Bei dem Demo Stimmen im Wind handelt es sich um die erste Veröffentlichung Waldgeflüsters, einem Ein-Mann-Projekt von Winterherz, der auch bei Scarcross tätig ist. Stimmen im Wind wird mit Morgendämmerung
rau, grimmig und dezidiert eingängig eröffnet, auch wenn das Lied
einige gut platzierte, ruhige und melodische Anteile beherbergt. Die
schnellen eingängigen Passagen werden von einem sehr interessanten,
wiederkehrenden Ton begleitet, den ich leider keinem Instrument zuordnen
kann, doch es klingt sehr ansprechend; ein wenig düster, ein wenig
maschinenhaft. Das lange Lied Waldgeflüster ist um einiges abwechslungsreicher gestaltet, obgleich die mit Morgendämmerung beschworene rohe Stimmung beibehalten wird. Sie begründet sich im Gesang sowie im Klang und der Spielweise der Gitarren. In Waldgeflüster
wechseln sich schnelle und schleppende Strecken ab, darüber hinaus gibt
es auch einzelne ruhige und harmonische Abschnitte, mit teilweise recht
melancholischen Zügen.
Mit Vintersjäl folgt ein düsteres atmosphärisches Lied,
in dem die Schwächen des Drumcomputers deutlich werden. Denn die
atmosphärische und auch melodische Struktur wird immer mal wieder durch
extrem schnelle Passagen durchbrochen. Leider schaffen es diese
Ausbrüche nicht, richtig zur Geltung zu kommen da sie einerseits viel zu
leise und harmlos im Hintergrund erklingen und eben auch recht
künstlich wirken. Diese Schwäche wiederholt sich beinahe im folgenden
Stück Wotan sang. Auch hier kommen immer wieder kurze
Schnelligkeitsschübe vor, jedoch besitzen diese mehr Präsenz und
Lautstärke was das Ganze angenehmer macht als zuvor in Vintersjäl. Wotan sang ist ein langes und abwechslungsreiches Stück, in dem vor allem der Gesang schön eindringlich ist und somit gut rüberkommt.
Stimmen im Wald ist ein sehr anständiges Demo rohen
Black Metals, das sowohl düstere, dunkle Züge trägt, Harmonie und
Melodie bietet aber auch primitive und aggressive Facetten beinhaltet.
Erschienen ist die Kassette in einer Auflage von 150 Kopien.
01. Morgendämmerung
02. Waldgeflüster
03. Vintersjäl
04. Wotan sang
05. Wenn die Bäume...
06. Abenddämmerung
03.10.2006
Vulpecula - In Dusk Apparition | 2006 | Invictus Productions | CD | Black/Death Metal
Kurz nach der Veröffentlichung von Fons immortalis begannen Vulpecula 1997 damit, neues Liedgut für das damals geplante Debütalbum Down among them
zu schreiben und proben. Irgendwann 1998 waren die Aufnahmen
abgeschlossen und als Resultat gab es vier neue Lieder die bis heute
allerdings nie veröffentlicht wurden. Down among them wurde nicht realisiert und stattdessen gibt es nun, acht Jahre später diese MCD In dusk apparition.
In dusk apparition ist seinem Vorgänger Fons immortalis atmosphärisch recht nahe, jedoch stilistisch und strukturell nicht mehr so dunkel, tieftönig und raumfüllend. Die lauten Saiteninstrumente sowie der Gesang wurden entschärft, was einerseits ein wenig schade ist andererseits aber neuen Raum für komplexere Melodien gibt. Die Lieder werden allesamt in verschiedenen langsamen und schleppenden Rhythmen vom kraftvollen und leicht dumpf klingenden Schlagzeug vorgetragen. Chuck Keller (den ich gerade erst schon für das Ares Kingdom Album loben musste) sorgt an der Gitarre wieder für grandiose Momente. Es gibt viele dunkle Melodien und Riffs; die stellenweise wieder diese „spaceige“ (treibend in den endlosen Weiten der Sternenhaufen) Atmosphäre hervorruft, die auf Fons immoralis so präsent war. In dusk apparition ist aber abwechslungsreicher ausgefallen, was auch an der längeren Spielzeit der einzelnen Lieder liegt, die alle zwischen vier und sieben Minuten lang sind.
Major Tom (Coming home) ist keines der vier neuen Lieder, die damals im Zuge der Aufnahmen zu Down among them entstanden. Major Tom (Coming home) ist ein Coverstück von Peter Schilling aus dem Jahre 1984 und wurde bereits auf einer Kompilation von Vulpeculas damaliger Plattenfirma Eternal Darkness Productions veröffentlicht.
Ich kann jedem, der Vulpecula (noch) kennt oder diesen alten schleppenden Metal mit seinen Riffgewittern mag, nur raten, sich diese schmucke MCD zuzulegen. Für die jüngeren bzw. modernen Hörer wird es hingegen wohl eher schwierig sein, Bezug zur Musik von Vulpecula zu bekommen. Das werden wohl die Meisten sein, denn schon damals, als Fons immortalis noch aktuell war, liefen die Verkäufe schleppend und die Resonanz war verhalten. Was soll's. Mir gefällt alles von Vulpecula ausgesprochen gut – so auch die neuste und zugleich letzte Veröffentlichung.
01. Eltanin shadowcast
02. Celestial
03. Major Tom (Coming home)
04. Culmination
05. In dusk apparition
In dusk apparition ist seinem Vorgänger Fons immortalis atmosphärisch recht nahe, jedoch stilistisch und strukturell nicht mehr so dunkel, tieftönig und raumfüllend. Die lauten Saiteninstrumente sowie der Gesang wurden entschärft, was einerseits ein wenig schade ist andererseits aber neuen Raum für komplexere Melodien gibt. Die Lieder werden allesamt in verschiedenen langsamen und schleppenden Rhythmen vom kraftvollen und leicht dumpf klingenden Schlagzeug vorgetragen. Chuck Keller (den ich gerade erst schon für das Ares Kingdom Album loben musste) sorgt an der Gitarre wieder für grandiose Momente. Es gibt viele dunkle Melodien und Riffs; die stellenweise wieder diese „spaceige“ (treibend in den endlosen Weiten der Sternenhaufen) Atmosphäre hervorruft, die auf Fons immoralis so präsent war. In dusk apparition ist aber abwechslungsreicher ausgefallen, was auch an der längeren Spielzeit der einzelnen Lieder liegt, die alle zwischen vier und sieben Minuten lang sind.
Major Tom (Coming home) ist keines der vier neuen Lieder, die damals im Zuge der Aufnahmen zu Down among them entstanden. Major Tom (Coming home) ist ein Coverstück von Peter Schilling aus dem Jahre 1984 und wurde bereits auf einer Kompilation von Vulpeculas damaliger Plattenfirma Eternal Darkness Productions veröffentlicht.
Ich kann jedem, der Vulpecula (noch) kennt oder diesen alten schleppenden Metal mit seinen Riffgewittern mag, nur raten, sich diese schmucke MCD zuzulegen. Für die jüngeren bzw. modernen Hörer wird es hingegen wohl eher schwierig sein, Bezug zur Musik von Vulpecula zu bekommen. Das werden wohl die Meisten sein, denn schon damals, als Fons immortalis noch aktuell war, liefen die Verkäufe schleppend und die Resonanz war verhalten. Was soll's. Mir gefällt alles von Vulpecula ausgesprochen gut – so auch die neuste und zugleich letzte Veröffentlichung.
01. Eltanin shadowcast
02. Celestial
03. Major Tom (Coming home)
04. Culmination
05. In dusk apparition
Vergeltung / Trollzorn - Gegen Feind und Verräter | 2006 | Warfront Productions | Vinyl | Black Metal
Gegen Feind und Verräter ist eine wunderbare Split-Veröffentlichung auf die Vergeltung mit dem Eröffnungstitel Empfänglich für die Qual…
angemessen einstimmen. Es ist ein langes fieses Stück, das sowohl
schnelle und aggressive Schübe hat wie auch gemäßigte langsame Passagen.
Stilistisch hat sich wenig verändert seit dem V2 Demo, jedoch ist der Klang seitdem erheblich verbessert worden was Vergeltung auf dieser Split LP gut zu Gesichte steht. Nach dem eher abwechslungsreichen und morbiden Eröffnungsstück zerlegen Vergeltung mit dem Titellied Gegen Feind und Verräter so
ziemlich alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Es ist ein schnelles,
gnadenloses Vernichtungsbollwerk. Mit den restlichen zwei Liedern Manifest der Vergeltung und Fuck you all!!! machen Vergeltung ebenfalls keine Gefangene, wobei Manifest der Vergeltung etwas variabler im Rhythmusbereich gestaltet worden ist.
Trollzorn eröffnen ihren Beitrag mit Im Bunde, einem ebenfalls fiesen und rotzigen Stück, so wie man es eben von Trollzorn gewohnt ist. Anders als Vergeltung beziehen Trollzorn ihre verächtliche und niedermachende Atmosphäre jedoch nicht nur primär aus den schnell und aggressiv eingespielten Strecken. Schnelle Abschnitte gibt es zwar auch, doch kommen ebenso oft langsamere Strecken und markante Riffs vor, die genau so eine unheilvolle und zerstörerische Atmosphäre erzeugen wie die schnellen Parts. Als besonders gelungen empfinde ich hierbei das Lied Ich fick dich wie ein Troll, dessen extremer und detaillierter Text zusammen mit der musikalischen Untermalung für den einen oder anderen sicherlich ein direkter Faustschlag mitten ins Gesicht ist.
Gegen Feind und Verräter ist eine rundum überzeugende Split-Veröffentlichung, die in einem ansprechend gestalteten Klappcover kommt und dem Prädikat „Black Metal Terror“ voll und ganz entspricht.
VERGELTUNG
01. Empfänglich für die Qual...
02. Gegen Feind und Verräter
03. Manifest der Vergeltung
04. Fuck you all!!!
TROLLZORN
05. Im Bunde
06. Fackelzug durch das Heimatland
07. Urblut
08. Ich fick dich wie ein Troll
Trollzorn eröffnen ihren Beitrag mit Im Bunde, einem ebenfalls fiesen und rotzigen Stück, so wie man es eben von Trollzorn gewohnt ist. Anders als Vergeltung beziehen Trollzorn ihre verächtliche und niedermachende Atmosphäre jedoch nicht nur primär aus den schnell und aggressiv eingespielten Strecken. Schnelle Abschnitte gibt es zwar auch, doch kommen ebenso oft langsamere Strecken und markante Riffs vor, die genau so eine unheilvolle und zerstörerische Atmosphäre erzeugen wie die schnellen Parts. Als besonders gelungen empfinde ich hierbei das Lied Ich fick dich wie ein Troll, dessen extremer und detaillierter Text zusammen mit der musikalischen Untermalung für den einen oder anderen sicherlich ein direkter Faustschlag mitten ins Gesicht ist.
Gegen Feind und Verräter ist eine rundum überzeugende Split-Veröffentlichung, die in einem ansprechend gestalteten Klappcover kommt und dem Prädikat „Black Metal Terror“ voll und ganz entspricht.
VERGELTUNG
01. Empfänglich für die Qual...
02. Gegen Feind und Verräter
03. Manifest der Vergeltung
04. Fuck you all!!!
TROLLZORN
05. Im Bunde
06. Fackelzug durch das Heimatland
07. Urblut
08. Ich fick dich wie ein Troll
02.10.2006
Akitsa - La Grande Infamie | 2006 | Christhunt Productions | CD | Black Metal
Nach zahlreichen Split-Veröffentlichungen, EP's und einer Kompilation gibt es nun mit La grande infamie
ein neues Album. Das Erscheinen des Albums überraschte mich und traf
mich somit völlig unvorbereitet. Entsprechend frisch war meine
Vorfreude, so ist Akitsa für mich doch stets ein Garant erstklassigen Black Metals gewesen.
La grande infamie ist ein hochgradig eingängiges Werk, das anfangs nicht so recht eine Wirkung oder Stimmung zu entwickeln vermag. Nach dem Einklang Le rite des cavernes poltert der erste Titel Magie et vérités dumpf in einem eingängig-schleppenden Takt dahin. Begleitet wird dieses Rumpeln von einem minimalistischen grellen Riffing und dem extremen, typischen Kreischgesang. Doch dieser wirkt leider nicht ganz so extrem und radikal, wie man es von Akitsa gewohnt ist. Mag sein, dass dies in der klanglichen Produktion des Werks begründet ist, da der Klang insgesamt etwas dumpf und leise ist. Rhythmisch bewegt sich Silence gleichfalls in einem radikal eingängig-schleppenden Takt, wobei die Gitarren hier etwas melodischer und abwechslungsreicher bedient werden. Es geht in Richtung Sang nordique , jedoch ist der Gesang hier völlig entschärft, nämlich einfach nur noch rau und ruhig. Cultes vertueur hingegen ist stampfend schnell und von schnellen aber eingängigen Riffs geprägt. Mit Chthonos folgt dann ein kurzes Instrumentalstück bevor dann Origine mythique folgt. Es ist ein sehr langsames Lied, das ruhig und schwermütig vorgetragen wird. Das Titellied La grande infamie ist dann wieder ein typisches Akitsa -Stück das in Richtung Goétie tendiert. Der Takt ist rumpelnd, die Riffs eingängig und dunkel und der extreme Kreischgesang wechselt sich mit klarem Gesang ab. Am Ende des Liedes leistet sich Akitsa sogar ein ruhiges Soli welches das Lied dann ausklingen lässt. Zum Schluss folgt mit Forêt disparue ein überlanges, nahezu gesangfreies Instrumentalstück, das über 20 Minuten andauert und extrem langsam vorgetragen wird. Zeitweise sind die Riffs so langsam und schleppend dahin gezogen, dass es sich hierbei schon um extremen Doom Metal handelt.
Der erste Eindruck, den La grande infamie hinterlässt ist ein schwacher, da zunächst die Bissigkeit und Radikalität zu fehlen scheint. Doch wenn man sich mit der Zeit reingehört hat, fängt man an, die Feinheiten zu erkennen und zu schätzen. La grande infamie ist ein überaus eingängiges und rohes Album, das sich irgendwo zwischen Sang nordique und Soleil noir befindet. Für Freunde von Akitsa naturgemäß ein Pflichtkauf!
La grande infamie ist ein hochgradig eingängiges Werk, das anfangs nicht so recht eine Wirkung oder Stimmung zu entwickeln vermag. Nach dem Einklang Le rite des cavernes poltert der erste Titel Magie et vérités dumpf in einem eingängig-schleppenden Takt dahin. Begleitet wird dieses Rumpeln von einem minimalistischen grellen Riffing und dem extremen, typischen Kreischgesang. Doch dieser wirkt leider nicht ganz so extrem und radikal, wie man es von Akitsa gewohnt ist. Mag sein, dass dies in der klanglichen Produktion des Werks begründet ist, da der Klang insgesamt etwas dumpf und leise ist. Rhythmisch bewegt sich Silence gleichfalls in einem radikal eingängig-schleppenden Takt, wobei die Gitarren hier etwas melodischer und abwechslungsreicher bedient werden. Es geht in Richtung Sang nordique , jedoch ist der Gesang hier völlig entschärft, nämlich einfach nur noch rau und ruhig. Cultes vertueur hingegen ist stampfend schnell und von schnellen aber eingängigen Riffs geprägt. Mit Chthonos folgt dann ein kurzes Instrumentalstück bevor dann Origine mythique folgt. Es ist ein sehr langsames Lied, das ruhig und schwermütig vorgetragen wird. Das Titellied La grande infamie ist dann wieder ein typisches Akitsa -Stück das in Richtung Goétie tendiert. Der Takt ist rumpelnd, die Riffs eingängig und dunkel und der extreme Kreischgesang wechselt sich mit klarem Gesang ab. Am Ende des Liedes leistet sich Akitsa sogar ein ruhiges Soli welches das Lied dann ausklingen lässt. Zum Schluss folgt mit Forêt disparue ein überlanges, nahezu gesangfreies Instrumentalstück, das über 20 Minuten andauert und extrem langsam vorgetragen wird. Zeitweise sind die Riffs so langsam und schleppend dahin gezogen, dass es sich hierbei schon um extremen Doom Metal handelt.
Der erste Eindruck, den La grande infamie hinterlässt ist ein schwacher, da zunächst die Bissigkeit und Radikalität zu fehlen scheint. Doch wenn man sich mit der Zeit reingehört hat, fängt man an, die Feinheiten zu erkennen und zu schätzen. La grande infamie ist ein überaus eingängiges und rohes Album, das sich irgendwo zwischen Sang nordique und Soleil noir befindet. Für Freunde von Akitsa naturgemäß ein Pflichtkauf!
28.09.2006
Various Artists - Deep In The Spirit Of Underground Black Metal | 2006 | Krutoslav Productions | CDR | Black Metal
War das 2002er Demo von Grimlair – übrigens ein Projekt von Funeral Forest
- noch sehr rau, vor allem was den Klang betrifft so machen die drei
Stücke auf dieser Split-Veröffentlichung von Anfang an einen besseren
und reiferen Eindruck. Eingeläutet wird Deep in the spirit of Underground Black Metal mit Grim misanthropy,
einem rohen schleppenden Stück. Sowohl die Gitarren als auch das
Schlagzeug wurden sehr langsam bedient, lediglich der virulent verzerrte
Gesang haucht dem Lied Lebendigkeit ein, was Grim misanthropy düster und beklemmend wirken lässt. Mit Alone folgt das längste Lied dieser CD. Nach einer kurzen Akustikgitarreneinleitung beginnt Alone
in einem schnellen, eingängig-stampfenden Takt, der eine ganze Zeit
lang auch so beibehalten wird. Die wenigen begleitenden grellen Riffs
steigern diese Eingängigkeit noch, hinzu kommt dann wieder dieser
eindringliche Gesang. Erst im weiteren Verlauf von Alone kommen
vereinzelte Tempowechsel vor, die allerdings wenig an der Eingängigkeit
ändern. Erst zur Mitte des Liedes kommt es zu wirklichen Veränderungen,
eine leise Akustikgitarre ist zu hören, sowie dazu eine gequält
wirkende Stimme. Hernach geht das Lied dann über in einen schnellen,
aggressiven Schub; wobei wieder großen Wert auf jene anfängliche
Eingängigkeit gelegt wurde. Corroded by sickness ist ebenfalls sehr lang und bekannt vom gleichnamigen Demo. Auch hier ist ein hohes Maß an Eingängigkeit gesetzt obgleich Grimlair hier etwas mehr Melodien verarbeitet haben, die die düstere und beklemmende Atmosphäre jedoch verstärken.
Hordagaard beginnen nach dem Intro mit Grimnorth zunächst recht kraftvoll und langsam. Trotz des schleppenden Taktes ist das Schlagzeug dabei aber recht abwechslungsreich gespielt. Später wird Grimnorth dann insgesamt facettenreicher, verschiedene Rhythmuswechsel sind zu hören und auch der Gesang verändert sich und die Gitarren rücken mehr in den Vordergrund. Grimnorth ist ein eigenartig strukturiertes Lied das sehr unterschiedliche Abschnitte hat. Taakedans dagegen fängt hochgradig grimmig an, ein stampfender und dumpfer Takt, dazu lauter Kreischgesang und langsame Gitarren die aber kaum zu hören sind, da das dumpfe Schlagzeug und dieser extreme Gesang die Gitarren oft übertönen. In der Mitte des Liedes wird es klarer, ein chorartiger Gesang ist zu hören und die Art und Weise wie Gitarren und Schlagzeug gespielt werden, erinnert ein wenig an einige Doom / Death Metal Bands vom Anfang der 1990iger Jahre - etwa Sempiternal Deathreign.
Pagan spirit und Barbarians blood von Funeral Forest entstammen dem Demo Barbarian supremacy. Bei Barbarians blood handelt es sich um eine kurze instrumentale Einleitung. Pagan spirit ist ein längeres Stück, in dem sich schleppende und grimmige Abschnitte mit melodischen ruhigen Passagen abwechseln. Durch diese Stilwechsel besitzt das Lied auch unterschiedliche Atmosphären. Einerseits eine grimmige, die durch eingängiges Spiel und entsprechenden Gesang gepflegt wird, andererseits auch eine melancholische und bedrückende, die durch bestimmte Melodien in den ruhigeren Passagen erzeugt wird. Simerian hate dagegen durch und durch grimmig, was sowohl strukturell als auch klanglich zu begründen ist. Der warme kehlige Gesang, das polternde Schlagzeug mit seinen Wechseln aus mittelschnellen schleppenden und eingängig schnellen Passagen sowie recht spielfreudige Gitarren lassen zu keiner Zeit so etwas wie Melancholie aufkommen. Simerian hate ist dazu zu lebendig und mitreißend ergreifend.
Bei Ymber Autumnus handelt es sich um eine Gruppe aus Brasilien, die mir bereits auf der „Burzum Tribute Attakk“ gut gefallen haben. Dieser positive Eindruck wird hier mit den zwei Liedern bestätigt, die als düsteren Black Metal zusammenzufassen sind. Em um solitario dia funeral beginnt ruhig und langsam, ein sehr kraftvolles Schlagzeug und eine gemächliche grelle Gitarre sind zu hören. Der Klang ist überraschend differenziert. Wenig später setzt der markerschütternde Gesang ein, welcher sehr verzerrt und vereinnahmend ist. Leider ist der Gesang zu laut abgemischt da er alle Instrumente nahezu vollständig abdeckt. Im zweiten Teil des Liedes ist dies aber etwas anders. Von einer ruhigen klaren Gitarre eingeleitet beginnt quasi ein ganz anderes Lied, das dichter und instrumentenreicher ist als die erste Hälfte. Hier ist ein auch ein Keyboard zu hören und die Instrumente und der Gesang wurden besser abgemischt. Der zweite Beitrag von Ymber Autumnus ist weniger düster und melancholisch, dafür grimmiger und auch hier wurden die Spuren besser abgemischt, auch wenn der laute Gesang nach wir vor zentral ausgerichtet ist.
Zum Abschluss von Deep in the spirit of Underground Black Metal kommen noch zwei Beiträge Rabennachts. Odin's dawn wird bestimmt von einem warmen, druckvollen Schlagzeug und einem – wie zuvor bei Ymber Autmnus – lauten und intensiven Gesang. Odin's dawn ist übersichtlich strukturiert und der schleppende Takt des Schlagzeugs lädt schnell zum Mitwippen des Fußes ein. Kompositorisch ist das Stück überaus minimalistisch gehalten, es gibt nur wenige Variationen, doch dafür ist der Gesang sehr stimmungsreich und bemerkenswert. Untergang des Glaubens fängt mit einem schnellen hämmernden Schlagzeug an das eine Weile auch so beibehalten wird. Erst zur Mitte des Liedes hin, verändert sich die Rhythmik die schleppend wird, begleitet von langsamen düsteren Melodien und einem wunderbaren eindringlichen Gesang. Schade dass das Lied nicht von Anfang an so beschaffen ist. Denn dieses unnatürlich anmutende Schlagzeug mit seinem hämmernden Takt raubt dem Lied die schöne Atmosphäre die im Mittelteil aufgebaut wird.
Deep in the spirit of Underground Black Metal ist eine sehr interessante Split-Veröffentlichung von fünf recht unterschiedlichen Gruppen, die alle ihre Höhen und Schwächen haben. Insbesondere Grimlair und Ymber Autumnus können sich abheben und man sollte sie tunlichst im Auge behalten. Erschienenen ist diese CDr in einer Auflage von 500 Kopien.
GRIMLAIR
01. Grim misanthropy
02. Alone
03. Corroded by sickness
HORDAGAARD
04. Noregs iskalde (Intro)
05. Grimnorth
06. Taakedans
FUNERAL FOREST
07. Barbarians blood (Intro)
08. Pagan spirit
09. Simerian hate
YMBER AUTUMNUS
10. Alvorecer (Intro)
11. Lento exilio para os vales do esquecimento
12. Em um solitario dia funeral
RABENNACHT
13. Rabennacht (Intro)
14. Odin's dawn
15. Untergang des Glaubens
Hordagaard beginnen nach dem Intro mit Grimnorth zunächst recht kraftvoll und langsam. Trotz des schleppenden Taktes ist das Schlagzeug dabei aber recht abwechslungsreich gespielt. Später wird Grimnorth dann insgesamt facettenreicher, verschiedene Rhythmuswechsel sind zu hören und auch der Gesang verändert sich und die Gitarren rücken mehr in den Vordergrund. Grimnorth ist ein eigenartig strukturiertes Lied das sehr unterschiedliche Abschnitte hat. Taakedans dagegen fängt hochgradig grimmig an, ein stampfender und dumpfer Takt, dazu lauter Kreischgesang und langsame Gitarren die aber kaum zu hören sind, da das dumpfe Schlagzeug und dieser extreme Gesang die Gitarren oft übertönen. In der Mitte des Liedes wird es klarer, ein chorartiger Gesang ist zu hören und die Art und Weise wie Gitarren und Schlagzeug gespielt werden, erinnert ein wenig an einige Doom / Death Metal Bands vom Anfang der 1990iger Jahre - etwa Sempiternal Deathreign.
Pagan spirit und Barbarians blood von Funeral Forest entstammen dem Demo Barbarian supremacy. Bei Barbarians blood handelt es sich um eine kurze instrumentale Einleitung. Pagan spirit ist ein längeres Stück, in dem sich schleppende und grimmige Abschnitte mit melodischen ruhigen Passagen abwechseln. Durch diese Stilwechsel besitzt das Lied auch unterschiedliche Atmosphären. Einerseits eine grimmige, die durch eingängiges Spiel und entsprechenden Gesang gepflegt wird, andererseits auch eine melancholische und bedrückende, die durch bestimmte Melodien in den ruhigeren Passagen erzeugt wird. Simerian hate dagegen durch und durch grimmig, was sowohl strukturell als auch klanglich zu begründen ist. Der warme kehlige Gesang, das polternde Schlagzeug mit seinen Wechseln aus mittelschnellen schleppenden und eingängig schnellen Passagen sowie recht spielfreudige Gitarren lassen zu keiner Zeit so etwas wie Melancholie aufkommen. Simerian hate ist dazu zu lebendig und mitreißend ergreifend.
Bei Ymber Autumnus handelt es sich um eine Gruppe aus Brasilien, die mir bereits auf der „Burzum Tribute Attakk“ gut gefallen haben. Dieser positive Eindruck wird hier mit den zwei Liedern bestätigt, die als düsteren Black Metal zusammenzufassen sind. Em um solitario dia funeral beginnt ruhig und langsam, ein sehr kraftvolles Schlagzeug und eine gemächliche grelle Gitarre sind zu hören. Der Klang ist überraschend differenziert. Wenig später setzt der markerschütternde Gesang ein, welcher sehr verzerrt und vereinnahmend ist. Leider ist der Gesang zu laut abgemischt da er alle Instrumente nahezu vollständig abdeckt. Im zweiten Teil des Liedes ist dies aber etwas anders. Von einer ruhigen klaren Gitarre eingeleitet beginnt quasi ein ganz anderes Lied, das dichter und instrumentenreicher ist als die erste Hälfte. Hier ist ein auch ein Keyboard zu hören und die Instrumente und der Gesang wurden besser abgemischt. Der zweite Beitrag von Ymber Autumnus ist weniger düster und melancholisch, dafür grimmiger und auch hier wurden die Spuren besser abgemischt, auch wenn der laute Gesang nach wir vor zentral ausgerichtet ist.
Zum Abschluss von Deep in the spirit of Underground Black Metal kommen noch zwei Beiträge Rabennachts. Odin's dawn wird bestimmt von einem warmen, druckvollen Schlagzeug und einem – wie zuvor bei Ymber Autmnus – lauten und intensiven Gesang. Odin's dawn ist übersichtlich strukturiert und der schleppende Takt des Schlagzeugs lädt schnell zum Mitwippen des Fußes ein. Kompositorisch ist das Stück überaus minimalistisch gehalten, es gibt nur wenige Variationen, doch dafür ist der Gesang sehr stimmungsreich und bemerkenswert. Untergang des Glaubens fängt mit einem schnellen hämmernden Schlagzeug an das eine Weile auch so beibehalten wird. Erst zur Mitte des Liedes hin, verändert sich die Rhythmik die schleppend wird, begleitet von langsamen düsteren Melodien und einem wunderbaren eindringlichen Gesang. Schade dass das Lied nicht von Anfang an so beschaffen ist. Denn dieses unnatürlich anmutende Schlagzeug mit seinem hämmernden Takt raubt dem Lied die schöne Atmosphäre die im Mittelteil aufgebaut wird.
Deep in the spirit of Underground Black Metal ist eine sehr interessante Split-Veröffentlichung von fünf recht unterschiedlichen Gruppen, die alle ihre Höhen und Schwächen haben. Insbesondere Grimlair und Ymber Autumnus können sich abheben und man sollte sie tunlichst im Auge behalten. Erschienenen ist diese CDr in einer Auflage von 500 Kopien.
GRIMLAIR
01. Grim misanthropy
02. Alone
03. Corroded by sickness
HORDAGAARD
04. Noregs iskalde (Intro)
05. Grimnorth
06. Taakedans
FUNERAL FOREST
07. Barbarians blood (Intro)
08. Pagan spirit
09. Simerian hate
YMBER AUTUMNUS
10. Alvorecer (Intro)
11. Lento exilio para os vales do esquecimento
12. Em um solitario dia funeral
RABENNACHT
13. Rabennacht (Intro)
14. Odin's dawn
15. Untergang des Glaubens
25.09.2006
Inferi - Shores Of Sorrow | 2006 | Northern Heritage | CD | Black Metal
Mit Shores of sorrow liegt nun das Debütalbum Inferis vor. Nach dem eher durchschnittlichen Demo Rise of deceased war ich gespannt, was mich nun erwarten würde.
Den Anfang mach To the once so sad world , einem überaus ruhigen und dabei hypnotisch eingängigen Stück. Das Lied besteht zunächst einmal nur aus einer steten Akustikgitarrenmelodie, einer ruhigen aber grell-rauen E-Gitarre, die zum Teil mit ultralangsamen Riffs daherkommt sowie dem verzerrten aber ruhigen Kreischgesang, der dem von Abyssic Hate auf Suicidal emotions nicht unähnlich ist. So geht es neun Minuten lang, bevor dann das erste Mal, mit einem überraschend warmen und kräftigen Klang, das Schlagzeug schleppend einsetzt, welches dann die letzten drei Minuten bei konstant bleibender Melodieführung begleitend zu hören ist. Dance of the shadows beginnt schleppend, ein wenig dumpf und mit eingängigen Riffs. Die ruhige Klarheit vom ersten Stück ist einer bedrückenden Stimmung gewichen die jedoch nach einigen Minuten von einem klaren, einige Minuten langen Abschnitt abgelöst wird, in dem wieder eine ruhige Akustikgitarre zu hören ist. Zuweilen kommt hier eine dunkle und kräftige Basslinie deutlich zum Vorschein. Hernach folgt dann wieder der bedrückend schleppende Part vom Anfang. Doch diesmal mündet er kraftvoll in einer rauen, lauten und härter werdenden Passage.
Zügiger, dabei jedoch schleppend beginnt Burned . Die Rhythmik und die Riffs bleiben sehr konstant, nach wenigen Sekunden kommt eine helle aber ruhige Gitarrenmelodie hinzu. Als dann der Gesang einsetzt, der hier eindringlicher und stärker geschrieen wird, hört sich das Ganze stark nach Burzum an. Das letzte Stück What once shined ist das längste und zugleich abwechslungsreichste Stück des Albums. Die ersten Minuten sind langsam und ruhig beschaffen, es sind nur einzelne Akkorde zu hören, die ausklingen bevor nach knapp zweieinhalb Minuten das Schlagzeug hinzukommt. Es dauert dann noch mal etwa anderthalb Minuten, bis es zu weiteren Variationen in der Musik kommt. Plötzlich wird aus den einzelnen Akkorden ein eingängiges grell gefärbtes Riffing, das jedoch noch ruhig bleibt. Das Becken zeigt an, dass der Rhythmus schneller geworden ist. Inferi hat diesen Übergang überaus raffiniert strukturiert und umgesetzt. Beim Hören spürt man förmlich, wie sich in der Musik allmählich etwas Gewaltiges zusammenbraut, dabei wird dies jedoch nur durch die Instrumente angedeutet. Und so ist es dann auch: mit einem schnellen hämmernden Takt bricht es dezidiert eingängig los. Dieses stampfende Getöse wird dann auch bis zum Ende fortgeführt, wobei es zwischendurch eine leichte rhythmische Veränderung gibt.
Shores of sorrow ist ein extrem minimalistisches Werk. Gerade diese strikte minimalistische Auslegung gefällt mir und lässt mich darüber hinwegsehen, dass Inferi in den beiden letzten Stücken zum Teil stark nach Burzum klingt. Shores of sorrow ist kein überragendes Album, doch besteht es aus vier Liedern, die eine trostlose Stimmung und ehrliche, weil einfache Atmosphäre haben. Inferi versucht erst gar nicht, künstlich irgendwelche melancholische Aspekte zu kreieren, die Verzweiflung oder Schmerz ausdrücken sollen. Inferis Form des Black Metals ist unspektakulär, eingängig und auf elementares beschränkt, so wie es das Leben meistens auch ist.
01. To the once so sad world
02. Dance of shadows
03. Burned
04. What once shined
Den Anfang mach To the once so sad world , einem überaus ruhigen und dabei hypnotisch eingängigen Stück. Das Lied besteht zunächst einmal nur aus einer steten Akustikgitarrenmelodie, einer ruhigen aber grell-rauen E-Gitarre, die zum Teil mit ultralangsamen Riffs daherkommt sowie dem verzerrten aber ruhigen Kreischgesang, der dem von Abyssic Hate auf Suicidal emotions nicht unähnlich ist. So geht es neun Minuten lang, bevor dann das erste Mal, mit einem überraschend warmen und kräftigen Klang, das Schlagzeug schleppend einsetzt, welches dann die letzten drei Minuten bei konstant bleibender Melodieführung begleitend zu hören ist. Dance of the shadows beginnt schleppend, ein wenig dumpf und mit eingängigen Riffs. Die ruhige Klarheit vom ersten Stück ist einer bedrückenden Stimmung gewichen die jedoch nach einigen Minuten von einem klaren, einige Minuten langen Abschnitt abgelöst wird, in dem wieder eine ruhige Akustikgitarre zu hören ist. Zuweilen kommt hier eine dunkle und kräftige Basslinie deutlich zum Vorschein. Hernach folgt dann wieder der bedrückend schleppende Part vom Anfang. Doch diesmal mündet er kraftvoll in einer rauen, lauten und härter werdenden Passage.
Zügiger, dabei jedoch schleppend beginnt Burned . Die Rhythmik und die Riffs bleiben sehr konstant, nach wenigen Sekunden kommt eine helle aber ruhige Gitarrenmelodie hinzu. Als dann der Gesang einsetzt, der hier eindringlicher und stärker geschrieen wird, hört sich das Ganze stark nach Burzum an. Das letzte Stück What once shined ist das längste und zugleich abwechslungsreichste Stück des Albums. Die ersten Minuten sind langsam und ruhig beschaffen, es sind nur einzelne Akkorde zu hören, die ausklingen bevor nach knapp zweieinhalb Minuten das Schlagzeug hinzukommt. Es dauert dann noch mal etwa anderthalb Minuten, bis es zu weiteren Variationen in der Musik kommt. Plötzlich wird aus den einzelnen Akkorden ein eingängiges grell gefärbtes Riffing, das jedoch noch ruhig bleibt. Das Becken zeigt an, dass der Rhythmus schneller geworden ist. Inferi hat diesen Übergang überaus raffiniert strukturiert und umgesetzt. Beim Hören spürt man förmlich, wie sich in der Musik allmählich etwas Gewaltiges zusammenbraut, dabei wird dies jedoch nur durch die Instrumente angedeutet. Und so ist es dann auch: mit einem schnellen hämmernden Takt bricht es dezidiert eingängig los. Dieses stampfende Getöse wird dann auch bis zum Ende fortgeführt, wobei es zwischendurch eine leichte rhythmische Veränderung gibt.
Shores of sorrow ist ein extrem minimalistisches Werk. Gerade diese strikte minimalistische Auslegung gefällt mir und lässt mich darüber hinwegsehen, dass Inferi in den beiden letzten Stücken zum Teil stark nach Burzum klingt. Shores of sorrow ist kein überragendes Album, doch besteht es aus vier Liedern, die eine trostlose Stimmung und ehrliche, weil einfache Atmosphäre haben. Inferi versucht erst gar nicht, künstlich irgendwelche melancholische Aspekte zu kreieren, die Verzweiflung oder Schmerz ausdrücken sollen. Inferis Form des Black Metals ist unspektakulär, eingängig und auf elementares beschränkt, so wie es das Leben meistens auch ist.
01. To the once so sad world
02. Dance of shadows
03. Burned
04. What once shined
Gorath - The Fourth Era | 2006 | Descent Productions | CD | Black Metal
Mit dem zweiten Album The fourth era höre ich zum ersten Mal etwas von Gorath . Das erste Lied Sagittarius beginnt mit einem klarem und druckvollem Klang, schleppend und kraftvoll. Dabei zaubert Gorath
einfache aber gute und sehr wirksame Riffs aus dem Ärmel. Das Lied
bleibt so beschaulich in seiner ruhigen Rhythmik, Gitarre und Bass sind
zuweilen ziemlich melodisch. Xibalba be führt diese
harmonische Linie zunächst fort, wobei auch hier wieder die
Gitarrenmelodien herausstechen, die diesmal jedoch düsterer sind.
Vereinzelte Riffs erinnern mich stellenweise leicht an neuere Satyricon.
Stilistisch ist Gorath mit The fourth era durchaus dem modernen und progressiven Black Metal zuzuschreiben, allerdings nicht nur, wie es im weiteren Verlauf von Xibalba be
festzustellen gilt. Die anfänglich harmonische und ruhige Struktur wird
von schnellen und eingängigen Strecken abgelöst, die eindeutig dem
tradierten Black Metal entspringen. Anders als etwa Sonic Reign oder
eben auch Satyricon baut die Musik von Gorath nícht ausschließlich auf straffe, harte und technische Strukturen auf. Trotz der modernen Anteile enthält The fourth era ein hohes Maß an atmosphärischen und melodischen Elementen. Dies kommt in Create & renew
sehr gut rüber, einem abwechslungsreich gestalteten Titel, in dem es
sehr kraftvolle und schleppende Parts gibt, aber auch harte und schnelle
Passagen sowie einen wunderbaren ruhigen und klaren Mittelteil,
bestehend aus einer herrlich gespielten Akustikgitarre.
In The fifth birth, einem ebenfalls facettenreichen Stück, kommt zum verzerrten Standardgesang phasenweise klarer Gesang hinzu, welcher mir nicht gefällt und der sich ein wenig nach Solefald anhört. Dies ist schade, denn die instrumentale Umsetzung und strukturelle Beschaffenheit ist sehr gut. Zenith point ist dann härter und technischer, mittelschnell und druckvoll beschaffen. Cosmogenesis scheint vordergründig Zenith point recht ähnlich zu sein. Harte und technische Riffs überwiegen und dazu die mittelschnelle Rhythmik. Doch wenn man genauer hinhört, entdeckt man in bestimmten Passagen sehr detailreiche und leise Melodien die sanft im Hintergrund liegen. Diese Melodien haben etwas sehr mystisches, was mich an Rudra erinnert. Möglicherweise erinnert es mich an Rudra, da Rudra in ihrer Musik starke hinduistische und vedische Einflüsse verarbeiteten. Gorath hingegen widmet sich der Kosmologie, welche durch die Kultur der Mayas inspiriert ist.
The fourth era ist ein solides und anständiges Album, das teilweise sehr erstklassige Momente und Kompositionen besitzt aber auch schwache Phasen zu verzeichnen hat. Letztlich entscheidet hierüber aber wie immer der persönliche Geschmack.
01. Sagittarius
02. Xibalba be
03. Create & renew
04. Descending (The realm)
05. The fifth birth
06. Zenith point
07. Cosmogenesis
08. The astronaut of Palenque
In The fifth birth, einem ebenfalls facettenreichen Stück, kommt zum verzerrten Standardgesang phasenweise klarer Gesang hinzu, welcher mir nicht gefällt und der sich ein wenig nach Solefald anhört. Dies ist schade, denn die instrumentale Umsetzung und strukturelle Beschaffenheit ist sehr gut. Zenith point ist dann härter und technischer, mittelschnell und druckvoll beschaffen. Cosmogenesis scheint vordergründig Zenith point recht ähnlich zu sein. Harte und technische Riffs überwiegen und dazu die mittelschnelle Rhythmik. Doch wenn man genauer hinhört, entdeckt man in bestimmten Passagen sehr detailreiche und leise Melodien die sanft im Hintergrund liegen. Diese Melodien haben etwas sehr mystisches, was mich an Rudra erinnert. Möglicherweise erinnert es mich an Rudra, da Rudra in ihrer Musik starke hinduistische und vedische Einflüsse verarbeiteten. Gorath hingegen widmet sich der Kosmologie, welche durch die Kultur der Mayas inspiriert ist.
The fourth era ist ein solides und anständiges Album, das teilweise sehr erstklassige Momente und Kompositionen besitzt aber auch schwache Phasen zu verzeichnen hat. Letztlich entscheidet hierüber aber wie immer der persönliche Geschmack.
01. Sagittarius
02. Xibalba be
03. Create & renew
04. Descending (The realm)
05. The fifth birth
06. Zenith point
07. Cosmogenesis
08. The astronaut of Palenque
14.09.2006
Urna - Sepulcrum | 2006 | ATMF| CD | Black Funeral Doom Metal
Sepulcrum ist das zweite Album der Italiener Urna. Dennoch höre ich mit dieser CD überhaupt zum ersten Mal etwas von der Existenz Urnas,
was möglicherweise bedauerlich ist. Denn was sich hier auf dem
Silberling vorfindet, ist sehr intensives und obskures Material das man
kaum mit Worten zusammenfassen kann. Im Informationsblatt von ATMF steht
als stilistische Umschreibung „Experimental Funeral Doom Black Metal“,
was zwar ein recht sperriger Begriff ist, die Sache aber gut trifft.
Erwartungsgemäß beginnt Sepulcrum mit Ab vita morte düster und hochgradig langsam. Das Lied steigert sich nach und nach, indem vereinzelte Elemente, etwa langsame wiederkehrende Riffs, lauter werden. Währenddessen ist im Hintergrund ein überaus langsamer und tiefer Gesang zu hören, wobei von Gesang zu sprechen nicht wirklich die Rede sein kann. Es ist vielmehr eine tiefe, dunkel verzerrte Stimme die aus irgendwelchen Abgründen empor schallt. Ab vita morte steigert sich weiter, die Riffs werden schneller sowie kompakter und ein kraftvolles Schlagzeug setzt ein. Nach diesem Einstieg, der durchaus als Funeral Doom durchgeht, kommt eine ruhige Passage die man als Dark Ambient beschreiben kann. Düstere Klänge und Geräusche kreieren eine beklemmende Klangwelt. Nach einigen Minuten geht es in einem hämmernden, schnellen und mechanisch anmutenden Rhythmus weiter, der nach der vorangegangen ruhigen Passage brachial und verstörend rüberkommt. Das nächste Stück Intermezzo I ist ein relativ kurzes Ambient-Stück von trister Einfachheit.
Fundamentum et factum nimmt sehr langsam und schwermütig seinen Lauf. Hierbei ist jedoch der Gesang lauter und nicht mehr ganz so abgründig wie eingangs in Ab vita morte. Zu diesem bleiernen Takt und dem schwelenden Gesang kommen leise und atmosphärische Hintergrundgeräusche hinzu. Obwohl die Musik überhaupt nicht mit Nortt vergleichbar ist, erinnert mich die düstere und kompakte Atmosphäre an das dänische Projekt. Denn Fundamentum et factum ist wegen der zunehmend intensiver werdenden atmosphärischen Klänge, eine ruhige wie auch kraftvolle Komposition, die zum Ende hin lauter, härter und variabler wird.
Nach der zweiten Geräuschpassage Intermezzo II folgt mit Mors imperatrix mundi MMVI ein weiteres obskures Stück, in dem ruhige und atmosphärische Klänge mit langen schleppenden Passagen und schnellen Ausbrüchen kombiniert werden. Nach dem Postludium kommt mit Ego sum ein sehr kraftvolles und gewaltiges Lied, in dem der Gesang am präsentesten ist. Phasenweise wird das Lied eingängig schnell, und zu der bisherigen tiefen Stimme kommt punktuell eine weitere, die verzerrter und bizarrer ist. Darauf folgt Sic juvat ire sub umbras MMVI, ein knapp zehn Minuten langes und sehr stimmungsvolles Ambient-Stück. Abgeschlossen wird Sepulcrum mit dem nachgespielten Beherit-Lied "The gate of Nanna", das im Urna typischen Klanggewand daher kommt und sich wie der Rest des Albums düster und verdammt gut anhört.
Sepulcrum ist mit Sicherhheit keine leicht verdauliche Kost. Sowohl der Klang wie auch die Arrangements werden zuweilen zu kompakt stehenden Wänden, die nur das eine Ziel zu haben scheinen, einfach alles unter sich zu erdrücken. Mir gefällt an Sepulcrum vor allem die Mischung aus langsamen Funeral Doom, den sphärischen Ambientklängen und den vereinzelten harten Ausbrüchen. Das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Elemente sorgt für eine durchgängig bedrohlich obskure und packende Atmosphäre.
01. Ab vita morte (In fidei abitus)
02. Intermezzo I
03. Fundamentum et factum
04. Intermezzo II
05. Mors imperatrix mundi MMVI
06. Postludium
07. Ego sum
08. Sic juvat ire sub umbras MMVI
09. The gate of Nanna (Beherit Cover)
http://www.atmf.net/
Erwartungsgemäß beginnt Sepulcrum mit Ab vita morte düster und hochgradig langsam. Das Lied steigert sich nach und nach, indem vereinzelte Elemente, etwa langsame wiederkehrende Riffs, lauter werden. Währenddessen ist im Hintergrund ein überaus langsamer und tiefer Gesang zu hören, wobei von Gesang zu sprechen nicht wirklich die Rede sein kann. Es ist vielmehr eine tiefe, dunkel verzerrte Stimme die aus irgendwelchen Abgründen empor schallt. Ab vita morte steigert sich weiter, die Riffs werden schneller sowie kompakter und ein kraftvolles Schlagzeug setzt ein. Nach diesem Einstieg, der durchaus als Funeral Doom durchgeht, kommt eine ruhige Passage die man als Dark Ambient beschreiben kann. Düstere Klänge und Geräusche kreieren eine beklemmende Klangwelt. Nach einigen Minuten geht es in einem hämmernden, schnellen und mechanisch anmutenden Rhythmus weiter, der nach der vorangegangen ruhigen Passage brachial und verstörend rüberkommt. Das nächste Stück Intermezzo I ist ein relativ kurzes Ambient-Stück von trister Einfachheit.
Fundamentum et factum nimmt sehr langsam und schwermütig seinen Lauf. Hierbei ist jedoch der Gesang lauter und nicht mehr ganz so abgründig wie eingangs in Ab vita morte. Zu diesem bleiernen Takt und dem schwelenden Gesang kommen leise und atmosphärische Hintergrundgeräusche hinzu. Obwohl die Musik überhaupt nicht mit Nortt vergleichbar ist, erinnert mich die düstere und kompakte Atmosphäre an das dänische Projekt. Denn Fundamentum et factum ist wegen der zunehmend intensiver werdenden atmosphärischen Klänge, eine ruhige wie auch kraftvolle Komposition, die zum Ende hin lauter, härter und variabler wird.
Nach der zweiten Geräuschpassage Intermezzo II folgt mit Mors imperatrix mundi MMVI ein weiteres obskures Stück, in dem ruhige und atmosphärische Klänge mit langen schleppenden Passagen und schnellen Ausbrüchen kombiniert werden. Nach dem Postludium kommt mit Ego sum ein sehr kraftvolles und gewaltiges Lied, in dem der Gesang am präsentesten ist. Phasenweise wird das Lied eingängig schnell, und zu der bisherigen tiefen Stimme kommt punktuell eine weitere, die verzerrter und bizarrer ist. Darauf folgt Sic juvat ire sub umbras MMVI, ein knapp zehn Minuten langes und sehr stimmungsvolles Ambient-Stück. Abgeschlossen wird Sepulcrum mit dem nachgespielten Beherit-Lied "The gate of Nanna", das im Urna typischen Klanggewand daher kommt und sich wie der Rest des Albums düster und verdammt gut anhört.
Sepulcrum ist mit Sicherhheit keine leicht verdauliche Kost. Sowohl der Klang wie auch die Arrangements werden zuweilen zu kompakt stehenden Wänden, die nur das eine Ziel zu haben scheinen, einfach alles unter sich zu erdrücken. Mir gefällt an Sepulcrum vor allem die Mischung aus langsamen Funeral Doom, den sphärischen Ambientklängen und den vereinzelten harten Ausbrüchen. Das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Elemente sorgt für eine durchgängig bedrohlich obskure und packende Atmosphäre.
01. Ab vita morte (In fidei abitus)
02. Intermezzo I
03. Fundamentum et factum
04. Intermezzo II
05. Mors imperatrix mundi MMVI
06. Postludium
07. Ego sum
08. Sic juvat ire sub umbras MMVI
09. The gate of Nanna (Beherit Cover)
http://www.atmf.net/
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