24.09.2014

Draconis Infernum - The Sacrilegious Eradication | 2014 | Ketzer Records | CD | Black Metal



Mit ihrem dritten Album „The Sacrilegious Eradication“ knüpfen DRACONIS INFERNUM nahtlos am Vorgänger „Rites OfDesecration & Demise“ an. Die Singapurer sind sich stilistisch absolut treu geblieben und spielen schnellen und kompromisslosen Black Metal.

Veränderungen gibt es im Detail. So sind die neuen Lieder eine Spur abwechslungsreicher und anspruchsvoller ausgefallen. Dies liegt womöglich daran, dass Serberuz Hammerfrost die Verantwortung für das Schlagwerk an Profanator abgab und sich somit voll auf Gesang und Bass konzentrieren konnte. Jedenfalls sind Riffing und Rhythmus etwas ausgefeilter als auf „Rites Of Desecration & Demise“, was Möglichkeiten für die eine und andere harmonische Einlage eröffnet, ohne jedoch an Rigorosität zu verlieren. DRACONIS INFERNUM sind zwar nicht ganz so heftig wie die Landsmänner von IMPIETY, dennoch huldigt man den alten Heroen mit dem nachgespielten „Anal Madonna“ von deren großartigem Debütalbum „Asateerul Awaleen“. DRACONIS INFERUM bleiben nahe am Original, erreichen aber bei weitem nicht die wütende und freche Rohheit des Originals. Es gibt aber noch ein weiteres Cover, nämlich „We Are Unholy“ von URGEHAL, welches sich ebenfalls stark am Original orientiert.

Mit diesen beiden Coverstücken verdeutlichen DRACONIS INFERNUM ihren Anspruch geradlinigen und ehrlichen Black Metal zu spielen. Dies gelingt auch zweifelsohne. „The Sacrilegious Eradication“ ist in dieser Hinsicht ein gelungenes Album. Es ist ein Werk, auf dem Schnelligkeit und Kompromisslosigkeit mit dezenter Vielfalt und spielerischer Raffinesse kombiniert wurde. Dadurch wirkt das Album nicht zu brutal oder plump, wobei ich mir persönlich etwas mehr Dampf und Brutalität durchaus gewünscht hätte. Denn im Vergleich zu  „Rites Of Desecration & Demise“ ist der Klang etwas blass und weniger bissig ausgefallen.


1. Into The Darkness
2. The Blasphemous Wrath
3. Anathema
4. The Sacrilegious Eradication
5. Anal Madonna (Impiety Cover)
6. Trampling The Divine
7. We Are Unholy (Urgehal Cover)
8. The Dying Light

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