Fogzard ist
eine französische Ein-Mann-Band die nun mit Extreme atheism
das erste Album publiziert hat. Die Defizite des Albums werden schnell
klar, das geschriebene Material ist nicht sehr anspruchsvoll ausgefallen
und so durchzieht das gesamte Werk ein simples Grundgerüst auf welches
Fogzard dann ein paar Melodien oder in die Länge gezogene
ruhige Momente aufsetzen. Die Geschwindigkeiten von Extreme atheism
bewegen sich in einem sehr überschaubaren Rahmen der langsam und
schleppend bis mittelschnell ist. Es ist ein ziemlich schwaches Album,
denn nicht nur das Songwriting ist einfach langweilig sondern auch noch
die instrumentale Umsetzung. Das grausige Schlagzeug erwähne ich
jetzt an dieser Stelle nicht. Je länger ich das Album höre,
umso mehr beschleicht mich der Eindruck dass da jemand am heimischen Computer
irgendwie was aus bewährten sehr eingängigen Stücken per
Zufallsgenerator erstellt hat. Es ist alles viel zu berechenbar, obwohl
man das Material noch nie gehört hat, weiß man genau was in
den nächsten Momenten zu hören sein wird. Eigentlich finde ich
Ein-Mann-Projekte ganz interessant und das sie oftmals in einigen Bereichen
Schwächen habe, ist klar und zu verschmerzen, doch Fogzard
sind mit dieser Darbietung einfach nur völlig daneben und überflüssig.
01. Purificating of
flesh and soul
02. Heretic blood
03. Raw spirit
04. The legend of the dark wolves
05. On the tracks of the goat
06. In satanic pride
07. Judeo-christian phobia
08. Outro (Pagan return)
03.05.2004
30.04.2004
Feuersturm - Wenn der Tag sich dem Ende neigt | 2004 | Donnerschlag Rex | CD | Black Metal
Nach einem Demo debütiert
das Trio hinter Feuersturm mit dem Silberling Wenn der Tag sich
dem Ende neigt. Geboten wird zumeist aggressiver Black Metal durchsetzt
mit vordergründiger Betonung auf die Gitarre. Auffälligstes
Merkmal ist der sehr innbrünstig gebrüllte Gesang, welcher durch
seine Präsenz maßgeblich an der Stimmungserzeugung beteiligt
ist. Die technische und gestalterische Komponente des Songwritings ist
nicht immer einfach nachzuvollziehen. Feuersturm agieren zuweilen
sehr impulsiv und brechen regelrecht wie ein Sturm los, für ein paar
verflüchtigende Momente macht sich ein chaotischer Eindruck breit
der sich aber recht schnell wieder legt. Es wird aber nicht nur brutal
und schnell gespielt, ruhige instrumentale Strecken kommen genauso vor,
wie eingängig schleppende Passagen. Gut ausgefallen ist der klangliche
Bereich, Wenn der Tag sich dem Ende neigt hat einen ehrlichen und
authentischen Klang. Schlagzeug und Gitarren klingen oft so, als würde
man beim Spielen direkt daneben stehen. Das Album wurde beim Mastern nicht
kaputt gemacht, das ist gut. Allerdings klirren die hohen Töne manchmal
zu sehr, fällt aber auch nur auf wenn man sich Kopfhörer aufsetzt.
Insgesamt haben Feuersturm ein recht ordentliches Album hervorgebracht,
vor allem eins, dass im Gedächtnis haften bleibt und nicht gleich
in unbekannte Vergessenheit gerät.
01. Wenn der Tag sich dem Ende neigt
02. Märkische Nacht
03. Wo der Ahnen Lied erklingt'
04. Die Banner hoch
05. Nebelpfad
06. Selle aus Eis
07. Over daudens kode mark (Troll Cover)
01. Wenn der Tag sich dem Ende neigt
02. Märkische Nacht
03. Wo der Ahnen Lied erklingt'
04. Die Banner hoch
05. Nebelpfad
06. Selle aus Eis
07. Over daudens kode mark (Troll Cover)
26.04.2004
Eternity - ...And The Gruesome Returns With Every Night | 2004 | World Terror Committee | CD | Black Metal
… and the
gruesome returns with every night ist zumeist schnell gespielt und
straff aufgezogen. Straff deshalb, weil es kaum markante und herausragende
Merkmale gibt die schnell ins Auge stechen. Von der Beschaffenheit des
Materials wie auch vom Klanglichen her, befindet sich alles in einem sehr
engen Raum, was manchmal dazu führt dass Eternity etwas platt
wirken. Instrumente und Gesang sind zu nah beieinander und da es wenig
musikalische Ausbrüche gibt, bleibt es zumeist etwas nüchtern.
… and the gruesome returns with every night ist ein eingängiges
Album das die meiste Zeit in einem gleich bleibenden Ton an einem vorbeigeht.
Eine echte und gute Ausnahme ist das Stück Verhöhnt, welches
sich deutlich vom Rest abhebt. Es wurde in einer langsamen und schleppenden
Rhythmik eingespielt und auch der Gesang wirkt viel charismatischer im
Deutschen; was möglicher Weise an der besseren Betonung in der Heimatsprache
liegt. Insgesamt sind die langsam gehaltenen Lieder die besseren auf dieser
Scheibe, Eternity wirken dabei einfach überzeugender und es
stellt sich viel leichter und schneller ein Hörgefühl ein, als
bei den schnelleren und eingängigeren Stücken.
01. Misanthropic suicide
02. Raging
03. Jede Nacht...
04. In the depths of solitude
05. Verhöhnt
06. Grim reapers rapture
07. Glorification of evil
08. Nuclearer Sturm
01. Misanthropic suicide
02. Raging
03. Jede Nacht...
04. In the depths of solitude
05. Verhöhnt
06. Grim reapers rapture
07. Glorification of evil
08. Nuclearer Sturm
24.04.2004
Enthroning Silence - A Dream Of Nightskies | 2004 | Painiac Records | Vinyl | Black Metal
Die
vier langen Titel auf der zweiten und neusten Enthroning Silence
Platte sind rau, grell und düster. Nur allein der Klang der Gitarren
erinnert an Suicidal emotions von Abyssic Hate. Ansonsten
ist die depressive Spielweise der beiden Italiener eigenständig, auch
wenn A dream of nightskies alles andere als etwas neues ist. Das
Liedgut ist meistens langsam bis mittelschnell und die Melodien bleiben
in einem berechenbaren Rahmen. Wer dem suizidalen Black Metal generell etwas
abgewinnen kann, für den wird diese Platte vielleicht trotz aller Mittelmäßigkeit
interessant sein. Ansonsten sind die vier Titel einfach zu ideenarm und
monoton in ihrem dunklen und melancholischen Gewand. Hier und da sind schon
gewisse Ansätze zu verzeichnen, die sich ein wenig abheben können
aber insgesamt betrachtet, verlieren sie zu schnell an Bedeutung und gehen
in der Langatmigkeit von A dream of nightskies unter. Gerade wenn
das Duo das Tempo mal anhebt, zeigen sich interessante Facetten die wie
gesagt, zu kurz und zu selten sind.
Die LP ist auf 500 Kopien limitiert.
01. I evoked through mysts and dark...
02. Enigmatic magnificense of misty...
03. Crimson deliverance behind hermetic...
04. Dying at gates of eternity
Die LP ist auf 500 Kopien limitiert.
01. I evoked through mysts and dark...
02. Enigmatic magnificense of misty...
03. Crimson deliverance behind hermetic...
04. Dying at gates of eternity
22.04.2004
Elysian Blaze - Beneath Silent Faces | 2004 | Plague Records | Kassette | Black Metal
Elysian Blaze ist eine bisher noch
recht junge Ein-Mann-Gruppe aus Australien, von der kaum etwas bekannt
ist. Das Demo Beneath silent faces scheint die zweite Veröffentlichung
zu sein. Wie für eine Ein-Mann-Band üblich, gibt es natürlich einige
Abstriche im qualitativen Bereich der Musik, in diesem Falle beim
Schlagzeug. Es wird vermutlich ein Drum-Computer zum Einsatz gekommen
sein, welcher nur seinen simplen Zweck erfüllt und nicht weiter
auffällt. Viel interessanter und auch wichtiger, ist die Atmosphäre die Elysian Blaze erzeugen. Diese ist nämlich bedrückend, düster und melancholisch. Das liegt zum großen Teil an dem Klang von Beneath silent faces
sowie der sehr gefühlvollen Spielweise und den Melodien der Gitarre.
Der Klang ist nämlich von einer wunderbaren verwaschenen und rauschigen
Beschaffenheit, insbesondere dann wenn die langsam gespielten Gitarren
und der Gesang zum Tragen kommen. Einen ähnlichen Klang haben Mightiest
auf frühen Werken und auch Horizon's Opening .
Beneath silent faces ist über sehr weite Strecken langsam gespielt, manchmal allerdings auch phasenweise etwas schneller und dabei dann sehr monoton - was wie ein angenehmer Kontrast zum langsamen, dunklen wirkt. Obwohl die Lieder alle ziemlich lang geworden sind, kommt keine Langeweile auf. Elysian Blaze wissen sehr gut mit der Atmosphäre und der daraus resultierenden Stimmung umzugehen. Wer düsteren und beklemmenden Black Metal mit Doom-Einschlag mag und sich nicht an einem einfachen Schlagzeug stört, dürfte an Elysian Blaze mit Beneath silent faces gefallen haben.
In naher Zukunft wird bei der deutschen Plattenfirma Northern Silence Productions das Debütalbum Cold walls and apparitions als CD und LP erscheinen. Ich bin sehr gespannt und voller Erwartung.
01. Anvil chorus
02. Prophecy of misery
03. A constellation of souls
04. The thorned tongue of requiem
05. Beneath silent faces
06. Dark are my nights
Beneath silent faces ist über sehr weite Strecken langsam gespielt, manchmal allerdings auch phasenweise etwas schneller und dabei dann sehr monoton - was wie ein angenehmer Kontrast zum langsamen, dunklen wirkt. Obwohl die Lieder alle ziemlich lang geworden sind, kommt keine Langeweile auf. Elysian Blaze wissen sehr gut mit der Atmosphäre und der daraus resultierenden Stimmung umzugehen. Wer düsteren und beklemmenden Black Metal mit Doom-Einschlag mag und sich nicht an einem einfachen Schlagzeug stört, dürfte an Elysian Blaze mit Beneath silent faces gefallen haben.
In naher Zukunft wird bei der deutschen Plattenfirma Northern Silence Productions das Debütalbum Cold walls and apparitions als CD und LP erscheinen. Ich bin sehr gespannt und voller Erwartung.
01. Anvil chorus
02. Prophecy of misery
03. A constellation of souls
04. The thorned tongue of requiem
05. Beneath silent faces
06. Dark are my nights
19.04.2004
Eiserne Dunkelheyt - Lebensekel | 2004 | Bøddel Productions | Kassette | Black Metal
War das vorangegangene Demo Traumwelt insgesamt noch sehr grimmig und rau beschaffen so wird Lebensekel überraschend ruhig, harmonisch und melodisch mit Ein Leben ging dahin
eröffnet. Nach dieser kurzen unerwarteten Einleitung beginnt das
eigentliche Lied, welches langsam aber kraftvoll bleibt und immer mal
wieder von ruhigen melodischen Passagen durchbrochen wird. Wobei
jegliche Harmonie und Melodik gänzlich durch die Gitarren erschaffen
wird, was Eiserne Dunkelheyt gut umgesetzt haben. Nach dem schleppend langsamen Ein Leben ging dahin wird Lebensekel mit dem schnelleren und rockigen Autoagressiva
fortgeführt, in dem vor allem das Riffing teilweise sehr rockig ist.
Leider sind hierbei die Saiten zu laut und übersteuern bei den tiefen
Tönen. Mit Der Tag des ewigen Erwachens folgt ein langes und
eingängiges Stück mit antreibender Rhythmik und eindringlich verzerrtem
Gesang. Zum Ende hin wird das Lied ruhiger und langsamer und es kommen
wieder rockige Riffs zum Tragen, die leider auch hier wieder zu laut
sind. Mit Feuertod endet Lebensekel auf eine
bestialische und morbide Art und Weise, da es instrumental ruhig und
beschaulich zur Sache geht, doch die klaren und verzerrten
Kreischgesänge extrem und beklemmend sind. Zu guter letzt gibt es dann
mit Deadhouse ein Coverstück von Katatonia, was von Eiserne Dunkelheyt
überaus gut interpretiert und umgesetzt wurde. Musikalisch ist es dem
Original recht nahe, aber der gesangliche Bereich wurde sehr
eigenständig gestaltet, verzerrter Kreischgesang in verschiedenen
Variationen sowie leise chorale Gesänge kommen zum Einsatz.
Mit Lebensekel haben Eiserne Dunkelheyt ein insgesamt melancholisches aber durchaus vielschichtiges drittes Demo veröffentlicht, welches sich von den anderen sehr unterscheidet. Die einzige wirkliche Schwäche für mich ist das wilde Autoagressiva, was wegen der zu lauten Saiteninstrumente stellenweise einfach zu unstrukturiert und chaotisch wirkt. Mit den beiden langen Stücken Ein Leben ging dahin und Der Tag des ewigen Erwachens haben Eiserne Dunkelheyt zwei gute stimmungsintensive Lieder auf dem Demo, die vielleicht den Weg für die Zukunft deuten. Denn sowohl im gesanglichen wie auch melodischen Bereich liegen ganz klar die Stärken von Eiserne Dunkelheyt.
Erschienen ist Lebensekel in einer Auflage von 111 Kopien.
01. Ein Leben ging dahin
02. Autoagressiva
03. Der Tag des ewigen Erwachens
04. Feuertod
05. Deadhouse (Katatonia Cover)
Mit Lebensekel haben Eiserne Dunkelheyt ein insgesamt melancholisches aber durchaus vielschichtiges drittes Demo veröffentlicht, welches sich von den anderen sehr unterscheidet. Die einzige wirkliche Schwäche für mich ist das wilde Autoagressiva, was wegen der zu lauten Saiteninstrumente stellenweise einfach zu unstrukturiert und chaotisch wirkt. Mit den beiden langen Stücken Ein Leben ging dahin und Der Tag des ewigen Erwachens haben Eiserne Dunkelheyt zwei gute stimmungsintensive Lieder auf dem Demo, die vielleicht den Weg für die Zukunft deuten. Denn sowohl im gesanglichen wie auch melodischen Bereich liegen ganz klar die Stärken von Eiserne Dunkelheyt.
Erschienen ist Lebensekel in einer Auflage von 111 Kopien.
01. Ein Leben ging dahin
02. Autoagressiva
03. Der Tag des ewigen Erwachens
04. Feuertod
05. Deadhouse (Katatonia Cover)
10.04.2004
Division Hagal - Politisch korrekt | 2004 | Flammentod Produktionen Teutschland | Kassette | Black Metal
Politisch korrekt
klingt ein wenig wie eine brutalere Ausgabe von Nordreich, was
damit zu begründen ist, dass Division Hagal ihr zweites Demo
in Skatvals Klangreich aufgenommen haben. Allein schon durch diese Tatsache
bekommt das Demo einen angenehmen Glanz. Aber auch musikalisch lassen
sich Division Hagal nicht lumpen. Die Lieder sind allesamt von
interessanter Struktur, teils schnell und brutal, teils langsam und darin
durchdrungen von facettenreichem Gitarrenspiel. Neben dem sehr eindringlichen
und markanten Gesang, der teilweise sehr verzerrt und mit leichtem Hall
zu hören ist jedoch stets eine gewisse Aussagekraft besitzt, stellen
die Gitarren durch ihren Klang und ihre Spielweise die charakteristischen
Eckpfeiler von Politisch korrekt dar. Durch die geschickte Anordnung
dieser Elemente, ist es Division Hagal gelungen, ein eigenständiges
und in gewissem Maße auch abwechslungsreiches Demo herzustellen.
Für mich ein überraschendes und positives Demo, das ganz klar
musikalische Überzeugungskraft besitzt.
01. Hagal (Stahl soll's regnen)
02. Der wahre Terror
03. Wie lange noch?
04. Ode an Berlin (Politisch korrekt)
05. T.U.Z.
06. Ausklang
01. Hagal (Stahl soll's regnen)
02. Der wahre Terror
03. Wie lange noch?
04. Ode an Berlin (Politisch korrekt)
05. T.U.Z.
06. Ausklang
Disinter - As We Burn | 2004 | Morbid Records | CD | Death Metal
As we burn
ist das dritte und bisher auch eindrucksvollste Album von Disinter.
Von der ersten bis zur letzten Sekunde ist die neue Scheibe ein packendes
und brachiales Death Metal Inferno. Ich habe seit langem kein Album mehr
aus diesem Bereich gehört, das trotz aller rigorosen Brutalität
eine solch intensive Stimmung verströmt wie As we burn. Die
Lieder sind zwar zum Teil technisch ausgefallen, jedoch niemals zu sehr
und bestechen allesamt durch eine klare und druckvolle Produktion. Gerade
der Aspekt, dass die Amerikaner niemals zu sehr in technische Agitation
verfallen sondern stattdessen immer die erfrischende Spielfreude im Vordergrund
stehen lassen, macht As we burn zu einem sehr überzeugendem
Album. Wie bereits erwähnt, geht es überwiegend heftig und schnell
zur Sache, doch wie auch auf den beiden Alben zuvor, gibt es auch einige
ruhigere Momente die durch gut gespielte Soli oder gemächlicheren
Melodien erzeugt werden. Überhaupt sind die stets präsenten
Klangwände aus den schnellen Rifs, die zum Teil eingängig aber
auch abwechslungsreich sind, ein gutes und charakteristisches Merkmal.
Bleibt abschließend eigentlich nur kurz zusammenfassend zu sagen, dass As we burn ein heftiges, intensives und ergreifendes Album ist, das Spaß macht und klug strukturiert ist.
Bleibt abschließend eigentlich nur kurz zusammenfassend zu sagen, dass As we burn ein heftiges, intensives und ergreifendes Album ist, das Spaß macht und klug strukturiert ist.
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