28.08.2005

Sombre Chemin - Doctrine | 2005 | Taran Productions | CD | Black Metal

Mit Sombre Chemin ist das so eine Sache. Mal ist eine Veröffentlichung nahezu genial, dann kommt wieder etwas das ziemlich enttäuschend und langweilig ist, wie zuletzt etwa das Demo Nacht und Krieg. Mit Doctrine hat das französische Duo nun das erste Album veröffentlicht und es gehört zum Glück nicht zu den schwachen Werken Sombre Chemins. Doctrine steht so ganz im unverwechselbaren rauen Gewand der Franzosen. Intensiver Black Metal im leicht scheppernden Klang der dazu neigt, etwas verwaschen zu klingen. Bei Sombre Chemin klingt dies jedoch nicht stümperhaft oder schlecht sondern genau richtig, es passt zu ihrer Art Musik. Die Stücke sind großteils von mittelschneller Geschwindigkeit und beziehen ihren Charakter nahezu vollständig aus den Gitarren und dem Gesang. Das Schlagzeug ist nur Mittel zum Zweck (was mich nicht weiter stört), an den Sechssaitern waren Sombre Chemin allerdings seit jeher beachtlich. So nun auch wieder auf Doctrine.

Wer Sombre Chemin bereits kennt und ihnen etwas abgewinnen konnte, der wird von Doctrine sicherlich nicht enttäuscht werden auch wenn das Werk, so ehrlich muss man sein, nichts großartiges und überragendes ist. Für die Bandverhältnisse ist es solide mit einigen netten Momenten. Für all jene, die Sombre Chemin bisher nicht kennen ist es schwer ein Fazit zu ziehen, denn ich glaube, für viele wird Black Metal wie ihn die Franzosen bringen in die Schublade Schrott gehören. Mir gefällt es jedoch, auch wenn ich persönlich die Splits mit Eole Noir und Peste Noire favorisiere.

01. Retour aux sources
02. Notre génocide n'aura pas lieu
03. Patrie charnelle
04. Pan est mort
05. Rien qu'une volonté
06. Peuple de thulé
07. Les feux de joie (Bunker 84 Cover
08. Renaissance dans L'ombre

22.08.2005

Secrets Of The Moon - The Exhibitionists EP | 2005 | Lupus Lounge | CD | Black Metal

Die neue MCD mit dem Titel The exhibitonists EP ist eine enttäuschende Angelegenheit. Einerseits gibt es nur zwei neue Lieder, andererseits sind eben diese sehr kritisch zu betrachten. Secrets of the Moon geben sich sehr modern, vor allem aber sehr mutig. Zwar schimmert phasenweise etwas von Carved in stigmata wounds durch, doch überwiegen trockene, sterile Anteile technischen Death Metals sowie Metal Cores. Diese fragwürdige Anreicherung liegt sehr schwer und unverdaulich über The exhibitonists EP. Sowohl musikalische Veränderung als auch die Gestaltung des Digi-Paks erinnern mich schmerzhaft an Satyricon mit der damaligen MCD Megiddo. Ich unterlasse es bewusst, diesen Schritt von Secrets of the Moon zu interpretieren und zu deuten, doch ist The exhibitonists EP eine art Stilbruch und dürfte nicht nur mir bitter aufstoßen.

Bleakstar und Exhibitons in the grey zone sind sterile, technische Stücke die makellos inszeniert sind aber es einfach nicht schaffen, irgendetwas wie eine Atmosphäre herzustellen. Da tröstet auch das nachgespielte Under a funeral moon nicht, welches ebenfalls seltsam steril und blechern wirkt.

01. Bleakstar
02. Exhibitions in the grey zone
03. Under a funeral moon (Darkthrone Cover)

Schattenheer - Schattenheer | 2005 | Dunkelwald Productions / Eternity Records | Vinyl | Black Metal

Mit diesem selbst betitelten Debütalbum präsentiert Schattenheer ein grundsolide verarbeitetes und vorgetragenes Werk, das mich von Anfang an überzeugt. Zunächst ist da der, für eine Untergrundproduktion, überraschend klare und druckvolle Klang, der die sechs Stücke gut und passend zur Geltung bringen lässt. Besonders deutlich wird dies beim Anfangsstück Vorwärts, in den kalten Schatten des Todes, dem längsten Titel der Platte, welcher sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Schnellere, antreibend bis eingängige Passagen stehen in einem Wechselverhältnis zu unterschiedlichen langsamen, ruhigen und akustischen Passagen mit klaren leisen Ambientklängen und gesprochenen Stimmen. Das Lied wirkt dabei aber niemals überladen an diesen verschiedenen Elementen. Schattenheer sorgt für einen schlüssigen Spielfluss mit großem atmosphärischem Potential.

Mit Tote Augen, kalte Augen folgt ein langsam und schleppend gehaltenes Lied, das über die Spieldauer recht eingängig strukturiert ist und vor allem von den vordergründigen und gut klingenden Gitarrenmelodien lebt. Diese detailreiche Gitarrenarbeit ist auf dem gesamten Album immer sehr zentral in der Musik verankert. Ganz gleich ob es sich um eingängige Riffs in den schnelleren Passagen oder umfangreiche Melodien handelt, die Gitarren sind zumeist ein wesentlicher Bestandteil der Musik und Atmosphäre. Aber auch das Schlagzeug wurde gut bedient, was die vielen unterschiedlichen mittelschnellen bis langsamen Rhythmen verdeutlichen. Schattenheer hat – auch aufgrund des guten Klangs – ein sehr druckvolles und atmosphärisches Werk geschaffen, das bis auf wenige Ausnahmen ohne aggressive oder brachiale Anteile auskommt.

Schattenheer ist von der kompositorischen und strukturellen Seite wie auch von der Umsetzung an den Instrumenten ein gutes und vollends gelungenes Album, fern der typischen und einfachen Schemata Hass, Zerstörungsfantasien und antichristlicher Symbolik.

01. Vorwärts, in den Schatten des Todes
02. Tote Augen, kalte Augen
03. Am Abgrund
04. Wenn sich die schwarzen Tore öffnen
05. Unter Wurzel und Stein
06. Legion des Blutes

21.08.2005

Satans Sign Of War - Satans Sign Of War | 2005 | Werewolf Records | CD | Black Metal

Diese letzte Veröffentlichung von Satans Sign of War ist auf keinen Fall etwas für Jedermann. Dafür ist diese CD viel zu extrem und radikal, nicht nur in musikalischer Hinsicht. Die Beiden Musiker Brand und Kreul widmen dieses Album Finnland, seinem Kampf gegen die Russen sowie der Gruppe Satanic Warmaster.

Wer Brand von Armatus her kennt, wird schon wissen in welche Richtung Satans Sign of War geht. Primitiver, rumpeliger Black Metal mit extrem verzerrtem und hasserfülltem Geschrei. Man muss definitiv für diese rohe und barbarische Form des Black Metals eine Vorliebe haben, denn unterm Strich ist diese Veröffentlichung nichts anderes als akustischer Terror, getrieben von extremen destruktiven Gefühlen. Neben dem eindringlichen Kreischgesang sorgen auch die simpel gespielten Gitarren sowie das ein wenig blechern und dumpf klingende Schlagzeug für die Atmosphäre. Zu dieser einfachen Spielweise passt auch der unsaubere und rumpelige Klang, der an Probeaufnahmen erinnert. Strukturell gibt es schnelle und aggressive Abschnitte wie auch langsam und schleppend gespielte Strecken. In ihrer Art sind sich die Lieder alle recht ähnlich, doch das stört nicht weiter.

Für viele wird das Mist sein, ich finde es genau richtig. Einige Schwächen gibt es bei der Umsetzung wie auch beim Material selbst natürlich trotzdem, das ist ganz klar. Wer solch ein Werk aufnimmt, tut dies auch nicht in der Intention ein technisch perfektes Resultat zu erzielen. Besonders gut an dieser CD gefällt mir das letzte Lied, welches düsterer und melancholischer als der Rest ist. Hier wird am Anfang sogar kurz ein Keyboard benutzt und das Lied ist sehr schleppend und eingängig gehalten, ab und zu taucht eine bizarr gespielte und gestimmte Gitarre auf, die die düstere Stimmung verstärkt.

01. Cut... open your skins
02. A choise between two evils
03. Anti christ anti zion
04. Satans sign of war
05. Our final victory
06. Our war is Satans war
07. Trunken in darkness
08. The ghost of Adolf H.
09. Mysteriis of cruel cremation
10. The last marsch of Kreuls & Brands Satans Sign of War 

20.08.2005

Satanic Warmaster - Carelian Satanist Madness | 2005 | No Colours Records | Vinyl | Black Metal

Ich kann die positive Resonanz einiger Bekannter zum dritten Satanic Warmaster-Album nicht nachvollziehen. Ich hatte von Carelian satanist madness mehr erwartet. Eine Enttäuschung war von mir im Vorfeld völlig ausgeschlossen worden da sowohl das letzte Album zuvor, wie auch die diversen Split-Veröffentlichungen mir nahezu alle sehr zusagten. Die Enttäuschung über das neue Werk sitzt tief, es erscheint mir völlig farblos, ja geradezu verletzend in seiner Langweiligkeit. Ich weiß, viele sehen und empfinden das anders als ich, wie gesagt, diese wohlwollenden Ansichten kann ich nicht nachvollziehen. Die acht Lieder die auf Carelian satanist madness enthalten sind, sind allesamt solide und tragen schon die typischen Merkmale Satanic Warmaster's jedoch fehlt mir das gewisse Etwas, das auf dem bisherigen Material stets vorhanden war. Ein Gefühl, eine Atmosphäre ist abhanden gekommen – es ist etwas diffus und nicht klar greifbar. Ein wenig fehlt mir auch das Grimmige und Radikale auf der neuen Scheibe, was mal mehr, mal weniger ebenfalls kennzeichnend war für Satanic Warmaster. Freilich, das neue Album ist an sich nicht schlecht. Stünde nicht der Name Satanic Warmaster darauf, sondern irgendein anderer, würde es sicher besser abschneiden. Satanic Warmaster haben allerdings einige großartige Veröffentlichungen auf ihrer Haben-Seite sodass Carelian satanist madness diesem Anspruch einfach nicht gerecht wird, nicht gut genug ist.

Das beste Lied gibt es gleich am Anfang, bei The vampiric tyrant ist die (meine) Welt noch in Ordnung, obgleich mit das am Anfang seltsam klingende Keyboard schon stutzig machte. Es sind eigentlich nur zwei, drei Töne die sich wiederholen, klingt irgendwie billig, kitschig. Doch der Rest vom Lied stimmt. Anfangs eine schleppende Rhythmik, vordergründige Gitarren und dann später ein schneller und eingängiger Takt mit dem typischen Gesang und dann verschiedene Rhythmen die gut und bandtypisch strukturiert sind. Ein gutes Satanic Warmaster Stück eben. Doch bereits mit dem zweiten Titel, dem Titelstück des Albums machte sich schnell Ernüchterung breit. Ein langes und streckenweise langsam gehaltenes Lied welches für die Spielzeit des Liedes zu wenig Abwechslung besitzt. Die Ansätze die zu erkennen sind, haben durchaus Potential doch wurde dieses vorhandene Potential kaum ausgeschöpft. Die wenigen guten Arrangements und Strecken gehen in der Flut belangloser Rhythmuswechsel, Melodien und langweiliger Strukturen unter. Als Krönung gibt es dann zum Ende hin auch noch überflüssiger Weise mit Blessed be the grim arts ein instrumentales Orgel-Stück, das unfreiwillig und bitter schmeckend ein passender Abgang von Carelian satanist madness ist, weil es plump, langweilig und ideenlos ist.

01. The vampiric tyrant
02. Carelian satanist madness
03. True blackness
04. My dreams of 8
05. Eaten by rats
06. 666
07. My kingdom of darkness
08. Blessed be grim arts

16.08.2005

Rudra - Brahmavidya: Primordial 1 | 2005 | Demonzend | CD | Black Metal

Obwohl Brahmavidya: Primordial 1 das bereits vierte Album der Singapurer Rudra ist, war mir bis vor wenigen Tagen deren Existenz völlig unbekannt. Ich wusste nicht was mich erwarten würde, zumal in dem Promoschreiben etwas von „Vedic Death Metal“ geschrieben stand. Nach einigen Durchläufen der CD muss ich sagen, dass ich hellauf begeistert bin. Anfangs wirkte die Zuordnung Death Metal etwas befremdlich auf mich, da vor allem der Gesang Rudras so gar nicht nach den tiefen und kräftigen Death Metal–Stimmen klingt, die man zumeist geboten bekommt. Der verzerrte Gesang von Rudra klingt viel mehr nach Black und Thrash Metal, was sich aber auf Brahmavidya: Primordial 1 sehr gut macht. Denn musikalisch zünden Rudra ein überaus anspruchsvolles und vielschichtiges Feuerwerk ab, nicht nur weil man immer wieder diesen vedischen bzw. hinduistischen Einflüssen begegnet.

Die Lieder sind teilweise sehr technisch, hart und stramm strukturiert, was zunächst für einen modernen Eindruck sorgt. Es wurden einige Breaks eingebaut, schnelle klare und geradlinige Passagen sind ebenso vorhanden wie viele Geschwindigkeitswechsel sowie stimmige und melodische Ruhepausen. Obwohl das Ganze erst einmal technisch und trocken rüberkommt, klingt es aber ganz anders, nämlich flüssig, warm und lebendig. Dies liegt einerseits an dem Klang, den Rudra so hinbekommen haben, dass Brahmavidya: Primordial 1 hart und kraftvoll klingt, dabei aber nicht steril und anonym wirkt. Des weiteren präsentiert sich die Gruppe variabel und spielfreudig an den Gitarren, an denen sie einige Melodien und Soli zaubern, die direkt ins Blut gehen. Aber auch diese vedischen Einflüsse und Elemente, die perfekt in den brutalen Metal implementiert worden sind verleihen Brahmavidya: Primordial 1 eine starke und vereinnahmende Atmosphäre. Diese Elemente die für europäische Ohren womöglich etwas „exotisch“ klingen, liegen in verschiedenen Formen vor. Sprachlich und inhaltlich wie auch musikalisch, etwa bei einem ruhigen chorartigen Gesang oder leisen Melodien, die „fremd“ klingen und einen mystischen Eindruck hinterlassen.

Abschließend möchte ich betonen, dass Brahmavidya: Primordial 1 kein experimentelles Opus oder so genannter Avantgarde Metal ist. Rudra zelebrieren exzellent brutalen und harten Metal der verschiedene Einflüsse und Stile in sich vereint.
Wer die Scheibe bei einem Vertrieb entdeckt, sollte sich nicht zu schade sein, sein Glück mit Rudra zu versuchen.

01. Twilight of duality
02. Ananya Chaitanya
03. The pathless path to the knowable unknown
04. There the sun never shines
05. Veil of Maya
06. Ageless consciousness, I am
07. Meditations on the Mahavakya
08. Aham Brahmasmi
09. Shivoham
10. In the fourth quarter: Turiya

Reign Of Decay - Perceptions Of Reality | 2005 | Eigenproduktion | CD | Black Metal

Reign of Decay präsentieren nun nach neun Jahren Bandbestehen mit Perceptions of reality ihr Debütalbum, das ausgereiften und traditionellen Death Metal der frühen 1990iger Jahre bietet. Reign of Decay belassen es allerdings nicht bei den tradierten Elementen, die dunkel, walzend und stampfend sind sondern haben darüber hinaus auch einige, für Abwechslung und Eigenständigkeit beitragende, atmosphärische und technische Ideen in ihre Musik einfließen lassen. Reign of Decay haben es ausgesprochen gut hinbekommen, die alten typischen Attribute des Death Metals mit aktueller technischer Versiertheit sowie den atmosphärischen und zuweilen experimentellen Zutaten zu verknüpfen.

Das dunkle flüssige Spiel mit seinen unterschiedlichen schleppenden bis antreibenden Gangarten, den dunklen kreisenden Gitarrenlinien und der typische tiefe Death Metal Gesang stellen faktisch das Fundament dar, auf dem Reign of Decay mit ihren Ideen aufbauen. Sie brechen aus dieser typischen eingängigen Spielweise immer wieder aus, leiten ruhige, zum Teil sehr atmosphärische Arrangements ein die zuweilen einen wunderbaren düsteren und psychedelischen Charakter (im Sinne von Pink Floyd) haben. Neben den flüssig eingängigen und harmonischen Ausführungen kommen vereinzelt auch moderne technische und trockene Inszenierungen zum Zuge, die das Ganze stimmig abrunden.

Reign of Decay halten ständig etwas in Bewegung ohne dabei an irgendeiner Stelle zu überladen oder experimentell zu wirken. Perceptions of reality besitzt ein ausgereiftes Songwriting, dem ein gutes Gespür für die richtige Dosierung der einzelnen Elemente zugrunde liegt. Denn trotz der harmonischen und spielerischen Einsprengsel ist und bleibt Perceptions of reality ein gewaltiges und brachiales Death Metal Album das rundum überzeugen kann.

Für sieben Euro kann man die professionell gestaltete CD direkt bei der Band bestellen.

01. Perceptions of reality
02. Faked reality
03. Frozen plains
04. Sync
05. B.H.9.
06. The photographer
07. Disfigured earth
08. Chains of past descisions
09. Hills

12.08.2005

Pestnebel - Der schwarze Tod | 2005 | Warfront Productions | CD | Black Metal

Der schwarze Tod ist die konsequente Fortsetzung vom Vorgänger In den schwarzen Abgründen der Ewigkeit. Pestnebel prügeln sich überwiegend in schnellen brachialen Takten durch das Album, begleitet von spielfreudigen Gitarren und dem eindringlichen und kehligwarmen Gesang. Pestnebel sind aber trotz der Brutalität und Vorliebe zum schnellen Spiel keine Gruppe, die einfach blind drauf los prügelt was das Zeug hält. So war es bei In den schwarzen Abgründen der Ewigkeit nicht und so ist es auch beim neuen Album nicht. Hierfür gibt es zu viele Feinheiten im Songwriting die den Liedern Widererkennungswert und eine eigene Handschrift verleihen. Ein Standbein hierbei sind die schon erwähnten Gitarren, die in jedem Lied mal mehr, mal weniger abwechslungsreich doch stets sehr präsent gespielt werden. Dies sorgt für eine gute Atmosphäre, da Pestnebel die Vielfältigkeit und Macht der Gitarren zu nutzen wissen. Aber nicht nur an den Saiteninstrumenten versteht das Duo sein Handwerk, es ist auch ein Gespür für gute Rhythmen vorhanden. Die Lieder sind zwar zumeist schnell, jedoch niemals plump und gleich bleibend. Es gibt viele rhythmische Variationen, Wechsel und auch ruhigere Stücke die Pestnebel ebenfalls gut hinbekommen haben. Carrier of misery ist so ein ruhigeres und langsameres Stück. Neben den guten und einprägsamen Riffs und Melodien kommt hier auch der gut verständliche Gesang schön zum Tragen.

Inhaltlich ist Der schwarze Tod also ein lobenswertes und eigenständiges Album. Allerdings bin ich mit dem Klang nicht ganz zufrieden. Wenn man sich In den schwarzen Abgründen der Ewigkeit anhört, wirkt Der schwarze Tod vom Klang her etwas flach und kalt, dem Klang fehlt es an Wärme und Durchschlagkraft. Wenn man den Vorgänger nicht kennt, fällt es zwar bestimmt nicht auf aber so ist etwas Wehmut vorhanden. Die Klangproduktion von Der schwarze Tod ist sehr anständig und professionell, vielleicht einen Tick zu professionell. Nichts desto trotz sind Pestnebel zu den derzeit besseren deutschen Black Metal Gruppen zu zählen!

Die CD ist in einer Auflage von 500 Kopien erschienen.

01. Im Bann des Wintermondes
02. Der schwarze Tod
03. The graven moon
04. Chordeva - Part I
05. From the mountains of doom
06. Carrier of misery
07. Chordeva - Part II
08. Durch die sternenlose Dunkelheit
09. Nacht der mordenden Schatten