Stück, obgleich sich die Spielweise von Nachtruf als recht differenziert entpuppt. Neben schnellen und eingängig gespielten Parts, die wunderbar hasserfüllt sind, gibt es zahlreiche Passagen die treibend aber nicht schnell sind und durch sehr gutes, harmonisches Gitarrenspiel im Hintergrund auffallen.
Das letzte richtige und längste Lied, Aus ewig schwarzem Nebelmeer, wird mit einer ruhigen, dunklen Ambientpassage eingeleitet, auf die ein schneller und treibender Part folgt. Beckenspiel und schnelle, eingängige Riffs geben in dieser Phase den Ton an. Danach wechseln sich schnelle und schleppende Passagen ab, wobei die langsameren Strecken immer wieder durch klare Gitarren harmonisch angereichert wurden.
Mit dem Ausklang gelingt es Nachtruf zu überraschen, da auf ruhige akustische Musik oder Ambientklänge verzichtet wurde und stattdessen düsterster, Rumpel-Black Metal der alten Schule zu hören ist.
Nachtruf hat mit Schattengeister ein rundum gelungenes zweites Demo abgeliefert, das trotz der grimmigen und rohen Anteile abwechslungsreich ist und gute, eher unauffällige harmonische Arrangements beinhaltet.
Die Kassette ist in einer Auflage von 200 Kopien erschienen.
01. Vadatajs
02. ...als das Leben verging
03. Die Stille gab mir preis
04. Aus ewig schwarzem Nebelmeer
05. Ausklang
16.07.2007
Lyfthrasyr - The Recent Foresight | 2007 | Twilight | CD | Black Metal
Zwei Jahre nach dem eigenproduzierten Debütalbum The final resurrection, meldet sich Lyfthrasyr mit dem Nachfolger The recent foresight, und mit Twilight als Plattenfirma im Rücken, zurück.
Vor zwei Jahren war ja bereits eine positive Entwicklung vom Demo zum Debütalbum zu verzeichnen, und auch diesmal konnte sich Lyfthrasyr steigern und verbessern. Und dies gleich in mehrerlei Hinsicht.
Auf der einen Seite wurde der symphonische und teils auch recht bombastisch wirkende Anteil merklich reduziert. Lyfthrasyr spielt zwar nach wie vor melodischen Black Metal in dem das Keyboard fester Bestandteil ist. Auf The recent foresight wurde das Keyboard jedoch insgesamt betrachtet, dezenter angewandt. Auf der anderen Seite ist das Songwriting des neuen Albums viel eigenständiger ausgefallen, die inspirative Nähe zur bekannten norwegischen Gruppe, deren Geist auf dem Vorgänger noch stark zu vernehmen war, fehlt nun gänzlich. Dafür ist das Material straffer und härter ausgefallen, was nicht nur ein wenig überrascht sondern auch eine überaus positive Entwicklung darstellt.
Dadurch, dass das Material schneller und härter ausgefallen ist und die harmonischen Keyboardklänge dezenter sind, wirkt The recent foresight nicht nur brachialer, sondern auch auf angenehme Weise schön düster.
Eine andere und wesentliche Veränderung ist, dass diesmal kein Drumcomputer zu hören ist. Dies ist vor allem in den vielen brutalen und energisch gespielten Passagen spürbar, die nun – anders als auf The final resurrection – schön natürlich und kraftvoll klingen.
Auch wenn das Material schneller und härter ausgefallen ist, ist die melodisch-harmonische Komponente natürlich nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil in der Musik Lyfthrasyrs. So gibt es auch auf The Recent foresight wieder ruhig und melodisch angelegte Passagen. Doch sind diese inzwischen nur noch ein Element von mehreren und nicht mehr maßgeblich für die Musik und Atmosphäre.
The recent foresight ist eindeutig die bisher beste Veröffentlichung von Lyfthrasyr. Das Album ist ausgereift, eigenständig und zum Teil richtig schön brachial und mitreißend. Für Leute die melodischen Black Metal mögen, ist The recent foresight mit Sicherheit ein Muss!
01. The addiction to peace (Intro)
02. Rage towards apathy
03. Venture and value
04. Servants in silent devotion
05. Visions of hope and despair
06. Exhaling the spirit of time
07. Obsession in a convenient manner
08. Perception never expected
Vor zwei Jahren war ja bereits eine positive Entwicklung vom Demo zum Debütalbum zu verzeichnen, und auch diesmal konnte sich Lyfthrasyr steigern und verbessern. Und dies gleich in mehrerlei Hinsicht.
Auf der einen Seite wurde der symphonische und teils auch recht bombastisch wirkende Anteil merklich reduziert. Lyfthrasyr spielt zwar nach wie vor melodischen Black Metal in dem das Keyboard fester Bestandteil ist. Auf The recent foresight wurde das Keyboard jedoch insgesamt betrachtet, dezenter angewandt. Auf der anderen Seite ist das Songwriting des neuen Albums viel eigenständiger ausgefallen, die inspirative Nähe zur bekannten norwegischen Gruppe, deren Geist auf dem Vorgänger noch stark zu vernehmen war, fehlt nun gänzlich. Dafür ist das Material straffer und härter ausgefallen, was nicht nur ein wenig überrascht sondern auch eine überaus positive Entwicklung darstellt.
Dadurch, dass das Material schneller und härter ausgefallen ist und die harmonischen Keyboardklänge dezenter sind, wirkt The recent foresight nicht nur brachialer, sondern auch auf angenehme Weise schön düster.
Eine andere und wesentliche Veränderung ist, dass diesmal kein Drumcomputer zu hören ist. Dies ist vor allem in den vielen brutalen und energisch gespielten Passagen spürbar, die nun – anders als auf The final resurrection – schön natürlich und kraftvoll klingen.
Auch wenn das Material schneller und härter ausgefallen ist, ist die melodisch-harmonische Komponente natürlich nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil in der Musik Lyfthrasyrs. So gibt es auch auf The Recent foresight wieder ruhig und melodisch angelegte Passagen. Doch sind diese inzwischen nur noch ein Element von mehreren und nicht mehr maßgeblich für die Musik und Atmosphäre.
The recent foresight ist eindeutig die bisher beste Veröffentlichung von Lyfthrasyr. Das Album ist ausgereift, eigenständig und zum Teil richtig schön brachial und mitreißend. Für Leute die melodischen Black Metal mögen, ist The recent foresight mit Sicherheit ein Muss!
01. The addiction to peace (Intro)
02. Rage towards apathy
03. Venture and value
04. Servants in silent devotion
05. Visions of hope and despair
06. Exhaling the spirit of time
07. Obsession in a convenient manner
08. Perception never expected
Leichenbrand - ...und im Feuer lagen meine Träume | 2006 | Black Metal | CDR | Black Metal
Gute drei Jahre nach der ersten und unveröffentlichten Demoaufnahme Scheinwelt, folgten mit …und im Feuer lagen meine Träume sowie Durch die Dunkelheit, gleich zwei neue Tonträger innerhalb weniger Monate. Anfang 2007 folgte dann mit Ein Schneesturm kommt eine weitere Neuveröffentlichung. Aber der Reihe nach, an dieser Stelle geht es um ...und im Feuer lagen meine Träume.
Bereits nach wenigen Sekunden wird mehr als deutlich, dass sich bei Leichenbrand etwas getan hat. Die Feuertaufe wirkt nicht nur geordneter, sondern auch verständlicher und eben auch professioneller. Es hat sich im Klang sehr viel getan, sodass der Beginn dieses Werkes alles andere als laut, heftig und verstörend ist, wie es bei Scheinwelt noch der Fall war. Die Feuertaufe entpuppt sich als ein mittelschnelles Lied, mit vielfältiger Melodieführung, die sich den rhythmischen Verschiebungen anpasst.
Flammentanz führt diese rhythmische Beschaffenheit zunächst weiter. Der Rhythmus ist zwar schleppend bis mittelschnell, doch durch das sehr abwechslungsreich gestaltete Schlagzeugspiel (verwirklicht durch einen Drumcomputer) ist es alles andere als eingängig. Dazu trägt auch das Gitarrenspiel bei, das zwischen sachten, leicht melancholischen Melodien, und hartem, kraftvollem Riffing hin und her schwankt. Im Endspurt wandelt sich Flammentanz, das Tempo wird angezogen, sodass das Lied eindringlich hämmernd ausklingt.
Durch eine etwas merkwürdig aber sehr interessant klingende Gitarrenmelodie wird Innerhalb des Feuerwalls eingeleitet. Auf diese Einleitung folgt ein Part, der hämmernd und sehr druckvoll ist und der rhythmisch durchaus etwas von einem Marsch hat. In dieser Phase wird der Gesang zuweilen sehr aggressiv. Doch anstatt die Brachialgewalt weiter zu verdichten, folgt nun eine Passage mit klaren, beinahe schon lieblichen Gitarrenmelodien, zu denen der verzerrte und harsche Gesang leise zu hören ist. Danach wird es zunehmend energischer, wobei der Rhythmus schleppend bleibt. Doch dezidiert hartes Riffing und aggressiver Gesang sorgen für eine heftige Atmosphäre.
Das zweite Kapitel beginnt mit dem Instrumental Willkommen in der Dunkelheit, welches zunächst leise, mit einer dunklen sowie klaren Melodie anfängt. Auch mit dem Einsetzen des künstlichen Schlagzeugs und der verzerrten Gitarren bleibt es ein ruhiges und melancholisches Lied, mit schleppendem aber abwechslungsreich geartetem Rhythmus.
In Massenlos sind gleichfalls düstere Melodien im Hintergrund zu hören, doch durch das lautere und kraftvollere Riffing sowie dem stark verzerrten Gesang ist Massenlos alles andere als ruhig. Im Mittelteil gibt es dann auch einen kurzen heftigen Ausbruch, der sehr wütend und radikal wirkt.
Getrennt durch Welten ist ein durchgängig antreibendes Lied, das durch das vielfältige Gitarrenspiel und diversen Variationen am Schlagzeug auffällt. Ebenfalls antreibend strukturiert ist Das Reich des Scheins, doch gibt es hier auch ruhige Passagen mit dunklen Melodien oder klassischen Metal-Riffs, die immer wieder von sehr druckvollen Brachialparts abgelöst werden.
Obwohl die Gitarre zuweilen einen sehr kräftigen, präsenten und dadurch auch brachialen Klang hat, entpuppt sich Das Lied der Nachtigall beim genaueren Hinhören als ein eher schwermütiges denn aggressives Lied. Neben dem schrummigen Spiel sind immer wieder ruhige und melancholische Melodien zu hören, die mal auffälliger, mal subtiler platziert wurden. Ähnliches gilt auch für das folgende Auf dem Sterbebett, einem durch und durch melancholischen Titel, wobei die düsteren Harmonien diesmal durchgängig unauffälliger sind. Der laute und verzerrte Gesang, der phasenweise ziemlich energisch ist, verstärkt dieses Gefühl der Schwere und Trostlosigkeit noch zusätzlich.
Das letzte Lied Ein Mensch im Weltenmeer beginnt sehr ruhig mit akustischer Gitarre und klarem, sonoren Gesang. Im Mittelteil gibt es eine aggressive Passage, bevor das Lied dann genau so ruhig und klar ausklingt, wie es anfing.
Zwischen Scheinwelt und …im Feuer lagen meine Träume liegen ganz offensichtlich Welten. Leichenbrand ist musikalischer, harmonischer und melancholischer Geworden. In den einzelnen Liedern wurden viel mehr Melodien verpackt, die oft gemeinsam mit harten Riffs und dem extremen Gesang harmonieren, wodurch nicht immer eine eindeutig definierbare Atmosphäre entsteht, in der sowohl dunkle und ruhige, wie auch laute und aggressive Anteile ihren Ort haben.
Darüber hinaus kann sich auch der Drumcomputer hören lassen, der zwar als solcher zu erkennen ist und gerade in eingängigen bzw. heftigen Parts mit schnellen Wechseln, ein wenig holprig klingt. Doch dies ist eher selten und wird, wie mehrfach erwähnt, durch die facettenreiche Programmierung wett gemacht. So sind auch die schnellen Parts bzw. Lieder, wie Getrennt durch Welten, die Schwachstellen von Leichenbrand, da sie noch keinen rundum ausgereiften Eindruck machen.
KAPITEL 1 - DAS FEUER
01. Die Feuertaufe
02. Flammentanz
KAPITEL 2 - DIE DUNKELHEIT
03. Innerhalb des Feuerwalls
04. Willkommen in der Dunkelheit
05. Massenlos
06. Getrennt durch Welten
KAPITEL 3 - DER TOD
07. Das Reich des Scheins
08. Das Lied der Nachtigall
09. Auf dem Sterbebett
KAPITEL 4 - DIE ERINNERUNG
10. Ein Mensch im Weltenmeer
Bereits nach wenigen Sekunden wird mehr als deutlich, dass sich bei Leichenbrand etwas getan hat. Die Feuertaufe wirkt nicht nur geordneter, sondern auch verständlicher und eben auch professioneller. Es hat sich im Klang sehr viel getan, sodass der Beginn dieses Werkes alles andere als laut, heftig und verstörend ist, wie es bei Scheinwelt noch der Fall war. Die Feuertaufe entpuppt sich als ein mittelschnelles Lied, mit vielfältiger Melodieführung, die sich den rhythmischen Verschiebungen anpasst.
Flammentanz führt diese rhythmische Beschaffenheit zunächst weiter. Der Rhythmus ist zwar schleppend bis mittelschnell, doch durch das sehr abwechslungsreich gestaltete Schlagzeugspiel (verwirklicht durch einen Drumcomputer) ist es alles andere als eingängig. Dazu trägt auch das Gitarrenspiel bei, das zwischen sachten, leicht melancholischen Melodien, und hartem, kraftvollem Riffing hin und her schwankt. Im Endspurt wandelt sich Flammentanz, das Tempo wird angezogen, sodass das Lied eindringlich hämmernd ausklingt.
Durch eine etwas merkwürdig aber sehr interessant klingende Gitarrenmelodie wird Innerhalb des Feuerwalls eingeleitet. Auf diese Einleitung folgt ein Part, der hämmernd und sehr druckvoll ist und der rhythmisch durchaus etwas von einem Marsch hat. In dieser Phase wird der Gesang zuweilen sehr aggressiv. Doch anstatt die Brachialgewalt weiter zu verdichten, folgt nun eine Passage mit klaren, beinahe schon lieblichen Gitarrenmelodien, zu denen der verzerrte und harsche Gesang leise zu hören ist. Danach wird es zunehmend energischer, wobei der Rhythmus schleppend bleibt. Doch dezidiert hartes Riffing und aggressiver Gesang sorgen für eine heftige Atmosphäre.
Das zweite Kapitel beginnt mit dem Instrumental Willkommen in der Dunkelheit, welches zunächst leise, mit einer dunklen sowie klaren Melodie anfängt. Auch mit dem Einsetzen des künstlichen Schlagzeugs und der verzerrten Gitarren bleibt es ein ruhiges und melancholisches Lied, mit schleppendem aber abwechslungsreich geartetem Rhythmus.
In Massenlos sind gleichfalls düstere Melodien im Hintergrund zu hören, doch durch das lautere und kraftvollere Riffing sowie dem stark verzerrten Gesang ist Massenlos alles andere als ruhig. Im Mittelteil gibt es dann auch einen kurzen heftigen Ausbruch, der sehr wütend und radikal wirkt.
Getrennt durch Welten ist ein durchgängig antreibendes Lied, das durch das vielfältige Gitarrenspiel und diversen Variationen am Schlagzeug auffällt. Ebenfalls antreibend strukturiert ist Das Reich des Scheins, doch gibt es hier auch ruhige Passagen mit dunklen Melodien oder klassischen Metal-Riffs, die immer wieder von sehr druckvollen Brachialparts abgelöst werden.
Obwohl die Gitarre zuweilen einen sehr kräftigen, präsenten und dadurch auch brachialen Klang hat, entpuppt sich Das Lied der Nachtigall beim genaueren Hinhören als ein eher schwermütiges denn aggressives Lied. Neben dem schrummigen Spiel sind immer wieder ruhige und melancholische Melodien zu hören, die mal auffälliger, mal subtiler platziert wurden. Ähnliches gilt auch für das folgende Auf dem Sterbebett, einem durch und durch melancholischen Titel, wobei die düsteren Harmonien diesmal durchgängig unauffälliger sind. Der laute und verzerrte Gesang, der phasenweise ziemlich energisch ist, verstärkt dieses Gefühl der Schwere und Trostlosigkeit noch zusätzlich.
Das letzte Lied Ein Mensch im Weltenmeer beginnt sehr ruhig mit akustischer Gitarre und klarem, sonoren Gesang. Im Mittelteil gibt es eine aggressive Passage, bevor das Lied dann genau so ruhig und klar ausklingt, wie es anfing.
Zwischen Scheinwelt und …im Feuer lagen meine Träume liegen ganz offensichtlich Welten. Leichenbrand ist musikalischer, harmonischer und melancholischer Geworden. In den einzelnen Liedern wurden viel mehr Melodien verpackt, die oft gemeinsam mit harten Riffs und dem extremen Gesang harmonieren, wodurch nicht immer eine eindeutig definierbare Atmosphäre entsteht, in der sowohl dunkle und ruhige, wie auch laute und aggressive Anteile ihren Ort haben.
Darüber hinaus kann sich auch der Drumcomputer hören lassen, der zwar als solcher zu erkennen ist und gerade in eingängigen bzw. heftigen Parts mit schnellen Wechseln, ein wenig holprig klingt. Doch dies ist eher selten und wird, wie mehrfach erwähnt, durch die facettenreiche Programmierung wett gemacht. So sind auch die schnellen Parts bzw. Lieder, wie Getrennt durch Welten, die Schwachstellen von Leichenbrand, da sie noch keinen rundum ausgereiften Eindruck machen.
KAPITEL 1 - DAS FEUER
01. Die Feuertaufe
02. Flammentanz
KAPITEL 2 - DIE DUNKELHEIT
03. Innerhalb des Feuerwalls
04. Willkommen in der Dunkelheit
05. Massenlos
06. Getrennt durch Welten
KAPITEL 3 - DER TOD
07. Das Reich des Scheins
08. Das Lied der Nachtigall
09. Auf dem Sterbebett
KAPITEL 4 - DIE ERINNERUNG
10. Ein Mensch im Weltenmeer
Abonnieren
Posts (Atom)







