18.02.2007

Svartkraft - II: The Twilight Void | 2007 | Perish In Light | CD | Black Metal

Gute drei Jahre nach dem Debütalbum steht nun die Veröffentlichung des zweiten Albums unmittelbar bevor. So glich das Debüt, Den onda pesten, streckenweise stark älterem Wyrd-Material, so präsentiert sich II: The twilight void losgelöster und eigenständiger.

Sogleich vom ersten Takt an ist Dweller of the twilight void druckvoll und schnell. Hierbei hält sich Svartkraft auch nicht lange mit irgendeiner einleitenden Passage auf. Die erste Strophe beginnt bereits nach wenigen Sekunden und somit befindet man sich augenblicklich mitten im Album. Etwas ungewöhnlich ist dies schon, wenn man bedenkt, dass Godslayer Vassago alias Narqath für ausladende, harmonische Passagen bekannt ist. Wie dem auch sei, Dweller of the twilight void erweist sich als ein antreibend, grimmiges Stück, das zwar geradlinig ist; in dem aber dennoch melodische Anleihen nicht zu kurz kommen. Besonders gut gefällt mir das Riffing während des Refrains, wo es hart, dunkel und tief ist, und dem Ganzen einen räudigen Ausdruck verleiht.
Harmonischer ist dann Brightest star, darkest sun in dem dann am Anfang melodische Riffs und langgezogene Melodien zu hören sind, wie sie für Narqath eben typisch sind. Während der Strophe ist von diesem harmonischen Element jedoch nichts zu hören, denn dort herrscht kraftvolles und tiefes Riffing vor, kombiniert mit einem schleppenden Rhythmus. Langsam und schleppend geht es auch mit Hours of ruin carved in flesh weiter. Anfangs bilden eine harmonische Melodieführung im Hintergrund und stellenweise hartes, kompaktes Riffing die prägenden Elemente. Die zweite Hälfte ist dann hingegen durchgehend, durch sehr ruhige und harmonische Passagen gekennzeichnet, die zuweilen zwar schwermütig aber etwas harmlos wirken.

Schneller und antreibender ist das folgende The lurker, dessen Rhythmus zwischen eingängig und stampfend hin und her pendelt. In den Melodien und Riffs erkennt man ein weiteres Mal, deutlich die Handschrift Narqaths. Die Melodien haben etwas sehnsüchtiges, leicht schwermütiges und die Riffs sind simpel aber prägnant und wirksam. Langsam und melancholisch geht es mit Across the nightmare seas weiter. Es ist ein unauffälliges Lied, da es eine durch und durch ruhige Komposition ist, man könnte hierbei sogar von einer Ballade sprechen. Der letzte Titel The lost art of necromancy ist das kürzeste Stück des Albums und beginnt düster und makaber. Zunächst sind schräg klingende, nicht eindeutig identifizierbare Töne und Klänge zu hören, im Hintergrund spricht eine leise, dunkle und tiefe Stimme unverständlich. Es hat den Anschein, als würde es sich hierbei um ein klassisches Outro handeln. Doch dann, eine Minute vor dem Ende, setzt völlig unerwartet ein schneller, eingängiger Part ein.

Svartkraft konnte sich mit II: The twilight void zum Vorgänger eindeutig steigern. Das neue Album ist härter und abwechslungsreicher geworden. Vor allem die schnelleren Stücke mit dem harten Riffing wissen zu gefallen. Es ist wünschenswert, wenn es davon in Zukunft noch mehr geben würde. Denn ruhige Stücke Across the nightmare sind nett anzuhören, aber in ihrer Substanz zu harmlos um bleibende Eindrücke zu hinterlassen.

II: The twilight void erscheint am 30. März im Handel.

01. Dweller of the twilight void
02. Brightest star, darkest sun
03. Hours of ruin carved in flesh
04. The lurker
05. Across the nightmare seas
06. The lost art of necromancy

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