23.04.2001

Empaligon / Triumvirat Xul - Split EP | 2001 | Hatework | Vinyl | Black Metal

Zwar steht auf den Internetseiten von Empaligon das man einen Schlagzeuger hätte. Doch auf der EP hört es sich so an, als hätte man ein Drumcomputer benutzt. Und da sind wir auch schon sofort beim großen Manko des Beitrages von Empaligon auf diesem Single-Vinyl. Die Produktion ist seltsam, sie ist erdrückend und zuweilen auch chaotisch ausufernd. Ich kann nicht mal genau sagen, was da ein wenig im Hintergrund so übersteuert. Ob es das Schlagzeug, irgendwelche Bässe oder die elektronisch-kreischige Stimme ist. Das Schlagzeug kommt sehr schnell gespielt daher, hält auch mal kurz inne und bietet auch den einen oder anderen Break. Allerdings wirkt es die ganze Zeit über sehr mechanisch. Aber man muß dabei auch anerkennend anmerken, daß die Idee bzw. das Songrwriting gar nicht so schlecht ist, wie es primär den Anschein zu haben droht. Nur hat die wirklich obskure Produktion diese guten Ansätze sofort im Keim erstickt.

Beim Pendanten Triumvirat Xul ist dies glücklicher Weise nicht der Fall. Das Lieg auf der B-Seite beginnt mit einer hymnisch / atmosphärischen Einleitung, die auch nicht langweilig oder überflüssig wirkt wie es ja oftmals der Fall ist. Diese Einleitung, Binah, geht um die vier Minuten, bevor das der eigentliche Titel Tie Triade losbricht. Auch hier ist dann die Produktion nicht mehr so überzeugend, aber dennoch besser und hörbarer als bei Empaligon. Dennoch hat das Ganze ein wenig einen Chaoscharakter. Die wild einbrechenden und lauten Drums mit den zum Teil schrummigen Gitarrenriffs. Insgesamt ist aber Die Triade ein sehr interessantes und ein wenig schon mythisch anmutendet Titel. Die zum Teil brachialen Drums mit den sehr interessanten Gitarrenklängen die im Hintergrund immer mal wieder auftauchen, sowie die seichten atmosphärischen Klänge zwischendurch.

So wird diese Split-Veröffentlichung duch Triumvirat Xuldurchaus interessant, und bietet Hörern die eine etwas eigenwillige Produktion verkraften können, interessant umgesetzten Black Metal der nicht alltäglichen Art.

EMPALIGON
01. Realm wrath complex

TRIUMVIRAT XUL
02. Binah - Die Triade

05.04.2001

Desaster - Souls Of Infernity | 2001 | Iron Pegasus Records | Vinyl | Black / Thrash Metal

Auf dieser pressneuen EP wird die Hörerschaft mit einem neuen Titel, einer Coverversion von Razor und zwei Livetiteln beglückt. Also stellt diese Veröffentlichung definitiv ein Werk dar, mit dem gezielt nur ein bestimmter Teil von Hörern angesprochen werden soll.
Souls of infernity ist der neue Titel dieser EP, welcher mit düsteren Riffs eingeläutet wird. Insgesamt kann man dieses Stück zu den etwas heftigeren und brachialeren Liedern von Desaster zählen. Es ist zwar typisch Desaster, doch wird man bei Souls of infernity vergeblich nach dieser durch Gitarren erzeugten, typischen mittelalterlichen Atmosphäre suchen, die auf den Alben bisher so präsent war. Schon daran erkennt man sofrt, das die EP ein Wink an die zurückliegenden Thrashzeiten ist. Cross me fool, ist ein Coversong der kanadischen Thrashbarden, Razor. Viel muss ich dazu wohl nicht sagen, ausser das der Titel gut umgesetzt worden ist. Auf der B-Seite befinden sich noch zwei Live-Stücke vom Wacken-Gig 2001. Das war das letzte Konzert mit Sänger Okkulto der danach die Band verlassen hat.

Für Desaster-Fans wie mich ein absolutes Muß. Doch ansonsten ist es nicht so eine herausragende EP die man unbedingt in seiner Sammlung eingliedern sollte.

01 Souls of infernity
02 Cross me fool (Razor Cover)
03 Sataniac
04 Show them how

07.03.2001

Benümb / Pig Destroyer - Split | 2001 | Robotic Empire | CD | Grindcore

Maximum violence!! Brutaler kann es kaum noch gehen was diese Split CD hier bietet. Absolut geiler Hardcore/Noise/Grindcore den Benümb und Pig Destroyer als einen wahren Lauschangriff fabriziert haben. Denn um einen Angriff handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist schon nicht mehr feierlich mit welcher unbarmherzigen und brachialen Art und Weise die gequälten Klänge die Boxen verlassen. Und genau das ist es ja schließlich auch was man will. Und diese Split CD ist auch ein hervorragend geeigneter Soundtrack für das Einläuten des Weltuntergangs, aber wahlweise auch für einen blutrünstigen und primitven Amoklauf an dem man unterstütz von der Musik die animalischen Aggressionen ausleben kann. Einfach nur geil das Teil!


BENÜMB
01. Path of the righteouse
02. What's done is done
03. Stealing from the blind

PIG DESTROYER
04. Hmyn
05. Black centiped
06. Immune to life
07. Fuck you up an
08. Contagion
09. Black dice

06.03.2001

Azaghal - Ihmisviha | 2001 | Blut & Eisen | Vinyl | Black Metal

Vor ein paar Wochen flatterte mir dieses edle Vinyl ins Haus und ich konnte es kaum erwarten meinen Plattenspieler anzukurbeln. Die Finnen Azaghal haben hier zwei Split CDs sowie einen komplett neuen Titel auf dieser LP über Blut und Eisen veröffentlicht, wobei das Stück auf 300 Einheiten beschränkt ist.

Wer Azaghal kennt dürfte ja wissen was ihn für ein Höllenwerk mit dieser Platte erwartet. Interessant ist die Zusammenstellung. Auf Seite A ist die Split CD mit Mustan Kuun Lapse veröffentlicht, und auf Seite B findet man den finnischen Beitrag Azaghal´s auf der Veröffentlichung mit Beheaded Lamb . Dazu noch den Titel Satan´s spawn der eigens 2001 im Dragonthrone Audio Studio für diese Veröffentlichung aufgenommen worden ist.
Wie schon die Titel vermuten lassen handelt es sich hierbei nicht um ein liebliches Geplänkel und harmonischen Black Metal, sondern um direkten, ehrlichen Black Metal der direkt in die Fresse gespielt ist und in einem passendem Klanggewand daher kommt. Überwiegend bieten Azaghal das volle Brett. Schnell und direkt. Doch was mein Herz besonders hoch schlagen lässt sind das sich bei einigen Tracks durchaus wohlklingende und eigenständige Thrashanleihen zu hören sind, die sich aber glücklicher Weise nicht an den allgemeinen Einmarsch des Thrash Metal´s im Black Metal anlehnen.

Mit dem Titel Inhimillisyyden tuollapuolen beweisen Nargath und Co das sie auch etwas vom Spieltechnischen verstehen und so wechseln sich gekonnt und gut durchdacht hymnisch-melodiöse Passagen mit dem kriegerischen Geprügel ab. Aber einen wahrhaftigen Ohrwurm hat mit Black Terror Metal bereitet.
Auf der zweiten Seite findet man noch einen weiteren Schmankerl, Suicide anthem 2001 . Welcher schön rifflastig anfängt und gar ein wenig an die guten alten Schweden Nifelheim erinnert was aber sehr schnell verfliegt. Dennoch muss ich sagen das mich einige Riffs im Mittelteil des Titels an Desaster erinnern. Den Abschliß bildet der neue Titel Satan´s spawn welcher sehr kraft- und druckvoll eingespielt worden ist, so das sich meine Nachbarn gerade wieder freuen eine Gratismusikdarbietung erleben zu dürfen.
Satan´s spawn unterscheidet sich aber nicht nur in seinem druckvollem Gewand von den restlichen Liedern, sondern auch in seiner für diese Veröffentlichung untypische Songstruktur. Die erste Hälfte kommte eher schleppend daher um sich dann am Ende mit einem thrashigen Paukenschlag zu verabschieden.  

01. Toinen tuleminen
02. Inhimillisyyden tuollapuolen
03. Black Terror Metal
04. Ihmisviha
05. Luoti
06. ...ja me näykimme luita
07. Demonic energy
08. Käärme ja avain
09. Suicide anthem 2001
10. Kill yourself
11. Satan's spawn

17.02.2001

Alghazanth - Subliminal Antenora | 2001 | Woodcut Records /Avantgarde Music | CD | Black Metal

Alghazanth ist wieder eine jener Bands die mich beim ersten Hören einfach nicht vom Hocker hauen können, geschweige denn überzeugen. Schon gleich die Einläutung durch Breathless flesh sculpture lässt mich stirnrunzelnd aufschauen. Ein paar Sekunden lang ein elektronisch erzeugtes Intro das man nicht weiter definieren kann, das dann noch mit ein paar elektronisch überlagerten Stimmen unterstützt wird bevor das eigentliche Lied dann anfängt. Man erkennt sofort das Konzept der Band. Symphonischer, aber schneller Black Metal der glasklar produziert ist. Sogar die Drums passen wunderbar ins Bild des Gesamten. Aber dennoch, es ist für mich so einfach nur ein ideenloser Abklatsch von zig anderen Alben die es so in der Form haargenau schon gab. Auch der Gesang ist für mich nicht so ansprechend, da er mich unterschwellig irgendwie an bekannte Größen aus dem benachbarten Norwegen erinnert. Allerdings muss ich der finnischen Band zugute Halten, das zum Teil gute Ansätze vorhanden sind, die aber leider in der Flut und wohl auch versteiftheit auf diesen symphonischen Black Metal einfach untergehen und keine Bedeutung finden. Das Keyboard bleibt zwar die ganze Zeit über eher im Hintergrund, aber dennoch permanent als wichtiger Baustein der Musik vorhanden. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Denn gerade bei Netherworldly kann man diese Ansätze gut hören. Rauhe Riffwechsel und auch ein einfalssreicheres Drum. Doch dann verfällt man immer wieder auf das Keyboard im Hintergrund, das einfach alles zunichte macht und die kurz geschaffene Eigenständigkeit untergräbt und auch unglaubwürdig macht. Für Leute des melodisch / symphonischen Black Metals die es aber auch gern mal schnell mögen wie bei Dark Funeral ist Subliminal Antenora bestimmt ein Leckerbissen. Aber für mich persönlich eine überflüssige Erscheinung.

1. Breathless Flesh Sculpture
2. The Igneous Embrace
3. Daemonolith
4. Netherworldly
5. Of Predators and Preys
6. The Mirrored Deathwish Paranoia
7. An Ode to the Bringer of Chaos
8. Anno Sathani

25.09.2000

Tunrida - Hierarchy | 1998 | Solistitium Records | CD | Black Metal

Die Finnen von Tunrida geben sich auf Hierarchy recht symphonisch und streckenweise auch sehr harmoniebedacht. Allerdings wird es nicht dauerhaft zu bombastisch wie bei diversen ähnlichen Umsetzungen solcher Stilistik. Hierarchy ist schon ein solides Werk bei dem Tunrida ihre eigenen Akzente gesetzt haben und trotz dieser symphonischen Überschrift eine gewisse Vielschichtigkeit des Materials durchgesetzt haben. Neben dem Keyboard als Grundinstrument stellt der Gesang die markanteste Auffälligkeit dar, der stets sehr präsent ist und die eigentliche Musik zu sehr abdrängt. Die Lieder sind sehr spielfreudig, wechseln häufig Rhythmik und Geschwindigkeit und Gitarren und Keyboard erzeugen durchgehend verschiedene Melodien. Insgesamt ist es ein bisschen zu viel des Guten. Durch diese vielen Elemente die ständig aktiv und in Bewegung sind, fehlt der Musik ein ruhender Pol der das Ganze zusammenhält. Das Album hat seine Stärken, aber eben auch einige Schwächen. Allerdings ist Hierarchy inzwischen schon fünf Jahre alt und wenn man an die 7" Split EP mit Azagahl denkt, haben sich Tunrida in der Zeit gemacht.

01. My finest hour
02. Pathways to cosmos opened
03. Est sularus oth mithas
04. God of infamy, lies and fear
05. The calling
06. Preacher of immortality
07. Hierarchy of the cosmos
08. Astral majesty revealed
09. Your second coming

13.09.2000

Trollech - Ve Hvozdech... | 2000 | Eclipse Productions | CD | Black Metal

Alter Schwede. Hier habe ich es ja im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Meisterwerk sondersgleichen zu tun. Vor etwas längerer Zeit hatte ich schon von einem Bekannten den Tipp bekommen, mal in Trollech reinzuhören. Doch als ich mir das Album dann das erste Mal anhöre, haben mich sofort alle Erwartungen um Längen übertroffen. Musikalisch handelt es sich bei Ve hvozdech... eher um Black Metal mit Einflüssen aus dem Viking Metal, wobei die Elemente des Black Metals aber deutlich überwiegen. Thematisch hat man es bei Trollech aber mit einer Band zu tun die sich (soweit man es dem Booklet der CD entnehmen kann, da alles nur in tschechisch abgedruckt ist) mit der alten, germanischen Mythologie beschäftigt und textlich sowie musikalisch auch umgesetzt hat. Nun kann jeder selbst entscheiden wie er die Band Trollech einordnet. Die Musik kommt zum Teil recht ungeschliffen rüber, wie es z.B. bei polnischen Bands oft kennzeichnend ist. Dieses Klangewand gibt aber auch gerade der Musik von Trollech eine verzaubernde Note. Besonders auffallend ist die Art und Weise, wie die Gitarren eingespielt worden sind, die oft gemeinsam mit der etwas heiser-krächzenden Stimme im Vordergrund stehen. Dabei wirken gerade die Gitarren direkt und ungeschliffen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Insgesamt bekommt man den Eindruck, daß das Duo das gesamte Werk mit viel Leidenschaft und Hingabe aufgenommen und produziert hat. Ebenso gut und interessant ist auch die Aufmachung der CD gemacht. Das Einzige, was mich zuweilen ein wenig stört, ist das die Lieder manchmal einfach zu kurz sind und abrupt enden. Denn sie verzaubern einen zu sehr. Tragen einen mit ihrer mythologischen Atmosphäre mit, und dann fängt man an zu trauern daß das Lied nun schon zu ende ist. Zuweilen vermittelt die Musik auch eine leichte bedrohliche und melancholische Atmosphäre die meine Aufmerksamkeit noch weiter steigert. Für mich ist Ve hvodech... ein geniales und kraftvolles Album das wohl schwer mit etwas anderem zu vergleichen sein wird. Dem Einen oder Anderen wird die etwas unverfälschte und ungeschliffene Akustik stören. Aber das würde mich gewaltig stören, wenn man es hier mit einer wahnsinns Produktion zu tun hätte.

01 Dest´v korunach
02 Pod stromy chladny stin
03 Zatrollené hvozdy
04 Cauda draconis
05 Jajemstvi hlubin lesa
06 Od kolébky po rakev
07 Opet vidim lode
08 Ve hvozdech
09 Podzimni cesta starého ulka
10 Palindrom
11 Hrde proti bilému Kristu

11.08.2000

Pan Thy Monium - Dream II | 1994 | Obscure Plasma Records | Vinyl | Death Metal

Diese seltene und erste EP von Pan Thy Monium ist wohl auch zugleich die beste Veröffentlichung der Mannen um Dan Swanö. Pan Thy Monium waren auf allen ihren Scheiben genial und geil. Doch dieses erste EP stellt alles andere definitv um Meilen in den Schatten. Im Gegensatzu der der gleichnamigen Mini CD (auf Osmose Productions veröffentlicht) ist diese EP über Obscure Plasma Records ans Tageslicht gekommen, und dürfte wohl eines der heftigsten und kraenkesten Death Metal EPs aller Zeiten sein.

Dass Pan Thy Monium eine genial-kranke Band waren, weiss wohl jeder der die Band kennt. Aber auf dieser EP hier ist die Produktion nicht ganz so astrein wie auf den folgenden Alben, sondern ein wenig rauher aber dennoch absolut auf einem professionellem Niveau. Doch praesentieren sich Pan Thy Monium hier in einem heftigeren, ja in einem geradezu brutalerem Gewand. Gleich das erste Stück beginnt, wie es ja typisch ist, mit einem Uhren-Geticke und einer schön druckvollen Double-Bass. Aber man erkennt sofort an der Stimme das es hier brutaler zur Sache geht, bis sich dann auch sofort die Geschwindikeit unermesslisch steigert und sich zu dem Geprügel mehrere Stimmen abwechseln. Im Hintergrund kann man dann wieder diese wunderbar-wahnsinngen Keyboard-Klänge hören und andere undefinierbare - aber urtypische - Klänge hören. Die Geschwindigkeit der Drums und der gesamten Musik ist auf Dream II um einiges höher und schneller als auf allen folgenden Alben und Mini´s. Ein absoluter Höhepunkt im Death Metal der leider viel zu wenig beachtung gefunden hat.

Die ersten drei Titel, die ja wie so oft bei Pan Thy Monium namenlos sind, zeugen von Härte und kranker Umsetzung der Musik. Wahnwitzige Prügelparts geben sich ein faszinierendes Wechselspiel mit ruhigeren und fast schon harmonischen Parts um dann wieder in einen Krieg auszuarten. Ein wahrhaftig psychedelisches aber sehr brutales Death Metal Stück nach dem anderen. Mit dieser Scheibe ist den Schweden wohl genau das gelungen was tausende von Nachwuchsmusikern auf der ganzen Welt versuchen. Ein absolut unverkennbarer Stil der Musik den man unter Millionen wiedererkennt. Der positive Effekt dabei ist, das die Lieder niemals langweilig werden. Man möchte sich die EP immer wieder anhören, und tut es auch mehrmals hintereinander, da hier ein wahnsinniges Erlebnis auf einen wartet.

Aber fuer Neulinge, die Pan Thy Monium gerade erst kennenlernen ist es wohl durchaus nicht leicht nachzuvollzihen und schwierig sich in diesem Khaos zurechtzufinden. Doch wer ein wenig Ordnung in dieses Klangkhaos gebracht hat wird Pan Thy Monium lieben und nie wieder aus seinem Plattenteller nehmen.

01.
02.
03.
04. Vvoiiccheeces