ColdWorld ist eine weitere Gruppe, die den langsamen
und düsteren Black Metal der Marke Xasthur frönt. Allein schon deshalb
ist es schwierig, genügend Eigenständigkeit und Innovation zu finden. ColdWorld
sind in jedem Fall bemüht darum, dies erkennt man schon daran, dass der
Erfurter Musiker jedes einzelne Lied vom anderen distanziert und
differenziert hat. Somit ist schon einmal ein gewisses Maß an
Abwechslung vorhanden, auch wenn der Faden der sich durch TheStarsAreDeadNow zieht, kontinuierlich der des melancholischen schleppenden Black Metals ist.
Den Anfang macht This empty life, ein ruhiges und
überschaubares langes Stück, dessen langsame und schleppende Rhythmik
von klaren schlagzeugfreien Zwischenpassagen und einem kurzen
schnelleren Mittelstück durchbrochen wird. Die atmosphärische Umsetzung
des Titels ist gut, da sowohl der eindringliche verzerrte Gesang, die
Gitarren und das im Hintergrund stehende Keyboard vortrefflich
aufeinander abgestimmt wurden und auch die Übergänge und Wechsel im Lied
schön fließend arrangiert wurden. Das zweite Lied Hate beginnt mit einem sehr angenehm rockigen Rhythmus und Riffing, was zunächst einen starken Kontrast zu This empty life
zuvor darstellt. Ein paar Takte später setzt das Keyboard ein, welches
zwar hier präsenter ist aber dennoch passend und stimmungsfördernd
eingesetzt wurde. In Hate wechseln sich diese rockigen bis hin doomigen Rhythmen mit ruhigen sphärisch anmutenden Passagen ab.
Cancer kommt nicht an die beiden Lieder zuvor ran. So erinnert Cancer
beispielsweise von seiner Beschaffenheit her noch zu sehr an Xasthur.
Gerade was die schrägen Gitarrenläufe am Anfang und das eingängige
Schlagzeug angeht. Suicide dagegen, geht wieder in eine ganz
andere Richtung. Der Anfang des Liedes ist überaus ruhig und erinnert an
die dunkle Popmusik von Autumnblaze. Es folgt dann ein ruhiges und
langsam stampfendes Lied mit einigen tief gestimmten Melodiebögen und
leisen Glockenklängen im Hintergrund. Abschließend gibt es mit The old ghost in the well ein akustisches Lied, das nach Ambient / Industrial klingt und deshalb nicht weiter wichtig ist.
TheStarsAreDeadNow ist in jedem Fall eine interessante
und teilweise auch sehr ordentlich gelungene Veröffentlichung. Vor allem
das ehrliche Bemühen nach Eigenständigkeit ist der Band anzumerken und
fällt positiv aus. Es bleibt abzuwarten wie sich ColdWorld
weiterentwickeln wird und ob die guten Ideen und Ansätze verfeinert und
ausgebaut werden können. Die Pro CDr ist in einer Auflage von 50 Kopien
erschienen.
01. This empty life
02. Hate
03. Cancer
04. Suicide
05. The old ghost in the well
05.02.2006
02.02.2006
Funerarium - Valley Of Darkness | 2006 | Undercover Records | CD | Black Metal
Wer es verpasst hat, sich das 2005er Demo von Funerarium zu sichern, hat jetzt mit dem Album Valley of darkness nochmals Gelegenheit dazu. Denn bis auf das Bonuslied Phantom hordes befindet sich auf dem Album exakt das selbe Material wie auf dem Demo. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb es zu Valley of darkness keine eigene Besprechung gibt. Man kann alles beim 2005er Demo oben lesen.
01. Disappearance of a sad spirit
02. Night of the fullmoon
03. Valley of darkness
04. Uther pendragon
05. Funeral procession
06. Icy steel
07. Outro
http://www.funerarium.lu/
01. Disappearance of a sad spirit
02. Night of the fullmoon
03. Valley of darkness
04. Uther pendragon
05. Funeral procession
06. Icy steel
07. Outro
http://www.funerarium.lu/
21.01.2006
Fiend - Black Abhorrent Metal | 2006 | Warfront Productions | CD | Black Metal
Taufrisch ist das Material zu Black abhorrent Metal nicht mehr.
Es sollte ursprünglich bereits 2003 über Autopsy Stench Records
veröffentlicht werden. Später wurde es dann auf CDr in einer kleinen
Auflage von 200 Kopien veröffentlicht und nun nach drei Jahren erscheint
Black abhorrent Metal in professioneller und aufwändiger Gestaltung über Warfront Productions.
Es ist gut, dass Black abhorrent Metal jetzt noch mal „richtig“ erscheint, denn Fiend haben hier sieben eigenständige und gute Stücke eingespielt, die ohne zierendes Blendwerk daher kommen. Zumeist in einem antreibenden aber nicht übermäßig brachialen Takt, begleitet von spielfreudigen, hell gestimmten Gitarren verstreichen die Lieder und zeugen von prägnanter Handarbeit. Black abhorrent Metal ist kein Album, welches durch anspruchsvolle und komplexe Strukturen brillieren mag, sondern dahingehend überzeugt, ehrlichen Black Metal mit einer Hass schürenden Atmosphäre vorzutragen. Manchmal erinnert der Gesang ein wenig an Hati , was aber gut und stimmig rüberkommt. Die Produktion ist sehr passend ausgefallen, sie hat ein ausgewogenes Klangbild bei dem nur manchmal das Schlagzeug ein wenig kraftlos wirkt, dies ist aber zu verschmerzen.
01. Return of the nightlord
02. The crown of misanthropy
03. Funeral journey
04. Necrosadist
05. Wolves guard my casket
06. Blutmond
07. Of darkest necromancy
08. When thousand moon have circled (Carpathian Forest Cover)
Es ist gut, dass Black abhorrent Metal jetzt noch mal „richtig“ erscheint, denn Fiend haben hier sieben eigenständige und gute Stücke eingespielt, die ohne zierendes Blendwerk daher kommen. Zumeist in einem antreibenden aber nicht übermäßig brachialen Takt, begleitet von spielfreudigen, hell gestimmten Gitarren verstreichen die Lieder und zeugen von prägnanter Handarbeit. Black abhorrent Metal ist kein Album, welches durch anspruchsvolle und komplexe Strukturen brillieren mag, sondern dahingehend überzeugt, ehrlichen Black Metal mit einer Hass schürenden Atmosphäre vorzutragen. Manchmal erinnert der Gesang ein wenig an Hati , was aber gut und stimmig rüberkommt. Die Produktion ist sehr passend ausgefallen, sie hat ein ausgewogenes Klangbild bei dem nur manchmal das Schlagzeug ein wenig kraftlos wirkt, dies ist aber zu verschmerzen.
01. Return of the nightlord
02. The crown of misanthropy
03. Funeral journey
04. Necrosadist
05. Wolves guard my casket
06. Blutmond
07. Of darkest necromancy
08. When thousand moon have circled (Carpathian Forest Cover)
08.01.2006
Eisiger Wald - Sur Le Chemin De la Déliverance | 2005 | Underground Propaganda | Kassette | Black Metal
Sur le chemin de la délivrance stellt die erste Veröffentlichung von Eisiger Wald,
einer französischen Ein-Mann-Band eines Mannes, der in einigen anderen
Gruppen involviert ist, wovon Unterwald wohl die bekannteste sein
dürfte. Wobei hierzu ergänzend gesagt werden muss, dass Eisiger Wald
nichts mit jenen Ein-Mann-Bands gemeinsam haben, die einen
Drum-Computer verwenden, mäßigen bis schlechten Klang haben und wo sich
jedes Lied gleich anhört.
Erwartungsgemäß handelt es sich bei Sur le chemin de la délivrance um rauen und grimmigen Black Metal, wobei Eisiger Wald recht häufig sehr atmosphärisch sind. Dies Liegt an dem angenehm verzerrten Gesang - der schön eindringlich und extrem ist - sowie der Gitarre, die meistens zwar recht einfache Melodien und Riffs spielt, jedoch immer gut inszeniert und passend grell gestimmt wurde. Die atmosphärischen Strecken von Sur le chemin de la délivrance sind meist von schleppender oder langsamer Beschaffenheit. Vereinzelt treten auch eingängige schnelle Schübe auf, doch haben diese insgesamt betrachtet Seltenheitswert. Stattdessen gibt es mehrmals eine ruhige akustische Gitarre zu hören.
Auch am Klang gibt es nichts auszusetzen, das Schlagzeug klingt natürlich und besitzt die nötige Lautstärke, ebenso sind die Gesangs- und Gitarrenspuren gut abgemischt worden. Somit ist Sur le chemin de la délivrance ein grundsolides Demo, dass roh und zugleich atmosphärisch ist. Erschienen ist es auf Kassette in einer Auflage von 100 Kopien.
01. Défallir
02. Ma lueur d'espoir
03. Espérance hivernale
04. Echappatoire divin
05. Outro
Erwartungsgemäß handelt es sich bei Sur le chemin de la délivrance um rauen und grimmigen Black Metal, wobei Eisiger Wald recht häufig sehr atmosphärisch sind. Dies Liegt an dem angenehm verzerrten Gesang - der schön eindringlich und extrem ist - sowie der Gitarre, die meistens zwar recht einfache Melodien und Riffs spielt, jedoch immer gut inszeniert und passend grell gestimmt wurde. Die atmosphärischen Strecken von Sur le chemin de la délivrance sind meist von schleppender oder langsamer Beschaffenheit. Vereinzelt treten auch eingängige schnelle Schübe auf, doch haben diese insgesamt betrachtet Seltenheitswert. Stattdessen gibt es mehrmals eine ruhige akustische Gitarre zu hören.
Auch am Klang gibt es nichts auszusetzen, das Schlagzeug klingt natürlich und besitzt die nötige Lautstärke, ebenso sind die Gesangs- und Gitarrenspuren gut abgemischt worden. Somit ist Sur le chemin de la délivrance ein grundsolides Demo, dass roh und zugleich atmosphärisch ist. Erschienen ist es auf Kassette in einer Auflage von 100 Kopien.
01. Défallir
02. Ma lueur d'espoir
03. Espérance hivernale
04. Echappatoire divin
05. Outro
Various Artists - Burzum Tribute Attakk | 2005 | Underground Propaganda | CDR | Black Metal
English version below.
Der Unterschied von Burzum Tribute Attakk zu seinen bisherigen Pendants liegt darin, dass es sich hierbei ausschließlich um reine Black Metal-Stücke des Norwegers handelt. Für mich ist das ein Pluspunkt dieser Veröffentlichung, da mich diese „Ambient-Titel“ von Burzum schon immer genervt haben, davon war auch immer etwas auf den bisherigen Tribute-Veröffentlichungen vertreten. Ein weiteres grundlegendes Merkmal ist, dass die Tonqualität der Beiträge bis auf eine Ausnahme, durchwegs roh und ungeschliffen ist. Dies ist für mich ebenfalls positiv, da zu Burzum einfach untrennbar eine entsprechend schroffe Akustik gehört.
Zu den einzelnen Liedern ist gar nicht viel zu sagen. Jede einzelne Interpretation wurde recht ordentlich umgesetzt, auch wenn es vereinzelte Abstriche gibt. Auf nennenswerte eigenständige Akzente oder Änderungen des Materials wurde komplett verzichtet, auch wenn etwa beispielsweise bei Lycanthropy's Spell die eigene Atmosphäre recht kräftig durchsickert. Natürlich erreichen beileibe nicht alle Vertreter auf Burzum Tribute Attakk die Qualität und atmosphärische Dichte des Originals, so klingt Dunkelheit von den Brasilianern Ymber Autumnus etwas holprig umgesetzt. Ganz anders hingegen bei Nachtwraak mit A lost forgotten sad spirit, welches vor allem durch die instrumentale Umsetzung glänzen kann – vielleicht das Original gar übertrifft. Lediglich der Gesang von Nachtwraak kann nicht mithalten, da er nicht die zerreißende Eindringlichkeit von Vikernes erreichen kann.
Alles in allem gefällt mir Burzum Tribute Attakk gut, eben wegen der Einfachheit und Rohheit der einzelnen Beiträge die allesamt puren Black Metal verkörpern und dies auch atmosphärisch rüberbringen.
Über Sinn oder Unsinn solcher Tribute-Veröffentlichungen braucht man gar nicht diskutieren, jeder muss für sich selbst klären was er davon hält. Burzum Tribute Attakk kann inhaltlich jedenfalls überzeugen. Erschienen ist diese CDr-Produktion - die in einer ungewöhnlichen pappeartigen Hülle kommt - in einer kleinen Auflage von 150 Kopien.
The difference between Burzum Tribute Attakk and its hitherto opponents is caused in solity pure Black Metal of the Norwegian. That credits this publication because those Burzum 'Ambient' tracks have gotten on my nerves all along and they've been allways acted on former tribute publishings. Another fundamental sign is the throughout rough and rude sound quality of these contributions, so one failed. Affirmatively Burzum unseperable correlates with an analogous harsh acoustic.
At all there's nothing to say to each track. Each single interpretation was realized properly though it subtracts sporadically. Considerable independent accent or changes of the material they've renounced on complitely, only Lycanthropy's Spell let leaking out robustly their own atmosphere. Naturally not all acts reach quality and atmospheric density at the Burzum Tribute Attakk so Brazilian Ymber Autumnus' Dunkelheit cover sounds a little bit rugged. Entirely different is Nachtwraak's 'A lost forgotten sad spirit' which abovew all can gleam with its instrumental interpretation - maybe exceeds the original. Merely Nachtwraak's vocals can't join so he don't reach Vikernes tearing insistence.
All things considered Burzum Tribute Attakk is to my liking cause of its simplicity and roughness at all tracks that embody pure Black metal. There's no need of a discussion about sense and purpose of such tribute publishing, each of you've to reflect on that question himself. In substance Burzum Tribute Attakk can convince. The CDr production is published - in an unusual pasteboard - in a small edition of 150 copies.
01. Mannaz - Stemmen fra taarnet
02. Hordagaard - Jesus' Tod
03. Lycanthropy's Spell - En ring til aa herske
04. Funeral Forest - Gebrechlichkeit 2
05. Grimlair - Snu mikrokosmos tegn
06. Nachtwraak - A lost forgotten sad spirit
07. Natrgaard - Gebrechlichkeit 1
08. Ymber Autumnus - Dunkelheit
Der Unterschied von Burzum Tribute Attakk zu seinen bisherigen Pendants liegt darin, dass es sich hierbei ausschließlich um reine Black Metal-Stücke des Norwegers handelt. Für mich ist das ein Pluspunkt dieser Veröffentlichung, da mich diese „Ambient-Titel“ von Burzum schon immer genervt haben, davon war auch immer etwas auf den bisherigen Tribute-Veröffentlichungen vertreten. Ein weiteres grundlegendes Merkmal ist, dass die Tonqualität der Beiträge bis auf eine Ausnahme, durchwegs roh und ungeschliffen ist. Dies ist für mich ebenfalls positiv, da zu Burzum einfach untrennbar eine entsprechend schroffe Akustik gehört.
Zu den einzelnen Liedern ist gar nicht viel zu sagen. Jede einzelne Interpretation wurde recht ordentlich umgesetzt, auch wenn es vereinzelte Abstriche gibt. Auf nennenswerte eigenständige Akzente oder Änderungen des Materials wurde komplett verzichtet, auch wenn etwa beispielsweise bei Lycanthropy's Spell die eigene Atmosphäre recht kräftig durchsickert. Natürlich erreichen beileibe nicht alle Vertreter auf Burzum Tribute Attakk die Qualität und atmosphärische Dichte des Originals, so klingt Dunkelheit von den Brasilianern Ymber Autumnus etwas holprig umgesetzt. Ganz anders hingegen bei Nachtwraak mit A lost forgotten sad spirit, welches vor allem durch die instrumentale Umsetzung glänzen kann – vielleicht das Original gar übertrifft. Lediglich der Gesang von Nachtwraak kann nicht mithalten, da er nicht die zerreißende Eindringlichkeit von Vikernes erreichen kann.
Alles in allem gefällt mir Burzum Tribute Attakk gut, eben wegen der Einfachheit und Rohheit der einzelnen Beiträge die allesamt puren Black Metal verkörpern und dies auch atmosphärisch rüberbringen.
Über Sinn oder Unsinn solcher Tribute-Veröffentlichungen braucht man gar nicht diskutieren, jeder muss für sich selbst klären was er davon hält. Burzum Tribute Attakk kann inhaltlich jedenfalls überzeugen. Erschienen ist diese CDr-Produktion - die in einer ungewöhnlichen pappeartigen Hülle kommt - in einer kleinen Auflage von 150 Kopien.
The difference between Burzum Tribute Attakk and its hitherto opponents is caused in solity pure Black Metal of the Norwegian. That credits this publication because those Burzum 'Ambient' tracks have gotten on my nerves all along and they've been allways acted on former tribute publishings. Another fundamental sign is the throughout rough and rude sound quality of these contributions, so one failed. Affirmatively Burzum unseperable correlates with an analogous harsh acoustic.
At all there's nothing to say to each track. Each single interpretation was realized properly though it subtracts sporadically. Considerable independent accent or changes of the material they've renounced on complitely, only Lycanthropy's Spell let leaking out robustly their own atmosphere. Naturally not all acts reach quality and atmospheric density at the Burzum Tribute Attakk so Brazilian Ymber Autumnus' Dunkelheit cover sounds a little bit rugged. Entirely different is Nachtwraak's 'A lost forgotten sad spirit' which abovew all can gleam with its instrumental interpretation - maybe exceeds the original. Merely Nachtwraak's vocals can't join so he don't reach Vikernes tearing insistence.
All things considered Burzum Tribute Attakk is to my liking cause of its simplicity and roughness at all tracks that embody pure Black metal. There's no need of a discussion about sense and purpose of such tribute publishing, each of you've to reflect on that question himself. In substance Burzum Tribute Attakk can convince. The CDr production is published - in an unusual pasteboard - in a small edition of 150 copies.
01. Mannaz - Stemmen fra taarnet
02. Hordagaard - Jesus' Tod
03. Lycanthropy's Spell - En ring til aa herske
04. Funeral Forest - Gebrechlichkeit 2
05. Grimlair - Snu mikrokosmos tegn
06. Nachtwraak - A lost forgotten sad spirit
07. Natrgaard - Gebrechlichkeit 1
08. Ymber Autumnus - Dunkelheit
02.01.2006
Ovskum / Slowmantra - Split | 2006 | Raging Bloodlust / Estrema / Hearse | Vinyl | Black Metal
Ovskum setzen nicht nur den positiven Trend fort, den
sie mit ihrer Split-Veröffentlichung mit Necrolust begonnen haben, sie
haben sich mit ihrem neusten Werk zum Vorgänger sogar steigern können.
Stilistisch und strukturell bleiben Ovskum ihrer Linie
treu, doch wird das Material von Veröffentlichung zu Veröffentlichung
besser, es kommen immer mehr Feinheiten hinzu. Wie bereits auf der Split
mit Necrolust ist auch diesmal der Klang wieder gut ausgefallen, selbst
der Bass ist klar und deutlich zu hören. Ovskum
beginnen ihr Lied ruhig, langsam und mit einfachen wenigen sich
wiederholenden Riffs. Etwas später setzt dann der typische, stark
verzerrte Gesang ein, obgleich sich musikalisch zunächst nichts ändert.
Erst zur Mitte des Liedes treten leichte Variationen in der
Melodieführung auf, die dann in einem sehr starken und intensiven
musikalischen Wechsel münden: Die Gitarren treten in den Vordergrund,
unruhiger eindringlicher als zuvor; der Gesang wird kurz angehoben und
intensiviert, dann setzt das Schlagzeug für ein paar Takte schleppend
ein und Ovskum spielen hiernach wieder ebenso ruhig und
melancholisch weiter wie vor diesem Wechsel. Zum Ende des Liedes treten
dann nochmals leichte Variationen auf. Ovskum haben dieses Lied wunderbar geschrieben und dieses Material überragend umgesetzt und inszeniert.
Slowmantra waren für mich bis dato ein völlig unbeschriebenes Blatt und hinterlassen mit ihremNenia einen etwas konfusen Eindruck. Das Lied beginnt sehr ruhig und klar, etwa zwei Minuten lang ist eine einleitende Gitarre zu hören, bevor dann das eigentliche Lied anfängt. Es ist viel rauer und primitiver als die klare Gitarre zuvor vermuten ließ. Slowmantra spielen langsam, seltsam schleppend. Vor allem das merkwürdig gespielte Schlagzeug sorgt für einen bizarren Beigeschmack, da es nicht rhythmisch wirkt obgleich ein richtiger Takt eingehalten wird. Möglicherweise liegt dies an einem Halleffekt, denn manchmal hat es den Anschein als gäbe es beim Schlagzeug ständig ein leichtes Echo. Neben diesem eigenwilligen Schlagzeugspiel sind die ebenfalls sehr eigenständig und grell gestimmten Gitarren zu hören, die einige wenige langsame Riffs zum Besten geben. Dazu eine stark verzerrte Stimme, die morbide rufend aus dem Hintergrund kommt. Nenia bleibt so bis zum Ende und verharrt in einer bizarren interessanten Stimmung.
Diese 7“ Split-Vinyl wird in naher Zukunft erscheinen und ist allen wärmstens empfohlen, die bereits Gefallen an Ovskum gefunden haben, die hier wohl ihr bisher bestes Lied veröffentlicht haben. Auch wegen Slowmantra ist diese Erscheinung sicherlich interessant, wofür man allerdings einen Sinn für obskure und schwer verdauliche Kost braucht.
OVSKUM
01.
SLOWMANTRA
02. Nenia
Slowmantra waren für mich bis dato ein völlig unbeschriebenes Blatt und hinterlassen mit ihremNenia einen etwas konfusen Eindruck. Das Lied beginnt sehr ruhig und klar, etwa zwei Minuten lang ist eine einleitende Gitarre zu hören, bevor dann das eigentliche Lied anfängt. Es ist viel rauer und primitiver als die klare Gitarre zuvor vermuten ließ. Slowmantra spielen langsam, seltsam schleppend. Vor allem das merkwürdig gespielte Schlagzeug sorgt für einen bizarren Beigeschmack, da es nicht rhythmisch wirkt obgleich ein richtiger Takt eingehalten wird. Möglicherweise liegt dies an einem Halleffekt, denn manchmal hat es den Anschein als gäbe es beim Schlagzeug ständig ein leichtes Echo. Neben diesem eigenwilligen Schlagzeugspiel sind die ebenfalls sehr eigenständig und grell gestimmten Gitarren zu hören, die einige wenige langsame Riffs zum Besten geben. Dazu eine stark verzerrte Stimme, die morbide rufend aus dem Hintergrund kommt. Nenia bleibt so bis zum Ende und verharrt in einer bizarren interessanten Stimmung.
Diese 7“ Split-Vinyl wird in naher Zukunft erscheinen und ist allen wärmstens empfohlen, die bereits Gefallen an Ovskum gefunden haben, die hier wohl ihr bisher bestes Lied veröffentlicht haben. Auch wegen Slowmantra ist diese Erscheinung sicherlich interessant, wofür man allerdings einen Sinn für obskure und schwer verdauliche Kost braucht.
OVSKUM
01.
SLOWMANTRA
02. Nenia
24.12.2005
Necrolust / Ovskum - Split | 2005 | Irminsul Records | CDR | Black Metal
Necrolust und Ovskum sind beides noch
relativ junge Gruppen aus Italien, die ihrerseits aber bereits auf
einige Veröffentlichungen verweisen können und sich nun gemeinsam mit
dieser Split die Ehre geben. Ovskum waren mir von den beiden Demos Atto I und II bereits bekannt, von daher war ich etwas überrascht als Necrolust mit dem Anfangsstück Godless schnellen antreibenden und gut produzierten Black Metal boten. Ich hatte alles mögliche von Necrolust erwartet, nur nicht dies. Necrolust
spielen aber keinen reinrassigen oder traditionellen Black Metal, erst
recht keine grimmige und eingängige Variation. Einflüsse aus
verschiedenen Spielarten sind klar erkennbar und wurden von Necrolust sehr
geschickt zu einer eigenständigen Musik geformt, die insbesondere an
den Gitarren einiges zu bieten hat, da diese sehr spielfreudig bedient
werden und ein Spektrum von tiefen und schnellen Death Metal Riffs,
eingängigen Melodien und thrashiger Verspieltheit abdecken. Diese
Einflüsse sind aber sehr dezent, sodass kein überladener oder
experimenteller Eindruck entsteht. Das ruhige und melodiöse Instrumental
ist technisch ebenso gut umgesetzt und klingt durch seine langsamen
Strukturen teilweise ein wenig rockig und auch nach Doom Metal, was mir
aber gut gefällt zumal bei dem Titel die gut differenzierte
Klangproduktion zum tragen kommt.
Bei Ovskum war mir klar was mich erwarten würde, rauer langsamer und überaus düsterer Black Metal. Positiv überrascht war ich dann aber dennoch, da die Italiener seit Atto I und II den Klang erheblich verbessert haben. Ich mag unsauberen und einfachen Klang gerne, doch bei den beiden Demos damals war stellenweise mein Limit des erträglichen erreicht. Wer weiß, vielleicht lag es auch an den schlechten Rohlingen. Jedenfalls gab es damals nervende grelle Störgeräusche. Diesmal ist es aber ganz anders. Der Klang ist wohlig grell und rau, hat aber trotzdem Tiefe und auch das Schlagzeug tönt druckvoll. Musikalisch geht es sehr langsam voran. Die beiden unbetitelten Lieder sind recht lang, düster und die lang gezogenen Riffs erinnern im Hinterkopf manchmal etwas an Nortt. Wobei Ovskum nicht ganz so extrem in der Langsamkeit und Verzerrung sind. Der Gesang ist ebenfalls klarer und verständlicher geworden, obgleich er nach wie vor sehr verzerrt ist und der Text somit im Verborgenen beibt. Besonders gut gefällt mir das zweite Ovskum-Lied, das etwas mehr aus sich heraus geht, etwas schneller und abwechslungsreicher ist als das zuvor.
Diese Split CDr ist eine angenehme und gelungene Angelegenheit, zweier unterschiedlicher Gruppen aus dem italienischen Untergrund, die jeweils zu überzeugen wissen. Angesichts des guten Materials ist die Gesamtspielzeit von knapp 30 Minuten etwas kurz. Aber so kann man erwartungsvoll und gespannt in die Zukunft blicken.
Erschienen ist die Split in einer Auflage von 100 Kopien
NECROLUST
01. Godless
02. Instrumental I
03. Necrolust
OVSKUM
04. Unbetitelt
05. Unbetitelt
Bei Ovskum war mir klar was mich erwarten würde, rauer langsamer und überaus düsterer Black Metal. Positiv überrascht war ich dann aber dennoch, da die Italiener seit Atto I und II den Klang erheblich verbessert haben. Ich mag unsauberen und einfachen Klang gerne, doch bei den beiden Demos damals war stellenweise mein Limit des erträglichen erreicht. Wer weiß, vielleicht lag es auch an den schlechten Rohlingen. Jedenfalls gab es damals nervende grelle Störgeräusche. Diesmal ist es aber ganz anders. Der Klang ist wohlig grell und rau, hat aber trotzdem Tiefe und auch das Schlagzeug tönt druckvoll. Musikalisch geht es sehr langsam voran. Die beiden unbetitelten Lieder sind recht lang, düster und die lang gezogenen Riffs erinnern im Hinterkopf manchmal etwas an Nortt. Wobei Ovskum nicht ganz so extrem in der Langsamkeit und Verzerrung sind. Der Gesang ist ebenfalls klarer und verständlicher geworden, obgleich er nach wie vor sehr verzerrt ist und der Text somit im Verborgenen beibt. Besonders gut gefällt mir das zweite Ovskum-Lied, das etwas mehr aus sich heraus geht, etwas schneller und abwechslungsreicher ist als das zuvor.
Diese Split CDr ist eine angenehme und gelungene Angelegenheit, zweier unterschiedlicher Gruppen aus dem italienischen Untergrund, die jeweils zu überzeugen wissen. Angesichts des guten Materials ist die Gesamtspielzeit von knapp 30 Minuten etwas kurz. Aber so kann man erwartungsvoll und gespannt in die Zukunft blicken.
Erschienen ist die Split in einer Auflage von 100 Kopien
NECROLUST
01. Godless
02. Instrumental I
03. Necrolust
OVSKUM
04. Unbetitelt
05. Unbetitelt
23.12.2005
Mourning Beloveth - A Murderous Circus | 2005 | Grau | CD | Doom Metal
Die Iren von Mourning Beloveth werden ende März ihr drittes Album A murderous circle
veröffentlichen. Es ist das erste Mal, dass ich etwas von dieser Gruppe
höre, wie sich herausstellt womöglich ein Versäumnis. Gleich mit dem
Verstreichen der ersten Sekunden von The apocalypse machine
befindet man sich sofort im intensiven und vielschichtigen Album und
Klangmaterial wieder. Obwohl die CD knapp über 75 Minuten Spielzeit
besitzt, gehen Mourning Beloveth gleich voll zur Sache und halten sich nicht mit einstimmenden Intros auf. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ist A murderous circle
ein äußerst kraftvolles wie auch klares Erlebnis, gespeist aus einer
schönen Mischung von Death und Doom Metal. Obwohl die Lieder zum Teil
sehr lang und wie für den Doom Metal typisch, mit langen ruhigeren und
auch dunklen Passagen durchstrukturiert sind, versprühen Mourning Beloveth
oft auch ein gewisses Maß an Härte. Die mächtigen Gitarren, langsam
aber sehr eindringlich gespielt, die schönen Riffs und der Gesang – der
sowohl tief und bedrohlich wie auch klarer und sanfter ist – schaffen
gemeinsam eine beachtliche Klangkulisse in der man eintauchen und sich
verlieren kann.
Mourning Beloveth verstehen es auch, durch ein Lied zu führen indem sie, wie bei Elemental nausea, ruhig und leise mit klarer akustischer Gitarre anfangen und nach und nach immer mehr Spannung aufbauen, indem sie ein Riff hinzufügen, dann das Schlagzeug und dann den Gesang einsetzen lassen und dann alles gemeinsam immer intensiver, komplexer und druckvoller miteinander verweben und erklingen lassen ohne dabei aber schneller oder hektisch zu werden.
A murderous circle ist ein wunderschönes und gefühlvolles Album von anspruchsvoller Klarheit, das für jeden interessant sein dürfte der Melodien nicht verschmäht und intelligent inszenierte Musik zu schätzen weiß. Das Album erscheint am 29. März im Handel und wird sowohl als normale CD wie auch 2-CD mit zwei zusätzlichen Stücken erhältlich sein.
01. The apocalypse machine
02. Elemental nausea
03. The crashing wave
04. Nothing (The march of death)
05. ...yet everything
Mourning Beloveth verstehen es auch, durch ein Lied zu führen indem sie, wie bei Elemental nausea, ruhig und leise mit klarer akustischer Gitarre anfangen und nach und nach immer mehr Spannung aufbauen, indem sie ein Riff hinzufügen, dann das Schlagzeug und dann den Gesang einsetzen lassen und dann alles gemeinsam immer intensiver, komplexer und druckvoller miteinander verweben und erklingen lassen ohne dabei aber schneller oder hektisch zu werden.
A murderous circle ist ein wunderschönes und gefühlvolles Album von anspruchsvoller Klarheit, das für jeden interessant sein dürfte der Melodien nicht verschmäht und intelligent inszenierte Musik zu schätzen weiß. Das Album erscheint am 29. März im Handel und wird sowohl als normale CD wie auch 2-CD mit zwei zusätzlichen Stücken erhältlich sein.
01. The apocalypse machine
02. Elemental nausea
03. The crashing wave
04. Nothing (The march of death)
05. ...yet everything
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