26.08.2011

Receuil Morbide - Only Hate Left | 2011 | Great Dane Records | CD | Death Metal

Vom hässlichen Front-Cover darf man sicht nicht irreleiten lassen, denn das vierte Album von RECUEIL MORBIDE ist wesentlich besser, als dass man bei dem Front-Cover vermuten würde. Die Franzosen haben sich dem brutalen Death Metal verschrieben, den sie auf Only Hate Left nachdrücklich demonstrieren. Only Hate Left ist ein klassisches Genrealbum ohne Besonderheiten, aber es funktioniert sehr gut. RECUEIL MORBIDE überzeugen mit dem was sie machen. Der Gesang ist überwiegend angenehm guttural, vereinzelt gibt es grindartige Ausbrüche. Musikalisch verkommt das Instrumentarium nicht zu einer hemmungslosen Brutalitätsorgie. RECUEIL MORBIDE übertreiben es also nicht mit der Schnelligkeit und Brutalität. Es gibt spielerische und auch leichte atmosphärische Akzente, die das Album schwungvoll abrunden. Es gibt ja zahlreiche Bands in diesem Genre, die einfach nur von vorne bis hinten schnell und brutal aufspielen, dazu sind RECUEIL MORBIDE mit Only Hate Left jedoch nicht zu zählen. Das Tempo ist zwar flott und geradlinig, aber es offenbart sich eben keine reine Prügelorgie der plumpen Monotonie. Es gibt Tempovariationen, technische Arrangements und Breaks. Geknüppel gibt es natürlich auch, aber in Verbindung mit vielfältiger und abwechslungsreicher Spielweise. Zwischendurch streuen RECUEIL MORBIDE auch mal ein Soli ein oder zementieren den brutalen Ausdruck mit niederwalzenden mittelschnellen Passagen.

Wie gesagt, es fehlen Besonderheiten, doch ist Only Hate Left eine sehr stimmige und flüssige Genre-Veröffentlichung. Abwechslung, technische Komplexität und gnadenlose Brutalität halten sich angenehm die Waage, was das Album insgesamt zu einer ansprechenden Scheibe macht. Am Klang gibt es auch nichts zu bemängeln, der ist satt und sauber, passt also bestens zum musikalischen Inhalt.


7,5/10
Aceust

01. Alone
02. Crazy war
03. Slavery
04. (The devil came to) Annihilate me
05. From time immemmorial
06. Bipolaris
07. Viscious circle
08. Skinned alive
09. Unsalubrious walls
10. Adrenalin

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