09.01.2008

Zahrim - Liber Compendium Diabolicum (The Genesis Of Enki) | 2007 | Black Devastation Records | CD | Black Metal

Liber compendium diabolicum ist eine CD-Zusammenstellung aller bisher erschienenen Veröffentlichungen Zahrims. Da ich die 10“ EP Ia zagasthenu bereits besprochen habe, kopiere ich an dieser Stelle einfach einen Auszug aus deren Besprechung hier herein:

Stilistisch ist Ia zagasthenu … überwiegend eingängig und dabei im treibend schnell oder schleppend. Die Strukturen der vier Lieder sind an sich nichts Besonderes und vom bekannten und gängigen Muster. Schnelle, teils hämmernde und grimmige Abschnitte wechseln sich mit langsameren, teils schleppenden und stampfenden Passagen ab. Am Ende von Bergravet wird die Gitarre in einem Soli sogar richtig schön gequält. Das Besondere an Ia zagasthenu aber sind die vielen Feinheiten, die Zahrim in diese Strukturen hineingewebt hat. Neben diesem kehligen und warmen Gesang ist das äußerst dezent eingesetzte Keyboard ein auffallendes und sehr atmosphärisches Merkmal. Es steht leise im Hintergrund und auch die Melodien sind eher unauffällig beschaffen, so dass es manchmal zwar zu hören ist, aber gar nicht unbedingt als solches bewusst wahrgenommen wird. Ebenso dezent und hörenswert sind die Gitarren, die ebenfalls recht unauffällig gute Riffs und Melodien zum Besten geben.

Mit På gravhøjen så fjernt vom zweiten Demo Ultu muxxischa, geht es in der ersten Hälfte des Liedes flott, treibend und grimmig weiter. Dabei kommt auch streckenweise ein leise und dezent gespieltes Keyboard zum Einsatz, während die zweite Hälfte schleppender und riffbetonter ist.
Gleich vom ersten Augenblick an, trommelt Zahrim einen schnellen, eingängigen und druckvoll treibenden Rhythmus, der von düsteren Keyboardklängen begleitet wird. Mit dem Einsetzen des Gesangs wird das hohe Tempo zwar etwas gedrosselt, doch die unheilvolle Atmosphäre bleibt aufrecht erhalten. Im mittleren Teil fällt das Keyboard dann weg und stattdessen sind schleppende und mittelschnelle Arrangements zu hören, die sehr kraftvoll und energisch erklingen, da sowohl die Gitarren als auch der Bass prächtig miteinander harmonieren und dunkle, schwere Riffs gespielt werden.

Extrem harsch, schnell und brutal wird Det forjættede land eingeleitet. Aber auch in den langsameren Textpassagen verliert Zahrim nichts von dieser wüsten und zerstörerischen Atmosphäre, da der kehlige Kreischgesang teilweise ein enormes Aggressionspotential aufweist.Das letzte Stück von Ultu muxxischa ist im ersten und letzten Drittel schleppend gestaltet, vor allem die langsamen, dunkel gehaltenen Riffs, sorgen für eine traditionelle dreckige Metal-Atmosphäre. Im Mittelteil ist es hingegen eingängig schnell, wobei phasenweise während dieser Schnelligkeit, sehr gute Harmonien im Hintergrund zu hören sind.


Das erste Demo, Mashshagarannu, wurde bereits 1996 aufgenommen, was man dem Material hinsichtlich der beiden jüngeren Veröffentlichungen auch direkt anhört. Der Klang ist wesentlich rauer und flacher ausgefallen. Aber die Stilistik von Zahrim ist bereits hier klar und deutlich zu erkennen.

Når mørket falder på ist ein Lied, in dem sich schleppende und eingängig schnelle Parts abwechseln. Phasenweise ist auch ein Keyboard im Hintergrund zu hören. Es ist insgesamt recht düster gehalten. In der schleppenden Passage wird die Gitarre ruhig aber dunkel gespielt und auch die Passagen mit Keyboard erzeugen einen sehr dunkelharmonischen Eindruck.
Den hedenske genfødsel beginnt zwar schnell, antreibend und hämmernd, doch recht bald entwickelt sich dieses Lied zu einem recht harmonischen Stück, in dem langsame Rhythmen, Keyboardklänge und ein sehr grimmiger Gesang das Geschehen bestimmen.

Durchgehend schleppend ist Ind I den dybe tåge, welches sowohl rhythmisch als auch melodisch recht eingängig ist. Vereinzelt gibt es zwar rhythmische Variationen wie auch Veränderungen in der Melodieführung, doch insgesamt hält sich Zahrim bedeckt und spielt minimalistisch auf.
Das letzte Stück, Vintenattens skygger, ist ebenfalls ein rau und eingängig angelegtes Lied. Allerdings ist hier das Tempo vorwiegend schnell und geradlinig. Diese Passagen werden immer wieder Mal durch kurze harmonische Abschnitte aufgelockert, in denen dann das Keyboard zu hören ist.


Liber compendium diabolicum ist eine sehr runde Sache. Ich war ja bereits von Ia zagasthenu schwer angetan und auch Zahrims zweites Demo, Ultu muxxischa, gefällt mir sehr gut. Es ist zwar nicht ganz so grimmig und nachdrücklich wie die EP, dafür aber einen Tick harmonischer. Dennoch stellt Ultu muxxischa hervorragenden Black Metal dar, der sowohl grimmig und rau, aber genauso auch harmonisch ist.

Naturgemäß ist Mashshagarannu als das erste Demo, die schwächste sowie rauste und eingängigste Veröffentlichung von Zahrim. Allerdings ist es sehr interessant zu hören, denn anhand dieser Zusammenstellung kann man die Entwicklung von Zahrim sehr gut nachvollziehen. Demnach ist Liber compendium diabolicum auch für all jene von Interesse, die bereits die 10“ EP Ia zagasthenu ihr Eigen nennen.

IA ZAGASTHENU
01. Blodpest
02. I dødens favn
03. Begravet
04. The endmost deviance

ULTU MUXXISCHA
05. På gravhøjen så fjernt
06. Ulvegrotten
07. Det forjættede land
08. Den stund hvor alt døde

MASHSHAGARANNU
09. Når mørket falder på
10. Den hedenske genfødsel
11. Ind I den dybe tåge
12. Vintenattens skygger

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen