Demo 2006 ist die erste Veröffentlichung von Slidhr,
einem Einmann-Projekt aus Irland. So schlicht und präzise der Titel
ist, so intensiv und überzeugend sind die drei enthaltenen Titel. Dem
ersten Augenschein nach sind sich alle drei Lieder recht ähnlich, da die
Grundstruktur des Materials schnell, eingängig und mit dunklem Riffing
unterlegt ist. Erst beim genaueren Hinhören im jeweiligen Lied
offenbaren sich die Variationen, wie auch die atmosphärischen Einlagen
und Breaks.
Sehr grimmig, rau und antreibend beginnt das Demo mit dem ersten Lied The serpent's hold.
Als erstes ist ein gequälter Schrei zu hören, mit dem fast zeitgleich
ein langer, schneller und eingängiger Part einsetzt. Trotz der
Geschwindigkeit entsteht keine profane Brachialität. Stattdessen ist es
vielmehr dunkel und bedrohlich, was sowohl am rauen und ruhigen Gesang
wie auch am Riffing liegt, das bedrückende Wände zu schaffen scheint.
Auf diesen ersten schnellen Part folgt ein schleppender, welcher mit
guten und düsteren Melodien und ebenfalls qualvollen Schreien
ausgekleidet ist.
Ebenfalls schnell und antreibend beginnt Horn of ruin.
Doch schon recht bald geht das Ganze in eine kraftvolle, mittelschnelle
und stampfende Passage über, die vor allem durch das einfache aber gute
Riffing auffällt. Hiernach wechseln sich eingängig schnelle und
kraftvollere Abschnitte ab, die jedoch immer die rohe und bedrückende
Atmosphäre aufrecht erhalten. Am Ende gibt es sogar eine kurze, leicht
harmonische Einlage, bestehend aus ruhigen düsteren Melodien und einem
sehr leisen und sanften Chorgesang.
Das dritte und letzte Stück Scorn of the old ghost ist
bis auf das Ende ein durchgängig schnelles Stück, welches sehr
antreibend ist und durch schnelles abwechslungsreiches Riffing auffällt.
Das Ende ist dann ruhig und sehr düster gestaltet. Es beinhaltet
langsame, obskure und beklemmende Melodien und leises, ebenfalls
finstres, Geflüster.
Mit Demo 2006 ist Slidhr ein wahrlich
gelungener Einstand geglückt. Das Material weiß in jeder Hinsicht zu
überzeugen und darüber hinaus ist auch der Klang für eine Demokassette
sehr gut gelungen. Wer schnellen Black Metal mit guten, düsteren
Anleihen mag, sollte Slidhr in jedem Falle eine Chance geben, da sich das Demo nicht nur gut anhört, sondern auch als eigenständig erweist.
01. The serpent's hold
02. Horn of ruin
03. Scorn of the old ghost
07.02.2006
Stormnatt - Resurrection Ov The Kult | 2005 | Eichenlaub Propaganda | Kassette | Black Metal
Wer die Funeral apocalypse noch im Ohr hat, der dürfte zunächst
vermutlich ein wenig überrascht sein wenn er sich das aktuelle Demo
(bzw. Kassettenalbum) anhört. Denn die Veränderungen respektive die
Entwicklung von Stormnatt ist einfach nicht zu
überhören. In allen Bereichen hat sich bei den Österreichern etwas
getan. Das Material ist abwechslungsreicher, der Gesang weniger dunkel
und grimmig und auch der Klang macht einen klareren und sauberen
Eindruck als vor zwei Jahren beim ersten Demo. Wer nun mechanisch denkt,
Resurrection ov the kult könne man getrost vergessen, der hat weit gefehlt.
Stormnatt präsentieren sich ebenso antreibend und zuweilen auch eingängig wie auf Funeral apocalpyse, allerdings wirken die neuen Lieder frischer, was einerseits am besseren Klang liegt, andererseits fällt das grimmige Knurren weg und die Technik an den Gitarren ist hörbar besser geworden. Nach wie vor spielen Stormnatt herrliche Gitarrenmelodien, jedoch sind sie bei weitem nicht mehr so düster und bedrückend. Wie gesagt, Resurrection ov the kult wirkt frischer und flotter. Nicht nur wegen der besseren instrumentalen Umsetzung sondern auch wegen der differenzierteren und verfeinerten Strukturen. Neben schnellen eingängigen Takten gibt es auch verschiedene stampfende und ruhigere Rhythmen die Stormnatt geschickt in die Lieder eingearbeitet haben und zu denen eindringlich die Gitarren oder auch mal quälende Schreie zu hören sind.
Auch mit ihrem zweiten Streich können Stormnatt begeistern und sie haben die zwei Jahre zwischen den beiden Veröffentlichungen gut genutzt, Stärken zu festigen und Schwächen auszubügeln.
Die Kassettenversion von Eichenlaub Propaganda ist auf 200 Kopien limitiert, demnächst ist aber einer CD sowie Vinyl Version über Ashen Productions geplant.
01. Introduction
02. Resurrection ov the kult
03. Within the void of existence
04. The black katharsis
05. Upon the shores of solitude Pt. II
06. The decay of time and life
Stormnatt präsentieren sich ebenso antreibend und zuweilen auch eingängig wie auf Funeral apocalpyse, allerdings wirken die neuen Lieder frischer, was einerseits am besseren Klang liegt, andererseits fällt das grimmige Knurren weg und die Technik an den Gitarren ist hörbar besser geworden. Nach wie vor spielen Stormnatt herrliche Gitarrenmelodien, jedoch sind sie bei weitem nicht mehr so düster und bedrückend. Wie gesagt, Resurrection ov the kult wirkt frischer und flotter. Nicht nur wegen der besseren instrumentalen Umsetzung sondern auch wegen der differenzierteren und verfeinerten Strukturen. Neben schnellen eingängigen Takten gibt es auch verschiedene stampfende und ruhigere Rhythmen die Stormnatt geschickt in die Lieder eingearbeitet haben und zu denen eindringlich die Gitarren oder auch mal quälende Schreie zu hören sind.
Auch mit ihrem zweiten Streich können Stormnatt begeistern und sie haben die zwei Jahre zwischen den beiden Veröffentlichungen gut genutzt, Stärken zu festigen und Schwächen auszubügeln.
Die Kassettenversion von Eichenlaub Propaganda ist auf 200 Kopien limitiert, demnächst ist aber einer CD sowie Vinyl Version über Ashen Productions geplant.
01. Introduction
02. Resurrection ov the kult
03. Within the void of existence
04. The black katharsis
05. Upon the shores of solitude Pt. II
06. The decay of time and life
DIE TOTEN KEHREN WIEDER MIT DEM WIND - AM UFER DES SEES
| Am Ufer des Sees CDR | 2005 | Saturnine Society |
Die zum Teil simpel gestrickten Strukturen zehren vollständig von den Gitarren und dem Gesang, welche beide die Eckpfeiler des Albums sind, da Die Toten kehren wieder mit dem Wind jegliche Dynamik, Abwechslung und Atmosphäre aus ihnen beziehen. Die Arrangements an den Gitarren sind dabei naturgemäß sehr präsent und abwechslungsreich obgleich sie nahezu durchgehend konstant, melancholische traurige Melodien spielen. Selbst bei schnelleren und härteren Gangarten schaffen es Die Toten kehren wieder mit dem Wind ihre Gitarren trotzdem nachdenklich, in sich gekehrt oder eben traurig klingen zu lassen. Durch diese spezielle Komponente der Gitarrenarbeit sowie dem sehr verzerrten Gesang wird eine vereinnahmende Atmosphäre erschaffen.
Strukturell deckt Am Ufer des Sees eine breite kompositorische Palette ab. Es gibt eingängig antreibende Strecken mit teilweise eindringlich aggressiven und gequälten Anteilen; auch wenn diese im Verhältnis zur atmosphärischen Komponente allerdings gering ausfallen. Daneben stehen die vielen unterschiedlichen melodischen und harmonischen Arrangements, die sich in langsamen, mittelschnellen und schleppenden Variationen äußern. Einziges Manko hierbei ist das Schlagzeug, das zwar sehr kraftvoll mitten im Geschehen steht doch oft etwas ideenlos wirkt und manchmal sogar ein wenig zu laut abgemischt wurde. Mich persönlich stört dies jedoch nicht, da mich vor allem die atmosphärischen und melodischen Facetten begeistern.
Am Ufer des Sees ist in jedem Fall eine sehr interessante und eigenständige Veröffentlichung, die sowohl hervorragende Kompositionen wie auch schwache vor allem langatmige Strecken besitzt. Nichts desto trotz können mich Die Toten kehren wieder mit dem Wind hiermit begeistern; vielleicht auch deshalb, weil es ein Album mit Ecken und Kanten ist und dadurch persönlicher wird.
9,5/10
Aceust
01. ...als ich noch glaubte zu wissen, auf welchen Bahnen der Mond seine Kreise zieht...
02. An den schwarzen Wassern
03. Das Lachen der lebenden Toten
04. Menschwerdung / Staubäonen
05. Das kalte Grab
06. Das Lied der gefällten Weiden
| Am Ufer des Sees (Kassette) | 2008 | Karge Welten |
Am Ufer des Sees ist für mich ein nahezu formvollendetes Meisterwerk, welches trotz seiner Rauheit überragend mit Stimmungen, Atmosphären, Harmonien und Melodien spielt. Es gibt sanfte, liebliche und malerische Arrangements aber ebenso auch dunkele und bedrohliche Passagen, die einen sofort in einem tiefen Graben, gefüllt aus erstickender Traurigkeit, ertränken.
Am Ufer des Sees ist ein überwältigendes Meisterwerk, das für mich zur unangefochtenen Referenz geworden ist. Deshalb vergebe ich hier erstmals 9,5 Punkte, wobei es für mich gefühlte 10 Punkte sind, doch wirkliche, vom Menschen gemachte Perfektion, gibt es nicht.
| Am Ufer des Sees (Vinyl) | 2011 | None Shall Defy |
Am Ufer des Sees, das großartige Album von Die Toten kehren wieder mit dem Wind erhielt nun eine schicke Vinyl-Wiederveröffentlichung. Das Vinyl kommt ohne Bonusstücke aus und ist auf 300 Stück limitiert. Die dreiseitigen LPs kommen im dicken Naturkaton, mit 8-seitigem Booklet mit Naturphotos und Texten. Wer es bisher versäumte, sich diesen wunderbaren Klassiker zu sichern, sollte also schnell sein, 300 Kopien können schnell vergriffen sein!
06.02.2006
Marblebog - Forestheart | 2006 | Tanhu Records / Stunde des Ideals | CD | Black Metal
Bereits 2004 auf Kassette veröffentlicht, wurde Forestheart ein Jahr später noch mal auf CD herausgebracht. Dies war eine gute Entscheidung, denn mit dem zweiten Album knüpfen Marblebog genau da an, wo Csendhajnal endete: kalter, rauer und sehr atmosphärischer Black Metal. Wobei Forestheart in
mehrerlei Hinsicht um einiges besser ist als sein Vorgänger. Einerseits
ist der Klang differenzierter, kräftiger und klarer andererseits wurde
auf die instrumentalen Ambientstücke verzichtet, wenn man mal vom In-
und Outro absieht. So vereint Forestheart quasi alle Vorzüge von Csendhajnal und führt sie fort.
Die Lieder sind alle im typischen Stile Marblebogs, lange zumeist langsame Strecken durchzogen von sehr eindringlichen Gitarrenmelodien und dem intensiven und sehr gefühlvollen Gesang, der zuweilen so innig ist dass er das Knochenmark zu erschüttern vermag. Es war schon bei Csendhajnal und auch auf der Split-Kassette mit Hunok klar, dass Marblebog ganz eindeutig zu den besseren Vertretern dieser düsteren und melancholischen Fraktion gehören. Es ist einfach unbeschreiblich, wie sehr die – einfachen aber wirksamen – Arrangements zu berühren und erschüttern vermögen. So ist es beispielsweise beim zweiten Stück I am the forest heart, welches überschaubar strukturiert ist, einem Wechsel von langsamen schleppenden, klaren akustischen Passagen und eingängig stampfenden Rhythmen unterworfen ist. Allein schon die einfachen aber sehr eindringlichen Riffs und Melodien sind sensationell. So erstklassig bleibt es auch im weiteren Verlauf von Forestheart. Mit A tempest never calming down folgt ein zunächst schnelles, stampfendes Stück das vor allem durch den Gesang zum Teil äußerst aggressive Formen annimmt. Die nächsten beiden Titel Flame of wisdom und Howling of purity gehen wieder in die kalte, düstere Richtung von I am the forest heart.
Forestheart ist in technischer Hinsicht ein relativ einfaches Werk, doch was die dichte Atmosphäre und die Melodien angeht, ist es für ein wahres Meisterwerk.
01. Opening
02. I am the forest heart
03. A tempest never calming down
04. Flame of wisdom
05. Howling of purity
06. Closing
Die Lieder sind alle im typischen Stile Marblebogs, lange zumeist langsame Strecken durchzogen von sehr eindringlichen Gitarrenmelodien und dem intensiven und sehr gefühlvollen Gesang, der zuweilen so innig ist dass er das Knochenmark zu erschüttern vermag. Es war schon bei Csendhajnal und auch auf der Split-Kassette mit Hunok klar, dass Marblebog ganz eindeutig zu den besseren Vertretern dieser düsteren und melancholischen Fraktion gehören. Es ist einfach unbeschreiblich, wie sehr die – einfachen aber wirksamen – Arrangements zu berühren und erschüttern vermögen. So ist es beispielsweise beim zweiten Stück I am the forest heart, welches überschaubar strukturiert ist, einem Wechsel von langsamen schleppenden, klaren akustischen Passagen und eingängig stampfenden Rhythmen unterworfen ist. Allein schon die einfachen aber sehr eindringlichen Riffs und Melodien sind sensationell. So erstklassig bleibt es auch im weiteren Verlauf von Forestheart. Mit A tempest never calming down folgt ein zunächst schnelles, stampfendes Stück das vor allem durch den Gesang zum Teil äußerst aggressive Formen annimmt. Die nächsten beiden Titel Flame of wisdom und Howling of purity gehen wieder in die kalte, düstere Richtung von I am the forest heart.
Forestheart ist in technischer Hinsicht ein relativ einfaches Werk, doch was die dichte Atmosphäre und die Melodien angeht, ist es für ein wahres Meisterwerk.
01. Opening
02. I am the forest heart
03. A tempest never calming down
04. Flame of wisdom
05. Howling of purity
06. Closing
Krieg / Nachtmystium - Daze West | 2005 | Eerie Art Records | Vinyl | Black Metal
Daze West ist eine Veröffentlichung die nur für Anhänger von Krieg oder Nachtmystium
interessant sein dürfte. Beide Gruppen sind mit nur jeweils einem
eigenen neuen Lied sowie einem Cover vertreten. Dabei sind alle Lieder
auch nur um die drei Minuten lang und gehören auch nicht zu den besseren
Liedern der Bands.
Seventh doom von Krieg ist recht glanz- und belanglos, es trägt zwar die bandspezifische Handschrift was Rohheit und Härte anbelangt, aber das war es auch schon. Es ist zumeist plump stampfend und die Gitarren sind sehr unsauber und scheinen nicht abgemischt worden zu sein. Da ist das The Stooges Cover I wanna be your dog ein echter Höhepunkt von Daze West. Das Original ist mir zwar unbekannt, doch die Version von Krieg weiß zu gefallen. Ein rockiges Stück mit dem unverkennbaren aber entschärften Gesang Imperials.
Keep them open von Nachtmystium ist ein ähnlicher Reinfall wie Seventh doom von Krieg. Ein langweiliges kurzes und chaotisch anmutendes Lied ohne jegliche Atmosphäre. Auch bei Nachtmystium ist das Coverlied noch der Höhepunkt der dem Original recht nahe kommt.
Dieses 7“ Vinyl ist auf 500 Kopien limitiert und bis auf I wanna be your dog ziemlich enttäuschend.
KRIEG
01. Seventh doom
02. I wanna be your dog (The Stooges Cover)
NACHTMYSTIUM
03. Keep them open
04. The wolf (Motörhead Cover)
Seventh doom von Krieg ist recht glanz- und belanglos, es trägt zwar die bandspezifische Handschrift was Rohheit und Härte anbelangt, aber das war es auch schon. Es ist zumeist plump stampfend und die Gitarren sind sehr unsauber und scheinen nicht abgemischt worden zu sein. Da ist das The Stooges Cover I wanna be your dog ein echter Höhepunkt von Daze West. Das Original ist mir zwar unbekannt, doch die Version von Krieg weiß zu gefallen. Ein rockiges Stück mit dem unverkennbaren aber entschärften Gesang Imperials.
Keep them open von Nachtmystium ist ein ähnlicher Reinfall wie Seventh doom von Krieg. Ein langweiliges kurzes und chaotisch anmutendes Lied ohne jegliche Atmosphäre. Auch bei Nachtmystium ist das Coverlied noch der Höhepunkt der dem Original recht nahe kommt.
Dieses 7“ Vinyl ist auf 500 Kopien limitiert und bis auf I wanna be your dog ziemlich enttäuschend.
KRIEG
01. Seventh doom
02. I wanna be your dog (The Stooges Cover)
NACHTMYSTIUM
03. Keep them open
04. The wolf (Motörhead Cover)
05.02.2006
Brocken Moon - Mondfinsternis | 2005 | Christhunt Productions | CD | Black Metal
Vor einigen Jahren begeisterten mich die Demos Pain und Schattenlicht des Mondes vollends. Entsprechend groß war die Freude und Erwartung an das Album Mondfinsternis.
Doch seltsamer Weise machte sich sehr schnell trockene Ernüchterung
breit. Es sprang nicht mal ansatzweise ein Funken des einstigen
Feuersturms über, den Brocken Moon in mir auszulösen vermochten. Was ist geschehen?
Zunächst ist zu sagen, dass Brocken Moon den Fehler begangen, eine Hochglanzproduktion für Mondfinsternis zu wählen. Die zerstörerische und befremdende Kraft solcher anonymen Allerweltsproduktionen wird hierbei mal wieder mit aller Nachdrücklichkeit deutlich. Das vorhandene Material des Albums steht dem der genannten Demos eigentlich in nichts nach, doch es fehlt an der passenden und geeigneten Atmosphäre die dies auch angemessen und würdig transportiert. Ich weiß, dass ich mit dieser Auffassung und Wahrnehmung recht allein auf weiter Flur stehe und Veröffentlichungen wie Mondfinsternis gerade auch wegen des einwandfreien klaren Klangs solch hohe Beachtung finden. Mich dagegen stößt es ab, macht die Musik weitgehend uninteressant. Freilich, Brocken Moon spielen auch auf Mondfinsternis ihren unverkennbaren empathischen Black Metal der durch überragende Gesangsleistungen und facettenreiches Songwriting glänzt. Es gibt viele ruhige instrumentale Passagen die sehr abwechslungsreich ausstaffiert wurden, es gibt auch aggressive Schübe mit eingängigem hartem Spiel doch über allem liegt der dunkle Schatten dieser charakter- und seelenlosen Produktion. Da gefallen mir Vollmond und Klagelied des letzten Wolfes noch am besten. Dies sind beides rauere Lieder die bereits auf der Schneesturm-Kompilation von Black Metal Mafia Records veröffentlicht wurden, und in ihrer schroffen Art eher in Richtung Pain und Schattenlicht des Mondes gehen.
Sicher, der Klang der beiden Demos war stellenweise schlecht, das Rauschen sehr laut. Doch es passte und harmonisierte wunderbar mystisch mit der Musik. Diesem sehr starken und eigenständigen Gefühl trauere ich hinterher, davon ist auf Mondfinsternis nichts mehr vorhanden.
Wer aber auf deutschen Hochglanz Black Metal steht, der kommt wohl hieran nicht vorbei.
01. Die Einsamkeit meiner Seele
02. Schattenwelt
03. Das Tränenmeer
04. Mein Herz voller Hass
05. Vollmond
06. Klagelied des letzten Wolfes
07. Astralwanderung
Zunächst ist zu sagen, dass Brocken Moon den Fehler begangen, eine Hochglanzproduktion für Mondfinsternis zu wählen. Die zerstörerische und befremdende Kraft solcher anonymen Allerweltsproduktionen wird hierbei mal wieder mit aller Nachdrücklichkeit deutlich. Das vorhandene Material des Albums steht dem der genannten Demos eigentlich in nichts nach, doch es fehlt an der passenden und geeigneten Atmosphäre die dies auch angemessen und würdig transportiert. Ich weiß, dass ich mit dieser Auffassung und Wahrnehmung recht allein auf weiter Flur stehe und Veröffentlichungen wie Mondfinsternis gerade auch wegen des einwandfreien klaren Klangs solch hohe Beachtung finden. Mich dagegen stößt es ab, macht die Musik weitgehend uninteressant. Freilich, Brocken Moon spielen auch auf Mondfinsternis ihren unverkennbaren empathischen Black Metal der durch überragende Gesangsleistungen und facettenreiches Songwriting glänzt. Es gibt viele ruhige instrumentale Passagen die sehr abwechslungsreich ausstaffiert wurden, es gibt auch aggressive Schübe mit eingängigem hartem Spiel doch über allem liegt der dunkle Schatten dieser charakter- und seelenlosen Produktion. Da gefallen mir Vollmond und Klagelied des letzten Wolfes noch am besten. Dies sind beides rauere Lieder die bereits auf der Schneesturm-Kompilation von Black Metal Mafia Records veröffentlicht wurden, und in ihrer schroffen Art eher in Richtung Pain und Schattenlicht des Mondes gehen.
Sicher, der Klang der beiden Demos war stellenweise schlecht, das Rauschen sehr laut. Doch es passte und harmonisierte wunderbar mystisch mit der Musik. Diesem sehr starken und eigenständigen Gefühl trauere ich hinterher, davon ist auf Mondfinsternis nichts mehr vorhanden.
Wer aber auf deutschen Hochglanz Black Metal steht, der kommt wohl hieran nicht vorbei.
01. Die Einsamkeit meiner Seele
02. Schattenwelt
03. Das Tränenmeer
04. Mein Herz voller Hass
05. Vollmond
06. Klagelied des letzten Wolfes
07. Astralwanderung
ColdWorld - TheStarsAreDeadNow | 2006 | Ancient Dreams | CD | Black Metal
ColdWorld ist eine weitere Gruppe, die den langsamen
und düsteren Black Metal der Marke Xasthur frönt. Allein schon deshalb
ist es schwierig, genügend Eigenständigkeit und Innovation zu finden. ColdWorld
sind in jedem Fall bemüht darum, dies erkennt man schon daran, dass der
Erfurter Musiker jedes einzelne Lied vom anderen distanziert und
differenziert hat. Somit ist schon einmal ein gewisses Maß an
Abwechslung vorhanden, auch wenn der Faden der sich durch TheStarsAreDeadNow zieht, kontinuierlich der des melancholischen schleppenden Black Metals ist.
Den Anfang macht This empty life, ein ruhiges und überschaubares langes Stück, dessen langsame und schleppende Rhythmik von klaren schlagzeugfreien Zwischenpassagen und einem kurzen schnelleren Mittelstück durchbrochen wird. Die atmosphärische Umsetzung des Titels ist gut, da sowohl der eindringliche verzerrte Gesang, die Gitarren und das im Hintergrund stehende Keyboard vortrefflich aufeinander abgestimmt wurden und auch die Übergänge und Wechsel im Lied schön fließend arrangiert wurden. Das zweite Lied Hate beginnt mit einem sehr angenehm rockigen Rhythmus und Riffing, was zunächst einen starken Kontrast zu This empty life zuvor darstellt. Ein paar Takte später setzt das Keyboard ein, welches zwar hier präsenter ist aber dennoch passend und stimmungsfördernd eingesetzt wurde. In Hate wechseln sich diese rockigen bis hin doomigen Rhythmen mit ruhigen sphärisch anmutenden Passagen ab.
Cancer kommt nicht an die beiden Lieder zuvor ran. So erinnert Cancer beispielsweise von seiner Beschaffenheit her noch zu sehr an Xasthur. Gerade was die schrägen Gitarrenläufe am Anfang und das eingängige Schlagzeug angeht. Suicide dagegen, geht wieder in eine ganz andere Richtung. Der Anfang des Liedes ist überaus ruhig und erinnert an die dunkle Popmusik von Autumnblaze. Es folgt dann ein ruhiges und langsam stampfendes Lied mit einigen tief gestimmten Melodiebögen und leisen Glockenklängen im Hintergrund. Abschließend gibt es mit The old ghost in the well ein akustisches Lied, das nach Ambient / Industrial klingt und deshalb nicht weiter wichtig ist.
TheStarsAreDeadNow ist in jedem Fall eine interessante und teilweise auch sehr ordentlich gelungene Veröffentlichung. Vor allem das ehrliche Bemühen nach Eigenständigkeit ist der Band anzumerken und fällt positiv aus. Es bleibt abzuwarten wie sich ColdWorld weiterentwickeln wird und ob die guten Ideen und Ansätze verfeinert und ausgebaut werden können. Die Pro CDr ist in einer Auflage von 50 Kopien erschienen.
01. This empty life
02. Hate
03. Cancer
04. Suicide
05. The old ghost in the well
Den Anfang macht This empty life, ein ruhiges und überschaubares langes Stück, dessen langsame und schleppende Rhythmik von klaren schlagzeugfreien Zwischenpassagen und einem kurzen schnelleren Mittelstück durchbrochen wird. Die atmosphärische Umsetzung des Titels ist gut, da sowohl der eindringliche verzerrte Gesang, die Gitarren und das im Hintergrund stehende Keyboard vortrefflich aufeinander abgestimmt wurden und auch die Übergänge und Wechsel im Lied schön fließend arrangiert wurden. Das zweite Lied Hate beginnt mit einem sehr angenehm rockigen Rhythmus und Riffing, was zunächst einen starken Kontrast zu This empty life zuvor darstellt. Ein paar Takte später setzt das Keyboard ein, welches zwar hier präsenter ist aber dennoch passend und stimmungsfördernd eingesetzt wurde. In Hate wechseln sich diese rockigen bis hin doomigen Rhythmen mit ruhigen sphärisch anmutenden Passagen ab.
Cancer kommt nicht an die beiden Lieder zuvor ran. So erinnert Cancer beispielsweise von seiner Beschaffenheit her noch zu sehr an Xasthur. Gerade was die schrägen Gitarrenläufe am Anfang und das eingängige Schlagzeug angeht. Suicide dagegen, geht wieder in eine ganz andere Richtung. Der Anfang des Liedes ist überaus ruhig und erinnert an die dunkle Popmusik von Autumnblaze. Es folgt dann ein ruhiges und langsam stampfendes Lied mit einigen tief gestimmten Melodiebögen und leisen Glockenklängen im Hintergrund. Abschließend gibt es mit The old ghost in the well ein akustisches Lied, das nach Ambient / Industrial klingt und deshalb nicht weiter wichtig ist.
TheStarsAreDeadNow ist in jedem Fall eine interessante und teilweise auch sehr ordentlich gelungene Veröffentlichung. Vor allem das ehrliche Bemühen nach Eigenständigkeit ist der Band anzumerken und fällt positiv aus. Es bleibt abzuwarten wie sich ColdWorld weiterentwickeln wird und ob die guten Ideen und Ansätze verfeinert und ausgebaut werden können. Die Pro CDr ist in einer Auflage von 50 Kopien erschienen.
01. This empty life
02. Hate
03. Cancer
04. Suicide
05. The old ghost in the well
02.02.2006
Funerarium - Valley Of Darkness | 2006 | Undercover Records | CD | Black Metal
Wer es verpasst hat, sich das 2005er Demo von Funerarium zu sichern, hat jetzt mit dem Album Valley of darkness nochmals Gelegenheit dazu. Denn bis auf das Bonuslied Phantom hordes befindet sich auf dem Album exakt das selbe Material wie auf dem Demo. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb es zu Valley of darkness keine eigene Besprechung gibt. Man kann alles beim 2005er Demo oben lesen.
01. Disappearance of a sad spirit
02. Night of the fullmoon
03. Valley of darkness
04. Uther pendragon
05. Funeral procession
06. Icy steel
07. Outro
http://www.funerarium.lu/
01. Disappearance of a sad spirit
02. Night of the fullmoon
03. Valley of darkness
04. Uther pendragon
05. Funeral procession
06. Icy steel
07. Outro
http://www.funerarium.lu/
Abonnieren
Posts (Atom)





