Agrypnie ist das Soloprojekt von Torsten, dem Sänger
Nocte Obductas, die inzwischen als Band nicht mehr existieren. Nacht
einer Split mit Fated gibt es mit F51.4 nun das Debütalbum.
Eingeleitet wird F51.4 mit dem wunderschönen,
atmosphärischen und schwermütigem Intro, in dem eine herrlich, klare
Gitarrenmelodie das Geschehen bestimmt. Atmosphärisch geht es dann auch
in den folgenden Stücken weiter, die sehr vielschichtig konzipiert
wurden und zahlreiche Stimmungsvariationen offenbaren. Dieses nuancierte
Angebot wird vornehmlich durch die exzellente Gitarrenarbeit erzielt,
die sich aus einem breit gefächerten Repertoire speist. Diese klaren,
ruhigen und melancholischen Gitarrenmelodien, die bereits im Intro zu
hören waren, tauchen immer wieder mal in den Liedern auf und verleihen F51.4
eine Tiefe und Ernsthaftigkeit, die nachdenklich stimmt und fesselt.
Aber auch in den vielen schnellen oder schleppenden Passagen wird die
Gitarre nicht weniger eindrucksvoll bedient. Das Riffing ist stets
kraftvoll und mitreißend.
Als besonders gelungen empfinde ich das Lied Kerkerseelenwanderung, in dem Agrypnie
all seine Vorzüge eindrücklich kombiniert und vereint. Das Stück
besteht aus kraftvollen und energischen Passagen, die zweimal von einem
grandios arrangierten und atmosphärischen Part unterbrochen werden.
F51.4 ist ein sehr atmosphärisches Werk, das gänzlich
überzeugt. Sowohl musikalisch als auch von seiner gedanklichen Tiefe in
den Texten, die von Marcel (Nocte Obducta) kommen. Lediglich das
programmierte Schlagzeug wirkt vereinzelt bei den schnellen und
brachialen Einsätzen nicht ganz so glanzvoll, aber dies ist getrost zu
verschmerzen, da diese Momente sehr selten sind und es sich ansonsten
einwandfrei anhört.
01. Intro
02. Und führet mich nicht in Versuchung
03. Auf nackten Korridoren
04. Cogito ergo sum
05. Kerkerseelenwanderung
06. Spiegel?
07. Masken
08. Glas
09. Outro
15.02.2006
11.02.2006
Wolfhetan - Entrückung | 2006 | Irminsul Records | CD | Black Metal
Entrückung scheint die erste Veröffentlichung von Wolfhetan
zu sein. Obwohl auf der Rückseite des Digi-Buches nur vier Lieder
gelistet sind, befinden sich auf der CD selbst sechs Stücke. Die zwei
ungenannten Lieder sind einmal die Einleitung am Anfang von Entrückung
- die instrumental kraftvoll auf das Album einstimmt. Beim Zweiten
handelt es sich um ein kurzes Akustikgitarren-Stück „versteckt“ zwischen
Gandreid und Entrückung.
Nachdem die Einleitung ausgeklungen ist, beginnt Sturmwind ungewöhnlich und überraschend thrashig, was sich aber nach wenigen Takten ändert, von wo an es dann schnell antreibend weiter geht. Dieses thrashige Eingangs-Riff taucht im weiteren Verlauf des Liedes immer wieder mal auf, was dem Ganzen neben der grimmigen Schnelligkeit eine angenehme Würze verleiht. Zwischen den Strophen zeigen sich Wolfhetan durchaus anspruchsvoll und variabel, da sie dort verschiedene langsam gespielte harmonische Arrangements platziert haben. Pfad der Einsamkeit fängt idyllisch an; fließendes Wasser eines Baches ist zu hören bevor das Schlagzeug dann brachial losstürmt und wenig später ein leiser Chor im Hintergrund anfängt zu singen. Bei aller Schnelligkeit die oft auftaucht, geben sich Wolfhetan alles andere als dezidiert eingängig. Sowohl am Schlagzeug als auch an den Gitarren ist man um ein abwechslungsreiches aber ausgewogenes Spiel bemüht, was letztlich auch sehr gut gelungen ist. Auch der überwiegend eher grimmig wirkende Gesang wird an vereinzelten Stellen variiert.
Gandreid wird zwar ebenfalls schnell eingeleitet doch alsbald drosseln Wolfhetan die Geschwindigkeit und es geht langsam aber sehr kraftvoll und vielfältig gestaltet weiter. Zum Schluss wird es wieder sehr schnell und rhythmisch eingängig, die Gitarren werden passend dazu ebenfalls schnell und auf ein paar wenige Riffs reduziert gespielt. Das Ganze ist sehr stimmungsvoll inszeniert und die jeweiligen Übergänge sind flüssig. Zu guter Letzt kommt dann das Titellied Entrückung, welches zugleich auch das mit Abstand längste Lied des Albums ist. Obwohl es hier auch wieder die schnellen harten Strecken gibt, ist Entrückung dennoch ein sehr atmosphärisches Lied da es viele Tempiwechsel gibt; schnelle eingängige Abschnitte die teilweise überaus brutal und aggressiv inszeniert sind, an anderer Stelle aber mit einem klassischen Streichinstrument (ich tippe auf Geige) unterlegt sind. Mitten im Lied taucht dann eine ruhig gespielte Akustikgitarre auf, die den harmonisch melancholischen Teil von Entrückung einleitet.
Mit Entrückung haben Wolfhetan ein in jeder Hinsicht gelungenen Einstand abgeliefert. Sie haben eine eigenständige Mischung aus Schnelligkeit sowie Härte und gefühlvollen harmonischen Elementen geschaffen die sehr hörenswert ist. Zudem stimmt auch alles am Klang, der klar und druckvoll ist aber dabei nicht zu überproduziert und hoch gezüchtet ist. Entrückung wird in einem schön gestalteten, achtseitigen Digi-Buch ausgeliefert.
01. Sturmwind
02. Pfad der Einsamkeit
03. Gandreid
04. Entrückung
Nachdem die Einleitung ausgeklungen ist, beginnt Sturmwind ungewöhnlich und überraschend thrashig, was sich aber nach wenigen Takten ändert, von wo an es dann schnell antreibend weiter geht. Dieses thrashige Eingangs-Riff taucht im weiteren Verlauf des Liedes immer wieder mal auf, was dem Ganzen neben der grimmigen Schnelligkeit eine angenehme Würze verleiht. Zwischen den Strophen zeigen sich Wolfhetan durchaus anspruchsvoll und variabel, da sie dort verschiedene langsam gespielte harmonische Arrangements platziert haben. Pfad der Einsamkeit fängt idyllisch an; fließendes Wasser eines Baches ist zu hören bevor das Schlagzeug dann brachial losstürmt und wenig später ein leiser Chor im Hintergrund anfängt zu singen. Bei aller Schnelligkeit die oft auftaucht, geben sich Wolfhetan alles andere als dezidiert eingängig. Sowohl am Schlagzeug als auch an den Gitarren ist man um ein abwechslungsreiches aber ausgewogenes Spiel bemüht, was letztlich auch sehr gut gelungen ist. Auch der überwiegend eher grimmig wirkende Gesang wird an vereinzelten Stellen variiert.
Gandreid wird zwar ebenfalls schnell eingeleitet doch alsbald drosseln Wolfhetan die Geschwindigkeit und es geht langsam aber sehr kraftvoll und vielfältig gestaltet weiter. Zum Schluss wird es wieder sehr schnell und rhythmisch eingängig, die Gitarren werden passend dazu ebenfalls schnell und auf ein paar wenige Riffs reduziert gespielt. Das Ganze ist sehr stimmungsvoll inszeniert und die jeweiligen Übergänge sind flüssig. Zu guter Letzt kommt dann das Titellied Entrückung, welches zugleich auch das mit Abstand längste Lied des Albums ist. Obwohl es hier auch wieder die schnellen harten Strecken gibt, ist Entrückung dennoch ein sehr atmosphärisches Lied da es viele Tempiwechsel gibt; schnelle eingängige Abschnitte die teilweise überaus brutal und aggressiv inszeniert sind, an anderer Stelle aber mit einem klassischen Streichinstrument (ich tippe auf Geige) unterlegt sind. Mitten im Lied taucht dann eine ruhig gespielte Akustikgitarre auf, die den harmonisch melancholischen Teil von Entrückung einleitet.
Mit Entrückung haben Wolfhetan ein in jeder Hinsicht gelungenen Einstand abgeliefert. Sie haben eine eigenständige Mischung aus Schnelligkeit sowie Härte und gefühlvollen harmonischen Elementen geschaffen die sehr hörenswert ist. Zudem stimmt auch alles am Klang, der klar und druckvoll ist aber dabei nicht zu überproduziert und hoch gezüchtet ist. Entrückung wird in einem schön gestalteten, achtseitigen Digi-Buch ausgeliefert.
01. Sturmwind
02. Pfad der Einsamkeit
03. Gandreid
04. Entrückung
The True Frost - 10 Years Of The True Frost | 2005 | Blut & Eisen Productions | Vinyl | Black Metal
Zum Ende von Frost gibt es nun diese Kompilation aus
der zehnjährigen Bandhistorie. Das Besondere an dieser Zusammenstellung
ist weder ihre Existenz noch der Status als letzte Veröffentlichung,
sondern die Tatsache, dass nicht die vermeintlich „besten“ Frost-Lieder
zusammengetragen worden sind sondern stattdessen unveröffentlichte und
seltene Aufnahmen ihren Weg aufs Vinyl fanden.
Zu den bisher unveröffentlichten Titeln gehören Nacht der fliegenden Schatten, Unleash the beast, das nachgespielte Lied von Impaled Nazarene und die Liveaufnahme von Wolfszeit. Nacht der fliegenden Schatten ist ein Frost-Stück das gut auf einem der beiden Alben seinen Platz gefunden hätte. Mein persönlicher Höhepunkt von 10 years of True Frost ist allerdings Wolfszeit, live gespielt, irgendwann 2002. Der Klang ist zwar – wie zu erwarten – nicht besonders gut, die Gitarre hätte differenzierter abgemischt werden können, das Schlagzeug geht zu sehr unter aber dennoch hat dieses Livelied das gewisse Etwas, eine spezielle Atmosphäre die ich an Frost immer sehr geschätzt habe. Diese Atmosphäre fehlt weitgehend bei den anderen Stücken auf dieser Platte, was, wie gesagt daran liegt, kein „Best of“ vor sich zu haben.
Dennoch ist 10 years of True Frost einen Kauf alle mal wert. So ist An die Elemente – ursprünglich vom zweiten Demo In the gleam of a morbid fullmoon – nicht die Originalversion von 1997 sondern die neu eingespielte Fassung für ein Rehearsal Tape aus dem Jahre 2000 . Mit den anderen Liedern verhält es sich ähnlich. Es gibt wohl kaum jemanden, der all die Frost-Veröffentlichungen in seinem Besitz hat. Zudem kommt das Vinyl in einem schön gestalteten Gatefold-Cover und bietet neben den Texten weitere wissenswerte Informationen.
01. Nacht der fliegenden Schatten
02. Unleash the beast
03. The horny and the horned (Impaled Nazarene Cover)
04. Fluch der schwarzen Sonne
05. Terror, Tod und Teufel (Priestermord Cover)
06. Wolfszeit (Live)
07. Curse of the dread gate
08. Das letzte Licht
09. An die Elemente
10. Tenebrae omnia vincit
Zu den bisher unveröffentlichten Titeln gehören Nacht der fliegenden Schatten, Unleash the beast, das nachgespielte Lied von Impaled Nazarene und die Liveaufnahme von Wolfszeit. Nacht der fliegenden Schatten ist ein Frost-Stück das gut auf einem der beiden Alben seinen Platz gefunden hätte. Mein persönlicher Höhepunkt von 10 years of True Frost ist allerdings Wolfszeit, live gespielt, irgendwann 2002. Der Klang ist zwar – wie zu erwarten – nicht besonders gut, die Gitarre hätte differenzierter abgemischt werden können, das Schlagzeug geht zu sehr unter aber dennoch hat dieses Livelied das gewisse Etwas, eine spezielle Atmosphäre die ich an Frost immer sehr geschätzt habe. Diese Atmosphäre fehlt weitgehend bei den anderen Stücken auf dieser Platte, was, wie gesagt daran liegt, kein „Best of“ vor sich zu haben.
Dennoch ist 10 years of True Frost einen Kauf alle mal wert. So ist An die Elemente – ursprünglich vom zweiten Demo In the gleam of a morbid fullmoon – nicht die Originalversion von 1997 sondern die neu eingespielte Fassung für ein Rehearsal Tape aus dem Jahre 2000 . Mit den anderen Liedern verhält es sich ähnlich. Es gibt wohl kaum jemanden, der all die Frost-Veröffentlichungen in seinem Besitz hat. Zudem kommt das Vinyl in einem schön gestalteten Gatefold-Cover und bietet neben den Texten weitere wissenswerte Informationen.
01. Nacht der fliegenden Schatten
02. Unleash the beast
03. The horny and the horned (Impaled Nazarene Cover)
04. Fluch der schwarzen Sonne
05. Terror, Tod und Teufel (Priestermord Cover)
06. Wolfszeit (Live)
07. Curse of the dread gate
08. Das letzte Licht
09. An die Elemente
10. Tenebrae omnia vincit
09.02.2006
Nortt - Ligfærd | 2006 | Total Holocaust Records | CD | Black Metal / Funeral Doom
Mit Ligfærd haben Nortt nun den Nachfolger zu Gudsforladt
veröffentlicht. Nennenswerte stilistische Veränderungen sind nicht zu
verbuchen doch wenn man ins Detail geht, unterscheidet sich das neue
Album durchaus vom Vorgänger. Natürlich zelebrieren Nortt nach wie vor diesen extrem langsamen, schweren und düsteren „Funeral Doom Black Metal“. Ligfærd ist jedoch glatter und homogener ausgefallen, es ist nicht mehr ganz so schwer, dunkel und depressiv wie es Gudsforladt
war. Dies liegt aber nicht einzig und allein an der Beschaffenheit des
Materials sondern auch am Klang, der sauberer und klarerer ausgefallen
ist. Die Gitarren sind nicht mehr so rau und präsent, stehen jetzt mehr
im Hintergrund und auch das Schlagzeug wurde entschärft.
Musikalisch kommen wieder lange, langsame Klanglandschaften zum Tragen die durch die Beharrlichkeit der Langsamkeit teilweise sehr beklemmend und bedrückend werden. Dies wird vor allem durch die Gitarren erzielt, die neben diesen verzerrten Zeitlupen-Riffs, klare und sehr düstere und melancholische Melodien spielen die einen gefangen nehmen und entführen.
Im Schnitt sind die Lieder auf Ligfærd länger als auf Gudsforladt; sie sind auch sphärischer, da Nortt auf dem neuen Werk mehr mit instrumentalen Passagen und Klängen arbeiten, die etwa aus Windgeräuschen oder eben sphärischen Klangfolgen bestehen.
Ligfærd ist an sich nicht schlecht und wenn man es für sich genommen anhört, weiß es auch zu gefallen und zu überzeugen doch im direkten Vergleich zum Vorgänger kann es nicht bestehen. Ligfærd ist mir dafür zu entschärft und geglättet, es fehlt die Eindringlichkeit und Rohheit die es auf Gudsforladt noch gab.
01. Gudsforladt
02. Ligprædike
03. Vanhellig
04. Tilforn tid
05. Dødsrune
06. Ligfærd
Musikalisch kommen wieder lange, langsame Klanglandschaften zum Tragen die durch die Beharrlichkeit der Langsamkeit teilweise sehr beklemmend und bedrückend werden. Dies wird vor allem durch die Gitarren erzielt, die neben diesen verzerrten Zeitlupen-Riffs, klare und sehr düstere und melancholische Melodien spielen die einen gefangen nehmen und entführen.
Im Schnitt sind die Lieder auf Ligfærd länger als auf Gudsforladt; sie sind auch sphärischer, da Nortt auf dem neuen Werk mehr mit instrumentalen Passagen und Klängen arbeiten, die etwa aus Windgeräuschen oder eben sphärischen Klangfolgen bestehen.
Ligfærd ist an sich nicht schlecht und wenn man es für sich genommen anhört, weiß es auch zu gefallen und zu überzeugen doch im direkten Vergleich zum Vorgänger kann es nicht bestehen. Ligfærd ist mir dafür zu entschärft und geglättet, es fehlt die Eindringlichkeit und Rohheit die es auf Gudsforladt noch gab.
01. Gudsforladt
02. Ligprædike
03. Vanhellig
04. Tilforn tid
05. Dødsrune
06. Ligfærd
07.02.2006
SLIDHR - DEMO 2006 | VERÖFFENTLICHT: 2006 | PLATTENFIRMA: DEBEMUR MORTI PRODUCTIONS
Demo 2006 ist die erste Veröffentlichung von Slidhr,
einem Einmann-Projekt aus Irland. So schlicht und präzise der Titel
ist, so intensiv und überzeugend sind die drei enthaltenen Titel. Dem
ersten Augenschein nach sind sich alle drei Lieder recht ähnlich, da die
Grundstruktur des Materials schnell, eingängig und mit dunklem Riffing
unterlegt ist. Erst beim genaueren Hinhören im jeweiligen Lied
offenbaren sich die Variationen, wie auch die atmosphärischen Einlagen
und Breaks.
Sehr grimmig, rau und antreibend beginnt das Demo mit dem ersten Lied The serpent's hold. Als erstes ist ein gequälter Schrei zu hören, mit dem fast zeitgleich ein langer, schneller und eingängiger Part einsetzt. Trotz der Geschwindigkeit entsteht keine profane Brachialität. Stattdessen ist es vielmehr dunkel und bedrohlich, was sowohl am rauen und ruhigen Gesang wie auch am Riffing liegt, das bedrückende Wände zu schaffen scheint. Auf diesen ersten schnellen Part folgt ein schleppender, welcher mit guten und düsteren Melodien und ebenfalls qualvollen Schreien ausgekleidet ist.
Ebenfalls schnell und antreibend beginnt Horn of ruin. Doch schon recht bald geht das Ganze in eine kraftvolle, mittelschnelle und stampfende Passage über, die vor allem durch das einfache aber gute Riffing auffällt. Hiernach wechseln sich eingängig schnelle und kraftvollere Abschnitte ab, die jedoch immer die rohe und bedrückende Atmosphäre aufrecht erhalten. Am Ende gibt es sogar eine kurze, leicht harmonische Einlage, bestehend aus ruhigen düsteren Melodien und einem sehr leisen und sanften Chorgesang.
Das dritte und letzte Stück Scorn of the old ghost ist bis auf das Ende ein durchgängig schnelles Stück, welches sehr antreibend ist und durch schnelles abwechslungsreiches Riffing auffällt. Das Ende ist dann ruhig und sehr düster gestaltet. Es beinhaltet langsame, obskure und beklemmende Melodien und leises, ebenfalls finstres, Geflüster.
Mit Demo 2006 ist Slidhr ein wahrlich gelungener Einstand geglückt. Das Material weiß in jeder Hinsicht zu überzeugen und darüber hinaus ist auch der Klang für eine Demokassette sehr gut gelungen. Wer schnellen Black Metal mit guten, düsteren Anleihen mag, sollte Slidhr in jedem Falle eine Chance geben, da sich das Demo nicht nur gut anhört, sondern auch als eigenständig erweist.
01. The serpent's hold
02. Horn of ruin
03. Scorn of the old ghost
Sehr grimmig, rau und antreibend beginnt das Demo mit dem ersten Lied The serpent's hold. Als erstes ist ein gequälter Schrei zu hören, mit dem fast zeitgleich ein langer, schneller und eingängiger Part einsetzt. Trotz der Geschwindigkeit entsteht keine profane Brachialität. Stattdessen ist es vielmehr dunkel und bedrohlich, was sowohl am rauen und ruhigen Gesang wie auch am Riffing liegt, das bedrückende Wände zu schaffen scheint. Auf diesen ersten schnellen Part folgt ein schleppender, welcher mit guten und düsteren Melodien und ebenfalls qualvollen Schreien ausgekleidet ist.
Ebenfalls schnell und antreibend beginnt Horn of ruin. Doch schon recht bald geht das Ganze in eine kraftvolle, mittelschnelle und stampfende Passage über, die vor allem durch das einfache aber gute Riffing auffällt. Hiernach wechseln sich eingängig schnelle und kraftvollere Abschnitte ab, die jedoch immer die rohe und bedrückende Atmosphäre aufrecht erhalten. Am Ende gibt es sogar eine kurze, leicht harmonische Einlage, bestehend aus ruhigen düsteren Melodien und einem sehr leisen und sanften Chorgesang.
Das dritte und letzte Stück Scorn of the old ghost ist bis auf das Ende ein durchgängig schnelles Stück, welches sehr antreibend ist und durch schnelles abwechslungsreiches Riffing auffällt. Das Ende ist dann ruhig und sehr düster gestaltet. Es beinhaltet langsame, obskure und beklemmende Melodien und leises, ebenfalls finstres, Geflüster.
Mit Demo 2006 ist Slidhr ein wahrlich gelungener Einstand geglückt. Das Material weiß in jeder Hinsicht zu überzeugen und darüber hinaus ist auch der Klang für eine Demokassette sehr gut gelungen. Wer schnellen Black Metal mit guten, düsteren Anleihen mag, sollte Slidhr in jedem Falle eine Chance geben, da sich das Demo nicht nur gut anhört, sondern auch als eigenständig erweist.
01. The serpent's hold
02. Horn of ruin
03. Scorn of the old ghost
Stormnatt - Resurrection Ov The Kult | 2005 | Eichenlaub Propaganda | Kassette | Black Metal
Wer die Funeral apocalypse noch im Ohr hat, der dürfte zunächst
vermutlich ein wenig überrascht sein wenn er sich das aktuelle Demo
(bzw. Kassettenalbum) anhört. Denn die Veränderungen respektive die
Entwicklung von Stormnatt ist einfach nicht zu
überhören. In allen Bereichen hat sich bei den Österreichern etwas
getan. Das Material ist abwechslungsreicher, der Gesang weniger dunkel
und grimmig und auch der Klang macht einen klareren und sauberen
Eindruck als vor zwei Jahren beim ersten Demo. Wer nun mechanisch denkt,
Resurrection ov the kult könne man getrost vergessen, der hat weit gefehlt.
Stormnatt präsentieren sich ebenso antreibend und zuweilen auch eingängig wie auf Funeral apocalpyse, allerdings wirken die neuen Lieder frischer, was einerseits am besseren Klang liegt, andererseits fällt das grimmige Knurren weg und die Technik an den Gitarren ist hörbar besser geworden. Nach wie vor spielen Stormnatt herrliche Gitarrenmelodien, jedoch sind sie bei weitem nicht mehr so düster und bedrückend. Wie gesagt, Resurrection ov the kult wirkt frischer und flotter. Nicht nur wegen der besseren instrumentalen Umsetzung sondern auch wegen der differenzierteren und verfeinerten Strukturen. Neben schnellen eingängigen Takten gibt es auch verschiedene stampfende und ruhigere Rhythmen die Stormnatt geschickt in die Lieder eingearbeitet haben und zu denen eindringlich die Gitarren oder auch mal quälende Schreie zu hören sind.
Auch mit ihrem zweiten Streich können Stormnatt begeistern und sie haben die zwei Jahre zwischen den beiden Veröffentlichungen gut genutzt, Stärken zu festigen und Schwächen auszubügeln.
Die Kassettenversion von Eichenlaub Propaganda ist auf 200 Kopien limitiert, demnächst ist aber einer CD sowie Vinyl Version über Ashen Productions geplant.
01. Introduction
02. Resurrection ov the kult
03. Within the void of existence
04. The black katharsis
05. Upon the shores of solitude Pt. II
06. The decay of time and life
Stormnatt präsentieren sich ebenso antreibend und zuweilen auch eingängig wie auf Funeral apocalpyse, allerdings wirken die neuen Lieder frischer, was einerseits am besseren Klang liegt, andererseits fällt das grimmige Knurren weg und die Technik an den Gitarren ist hörbar besser geworden. Nach wie vor spielen Stormnatt herrliche Gitarrenmelodien, jedoch sind sie bei weitem nicht mehr so düster und bedrückend. Wie gesagt, Resurrection ov the kult wirkt frischer und flotter. Nicht nur wegen der besseren instrumentalen Umsetzung sondern auch wegen der differenzierteren und verfeinerten Strukturen. Neben schnellen eingängigen Takten gibt es auch verschiedene stampfende und ruhigere Rhythmen die Stormnatt geschickt in die Lieder eingearbeitet haben und zu denen eindringlich die Gitarren oder auch mal quälende Schreie zu hören sind.
Auch mit ihrem zweiten Streich können Stormnatt begeistern und sie haben die zwei Jahre zwischen den beiden Veröffentlichungen gut genutzt, Stärken zu festigen und Schwächen auszubügeln.
Die Kassettenversion von Eichenlaub Propaganda ist auf 200 Kopien limitiert, demnächst ist aber einer CD sowie Vinyl Version über Ashen Productions geplant.
01. Introduction
02. Resurrection ov the kult
03. Within the void of existence
04. The black katharsis
05. Upon the shores of solitude Pt. II
06. The decay of time and life
DIE TOTEN KEHREN WIEDER MIT DEM WIND - AM UFER DES SEES
| Am Ufer des Sees CDR | 2005 | Saturnine Society |
Die zum Teil simpel gestrickten Strukturen zehren vollständig von den Gitarren und dem Gesang, welche beide die Eckpfeiler des Albums sind, da Die Toten kehren wieder mit dem Wind jegliche Dynamik, Abwechslung und Atmosphäre aus ihnen beziehen. Die Arrangements an den Gitarren sind dabei naturgemäß sehr präsent und abwechslungsreich obgleich sie nahezu durchgehend konstant, melancholische traurige Melodien spielen. Selbst bei schnelleren und härteren Gangarten schaffen es Die Toten kehren wieder mit dem Wind ihre Gitarren trotzdem nachdenklich, in sich gekehrt oder eben traurig klingen zu lassen. Durch diese spezielle Komponente der Gitarrenarbeit sowie dem sehr verzerrten Gesang wird eine vereinnahmende Atmosphäre erschaffen.
Strukturell deckt Am Ufer des Sees eine breite kompositorische Palette ab. Es gibt eingängig antreibende Strecken mit teilweise eindringlich aggressiven und gequälten Anteilen; auch wenn diese im Verhältnis zur atmosphärischen Komponente allerdings gering ausfallen. Daneben stehen die vielen unterschiedlichen melodischen und harmonischen Arrangements, die sich in langsamen, mittelschnellen und schleppenden Variationen äußern. Einziges Manko hierbei ist das Schlagzeug, das zwar sehr kraftvoll mitten im Geschehen steht doch oft etwas ideenlos wirkt und manchmal sogar ein wenig zu laut abgemischt wurde. Mich persönlich stört dies jedoch nicht, da mich vor allem die atmosphärischen und melodischen Facetten begeistern.
Am Ufer des Sees ist in jedem Fall eine sehr interessante und eigenständige Veröffentlichung, die sowohl hervorragende Kompositionen wie auch schwache vor allem langatmige Strecken besitzt. Nichts desto trotz können mich Die Toten kehren wieder mit dem Wind hiermit begeistern; vielleicht auch deshalb, weil es ein Album mit Ecken und Kanten ist und dadurch persönlicher wird.
9,5/10
Aceust
01. ...als ich noch glaubte zu wissen, auf welchen Bahnen der Mond seine Kreise zieht...
02. An den schwarzen Wassern
03. Das Lachen der lebenden Toten
04. Menschwerdung / Staubäonen
05. Das kalte Grab
06. Das Lied der gefällten Weiden
| Am Ufer des Sees (Kassette) | 2008 | Karge Welten |
Am Ufer des Sees ist für mich ein nahezu formvollendetes Meisterwerk, welches trotz seiner Rauheit überragend mit Stimmungen, Atmosphären, Harmonien und Melodien spielt. Es gibt sanfte, liebliche und malerische Arrangements aber ebenso auch dunkele und bedrohliche Passagen, die einen sofort in einem tiefen Graben, gefüllt aus erstickender Traurigkeit, ertränken.
Am Ufer des Sees ist ein überwältigendes Meisterwerk, das für mich zur unangefochtenen Referenz geworden ist. Deshalb vergebe ich hier erstmals 9,5 Punkte, wobei es für mich gefühlte 10 Punkte sind, doch wirkliche, vom Menschen gemachte Perfektion, gibt es nicht.
| Am Ufer des Sees (Vinyl) | 2011 | None Shall Defy |
Am Ufer des Sees, das großartige Album von Die Toten kehren wieder mit dem Wind erhielt nun eine schicke Vinyl-Wiederveröffentlichung. Das Vinyl kommt ohne Bonusstücke aus und ist auf 300 Stück limitiert. Die dreiseitigen LPs kommen im dicken Naturkaton, mit 8-seitigem Booklet mit Naturphotos und Texten. Wer es bisher versäumte, sich diesen wunderbaren Klassiker zu sichern, sollte also schnell sein, 300 Kopien können schnell vergriffen sein!
06.02.2006
Marblebog - Forestheart | 2006 | Tanhu Records / Stunde des Ideals | CD | Black Metal
Bereits 2004 auf Kassette veröffentlicht, wurde Forestheart ein Jahr später noch mal auf CD herausgebracht. Dies war eine gute Entscheidung, denn mit dem zweiten Album knüpfen Marblebog genau da an, wo Csendhajnal endete: kalter, rauer und sehr atmosphärischer Black Metal. Wobei Forestheart in
mehrerlei Hinsicht um einiges besser ist als sein Vorgänger. Einerseits
ist der Klang differenzierter, kräftiger und klarer andererseits wurde
auf die instrumentalen Ambientstücke verzichtet, wenn man mal vom In-
und Outro absieht. So vereint Forestheart quasi alle Vorzüge von Csendhajnal und führt sie fort.
Die Lieder sind alle im typischen Stile Marblebogs, lange zumeist langsame Strecken durchzogen von sehr eindringlichen Gitarrenmelodien und dem intensiven und sehr gefühlvollen Gesang, der zuweilen so innig ist dass er das Knochenmark zu erschüttern vermag. Es war schon bei Csendhajnal und auch auf der Split-Kassette mit Hunok klar, dass Marblebog ganz eindeutig zu den besseren Vertretern dieser düsteren und melancholischen Fraktion gehören. Es ist einfach unbeschreiblich, wie sehr die – einfachen aber wirksamen – Arrangements zu berühren und erschüttern vermögen. So ist es beispielsweise beim zweiten Stück I am the forest heart, welches überschaubar strukturiert ist, einem Wechsel von langsamen schleppenden, klaren akustischen Passagen und eingängig stampfenden Rhythmen unterworfen ist. Allein schon die einfachen aber sehr eindringlichen Riffs und Melodien sind sensationell. So erstklassig bleibt es auch im weiteren Verlauf von Forestheart. Mit A tempest never calming down folgt ein zunächst schnelles, stampfendes Stück das vor allem durch den Gesang zum Teil äußerst aggressive Formen annimmt. Die nächsten beiden Titel Flame of wisdom und Howling of purity gehen wieder in die kalte, düstere Richtung von I am the forest heart.
Forestheart ist in technischer Hinsicht ein relativ einfaches Werk, doch was die dichte Atmosphäre und die Melodien angeht, ist es für ein wahres Meisterwerk.
01. Opening
02. I am the forest heart
03. A tempest never calming down
04. Flame of wisdom
05. Howling of purity
06. Closing
Die Lieder sind alle im typischen Stile Marblebogs, lange zumeist langsame Strecken durchzogen von sehr eindringlichen Gitarrenmelodien und dem intensiven und sehr gefühlvollen Gesang, der zuweilen so innig ist dass er das Knochenmark zu erschüttern vermag. Es war schon bei Csendhajnal und auch auf der Split-Kassette mit Hunok klar, dass Marblebog ganz eindeutig zu den besseren Vertretern dieser düsteren und melancholischen Fraktion gehören. Es ist einfach unbeschreiblich, wie sehr die – einfachen aber wirksamen – Arrangements zu berühren und erschüttern vermögen. So ist es beispielsweise beim zweiten Stück I am the forest heart, welches überschaubar strukturiert ist, einem Wechsel von langsamen schleppenden, klaren akustischen Passagen und eingängig stampfenden Rhythmen unterworfen ist. Allein schon die einfachen aber sehr eindringlichen Riffs und Melodien sind sensationell. So erstklassig bleibt es auch im weiteren Verlauf von Forestheart. Mit A tempest never calming down folgt ein zunächst schnelles, stampfendes Stück das vor allem durch den Gesang zum Teil äußerst aggressive Formen annimmt. Die nächsten beiden Titel Flame of wisdom und Howling of purity gehen wieder in die kalte, düstere Richtung von I am the forest heart.
Forestheart ist in technischer Hinsicht ein relativ einfaches Werk, doch was die dichte Atmosphäre und die Melodien angeht, ist es für ein wahres Meisterwerk.
01. Opening
02. I am the forest heart
03. A tempest never calming down
04. Flame of wisdom
05. Howling of purity
06. Closing
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