14.12.2008

The Reckoning - Counterblast | 2008 | Shiver Records | CD | Death Metal

Der belgische Dreier The Reckoning stellte im Sommer mit Counterblast sein zweites Album vor und präsentiert spielfreudigen und abwechslungsreichen Death Metal.  Die Geschwindigkeit ist, wie auch das spielerische Niveau, durchgängig hoch, weshalb Counterblast sehr flüssig ist und man das Album hervorragend zweimal hintereinander hören kann. Das wohl auffälligste Merkmal dabei sind die Gitarren, die stets sehr präsent sind und somit das Geschehen und die Atmosphäre dominieren. Dabei sind zwar auch typische Death-Metal-Riffs zu hören, die sich zu dunklen und kraftvollen Wänden auftürmen. Doch das lebendigere und feingliedrigere Spiel überwiegt eindeutig. The Reckoning arbeitet viel mit flüssigen, facettenreichen und harmonisierenden Melodieführungen, ebenso wurden auch einige Soli eingestreut, was in der Summe dazu führt, dass Counterblast nicht den Eindruck vom trockenden Death-Metal-Gebolze vermittelt. Typisch melodischer Death Metal ist es allerdings auch nicht, dafür sind die hohen Tempi und die Doublebass-Parts zu brachial.

Counterblast ist vor allem ein kraftvolles und treibendes Album, das sehr riffbetont ist und von Anfang bis Ende gleichbleibend zu gefallen weiß. Der einzige Schwachpunkt ist, sofern man es als Schwäche betrachten mag, der Gesang, der nicht so stark verzerrt ist und eine helle Klangfarbe hat. Diese Art des Kreischgesanges würde ich eher einer Black/Thrash-Band zuordnen als dem Death Metal. Gerade auch wegen des Gesanges und der lebendigen, riffbetonten Gitarrenarbeit, wirken vereinzelte Passagen sogar recht thrashig.

Trotzdem bleibt Counterblast unterm Strich ein gelungenes und gutes Album, das spielerisch und strukturell völlig überzeugt. Das Ganze wird dann abschließend noch mit dem nachgespielten Terrorizer-Titel Dead shall rise gekrönt.


7,5/10
Aceust

01. Intro
02. Downward discipline
03. March to your death
04. Heap of wretchedness
05. Hellkind
06. Vermicular
07. Nailed to inquity
08. Level of containment
09. Bleed divine
10. Dead shall rise (Terrorizer Cover)

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