08.03.2002

Bilskirnir - In Flames Of Purification | 2002 | Millenium Metal Music | CD | Black Metal

Nach diversen Veröffentlichungen von Bilskirnir respektive Widar, gibt es nun (endlich) die erste CD käuflich zu erwerben. Allerdings handelt es sich bei In Flames of Purification nicht um ein neues Album, wie man vielleicht vermuten könnte.

Die ersten vier Stücke wurden teils komplett neu eingespielt und aufgenommen (etwa For Victory we ride), und die folgenden drei sind dann ganz neue Liedstücke. Bei den nachfolgenden Liedern handelt es sich dann um eine Coververson von Graveland, und vier Lieder die Widar von früheren Demos und einer EP mit auf diesen Tonträger gepresst hat.

Leider muss ich sagen, das mir die Demostücke besser gefallen, als das Neuaufgenommene. Die Demoproduktion beinhaltet viel mehr von der bisher für Bilskirnir typischen Atmosphäre in der Musik.

01 - For Victory we ride
02 - In Flames of Purification
03 - Revenge
04 - Die Lichtung
05 - Barbarism returns (Graveland Cover)
06 - Valhalla is calling
07 - ...bis Germanien erwacht
08 - Feuerzauber
09 - For the Return of paganism...

06.03.2002

The True Beltez - Beltane | 2002 | Eigenproduktion | CD | Black Metal

Beltane ist eine selbstproduzierte CD die die beiden Demos von The True Beltez enthält und auf eine ungefähre Spieldauer von 50 Minuten kommt. Man muss kein Rechenartist sein um zu sehen das die durchscnittslänge eines Liedes recht lang ausgefallen ist. Die Länge ist nicht das einzige erkennbare Merkmal das an Burzum erinnert. Musikalisch sind einzelne Lieder bzw. Klangstrukturen und die Gesänge auch an die norwegische Band angelehnt, aber deshalb gleich von einer schlichten Abkupferei zu sprechen wäre zu einfach und auch nicht richtig. Denn dafür haben Beltez zu sehr einen eigenen musikalischen Charakter und eine eine selbsterschaffene Atmosphäre die sich in den einzelnen Stücken niederschlägt. So wurde mit variierten Gesangsstilen gearbeitet. Teilweise klingt die Stimme extrem verzerrt wie man es beispielsweise von Exorial her kennt oder auch kreischend-krächzend. Es geht aber auch harmonischer mit weniger Verzerrung und auch teilweisen klaren und leisen Gesängen und leichten Chören.

Beltane setzt sich aus den Demos Schlachtherr und Fliehende Stürme zusammen. Beim Hören der CD spürt man auch zwischen diesen beiden Demos einen Unterschied. So sind die ersten drei Titel (Intro ausgenommen) vom Fliehende Stürme Demo eher am rauhen Stil von Burzum orientiert als die zweite Hälfte.
Trotz der Nutzung eines Drumcomputer - was man zwar hören kann - wirkt die Musik aber nicht entfremdet oder gar bedenklich unnatürlich. Die Stücke sind zum Teil sehr tragend und schleppend aber auch düster, naturbezogen und treibend. Trotz einer gewissen, durchaus misanthropischen, Grundatmosphäre der Lieder und der damit verbundenden Eingängigkeit wurde aber nicht die Abwechslung vernachlässigt. So sind auch gerade bei den den letzten drei Titeln Pagan Metal Einflüsse zu verzeichnen.

Für selbstproduzierte Demoaufnahmen ist der Klang überaus gut und klar. Zwar wirkt das Klangbild und auch das Schlagzeug oder die Gitarre vereinzelt zu leise, aber dafür sind die Instrumente klar und deutlich zu hören. Angesichts dieser beiden gelungenen Demos sollte man das im Herbst kommende Album im Auge behalten.


01. Intro
02. Zug durch das Nebelgebierge
03. Siegerland
04. Urgewalten
05. Schlachtherr
06. Frosttod
07. Beltane

Belenos - Spicilege | 2002 | Sacral Productions | CD | Black Metal



Belenos aus Frankreich sind auch mit dem inzwischen dritten Album nach wie vor für mich ein absoluter Geheimtipp des französischen Black Metals, aber auch ein Geheimtipp jener Bands, die es verstehen kompromißlosen Black Metal mit melodieösem Black Metal verschmelzen zu lassen, ohne das es affig, gekünstelt oder übertrieben wirkt. Wunderbar erkennen kann man dies schon gleich zu Beginn des Albums, bei dem ersten Lied, Tal Ifern. So beginnt das Lied mit einem sehr kurzem akkustischen Intro - welches nicht nervt oder selbstverliebt klingt und wirkt - um dann gleich die andere Seite der Band zu präsentieren. Schnellerer Black Metal übereinander laufenden Riffs und einer bestimmenden und etwas aggressiven Gesangsstimme. Zwischenzeitlich wird das Lied wieder etwas ruhiger, und beschwört mit seinen akkustischen und tragenden Zwischenstücken eine vereinnahmende Stimmung. Insgesamt ist das Album wie eben beschrieben gestaltet, wird aber keineswegs langweilig. Dazu sind die Lieder selbst, viel zu interesant und vielschichtig gestaltet, ohne dabei aber wie eingangs gesagt, auszuarten in irgendwelche engstirnigen Orgien der Verliebtheit ins Harmonische oder der primitiven Rohheit. Ein wunderbarer Balanceakt wird geboten, mit dem eine bezaubernde Atmosphäre geschaffen wird.

Überdies kann sich die Produktion von Spicilege sehen und hören lassen. Es ist nicht überproduziert, und hat dennoch eine sehr gute Produkton was gerade bei den akkustischen Momenten positiv zur Geltung kommt, aber bei der eigentlichen Musik nicht negativ ins Gewicht fällt.

Alles in allem sind Belenos eine musikalisch sehr gut agierende Black Metal Band aus Frankreich, die glücklicher Weise noch nicht so bekannt sind, und demnach auch nicht für irgendwelche niederen "Szenebelange" missbraucht wird. Hoffentlich bleibt das auch künftig so, so daß auch weiterhin solche Scheiben wie Spicilege produziert werden.

01 Tal Ifern
02 Ensorcele
03 Terre De Brume
04 Noz Pagan
05 Par Belenos
06 Mort Divine
07 Loin Au Nord
08 L'antre Noir
09 Chant D'automne

Battlehorns - Battlehorns | 2002 | Hohenstaufen Records | CD | Black Metal

Nachdem kürzlich die Split EP mit Zorn herauskam, legen die Franzosen von Battlehorns mit dieser "Demo Kompilation" nach. Eigentlich ist es fragwürdig, was so etwas bezwecken soll, nachdem man erst die Demos und eine Split EP veröffentlich hat, dann gleich noch mal die Demos zusammen auf einen Tonträger zu pressen. Für mich ist es dennoch ein Positives. Denn mir waren die Demos und das Promo unbekannt - kannte die Band nur von der EP - und nun hab ich quasi alles von der Band. Denn die Split EP hatte mich doch sehr neugierig gemacht, und so bin ich nun froh für mich neues Material der Band in den Händen zu halten.

Wie ich bereits erwartet hatte, befindet sich auf dem Silberling aggressiver Black Metal. Und so ist das auch alle neun Stücke durchgehend. Auf das wesentliche komprimierter Black Metal mit einer nicht schlechten, aber auch nicht bombastischen (zum Glück!) Produktion. Diese Art der Produktion unterstreicht für meine Begriffe wohlwollend die Atmosphäre der Band. Battlehorns erschaffen die aggerssive Stimmung nämlich nicht nur durch ein wütendes und zerstörerisches Schlagzeug, sondern durch ein kühnes Abstimmen der verschiedenen Elemente Gesang, Drumming und Soli sowie Gitarrenrhythmen. Gerade prägend an diesen Elementen sind aber die Gitarrenmelodien sowie die Gesangsstimme. Insgesamt sind die Lieder zwar strukturell im schnelleren Bereich angesiedelt, so ist mit Inferno aber auch ein schleppender und andächtiger Titel mit auf die CD geraten. Welcher sich aber auch sehr gut anhören läßt, da hierbei die Gesangstimmen variieren und auch auf akkustische Gitarren zurückgegriffen wird.

Insgesamt stellt diese "Demo Kompilation" ein durchaus gelungenes Werk dar, welches die Entwicklung und das in der Band steckende Potential aufzeigt. Und das ist wahrlich gut. Denn Battlehorns gehören zu jenen Bands des Black Metals die es gekonnt verstehen, ihre Gitarren gut in der Musik zu inszenieren und beschwören dadurch verschiedene Atmosphären und Klangstrukturen was der dennoch immer erhaltenden Aggressivität, Abwechslung verleiht.

Da darf man also nach der Split EP mit Zorn und dieser Revue mehr als gespannt auf ein hoffentlich baldiges Album warten.

PART I - PROMO 2001
01. Pestenberzerker / L´insufleur de peste
02. Horns for battle

PART II - NIHILISTIC DEMO 2000
03. Ex - Terno
04. Conquering black storms
05. Aborted illusions
06. Inferno

PART III - CONQUERING BLACK STORMS DEMO 1999
07. Unseen visions
08. In the name of the dead lord
09. Martyrium

05.03.2002

Avenger - Fall Of Devotion, Wrath And Blasphemy | 2002 | Merciless Records | Vinyl | Black Metal

Endlich ist die neue Scheibe der tscheschichen Band Avenger erhältlich. Hat mich doch deren Erstling Shadows of the damned absolut in den Bann gezogen, so konnte ich nur hoffen und bangen, daß micht mit dem neuen Album Fall of Devotion, Wrath and Blasphemy keine herbe Enttäuschung trifft, wie es ja leider oft der Fall ist. Aber gleich beim ersten Lied wird einem klar, daß dieses Bangen unnötig ist, und Avenger mit dem neuen Album genau da weitermachen, wo sie mit dem Vorgänger aufgehört haben. Avenger scheinen wirklich eine der wenigen Bands heutzutage zu sein, die zu 100 Prozent ihren eigenen, unverkennbaren Stil haben, den man unter Tausenden heraushören kann. Avenger haben einfach ihre gänzlich eigene Atmosphäre, ja, sie schaffen mit ihrer Musik einen eigenen Mikrokosmos der beim Hören einfach nur noch verzaubert und einen aus der Realität entreisst. Denn besonders das einwandfreie Zusammenspiel zwischen der Gitarre und dem Schlagzeug erzeugt eine unbeschreibliche Harmonie. Es ist eine homogene Fläche der Musik, wozu dann auch noch der einzigartige Gesang kommt, der sich wunderbar integriert und das ganze gekonnt abrundet. Für die zwei Tschechen ist es typisch, daß die Lieder zum Teil ein wenig verspielt rüberkommen, was tatsächlich aber gar keine Verspieltheit im eigentlichen Sinne ist, sondern eine Leidenschaft zur Musik, die sich dann darin wiederspiegelt, das man immer wieder interessante und gut durchdachte Riffs und Breaks sowie Rhythmuswechsel eingestreut hat. Dies wirkt aber auf diesem Album nicht aufdränglich oder erdrückend wie bei manch anderer Scheibe, sondern stellt gerade das Können des Duos dar. Aber für Leute, die diese Band bisher nicht kannten, kann die Musik durch ihren zum Teil recht komplexen Aufbau etwas anstrengend wirken. Doch dadurch wird diese Scheibe auch auf lange Sicht nicht langweilig und bietet viele Facetten in die man sich "verhören" kann. Denn gerade die Gitarre wettert beim jeden Hören mit einer neuen Faszination auf.

Für mich eine absolut gelungene Scheibe einer Ausnahmeband, die noch vollkommen mit ihrer Schöpfung zu begeistern weiß. Wer also mal wieder guten Black Metal hören möchte, der sich von anderen Bands absolut abhebt ist hier genau richtig.

1. Za branami (Behind the gates)
2. Vyhnáni z ráje (Banished from paradise)
3. V okovech (In chains)
4. Zlo, Nenávist, Válka (Evil, hate, war)
5. Papež Ukøižován (Pope crucified)
6. Voláni bitvy (Call of battle)
7. Zajatci noèní strany (Captives of the nightside)
8. Opus 666

04.03.2002

Atomizer - Death Mutation Disease Annihiliation | 2002 | Drakkar Productions | CD | Thrash Metal

Die Australier meldeten sich diesen Sommer mit Death Mutation Disease Annihilation eindrucksvoll eindrucksvoll zu wort. Gleich mit dem zweiten Titel legen sie los und spielen sehr zwanglos ihre Interpretation des Metals. Nämlich ordentlichen (australischen!) Thrash Metal der tief ins Mark geht. Schon beim ersten Hören fällt auf das die Scheibe sehr abwechslungsreich ist und die einzelnen Lieder an sich auch vom Songwriting sehr durchdacht wirken. Man könnte ja leicht in die Versuchung geraten, zu denken, dass es sich bei Thrash Scheiben prinzipiell um eingängiges Geholze handelt. Mag sein das es öfters der Fall ist, steht hier jedenfalls nicht zur Debatte - allerdings ist es im Falle von Atomizer und Death Mutation Disease Annihilation definitiv nicht der Fall. Die Titel sind teil im schnellen und antreibenden Tempo aber auch gemächlicher und rhytmisch betont eingespielt worden. Dabei ist das Schlagzeug durchgehend schön kräftig, warm und druckvoll was abrundend mit der klaren Produktion ein sehr schön anzuhörendes Klangbild gibt.
Kurzum: Ein geiles (Thrash) Metal Album das sich unbedingt sehen und hören lassen kann, womöglich sogar muss um den Leuten mal zu offenbaren was Metal ist.

01. Intro - Incubation
02. Hesitation Wounds
03. In The Mortal Realm You Roam No More
04. For Blood! For Blood!
05. Black Heart Epiphany
06. When The Demons Come
07. Death Mutation Disease Annihilation
08. He Couldn't Save Himself
09. Unit 731
10. The End!! The End!!
11. Shadenfreude
12. Ritual

Astarte - Quod Superius, Sicut Inferius | 2002 | Black Lotus Records | CD | Black Metal

Bei dieser griechischen Band werden sich wohl schon im Vorfreld schon einige Leute abwenden. Denn bei Astarte handelt es sich um eine rein weibliche Truppe. Genauer gesagt, ein Trio. Diese Band gibt es so in der Form seit 1995, und mit Quod superius, sicut inferius haben sie zwischenzeitlich das dritte Album veröffentlicht.

Dieser neue Silberling ist aber auch nicht mehr so rau wie es die beiden Vorgängeralben waren. Quod superius, sicut inferius wartet mit einer sauberen und druckvollen Produktion auf. Die Instrumente sind alle klar und deutlich zu unterscheiden und zu hören, und das Schlagzeug klingt sehr kräftig, druckvoll und warm. Insgesamt ist dieses Album auch deutlich symphonischer ausgefallen, als man es bis dato von Astarte gewohnt war. Die Damen beherrschen ihre Instrumente, und verstehen offenbar auch etwas vom Songwriting. Die Lieder sind alle durchdacht stukturiert, und gut in Szene gesetzt. Auch die Gesangsstimme klingt etwas rau aber angenehm. Ähnlich wie bei der damaligen Sängerin von Opera IX.

Musikalisch ist das Album gut. Das kann man nicht leugnen. Aber das macht noch lange kein gutes Album aus. Irgendwie vermisse ich hier eine aufkommende Atmosphäre. Dieses Gefühle beim Hören bleibt mir verwerht. Und deshalb kann ich mich auch nicht so recht an der an sich guten Musik erfreuen. Aber  aufgeschlossene Freunde von etwas symphonischerem Black Metal werden durchaus ihre Freuden daran haben.

Mir ist es ingesamt einfach zu langweilig eine ganze CD so durchzuhören.

01 Reign Unfold
02 Inflamed Paradox
03 Oblivious Darkness
04 Deep Down The Cosmos
05 Astarte
06 Incarnate Legend Of Mummy Queen
07 In Velvet Slumber
08 Sickness (Instrumental)
09 Quod superius, sicut inferius
10 Crossing The Wounded Mirror Of Death

01.03.2002

Asmodee - Aequilanx | 2002 | End All Life | Vinyl | Black Metal

Die französische Band Asmodee gibt es nicht mehr, und ist heute unter den Namen Svest wohl einigen Hörern bekannt. Bei dieser auf 333 Kopien beschränkten EP handelt es sich um ein Rerelease des 1997 entstandendes Demos.

Gleich beim ersten Hören wird einem klar, das man es hier mit Puristen zu tun hat, die versuchen musikalisch alte Maßstäbe des Black Metals zu zelebrieren. Es bleibt nicht nur bei dem Versuch, Asmodee zeigen das sie es auch gut umsetzen können, und der Klang ist für ein Demo ordentlich und passt gut zu den vier Liedern. Trotz dieser "alten Einstellung" - die man pausenlos zu hören bekommt, und oft enttäuscht wird - wurde bei diesem Demo, bzw. dieser EP nicht auf simple und sich permanent wiederholende Riffs und ein gleichbleibendes Drumming beschränkt. Black Revelation beweist zum Beispiel, das auch so eine puristische Band durchaus einige überlegte Riffs, Rhythmuswechsel sowie Breaks in die Musik einbringen kann, ohne den Pfad der Tugend zu verlieren. Nein, es macht die Musik sogar interessante. Schade an der Veröffentlichung ist nur, das trotz der insgesamt nicht schlechten Qualität für ein Demo, die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Lieder doch hörbar ist.

Insgesamt ist es ein ordentliches Demo mit gutem Black Metal der seine eigene Eingängigkeit und trotzdem zugleich seine eigene Kreativität besitzt.

01 - Great Final Justice
02 - Black Revelation
03 - Lunatic Curse
04 - Cain's Black Spells