01.12.2014

Lavatory - Morbid Terror | 2014 | Pulverised Records | CD | Death Metal



In den vergangenen Jahren konnten hierzulande vor allem HUMILIATION aus Malaysia für einiges Aufsehen sorgen. Nun haben ihre Landsmänner von LAVATORY ihr Debütalbum vorgestellt, und sie dürften ihren Kollegen in Sachen Authentizität in nichts nach stehen. LAVATORY spielen schwedisch inspirierten Old School Death Metal.

Sofort nach dem die obligatorische Einleitung ihre Schuldigkeit getan hat, legen LAVATORY mit „Descent Into Madness“ richtig los. Es ist rauer und ruppiger Death Metal in einem wütenden und stampfenden Gewand zu hören, der trotz des mittelschnellen Tempos mächtig Dampf hat. Dies liegt vor allem an den drei Saiteninstrumenten, die einen sehr dunklen und bassreichen Klang haben und einfache, aber wirksame sowie eingängige Riffs spielen. In dieser frühen Phase erinnern LAVATORY bereits an altgediente, schwedische Größen wie etwa DISMEMBER oder ENTOMBED.

LAVATORY machen aber nicht nur der rau klingenden und mächtigen Gitarren wegen Alarm, auch Sänger Muntah Darah trägt einiges zum nostalgischen Hörerlebnis bei. Denn sein Gesang ist gar nicht besonders tief oder gar guttural, stattdessen ist es sehr gut verständliches und leicht heiseres Gekeife, mit einer bisweilen dezent dreckigen Thrash-Attitüde, welche mich immer wieder an PESTILENCES „Testimony Of The Ancients“ oder auch „Seven Churches“ von POSSESSED erinnert.

LAVATORY machen nichts Neues oder Besonderes. Sie spielen einfach treibenden und rotzigen Death Metal, der auch tatsächlich eine morbide Atmosphäre hat. Der Albumname ist sozusagen Programm. Dazu passen auch die immer wieder eingestreuten Soli, welche manchmal auch schön böse und gequält wirken. „Morbid Terror“ ist eine solide Platte, die vor allem fanatische Anhänger des alten (schwedischen) Death Metals ansprechen soll. Wenn man darauf nicht gerade steht, könnte das Album schnell langweilig werden. Trotzdem empfinde ich die morbide Atmosphäre des Werkes als absolut authentisch und ansprechend, weshalb ich davon ausgehe, dass LAVATORY mit ihrem Debüt absolut zufrieden sein können.


01. Absorption (Intro)
02. Descent Into Madness
03. Death Is Imminent
04. Thousand Roads To Hell
05. Morbid Terror
06. Restless Souls
07. Miserable Life
08. Mask Of Malevolence
09. Summoning In Dun Laoghaire
10. To The End Of The World

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