07.03.2011

Berkowitz - Five Thousand Years To Hate | 2011 | Galgenstrang Productions / Funeral Industries | CD | Black/Death Metal

Five Thousand Years To Hate ist für Berkowitz die Debütveröffentlichung und beinhaltet flotten und oftmals geradlinigen Black/Death Metal skandinavischer Prägung. Worauf sich der Name Berkowitz bezieht, ist leider unklar. Die Metal-Archives behaupten, die Widerstandskämpferin Liane Berkowitz sei Quell der Namensinspiration, allerdings gibt es auch den bekannten US-amerikanischen Serienmörder David Berkowitz. Wie dem auch sei, für die Musik ist diese Frage bestenfalls nebensächlich.

Five Thousand Years To Hate ist ein sehr homogenes Album welches von Anfang bis Ende wie aus einem eisernen Guss zu sein scheint. Das Tempo ist zumeist sehr flott, die Riffs ertönen eisig und Unas' Gesang ist sehr bedrohlich, da emotionsarm und sachlich. Diese Art des Gesangs gefällt mir sehr gut, zumal auch die heiser-dunkle Klangfarbe böse und verächtlich wirkt - was insgesamt auch sehr gut zur Musik passt, da diese gleichfalls eher sachlich und aufgeräumt ist. Durch diese nüchterne Klar- und Direktheit wirkt Five Thousand Years To Hate auch so böse und derbe. Vor allem die schnellen Parts mit den kräftigen Riffs sind sehr brachial und heftig. Dies geschieht aber nicht durchgängig. Ebenso gibt es auch Passagen mit dezentem Keyboardeinsatz oder riffbetonte Momente mit flinkem Fingereinsatz.

Auch wenn Five Thousand Years To Hate zunächst sehr gleichförmig und homogen wirkt, gibt es nach mehreren Durchläufen einiges an Abwechslung zu entdecken. Im Bereich der Rhythmen gibt es sogar ziemlich viel Abwechslung und auch die Gitarren bieten einiges. Dies alles wird aber zu einer bösen, ja sogar lebensfeindlichen homogenen Produktion zusammengefasst. Für eine Debütveröffentlichung ist Five Thousand Years To Hate also sehr gelungen und dürfte jeden ansprechen, der temporeichen Black/Death Metal mit spürbarer Bösartigkeit und einer zarten modernen Komplexität mag.


7/10
Aceust

01. Above you all
02. With eyes impaired
03. A question of dominance
04. Prodigies
05. Sidewinder
06. Disembark the craft
07. Absolute grandeur
08. Kill me
09. Kode
10. Father

http://www.funeral-industries.com/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen