Das neue Material
von Blut Aus Nord ist leider sehr kurz ausgefallen. Die drei unbetitelten
Stücke haben alle eine ungefähre Spielzeit von drei Minuten.
Die Kürze diesen Beitrags ist aber auch der einzige Kritikpunkt,
denn das Material knüpft exakt nahtlos dort an, wo The work wich
transforms god aufgehört hat. Vom Wahnsinn und extrem verzerrten
Gitarren getragener Black Metal der von bizarren und morbiden Gesängen
untermalt wird. Wer die letzten beiden Alben mochte, wird auch diese drei
Lieder zweifelsohne mögen. Bei der ebenfalls französischen Band
Reverence sieht die Sache anders aus, The flesh's decadence
nihil process plus das Outro Nihil luciferia bringen es auf
knapp zehn Minuten wobei das Outro verhältnismäßig kurz
bemessen ist. The flesh's decadence nihil process ist ein sehr
eingängiges Stück, das Schlagzeug klingt ein wenig polternd,
wird aber schleppend und treibend gespielt und das Becken ertönt
nahezu pausenlos, was der Atmosphäre aber einen interessanten Aspekt
und Kontrast bringt da die Musik klanglich dunkel und beklemmend ausgefallen
ist. Mitten im Stück wird das Tempo gedrosselt und das Schlagzeug
verändert mehrmals ruhig den Takt und die Gitarren lassen für
diese Zeit ab von ihrer eingängigen und einfachen Spielweise.
… Decoporation … beinhaltet zwei sehr unterschiedliche
Bands die für sich jeweils überzeugen können und gutes
Material zum Besten geben, allerdings ist das Ganze ein wenig zu kurz
geraten. Erschienen ist diese Veröffentlichung auf 10" Vinyl
in einer Auflage von 500 Pressungen.
Blut Aus Nord:
01.
02.
03.
Reverence:
04. The flesh's decadence nihil process
05. Nihil luciferia
18.03.2004
15.03.2004
Blood Vengeance - Iron Warfare | 2004 | Obscure Abhorrence | CD | Black/Death Metal
Die
Kriegstreiber Blood Vengeance schlagen nun mit ihrem Debütalbum
gnadenlos zu. Konsequent stürmen und prügeln sie sich durch
acht Lieder totalitären War Black Metals. Schnell, aggressiv und
punktgenau präsentiert sich die noch recht junge Band. Trotz der
treibenden Schnelligkeit ist Iron warfare kein langweilig und lieblos
eingespieltes Werk, bei dem einzig und allein Brutalität und Raserei
zählt. Blood Vengeance haben sich bei der Gestaltung des Materials
viel spielerischen Freiraum gelassen, den sie auch gekonnt zu nutzen wissen.
Sowohl die Gitarren mit ihrem schnellen Riffing als auch die Umsetzung
am Schlagzeug mit den schnellen und abrupten Rhythmuswechsel verleihen
Iron warfare einen eigenständigen Charakter. Bei dem sehr brachialen
und impulsiven Titel Portal to hell sickern auch wohlige thrashige Elemente
durch, die der ohnehin heftigen Stimmung gewaltigen Nachdruck verleihen.
Iron warfare hinterlässt definitiv einen positiven Eindruck, denn Blood Vengeance haben es auf ihrem ersten Album scheinbar spielerisch geschafft, aggressiven und rasenden Black Metal alles andere als monoton und eingängig zu gestalten. Des weiteren ist auch die instrumentale Umsetzung sehr gut gelungen, was sicher nicht immer einfach war, angesichts einiger mörderischer Geschwindigkeitswechsel und Hochgeschwindigkeitspassagen. Da auch der Klang gut ist, Gesang, Schlagzeug und Gitarren sauber und gut getrennt voneinander zu hören sind, gibt es an Iron warfare nichts auszusetzen.
01. Intro
02. Attack by command
03. Iron warfare
04. Bleed
05. Last day of humanity
06. Murder in mind
07. Portal to hell
08. Panzerschlag
09. Warcult vengeance
Iron warfare hinterlässt definitiv einen positiven Eindruck, denn Blood Vengeance haben es auf ihrem ersten Album scheinbar spielerisch geschafft, aggressiven und rasenden Black Metal alles andere als monoton und eingängig zu gestalten. Des weiteren ist auch die instrumentale Umsetzung sehr gut gelungen, was sicher nicht immer einfach war, angesichts einiger mörderischer Geschwindigkeitswechsel und Hochgeschwindigkeitspassagen. Da auch der Klang gut ist, Gesang, Schlagzeug und Gitarren sauber und gut getrennt voneinander zu hören sind, gibt es an Iron warfare nichts auszusetzen.
01. Intro
02. Attack by command
03. Iron warfare
04. Bleed
05. Last day of humanity
06. Murder in mind
07. Portal to hell
08. Panzerschlag
09. Warcult vengeance
Blood Red Angel - Crime Entertainment | 2004 | Supreme Chaos Records | CD | Thrash Metal
Crime entertainment
ist das inzwischen dritte Album von Blood Red Angel aus Krefeld.
Geboten wird dem geneigten Hörer eine deftige Mischung aus traditionellem
kompromisslosem Thrash Metal, der streckenweise direkt aus den frühen
1990igern importiert sein könnte, sowie neuen und modernen Ideen
die Blood Red Angel kompakt zu Crime entertainment zusammengeschnürt
haben. Dem Album kommt die variantenreiche Gesangsstimme zu gute, die
immer sehr bestimmt im Geschehen steht, dennoch ein breites Spektrum abdeckt.
Vereinzelt wird man sogar an Paul Baloff zu Zeiten von Bonded by blood
erinnert. Blood Red Angel spielen sehr erfrischend und erhellend
auf, sie schaffen es durch die sehr antreibende Strukturierung ihres Liedguts
mühelos, während der gesamten Spieldauer der CD niemals Langeweile
aufkommen zu lassen. Neben dem bereits positiv erwähnten Gesang,
sorgen auch die zwei Gitarren für ein angenehmes thrashiges Klima.
Wie es sich gehört, stehen sie im Vordergrund und bestimmen die Atmosphäre.
Blood Red Angel überzeugen aber nicht nur wenn sie schnell
und treibend spielen, auch wenn es gelegentlich mal zu kurzen ruhigeren
Passagen kommt, wissen die Fünf was zu tun ist.
Einzige Schwachstelle ist der Klang des Schlagzeugs, der manchmal ein wenig kraftlos ist. Dies ist aber sicher eine Frage des persönliches Geschmacks und fällt auch nicht sonderlich ins Gewicht. Dennoch ist Crime entertainment ein sehr gelungenes aktuelles Thrash Metal Album, das die eingängige Härte mit Spielfreude und neuen Ideen kombiniert.
01. Intro
02. Disabled mankind
03. Like a cancer
04. Damaged
05. World of scum
06. Downwards
07. War entertainment
08. Presence of a shadow
09. The new rights
10. Darksideforce
11. Decline
Einzige Schwachstelle ist der Klang des Schlagzeugs, der manchmal ein wenig kraftlos ist. Dies ist aber sicher eine Frage des persönliches Geschmacks und fällt auch nicht sonderlich ins Gewicht. Dennoch ist Crime entertainment ein sehr gelungenes aktuelles Thrash Metal Album, das die eingängige Härte mit Spielfreude und neuen Ideen kombiniert.
01. Intro
02. Disabled mankind
03. Like a cancer
04. Damaged
05. World of scum
06. Downwards
07. War entertainment
08. Presence of a shadow
09. The new rights
10. Darksideforce
11. Decline
14.03.2004
Blodsrit - Helvetshymner | 2004 | Oaken Shield | CD | Black Metal
An die Anfangstage Blodsrits erinnert nichts mehr. Jedenfalls nicht, wenn man die Split mit Ritual Orchestra noch im Ohr hat. Damals klangen Blodsrit
schön unprofessionell, die Benutzung des Drumcomputers war klar hörbar
und die Lieder besaßen Atmosphäre und Eigenständigkeit. Mit dem
mittlerweile dritten Album ist es ganz anders. Helvetshymner ist ein makelloses, glasklares Gebilde ohne nennenswerte Ecken und Kanten. Blodsrit haben
sich eine 1A Produktion gegönnt und auch das Material ist sehr
ordentlich ausgefallen. Die Lieder weisen eine überlegte Strukturierung
auf, weder zu eingängig noch zu abwechslungsreich. Helvetshymner
macht einen sehr ausgewogenen Eindruck, schnelle und aggressive
Strecken werden ebenso zum Besten gegeben wie langsamere,
gitarrenbetonte Passagen die dem ganzen etwas Tiefe und Stimmung
verleihen sollen. Dennoch fehlt das Entscheidende: dem Album fehlt der
eigene Charakter, etwas an das man sich eine Stunde nach dem Hören der
CD noch erinnert, ein Impuls sich die Scheibe später noch mal anhören zu
wollen. Blodsrit haben zwar nichts schlechtes
bewerkstellig und abgeliefert, ist alles nett und gut aber trotzdem
langweilig. Einfach auf Hochglanz getrimmter und polierter Durchschnitt.
01. In melancholy...
02. Griftevisa
03. Själslig självdöd
04. Vanmakt
05. Horns
06. Ridding in a pest
07. Illdjarn
08. Solitude (Candlemass Cover)
09. Praise suicide (Bonus)
01. In melancholy...
02. Griftevisa
03. Själslig självdöd
04. Vanmakt
05. Horns
06. Ridding in a pest
07. Illdjarn
08. Solitude (Candlemass Cover)
09. Praise suicide (Bonus)
11.03.2004
Black Circle - Behold My Visions And Wisdom | 2004 | Total Holocaust Records | Kassette | Black Metal
Behold my visions
and wisdom ist nach zwei Demos nun das erste Album von Black Circle,
einer schwedischen Ein-Mann-Band. Das dieser Mann sehr von Judas Iscariot
beeinflusst wurde, lässt sich in der Musik eindeutig ausmachen, wie
auch am Aussehen des Kassetten-Covers sowie einigen Liednamen. Da liegt
irgendwie der Verdacht eines simplen Plagiats in der Luft. Auch wenn der
Gesang über lange Strecken sehr wohl an Akhenaten und Judas Iscariot
erinnert - orientiert ist - und auch die zum Teil eingängige schnelle
Rhythmik ihren Ursprung auf einer der vielen Veröffentlichungen des
Exil-Amerikaners haben könnte, besitzt Behold my visions and wisdom
auch eigene Akzente die zur Geltung kommen. Die Musik von Black Circle
ist eindringlich, zum Teil eingängig und aggressiv neben gut gestrickten
Gitarrenmelodien, aber auch langsam, bedächtig und melancholisch
von der Inszenierung her. Doch der Makel mangelnder Eigenständig
haftet der Veröffentlichung nun mal, für meine Begriffe ziemlich
offensichtig. Von daher ist meine Freude - trotz guter und überzeugender
Umsetzung - geschmälert. Mit etwas mehr Eigenständigkeit, hätten
Black Circle hier etwas wirklich gutes abliefern können
01. The path to eternal wisdom
02. Eternal is the journey of the wanderer
03. The cold depths below
04. A cold wind blew upon the lonely one
05. Eternal black flame
06. The fall of an empire
07. The black winds of hatred
01. The path to eternal wisdom
02. Eternal is the journey of the wanderer
03. The cold depths below
04. A cold wind blew upon the lonely one
05. Eternal black flame
06. The fall of an empire
07. The black winds of hatred
Black Altar - Black Altar | 2004 | Christhunt Productions | CD | Black Metal
Die Polen von Black
Altar beglücken uns mit ihrer ersten Langspielplatte mit einer
fein akzentuierten Mischung aus mittelschnellem bis schnelleren melodiösen
Black Metal. Das Trio dosiert die verschiedenen Elemente wohlüberlegt,
vielleicht sogar ein wenig zu zaghaft da Black Altar niemals wirklich
in ein Extrem oder eine rabiate Spielweise ausbrechen. Es geht zwar durchaus
schon schneller zur Sache, aber durch die zum Teil sehr technische Spielweise
und Arrangements stellt sich kein wirkliches eingängiges oder brachiales
Gefühl ein. Black Altar wechseln oft Rhythmik und Geschwindigkeit,
entlocken den Gitarren viele verschiedene Melodien und erinnern mich manchmal
auf eine mir unerfindliche Weise (vielleicht ist es der Gesang?) an Azaghal.
Das klingt aber alles gut und stimmig, Black Altar erschaffen sich
so eine musikalische Eigenständigkeit die sie gut rüberbringen.
Die technische Umsetzung ist sehr gut gelungen, die Instrumente lassen
sich gut einzeln heraushören und insgesamt ist die Produktion von
Black Altar hörenswert wenn auch vielleicht schon etwas zu
homogen. Lange Rede, kurzer Sinn: die neue Scheibe der Drei ist sicher
nicht schlecht, eigenständiger und ideenreicher Black Metal der insgesamt
aber etwas auffälliger oder markanter hätte sein können.
01. Intro
02. Black Metal Terror
03. The accuser
04. Into the black surface
05. The revelation of scourge
06. In blood we trust
07. Fire ov immortal self
08. The ultimate antigod appearance
09. Unholy spell ov death
10. Misanthropic supremacy
11. Outro
01. Intro
02. Black Metal Terror
03. The accuser
04. Into the black surface
05. The revelation of scourge
06. In blood we trust
07. Fire ov immortal self
08. The ultimate antigod appearance
09. Unholy spell ov death
10. Misanthropic supremacy
11. Outro
Bilskirnir - Furor Teutonicus | 2004 | Solistitium Records | CD | Black Metal
Gleich
vorn weg: Bei Furor teutonicus handelt es sich nicht um ein neues
Album. Bei dem enthaltenden Material handelt es sich um die Demos Bis Germanien
erwacht und Feuerzauber aus den Jahren 2000 und 2001 sowie zwei bisher unveröffentlichten
Probeaufnahmen. Über den Nutzen solcher Tonträger streiten sich
die Geister besonders gerne und leidenschaftlich. Für all jene, die
nicht im Besitz der besagten Demobänder sind, ist diese Veröffentlichung
mit Sicherheit eine lohnenswerte Angelegenheit. Denn handelt es sich dabei
doch um das bessere Material von Widar und Bilskirnir. Nachfolgende
Erscheinungen wirkten zuweilen etwas flach und eher enttäuschend. Nun
hat man die Gelegenheit mit Furor teutonicus einen Tonträger
zu erwerben, der randvoll mit altem aber hervorragendem Liedgut von Bilskirnir
ist. Ich kann mich täuschen, doch erscheint mir das Material auf dieser
CD nachträglich klanglich verbessert worden zu sein. Denn die Titel
weisen allesamt eine gute Produktion auf und haben dennoch diese für
Bilskirnir typische Klangatmosphäre, von denen die Demos damals
gelebt haben.
Zu dem guten Liedmaterial bekommt man auch ein hübsch gestaltetes Beiheft, welches mit ausführlichen Informationen, Liedtexten und Photographien angereichert ist.
Zu dem guten Liedmaterial bekommt man auch ein hübsch gestaltetes Beiheft, welches mit ausführlichen Informationen, Liedtexten und Photographien angereichert ist.
08.03.2004
Bilskirnir - Ahnenerbe | 2004 | Nykta | CD | Black Metal
Mit der MCD Ahnenerbe
gibt es nun neues Material von Bilskirnir. Im nächsten Jahr
wird ein neues Album erscheinen, das den Namen Wotansvolk tragen
wird.
Ahnenerbe überzeugt ziemlich schnell, mit Furor und dem abschließenden Ahnenerbe sind zwei sehr eindrucksvolle und einprägsame Stücke enthalten, die an das Demo Feuerzauber erinnern und eine ähnliche wohlige und erhabene Stimmung besitzen. Ahnenerbe weist keine Überraschungen oder auffallende Veränderungen auf, das ist auch gut so. Die Veröffentlichung klingt voll und ganz nach Bilskirnir. Die Produktion ist auch gut ausgefallen, sauber und klar aber ohne der Musik und insbesondere dem Gesang Widars den rauen Charme zu nehmen. Man darf auf Wotansvolk wohl sehr gespannt sein.
01. Furor
02. Blutgericht
03. Walgrind
04. Ahnenerbe
Ahnenerbe überzeugt ziemlich schnell, mit Furor und dem abschließenden Ahnenerbe sind zwei sehr eindrucksvolle und einprägsame Stücke enthalten, die an das Demo Feuerzauber erinnern und eine ähnliche wohlige und erhabene Stimmung besitzen. Ahnenerbe weist keine Überraschungen oder auffallende Veränderungen auf, das ist auch gut so. Die Veröffentlichung klingt voll und ganz nach Bilskirnir. Die Produktion ist auch gut ausgefallen, sauber und klar aber ohne der Musik und insbesondere dem Gesang Widars den rauen Charme zu nehmen. Man darf auf Wotansvolk wohl sehr gespannt sein.
01. Furor
02. Blutgericht
03. Walgrind
04. Ahnenerbe
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