01.08.2012

Nyx - Satis | 2012 | Eigenproduktion | CD | Black Metal

NYX ist das neue Projekt der beiden Musikerinnen Blitz und Vinterbarn, die aufmerksamen Hörern und Lesern bereits durch VAE TERTIUM bekannt sein dürften, deren EP Zweitausendzehn an dieser Stelle ebenfalls begutachtet wurde. Satis ist die erste Demo von NYX, die im Digisleeve und mit einer Video-Datei als Dreingabe kommt.

Musikalisch gibt es abwechslungsreichen und riffbetonten Black Metal der Schnelligkeit und Härte mit Prägnanz sowie einer gewissen atmosphärischen Komponente verbindet. Das Auftaktstück Sinne fällt durch die Schnelligkeit und viele Wechsel auf. Monotonie gibt es überhaupt nicht, das Tempo verändert sich sehr häufig, dabei kommen teilweise sehr technisch strukturierte Breaks zum Einsatz. Für den Gesang haben NYX übrigens einen Gastmusiker verpflichtet, dessen Organ eine sehr interessante Klangfarbe hat, die sowohl dunkel, tief und kehlig aber auch aufgekratzt und energisch sein kann. Auf das sehr vielfältige Sinne folgt Glimmen, welches etwas geordneter und weniger abwechslungsreich daher kommt. Das Riffing ist auch hier ein wesentliches Merkmal, aber nicht ganz so technisch und trocken wie in Sinne, was mir besser gefällt. Die Atmosphäre die hier aufgebaut wird, wirkt flüssiger und fließender, weniger abstrakt. Zu guter Letzt folgt Fenn, welches durch ein sehr schönes, klares und melodisches Riff seinen Lauf nimmt. Dieses Eingangsriff ist wunderbar und da ist es schon beinahe schade, als es durch schnellen, geradlinigen Black Metal abgelöst wird.  In dieser Phase wirken NYX dann sehr grimmig, das Riffing wurde reduziert, sodass eisige Schnelligkeit das Klangbild bestimmt. Zum Ende hin wird es wieder melodischer und das Eingangsriff ertönt erneut.

Satis ist keine schlechte Demo, zumal es sich um die erste Aufnahme überhaupt handelt. Im Wesentlichen kann man das Vorhaben als gelungen bezeichnen, auch wenn es Kritikpunkte gibt. Der Klang ist manchmal etwas zu steril und künstlich, was natürlich der Tatsache geschuldet ist, alles in Eigenregie im eigenen Heimstudio aufgenommen und produziert zu haben. Dafür ist der Klang im Grunde sogar ziemlich gut. In dieselbe Kerbe schlägt auch die manchmal etwas zu technische und zu mechanische Strukturierung. Vor allem im Sinne wirkt das Spiel von NYX ab und an zu technisch, zu abstrakt, zu verschachtelt, zu zäh und unflüssig. Das sind aber alles Kleinigkeiten, die zu einer ersten Demo durchaus gehören. Der erste Schritt ist getan und die Richtung in die NYX zu gehen scheinen, sieht vielversprechend aus.


6/10
Aceust

01. Sinne
02. Glimmen
03. Fenn

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen